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Neue Schule zur Ausbildung von Notfallsanitätern

Gemeinsam wollen die Städte Leverkusen, Remscheid, Solingen und Wuppertal eine eigene Notfallsanitäterschule einrichten. Schon bis 15. Juli 2016 sollen infrage kommende Standorte bekannt werden, um auf dieser Grundlage die Kosten für Bau und Betrieb der neuen  Schule ermitteln zu können. Das geht aus dem Grundsatzbeschluss hervor, der am Donnerstag vom Rat der Stadt gefasst wurde. Finanziert werden sollen Bau und Betrieb der gemeinsamen Notfallsanitäterschule haushaltsneutral über die Rettungsdienstgebühren und die Beiträge der Krankenkassen gemäß Rettungsgesetz NRW (RettG NW). Die Projektleitung hat die Stadt Solingen übernommen.

Hintergrund: Die bisherigen Rettungssanitäterschulen in den Städten können die neuen gesetzlichen Anforderungen an die Ausbildung von Notfallsanitätern zum Einsatz im Rettungsdienst nicht erfüllen. Zugleich sind die kreisfreie Städte als Träger des Rettungsdienstes vom Gesetzgeber verpflichtet, die bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Leistungen der Notfallrettung einschließlich der notärztlichen Versorgung im Rettungsdienst und im Krankentransport sicherzustellen, eingeschlossen die fachgerechte Aus- und Fortbildung des notwendigen nichtärztlichen und ärztlichen Personal Das besagen § 5 und 6 des Rettungsgesetzes (RettG) NRW.

Mit dem neuen Berufsbild des Notfallsanitäters entfällt die bisherige Ausbildung von Rettungsassistenten. Ab 2026 dürfen im Rettungsdienst als Verantwortliche in Rettungseinsatz nur noch Notfallsanitäter beschäftigt werden. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter dauert drei Jahre ist damit erheblich zeitaufwendiger als die bisherige Ausbildung zum Rettungsassistenten. Zitat aus der gestrigen Beschlussvorlage der Veraltung: „Um diesen Vorgaben zu entsprechen, sind die bisher bei den Feuerwehren eingesetzten Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter weiter zu qualifizieren bzw. neues Personal entsprechend auszubilden. Dieser zusätzliche Aufwand kann durch die bisherige gemeinsame Rettungssanitäterschule in Solingen (für die Städte Leverkusen, Remscheid und Solingen) bzw. die entsprechende Einrichtung der Feuerwehr in Wuppertal nicht mehr gewährleistet werden. (...) Die Lösung besteht in einer gemeinsamen Bildungseinrichtung der beteiligten Städte, um so eine erforderliche Auslastung und einen hohen Bildungsstandard sicherzustellen.“ Separate Bildungseinrichtungen der beteiligten Städte könnten demgegenüber kostengünstiger nicht betrieben werden. Die Ausbildung von Notfall-Sanitätern stelle nur einen Teil des künftigen qualitativ hochwertigen Bildungsangebotes dar. Weitere Angebote könnten z.B. den Bedarf von Arbeiter Samariter Bund (ASB), Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Johanniter Unfall Hilfe (JUH) und Malteser Bestandteil abdecken.

SPD mit Kleinfeldtturnier für Hobbyfußballer

Nach der EM ist vor dem Stadtpark-Pokal! Die Remscheider SPD lädt für Samstag, 6. August, zu einem Kleinfeldfußballturnier für Hobbymannschaften ein. Das Turnier beginnt um 10 Uhr und findet statt auf der Sportanlage „Deutsche Eiche“ am Stadtpark. In den 1990-er Jahren gehörte das „Fußballturnier im Stadtpark“ zum festen Veranstaltungsangebot der Remscheider SPD. Nach mehreren erfolgreichen Ausgaben schlief das Turnier jedoch ein und geriet allmählich in Vergessenheit, bis es im vergangenen Jahr nach fast zwei Jahrzehnten „Winterpause“ wieder belebt wurde. Der große Erfolg aus dem vergangenen Jahr, wo mehr als 100 junge Menschen Sturm und Regen trotzten, mache eine Fortsetzung geradezu zur Pflicht, meint Antonio Scarpino, Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks.

Das Turnier ist für zwölf Teams ausgelegt. Gespielt wird jeweils parallel auf zwei auf Kleinfeldern, wobei jedes Team aus fünf Feldspielern und ein Torwart besteht. Pro Team werden zehn Spielerinnen und Spieler empfohlen. Eine Teilnehmergebühr wird nicht erhoben. Im Anschluss an das Turnier – ab ca. 19.30 Uhr – findet eine kleine Grillparty im Seniorentreff am Stadtpark, Carl-Hessenbruch-Weg, statt. Anmeldungen werden unter UB.Remscheid.NRW@spd.de">UB.Remscheid.NRW@spd.de entgegen genommen.

Ausländerarbeitslosigkeit 13 Prozent über Vorjahr

Johanners Vogel.

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Die Arbeitslosigkeit insgesamt ist im Juni im bergischen Städtedreieck nur leicht gesunken. Der Rückgang fällt aufgrund der gestiegenen Ausländerarbeitslosigkeit deutlich niedriger aus als im Durchschnitt der letzten drei Jahre und liegt auch unterhalb des Landesschnitts. In Wuppertal steigt die Arbeitslosigkeit im Juni sogar leicht an. Es gelingt also nicht mehr in allen drei bergischen Städten, durch die grundsätzliche gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, die wachsende Zahl geflüchteter Menschen zu kompensieren. Die Arbeitskräftenachfrage bleibt hingegen auch im Juni auf einem hohen Niveau. Insgesamt bieten die Unternehmen in den drei bergischen Städten über 3.600 freien Stellen an und damit rund ein Fünftel mehr als vor einem Jahr. Das ist eine Chance für die jungen Fachkräfte, die nach Ihren Prüfungen von den ausbildenden Unternehmen nicht übernommen werden konnten und sich jetzt arbeitslos gemeldet haben. Daher ist die Jugendarbeitslosigkeit erwartungsgemäß gestiegen“, erläutert Johannes Vogel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, die aktuell Lage auf dem bergischen Arbeitsmarkt. Im Städtedreieck ist die Arbeitslosigkeit im Juni auf 29.705 arbeitslose Frauen und Männer gesunken. Damit sind aktuell 71 Menschen weniger arbeitslos als im Mai und 138 Personen oder 0,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die drei Städte bleibt wie im Mai bei 9,3 Prozent (Juni 2015: 9,3 Prozent).

Vergleichsweise günstig entwickelte sich die Arbeitslosigkeit in Solingen und Remscheid; so sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat in Solingen um 2,6 Prozent und in Remscheid um 1,5 Prozent. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Wuppertal mit einer leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit von 0,8 Prozent. In Remscheid sind 4.912 Menschen arbeitslos, 102 weniger als im Mai und 76 Personen oder 1,5 Prozent weniger als im Juni vor einem Jahr. Die örtliche Arbeitslosenquote: 8,4 Prozent. Im Juni meldeten sich 949 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, gleichzeitig beendeten 1.063 Personen ihre Arbeitslosigkeit.

Im Juni konnte der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit 1.176 Arbeitsangebote neu aufnehmen, das waren 52 weniger als im Mai und 161 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt sind der Agentur für Arbeit damit im Juni 3.631 offene Stellen für das Bergische Städtedreieck gemeldet, das sind 586 oder 19,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Arbeitgeber meldeten im Juni 244 freie Arbeitsstellen in Remscheid. Insgesamt werden in Remscheid damit 729 Arbeitskräfte gesucht, das sind 214 Stellen oder 41,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Statistisch gesehen konkurrieren besonders viele Arbeitslose in Remscheid um eine Stelle im Bereich Land-, Forst-, Tierwirtschaft, Gartenbau. Am günstigsten ist in Remscheid das Verhältnis zwischen Arbeitslosen und gemeldeten Stellen im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung. Dort kommen auf eine Arbeitsstelle aus diesem Berufsbereich rechnerisch nur 2,6 Arbeitslose. Derzeit werden insbesondere folgende Arbeitskräfte von den Remscheider Unternehmen gesucht: Krankenpfleger, Helfer und Fachkräfte in der Metallbearbeitung, Fachkräfte im Maschinenbau, Bürofachkräfte, Spezialisten in der Fachkrankenpflege, Fachkräfte Werkzeugtechnik, Verkäufer, Fachkräfte in der Kunststoff- und Kautschukherstellung, Fachkräfte und Helfer in der Lagerwirtschaft, Berufskraftfahrer, Kranführer, Fachkräfte Kraftfahrzeugtechnik, Fachkräfte Bauelektrik, Fachkräfte elektrische Betriebstechnik sowie Köche.

Die Arbeitslosigkeit bei den Ausländern nahm gegen den Trend abnehmender Arbeitslosigkeit weiter zu: 35,8 Prozent der Arbeitslosen im Bergischen Städtedreieck haben einen ausländischen Pass. Aktuell sind 10.640 Ausländer arbeitslos gemeldet, 226 Personen (2,2 Prozent) mehr als im Mai und auch 1.224 (13,0 Prozent) mehr als im Juni vor einem Jahr. Die stärksten Zunahmen erfolgten im Vergleich zum letzten Jahr aus der Arabischen Republik Syrien, aus Eritrea, Bulgarien, Rumänien sowie Kroatien. Die Ankunft weiterer geflüchteter Menschen bildet sich in der Statistik im Anstieg der Arbeitslosigkeit von jungen Menschen unter 20 Jahren (plus 11,1 Prozent zum Vorjahr) ab. 2.870 junge Menschen unter 25 Jahre waren im Juni arbeitslos gemeldet, 105 mehr als im Mai und auch 81 mehr als vor einem Jahr. Derzeit sind viele junge Fachkräfte, die nach Ihren Prüfungen von den ausbildenden Unternehmen nicht übernommen werden konnten, arbeitslos gemeldet. „Die jungen Fachkräfte werden nur kurze Zeit arbeitslos sein, denn der Arbeitsmarkt ist derzeit sehr aufnahmefähig und Fachkräfte werden dringend gebraucht. Das bildet sich in der hohen Nachfrage nach Arbeitskräften ab: So suchen die bergischen Unternehmen derzeit über 3.600 Arbeitskräfte. Diese sollten nicht lange zögern und die Chance nutzen, sich diese gut ausgebildeten und motivierten jungen Fachkräfte zu sichern“, so Johannes Vogel. (Claudia John)

Landes- und Bundesförderung der VHS stark gefährdet

Über „zwei neue Mitarbeiterinnen im Bildungszentrum“ berichtete der Waterbölles am August 2012: Eine davon war die studierte Romanistin und Germanistin Radka Lemmen (sechs Sprachen). Sie hatte zum 1. August in der Nachfolge von Nicole Hauser-Grüdl, die mit der Leitung des Kommunalen Bildungszentrums betraut worden war, die „Fachbereichsleitung Fremdsprachen“ der VHS übernommen. Allerdings nicht auf einer Vollzeitstelle, sondern in Teilzeit mit 19,5 Wochenstunden. Dass der Rat der Stadt die Stelle am 7. April rückwirkend zum 1. Januar für zwei Jahre auf 29 Stunden aufgestockt hatte, anscheinend ohne klare Überstunden-Regelung, drang dann von der Chefin Nicole Grüdl-Jacobs zu Radka Lemmen erst am 24. Mai durch. Einen Tag später warf sie entnervt das Handtuch.
Entnervt auch dadurch, dass Ende 2015 Sona Zarkayan, Mutter von zwei jüngeren, schulpflichtige Kindern, aus der VHS ausgeschieden war. Nicht aus freien Stücken, sondern weil ihr Semestervertrag als Dozentin ausgelaufen und ihr für das 1. Semester 2016 kein Anschlussvertrag angeboten worden war, wie es heißt. Dabei hätte Sona Zarkayan für ihre Familie, die vor einigen Jahren Eigentum gekauft hatte, gerne Planungssicherheit gehabt. Für Radka Lemmen war die junge Frau eine große Entlastung, weil sie sich beispielsweise in Überstunden um Einstufungstests von neuen Sprachkurs-Teilnehmern kümmerte. Das fiel dann Anfang 2016 weg. Und Radka Lemmen saß weiter auf einer Stelle mit 19,5 Wochenstunden. Verantwortungsvolle Personalplanung an höherer Stelle? Die Frage steht im Raum.

In der Verwaltungsvorlage 15/2523 zur gestrigen Ratssitzung steht davon natürlich nichts. Auch nicht davon, dass sich Radka Lemmen an ihrer neuen Arbeitsstelle (Vollzeit und mit gleicher Arbeitsthematik) sehr wohl fühlt, wie aus dem Kreis der früheren Kolleginnen und Kollegen verlautete. Offenbar habe sie verantwortungsbewusste, nette Chefs, die sie fair behandeln und ihre Kompetenzen sehr schätzen. Verwaltungsvorlagen, in denen es menschelt, sind nun mal nicht vorgesehen. Wohl aber wird darin die „extreme Nachfrage nach Integrationskursen und Sprachförderkursen für Flüchtlinge“ bestätigt, die zur Aufstockung der Stelle geführt hatte und die – bei der stark gestiegenen Zahl von Flüchtlingen in Remscheid. – auch kein Wunder ist.

Da wurde und wird in der VHS jeder Mann und jede Frau gebraucht. Um etwa Anfang Juni knapp 30 motivierten Teilnehmern von zwei Alphabetisierungskursen die notwendige Anschlussförderung sicherzustellen. Das aber erfordert für das 2. VHS-Semester im Bereich Fremdsprachen / Integration ausgehandelte und unterschriebene Honorarverträge mit den freiberuflichen Dozenten. Das ist Aufgabe der Stelle „Fachbereichsleitung Fremdsprachen“, und ist nun vakant.

Gegenüber der Politik las sich das gestern so: „Aufgrund eines überraschenden Arbeitgeberwechsels steht die bisherige Stelleninhaberin nicht mehr zur Verfügung. Durch die plötzliche Vakanz der Stelle sieht sich der Fachdienst D 4.44 massiven Schwierigkeiten gegenüber, insofern eine fundierte Einarbeitung in das Arbeitsgebiet nicht erfolgen konnte und eine geregelte Übergabe des Arbeitsplatzes nicht möglich war.“ Das allein ist schon schwierig genug. Hinzu kommt, dass Nicole Grüdl-Jacobs auch die Vertretung der Fachbereichsleitung abhandengekommen ist, sprich: Dr. Christos Litsakis, Leiter des VHS-Bereichs „Arbeit, Beruf, EDV, Firmenkurse, Persönlichkeitsentwicklung“, war Ende Dezember 2015 altersbedingt in aller Stille ausgeschieden. Diese Stelle soll erst m August nachbesetzt werden. Angeblich soll es auch einen Bewerber auf die (für ein Jahr befristete!) Stelle geben...

Das Fazit der gestrigen Vorlage kurz und knapp: „Das Kommunale Bildungszentrum befindet sich in einer Notlage, der zwingend mit sofortiger Wirkung Abhilfe geschaffen werden muss. Aufgrund der knappen Personalressourcen (von insgesamt drei im Gebäude der Zentralbibliothek angesiedelten Bereichsleitungsstellen ist derzeit nur eine besetzt), können die 29 Wochenstunden der Stelle Fremdsprachen/Integration schlichtweg nicht aufgefangen werden. Es ist entsprechend absehbar, dass ohne sofortige Stellenneubesetzung der gesamte Integrationskursbereich der Abteilung Volkshochschule binnen der nächsten Wochen zusammenbrechen wird.“ (Zitat Ende)

Und damit noch nicht genug:  Ohne sofortige Stellenneubesetzung seien „sowohl die Zulassung der VHS als Integrationskursträger als auch die Landes- und Bundesförderung der Abteilung (in Summe: 457.730,90 € laut Rechnungsergebnis 2015) nachhaltig gefährdet“, teilte Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann dem Rat mit. Das Kommunale Bildungszentrum beantrage deshalb die sofortige Wiederbesetzung der vakanten Stelle; sie sei „gemäß WbG NW verpflichtend und wird vom Land p.a. mit 25.565 Euro (51.130 Euro p.a.  pro Vollzeit-Stelle) mit finanziert“. Eine eindeutige Ansage, die die Ratsmitglieder auch so verstanden – und der Wiederbesetzung ohne Diskussion oder Nachfragen zustimmten.

Weil das Thema zu brisant erschien? An offenen Fragen hätte es gewiss nicht gemangelt. Wenn man denn die richtigen Antworten hätte hören wollen – und auch bekommen hätte. “Die Steuerungsprozesse seien in einer Stadtverwaltung ebenso wichtig wie in der „freien Wirtschaft“, war am Mittwoch eine der Erkenntnisse der Remscheider Wirtschaftsjunioren nach ihrem fünfstündigen Besuch im Rathaus. Ein solcher Steuerungsprozess gelingt umso besser, je klarer die Vorhaben / Aufgaben und die Nachfragen / Kontrollen sind. Merke: Nur wer nichts hören, nichts sehen und auch nicht reden will, setzt ausschließlich auf Vertrauen.

"Wie kann die Spirale der Gewalt ein Ende finden?"

Die gestrige Ratssitzung hatte noch nicht begonnen, da trat Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ans Rednerpult und bat die Ratsmitglieder darum, „einen Augenblick innezuhalten“. Er wollte nicht – business as usual – darüber hinweggehen, dass am Dienstag in Istanbul fast 50 Menschen einem mörderischen Attentat zum Opfer gefallen sind  und viele andere verletzt wurden. Der OB: „Nach bisherigen Informationen war es einmal mehr ein Anschlag von IS-Terroristen, die durch ihren Selbstmordanschlag sich und viele Fluggäste mit in den Tod gerissen haben. Die Menschen fragen sich, warum schon wieder. Sie fragen sich, wie diese Spirale der Gewalt ein Ende finden kann. Gerade die Remscheiderinnen und Remscheider türkischer Herkunft sind besonders von dieser mörderischen Gewalt berührt.“ Dies habe er am Dienstagabend beim Fastenbrechen in einer Moscheegemeinde hautnah erleben können: „Wir haben bis spät in die Nacht darüber gesprochen und waren uns dahingehend einig, dass wir in unserer Stadt alles dafür tun müssen, das friedliche Zusammenleben aller Menschen zu bewahren.“ Ebenso sprachlos und betroffen habe aber auch das schreckliche Attentat in Orlando gemacht. „Der Attentäter hat viele Menschen aus offenbar politisch motiviertem Gründen ermordet, weil er deren schwule und lesbische Lebensausrichtung ablehnte. Wir sagen zu diesen Taten nein. Niemand darf wegen seiner Herkunft, seines Glaubens, seiner Religion, seiner Lebensausrichtung Gewalt widerfahren, niemand!“

Vielfach unbekannt: Agentur bezahlt die Ausbildung

„Da ginge noch mehr“, sagte gestern Johannes Vogel, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. „Aber leider kennen die Chefs kleinerer und mittlerer Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten unser Programm ‚WeGebAU‘ noch nicht! Das qualifiziert Menschen, die schon in Arbeit sind!“ Dabei hat die Arbeitsagentur dieses Förderprogramm schon einige Male beworben. Am 2. September 2015 hatte der Waterbölles darüber unter der Überschrift „Fördergelder für die Weiterbildung ungelernter Kräfte“ berichtet. Damals hatten Martina Wildförster, Qualifizierungsberaterin der Agentur, „WeGebAU“ am Beispiel von zwei ungelernten Mitarbeitern der Mitarbeiter der Lenneper Firma Sapa Precision Tubing Remscheid GmbH vorgestellt. Der Name des Programms steht für „Weiterbildung geringqualifizierter und beschäftigter Arbeitnehmer in Unternehmen“ mit finanzieller Unterstützung der Agentur für Arbeit. Das verhilft auch älteren, geringqualifizierten Beschäftigten zu einem Berufsabschluss – und den Unternehmen zu den dringend gesuchten Fachkräften.

Johannes Vogel und Martina Wildförster verdeutlichten das gestern Vormittag in Hasten zusammen mit Christiane Abel, Leiterin des Senioren- und Pflegeheim „Haus Herderstraße“ und der Pflegedienstleiterin Carmen Engelmann. Weil der Pflegeanspruch des Heimes an der Herderstraße (60 Bewohner/innen) und des dazu gehörigen „Haus am Park“ an der Hastener Straße nebenan (90 Bewohner/innen) hoch sei, so Abel, bilde sie lieber gerne selbst aus, als auf dem (ohnehin leergefegten Arbeitsmarkt) nach examinierten Altenpfleger/innen zu suchen. Weil aber ältere Arbeitnehmer/innen, in diesem Fall geringer qualifizierte Altenpflegehelferinnen, auf ihr Einkommen angewiesen sind und drei Jahre lang auf keine geringere Ausbildungsvergütung zurückfallen wollen, sichert die Arbeitsagentur die Differenz zwischen Ausbildungsvergütung und bisherigem Einkommen zu. Johannes Vogel: „In der Altenpflege werden Fachkräfte dringend gesucht. Mit der Qualifizierungs- und Ausbildungsoffensive ‚Altenpflege‘ will die Bundesregierung die dringend benötigten zusätzlichen Pflegekräfte gewinnen.“

Mit Hilfe von „WeGebAU“ wurden in „Haus Herderstraße“ schon einmal drei Mitarbeiterinnen zu Altenpflegerinnen ausgebildet. Jetzt durchlaufen drei weitere die Praxis (in mehreren Altenheimen) und Theorie (Ev. Stiftung Tannenhof“).  Heike Wehberg-Keck (54) ist eine davon. Sie arbeitete schon früher in dem Alten- und Pflegeheim. Dann stand die Familie im Vordergrund. Im März 2013 griff sie ihren Beruf als Altenpflegehelferin wieder auf. Und nun will sie es noch einmal wissen, will künftig als examinierte Pflegerin Medikamente austeilen und Spritzen setzen:  Von April 2016 bis März 2019 dauert ihre Ausbildung. In dieser Zeit drückt sie in den Fachseminaren gemeinsam mit Jugendlichen die Schulbank - und sagt darüber "Kein Problem!".

„Ich ziehe meinen Hut vor allen Beschäftigten in Pflegeberufen, die diesen Job mit viel Herzblut ausfüllen, denn dazu muss man berufen sein. Gerade, weil diesen Job nicht jeder machen kann, die steigende Anzahl der Pflegebedürftigen und der Rückgang der klassischen familiären Pflege lässt die Nachfrage der Unternehmen nach Pflegekräften stetig steigen. Wer wie Frau Wehberg-Keck die Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin auf sich nimmt, steht nach dem Abschluss vor hervorragenden Beschäftigungschancen. Etwa zwei Drittel aller unserer Förderfälle entfallen auf den Bereich der Altenpflege, und dort ist auch noch Luft nach oben. Wer sich für eine Ausbildung oder Arbeit in Pflegeberufen interessiert, sollte unsere regelmäßige Sprechstunde im BiZ Wuppertal nutzen", betonte gestern Johannes Vogel. Die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal hat in diesem Jahr für das Förderprogramm „WeGebAU“ im Bergischen Städtedreieck rund 1,9 Millionen Euro zur Verfü­gung. Pflegeeinrichtungen aus dem Bergischen Städtedreieck sowie Arbeitgeber aus Solingen und Remscheid erhalten eine ausführliche Beratung  über Voraussetzungen und Möglichkeiten des Förderprogramms bei Martina Wildförster unter Telefon 02191 4606553. Arbeitgeber aus Wuppertal berät Qualifizierungsberaterin Annette Speer unter Telefon 0202 2828171.

Johannes Vogel wünscht sich, dass weitere Unternehmen, auch außerhalb des Pflegebereichs, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Qualifizierung ermöglichen. „Zögern Sie bitte nicht, unsere Qualifizierungsberater einfach anzurufen und zu fragen, ob wir die Weiterbildung Ihrer Beschäftigten fördern können. Nutzen Sie unsere Fördermittel und sichern Sie sich damit Ihre Fachkräfte. Die Ausbildung Ihres Personals kann wettbewerbsentscheidend sein. Helfen Sie mit, dass diese För­dermittel in unserer Region genutzt werden", so sein Appell an die Arbeitgeber der Region. Die regelmäßige Sprechstunde zur Arbeit oder Ausbildung in der Altenpflege findet für das Bergische Städtedreieck immer am ersten Dienstag im Monat von 14.00 bis 15.00 Uhr im BiZ Wuppertal in der Hünefeldstraße 10a in Wuppertal statt, Telefon 0202 2828460. Johannes Vogel: „Die Qualifizierung ist auf Sicht die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit und hilft mit, den Fachkräftebedarf zu decken!“ Das gelte für die Ausbildung zur Altenpflegerin ebenso wie für einen Lkw-Führerschein oder einen CNC-Kursus. Die Unternehmer müssen halt nur von diesem Angebot zu ihren Gunsten und denen ihrer Beschäftigten wissen und davon Gebrauch machen...

Es gibt einen Interessenten für das Kipper-Gelände

Die Gebäude der Kipper-Brauerei an Remscheids steilster, gleichnamiger Straße zwischen Nordstraße und Haddenbacher Straße wurden im Jahr 2012 abgebrochen (gerade noch rechtzeitig vorher machte der Waterbölles Fotos von dem Backstein-Ensemble, die sich seitdem auf der Internetseite wiederfinden). Seitdem steht das Grundstück zur Vermarktung an. Und die Wirtschaftsförderung stehe „fortlaufend mit den Eigentümern und verschiedenen Investoren im Gespräch, um das Gelände einer neuen Nutzung zuzuführen“, teilte die Verwaltung zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid auf Anfrage von Siegmar Paeslack (SPD) mit. Zitat aus der Vorlagre: „Derzeit ist das Gelände von den Eigentümern an eine Remscheider Firma optiert, die ihren Standort innerhalb der Stadt Remscheid verlagern möchte. Eine entsprechende Planung wird derzeit erarbeitet. Die Wirtschaftsförderung begleitet auch diese Vorhaben.“ Das auf dem Gelände gelagerte Recyclingmaterial werde dann voraussichtlich, in Absprache mit dem Fachdienst Umwelt, zum Höhenausgleich eingebaut. Welche Firma sich dort niederlassen will, sagte die Verwaltung nicht; es soll alles in trockene Tücher kommen. Das ist ja verständlich.

Zuerst "Tischlein deck dich", dann Jugendkulturtag

Tischlein-deck-dich. Samstag, 2. Juli, 16 Uhr
Tischlein deck dich
Die Besonderheit dieser Veranstaltung ist es, dass durch die Gäste Essen und Trinken, Tische und Stühle mitgebracht werden dürfen. Wer dies nicht möchte, kann sich bei der Lenneper Karnevalsgesellschaft Bierzeltgarnituren (unter 0160 125 42 34) reservieren lassen und sich an den LKG-Ständen mit Grillgut und Getränken versorgen. Für Vereine, Familien, Freundeskreise oder spontane Zusammenschlüsse ist dies eine schöne Gelegenheit, einen zwanglosen Tag in der Lenneper Altstadt zu verbringen. Bis 21 Uhr wird es Live-Musik geben. Ab 21 Uhr findet bei schönem Wetter das alljährliche Konzert der Bergischen Symphoniker auf dem Alter Markt statt. (Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V., www.lenneper-karnevalsgesellschaft.de)

Lutz Heinrichs, Teo Otto Theater: „Auch wenn sich Petrus leider noch immer nicht zuverlässig in die Karten sehen lässt: Die Bergischen Symphoniker wollen alles daran setzen, dass die für morgen Abend (2. Juli) geplante Lenneper Nachtmusik auf dem unteren Teil des Lenneper Alten Marktes stattfinden kann. Das ist das Ergebnis einer soeben erfolgten Abstimmung zwischen Orchestervorstand und den übrigen Beteiligten. Was die zurzeit nicht gerade üppigen Temperaturen anbelangt, sollte es so gerade eben reichen – nur regnen darf es natürlich während des Konzerts nicht; das würden die empfindlichen Instrumente nicht überstehen. Ganz aktuell wird morgen Nachmittag auf der Internetseite der Bergischen Symphoniker (www.bergischesymphoniker.de) und der Facebookseite des Teo Otto Theaters informiert, ob das Konzert definitiv stattfinden kann.
Wenn alles klappt, beginnt das Konzert bereits um 19 Uhr – und damit zwei Stunden früher als ursprünglich geplant. Alle Beteiligten sind sich einig, dass es wenig sinnvoll wäre, erst um 21 Uhr und damit zeitgleich mit den Anpfiff des EM-Viertelfinalspiels Deutschland : Italien zu beginnen. Der Eintritt ist frei – wir freuen uns auf hoffentlich viele Zuschauerinnen und Zuschauer und natürlich die Gäste des zeitgleich stattfindenden „Tischlein deck dich“.“

Kinder- und Jugendtag. Sonntag,3. Juli, 11 bis 19 Uhr
Kinder- & Jugendkulturtag
Am Sonntag, den 03.07.2016 findet von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr auf dem Alten Markt in Remscheid Lennep der Kinder- und Jugendtag statt. Dieser Tag ist in der Lenneper Altstadt eine sehr beliebte Familienveranstaltung. Seit 18 Jahren strömen Kinder, Jugendliche und junge Familien in die Altstadt, um die dargebotenen Köstlichkeiten an den Ständen der mittlerweile 78 Vereine und Institutionen, die in den letzten Jahren teilgenommen haben, zu genießen.

Neben Kuchen, Waffeln, Obstbecher, Bratwürstchen sowie bergische Puffertplätzchen gibt es auch viel zu erleben und auszuprobieren. Für die Kinder gibt es ein Jonglage-Stand, wo Luftballonfalten stattfindet und sie auch aktiv mitmachen können und z. B. Jonglage probieren können. Des Weiteren gibt es verschiedene Sportangebote wie z. B. Zumba oder eine riesen Twister zum Mitmachen, was für Jugendliche recht interessant ist. Es gibt viele Bastelaktionen, Kinder schminken, Dosenwerfen, verschiedene Quiz und es können Anglerknote gelernt werden. Man kann sich auch einfach gemütlich setzen und verschieden Aufführungen anschauen, dafür sorgt das 8 stündige Bühnenprogramm.

Das Bühnenprogramm startet mit einem Gottesdienst der ev. Kirche. Danach erstreckt sich das vielfältige Angebot vom Kinderchor, Gitarrenkids, Schulorchester, verschiedene Bands, Rapper, modern Dance, Showtanz, Funkenmariechen, Kindertanz, Capoeira, Zumba, Hip Hop, Gesellschaftstanz  bis zu Auftritten von Schülerbands des RöGy´s usw. von insgesamt 20 teilnehmenden Vereinen und Schulen auf der Bühne.
Der Kinder- und Jugendtag ist bereits über die Grenzen Remscheids bekannt und wird von unterschiedlichen Gruppen der umliegenden Städte mitgetragen. Unsere Gäste kamen in den letzten Jahren aus Hückeswagen, Wermelskirchen, Radevormwald, Solingen, Wuppertal und Leverkusen. Durch moderate Preise der Vereine können Familien einen angenehmen kinder- und jugendkulturellen Tag in der Lenneper Altstadt verbringen. (Die Welle gGmbH, www.diewelle.net)

Nachsatz: Gegen 18 Uhr tritt erstmals die Rockband „APEX“ beim Kinder- u. Jugendtag in Lennep auf. Seit Monaten proben die Bandmitglieder zusammen mit Band-Coach Tomas Torres für diesen Auftritt

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Erst die Straßenverlängerung, dann der Anbau

Wann diePrešover Straße (vorm. Ladestraße) Richtung Möbel Knappstein weiter ausgebaut werden wird, steht noch in den Sternen. Foto: Lothar Kaiser Die Prešover Straße soll, bevor sie scharf nach rechts zur Bismarckstraße abbiegt, parallel zu den Bahngleisen und der Neuenkamper Straße verlängert werden bis zum Parkplatz des OBI-Heimwerkermarktes an der Industriestraße, hieß es am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksvertretung Süd. Das sei die Voraussetzung dafür, dass das Unternehmen an dieser Stelle seine Erweiterungspläne verwirkliche. Gelinge die Straßenplanung nicht, befürchtet Bezirksbürgermeister Stefan Grote, dass OBI den Standort aufgibt. Das sei schon einmal im Gespräch gewesen, dann aber wieder fallengelassen worden. Heinrich Ammelt vom Zentraldienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften konnte oder wollte hierzu nicht ins Detail gehen, deutete aber an, dass in puncto Straßenverlängerung die Entscheidung letztlich bei der Deutschen Bahn liege.