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Das neue Format soll "Bürgerbrunch" heißen

Bürgerempfänge gehören zu den Ritualen der vier Remscheider Bezirksvertretungen. Das Grundmuster ist stets dasselbe: Es wird an einen bestimmten Ort und meist für den Abend eines Wochentags eingeladen. Nach einer Rede des Bezirksbürgermeisters oder der Bezirksbürgermeisterin, der einen oder anderen Ansprache anderer Honoratioren und eventuell einiger musikalischer Darbietungen gibt es Getränke und Häppchen. Dabei sollen dann die Politiker/innen mit den Bürger/innen ins Gespräch kommen. Was allerdings oft nur unvollständig erreicht wird. Es seien „fast immer dieselben ‚Verdächtigten“, die an diesen Veranstaltungen teilnehmen“, steht in einem vierseitigen Vorschlag für einen „Bürgerbrunch“ der Bezirksvertretung (BV) Alt-Remscheid, der die Unterschriften von Beatrice Schlieper (Grüne), Rosemarie Stippekohl (CDU) und Hans Lothar Schiffer (FDP) trägt. An die Lokalpresse verteilt wurde er am Dienstag im Lindenhof zu Beginn der öffentlichen Sitzung der BV Alt-Remscheid von Bezirksbürgermeister Otto Mähler.

Der „Bürgerbrunch“ ist der Versuch, der „im Grundsatz sinnvollen Veranstaltung“ ein neues Format zu geben mit dem Ziel einer ausgiebigeren und breiteren Kommunikation zwischen Politik und Bürgerschaft. Zitat: „Wenn man sich in der eigenen Familie und im Freundeskreis umsieht und dabei auf vergangene Zusammenkünfte zurückblickt, sind einem die Ereignisse besonders im Gedächtnis haften geblieben, bei denen man in gemütlicher Runde und ohne Zeitdruck zusammen gegessen, getrunken und miteinander geredet hat. Wer denkt da nicht an den letzten Brunch, bei dem man über Stunden zusammen saß und über Gott und die Welt gesprochen hat.“ Und genau das soll bei dem „Bürgerbrunch“ geschehen, zu dem die BV Alt-Remscheid (voraussichtlich!) für Sonntag, 24. Juni, von 11 bis 14 Uhr einladen will - nicht in irgendeinen Sitzungssaal, sondern auf den Theodor-Heuss-Platz. Nur bei schlechtem Wetter soll auf den unteren Flur des Rathauses ausgewichen werden.

Das Szenario: Die Bezirksvertretung wird dafür sorgen, dass vor dem Rathaus bzw. im Rathausflur eine entsprechende Anzahl von Bierzeltgarnituren, einige Stehtische aufgebaut werden (ca. 30 Tische und 60 Bänke, zehn Stehtische) sowie, nur bei gutem Wetter im Freien als Sonnenschutz, zehn Zelte 3 x 3 Meter oder/und 6 x 3 Meter. Ferner sorgt die BV für Getränke (Tee, Kaffee, Wasser und Säfte), Geschirr (Teller, Tassen mit Untertassen, Gläser und eine entsprechende Anzahl an Bestecken (Messer, Gabel, Kaffeelöffel) und eine Grundversorgung mit Brötchenhälften auf entsprechenden Platten auf den einzelnen Tischen Erwünscht ist, dass die Bürgerinnen und Bürger ihren Teil zum Gelingen des Treffens beitragen, indem sie selbst Speisen mitbringen und diese mit anderen Besucherinnen und Besuchern teilen. Beatrice Schlieper: „Wir rechnen zurzeit mit 100 bis 150 Besuchern.“

Außer einer kurzen Begrüßung durch den Bezirksbürgermeister soll es keine Reden geben. Vielmehr sollen sich die Bezirksvertreterinnen und Bezirks Vertreter auf die Tischen verteilen und dort mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen, dabei die Tische mehrfach wechselnd. Dadurch haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von BV-Vertretern zu reden. Im Rathausflur könnten Pläne und Informationen zu den großen Bauvorhaben der nächsten Zeit ausgehangen und erläutert werden.

Der 24. Juni fällt zwar in die Zeit der Fußballweltmeisterschaft, aber es gibt an diesem Tag kein Spiel mit Beteiligung der deutschen Mannschaft. Der Zusatz „voraussichtlich“ bei diesem Termin für den ersten „Bürgerbrunch“ kommt daher, dass die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) für diesen Sontag eine Neuauflage ihres Sommerfestes „Orange“ planen. Dessen Höhepunkte liegen allerdings eher auf dem Nachmittag. Nun gilt es abzuwägen...

„Heimat-Zeugnis“ auch für "Blauen Mond denkbar?

Das Land Nordrhein-Westfalen hat am 16. März 2018 angekündigt ein Förderprogramm „Heimat-Zeugnis“ zu schaffen, bei der eine Förderung für die Restaurierung eines historischen Denkmals - ab 100.000 Euro pro Projekt -erfolgen kann. Der im Volksmund als „Blauer Mond“ bezeichnete Mannesmannturm in Bliedinghausen war eine markante und sichtbare Landmarke für Remscheid; er bildete gemeinsam mit Rathausturm, Waterbölles, Lutherkirche und Bismarckturm die charakteristische Stadtsilhouette der „Seestadt auf dem Berge“. Von ehemals weltweit bestehenden fünf Mannesmanntürmen ist der Remscheider in unmittelbarer Nähe zum Mannesmannwerk der einzige noch Bestehende. Aber seit der Demontage des Turms wegen Einsturzgefahr droht dem ehemals beleuchteten Warenzeichens „MW“ das Aus, weil die Besitzerin, die Discounter-Kette ALDI, kein Geld für den Denkmalschutz ausgeben will. Die Bezirksvertretung Süd will das nicht hinnehmen und hat gestern einstimmig dem Rat der Stadt den folgenden Beschluss empfohlen:

  • die grundlegende Sanierung des Mannesmannturmes und die Beleuchtung des Warenzeichens „MW“ mit moderner LED-Technologie anzustreben,
  • die Verwaltung möge die Eigentümerin des Turmes auf die Fördermöglichkeit aus dem Landesprogramm „Heimat-Zeugnis“ hinzuweisen und den eindringlichen Wunsch des Rates und der Bezirksvertretung Süd  überbringen, dieses Industriedenkmal – ohne Verknüpfung mit anderen Forderungen an die Stadt Remscheid – aus Respekt vor den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Remscheid endlich wieder instand zu setzen.“

Sollten diese erneuten Bemühungen nicht fruchten, so wird die Verwaltung gebeten, alle denkmalrechtlichen Schritte einzuleiten, um den Wiederaufbau des Turmes zu erreichen. Denn darin sind sich die Mitglieder BV Süd einig: ALDI ist für den Blauen Turm verantwortlich und keineswegs „außen vor“. Denn: „Denkmalschutz verpflichtet!“, wie Bezirksbürgermeister Stefan Grote betonte. Noch ist nicht ausgeschlossen, dass vom Land gar keine Fördermittel zu erhalten sind. Denn die Konditionen des Förderprogramms „Heimat-Zeugnis“ stehen noch gar nicht fest.

BV stimmte überraschend gegen neuen Überweg

Die im Rahmen des Wettbewerbs zur Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes eingereichten Entwürfe der Preisträger sehen als Fußgängerquerung der Elberfelder Straße am Ämterhaus einen höhengleichen Überweg vor. Folgerichtig geht die Verwaltung davon aus, dass der bestehende Fußgängertunnel („Angstraum“) und die zuführenden Treppen und Rampen künftig entfallen sollen. Doch nach dem Wettbewerb wurden in der öffentlichen Diskussion auch andere Querungsvarianten diskutiert, die politische Anträge und Anfragen mündeten. In einer Beschlussvorlage zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid  am Dienstag im Lindenhof waren sie alternativ aufgeführt:

  • Antrag der SPD-Fraktion vom 17. Oktober 2017 (beschlossen im Haushalts-, Finanz- und Beteiligungsausschuss  am 16.11.2017): Für die beiden Hauptwegbeziehungen zum Ämterhaus und zum Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium ist die Lage über die Elberfelder Straße für ggf. eine zusätzliche Überführung/Brücke für mobile BürgerInnen und SchülerInnen zu prüfen.
  • Anfrage der CDU-Fraktion vom 28.11.2017 (beraten in der BV 1 am 12. Dezember 2017): 1. Inwiefern kann der Fußgängertunnel am Friedrich-Ebert-Platz aus Sicht der Verwaltung im Sinne des „Wohlfühlfaktors“ aufgewertet und im Sinne vor allem des subjektiven Sicherheitsempfindens ertüchtigt werden? Wie teuer wären diese Maßnahmen (Bitte um eine Kostenschätzung)? Welche Lösung wäre aus Sicht der Verwaltung voraussichtlich sicherer für Fußgänger und Autofahrer: Die bisherige Tunnellösung oder eine weitere Fußgängerampel?
  • Antrag der CDU-Fraktion vom 31.1.2018 (eingebracht in die BV 1 am 13.2.2018): Die Verwaltung wird beauftragt, den Tunnel am Friedrich-Ebert-Platz mit einem zerstörungsfreien Lichtkonzept sowie einer Videoüberwachung zu ertüchtigen.
  • Antrag der Ratsgruppe der W.i.R. ohne Datum (eingebracht in die BV 1 am 13.2.2018): Prüfung, ob der das Ämterhaus mit dem Friedrich-Ebert-Platz verbindende Tunnel im Rahmen der Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes durch bauliche Veränderungen zweitweise (nachts) geschlossen werden kann. Dabei soll dargestellt werden, wie hoch der finanzielle Aufwand der Veränderung ist und ob die entstehende Schlüsselgewalt samt Pflegeverantwortung auf das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium übertragen werden kann.

Dazu gab die Verwaltung die folgende Stellungnahme ab: Da ... die Verwaltung gehalten ist, die verbindlichen Vorgaben der RASt 06, Abschnitt 6.1.8.8 (s.o.) nicht zuletzt im Hinblick auf die Förderfähigkeit der Maßnahme einzuhalten, wird die folgende Vorgehensweise zur Beschlussfassung gestellt. Die höhengleiche Fußgängerquerung der Elberfelder Straße ist prioritärer Gegenstand der Ausführungsplanung, der bestehende Tunnel wird für den Fußgängerverkehr geschlossen. Nur sofern sich dieses Ziel im Zuge der Ausführungsplanung als in hohem Maße konfliktträchtig oder undurchführbar erweisen sollte, werden die Beibehaltung des Fußgängertunnels und/oder die Errichtung einer Fußgängerbrücke quasi als Notmaßnahme  in die Planung einbezogen. Um diese Planungsoptionen offenzuhalten, werden sie bei den vorgeschalteten Verkehrserhebungen und Modellrechnungen in geeigneter Weise als Alternativen berücksichtigt.“

Die Variante der Verwaltung hätte Bezirksbürgermeister Otto Mähler gerne als Beschluss der BV gesehen. Doch die stimmte mit Mehrheit für den Antrag der CDU und den Prüfauftrag der W.i.R. Möglich wurde das durch das Fehlen von drei  BV-Mitgliedern der SPD. Merke: Bei Gorbatschow weiß man: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. In diesem Fall aber kann die Panne wieder behoben werden: Wenn die Planung im Rat der Stadt zur Abstimmung steht. Dann dürfte die SPD ihre Reihen wohl wieder fest geschlossen haben...

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Leibniz Gymnasium / Gäste aus Remscheids Partnerstadt Prešov. Am kommenden Samstagabend werden zwölf Schülerinnen sowie eine begleitende Lehrerin des „Evanjelické kolegiálne gymnázium“ in Prešov, Remscheids Partnerstadt in der Slowakei, zum Schüleraustausch mit dem Remscheider Leibniz-Gymnasium erwartet und bis zum 29. April ein umfangreiches Programm erleben. Bei diesem 5. Besuch aus der Slowakei sind alle Schülerinnen im Alter von 16 bis 18 Jahren (mit einer Ausnahme) zum ersten Mal in Remscheid. Verständigungsprobleme wird es nicht geben, denn alle Gäste lernen Deutsch als Fremdsprache, zum Teil seit dem 1. Schuljahr! Alle Gäste sind, wie schon in den Vorjahren, in Familien untergebracht. Sie sollen einige Stunden am Unterricht teilnehmen, das Familienleben und die Freizeitgestaltung deutscher Jugendlicher kennenlernen sowie ein weitreichendes landeskundliches und kulturelles Beiprogramm geboten bekommen. (Klaus Fey)

Saisonstart für Kurse an der Großen Dhünn- und Bever-Talsperre. Die kostenlosen Kurse des NaturGuts Ophoven und des Wupperverbandes starten in die neue Saison. Nun können Schulklassen der Jahrgangsstufen 1 bis 5 wieder auf Entdeckungsreise an der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen und an der Bever-Talsperre in Hückeswagen gehen. Die Anmeldung erfolgt beim NaturGut Ophoven unter der Rufnummer 02171-73499-44 oder per Mail an britta.demmer@naturgut-ophoven.de">britta.demmer@naturgut-ophoven.de.
Die Kurse starten jeweils mit einer Einführung und der Besichtigung der Talsperre. Besonders spannend ist der „Blick in die Unterwelt“, in den Kontrollgang im Talsperrendamm der Bever- und der Großen Dhünn-Talsperre. Während an der Bever-Talsperre im Anschluss an die Besichtigung das Thema Wasserkraft in der Praxis ausprobiert wird, widmet sich der praktische Teil der Kurse an der Trinkwassertalsperre Große Dhünn dem Thema Gewässeruntersuchungen an der Dhünn. Bei beiden Kursangeboten lautet das Motto „spielend lernen“ und es wird deutlich: Wasser ist ein spannendes Thema. Pro Jahr bieten das NaturGut Ophoven und der Wupperverband insgesamt 60 Kurse an der Bever-Talsperre und der Großen Dhünn-Talsperre an.

Steffenshammer e.V.  / Saison beginnt am 21.April. Dank einer tollen Reinigungsaktion des Hammergeländes und der Gebäude des Steffenshammer durch die Auszubildenden der Firma Paul Schulten sieht das Areal wieder sehr einladend aus. Das „Anschmieden“ kann also  pünktlich am Samstag, 21. April, 14 bis 18 Uhr stattfinden. Führungen über das Gelände sowie Schmieden im Hammer und draußen an der Feldesse gehören zum Programm. Viele Informationen über die Bergischen Menschen und die Stätten ihrer Arbeit lassen sich bei einem Besuch in diesem industriehistorischen Ensemble am Eingang zum Gelpetal einfangen. Der alte Hammer ist in den letzten Jahren ein anerkannt lohnendes Ausflugsziel geworden. Neben der historischen Schmiedetechnik und deren Entwicklung liegt den Verantwortlichen auch die Remscheider Mundartpflege weiterhin sehr am Herzen (siehe Videi). Für das leibliche Wohl ist wiederum gesorgt. Parkmöglichkeiten finden Sie bei der Firma Wenesit AG, Clemenshammer 59A. Das Team des Steffenshammers freut sich auf ihren Besuch.

Aktionstag 2018 des Lokalen Bündnisses für Familie. Den bundesweiten Aktionstag der Lokalen Bündnisse für Familie nimmt das Remscheider Bündnis zum Anlass für eine gemeinsame Aktion mit der Fachstelle Frühe Hilfen im Sana-Klinikum. Für Samstag, 21. April, laden die Bündnismitglieder und die Fachstelle Frühe Hilfen im Sana-Klinikum Remscheid von 11 bis 16 Uhr zu einer Mitmach-Aktion für junge Eltern ein: In der „Fotobox - Blickkontakt von Anfang an erwünscht“ können sich junge Eltern mit ihren Kindern oder als Paar während der Schwangerschaft fotografieren lassen. Darüber hinaus können sie sich über die Bedeutung der Bindung zum Kind informieren. Das Sana-Klinikum unterstützt die Aktion. Die Veranstalter möchten junge Eltern auf diese Weise dazu anzuregen, über die Erziehung ihrer Kinder nachzudenken und ihnen hierfür Anregungen und Informationen zu geben. Die Aktion ist auch Teil der Kampagne „Im Kontakt?!“ über die Auswirkungen übermäßiger Smartphone-Nutzung auf die Entwicklung von Bindung und Erziehung. (Sehe auch: "Von App bis Zeit für Familie – wir fördern Vereinbarkeit" – ein Motto, auf das Lokale Bündnisse und andere Aktive in vielfältigen Aktionen bundesweit aufmerksam machen).
Neben Führungen durch den Kreißsaal und die durch Geburtsstation, gibt es noch folgende Programmpunkte, bei denen Interessierte sich informieren, schöne Erinnerungen kreieren und einen interessanten Tag erleben können: Infostand Geburtsmedizin und Kinderheilkunde, Trödel Kinder und Babysachen/Spielzeug, Anästhesie Sprechstunde (11 – 14 Uhr), Bodypainting inkl. Foto, Demonstration Ultraschall/3D Ultraschall, „Erste Hilfe am Kind“ Kurs (zehn Euro pro Person), Vorführungen „fitdankbaby“, Beratungsstelle Pro Familia, Beratung Neurodermitis (12 - 14 Uhr), Infostand Bergische Elternschule, Infostand „Fachstelle Frühe Hilfen und Lokales Bündnis für Familie“, Infostand „Schwimmschule Kirchner“, Infostand „Praxis Glückskind“, Infostand „Die Wiege“.

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GEWAG-Haus am Bahnhof komplett "verkleidet"

Die Remscheider Wohnungsaktiengesellschaft GEWAG, eine Tochtergesellschaft der Stadt Remscheid, treibt die energische Sanierung ihrer Mietshäuser weiter voran. Nach Häusern am Hohenhagen (Birkenstraße), Hasenberg und Phoemix sind nun die Häuser Johannesstr. 1, Freiheitstr. 1 und  Freiheitstr. 4 mit insgesamt 77 freifinanzierten Wohneinheiten an der Reihe. Diese drei Häuser waren im Jahr 1959/1960 erbaut worden und verfügen über eine Wohnfläche von insgesamt  4.400  Quadratmetern.

In die energetische Sanierung der Fassaden dieser Häuser investiert die GEWAG in diesem Jahr 3.041.200 Millionen Euro (1,398.900 Millionen aus Eigenmitteln und 1.642.300 Millionen Euro KfW-Mitteln).

Vorgesehen ist nach Angaben von GEWAG-Vorstand Hans-Jürgen Behrendt auch die Verglasung der Balkone mit Schiebeelementen.

In Blättern und Wurzeln steckt die Kraft

Im Bergischen kommt der Frühling gerne etwas später, so dass wir auch im April nach dem ersten essbaren Grün noch suchen müssen. Trotzdem halten die TeilnehmerInnen eines Kräuter-Workshops am Montag, 23.04., Ausschau und lernen Pflanzen kennen, die unsere Gesundheit unterstützen, wie z.B. Gänseblümchen, Brennnesseln und Fichtenspitzen. Bevor das neue Wachstum der Pflanze beginnt, enthalten zunächst die Wurzeln die meisten Inhaltsstoffe, z.B. Beinwell und Engelwurz. Aus dem ersten Grün mischen die Teilnehmenden ein Kräutersalz und aus den Beinwellwurzeln erstellen sie eine Salbe, die wohltuend auf Muskeln und Gelenke wirkt.Das Seminar mit Kräuterfachfrau Christel Heuer findet am 23. April. um 19.30 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, statt. Die Teilnahme kostet zwölf Euro zuzüglich einer kleinen Materialkostenumlage von ca. fünf Euro.Eine Anmeldung bis zum Wochenende ist unbedingt erforderlich unter E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de oder Tel. RS 3748239.

Was morgen in Remscheid so los ist

20. April, 18 Uhr Kölner Tor
Mittelalterführung - Merle & Gertrudis
Lassen Sie sich von 378meter auf eine mittelalterliche Reise in die Vergangenheit der alten Tuchmacherstadt Lennep mitnehmen. Sie treffen auf die Magd Gertrudis, die durch ein Missgeschick ihrer Nachfahrin aus dem Mittelalter direkt in die Lenneper Altstadt der Gegenwart befördert wurde. Bei einem Bummel durch die historische Altstadt erleben Sie spannende Geschichten und Anekdoten aus dem mittelalterlichen Leben im Bergischen Land. Preis: 12 € inkl. MwSt.
Anmeldung erforderlich! Anmeldung in der ErlebBar (Hindenburgstraße 8, 42853 Remscheid), telefonisch unter 02191/4610670 oder online unter www.378meter.de.

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Denkerschmette: Programm im April

So könnteb ein Siignet für die künmftige Gedenk- und Bildungsstätte 'Pferdeststall' aussehen. Der Entewutrf dstammt von der EMA.Samstag, 21. April
15 Uhr: „Miteinander der Generationen“
Stolpersteine in Remscheid Teil 2
Schüler/innen des Ernst- Moritz- Arnd- Gymnasiums werden über ihre Zusammenarbeit mit Johann Franzen, ihre Beweggründe und Motivation berichten. Die von den Schülern erstellte Wanderausstellung wird in der Denkerschmette zu sehen sein. Wir wünschen uns an diesen beiden Nachmittagen regen Zuspruch von Jung und Alt und interessante Diskussionen. (Sabine Marquardt)
19 Uhr: Trio Finesse spielt Chansons, Gipsy, Jazz und Klezmer in eigenen Arrangements mit
überraschend vielfältiger Instrumentierung
Eintritt frei, bitte anmelden.

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Sorge um Nachwuchs für die Apotheken

Pressemitteilung der IHK

Zu seiner ersten Sitzung in Wuppertal traf sich der gemeinsame Ausschuss für die Gesundheitswirtschaft der IHK Mittleres Ruhrgebiet und der Bergischen IHK. Zu Gast war Staatssekretär Dr. Edmund Heller, der in Vertretung des NRW-Ministers Karl-Josef Laumann die Planungen der Landesregierung für die laufende Legislaturperiode vorstellte und mit den Unternehmerinnen und Unternehmern diskutierte. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand insbesondere der Mangel an Haus- und Landärzten, dem dringend Abhilfe geschaffen werden müsste. Ferner rückte er die Telemedizin in den Vordergrund sowie einen großen Investitionsstau bei den Krankenhäusern. Zugleich verdeutlichte Heller, dass der Strukturwandel auch die Kliniken träfe und zahlreiche Betten abgebaut werden müssten. Mit offenen Worten skizzierte er ebenso die Problematik der Umsetzung einer Reform der Pflegeberufe.

Die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer diskutierten sehr intensiv mit dem Staatssekretär. Dabei wurde deutlich, dass es in der hiesigen Ballungsregion Bergisches Städtedreieck / Mittleres Ruhrgebiet weniger um eine Problematik der Haus- und Landarztversorgung, als um einen Mangel an ausgebildeten Apothekern geht. Bei zu hohen Einstiegshürden durch Abiturnoten gebe es zu wenig  Studienplätze und allgemein einen Mangel an diesen immer wichtiger werdenden Fachkräften für die Pharmazie. Hinzu kommt die schärfer werdende Wettbewerbssituation auch im Hinblick auf die Notwendigkeit von sogenannten Versandapotheken sowie die Problematik der Anerkennung ausländischer Abschlüsse. So wolle eine Reihe von syrischen Apothekern im Bergischen Land arbeiten. Auch die geplante Schließung zahlreicher Notfallambulanzen im Land wurde kritisiert.

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Für Lebensraum von Insekten können viele sorgen

Mehrere Faktoren beeinflussen grundsätzlich den Bestand und die Artenvielfalt von Insekten. So wirkt sich insbesondere die Intensivierung der Landwirtschaft auf die Vielfalt der Insekten aus, da diese zu einer Strukturverarmung der Landschaft sowie zu einem Rückgang des Blütenangebots für Bestäuber führt und viele Insekten dadurch ihre Nahrungsgrundlagen und Lebensräume verlieren. Das Nährstoffüberangebot, die Einengung der Feldfruchtwahl, die Homogenisierung und Vergrößerung der Schläge und der damit verbundene Rückgang von Randstrukturen und Blühstreifen, sowie die gestiegene Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sind einige wesentliche Einflussfaktoren. Studien belegen, dass Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide einen negativen Einfluss auf Wildbienen und Hummelarten haben. So beginnt die Mitteilungsvorlage 15/4787 der Stadt Remscheid (unter Quellenhinweis auf das Bundesamt für Naturschutz 2018), die eine Anfrage der CDU-Fraktion vom 7. November 2017 beantwortet. Demnach waren nach Roten Liste in NRW (Stand 2011) 37,6 Prozent der Wildbienen und Wespen ungefährdet, bei den Tagfaltern sogar nur noch 22,5 Prozent.

„Die bundesweit festgestellte Entwicklung (etwa 80 Prozent weniger Insekten-Biomasse innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren) hat vor dem Bergischen Land nicht halt gemacht“, teilt die Stadtverwaltung weiter mit. „Die Vergleichsuntersuchungen von Dr. Martin Sorg zur Biomasse von Insekten wurden auch im südlichen Bergischen Land durchgeführt mit demselben Ergebnis. Es ist davon auszugehen, dass die Untersuchungsergebnisse auf Remscheid mit seiner vergleichbaren Landschafts- und Nutzungsstruktur übertragbar sind. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf ein Fachgespräch mit der Vorsitzenden des Naturschutzbeirats, der Naturschule Grund, der Biologischen Station Mittlere Wupper und der unteren Naturschutzbehörde vom 9. Januar 2018.

Die Insekten-Vorrangflächen konzentrieren sich auf fünf Remscheider Landschaftsräume. Folgende Konzeptionen und Pläne haben in Remscheid u.a. den Insektenschutz als Ziel:

  • Drei Landschaftspläne inkl. 23 Naturschutzgebiete (untere Naturschutzbehörde)
  • Zehn Pflege- und Entwicklungspläne für die Naturschutzgebiete (Biologische Station)
  • Die Untersuchung von 29 Reptilienhabitaten und trockenwarmen Biotopen (Biostation)
  • Floristische und faunistische Untersuchungen von 47 Biotopkomplexen (Biostation)

Die große Masse der Insekten ist auf Sonne, Wärme und eine arten- und blütenreiche Pflanzenwelt (Gräser, Kräuter, Sträucher) angewiesen. Wichtige Voraussetzung für Arten- und Blütenreichtum sind magere Böden und ungedüngte oder wenig gedüngte Wiesen. Von besonderer Bedeutung sind Kleinbiotope (Steinbrüche, Böschungen, Säume), Heideflächen, Feuchtgebiete, Magerwiesen, artenreiche Waldmäntel, Hecken und Felsbiotope. Einzelne Naturschutzgebiete wurden auch zum Schutz der dort lebenden Insekten (Heuschrecken, Libellen, Tagfalter) ausgewiesen (Dörpetal und Seitentäler, Feldbachtal, Schneppendahler Siepen, Steinbruchgelände Hohenhagen). Auch seien die Lage und der Zustand aller bedeutsamen trockenwarmen Biotope in Remscheid bekannt, so die Verwaltung. „Die wertvollsten Flächen werden jährlich gepflegt und begutachtet.“ Zur Pflege der für den Arten- und Insektenschutz bedeutsamsten Offenlandflächen setzt die untere Naturschutzbehörde seit 2004 jährlich rund 30.000 Euro an Naturschutz-Fördermittel des Landes ein. In den vergangenen 14 Jahren waren dies insgesamt 440.000 €.

Nach Flächenrecherche der unteren Naturschutzbehörde gibt es aktuell in Remscheid rund 100 Vorrangflächen für Insekten (trocken-warme Sonderstandorte und extensiv-mageres Offenland): zehn Heideflächen, 25 Standorte mit Magerzeigern und 60 bis 70 entwickelbare Standorte mit „Ausmagerungstendenz“ der Böden. 95 Prozent dieser Flächen werden extensiv bzw. mäßig intensiv genutzt (überwiegend von Hobby-Landwirten bzw. im Nebenerwerb), die übrigen von landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieben bewirtschaftet. Rund 25 Prozent der Vorrangflächen befindet sich in öffentlichem Besitz, 75 Prozent in Privatbesitz. Gut vernetzte Landschaftsräume mit Vorrangflächen der Insektenvielfalt sind

  • Magerwiesen/Heiden (Panzertal, Feldbachtal, Dörperhöhe, Böschungen der Wuppertalsperre)
  • Südhänge und Wiesen/Heiden (Bökerhöhe, Struck, Falkenberg, Bliedinghausen)
  • Magerwiesen (um Reinshagen und Westhausen)
  • Steinbruchgelände und Magerwiesen auf dem Hohenhagen
  • Heiden und Extensivgrünlandkomplex (Westen, Grund, Grüne, Oelingrath)

Ein kontinuierliches Angebots heimischer Wildkräuterblüten, z.B. durch Ansaaten an Ackerrandstreifen, führt nach Ansicht der Naturschützer zu einem deutlichen besseren Nahrungsangebot für Wildbienen. Ungefähr ein Viertel der heimischen Wildbienenarten könne auch durch künstliche Nisthilfen relativ einfach gefördert werden, etwa auf freiwilliger Basis an Schulen und Kindergärten sowie auf innerstädtischen Grünflächen und in Parks. Empfohlen wird, das Projekt der TBR zum Straßenbegleitgrün mit blütenreichen Saatgutmischungen fortzusetzen. Aber auch private Grundstückseigentümer sollten und könnten ihr Gelände „insektenfreundlich pflegen und auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichten“. Bei Bauvorhaben im Außenbereich bzw. bei Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen verlangt die Baubehörde im Übrigen die Verwendung arten- und blütenreicher heimischer Gehölzpflanzungen. Andere Aktivitäten (z.B. Landschaftspflege, Bürgerberatung, Blumenwiesen) laufen bereits seit vielen Jahren. Und mit seinem Beschluss vom 22. Februar 2018 brach der Rat der Stadt ganz aktuell eine Lanze für Insektenhotels. Eine Arbeitsgemeinschaft aus Akteuren der Verwaltung, Naturschutzorganisatoren, Schulen, Werkstätten sowie Kitas will vor Ort Blumenwiesen und Insektenhotels als Nahrungs- sowie Brutangebote initiieren und koordinieren. Mit Merkblättern, Baukästen und Empfehlungen eigener Projekte will sich die AG an Eltern- und Schülerinitiativen, aber auch Privatpersonen und Firmen wenden.