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Neue „Eritrean Community in Remscheid e.V.“ feierte

Die „Eritrean Community in Remscheid e.V.“ feierte heute Nachmittag im Ev. Gemeindehaus am Markt ihre Gründung. Wer schon einmal einen Verein gegründet hat weiß: Das Prozedere braucht Geduld und Zeit und kann manchmal ganz schön mühselig sein, wie Bürgermeisterin Gabriele Leitzbach in ihrem Grußwort bestätigt. Und wie viel, schwerer fällt das erst, wenn man die deutsche Sprache gerade erst lernt. Umso mehr freuen sind die Mitglieder der „Eritrean Community“ stolz, dass sie den Zusammenschluss zu einem eingetragenen Verein geschafft haben. Und dieser Erfolg verlangte danach, gefeiert werden! Der Vereinsvorsitzende und Gründers Dawit Kuflu stellte den deutschen Gästen den Verein und seine Mitglieder vor und bedankte sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, speziell dem Caritasverband Remscheid.

Der Verein entstand auf Initiative einzelner junger Eritreer und Eritreerinnen, die – teils alleine, teils mit ihren Familien – in Remscheid leben. Sie alle mussten ihr Heimatland aufgrund der dortigen unmenschlichen politischen Verhältnisse verlassen und haben nun ein neues Zuhause in Deutschland gefunden. In Remscheid möchten sie sich nun für die Gemeinschaft und die Nachbarschaft, in der sie leben, engagieren und sich um eine Annäherung zwischen ihrer Heimatkultur und den Menschen vor Ort bemühen. Das grill Gabriele Leitzbach spontan auf lud den neuen Verein zum 22. Kremenholler Stadtteilfest am 15. Und 16. September ein. Gemeinsam genoss man sodann leckere typische Speisen aus der Heimat der Vereinsmitglieder und eritreischen Mocca-Kaffee.

Stadtrat fordert Stellungnahme zu Radweg

Radverkehr in RS? Da ist noch viel zu prüfen!“, titelte der Waterbölles am 8. Januar, nachdem die Stadtverwaltung einen ganzen Katalog von Fragen aus der Politik zu diesem Thema beantwortet hatte. Darunter war ab aber keine, aus der hervorging, wann der vom Rat der Stadt geforderte Weiterbau der Balkantrasse von Lennep nach Lüttringhausen beginnen soll. Nach die Verwaltungsvorlage in den vergangenen Wochen drei Ausschüsse und vier Bezirksvertretungen passiert hatte,  tand sie am vergangenen Donnerstag auf der Tagesordnung der Ratssitzung. Und die Politiker nutzten die Gelegenheit, um ihren Ärger Luft zu machen: Es gebe schließlich einen Ratsbeschluss, so Thomas Brützel. Doch den hat Baudezernent Peter Heinze offenbar genereller verstanden – als Auftrag zur Erstellung eines Radwegekonzeptes über einen externen Gutachter. In der jüngsten Verwaltungsvorlage liest sich das so: „Für den Ausbau der touristischen und verkehrlichen Infrastruktur ist es erforderlich, ein Umsetzungsgutachten zu erarbeiten, dass einen Kosten- und Zeitplan umfasst, die bestehenden Lücken im System der Radwege im Stadtgebiet und dem regionalen Trassenverbund zu schließen.“

Waltraud Bodenstedt (WiR) wurde am Donnerstag ungeduldig: „Mit der vorgeschlagenen Trassenführung zwischen Lennep und Lüttringhausen hätte sich die Verwaltung längst beschäftigen können!“ Aber diese Intention des Rates habe die Verwaltung leider nicht aufgegriffen, monierte Sven Wolf (SPD): „Ich erwarte einen Zweitplan für die Umsetzung!“ Das war Jene Peter Nettekoven (CDU) zu unkonkret: „Ein ausführlicher Berichtung der Verwaltung – Ja. Aber bitte schon zur nächsten Ratssitzung im Mai.“ Peter Heinze nahm das aus der Ratssitzung als einstimmigen Auftrag mit.

Ein Gewinn für unsere Stadt und unser Land

Auch im vergangenen Jahr haben wieder Remscheider Mitbürgerinnen und Mitbürger die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Um dies entsprechend zu würdigen, hatte die Stadt Remscheid die Neubürger/innen für gestern Nachmittag zu einer in den Großen Sitzungssaal des Rathauses eingeladen. Von den 27 neuen deutschen Staatsbürgern – es fehlten nur wenige – hatten fünf eine britische, je vier eine spanische oder italienische und drei eine kroatische Staatsangehörigkeit.  Von Seiten der Politik nahmen neben Oberbürgermeister Burkhardt Mast-Weisz auch die Dezernenten Barbara Reul-Nocke  und Thomas Neuhaus, Sevinc Brilling (Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums), von der Ausländerbehörde Claudia Schwarzweller und Dietmar Murach  sowie der Personalratsvorsitzende Klaus Ellenbeck an der Feier teil, von Seiten der Politik Fritz Beinersdorf (Linke), Waltraud Bodenstedt (WiR) sowie Beatrice Schlieper und Jutta Velte von den Grünen. Schwungvoll umrahmt wurde die Feier vom Streichquartett der Bergischen Symphoniker.

„Die Übernahme der deutschen Staatsbürgerschaft ist ein wichtiges Zeichen, ein Zeichen der tiefen Verbundenheit mit unserem Staat. Niemand aber erwartet von Ihnen, dass Sie Ihre Wurzeln und die Ihrer Familien, die in vielen anderen Ländern liegen, aufgeben. Bringen Sie das mit in unsere Gesellschaft ein, was Ihnen aus Ihrer jeweiligen Biografie wichtig erscheint. Das bereichert unser Land und unsere Stadt“, begrüßte der OB die Neubürger. „Deutschland ist seit Menschengedenken ein Einwanderungsland – auch wenn dieses Wort unnötigerweise umstritten ist. Tatsache ist doch, dass es doch schon immer Zuwanderung gab. Ich las kürzlich einen Roman, der im 16.Jahrhundert spielte. In diesem Buch wurde von den furchtbaren Religionskonflikten zwischen Katholiken und Protestanten berichtet. In der sogenannten Bartholomäus-Nacht wurden zigtausende Protestanten in Paris und anderen französischen Städten ermordet. Als Folge davon wanderten viele Hugenotten nach Preußen und Hessen ein. Die damals aus Frankreich Geflüchteten haben dort ihre neue Heimat gefunden. Sie konnten dort ohne Angst vor Verfolgung leben. Sie waren in jeder Weise ein Gewinn für die damaligen Gesellschaften, auch Wirtschaft und das Handwerk profitierten von der Zuwanderung.“

Zuwanderung habe es auch zu Zeiten der Industrialisierung im 19.Jahrhundert gegeben, fuhr Mast-Weisz fort. „Und nach dem zweiten Weltkrieg sind viele Menschen in die Bundesrepublik gekommen, weil sie aus ihrer Heimat vertrieben worden sind. Sie haben hier ihre neue Heimat gefunden, Familien gegründet, Kinder bekommen, gearbeitet, zum Wohlstand beigetragen. Gleiches gilt für all diejenigen, die ab den 1960-er Jahren als so genannte Gastarbeiter nach Deutschland und nach Remscheid gekommen sind. Eigentlich nur für eine kurze Zeit geplant, sind die meisten doch geblieben. Ohne diese Zuwanderung wäre unsere Stadt längst keine Großstadt mehr, ohne sie würden Wirtschaft und Handwerk, Dienstleistung und Verwaltung nicht funktionieren!“

Der Oberbürgermeister zeigte sich überzeugt davon, dass Zugewanderte haben unsere Stadt bereichert haben, weil sie sich engagieren sich in Vereinen, Religionsgemeinschaften, in der Kultur, für unsere Stadt engagieren und  somit zu einem gelungenen Miteinander mitwirken. All die Menschen zu integrieren, die in den vergangenen drei Jahren als Geflüchtete zu uns gekommen sind und dauerhaft hier bleiben, sei eine große Herausforderung, riesige Aufgabe. Die erfordere das Mitmachen aller. „Wir brauchen dabei auch die Hilfe von Bund und Land. Nicht nur aus finanziellen Aspekten. So ist es z.B. unabdingbar, dass wir ausreichend Lehrerinnen und Lehrer bekommen, die an unseren Schulen dafür Sorge trage, dass die Kinder aus den neuen Familien gute Startchancen haben. Wir brauchen die Bereitschaft der Wirtschaft, in unseren neuen Nachbarn Potentiale für ihre Unternehmen zu sehen, sie anzuleiten, auszubilden und ihnen gute Arbeitsplätze zu vermitteln.“

Leider habe sich in den vergangenen Monaten insbesondere in den sozialen Medien beim Thema Zuwanderung das Klima deutlich verschlechtert, fuhr der OB fort. Mittlerweile scheine es opportun zu sein, unter Nennung des eigenen Namens Hassmails, Beschimpfungen und Beleidigungen zu veröffentlichen.  „Verstärkt wird das dadurch, dass führende Mitglieder einer mittlerweile in vielen Landesparlamenten und im Bundestag vertretenden Partei dieses böse Klima noch schüren. Dem müssen wir mit aller Deutlichkeit entgegentreten. Wir dürfen nicht zulassen, dass der Politikstil der AfD salonfähig wird. Wir müssen für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung immer und überall eintreten. Sie ist kein Automatismus, die jüngere deutsche Vergangenheit hat doch gezeigt, wie schnell aus einer solchen Stimmung heraus eine undemokratische Regierungsform entstehen kann, die unser Land und ganz Europa in die Katastrophe geführt hat. Für  unsere Demokratie müssen wir alle Tag für Tag einstehen. Sie ist das Gerüst unseres Staates, ohne sie wäre es nicht mehr das Land, auf das wir zu recht alle stolz sein können. Ich bin stolz auf Pressefreiheit, ich bin stolz auf die Meinungsfreiheit, die auch solche Meinungen zulässt, die ich ausdrücklich nicht teile. Und ich bin überzeugt davon, dass wir Gegner unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung ausschließlich mit den Mitteln der Demokratie, mit den besseren Argumenten überzeugen müssen!“

Es gebe viele Möglichkeiten, sich in Remscheid aktiv an der Gestaltung der Zukunft unserer Stadt und unseres Landes zu beteiligen, so der OB: „Demokratische Parteien, Religionsgemeinschaften, viele Sport-, Kultur und Sozialvereine freuen sich über Mitmacherinnen und Mitmacher. Unsere freiheitlich demokratische Grundordnung, unsere Demokratie, unsere Stadt lebt vom Mitmachen!“

Demokratie ist kein Festzustand

Die Vermischung mit unterschiedlichsten Nationalitäten sei in Deutschland längst zur Normalität geworden, betonte Erden Ankay Nachtwein, die Vorsitzende des Integrationsrates. Und Mehrsprachigkeit sei heute ein Glücksfall für gute wirtschaftliche Entwicklungen in Europa.  Ungeachtet des Kulturkreises, aus der der Einzelne komme, seien alle verpflichtet, das deutsche Grundgesetz und die freiheitlichen Grundordnung zu achten und zu respektieren und danach zu leben und zu handeln. So sei ein friedliches Zusammenleben sichergestellt, ohne dass ein Neubürger seine Herkunft verleugnen müsse und er seine Traditionen und Lebenserfahrungen auch hier in Deutschland ausleben könne und dürfe. „Aber Demokratie ist kein Festzustand, sondern ein lebendiger und sich immer weiter zu entwickelnder Prozess, und die demokratische Grundordnung muss jeden Tag aufs Neue vorgelebt und verteidigt werden!“

Erden Ankay-Nachtwein zitierte dem amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy  mit den Worten „Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden" und stellte fest, dass Integration eine Gemeinschaftsaufgabe sei. „Wir sollten es gemeinsam anpacken! In diesem Sinne: Willkommen in unserer Stadt Remscheid und willkommen in der deutschen Gesellschaft, die vielfältig, multikulturell demokratisch und schön bunt ist!“

Viele unterstützen die Wochen gegen Rassismus

„“Wir laden auch im Jahr 2018 dazu ein, bei den Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Remscheid Gitter der Abschottung zu öffnen und Abwehrverhalten gegenüber Fremdem zu überprüfen. Wir möchten mit einer klaren Haltung Aggression die Stirn bieten und uns selber vor Verletzungen schützen können. Aber wir möchten zu mehr einladen: neue Formen der Zusammenarbeit zu erleben, uns an Verständigung und an gemeinsamen Aktionen zu erfreuen,” steht aus aktuellem Grund auf der Homepage des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums. Das könnte aber auch auf der Homepage jeder anderen  Remscheider Institution stehen, die sich in diesem Jahr an den „Wochen gegen Rassismus“ beteiligt, zu denen der „Interkulturelle Rat in Deutschland e.V.“ aufgerufen hat. Johannes Haun: "Uns liegt daran, die eigenen Auffassungen in Gesprächen zu schärfen und für eine menschenfreundliche Haltung in Remscheid weiter zu werben!"

Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Frankfurt engagiert sich auf Bundes-, Länder und kommunaler Ebene für das friedliche Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft und gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. In Remscheid gilt das auch für den Verein Remscheid Tolerant e.V., der auch für die diesjährigen Aktionswoche (bis zum 19. April) wieder zahlreiche Unterstützer gefunden hat. Das zeigt das Gruppenbild von der gestrigen Pressekonferenz, auf der das vielfältige Programm vorgestellt wurde: Von re. n. li. Kerstin Becklas (Caritasverband Remscheid), Wolfgang Luge (Lütteraten), Gabriela Pires Rodrigues (Willi-Hartkopf-Haus), Johannes Haun (Remscheid Tolerant/Ökumenische Initiative Lüttringhausen), Antonio Scarpino (SPD/Jungsozialisten), Olav Wiegand (stellv. Leiter des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums), Erden Ankay Nachtwein (Vorsitzende des Integrationsrates und des Fördervereins für Interkulturelle Entwicklung e.V.), Hans Lothar Schiffer (Remscheid Tolerant) und Rolf Haumann /Jugendreferent de Ev. Kirchenkreise Lennep). Sie alle traten dafür ein, dass unsere Gesellschaft nicht auseinander driftet. Und dafür sei in vielerlei Hinsicht vorurteilsfreie Kommunikation ein gutes Hilfsmittel. Davon wird es während der Aktionswoche, nach den angebotenen Themen zu urteilen, jede Menge geben. Auch das Jugendzentrum Kraftstation, die Gelbe Villa und eine Schülergruppe engagieren sich.

Intern. Wochen gegen Rassismus 2018 in RS

Samstag, 3.März, 18. Uhr, Evangelisches Gemeindehaus, Johann-Sebastian- Bach-Straße 18
Jugendgottesdienst zur Eröffnung der Ausstellung „Frieden geht anders“
Die Ausstellung ist dort bis zum 15. März dienstags bis donnerstags sowie nach Vereinbarung zu besuchen
(Anmeldung: Jugendreferent Rolf Haumann, 01523 4323709 oder per E-Mail: jugendreferat@kklennep.de.).
Mit „Frieden geht anders!“ wird anhand von sieben konkreten Konflikten aufgezeigt, wie mit unterschiedlichen gewaltfreien Methoden Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen verhindert oder beendet werden konnten. Die Beispiele stammen aus unterschiedlichen Weltregionen, doch die angewendeten Methoden sind grundsätzlich überall einsetzbar. Es liegt immer an den handelnden Personen, also durchaus auch an uns selbst, ob sie ergriffen werden. Besuch von Gruppen nach vorheriger telefonischer  Der Besuch ist für Schulklassen, Jugend- und Gemeindegruppen gut geeignet.
Veranstalter: Jugendreferat des Evangelischen Kirchenkreises Lennep, Auferstehungskirchengemeinde Remscheid Gemeindedienst für Mission und Ökumene Bergisches Land.  

Dienstag, 6. März, 19 Uhr, F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen, Gertenbachstr. 17
Vortrag: Honduras - Angriff auf die Demokratie
Referent: Dr. Pedro Morazán, SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene, Bonn
In Honduras haben am 26.11.2017 Wahlen stattgefunden. Das Ergebnis ist unter mysteriösen Umständen festgestellt worden: der alte soll der neue Präsident sein. Viele Menschen haben in Honduras dagegen protestiert. Es gab Plünderungen, Verletzte, Tote. Wie kann der Staat mit der pro Kopf höchsten Kriminalitätsrate der Welt neue Rechtssicherheit erlangen? Dr. Pedro Morazán war während der Wahlen und bis zum 18.12.2017 in Honduras. Er ist seit 1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter des profilierten Südwind- Instituts und berichtet auf Grund eigener Recherchen. Die Ökumenische Initiative Lüttringhausen unterhält seit vielen Jahren Handelsbeziehungen zur Frauenkaffeekooperative APROLMA in Marcala/ Honduras. Die indigene Bevölkerung dort wird durch mangelnde demokratische Rechte an die Seite gedrängt. Die Frauen beteiligen sich am Radioprogramm eines kleinen privaten Senders, um Informationen weiter zu geben. Kurz nach der Wahl wurden Sendemasten zerstört.
Veranstalter: Ökumenische Initiative Lüttringhausen e.V. in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/ Remscheid

Donnerstag, 8. März, 19 Uhr, F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen
Starke Frauen – Teil III: „Cairo 678"
Filmvorführung mit anschließender Diskussion
Bei dem Film „CAIRO 678“ geht es um Frauen in Kairo, die sich gegen sexuelle Belästigung zur Wehr setzen. Erzählt wird die Geschichte von drei Frauen aus unterschiedlichen sozialen Schichten Kairos, die Übergriffe von Männern nicht mehr stillschweigend hinnehmen, sondern die Täter vor Gericht bringen wollen. Der Film basiert auf realen Ereignissen und löste in Ägypten schon vor Beginn der Proteste auf dem Tahrir Platz Debatten über die Stellung der Frau in der ägyptischen Gesellschaft aus. Diese Veranstaltung setzt die Reihe „Starke Frauen“ der Remscheider SPD-Frauen und der Arbeitsgemeinschaft Migration & Vielfalt fort, die 2015 begonnen wurde. Der Eintritt ist frei!
Verantwortlich: Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und die Arbeitsgemeinschaft Migration & Vielfalt (AG MuV) der Remscheider SPD

Samstag, 10. März, 15 – 19 Uhr, Stadtteil- und Jugendzentrum „Die Schlawiner“, Klausen 22
„Weibsbilder - Die Fete“
Ein multikultureller Frauennachmittag mit Musikbeiträgen, verschiedenen Tänzen zum Mitmachen und künstlerischen Aktionen zum internationalen Frauentag.
Veranstalter: Interreligiöser Frauentreff Remscheid.

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Erste Baumaßnahmen in diesem Sommer

Für eine umfassende Neuausrichtung und Sanierung von Schloss Burg wurden seit 2012 wurden verschiedene Grundlagen erarbeitet, darunter ein Sanierungskonzept, konzeptionelle Leitideen für das Museum sowie ein Nutzungskonzept. Ergänzend haben sich die Eigentümer und der Schlossbauverein dazu verpflichtet, die Anlage inhaltlich, baulich und organisatorisch gemeinsam neu aufzustellen. Die Räte der Städte Wuppertal, Remscheid und Solingen sowie die Mitgliederversammlung des Schlossbauverein Burg a/d Wupper e.V. fassten Ende 2014/Anfang 2015 einen entsprechenden Grundsatzbeschluss. Seitdem habe es „erhebliche organisatorische, konzeptionelle und bautechnische Fortschritte gegeben“, hat die Stadtverwaltung Remscheid den politischen Gremien aktuell mitgeteilt und einen umfassenden Sachstandsbericht beigelegt.

Eigentümer der Anlage Schloss Burg a/d Wupper sind mit unterschiedlichen Anteilen die Bergischen Großstädte Wuppertal, Remscheid und Solingen. 1188 erbaut, wurde die Anlage in ihrer wechselvollen Geschichte mehrfach erweitert, umgebaut und schlussendlich weitgehend zerstört. Ab dem späten 19 Jahrhundert bis in die späten 1930er Jahre wurde die Anlage durch den Schlossbauverein Burg a/d Wupper e.V. abschnittsweise wieder erbaut und seitdem betrieben.

In einem ersten Projekt, dem sogenannten Ziel2.NRW-Projekt „Erlebnisraum Schloss Burg“, wurde ein Besucherzentrum sowie die dazugehörige moderne Infrastruktur geschaffen. Dieses Projekt wurde von 2013 bis 2015 umgesetzt. Direkt im Anschluss an das Ziel2.NRW-Projekt konnte durch die Aufnahme der Region in die Förderkulisse der GRW-Förderung eine Förderung für die Sanierung und Neuausrichtung von Bergfried und Grabentorhaus begonnen werden, die voraussichtlich im Mai 2018 abgeschlossen werden wird.

Die Einstufung der Anlage Schloss Burg a/d Wupper als national bedeutsames Denkmal konnte erreicht werden durch die Entscheidung  der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, die aus Mitteln des Bundes in Höhe von 15 Mio. € zu fördern, und ergänzend durch Mitteln der Städtebauförderung durch das Land Nordrhein-Westfalen in Höhe von rund 5,44 Mio. €. Die entsprechenden Eigenanteile der Eigentümerstädte wurden in den jeweiligen Haushaltsplanungen berücksichtigt. Für die Projekte der Städtebauförderung wurden bereits Förderanträge gestellt und auch bewilligt. Die Sanierung der äußeren Umfassungsmauer und des Schulhaus wird derzeit vorbereitet, mit ersten Baumaßnahmen kann im Sommer 2018 gerechnet werden.

Für die Bundesförderung werden im Laufe des Jahres die planerischen Grundlagen für einen Förderantrag vorbereitet, der Anfang 2019 eingereicht werden soll. Hierzu werden derzeit europaweit geeignete Architektur- und Ingenieurbüros gesucht, die gemeinsam und abgestimmt die Gebäudeplanung, die Planung der technischen Ausrüstung, die Planung des Freiraums sowie des Museums entwickeln und die dazugehörigen Kosten definieren werden. Nach Abschluss dieser Entwurfsplanungen können weitere Maßnahmen, Bauabschnitte und Bauphasen definiert werden. Ein wesentliches Ziel ist neben der Umsetzung der erforderlichen baulichen und technischen Maßnahmen die Sicherstellung eines dauerhaften Betriebs der Anlage auch während der Umsetzung.

Stadtverwaltung prüft Sport-Gutschein für I-Dötze

Für die Sitzung des Rates am Donnerstag hatten die Fraktionen von SPD, Bündnis 90 Die Grünen und DIE LINKE sowie die Ratsgruppe der W.i.R beantragt, ab dem Schuljahr 2018/19 sollte jede Schülerin / jeder Schüler bei der Einschulung für ein Schuljahr einen Gutschein der Stadt Remscheid für die Teilnahme an einem frei gewählten Sportangebot Remscheider Sportvereine. Unter Einbeziehung von Sportbund und Sportvereinen möge die Verwaltung zu einer der nächsten Ratssitzungen ein Durchführungs- und Finanzierungskonzept vorlegen und darin Antwort geben zum finanziellen Aufwand, den personellen Möglichkeiten der Umsetzung, der Behandlung von Kindern, die heute schon in einem Verein angehören und dort Beiträge bezahlen, und eventuellen langfristigen Anreize über das Jahr der Förderung hinaus. Und die CDU-Fraktion ergänzte den Antrag in der Sitzung um die Frage, ob alle Kinder den Gutschein erhalten sollen, also auch jene, die bereits BuT-Leistungen erhalten. In dieser Form wurde der Prüfauftrag einstimmig angenommen. Zuvor hatte Wolf Lüttinger betont, in erster Linie stünden hier auch der Sportbund Remscheid und die Sportvereine in der Verantwortung.

Die Begründung des Antrags: Die Förderung von Bewegung und Motorik bei Kindern diene dem gesunden Aufwachsen, der Prophylaxe vor später auftretenden gesundheitlichen Problemen, wirke aber auch bereits vorhandenen motorischen Defiziten entgegen. Einige Städte in NRW – z.B. Dortmund und Duisburg - hätten diese Idee der Sportförderung bei Einschulungskindern bereits mit positiver Resonanz umgesetzt.
Am weiteren Beschlussverfahren sollen Sport- und Schulausschuss beteiligt sein.

Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Duales Studium Soziale Arbeit. Dem zunehmenden Bedarf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Allgemeinen Sozialdienst der Stadt Remscheid steht nur eine begrenzte Zahl an hierfür ausgebildeten Sozialarbeitern/innen gegenüber. Daher bietet die Stadt Remscheid zum 15. August 2018 erstmals zwei Duale Studienplätze „Soziale Arbeit“ mit Abschluss Bachelor of Arts an. Das Angebot richtet sich an Interessierten, die zum Ausbildungsbeginn die Allgemeine Hochschulreife oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand (zum Beispiel vollständige Fachhochschulreife) besitzen, Interesse an pädagogischen und psychologischen Fragestellungen haben und über Verantwortungsbewusstsein, Spaß am Umgang mit Menschen, Aufgeschlossenheit, Empathie, Kooperations- und Teamfähigkeit sowie Flexibilität und Belastbarkeit verfügen. Bewerbungsschluss ist der 16. März.

Deutsches Röntgen-Museum mit neuer Webseite. Die neue Webseite des Deutschen Röntgen-Museums ist online: http://roentgenmuseum.de/.  Sie punktet mit modernem Lifting und verbesserten Anwendungsmöglichkeiten. Eiin modernes Layout erleichtert Orientierung und Handling, verbesserte Navigation macht das Auffinden gewünschter Informationen rund um den Museumsbetrieb spielend einfach. Mit wenigen Klicks sind sämtliche Informationen gefunden, die Gäste für einen entspannten Besuch im Museum oder im angeschlossenen Röntgen-Geburtshaus benötigen.  

Schonfrist für Gehölze beginnt im März. Der Fachdienst Umwelt - untere Naturschutzbehörde - erinnert daran, dass bald die Brutzeit der Vögel beginnt. Vom 1. März bis zum 30. September dürfen Bäume, die außerhalb des Waldes oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze – hierzu zählen auch verholzende Kletterpflanzen - nicht beseitigt, abgeschnitten oder bis auf den Stock zurückgeschnitten werden. Brütende Vogelarten werden so geschützt und Gehölze als saisonale Brutplätze bleiben erhalten. Das Blütenangebot für Insekten wird während des Sommerhalbjahres sichergestellt. Für stärkere Schnittmaßnahmen sollten nun die letzten verbleibenden Tage im Februar genutzt werden. Schonende Form- und Pflegeschnitte, mit denen der jährliche Zuwachs der Pflanzen beseitigt wird oder Bäume gesund gehalten werden, sind ganzjährig bei Beachtung des

Neuer Termin für den „Sonntag in Orange 2018“ der TBR. Das Länderspiel Deutschland – Mexiko, welches am 17. Juni bereits um 17 Uhr angepfiffen wird, ist eine zu große Konkurrenz für die beliebte Familienveranstaltung der TBR. Wegen dieser „schönsten Nebensache der Welt“ haben sich die TBR daher entschlossen, den Termin für den „Sonntag in Orange“ (Nordstraße 48, ab 11Uhr) um eine Woche nach hinten auf den 24. Juni zu verschieben. Die Vorfreude wird somit um eine Woche verlängert. (Achtung also: Der Hinweis zum Sonntag in Orange 2018 auf der Gebühreninformation zum Grundabgabenbescheid ist nicht mehr aktuell! Auch wer sich den Abfuhrkalender 2018 bis vor kurzem für das ganze Jahr ausgedruckt hat, sieht dort noch das mittlerweile überholte Datum. Dies wurde natürlich zwischenzeitlich angepasst.

Spätere Termine/Veranstaltungen auf der nächsten Seite:

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Noch freie Plätze in Lehrgang für Bootssportler

Pressemitteilung der der Biologischen Station Mittlere Wupper

Mit dem Frühling starten nun auch wieder die eintägigen Kurse der Biologischen Station Mittlere Wupper zur ökologischen Qualifzierung von Bootssportlern auf der Wupper. Seit dem 15.Dezember 2014 ist der Landschaftsplan “Burscheid und Leichlingen” des Rheinisch-Bergischen-Kreises rechtskräftig. In diesem ist verankert, dass das Befahren der Wupper im FFH-Gebiet „Wupper von Leverkusen bis Solingen“ nur gestattet ist, wenn eine entsprechende naturschutzbezogene Qualifikation nachgewiesen werden kann. Ziel der Kurse ist, den Bootssportlern die Besonderheiten des Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebietes näher zu bringen und sie für den Lebensraum Wupper zu sensibilisieren, um so ein rücksichtsvolles Fahrverhalten zu erzielen. Naturerlebnis auf dem Wasser im Einklang mit dem Schutz der empfindlichen Natur, lautet hierbei die Devise. Durch die Teilnahme an dem Kurs erwerben die Teilnehmer nicht nur die Qualifizierung, um in diesem sensiblen Wupperabschnitt Kanu fahren zu dürfen, sondern sie lernen eine Menge über die Tier- und Pflanzenwelt des Mittelgebirgsflusses und können diese auch besser beobachten und genießen. 

Der Kurs auf der Wupper am Freitag, 2. März, und Freitag, 9. März, in dem noch wenige freie Plätze zur Verfügung stehen, wird federführend von der Biologischen Station Mittlere Wupper in Kooperation mit den Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln, dem Wupperverband, den Unteren Naturschutzbehörden der Städte Remscheid, Solingen und Leverkusen sowie des Rheinisch-Bergischen Kreises, der Biologischen Station Rhein-Berg und der NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln angeboten. Der Kurs richtet sich sowohl an professionelle Anbieter von Kanutouren, als auch an Personen, die eine private Kanutour auf der Wupper unternehmen wollen. Er beginnt um 10 Uhr und gliedert sich in einen theoretischen Teil am Vormittag und einen praktischen Teil am Nachmittag. Die Teilnehmergebühr beträgt 20 Euro. Eine Anmeldung ist bei der Biologischen Station Mittlere Wupper ausschließlich telefonisch unter Tel. 0212 – 254 27 27 von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 Uhr bis 12 Uhr möglich. Im zweiten Halbjahr 2018 werden weitere Kurse von der Biologischen Station Mittlere Wupper angeboten. Hierüber wird die Biologische Station rechtzeitig informieren.

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Resolution zur Aufwertung des Seniorenbeirats

Wohlwollend bis neutral reagierten Sprecher von Ratsgruppen und -fraktionen in der gestrigen Ratssitzung auf eine Resolution des Beirates für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen, die dieser auf einer Klausursitzung ausgearbeitet hatte. Vorgetragen wurde sie von Friederike Pohl, der Vorsitzenden des Beirats:

  • Der Beirat für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen fordert den Rat der Stadt auf, die Gleichbehandlung der Beiräte der Stadt sicherzustellen, indem auch für den Beirat ein Budget in Höhe der anderen Beiräte eingerichtet wird.
  • Die Stelle des Behindertenbeauftragten war vor Jahren eine Vollzeitstelle, wurde dann auf eine halbe Stelle gekürzt und ist nunmehr durch die Erweiterung um die Funktion des Seniorenbeauftragten praktisch zur Viertelstelle geworden. Der Beirat für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen fordert den Rat der Stadt Remscheid auf, die Stelle des Behindertenbeauftragten wieder zur Vollzeitstelle aufzustocken.
  • Die städtischen Beiräte zur Vertretung der Interessen der Senioren und der Menschen mit Behinderung haben viele Berührungspunkte und gemeinsame Schnittmengen. Um eine effizientere Arbeit der Beiräte zu gewährleisten, fordert der Beirat für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderung des Weiteren, die Verantwortlichkeit für Seniorenbeirat und Beirat für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen in einem Dezernat zusammenzufassen, vorzugsweise im Dezernat II (von Thomas Neuhaus).
  • Inklusion bedeutet die Ermöglichung umfassender Teilhabe aller Menschen, auch der mit Behinderung, an allen gesellschaftlichen Aktivitäten. Stellungnahmen zu sämtlichen politischen Fragestellungen sollten somit unter dieser Voraussetzung selbstverständlich sein, auch in städtischen Ausschüssen und anderen Gremien. Es ist heutzutage nicht mehr plausibel, weshalb sich Vertreter der Beiräte nicht zu allen Themen sollten äußern dürfen, auch wenn diese sich nicht um Barrierefreiheit im engeren Sinne drehen. Von der Entwicklung in einer Stadt und deren zukünftige Gestaltung sind alle Menschen betroffen, auch und in vielen Fällen besonders Menschen mit Behinderung. Wer die UN-Behindertenrechtskonvention ernst nimmt, kann sich dieser Erkenntnis nicht verschließen und sollte entsprechende Maßnahmen ergreifen, die dies möglich machen.
  • Der Beirat für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen fordert, die Hauptsatzung dahingehend anzupassen, dass entsandte Mitglieder der Beiräte in allen Bezirksvertretungen und Ausschüssen zu allen anstehenden Tagesordnungspunkten / Themen ein Rede- und Fragerecht haben.

"Die Verwaltung wird über alle Punkte beraten“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zu. „Wir sichern volle Unterstützung zu“, kam von Fritz Beinersdorf, dem Fraktionsvorsitzenden der Linken, während der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf eine „intensive Beratung der Anliegen auch im Zusammenhang mit dem nächsten Doppelhaushalt der Stadt“ versprach. Dass es noch „einige rechtliche Aspekte zu prüfen gelte“, gab Beatrice Schlieper, Sprecherin der Grünen, zu bedenken, hielt die Anliegern aber „im Grundsatz absolut für berechtigt“. Auch W.i.R. (Thomas Brützel) und FDP (Wolf Lüttinger) sagten eine Beratung der Forderungen zu, wobei Lüttinger ergänzte, die FDP werde sie „wenn möglich unterstützen“.