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Wochenrückblick vom 19. bis 25. September 2016

700 zusätzliche Kita-Plätze erfordern viel Kraft

„Die Grundsteuer B zählt zu den wichtigsten Beiträgen zur allgemeinen Deckung des Haushalts. Bis Ende 2017 ist ihr Hebesatz auf 784 Punkte festgesetzt worden. Dieser Schritt war erforderlich, um im Vorgriff auf die von der Bundesregierung angekündigte Entlastung der Kommunen um fünf Milliarden Euro, deutlich geringere Gewerbesteuererträge und steigende Sozialaufwendungen in der Haushaltsplanung auszugleichen. Im Nachtragshaushalt 2016 wurde eine Senkung des Hebesatzes der Grundsteuer B ab 2018 um 54 Punkte auf 730 Hebesatzpunkte vorgesehen. Infolge der Bundesentlastung und der allgemeinen Haushaltsentwicklung kann der Hebesatz weiter gesenkt werden. Für die Jahre 2018 und 2019 wird nun ein Hebesatz von 640 Punkten vorgeschlagen. Das entspricht einer Zielerreichung von 78 Prozent. Ab 2020 wird ein Hebesatz von 620 Punkten vorgesehen, der einer Zielerreichung von 89 Prozent entspricht.

Der Aufforderung der Industrie‐ und Handelskammer mit dem Hebesatz auf das heutige Niveau der Stadt Wuppertal – dieses liegt derzeit bei 620 Hebesatzpunkten – zu gehen wird damit ab 2020 nachgekommen. Remscheid wird zum 1. Januar 2018 die Spitzenposition bei der Grundsteuer an Solingen abgeben, das bereits eine Erhöhung um 100 Punkte auf dann 690 Hebesatzpunkte beschlossen hat. Bei einer angemessenen und umsichtigen Haushaltsplanung ist es nicht möglich, unser gemeinsames Ziel einer vollständigen Rücknahme zu erreichen.

Eine besondere Kraftanstrengung für die Stadt Remscheid wird der Ausbau der Angebote zur Tagesbetreuung für Kinder erfordern. Der Jugendhilfeausschuss und der Rat haben 2015 die Jugendhilfeplanung beschlossen, die zu zwei wesentlichen Aussagen gelangt:

  • ohne die Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze bis 2018 kann kein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot für Kinder bis zum Schuleintritt bereitgestellt werden, 2
  • der zusätzliche Bedarf in Remscheid erfordert einen Ausbau in der Größenordnung von 200 Plätzen.

Mit der bisherigen Ausrichtung war das Ausbauziel für eine bedarfsgerechte Versorgung für das Jahr 2018 angestrebt. Auf der Grundlage der städtischen Vorausberechnung der Bevölkerung Remscheids 2015 bis 2035 mussten alle planungsrelevanten Daten aktualisiert und die erforderlichen zusätzlichen Ausbaubedarfe ermittelt werden. Die Fachverwaltung geht nunmehr von einem Ausbaubedarf von zusätzlichen 500 Betreuungsplätzen für Kinder in Kindertageseinrichtungen aus. Der Rat hat in seiner Sitzung am 30. Juni diesen Ausbau beschlossen. Er sieht die Schaffung von 200 Plätzen ab 1. August 2017 und weiteren 500 Plätzen ab 1. August 2018 vor. Den Mehraufwendungen für Zuschüsse an freie Träger stehen Mehrerträge aus den gesetzlichen Zuschüssen, den Elternbeiträgen, dem Belastungsausgleich und den Beiträgen der freien Träger gegenüber. Die Mehrbelastung in 2017 wird 282.000 Euro betragen und dann bis 2021 auf 2,6 Millionen Euro anwachsen. Es verbleibt somit ein Finanzierungsdefizit, das durch allgemeine Haushaltsmittel gedeckt werden muss. Wie sieht das in den nächsten drei Jahren aus?

  • 2017: 280.000 Euro können im Haushalt abgebildet werden, so dass eine Grundsteueranhebung von sieben Punkten nicht erforderlich ist.
  • 2018: 1,4 Millionen Euro sind nicht im Haushalt abbildbar, so dass die Grundsteuer nicht auf 600 Hebesatzpunkte reduziert werden kann. Es sind 35 Hebesatzpunkte für den Kita‐Ausbau erforderlich.
  • 2019: von 2,5 Millionen Euro können rund 1,1 Millionen Euro im Haushalt abgebildet werden. Für den verbleibenden Betrag (1,4 Millionen Euro) ist eine Anpassung der Grundsteuer erforderlich, die nicht auf 600 Hebesatzpunkte reduziert werden kann. Es sind 34 bzw. 33 Hebesatzpunkte für den Kita‐Ausbau erforderlich.

Diese Zahlen verdeutlichen die intensiven Bemühungen der Verwaltung eine Kompensation des Mehraufwandes innerhalb des Haushalts darzustellen. Dies ist jedoch – bei bestem Willen – im hier erforderlichen Umfang nicht möglich. Der für 2018 und 2019 vorgesehene Grundsteuerhebesatz von 640 Punkten berücksichtigt nicht nur die Finanzbedarfe für den bedarfsgerechten Ausbau der Kinderbetreuung sondern ermöglicht diesen erst.“ (aus der Etatrede von Stadtkämmerer Sven  Wiertz in der Ratssitzung am Donnerstag)

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Candle Light Trauungen: Am Freitag, 9. Dezember, bietet das Standesamt Remscheid "Candle Light Trauungen" an. Wer möchte, kann zwischen 15.15 und 19 Uhr bei romantischem weihnachtlichem Kerzenschein im Turmzimmer des Rathauses sein Eheversprechen abgeben. Neben den üblichen Gebühren, die eine standesamtliche Trauung in Remscheid kostet, fallen bei der "Candle Light Trauung" als besonders schöne Ambiente-Trauung 150 Euro an.
Samstagstrauungen sind im ersten Halbjahr 2017 an folgenden Tagen möglich: 28.1., 4.2., 4.3, 1.4, 20.5 und 24.6. Verbindliche Anmeldung frühestens sechs Monate vor dem gewünschten Termin. Interessierte Paare wenden sich bitte beim Standesamt Remscheidan Angelika Lindmeyer und Gabriele Küpper unter Tel. RS 162331 oder 162965.

SPD Unterbezirk Remscheid / „Hasten hat’s! Ja, aber was eigentlich?: „Hasten hat’s!“ Dieser Slogan hat Geschichte – genauso wie der Stadtteil. Dass der Hasten Remscheids schönster Stadtteil ist, davon ist der SPD-Ortsverein Stadtmitte / Hasten überzeugt und lädt daher Mitglieder wie Interessierte für Samstag, 24. September, um 14 Uhr auf den Richard-Lindberg-Platz (Bushaltestelle: Feld) zur Erkundungstour durch „die Filiale“ ein, wie dieser Stadtteil von den Remscheidern auch liebevoll genannt wird. Als Stadtführer steht Klaus R. Schmidt bereit, die interessanten Ecken des Stadtteils mit seiner traditionsreichen Geschichte vorzustellen. Im Anschluss – so gegen 16 Uhr – werden die Entdecker in der „Zauberküche“ (dem vormaligen Café Müller), Hastener Str. 61 einkehren. (Antonio Scarpino)

Lenneper Schwimmverein / Aktionstag „Deutschland schwimmt“: Am Samstag, 24. September, können engagierte Schwimmer/innen Tag in ganz Deutschland bei mehr als 250 Vereinen kostenlos ihre Bahnen ziehen, um wohltätige Zwecke zu unterstützen, speziell die Finanzierung der Schwimmausbildung von Kindern. In Remscheid wird die Aktion vom Lenneper Schwimmverein und der der H2O GmbH unterstützt – in der Zeit von 13.15 bis 16 Uhr auf zwei Bahnen im Sportbad. Ziel ist es, insgesamt einmal rund um Deutschland (3.621 km) zu schwimmen. Falls das gelingen sollte, werden Disney, REWE und die Allianz 200.000 Euro spenden, um bedürftigen Kindern das Schwimmenlernen zu ermöglichen. Wir laden alle Schwimmerinnen und Schwimmer herzlich ein, sich an der Aktion zu beteiligen. Lediglich den Badeanzug / die Badehose müssen Sie selber mitbringen! (Klaus Fey, LSV-Vorsitzender)

Ökumenische Hospizgruppe Remscheid e.V. / BE-WEGT in Zeiten der Trauer: Unter dem Motto „BE-WEGT in Zeiten der Trauer – Schritt für Schritt über Berg und Tal“ laden ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der ökumenischen Hospizgruppe Remscheid e.V. für Samstag, 24. September, zu einer ca. zwei- bis dreistündigen Wanderung mit trauernden Menschen ein. Der Treffpunkt ist um 14 Uhr vor den Blumenläden am Stadion Reinshagen. Parkmöglichkeiten gibt es am Stadion, der Treffpunkt ist außerdem zu erreichen mit der Buslinie 654. Empfohlen wird wetterfeste Kleidung sowie festes Schuhwerk, überdies sollte man gut zu Fuß sein. Zum Ausklang der Wanderung besteht noch die Möglichkeit zur gemeinsamen Einkehr in einem nahegelegenen Café. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich unter Tel. RS 464705, dienstags 10:30 -12 und donnerstags 16 - 18 Uhr.

Besichtigung von Solarenergie-Projekten: Interessierte sind vom städtischen Umweltamt herzlich eingeladen zu einer Rundfahrt am Samstag, 24. September, von 10 bis ca. 140 Uhr. Start und Ziel ist der Busbahnhof Friedrich-Ebert-Platz, Bussteig E. Die Exkursion führt zu vier Solarenergie-Projekte in Remscheid. An den Haltestellen stehen Experten bereit und erläutern alles Wissenswerte zu den Anlagen, die bereits seit Jahren in Betrieb sind. An zwei Station werden Wohnhäuser vorgestellt, bei denen solarthermische Anlagen zur Warmwasserbereitung installiert sind. Eines dieser Gebäude verfügt gleichzeitig über eine Photovoltaikanlage zum Eigenverbrauch des Stroms und zur Einspeisung ins öffentliche Netz. Beim dritten Objekt wird die Photovoltaikanlage für den Eigenstromverbrauch im Gewerbebetrieb und im Haushalt sowie für die Nutzung eines Elektro-Pkw genutzt. Bei einem Gewerbeobjekt wird ein Batteriespeicher gezeigt. Die Teilnahme ist kostenfrei! Eine Anmeldung wird erbeten unter Tel. RS 163313 oder E-Mail umweltamt@remscheid.de.

Führung durch Haus Cleff: Am Sonntag, 25. September, von 11 bis 16 Uhr finden die nächsten Führungen durch Haus Cleff statt, veranstaltet vom Verein der Freunde und Förderer des Hauses Cleff.

Spätere Termine/Veranstaltungen auf der nächsten Seite:

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Vor dem Rathaus großes Kinderfest zum Weltkindertag

Unter dem Motto „Kindern ein Zuhause geben“ lädt die Stadt Remscheid (Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen) für den morgigen Sonntag, 25. September, gemeinsam mit vielen Remscheider Einrichtungen und Vereinen zu einem bunten Kinder- und Familienfest auf den Rathausplatz ein. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz wartet von 13 bis 18 Uhr an 34 Ständen  ein vielfältiges Programm zum Spielen, Basteln und Bewegen auf die kleinen und großen Besucher. Wasserspiele, Hüpfburg, Kinderschminken, Kreatives, Sportliches und vieles mehr versprechen Spaß und Abwechslung für die ganze Familie. Auf der Bühne präsentieren junge Remscheider Gruppen ihr Können mit musikalischen und tänzerischen Darbietungen, ein Kinderkonzert, Zaubern und Clownerie bieten lustige, musikalische und magische Unterhaltung. Auch für das leibliche Wohl ist mit vielen Leckereien und Getränken gesorgt.

Die Remscheider Sportjugend wird am 25. September auf dem Rathausplatz das Kibaz anbieten. Der Kibaz-Bewegungsparcours besteht aus verschiedenen Bewegungsstationen für 3- bis 6-jährige Kinder, die in Form eines Parcours ohne Zeitbegrenzung durchlaufen werden. Es werden zehn Bewegungsaufgaben vorgeschlagen, die auf die Hauptbereiche der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung abgestimmt sind: Motorische Entwicklung, Wahrnehmungsentwicklung, psychisch-emotionale, soziale, sowie kognitive Entwicklung. Durch das Kibaz erwerben Kinder vielfältige Handlungskompetenzen und können ihre Stärken und Talente entdecken. So können sie ihre Persönlichkeit entfalten, vielfältige sportliche Bewegungsabläufe erleben und ihre individuelle Leistung zeigen.

Der Weltkindertag geht auf eine Initiative der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1954 zurück und hat zum Ziel, jedes Jahr auf die Situation und die Bedürfnisse von Kindern weltweit aufmerksam zu machen. Die Veranstalter freuen sich auf viele kleine und große Besucher.

Grundstücksausfahrt durch Verkehrsspiegels sicherer?

Verkehrsspiegel –Ja oder Nein? Die Bewohner des Hauses Eberhardstraße 39 hatten sich an Bezirksbürgermeister Otto Mähler gewandt mit der Frage, ob die Ausfahrt von ihrem Grundstück auf die verkehrsreiche Straße durch Anbringen eines Spiegels verbessert werden könne. Mähler gab die Anfrage an die Straßenverkehrsbehörde weiter. Ergebnis: Dem „Ansinnen der Bewohner und der Hausverwaltung“ (merke: Ansinnen, nicht Anliegen) „wurde in der letzten Verkehrsbesprechung nicht entsprochen, sondern durch Wegfall eines Parkplatzes sollten die Sichtbehinderungen verbessert werden.“

Dass die Anwohner mit diesem Bescheid nicht zufrieden sind,  kann nicht verwundern. Schließlich ist der Wegfall eines Parkplatzes im öffentlichen Straßenraum angesichts allgemeiner Parkplatznot kein Pappenstiel. Dabei hätten die Anwohner den Spiegel sogar selbst bezahlt. Der Bescheid ist für die Anwohner auch deshalb nicht nachzuvollziehen, weil 100 Meter weiter unterhalb vor kurzer Zeit ein Spiegel für ausfahrende Fahrzeuge genehmigt worden sei. Deshalb hat Ernst-Peter Wolf, Sprecher der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid, darum gebeten, das Thema noch einmal auf die Tagesordnung der Sitzung am 27. September zu setzen. Und so geschah es.

Steuergeschenk des Bundes belastet Kommunen

Zum 31. Dezember 2015 beliefen sich die Liquiditätskredite der Stadt Remscheid auf 625 Millionen Euro, sie spiegeln in ihrer Summe die jährlichen Kassendefizite der zurückliegenden 25 Jahre wider. Nach der aktuellen Planung der Stadt wird die Kämmerer zum 31. Dezember 2016 den Bestand an Liquiditätskrediten auf 608 Millionen Euro zurückfahren können. Stadtkämmerer Sven  Wertz, als er am Donnerstag im Rat der Stadt den Doppelhaushalt 2017/2017 einbrachte: „Nach einem Vierteljahrhundert wird 2016 das erste Jahr sein, an dessen Ende weniger Schulden stehen als zu seinem Beginn. Wir werden voraussichtlich 17 Millionen Euro an die Banken zurückzahlen, weil die liquiden Mittel der Stadt Remscheid dies ermöglichen. Das ist Folge einer positiven Finanzrechnung und eines positiven Gesamtergebnisses. Die Ziele des Stärkungspaktgesetzes werden 2016 erreicht.“ (Das Stärkungspaktgesetz sieht vor, dass ab 2017 die zins‐ und tilgungsfreie Sonderzuweisung des Landes schrittweise zurückgeführt werden soll. In diesem Jahr erhalten wir 17,7 Millionen Euro, für das kommende Jahr ist dieser Betrag reduziert und in Höhe von 13,8 Millionen Euro eingeplant worden. Über den gesamten Zeitraum des Stärkungspaktes bis einschließlich 2020 wird Remscheid gut 124 Millionen Euro erhalten.

Der Entwurf des Doppelhaushaltes 2017/2018 knüpft „an den Erfolg unseres gemeinsamen Strebens in 2016 an“, so Wiertz.  Auch dieser erfülle die Voraussetzungen des Stärkungspaktgesetzes und schreibe den Haushaltsausgleich mittelfristig bis 2021 fort. In diesem Zeitraum könne somit Eigenkapital-Defizit von derzeit 103,5 Millionen Euro auf 89,6 Millionen Euro verringert werden. Der Einzahlungsüberschuss aus laufender Verwaltungstätigkeit summiere sich gleichzeitig auf mehr als 127 Millionen Euro. Wiertz: „Dieser Betrag trägt zu einer stetigen Verringerung des Bestandes an Liquiditätskrediten bei, die sich Ende 2021 in Summe auf 497 Millionen Euro belaufen werden“.

In Vorbereitung des neuen Doppelhaushalts seien in zahlreichen Produktgesprächen zwischen Fachdiensten und Kämmerei die Ansätze grundlegend neu geplant wurden. Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kämmerei und den Finanzverantwortlichen in den Fachdiensten habe es ermöglicht, den Haushalt neu aufzustellen.

Entlastung der Kommunen durch den Bund

Die im Spitzengespräch zwischen der Bundeskanzlerin und den Regierungschefs der Länder am 16. Juni vereinbarte Regelung sieht eine Entlastung der Kommunen in drei Säulen vor. Die erste Säule besteht aus 2,4 Milliarden Euro, die den Kommunen durch eine Erhöhung des Gemeindeanteils an der Umsatzsteuer zufließen wird. Die zweite Säule umfasst 1,6 Milliarden Euro, die den Kommunen durch einen höheren Bundesanteil bei den Kosten der Unterkunft zukommen wird. Die dritte Säule besteht aus einer Milliarde, die an die Kommunen über die Länder weitergeleitet werden sollen. Nordrhein‐Westfalen hat angekündigt, dieser Verpflichtung durch eine vollständige Weiterleitung des auf unser Land entfallenden Teilbetrages von 217 Millionen Euro an die Kommunen nachzukommen. Auf Grundlage der Musterrechnung des Landes und eigener Berechnungen werde Remscheid knapp 9,2 Millionen Euro erhalten, berichtete Wiertz. Die Entlastung der Kommunen erfolge allerdings ohne eine Anpassungsdynamik: „Auf diese Weise verringert sich der Barwert der Entlastung in den Folgejahren. Je nach Inflationsszenario verringert sich der Barwert innerhalb von fünf Jahren um zwischen fünf und zehn Prozent. Die Intensität der Entlastung verringert sich damit schrittweise.

Gewerbesteuer zurückhaltend geplant

„Im Sinn einer vernünftigen Planung mit Augenmaß“ hat die Stadt den Anstieg der Gewerbesteuer in den kommenden Jahren erneut um zwei Millionen Euro jährlich geringer eigeplant: 2017 sind das dann 62,4 Millionen Euro an Stelle von bisher 64,4 Millionen Euro . Die konjunkturelle Entwicklung lasse gegenwärtig eine andere Einschätzung nicht zu, stellte der Stadtkämmerer im Rat fest. Laut IHK‐Datendienst sei der Industrieumsatz in Remscheid gegenüber dem Vorjahr um 11,2 Prozent zurückgegangen ist, darunter der Umsatz im Maschinenbau um 16,6 % und im Bereich der Metallerzeugung um 11,8 %. Entsprechend seien die Vorauszahlungen in diesem Jahr bereits zurückgegangen. Einen positiven Effekt bei der Nachveranlagung verspreche er sich jedoch durch die Teilnahme der seit knapp sieben Wochen bei der Stadt Remscheid tätigen Betriebsprüferin an Außenprüfungen des Finanzamtes.

Gemeindeanteil an der Einkommensteuer

Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer habe sich in den zurückliegenden Jahren zu einer immer wichtigeren Ertragsart entwickelt, fuhr Wiertz fort. „Von jedem Euro gezahlter Einkommensteuer stehen 15 Cent den Kommunen zu. Im kommenden Jahr rechne ich mit einem Ertrag in Höhe von knapp 50 Millionen Euro. Maßgeblich für diesen Betrag ist die vom Land für Remscheid für den Zeitraum zwischen 2015 und 2017 festgesetzte Schlüsselzahl. Im darauffolgenden Jahr wird dieser Betrag deutlich auf knapp 56,5 Millionen Euro steigen. Der Remscheider Schlüssel ist abhängig vom Einkommenssteueraufkommen der Remscheider Einwohner im Verhältnis zur Entwicklung der anderen Kommunen in NRW. Völlig atypisch und unerwartet ist der ab 2015 gültige Verteilschlüssel um rund acht Prozent nach unten korrigiert worden und führte in gleichem Maße zu einer Reduzierung der voraussichtlichen Einnahmen. Die erhebliche Abschwächung des Verteilschlüssels stellt eine der Nachwirkungen der Weltwirtschafts‐ und Finanzkrise insbesondere des Jahres 2010 dar, in dem das Einkommensteueraufkommen Remscheids um rund ein Sechstel eingebrochen ist – unter anderem eine Folge der Kurzarbeit in vielen Betrieben.“

Steuersenkungen mindern Einnahmen der Kommunen

Bundesweit für Aufmerksamkeit hat die Äußerung von Finanzminister Schäuble gesorgt, ab 2018 Könne die Lohn‐ und Einkommensteuer um jährlich 15 Milliarden gesenkt werden. Sven  Wertz warnte: „Der Ertragsausfall bei Steuersenkungen trifft nicht nur den Bund, sondern auch die Städte und Gemeinden. Sie verlören Erträge von 2,25 Milliarden Euro, Remscheid etwa 2,8 Millionen Euro. Deshalb kann die Forderung der kommunalen Familie nur lauten: Die Folgen von Steuersenkungen sind vollständig vom Bund zu tragen. Die Kommunen können diese Lasten nicht tragen. Im Übrigen wäre es doch anachronistisch: 2018 gibt es 9,2 Millionen Euro Bundesentlastung und im gleichen Atemzug fielen 2,8 Millionen Euro für Remscheid wieder weg!“

Anlieger wüschen Einbahnverkehr dauerhaft

Weil im Zuge der Arbeiten an einer Erdgashochdruckleitung eine Baugrube mehrere Monate geöffnet bleiben muss, ist die Dreiangelstraße bis zum 30. November nur von einer Seite aus befahrbar, d. h. sie ist im  Amtsdeutsch eine „unechte Einbahnstraße“. Die Zufahrt von der Hastener Straße/Ecke Franzstraße fällt weg. Der Parkplatz des Deutschen Werkzeugmuseums bleibt von der Alte Straße aus über die andere Seite erreichbar. Fußgänger können den Bereich weiterhin passieren.

Die SPD in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid möchte nun aus der Not eine Tugend machen; sie hat zur Sitzung am 27. September den Antrag gestellt, die gegenwärtige Regelung auch nach Wegfall der Baumaßnahmen beizubehalten. Begründung: Weil es keinen Durchgangsverkehr mehr gebe, könne die Straße auch nicht mehr als Abkürzung zur Hastener Straße genutzt werden. „Von den Anwohnern, insbesondere Familien mit Kindern, wird dies sehr begrüßt“, so Ernst-Peter Wolf, Sprecher der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid. „Für die Firma Gommann drohen keine Nachteile, da diese wie bisher weiter angefahren werden kann.“

Veranstaltungen und Termine im Ev. Kirchenkreis

Samstag, 24. September, 10 - 17 Uhr
Pädagogischer Chortag
Ort: Gemeindehaus (Johann-Sebastian-Bach-Straße), Teilnehmerbetrag: 5 €. Zu dieser Fortbildung des Kirchenkreises sind Chorleiter und interessierte Chorsängerinnen und Chorsänger herzlich eingeladen. Neben der Freude am gemeinsamen Singen stehen auch Stimmbildung, das Kennenlernen von neuen Chorwerken, Kniffe und Tricks für Chorleiter und Sänger auf dem Programm. Eine Anmeldung wird erbeten bei Kreiskantor Johannes Geßner: JGessner@gmx.de, Tel. 02191/ 560 83 10

Samstag, 24. September, 15 Uhr
Seniorentanz im Vaßbendersaal
Ort: Vaßbendersaal (Ambrosius-Vaßbender-Platz), Verzehr: Kuchen zwei €, Kaffee einen €. Tanztee für alle jung gebliebenen SeniorInnen bei Kaffee und Kuchen, Tee und Gebäck und Dieter an der Musik. Mitwirkende: Klaus-Dieter Wiedenhoff und das Citybrunch-Team

25. September, 17 Uhr, Lenneper Stadtkirche
Weltmusik-Crossover-Projekt
 mit Kai Heumann's Proyecto Guitarra Latina und dem Lenneper Kammerorchester. In dem Konzert wird Kai Heumanns kompositorisch vielseitiges Schaffen im Vordergrund stehen, das sowohl lateinamerikanische Musik, als auch Gypsy Swing oder irisch-keltische Tanzmusik beinhaltet. Das erste Mal wird so das Lenneper Kammerorchester unter Leitung von Johannes Geßner, der Kai Heumanns Kompositionen für diese Besetzung neu arrangieren wird, auf Weltmusik vom Feinsten treffen. Eine atemberaubende, künstlerisch anspruchsvolle, spannende und höchst unterhaltsame Reise um die Welt und durch eine Vielzahl musikalischer Stile und Epochen: Ob der erfahrene Studio-, Session-, und Konzert-Gitarrist nun Jazz im Stile eines Joe Pass, Klassik wie Andre Segovia, argentinische Tangos oder Salsa spielt - Kai Heumann verzaubert seine Zuhörer mit einer unbändigen Spielfreude, spieltechnischen Brillianz und Lust an der Improvisation. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende zur Deckung der Unkosten gebeten.
Kai Heumann ist als Spezialist für lateinamerikanische Musik, sowohl live als auch im Studio, ein gefragter Musiker und Arrangeur, zumal er noch andere Saiteninstrumente beherrscht, wie z.B. Trés Cubano, Tiple, Cuatro, Charango, Cavaquinho, Bass, Pipa, Mandoline uvm.
Er ist Inhaber des Gitarrenzentrums Lennep, das sich derzeit zu einem Hotspot der Gitarrenszene im Bergischen Land entwickelt. Neben seiner mittlerweile 25-jährigen Duotätigkeit mit dem argentinischem Sänger Sergio Mansilla spielt er ebenso brasilianische Musik sowie Salsa und Son Cubano.
2003 gründete Kai Heumann sein "Proyecto Guitarra Latina", das vom Start weg für Furore sorgte. Es ist eine Formation aus Meisterinterpreten der südamerikanischen Musik, deren Mitglieder aus Cuba, Argentinien, Brasilien, El Salvador und Deutschland kommen. (Johannes Geßner)

Sonntag, 25. September, 11 Uhr
Auszeit-Gottesdienst
in der Adolf-Clarenbach-Kirche in Remscheid-Reinshagen. http://www.clarenbach-kgm.de/

Sonntag, 25. September, 18 Uhr
Orgelkonzert
Ort: Lutherkirche (Martin-Luther-Straße), „Les dix Symphonies“, Ch.-M. Widor: 6. Symphonie, M. Reger: Orgelwerke aus op. 59. In der Konzertreihe aller 10 Orgel-Symphonien von Charles-Marie Widor kommt die besonders hörenswerte 6. Symphonie zur Aufführung. Zum 1. Todestag von Max Reger erklingen Stücke aus seinem Orgelzyklus op. 59. Jörg Martin Kirschnereit (Orgel)

Sonntag, 25. September, 17 Uhr
Come, let us sing – 15 Jahre Gospel Train
Ort: Pauluskirche (Hasten), Eintritt: Kollekte . Mitwirkende: Franz Pembaur (Piano), Jürgen Larmann (Moderation), Gospel Train der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Remscheid, Christiane Beilborn (Leitung).

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Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Segway-Tour Remscheid: Erleben Sie am : Samstag, 24. September, 10 bis 13 Uhr, die Trasse des Werkzeugs bei einer spannenden Segway-Tour. Zahlreiche Metall verarbeitende Betriebe flankierten einst die Trasse. Gewinnen Sie einen eindrucksvollen Einblick in die hier ansässige Wirtschaft und ihrer Leistungen bei einem großen Fahrspaß mit dem Trendfahrzeug Segway, welches sowohl für Familien und Freunde als auch für Mitarbeiter/innen ein unvergessliches Erlebnis bietet. Ein Tour-Guide weist Sie kompetent ein und ist während der ganzen Fahrt für Sie als Ansprechpartner zugegen. Zur Nutzung eines Segways wird Ihnen ein Helm zur Verfügung gestellt. Voraussetzung ist ein Mindestalter von 18 Jahren oder ein Mofaführerschein. Treffpunkt: Intersport Parkplatz am Hbf. Remscheid, Entgelt: 63 Euro.

Trödelmarkt im Stadtteilbüro Rosenhügel: Am Samstag, 24. September, veranstaltet die Seniorengruppe vom Rosenhügel einen Trödelmarkt. Von 11 bis 17 Uhr kann im Stadtteilbüro gestöbert und mancher Schatz gehoben werden. Handeln Sie gut, denn letztlich muss alles raus. Es gibt bestimmt viele Schnäppchen! Auch für Nichttrödler gibt es etwas: Bei Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen lässt es sich auch gut mit dem Nachbarn plaudern. Weitere Infos im Stadtteilbüro Rosenhügel, Stephanstr. 2, Tel. RS 4601442.

Einführung in die Deutsche Gebärdensprache: In diesem Anfängerkurs der VHS Remscheid können Interessierte aller Altersstufen in einer Kleingruppe Grundkenntnisse der Deutschen Gebärdensprache (DGS) erwerben. Das Arbeitsmaterial ist im Entgelt enthalten. Kursleitung: Neil Gordon. Um die erworbenen Grundkenntnisse zu vertiefen und auszubauen, sind Aufbaukurse geplant. Termine des Kurses: Samstag, 24. September, 10 bis 17 Uhr, und Sonntag, 25.

Pilzkundliche Exkursion: Das artenreiche Baumspektrum im Wald oberhalb der Eschbachtalsperre ermöglicht das Vorkommen vieler verschiedener Pilzarten, die auf dieser VHS-Tour untersucht werden sollen, um essbare Pilze von ihren giftigen Doppelgängern unterscheiden zu können. Exemplarisch werden wir auch den Gebrauch eines Bestimmungsbuchs üben. Fotografen werden auf ihre Kosten kommen. Die Kursleitung hat die Diplom-Biologin Dr. Regina Thebus-Lassak. Bitte bringen Sie mit: festes Schuhwerk, witterungsgerechte Bekleidung, Regenschutz, Taschenmesser, Körbchen oder Stoffbeutel, wenn vorhanden: Lupe, Bestimmungsbuch, Fotoapparat. Termin: Samstag, 24. September, 14 bis 18.30 Uhr. Treffpunkt: Wanderparkplatz an der Mebusmühle. Entgelt: 18 Euro.

5. Hundeschwimmen im Freibad Eschbachtal: Nach der Badesaison und der Schiffsparade vom vergangenen Wochenende wird das Freibad Eschbachtal wieder für unsere „Vierbeiner“ freigegeben: Bis Donnerstag., 3. Oktober, findet das 5. Freibad-Eschbachtaler Hundeschwimmen jeweils mittwochs, donnerstags, samstags und sonntags in der Zeit von 14 bis 18 Uhr statt. Der Eintrittspreis liegt bei drei € pro Hund. Mitgebrachte Frauchen und  Herrchen sind frei. Eine gültige Impfung des Hundes gegen Tollwut muss per Impfausweis nachgewiesen werden. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Schwimmen für Frauchen und Herrchen aus hygienischen Gründen nicht erlaubt ist. (Video: Waterbölles-Archiv)

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Gleichwertige Lebensbedingungen in allen Städten

Das Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte" nahm an der 7. Kommunalkonferenz des Bundesrates teil. Rechts NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, daneben Oberbürgermeisterinnen, Oberbürgermeister, Bürgermeisterinnen, Bürgermeister, Kämmerinnen und Kämmerer (links neben Hannelore Kraft der Remscheider Stadtkämmerer Sven Wiertz). Foto: Walter Schernstein.

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Was für eine einzelne Stadt allein zu erreichen unvorstellbar ist, haben heute in Berlin parteiübergreifend 69 finanzschwache Kommunen mit mehr als neun Millionen Einwohnern wirklich erreicht: Ihrem Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte" versprachen hochrangige Politiker von Bund und Ländern mehr Unterstützung. Wie genau diese weitere Hilfe zur Selbsthilfe aussehen wird, soll unter Beteiligung der Kommunalen Spitzenverbände verhandelt werden. Nach Redebeiträgen von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (NRW) und MP Bodo Ramelow (Thüringen) wurden die Forderungen und Vorschläge des Aktionsbündnisses durch den Bundesrat in die entsprechenden Ausschüsse verwiesen.

Um diese politischen Zusagen hatte das Bündnis von Oberbürgermeistern, Bürgermeistern, Landräten und Finanzdezernenten gegen viele Widerstände in Politik und Bürokratie gekämpft. Ihre Sprecher Oberbürgermeisterin a. D. Dagmar Mühlenfeld (SPD), Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis (CDU) und Wuppertals Kämmerer Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig sehen das  auf Zeit geschlossene Aktionsbündnis allerdings noch nicht am Ziel: "Das ist erst einmal der Fuß in der Tür. Wir werden dranbleiben, die Verhandlungen mit Daten und Fakten vor Ort begleiten und weiterhin konkrete Vorschläge machen, ausdrücklich auch zu weiteren kommunalen Eigenanstrengungen. Zur Bildung eines Altschuldenfonds zur Wiederherstellung kommunaler Gestaltungsfähigkeit müssen sich Bund und Länder verständigen. Schließlich ist der weitaus größte Teil der kommunalen Schuldenberge nicht selbstverschuldet, sondern die Folge von nicht ausreichend gegenfinanzierten Gesetzen zu Lasten der Kommunen."
Das Aktionsbündnis hatte es dank der Unterstützung der Länderregierungen von Nordrhein-Westfalen und Bremen erreicht, dass der Bundesrat - wie der Deutsche Bundestag ein Jahr zuvor - die vom Grundgesetz postulierte und vielerorts nicht mehr gegebene Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in den Kommunen auf die Tagesordnung seiner Septembersitzung am 23. September setzte. Das hatten die Kommunalparlamente der Aktionskommunen in überall einstimmig beschlossenen Resolutionen an Bundesratspräsident Ministerpräsident Stanislaw Tillich gefordert.
Aus Anlass der Bundesratssitzung, die viele Stadtchefs und Kämmerer als Zuhörer verfolgten, veranstaltete das Aktionsbündnis anschließen in den Räumen des Deutschen Städtetages eine Kommunalkonferenz. Höchstrangiger Redner war Kanzleramtschef Bundesminister Peter Altmaier. „Als Bundestagsabgeordneter aus dem Saarland hängt mein Herz an den strukturschwachen Kommunen“, bekannte Altmaier. Er lud das Aktionsbündnis zu einem noch festzulegenden Termin zu weitergehenden Gesprächen in das Kanzleramt ein.  Seiner Rede folgte eine Podiumsdiskussion. Ergebnis: alle Bundestagsfraktionen wollen den finanzschwachen Kommunen helfen.