Die tarifvertraglichen Verbindlichkeiten der Stadt Remscheid für die Bergischen Symphoniker in Höhe von maximal ca. 13 Millionen Euro verteilen sich auf einen Zeitraum von 13 Jahren (2012 - 2025). „Wie verteilen sich die Ausgaben bezogen auf die einzelnen Jahre?“ war eine von mehreren Fragen der Wählergemeinschaft W.i.R., auf die die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses eine Antwort gab. Zitat:
„Die Verwaltung hat die vorliegenden Angaben nochmals mit der Geschäftsführung der Bergischen Symphoniker rückgekoppelt. Demnach würde sich die Belastung so verteilen, dass im ersten Jahr einer Auflösung des Orchesters von Seiten der Stadt Remscheid 1,2 Millionen € aufzuwenden wären. Dieser Betrag würde sich bis zum Ende des Abschmelzungsprozesses kontinuierlich auf 0 € verringern. (Eine die exakte Belastung jedes einzelnen Jahres ausweisende Tabelle liegt der Verwaltung derzeit noch nicht vor. Zu berücksichtigen ist außerdem …, dass zu den genannten 13 Millionen € noch weitere Zahlungsverpflichtungen für zu treffende Abfindungsregelungen der Orchestermitarbeiterinnen und - mitarbeiter ohne Rückkehrrecht hinzukämen. Diese wären - je nach hier nicht genau zu bestimmender Konstellation bei der Auflösung der Gesellschaft - in einer Größenordnung von 0,5 Mio. € [einmalig] zusätzlich zu veranschlagen.) Die der Einsparung des jährlichen Betriebskostenzuschusses (zwei Millionen €) gegenüberstehende Belastung (1,2 Millionen €) würde dann im ersten Jahr eine Entlastung des städtischen Haushalts von 800.000 € ergeben, die über die Dauer des Abschmelzungsprozesses kontinuierlich auf zwei Millionen € jährlich ansteigt.“ (Die komplette Antwort der Verwaltung, dem Haupt- und Finanzausschuss am 19. Januar vorgelegt, finden Sie hier: http://tinyurl.com/7xoz4my)

Dass die Landesregierung über ein Designer Outlet Center auf der grünen Wiese in Lüttringhausen (noch) anders denkt als Rat und Verwaltung unserer Stadt, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Entmutigen lassen sich die Befürworter des DOC davon allerdings nicht. Das gilt auch für die 45 Remscheider Wirtschaftsjunioren mit Thorsten Kapitza (Sprecher), Constanze Epe, Kristina Kreutzer und Dr. Peter Dültgen an der Spitze. Sie sind davon überzeugt: Die breite Zustimmung der Remscheider Bürger zu dem Projekt könne man in Düsseldorf nicht ignorieren. Kapitza: „Das DOC bewegt die Menschen unabhängig von ihren parteipolitischen Präferenzen! Es herrscht in Remscheid endlich wieder Aufbruchstimmung!“ Auch in den Parteien – „jenseits von in der Vergangenheit oft parteipolitisch geprägten gegenseitigen Blockaden“, so die Wijus. „Gemeinsame Aktionen der Parteien und Fraktionen pro DOC werden den Bürgerinnen und Bürgern positiv aufgenommen und von Seiten der Wirtschaft und der Wirtschaftsjunioren unterstützt!“
Für März plant der Wiju-Vorstand zum DOC eine eigene Veranstaltung. Constanze Epe: „Wir wollen unsere Kontakte zu den Ratsfraktionen intensivieren und versuchen, partnerschaftliche Ansätze für eine kommunale Wirtschaftspolitik zu finden.“ Dazu zählten im vergangenen Jahr auch die „Hospitanzen“, zu denen Wirtschaftsjunioren in städtische Ämter kamen – und mit ganz neuen Erkenntnissen über deren Arbeit wieder heraus. In Fortsetzung dieses „KnowHow-Transfers“ werden die Amtsleiter in diesem Jahr in Unternehmen der Wirtschaftsjunioren willkommen sein. Teil der Wirtschaftspolitik der Wijus ist auch die Forderung nah einer Öffnung der unteren Alleestraße für den Fahrzeugverkehr. Ihr Eindruck: In Düsseldorf werde auf die Bremse getreten. Ebenso unbefriedigend empfinden Sie die andauernde Zitterpartie um die Zukunft der Bergischen Symphoniker. Dr. Peter Dütgen: „Sehr viele Führungskräfte Remscheider Firmen wohnen gar nicht in unserer Stadt, sie pendeln lieber, als dass sie umziehen. Und es ist auch schwierig, jüngere qualifizierte Mitarbeiter von auswärts nach Remscheid zu holen. Um wie viel schwieriger würde dann die Mitarbeitersuche werden ohne Theater oder Orchester!?“ Wobei die Wijus die Finanzprobleme und den Sparzwang der Stadt nicht verkennen. Constanze Epe hat sich vorgenommen, auch dieses Thema am „Runden Tisch der Wirtschaft“ anzusprechen. Denn wenn das Orchester für die heimische Wirtschaft ein wichtiger Standortfaktor ist, dann müsse man in den Firmen auch über ein finanzielles Engagement nachdenken.
Viel ehrenamtliche Arbeit wollen die Wirtschaftsjunioren auch in diesem Jahr wieder in ihre bewährten Projekte investieren, im Arbeitskreis Schule/Wirtschaft etwa in das Bewerbungstraining für Schülerinnen und Schüler. Derzeit nutzen sieben weiterführende Schulen das Angebot, Bewerbungsmappen durch den Arbeitskreis prüfen und bewerten zu lassen. Bei der Rückgabe der Mappen in den Schulen erhalten die Schüler/innen so manchen wertvollen Tipp aus der Praxis. Weiterhin organisiert der Arbeitskreis Firmenbesichtigungen für Lehrer und interessierte Schüler, um die Vielfältigkeit Remscheider Betriebe aufzuzeigen und den Jugendlichen die Berufsauswahl womöglich zu erleichtern.
Bereits im sechsten Jahr wird das Projekt „Wortschatz“ über eingesammelte Spenden finanziert. Das Projekt unterstützt Kinder mit mangelndem Sprachvermögen. Sie erhalten Zusatzunterricht von geschultem Personal in Abstimmung mit den Lehrern. Der Arbeitskreis ist Ansprechpartner für alle organisatorischen Fragen. Ferner kümmert sich der Arbeitskreis um den bundesweiten Schülerwettbewerb „Wirtschaftswissen im Wettbewerb", ein Schülerquiz. In Remscheid werden die erden die besten drei Schüler/-innen gekürt. Der Gewinner darf dann im März am Bundesfinale teilnehmen. Wiederholt werden soll im September dieses Jahres die (2010 gelungene) Aktion „Wirtschaft erleben - Remscheider Unternehmen öffneten ihre Pforten“. Und der Wiju-Vorstand ist zuversichtlich, dass dann die Zahlen aus 2010 (80 teilnehmende Firmen und ca. 8.000 Besucher) noch übertroffen werden können. Thorsten Kapitza: „Wir möchten den Bürger/innen die heimische Wirtschaft näherbringen. Die regionale Wirtschaft hat viele Besonderheiten, die zumeist im Verborgenen liegen und an diesem Tag einer breiten Öffentlichkeit gezeigt werden können. Für Jugendliche ist es eine einmalige Chance, Ausbildungsbetriebe kennenzulernen und sich vorzustellen!“ Ferner steht in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der IHK und den „lokalen Bündnissen“ der drei bergischen Großstädte eine vierteilige Vortragsreihe zum Thema "Fachkräfte für familienfreundlichen Unternehmen" auf dem Plan der Wijus. In allen drei Städten wurde bereits je ein Unternehmen angefragt, das durch familienfreundliche Personalpolitik in der Vergangenheit auf sich aufmerksam gemacht hatte. Diese Firmen sollen über ihre Arbeitsmodelle berichten.

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 Ein „abwechslungsreiches Programm mit vielen neuen Kursangeboten“ verspricht VHS-Leiterin Nicole Hauser-Grüdl (Foto links) für das am Montag beginnende 1. Semester 2012. Ein umfangreiches VHS-Programm in einer Zeit knapper Finanzen, in der andere Volkshochschulen reduzieren müssen? Die Erklärung verpackte Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann gestern in ein Kompliment: Nicole Hauser-Grüdl sei ein Programm gelungen, das „zielgruppenorientierter, inhaltlich verdichteter und wirtschaftlich effektiver“ sei als vor ihrer Zeit. Ein VHS-Kursus ist nach dem Verständnis der VHS-Leiterin dann wirtschaftlich tragbar, wenn er über die Kursgebühren das Dozentenhonorar deckt nebst einem fünfprozentigen Verwaltungsaufschlag. Mindestens zehn Teilnehmer pro Kurs sollten es schon sein. Früher fanden Kurse auch mit sechs Teilnehmern statt, wobei vier dann jeweils noch ein Kind (mit der üblichen Entgeltermäßigung von 35 Prozent) anmeldeten, die aber in der Regel dann nie erschienen. Von dieser „köllschen Lösung“ hat sich Nicole Hauser-Grüdl inzwischen verabschiedet.
Dass nicht nur die schlanke Aufmachung des Programmheftes, vor zwei Jahren eingeführt, beim Publikum ankommt, sondern auch der Inhalt, beweist die Zahl der Anmeldungen. Die liegt schon jetzt deutlich über der des Vorjahres. Und dabei hat der 2011 eingeführte „Tag der langen Anmeldung“ noch gar nicht stattgefunden. In diesem Jahr ist er für Mittwoch, 1. Februar, von 14 bis 19 Uhr fest eingeplant. Im Übrigen sind Anmeldungen wie folgt möglich:
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persönlich in der Volkshochschule, Elberfelder Str. 32, Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, Dienstag von 14 bis 17:30 Uhr und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr.
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telefonisch unter Tel. RS 16 - 27 86 (dann muss am 1. Kursabend eine schriftliche Anmeldung nachgereicht werden)
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schriftlich (42853 Remscheid) unter Benutzung der Anmeldekarte,
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im Internet unter: www.vhs.remscheid.de.
Aus dem 140 starken Programmheft ein paar Highlights herauszupicken, ist gar nicht so leicht. Denn in jedem der neun Fachbereiche findet sich Bemerkenswertes. Etwa die neue Aufteilung der Nähkurse (Einsteiger, Kinderbekleidung, Modedesign, Kreatives und „Stricken wie im Mittelalter“. Beim so genannten „Nadelbinden“ kann beispielsweise eine Handytasche entstehen) oder im Fachbereich „Gesundheit“ drei Kurse, die Kenntnisse vermitteln über Hundephysiotherapie und – homöopathie bzw. „Massagen für und mit Hunden“. Bei den Fremdsprachen finden sich interessante Anwendungskurse – ein Schwebebahn-Sighseeing auf Englisch und ein Spiele- und Krimi-Abend auf Spanisch.
Unter denjenigen, die an der Volkshochschule Remscheid Niederländische lernen wollen, sind auch zahlreiche Junge Leute, Studenten, die im Nachbarnand studieren (wollen), um so dem deutschen numerus clausus zu entgehen. Pech, dass eine Sprachlehrerin für Niederländisch, inzwischen weit über 80, aufgehört hat, eine andere sich mehr um die Kindererziehung kümmern möchte und eine dritte erkrankt ist. Auch deshalb enthält das Programmheft 2012 eine Stellenanzeige in eigener Sache: „Um unser breit gefächertes Kursangebot aufrecht erhalten und weiter ausbauen zu können, sind wir stets an motivierten neuen Kursleitenden sowie guten Ideen für innovative Kursangebote interessiert. Aktuell suchen wir Dozentinnen und Dozenten für Englisch, Niederländisch, Italienisch und Japanisch, für den künstlerischen und kaufmännischen Bereich sowie für die Bereiche EDV und Politik!“
Fest steht, dass die Studienreise nach Rom (9. bis 13. Mai) auf jeden Fall stattfinden wird; dafür haben sich bereits 23 Remscheider angemeldet. Dagegen wird – bei bislang nur einer Anmeldung – die „Schreibkompetenzerweiterung für Schüler/innen mit Migrationshintergrund“ höchstwahrscheinlich ausfallen. Ob hier die Klassenlehrer/innen es versäumt haben, Jungen und Mädchen mit entsprechendem Nachholbedarf auf das Angebot aufmerksam zu machen? An der VHS kann es jedenfalls nicht gelegen haben; sie hatte in den Schulen eigens hierfür gedruckte Flyer verteilt.
„Wein und Literatur im Garten der städtischen Galerie“ ist für den 29. Juni bei hoffentlich trockenem Wetter geplant. Nur eine von mehreren Veranstaltungen an gleicher Stelle. Nicole Hauser-Grüdl: „Kunstliebhaber werden mit dem neuen Frühjahrsprogramm auf ihre Kosten kommen. Im Rahmen einer neuen Kooperation mit der Städtischen Galerie werden ab März 2012 kunstgeschichtliche Führungen und Workshops zu aktuellen dortigen Ausstellungen angeboten.“ Des Weiteren wird es im Juni eine zweitägige Museumsfahrt nach Frankfurt und am 29. April erstmals eine Fahrt zum Starlight Express - dem weltweit erfolgreichsten Musical aller Zeiten - nach Bochum. In den Bereichen Musik und Tanz bietet die VHS zum ersten Mal einen Workshop zum Erlernen des Panflöten-Spielens an (geeignet für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 8 Jahren) sowie Kurse für Erwachsene in Ballett, Modern Dance und Zumba.
Was den Brandschutz in den Remscheider Schule angeht, ist Ruhe und Gelassenheit anzuraten. Manche Aktionen, von denen in jüngster Zeit in den Printmedien zu lesen war (Entfernung von Schwarzen Brettern mit brennbaren Papieren) lassen eher Hysterie vermuten. Wohl auch wegen Dezifiten bei der Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung – wieder einmal. In dieser Situation kommt eine Anfrage der Wählergemeinschaft W.i.R. zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 9. Februar gerade recht. Weil Fraktionsgeschäftsführer Roland Kirchner sein Archiv mit Mitteilungs- und Beschlussvorlagen der Verwaltung akribisch führt, fand er ohne langes Suchen eine Beschlussvorlage vom 18.10.1999, wonach die Politik damals für Brandschutzmaßnahmen in städtischen Gebäuden die stolze Summe von 7.088.500 DM bereitgestellt hat. Vor dem Hintergrund der neuerlichen, für unabwendbar erklärten Millioneninvestitionen in den Brandschutz bittet die W.i.R.-Fraktion um schriftliche Beantwortung folgender Fragen:
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Welche Maßnahmen wurden für welche Gebäude mit welchen Einzelausgaben wann umgesetzt?
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Wurden Gelder für anderweitige Projekte verwendet? Wenn ja, wofür?
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Warum taucht ein großer Teil der in der Vorlage von 1999 genannten Maßnahmen heute erneut als „umgehend umzusetzen“ in den neuen Brandschutzberichten auf?
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Wurden im Zuge des Konjunkturpaketes II Brandschutzmaßnahmen umgesetzt? Wenn ja, welche mit welchem Kostenanteil?
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Wurden seit 1999 Gesetze oder Verordnungen verschärft? Wenn ja, mit welchen Folgen?
In der Begründung ihrer Anfrage zitiert die W.i.R. aus der Niederschrift zu den Ratssitzungen vom 31.1.2000 und vom 28.2.2000: „Auf Vorschlag von Stadtkämmerer Müller wurde folgender Zusatz in die Beschlussvorlage aufgenommen: Die Mittel stehen ausschließlich für Zwecke des Brandschutzes, wie in den Brandschutzberichten gefordert zur Verfügung“. Auf Nachfrage von Ratsmitglied Gühne teilte Herr Müller mit: Die Maßnahme wird seitens der Verwaltung für unabweisbar gehalten.“
Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf
„Mit dem Haushaltsentwurf 2012 erhöht das Land die Planungs- und Finanzierungssicherheit für den Ausbau von Kitaplätzen für die Unterdreijährigen bei uns in Remscheid. In den Jahren 2012 und 2013 können wir insgesamt mit 926.842 Euro aus Landes- und Bundesmitteln rechnen“, erklärte der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf am Rande des Landtagsplenums in Düsseldorf. Noch in der vorigen Woche trafen sich Sven Wolf und der Kinder- und Jugendpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Wolfgang Jörg, mit Trägervertretern und Leiterinnen und Leitern der Remscheider Kindertageseinrichtungen zum Gespräch. Jetzt liegen zumindest konkretere Zahlen auch für Remscheid vor. „Das sind weitere Schritte in die richtige Richtung, aber über den Berg sind wir damit in Remscheid noch nicht. Die Frist zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Platz für die ein- und zweijährigen Kinder am 01. August 2013 rückt immer näher. Das bedeutet für alle Beteiligten eine enorme Herausforderung. Die Landesregierung hält Wort. Das Land hat Remscheid mit dem Landesprogramm für den Kita-Ausbau bereits in den beiden vergangenen Jahren unter die Arme gegriffen und setzt auch fort. Die Versäumnisse des Landes in der Zeit seit 2007 können wir aber leider nicht so schnell in den Griff bekommen“, so Wolf.
„Es wäre besser, wenn der Bund statt 2 Milliarden für das Betreuungsgeld aus dem Fenster zu werfen, nochmal den Kommunen unter die Arme greifen würde. Das wäre pädagogisch sinnvoller“ appelliert Wolf in Richtung Berlin. Mit der Verabschiedung des neuen Haushalts im März stünden dem Jugendamt zunächst für 2012 Landesmittel in Höhe von 231.710 Euro zur Verfügung. Für das Jahr 2013 gibt das Land eine verbindliche Zusage über weitere 260.674 Euro, so dass auch damit verlässlich geplant werden kann. Darüber hinaus hat die Landesregierung die Weitergabe der Bundesmittel auf den Weg gebracht: Für Remscheid wurden 434.457 Euro bewilligt, die ab sofort zur Verfügung stehen. Der akute Bedarf beläuft sich nach den letzten Mitteilungen in Remscheid auf rund 1,7 Millionen Euro.
Pressemitteilung der Bergischen Symphoniker
Am Dienstag, 7. Februar 2012 im Konzertsaal in Solingen und am Mittwoch, 8. Februar 2012 im Teo Otto Theater in Remscheid findet jeweils um 20 Uhr das 6. Philharmonische Konzert der Bergischen Symphoniker statt. Zuerst erklingt „Ein Saalzburger in New York“ von Bernd Wilden. Der Kirchenmusiker, Chorleiter, Kapellmeister und Komponist Bernd Wilden bedient sich bei diesem Stück Gershwins Tondichtung „Ein Amerikaner in Paris“. Unverkennbar findet sich in Wildens Komposition aber auch Musik aus der Oper „Die Zauberflöte“ von Mozart wieder, mitunter verfremdet und typisch amerikanisch. Im Anschluss spielt das Orchester das Konzert für Schlagzeug und Orchester von André Jolivet, einer der wenigen Konzerte für Soloschlagzeuger. Der Solist Simon Roloff aus den Reihen der Bergischen Symphoniker wechselt von Satz zu Satz auf ein anderes Hauptinstrument. Eine beeindruckende Darstellung auch ausgefallener Schlaginstrumente. Nach der Pause schließt das Konzert mit der Symphonie Nr. 99 in Es-Dur von Joseph Haydn. Das Werk gehört zu den berühmten „Londoner Sinfonien“ und ist die erste Symphonie, in der Haydn Klarinetten verwendete. Einführungsvorträge zu beiden Konzerten hält Ulrich Mutz jeweils um 19.15 Uhr. Karten für das Solinger Konzert sind erhältlich ab 15,60 Euro unter der Telefonnummmer 0212 / 20 48 20. Karten für das Remscheider Konzert sind erhältlich ab 18 Euro unter Tel. RS 16-2650. (Manuela Scheuber)

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„Fahren bald wieder Pkw auf der unteren Alleestraße“, fragte der Waterbölles am 14. September und zitierte aus einer Beschlussvorlage für die Bezirksvertretung Alt-Remscheid und den Rat der Stadt, wonach „die Verwaltung beauftragt (wird), die Voraussetzungen für die Öffnung der unteren Alleestraße vom Markt bis zur Wilhelm-Schuy-Straße unter der Bedingung zu schaffen, dass die Finanzierung (…) einschließlich Einrichtung der neuen Verkehrsführung den Haushalt der Stadt Remscheid nicht belastet, sondern von Dritten geleistet wird." Entsprechend fiel dann am 13. Oktober der Ratsbeschluss aus. Damit war die der Bedingung der Kostenneutralität festgeschrieben. Seitdem kommt es darauf an, ob und in welcher Höhe die Landesregierung Zuschüsse zurückfordert, die beim Bau der Fußgängerzone nach Remscheid geflossen sind. Die Verwaltung hat jedenfalls den Auftrag, das Thema erst wieder auf die Tagesordnung zu setzen, wenn die Finanzierung steht und die Bezirksregierung sich bezüglich eventueller Rückforderungen gemeldet hat. So lautete ihr Auftrag aus der September-Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.
Neben den Wirtschaftsjunioren, die die Öffnung der unteren Alleestraße für den Fahrzeugverkehr aktiv betreiben, scharrt inzwischen auch der Marketingrat Innenstadt unter dem Vorsitz von Ralf Wieber ungeduldig mit den Hufen. Doch noch immer ist nicht abzusehen, wann in Düsseldorf bezüglich der Rückforderungen eine Entscheidung fällt. Auch ein Brief von Regierungspräsidentin Anne Lütkes vom 16. Dezember an den SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf, von dem dieser jetzt den Marketingrat informierte, weckt keine Hoffnung auf eine schnelle Lösung. Darin wertet Lütkes die probeweise Öffnung der Alleestraße für Pkw zwar als einen Versuch, „Funktionsverlusten wie Ladenleerstände, wenig Fußgängerfrequenz usw.“ entgegenzutreten, „deren Ursachen vielfältig sein mögen“. Zugleich aber betont sie, der Stadt Remscheid sei klar, dass es bei Projekten, die das Land fördere, auf Nachhaltigkeit ankomme. Und das bedeute für die Fußgängerzone Alleestraße eine nach den damaligen Richtlinien festgesetzte Zweckbindung von 25 Jahren. Diese Frist laufe, die probeweise Öffnung berücksichtigt, erst im Oktober 2023 aus.
Am 16. August 2011 hatte die Stadt die Regierungspräsidentin schriftlich um Angabe des zu erstattenden Förderbetrags im Falle einer dauerhaften Öffnung gebeten. „Eine Einzelfallentscheidung“, so die Regierungspräsidentin in ihrem Brief an Sven Wolf, zu der sie wegen der grundsätzlichen Tragweite jedoch das zuständige Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen ( MWEBWV) um Zustimmung gebeten habe. Die Antwort des Ministeriums, sprich: von Minister Harry K. Voigtsberger stehe noch aus. Übrigens: Welche Vorgehensweise die Regierungspräsidentin dem Minister vorgeschlagen hat, sagt sie in ihrem Brief nicht.
Ein Mann hat in den unruhigen 1920er Jahren besonders nachhaltig für Remscheid gewirkt: Moritz Böker, der Bruder des Straßenbahn- und Talsperrenförderers, der geistige Kopf der Bergischen Stahlindustrie und Erhalter vieler tausend Arbeitsplätze in schwierigsten Situationen. Er hatte mit seinem Bruder zusammen gearbeitet und, als jener starb, seinen Weg allein gemacht, und er hat während des Ersten Weltkrieges viel Not von Remscheid gewendet, nach Kriegsschluss im Stadtparlament trotz seiner 65 Jahre mitgearbeitet und die Stadt vor unsinnigen Beschlüssen der Radikalen bewahrt. Als am 20. November 1923 die Kommunisten im Stadtrat von Produktionssabotage sprachen, antwortete er: »Das ist ein ungeheuerlicher Vorwurf. Von den überhaupt noch in Remscheid beschäftigten Arbeitern gehört der vierte Teil der Bergischen Stahlindustrie an. Das Auf-Lager-Arbeiten hat seine Grenzen. Von der Verwaltung ist geschehen, was geschehen kann. Dass es ihr ernst ist, den Betrieb aufrechtzuerhalten, geht daraus hervor, dass sie 30.000 Zentner Kartoffeln beschafft hat. Es ist leicht gesagt, die Betriebe zwangsweise zu öffnen. Geben Sie den Weg an! Wie wollen Sie arbeiten, wenn keine Aufträge da sind? Sobald wir Aufträge haben, werden wir die Betriebe wieder öffnen.«
So wie in diesem Falle hat Moritz Böker manche Situation gemeistert, und als er mit 71 Jahren aus dem Stadtverordnetenkollegium schied, wurde ihm als verdiente Anerkennung die Ehrenbürgerwürde angetragen. Als er im Januar 1933, fast 80jährig, starb, sagte Oberbürgermeister Dr. Hartmann in der Trauerfeier: »Nach dem Zusammenbruch und der Umwälzung, wo sich so viele mutlos und resigniert zurückzogen, blieb er in seinem strengen Pflichtgefühl dem Dienst der Stadt treu und ließ sich in seinem tiefsten Glauben an Deutschlands Zukunft nicht irremachen. In den schwersten Tagen der Unruhen setzte er unerschüttert das Gewicht seiner ganzen Persönlichkeit ein und bewährte sich als getreuer Ekkehard seiner Vaterstadt.« Noch nie hatte Remscheid bis dahin ein Trauergefolge gesehen, das jenem hinter dem Sarge Moritz Bökers glich. Schwarz umflort waren die brennenden Laternen der Straßen, auf Halbmast wehten die Fahnen, zu Tausenden standen die Remscheider entblößten Hauptes am Wege des Trauerzuges. (aus: „Remscheid so wie es war“, von Dr. Gerd Courts, erschienen 1974 im Droste Verlag.)
Der Rosenmontagszug in Lennep fällt in die Kategorie „Rot“, ebenso der Röntgenlauf und Kirmesveranstaltungen. Das Lenneper Altstadtfest kommt mit „Gelb“ davon und das Konzert der Symphoniker läuft für die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes unter dem unproblamatischen „Grün“. Mit diesen Beispielen beschrieb am Mittwoch im Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung Jürgen Beckmann, den Leiter des Ordnungsamtes, den neuen „Kommunale Handlungsleitfaden zum Umgang mit (Groß-) Veranstaltungen im Stadtgebiet Remscheid“. Er regelt Antragsverfahren, Genehmigungsverfahren und die Klassifizierung von Veranstaltungen, sobald ihn der Haupt- und Finanzausschuss beschlossen haben wird. Dessen nächste Sitzung ist am 9. Februar.
Vor dem Hintergrund der Ereignisse während der Loveparade 2010 in Duisburg hatte das Land den Kommunen zur Aufgabe gemacht, Großveranstaltungen sicherer zu machen. In einem ersten Schritt hatte das Ministerium für Inneres und Kommunales mit Erlass vom 11. August 2010 kommunale Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen gefordert, die mit allen beteiligten Stellen einvernehmlich abgestimmt werden müssen. „Das städtische Ordnungsamt trägt alle erforderlichen Informationen zusammen und koordiniert die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen“, so Beckmann. „Ohne Einverständnis aller beteiligten Behörden erteilt die Bezirksregierung keine Genehmigung für eine Großveranstaltung!“
Um den Veranstaltern die Antragstellung zu erleichtern und die zur behördlichen Prüfung relevanten Daten vollständig zu erhalten, haben die städtischen Fachdienste einen Antragsvordruck entwickelt, der im Internet abrufbar sein soll. Um eine angemessene Prüfung und Genehmigung von Veranstaltungen sicherstellen zu können, müssen diese frühzeitig beantragt werden, mindestens drei Monate im Voraus. Nur so sei es möglich, die Veranstaltung adäquat einzustufen, betonte Beckmann. Einzureichen sind neben dem ausgefüllten Antragsvordruck eine Veranstalter-Haftpflichterklärung, ein Standplan der Veranstaltung sowie ein Veranstaltungs- und ein Sicherheitskonzept (bei roten Veranstaltungen. Zitat aus neuen Handlungsleitfaden: „Für den Fall, dass die Antragsstellung verspätet bzw. unvollständig erfolgt, kann die Genehmigung zur Durchführung der Veranstaltung in der Regel nicht erteilt werden, da eine Einschätzung der Risiko- und Gefährdungslage dann ggf. nicht adäquat erfolgen kann.“ Ansprechpartner beim Fachdienst Bürger, Sicherheit und Ordnung sind:
-
bei Fragen zum Thema Gestattungen, Festsetzungen von Märkten und Messen, Ausschank von alkoholischen Gertränken, Musikveranstaltungen im Freien etc.: Herr Specht Tel 16 – 30 32, Herr Packt, Tel. 16 – 3787,
-
bei Fragen zu einer Veranstaltung auf öffentlicher Verkehrsfläche, Kategorisierung von Veranstaltungen und Koordinierung von Veranstaltungen / Großveranstaltungen Herr Pfordt, Tel. 16 – 28 16, Herr Kugel (als Vertreter), Tel. 16 – 3779,
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bei Fragen zur Genehmigung von Plakatierungen Frau Strack, Tel.: 16 - 2462
-
bei bauaufsichtsrechtlichen Fragen (Festzelte, eingefriedete Veranstaltungsbereiche, Nutzungsänderungen, etc.) Herr Pillmann, Tel. 16 – 2448, Frau Brahm, Tel. 16 – 2429.
Vom 29. Januar bis 5. Februar werden in der Galerie Remscheid Werke von Künstlern präsentiert, deren kreative Laufbahn in der Kunstschule begann. Darüber hinaus gibt es jeden Tag zahlreiche Veranstaltungen. Am kommenden Sonntag um 16 Uhr soll die abwechslungsreiche „MKS-Woche“ eröffnet werden. Gezeigt wird an diesem Tag auch Videokunst von Magdalena von Rudy, das Video „Picnic HD“, in dem fünf Mädchen in der Musik- und Kunstschule Remscheid Texte über den Tod sprechen, die ihnen fremd sind, aber dennoch etwas über die Mädchen selbst erzählen, „RAISING HD“, die Suche dreier Jugendlicher nach ihrer Identität, ihrer gesellschaftlicher Position und ihren Leitbildern, und „HAKAN LYNDON HD“, in dem der türkischsstämmige Protagonist die Geschichte des Barry Lyndon aus dem gleichnamigen Film von Stanley Kubrick erzählt. Trotz seiner Sprachstörung besticht der jugendliche Erzähler durch lebhaftes Erzähltalent und ausdrucksvolle Mimik. Das nachfolgende Programm erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auf der Internetseite http://www.kunstschule-remscheid.de/ findet sich die aktuellste Version. Motto: Alles fließt. Auch die Kunst.
Comiczeichnen im Funny Stil: Handwerkliche Grundlagen des Comiczeichnen im sogenannten “Funny Stil” (Aufbau und Konstruktion von Comic-Figuren, Zeichenübungen und Konstruktionswege, Ideenfindung für Kurzgeschichten) stehen am Mittwoch, 1. Februar, von 16 bis 18 Uhr auf dem Programm. (Bei Teilnahme bitte Bleistift und Papier mitbringen.)
Der Film „Amateure“ (Foto rechts) von Dirk Oetelshoven & Jens Barlag wird am Freitag, 3. Februar, ab 21 Uhr gezeigt - drei tragikomische Geschichten über das Scheitern. Lakonisch erzählt, passieren die Geschichten wie zufällig gleichzeitig, und es gibt nur wenige Schnittstellen zwischen ihnen. Ihre Gemeinsamkeit jedoch sind die Figuren, die alle versuchen, aus ihrem unbefriedigenden Leben auszubrechen um etwas Neues zu probieren.
Tom & Jenny (Foto links) sind Sängerin Jenny Thiele und Thomas Mühlhoff an der Akustik-Gitarre, eines der kreativsten und fesselndsten Singer/Songwriter-Duos in Deutschland. Von ihrem deutschsprachigen Album „Tom und Jenny – Im Zoo“ präsentieren sie am Donnerstag, 2. Febuar, ab 19.30 Uhr Geschichten von Tieren, die zugleich menschliche Emotionen und zwischenmenschliche Erfahrungen offenbaren. Dabei bewegen sich Tom und Jenny problemlos zwischen Funk, Jazz und Pop.
„Brot & Spiele“ zeigt am Samstag, 4. Februar, ab 21 Uhr Filme und Theaterstückmitschnitte dieser Multimediatheatergruppe. Unmittelbar vorher, ab 19.30 Uhr, wagt sich das Rezitationsensemble der Uni Münster an die Leiden des jungen Werthers heran. Des Weiteren präsentieren sie Texte anderer großer Literaten wie Rainer Maria Rielke, Ingeborg Bachmann und Goethe.
„Hund an der Himmelsleiter“ steht am Freitag, 3. Februar, ab 19.30 Uhr auf dem Programm. Und am Samstag, 4. Februar, ab 18.30 Uhr liest Frank Dukowski vier makabere „Geschichten aus dem Stirnhinterzimmer“, dem Hirn hinter der Stirn. Sie handeln von einem berühmten Kunstwerk und mangelnden Französischkenntnissen, einem Dorf mit befremdlichen Bewohnern und einem fragwürdigen Rabbiner, vom menschlichen Körper und der Unsterblichkeit und von einem romantischen Südseeabend.
Die „Kunstschule bei Magda“ findet am Mittwoch und Donnerstag, 1. bzw. 2. Februar, ebenfalls in der städtischen Galerie statt. Das Programm ist an beiden Tagen identisch: 15 – 16.30 Uhr: Kreative Früherziehung, 16.30 – 18 Uhr: Zeichen und Werkelkurs (mit Stoffen, Ton, Holz, und allem anderen), 18.30 – 19.30 Uhr: Zeichen und Mappenkurs (als Studienvorbereitung, etc.).
|
| Antragsteller |
Maßnahme/Projekt |
Kosten |
Antrag |
1. Beschluss |
| Initiativkreis Kremenholl e. V. |
Comedy Kleinkunstpreis Remscheid 2012 |
5.600 € |
950 € |
950 € |
| Spengler, Christoph |
Konzertreise Südafrika |
61.700 € |
offen |
0 € |
| Folkinitiative |
Akustiksession |
2.179 € |
1.369 € |
1.000 € |
| Spengler, Christoph |
Konzert Mozartchor und Staatsorchester Kaliningrad |
14.150 € |
5.000 € |
2.000 € |
| Initativkreis Lenn. Cembalo Tage |
Festival "Lenneper Cembalo Tage" |
21.770 € |
3.000 € |
2.000 € |
| Lennep Offensiv |
Lenneper Kultursommer der Berg. Nachwuchstalente |
6.040 € |
4.440 € |
0 € |
| Die Welle |
Interkult. Dialog des Wupper Theaters mit "Krähenfüße" |
1.500 € |
1.300 € |
1.000 € |
| Kulturstadt Remscheid e. V. |
Erzählfestival 2012 |
11.200 € |
2.500 € |
2.000 € |
| Kulturstadt Remscheid e. V. |
Neues Klangfest 2012 |
6.300 € |
1.400 € |
1.000 € |
| Kulturstadt Remscheid e. V. |
Nacht der Kultur und Kirchen "Schöpfung im Licht" |
6.620 € |
2.000 € |
1.000 € |
| Heimatbund Lüttringhausen e. V. |
Gemeinn. Weihnachtmarkt Lüttringhausen |
7.320 € |
1.820 € |
0 € |
| |
|
144.379 € |
23.779 € |
10.950 € |
|
Auch in diesem Jahr müssen sich die Kulturvereine in Remscheid mit 20.000 Euro aus dem Stadtsäckel begnügen. 10.950 Euro stehen in der ersten Sitzung des Kulturausschusses dieses Jahres, am 31. Januar, zur Vergabe an. Eine Jury, der die Sprecher der Fraktionen im Ausschuss für Kultur und Weiterbilödung“ angehören, hat am Mittwoch vergangener Woche in der ersten Vergaberunde für 2012 getagt und empfohlen, knapp 11.000 Euro an Zuschüsse an acht Kulturveranstalter zu vergeben, wie in der Tabelle aufgeführt.

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Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid
Die Techniker der EWR haben langjährige Kenntnisse und praktische Fertigkeiten mit dem Einsatz von allen Lampen und Leuchtensystemen im Remscheider Straßenbeleuchtungsnetz. Jetzt sammeln sie weitere Erfahrungen mit der LED-Technologie. Bisher wurden LED-Musterleuchten probeweise in der Straßenbeleuchtung eingesetzt, um zu prüfen, ob sich Gesamtkosten, Lichtausbeute und Lichtqualität, im Sinne der Ausleuchtung von Straßen, rentieren. In der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung schneiden LED-Leuchten, gegenüber konventionellen Beleuchtungslösungen, immer noch deutlich schlechter ab. Deshalb wurde auf einen großflächigen Einsatz von LED-Leuch-ten in Remscheid verzichtet. In der Altstatt Remscheid-Lennep wurde im vergangenen Jahr von der EWR ein Projekt gestartet mit dem Ziel, in neuen LED-Lampen modernste Technologie mit historischem Design zu verbinden. Das Erscheinungsbild der LED-Leuchten wurde den alten Gaslaternen nachempfunden. Der LED-Einsatz für die Lenneper Altstadt ist dem Original täuschend ähnlich, weil auch die Apparate für den Gas-Zündmechanismus nachgebaut wurden, obwohl sie für Stromtechnik keine Rolle spielen. Sie wird aber genutzt, um die Kabel unsichtbar zu den LED-Leuchten zu führen. Mehrere dieser winzigen Leuchten sind jeweils unter einer Kunststoff-Glocke, die dem Gasstrumpf nachempfunden ist. Durch diese Glocke verschwimmen die Lichtpunkte in der Dunkelheit zu einer erleuchteten Fläche. Auch die Lichtfarbe dieser LED’s entspricht der von Gas. Die Ausleuchtung der historischen Altstadt hat hier eine andere Qualität als bei großen und breiten Straßen mit Straßenverkehr. Die EWR hat zwölf historische Leuchten mit der neuen Technologie im Bereich Alter Markt angebracht. Die installierte Leistung hat sich pro Lichtpunkt auf 24 Watt reduziert. Das sind 50 Prozent Energieeinsparung gegenüber den bisher eingebauten Kompaktleuchtstofflampen. Insgesamt werden mit der LED-Technik gut 1.000 kWh pro Jahr im Rahmen dieses Pilotprojektes eingespart. Die Untere Denkmalbehörde hat die Kombination von moderner Technik und historischem Design als sehr gelungen bewertet.
Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid
Welchen Schulranzen kaufe ich meinem Kind? Nach der großen Resonanz im vergangenen Jahr veranstaltet die Stadtsparkasse Remscheid am Samstag, 4. Februar, im Kundencenter Alleestraße von 10 bis 15 Uhr ihre 2. „Schulranzenparty“. Ziel ist die qualitative Rundum-Begleitung und Beratung von Eltern künftiger I-Dötzchen. Schonend für den Rücken soll der Ranzen sein und zugleich Schutz im Straßenverkehr bieten. Er soll viel Platz für die Schulutensilien haben, aber gleichzeitig nicht zu schwer sein. Hierfür sind Informationen aus erster Hand notwendig. Wer dann später im Unterricht glänzen will, schafft dies nicht mit leerem Magen. Umso wichtiger ist es, dass die Kleinen gesund und gestärkt durch den Schultag kommen. Die Ernährungsberatung des Gesundheitsamtes wird daher über das Projekt „mobil & gesund“ informieren und zeigt, was in die Frühstücksdose gehört. Genauso wichtig wie eine ausgewogene Ernährung ist auch die Bewegung. Denn Toben, Klettern oder Balancieren stärken nicht nur die motorischen Fähigkeiten, sondern auch die geistigen. Diese können die Kids bei den Bewegungsspielen des RSV unter Beweis stellen. Der Schulweg steckt für Schulanfänger zunächst einmal voller Aufgaben und neuer Situationen. Auf der Schulranzenparty berät die Verkehrspolizei und gibt wichtige Tipps für den sicheren Schulweg. Zur Erinnerung an diesen aufregenden Tag dürfen sich die zukünftigen I-Dötzchen auf einem echten Polizeimotorrad ablichten lassen. In Kooperation mit Gottlieb Schmidt, „Die Schatzkiste“, Lederwaren Lingenberg und „Ihr kleiner Laden“ wird es auf der Schulranzenparty eine riesige Auswahl aktueller Modelle geben und alle Fragen werden von den Experten umfassend beantwortet. Wie wichtig ein gut sitzender Ranzen für die Entwicklung des kindlichen Rückens ist, erklären die Physiotherapeuten der Medora. Natürlich berät das Sparkassenteam sehr gern, wie Eltern beim Start in den neuen Lebensabschnitt auch finanziell alle Chancen Ihrer Kinder wahren können.
 Pressemitteilung des „Burgtheater – ein Papiertheater e.V.“
An diesem Wochenende gastiert das Papiertheater von Schloss Burg im Westdeutschen Tournee-Theater, Bismarckstr. 138. Die Besucher bekommen Mozarts „Entführung aus dem Serail“ in der auf die Spielmöglichkeiten einer Papierbühne adaptierten Form zu sehen – für Kenner der klassischen Opernversion sicherlich ein unterhaltsamer und humorvoller Spaß. Am Samstag beginnt die Aufführung um 20 Uhr, am Sonntag bereits um 16 Uhr. Eintrittskarten dazu gibt es für 16 € (ermäßigt zwölf €) über die Kasse des WTT (Tel. RS 32285, Fax RS 343798, E-Mail: wtt-remscheid@t-online.de). In den eigenen Räume des Burgtheaters im alten Schulhaus von Solingen-Oberburg steht am Freitag, 3. Februar, und am Samstag, 4. Februar, jeweils um 18 Uhr die Papiertheater-Fassung von „Das Käthchen von Heilbronn“ auf dem Programm. Die Vorstellung dauert rund 80 Minuten ist für Besucher ab zehn Jahren geeignet. Gespielt wird jedoch nur nach verbindlicher Vorbestellung. Karten können telefonisch (0160-5542447 oder 0212-2441511) oder per Internet (www.burgtheater.org) erfolgen. Auf der Homepage im Internet finden sich auch ergänzende Informationen über Spielplan, Theater und den das Theater fördernden Verein. Am Samstagnachmittag (4.2.) um 15 Uhr unterhält Peter Schauerte-Lüke Kinder ab drei Jahren mit dem „Gestiefelten Kater“, Dauer etwa 45 Minuten. Es sind noch 25 Karten verfügbar.
Alle Werbeeinnahmen kommen gemeinnützigen Instititionen in Remscheid zugute.
Pressemitteilung der Feuerwehr Remscheid
Es ist kurz vor 18:30 Uhr, als die Bewohnerin einer Wohnung an der Heidestraße in ihrem Wohnzimmer beim Fernsehen das akustische Warnsignal des Rauchmelders wahrnimmt. Schnell stellt die Frau fest, dass aus dem Kellerbereich dichter Rauch dringt. Sofort wird der Notruf 112 abgesetzt und die Feuerwehr alarmiert. Bei deren Eintreffen der Feuerwehr haben die Hausbewohner das Gebäude bereits verlassen. Die Feuerwehrleute gehen mit Atemschutzgerät, Hohlstrahlrohr und Wärmebildkamera in den Keller, aus dem der Rauch dringt. Es stellte sich heraus, dass dort eine Waschmaschine und ein Wäschetrockner brennen. Große Teile des mit Profilholz ausgekleideten Raumes brennen bereits. Blanke Kupferdrähte der Stromleitung hängen von der Decke runter. Die EWR wird, verständigt um Strom und Gas abzudrehen. Die Löschmaßnahmen zeigen schnell Wirkung und die Flammen können rasch niedergeschlagen werden. Bei der weiteren Suche nach Brandnestern wird die Küchenzeile demontiert und das Wohnhaus mit einem Hochdrucklüfter entraucht. Dank des ausgelösten Rauchmelders konnte die Feuerwehr rasch eingreifen und den der Schaden verhältnismäßig gering halten. Glücklicherweise wurden weder Personen noch Tiere verletzt. Das Gebäude ist jedoch momentan durch die starke Verrauchung nicht bewohnbar. Die drei Bewohner fanden bei freundlichen Nachbarn eine Unterkunft und Schlafstätte. (Wolfgang Krömer)
Pressemitteilung der Stadt Remscheid
Für den Ausbildungsbeginn August 2012 bietet die Stadt Remscheid noch einen Ausbildungsplatz zur Veranstaltungskauffrau/zum Veranstaltungskaufmann an. Von der Eisbahn über die ESSKultur, den KinderCircus Casselly bis zum Röntgenlauf - Veranstaltungskaufleute bei der Stadt Remscheid planen und organisieren sämtliche städtische Veranstaltungen. Sie führen diese durch und bereiten sie nach. Sie erstellen Konzepte, kalkulieren Kosten und beachten hierbei rechtliche, technische oder ökologische Vorgaben. Außerdem beraten und betreuen sie Kunden. Neben Freude im Umgang mit anderen Menschen sind Eigenständigkeit, Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit und die Bereitschaft, sich mit Vorschriften zu beschäftigen, wichtige Voraussetzungen für diesen Beruf. Darüber hinaus bietet die Stadt Remscheid für Fachhochschulabsolventen des Studiengangs/der Fachrichtung Vermessungswesen/Geoinformatik einen Ausbildungsplatz als Vermessungsoberinspektoranwärter/in an:
Nicht nur in Remscheid, sondern auch in Wermelskirchen wird an der der alten Eisenbahnverbindung „Balkantrasse“ fleißig gearbeitet. Am 22. April soll die Fahrradverbindung zwischen Lennep und Burscheid-Hilgen fertig sein, rechtzeitig zur offiziellen Einweihung. Und schon können Radfahrer/innen eine Fahrt bis Leverkusen anpeilen. Denn der Rat der Stadt Leverkusen gab vergangene Woche grünes Licht für den Trassenbau bis Burscheid. Damit war am Dienstag für die Mitglieder des städtischen Bauausschusses klar: Die „Balkantrasse“ wird zu einem touristischen Anziehungspunkt in der Region werden. Zumal die Bergische Entwicklungsagentur einen Förderantrag gestellt hat für eine Verbindung des neuen Radweges mit der „Trasse des Werkzeugs“ und anderen Radwegen, etwas der „Korkenziehertrasse“ in Solingen. Wer hätte sich träumen lassen, das das bergische/bergige Land eines Tages zum Eldorado für Zweiradfahrer werden würde? „Touristische Lichtblicke!“, freute sich am Dienstag auch York Edelhoff (SPD).
Beinahe wäre nichts daraus geworden. Weil die Stadt Remscheid kein Geld ausgeben darf für „freiwillige Leistungen“. Der Bau eines Radweges hätte dazu gezählt. Ein Glück, dass die Stadtwerke neue Stromleitungen zwischen Lennep und Bergisch Born legen mussten und die Verlegung im öffentlichen Straßenbereich teurer gekommen wäre als am Rande der alten Eisenbahngleise. Also kaufte die EWR das Gelände von der Bahn AG, und gemeinsam mit der Stadt Remscheid (Amt für Straßen- und Brückenbau) begann die Planung.
In den vergangenen Monaten hat sich an der Trasse viel verändert, seit Draisinen die Schienen das letzte Mal befuhren. 5.000 Meter Gleise mussten zerschnitten und 40.000 Schrauben aufgeschraubt werden. Der Scvhotter wurde zerkleinert und diente als Untergrund für die acht Zentimeter dicke Trag- und die 3,5 Zentimeter dicke Deckrschicht aus Asphalt. So genannte „Ein- und Ausstiegspunkte“ wurden angelegt, damit Fahrradfahrer nicht nur in Lennep und Bergisch Born auf die Trasse gelangen bzw. sie auch wieder verlassen können. Beispielsweise, weil sie einen Abstecher zur Remscheider Talsperre machen wollen.
Der Finanzrahmen und das Qualitätsniveau der Gewerke sei eingehalten worden, berichtete im Ausschuss EWR-Prokurist Mike Giera. Allein der Straßenbau habe 550.000 Euro gekostet. Die drei neuen Brücken schlagen mit 401.000 Euro zu Buche. Die Brücke über die Bundesstraße 237 in Bergisch Born (kurz hinter der Abzweihung nach Hückeswagen), eine Fachwerk-Aluminiumkonstrustruktion wie an der „Trasse des Werkzeugs“, die am 9. Februar frühmorgens angeliefert werden soll, kostet 185.000 Euro, die „Bornbacher Brücke“ 91.000 Euro und die „Brücke Stöcken“ 125.000 Euro.
Schade nur, dass das Geld nicht auch noch für Ruhebänke entlang der Strecke gereicht hat, wie Giera auf Nachfrage einräumte. Aber vielleicht finden sich dafür ja noch ein paar Sponsoren. An einen Winterdienst auf der Trasse ist übrigens nicht gedacht. Amtsleiter Gerald Hein: „Den gibt es auf der ‚Trasse des Werkzeugs’ auch nicht!“ Wohl aber eine verkehrstechnische, wegweisende und touristische Beschilderung. Vorgesehen sind (wie im Brückenpark) zehn Info-Stelen. An den Einstiegspunkten
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Parkplatz Sportplatz Bergisch Born
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Schwarzer Weg
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Bergerhöhe bei der Brücke B 51
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Im Alten Berge (Verknüpfung Eschbachtalsperre)
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Tenter Weg (Verknüpfung Remscheid-Mitte)
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P+R Parkplätze Bf Lennep inkl. des Schotterparkplatzes Robert-Schumacher-Str.
und zwischen den Brücken in Bergisch Born/Gleisdreieck, d.h. an der Verzweigung des neuen Radweges Richtung Wermelskirchen und Richtung Hückeswagen (siehe Foto oben links) sollen die bekannten roten Radweg-Hinweisschilder des Landes aufgestellt werden und den jeweils nächsten und den entferntesten Zielort anzeigen. Weiterhin sind max. zehn Info-Stelen eingeplant, mit denen auf nahe Ziele wie z.B. Eschbachsperre etc. mit Bildern und einer kurzen Textpassage hingewiesen werden sollen. Am Anfangspunkt der Trasse (Bahnhof Lennep) ist eine Richtungsbeschilderung (Lennep-Innenstadt) über die Bergstraße zum Lenneper Markt vorgesehen sowie die Aufstellung einer Vitrine mit weiteren Detailinformationen zur Historischen Altstadt Lennep (siehe Kasten unten).
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Beispiel für Information an der Balkantrasse
„Begeisterte Dichterworte priesen am 1. September 1868 auf der Titelseite des Lenneper Kreisblatts ein lang ersehntes Ereignis: die Eröffnung der Eisenbahn zwischen Rittershausen und Remscheid. Als um 5:35 Uhr der erste Zug am Bahnhof - einem provisorischen Fachwerkbau - hielt, war ganz Lennep auf den Beinen. Später wurde mit Konzerten und einem großen Festball weiter gefeiert. Für die aufstrebende Industriestadt, deren Unternehmer dringend Transportkapazitäten benötigten, war der Eisenbahnanschluss ein Quantensprung. Die Stadt expandierte, im Bahnhofsumfeld entstanden Fabriken, Hotels und öffentliche Gebäude. Innerhalb von 20 Jahren entwickelte sich Lennep zum Eisenbahnknotenpunkt. 1876 wurde die Strecke nach Wipperfürth, 1881 nach Opladen und 1886 nach Krebsöge eröffnet. Ab 1697 ermöglichte die Müngstener Brücke den wichtigen Anschluss zur Rheinschiene, Da das Verkehrsaufkommen rasant stieg, mussten die Bahnanlagen ständig erweitert werden. 1911 konnte endlich ein repräsentatives Empfangsgebäude mit großer Fensterfront und weithin sichtbarem Uhrturm eingeweiht werden. 1939 fertigte das Bahnpersonal hier täglich 219 Personenzüge ab. Auch nach der Eingemeindung 1929 und starken Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg blieb der erst 1952 in „Remscheid-Lennep" umbenannte Bahnhof die „Drehscheibe des Bergischen Landes", Erst als die Bahn nach und nach alle von Lennep ausgehenden Strecken still legte, verlor er seine Bedeutung.“ (Vorgestellt am Dienstag im städtischen Bauausschuss) |
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