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Fliegenplage? Bezirksregierung kündigt Kontrollen an

Anwohner der Straßen Auf’m Heidchen und Anher sind sauer, wie Bezirksbürgermeister Stefan Grote am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksvertretung Süd berichtete, beginnend mit „Jetzt wird es ein bisschen eklig!“ Widerlicher Gestank und unzähliger Fliegen machen in der kleinen Siedlung, die im Osten an das Gelände der Berufsfeuerwehr und das Gewerbegebiet Auf dem Knapp angrenzt, ein gemütliches Grillen im Freien unmöglich, so Grote. Dem Waterbölles bestätigte das gestern Anwohnerin Ina Lorenzen-Markus: „Vor allem bei Ostwind sind Gestank und Fliegen unerträglich!“

Entwickelt sich im Gewerbegebiet Überfeld gerade ein neuer Absatzmarkt für Produzenten von Fliegengittern? Die Berufsfeuerwehr Remscheid hat schon welche gekauft und an den Fenstern der Küche und einiger Büros angebracht. Es sind grün-schwarze Fliegen, die auf diese Weise draußen gehalten werden sollen. Woher sie kommen? Da wollte sich gestern auf Anfrage des Waterbölles Ulrich Schnell, der Leiter des Rettungsdienstes, nicht festlegen.  Der Abschleppdienst Sassenhausen gegenüber hat sich ebenfalls Fliegengitter angeschafft. Und Geschäftsführer Andreas Sattelmaier macht dort den Fliegen auch persönlich den Garaus, wo er sie erwischen kann. Auch im Garten seines Hauses Auf’m Heidchen. Der RGA zitiert den Grillfreund heute mit dem Satz „Jeder Wurstzipfel wird in wenigen Minuten von grün-schwarzen Fliegen besetzt!“

Im Verdacht, der Urheber einer lästigen Fliegenplage zu sein, steht eine Firma in der Nachbarschaft, die Reconcept Peters GmbH & Co. KG, Auf dem Knapp 12 - 14. Die Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft  hat die Gebäude der früheren RGA-Drucketrei übernommen, die zum 31. Dezember 2011 hatte schließen müssen. Auf ihrer Homepage wirbt das Recycling-mit mehr als 75 Jahren Erfahrung im Bereich Entsorgung und Verwertung von Altpapier und bietet „eine kompetente, individuelle und natürlich zertifizierte Rundumbetreuung bei allen Anforderungen für jegliche Aufgaben“ an. Nicht ausgeschlossen, dass jetzt auch noch Fachwissen  in Sachen Schädlingsbekämpfung hinzukommen muss. Wenngleich Reconcept-Geschäftsführer Rald Nawarotzki von einem Problem mit Fliegen nichts wissen wollte. „Schon mal sei eine Kontrolle durch die Bezirksregierung nach Anwohnerbeschweren im Sande verlaufen, zitiert ihn die BM.

Wie Ulrich Schnell äußerte sich auch Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann eher zurückhaltend auf die Frage, wo die Fliegen aus den Larven schlüpfen. Dem RGA sagte Beckmann: „Dass das Unternehmen damit gar nichts zu tun hat, möchte ich bezweifeln“. Immerhin lagen ihm Videoaufnahmen vor, die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (nach Beschwerden von Anwohnern über Gestank und Fliegen) auf dem Gelände von Reconcept gemacht hatten und die eine „massive Fliegensammlung“ zeigen. So Sebastian Hörter vom städtischen Umweltamt, an den das Ordnungsamt zwischenzeitlich die Angelegenheit zuständigkeitshalber weitergegeben hat.

Jetzt kümmert sich auch die für Abfallwirtschaft und Immissionsschutz zuständige Genehmigungsbehörde, die Bezirksregierung in Düsseldorf, um den Fall. Dort riefen gestern die Lokalredaktionen von RGA und Bergischer Morgenpost an. Und auch der Waterbölles. Dazu der RGA heute: Die Bezirksregierung sei für eine Stellungnahme nicht zu erreichen gewesen. BM-Redakteur Henning Röser landete bei Dr. Knut Beisheim vom Dezernat für Abfallwirtschaft. Der Waterbölles hatte die Telefonnummer eines Sachbearbeiters. Der verwies pflichtgemäß an die Pressestelle, und die bat um schriftliche Stellungnahme per E-Mail, was dann auch geschah. Dr. Knut Beisheim dagegen beantworte die Fragen des BM-Kollegen spontan, offenbar in der Annahme, es mit einem Beschwerdeführer aus der Bürgerschaft zu tun zu haben, wie heute aus der irritierten Pressestelle der Behörde verlautete. Man habe die Firma veranlasst Fliegenfallen aufzustellen und werde „in den kommenden zwei Monaten zweimal in der Woche einen Abstecher nach Remscheid machen, um nach dem Rechten zu schauen“, ist heute in der BM zu lesen.

Beim Waterbölles ging soeben (11.29 Uhr) die Antwort der Bezirksregierung Düsseldorf auf die gestrige Anfrage ein. Zitat: „Aufgrund einer Nachbarbeschwerde über Fliegen und Gerüche, ausgehend von der Firma Reconcept Peters GmbH, wurde die Anlage am 14. Juni durch Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter der Bezirksregierung Düsseldorf unangekündigt besichtigt. Dabei konnte auf dem Anlagengelände kein übermäßiger Fliegenbestand festgestellt werden. Auch ein starker Geruch war zu diesem Zeitpunkt nicht wahrnehmbar. Vorsorglich wurde mit der Anlagenbetreiberin vereinbart zusätzliche Fliegenfallen aufzustellen. Die veranlasste Maßnahme wird in den nächsten Wochen immer wieder durch die Bezirksregierung Düsseldorf überprüft. Das weitere Vorgehen hängt dann von der sich dabei darstellenden Situation ab.
In der Genehmigung der Firma ist festgelegt, dass die von der Anlage ausgehenden Gerüche im umliegenden Gewerbegebiet 7,5 Prozent der Jahresstunden nicht überschreiten darf. Daneben dürfen die von der Anlage ausgehenden Gerüche in den zu Wohnzwecken genutzten Gebieten zwei Prozent der Jahresstunden nicht überschritten werde. Grundlage hierfür ist die Verwaltungsvorschrift zum BImSchG Geruchs-Immissionsrichtlinie – GIRL.“

Waterbölles: Bleibt die Frage, was den Anwohnern Prozentangaben helfen könnten, wenn ihnen ihr Grillvergnügen weiterhin durch Gestank und Fliegen verleidet wird.

Juni 2007: Der Waterbölles blättert zurück

Anonyme Fax-Schreiber leisteten Baudezernenten Helmut Kennepohl vor zehn Jahren einen Bärendienst, als sie die CDU-Fraktion aufgeforderten, sich für dessen erneute Kandidatur einzusetzen. Vor Kennepohls Nicht-Wiederwahl in der Ratssitzung am 26. April 2007 zu schweigen und anschließend eine demokratische korrekte Entscheidung per Fax rückgängig machen zu wollen, habe „Geschmäckle“, kommentierte der Waterbölles damals. „Druck auf Demokraten“ titelte die Bergische Morgenpost und attestierte den Kennepohl-Freunden Naivität und ein seltsames Demokratie-Verständnis. Ein ähnlich deutlicher Kommentar war im RGA nicht zu lesen.  Das verwunderte damals niemanden. Schließlich gehörte auch Dr. Wolfgang Pütz, damals noch Verleger des RGA, zum Kennepohl-Freundeskreis.

Nachdem der Rat der Stadt am 14. Juni 2007 eine Erhöhung der Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen um fünf Prozent abgelehnt hatte, musste Oberbürgermeisterin Beate Wilding auf Forderung der Kommunalaufsicht (beim Regierungspräsidenten in Düsseldorf angesiedelt) diesen Beschluss formal beanstanden. Begründung: Der Rat habe trotz der desaströsen Finanzlage der Stadt auf erzielbare Mehreinnahmen verzichtet. Und weil die Kommunalaufsicht weiterhin bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahres am 1. August die Festschreibung der Gebührenerhöhung in der Satzung erwartete, berief Wilding für den 5. Juli eine Sondersitzung des Rates ein. Zwecks erneuter Beschlussfassung über die Erhöhung der Eltern-Beiträge.

Vor zehn Jahren war sich Remscheids damaliger Stadtdirektor und Kämmerer Jürgen Müller sicher: Einen Einstieg Remscheids in die von Wuppertal und Solingen gemeinsam betriebene Feuerwehr-Leitstelle würden die externen Wirtschaftsprüfer von Rödl & Partner Rat und Verwaltung nicht empfehlen. Und so kam es denn auch. Zuvor hatten Wuppertal und Remscheid mit unterschiedlichen Zahlen argumentiert. Aber nicht die Remscheider, sondern die Wuppertaler Zahlen müssten in Zweifel gezogen werden, so Müller, wenn es um die Frage gehe, ob sich ein Beitritts Remscheid zur neuen Feuerwehr-Leitstelle Wuppertal-Solingen wirklich rechne. Weil Remscheid keine 150.000 Einwohner habe, sondern nur 119.000 Einwohner (heute 109.000), sei der für Remscheid errechnete „Trägerschlüssel“ von 25,78 Prozent eine „Luftnummer“. Die Remscheider Hauptwache, 1989 in Betrieb genommen, war vom Land NRW mit 767.000 DM voll finanziert worden. Müller: „Sie unterliegt damit einer Zweckbindungsfrist von 25 Jahren. Würden wir sie jetzt aufgeben, müssten wir 110.000 Euro an das Land zurückzahlen. Und innerhalb dieser 25 Jahre können wir keinerlei Abschreibungen tätigen; auch da irrt der Gutachter der Stadt Wuppertal!“

Die „Einfahrt“ zum Honsberg stellten sich Michael Happe und Martin Hellriegel vom Essener „Büro für Kommunal- und Regionalplanung“, wie sie am 20. Juni 2007 in einer Bürgerversammlung in der Aula des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums aufzeigten, in einer geraden Linie ab Freiheitsstraße vor, beidseitig befahrbar. Dazu müsse die jetzige Fußgängerunterführung ausgebaut werden. Etwa fünfzig Bürgerinnen und Bürger waren erschienen, darunter viele, die auch an den vorauf gegangenen Werkstattgesprächen teilgenommen hatten. Sie waren verständlicherweise neugierig, was sich die Planer aus Essen an neuen Grünflächen, Wege und Plätzen, attraktiven Wohn- und Infrastrukturangebote sowie zukunftsfähigen Gewerbegebiete hatten einfallen lassen. Auch schon von einem „Stadtumbaubüro“ mit Ansprechpartnern für Bürger und Investoren war damals die Rede. Nur wenn Hausbesitzer/Grundstückseigentümer bereit seien, eigenes Geld in Neubauten zu investieren (nachdem sie alte Gebäude haben abreißen lassen), könne die soziale Abwärtsspirale in Honsberg, Stachelhausen und Kremenholl unterbrochen werden, betonte Michael Happe damals. Die Freiheitstraße stellen sich die Planer nur zweispurig vor. Das ließe dann mehr Grün und mehr Parkplätze zu. Keine Chance auf dem Wohnungsmarkt räumen sie den drei- und viergeschossigen Mietshäusern nördlich der Freiheitstraße ein, wo teilweise Gardinen Mieter nur noch vorgaukelten; viele Wohnungen dort stünden inzwischen leer. Happe: „Da will niemand mehr wohnen!“ Deshalb schlagen die Planer den Abriss dieser Häuser und zum Hang hin versetzte Neubauten vor, um der Straßenflucht auf diese Weise zu mehr Luft und Licht zu verhelfen.

Am 8. Mai 2007 hatte der Bauausschuss grünes Licht für die Beseitigung des 145 Meter langen Engpasses auf der „Trasse des Werkzeugs“ gegeben. Bereits einen Monat später, im Juni, wurden die Bauarbeiten abgeschlossen: Der Engpass wurde asphaltiert und verbreitert, ist aber, das war klar, ein Engpass geblieben. Zugunsten des oberhalb liegenden Parkplatzes der „Event Location“. Der Beschluss des Hauptausschusses von Mai 2007, „durch einen Fachanwalt – bitte nicht durch das Rechtsamt – das Risiko eines Prozesses gegen den Eigentümer des oberhalb des Trassen-Engpasses gelegenen Grundstücks prüfen zu lassen“ (so der damalige SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Peter Meinecke) geriet recht schnell in Vergessenheit...

Vor zehn Jahren nahm die neue Gesellschaft Gestalt an, in der die Stadt Remscheid und die Diakonie Aprath künftig die beiden Altenheime „Haus Lennep“ und „Stockder Stiftung“ führen wollten – und längst führen. Für das Lenneper Haus werde die Stadt eine Pacht erhalten, die zumindest dem üblichen Erbbauzins entspreche, hieß es damals.

Tunnel am Pirna-Platz soll geschlossen werden

Seit dem Bau des Südstegs am Hauptbahnhof Remscheid / Willy-Brandt-Platz habe der Fußgängertunnel zwischen Bismarckstraße /Haddenbacher Straße und Pirna-Platz seine weitgehend verloren, meint die Stadtverwaltung und will sich nach der Sommerpause vom Haupt- und Finanzausschuss den Antrag erteilen lassen, mit der DB AG die bauliche Schließung des Tunnels herbeizuführen. Dabei soll dann allerdings „nicht der Eindruck eines unansehnlichen Provisoriums entstehen“. Nach der BV Alt Remscheid hat am Mittwoch auch die BV Süd dem Vorhaben der Verwaltung zugestimmt.

Als Verbindung zwischen Haddenbacher Straße und Pirnaplatz sei der Tunnel immer schon unattraktiv gewesen, heißt es in der Vorlage, die in diesem Monat  auch noch dem Bauausschuss vorliegen wird. Denn von der Haddenbacher Straße aus müsse „zusätzlich noch eine Vielzahl von signalgeregelten Fußgängerfurten unter der Neuenkamper Brücke überquert werden muss, welches für die Nutzer hohe Zeitverluste bedeutet“. Inzwischen seien in dem Tunnel „nur noch äußerst selten Fußgänger im Tunnel anzutreffen, was wiederum die ‚Angst-Raum Situation‘ verstärkt.“ Um weitere Kosten für Reinigung, Beleuchtung und bauliche Unterhaltung zu vermeiden, seien sich Stadt und Bahn AG darin einig, den Tunnel zu schließen. Falls dies nicht geschehe, müsste er von der Stadt Remscheid in die Baulast übernommen werden. Das würde bedeuten, Zitat, „dass die Stadt für die bauliche Unterhaltung von Tunnelwänden, Boden, Deckenanstrich, Beleuchtung und Reinigung zuständig würde. Für die tragende Decke bliebe die Bahn zuständig. Als Sofortmaßnahme wäre dann die unverzügliche Wiederherstellung der defekten Beleuchtung erforderlich, da der Tunnel aktuell vollständig unbeleuchtet ist.“ Die Kosten für die Erneuerung der Beleuchtung einschließlich Ausbau und Entsorgung der bisherigen Beleuchtung veranschlagt die Stadtverwaltung mit ca. 20.000 €. Hinzu kämen Kosten für Reinigung, Unterhaltung und Betriebskosten (wie z.B. Strom) in Höhe von 10.500 € pro Jahr.

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Bergische IHK / Neues Seminarprogramm für Gründer: Ab sofort ist der neue Programmflyer des Bergischen Startercenters zum Seminarprogramm für Existenzgründer erhältlich. Monatlich stattfindende Startseminare verschaffen als kostenfreie Schnupperkurse die Möglichkeit, grundlegende Rahmenbedingungen einer Existenzgründung kennenzulernen. Intensivseminare bereiten im Detail auf die Erstellung von Unternehmenskonzepten vor. Im Rahmen sogenannter Gründerzirkel besteht schließlich die Möglichkeit, das eigene Konzept in kleinen Gruppen weiter zu entwickeln. Der Flyer steht als Download auf der Webseite des Startercenters (www.bergisches-startercenter.de) zur Verfügung.

Ökumenische Initiative Lüttringhausen / Gesprächsreihe zur Bundestagswahl: Die Ökumenische Initiative Lüttringhausen veranstaltet in ihrem F(l)air-Weltladen, Gertenbachstr. 17, in Remscheid-Lüttringhausen an den Samstagen bis zum 8. Juli  eine Gesprächsreihe mit Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundestagswahl 2017. Unter dem Motto "Samstags um 11" sollen bürgernahe Diskussionen stattfinden zu den Themen "Faire Arbeitsbedingungen weltweit", "Eine bäuerliche Landwirtschaft, die alle ernährt" und "Menschenwürdiger Umgang mit allen". Zu diesen drei Visionen für die Zukunft hat der Weltladendachverband Vorlagen formuliert, die wir gern in die Diskussion einbringen möchten.  Zugesagt haben die Kandidatinnen und Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen, CDU, Die Linke, FDP und SPD zu jeweils einem der Termine.

  • 24. Juni Jürgen Hardt, CDU  (Beginn 12.30 Uhr!)
  • 1. Juli Ilka Brehmer, Bündnis 90/Die Grünen
  • 8. Juli Karin van der Most, FDP.

 

Die Schlawiner / Seifenkistenrennen in Großhülsberg: In den vergangenen Jahren hatte das Seifenkistenrennen aus verschiedenen Gründe nicht mehr stattgefunden, und das Planungsteam hatte sich aufgelöst. Das nächste Seifenkistenrennen findet nun (außer bei Starkregen und Wind) am Sonntag, 25. Juni, von 12 bis 16.30 Uhr im Industriegebiet Großhülsberg (Schlosserstrasse) in Lüttringhausen statt. Die Startgebühr beträgt fünf Euro für das Kinder- und Spassrennen und 20 € für das Promi-Rennen. Anmeldeschluss ist der 16. Juni. An die 50 Teilnehmer gehen beim Seifenkistenrennen um den Helmut-Niemeyer-Preis, den Bäckerei-Steinbrink-Pokal und den Remscheider Schul-Cup auf der abschüssigen Schlosserstraße in Lüttringhausen an den Start. Darüber hinaus stellt sich die spannende Frage, ob beim Prominenten-Rennen jemand den Wanderpokal endgültig mit nach Hause nehmen oder nur als Sieger seinen Namen eingravieren lassen darf.
Das Rennen im Industriegebiet Großhülsberg - nun schon zum neunten Mal hier durchgeführt - hat mittlerweile bereits überregionale Bedeutung. Sogar Fahrer vom Niederrhein und aus dem Siegerland nehmen regelmäßig teil und bedeuten für viele Starter aus dem Bergischen eine starke Konkurrenz. Da ist es schon wichtig, die obere Kurve richtig anzufahren, um dann auf der langen Geraden das nötige Tempo zu bekommen. Bis zu 50 km/h sind durchaus drin, bis die Fahrzeuge nach 300 Metern an der Zielbrücke auslaufen. Daher wird vor dem Start jedes Fahrzeug von Sicherheitsexperten auf seine Renntauglichkeit und Verkehrssicherheit geprüft. Am Rande der Veranstaltung erwartet die Besucher auch ein Rahmenprogramm.

Paul-Volkmann-Chor / Frühjahrs-Matinee: Für Sonntag, 25. Juni, um 11 Uhr lädt der Paul-Volkmann-Chor gemeinsam mit dem Volksensemble TonTaler und dem Tenor Cezar Dima zur diesjährigen Frühjahrs-Matinee in den Vaßbendersaal ein. Unter der Leitung von Chordirektorin Simone Bönschen-Müller wollen die Sängerinnen und Sänger die Zuschauer unter dem Motto "Mich trägt mein Traum" an unvergessliche Melodien aus Musical und Schlager erinnern. (Sylvia Festl)

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Hufeisen in der Eschenlaube

von Alma Mühlhausen

Als ich eines Tages die Stätte aufsuchte, an der ich geboren bin und mich ins Leben spielte, begrüßte mich beim Betreten des kleinen im bergischen Stil angelegten Gärtchens die Trauereschenlaube. Uralt ist die Esche, deren Zweige bis auf den Boden reichen. Schon als Kind war mir die Stätte liebvertraut, die mir eine Märcheninsel meines Kinderlandes dünkte. Das einstöckige Schieferhäuschen, das zu dem Gärtchen gehörte, wurde im Kriege eingeäschert. Das Gärtchen aber überstand alle Gefahren und lacht noch heute mit blühendem Antlitz dem Vorübergehenden zu. Die Eschenlaube aber hat ihre Geschichte. Der heutige Besitzer des Anwesens, der auf der Trümmerstätte ein neues, der bergischen Landschaft angepasstes Haus gebaut hat, erzählte sie mir; sie hat sich vor Jahren zugetragen und mich zutiefst erschüttert, da ich als Kind an der Ursache des Geschehens mitbeteiligt war.

„Einige Jahre nach dem Kriege", so begann der freundliche Hausherr, „sägten wir einen Nebenstamm der Esche ab. Beim Zerkleinern des Holzes fanden wir, tief hineingewachsen, ein Hufeisen. Es muss über sechzig Jahre im Baum gewesen sein, denn durch die Umklammerung wurde die Rinde im Laufe der Zeit tief eingeschnitten. „Ein Hufeisen?", fragte ich, und ein eigenes Gefühl beschlich mich, als ob etwas, das lange schlief, erwachen wollte. „Ja", sagte der Herr, „ich will es Ihnen gerne zeigen, denn ich habe es mir aufgehoben."

Als ich das etwas rostige Hufeisen, das sich in nichts von anderen unterschied, in der Hand wiegte, stand plötzlich hell und klar ein Bild vor meinen Augen, und mein Herz sang die Weise dazu.

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Veranstaltungen und Termine im Ev. Kirchenkreis

Samstag, 24. Juni, 9 Uhr
Mit den Füßen beten: Männer auf dem Pilgerweg
Männer aus fünf Kirchenkreisen pilgern am 24. Juni  gemeinsam: Andachten, meditative Impulse, Zeiten des Redens und Schweigens lassen diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis werden. Start: Evangelische Kirche in Remscheid-Lüttringhausen, Kosten: 15 Euro (einschließlich Grillgut). Infos und Anmeldung: Männerarbeit im Kirchenkreis Lennep, Herbert Drusenheimer, Tel. RS 51820 / 0170 38 66 214, E-Mail: Drusenheimer-NRW@t-online.de">Drusenheimer-NRW@t-online.de. http://www.ekir.de/lennep/kklennep2017_maennerpilgern.php

Sonntag, 25. Juni, 11 Uhr
Open-Air Gemeindefest in Remscheid-Lüttringhausen
An der evangelischen Kirche Lüttringhausen
http://www.ekir.de/luettringhausen/termine.php?ID=220446.

Pfarrer Friedhelm Haun.Irland: Kelten – Klöster – Missionare
Noch einige Plätze frei für die August-Studienreise mit Pfarrer Friedhelm Haun

Vom 7. bis zum 16. August leitet Pfarrer Friedhelm Haun aus Remscheid-Lüttringhausen, Synodalbeauftragter für Erwachsenenbildung des Evangelischen Kirchenkreises Lennep, eine Studienreise nach Irland. Auch bei dieser Reise geht es darum, Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen kennenzulernen und dabei auch ihre Kultur und Religion hautnah zu erleben. Stationen sind unter anderem Dublin, Kilkenny und die Grafschaft Kerry. Kostenpunkt: Pro Person im Doppelzimmer: 1.800 Euro, Einzelzimmer 2.300 Euro. Noch sind einige Plätze frei! Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Ausführliche Informationen bietet das Programm-Faltblatt auf der Kirchenkreis-Homepage unter Erwachsenenbildung (http://www.ekir.de/lennep/kklennep2017_studienreisen-2156.php). Pfarrer Haun erreichen Sie unter Tel. RS 76140 oder per E-Mail: erwachsenenbildung@kklennep.de"> erwachsenenbildung@kklennep.de Gerne beantwortet er Ihre Fragen.

 

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Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Steuerrecht für Vereine: Dieser Vortrag am Samstag 24. Juni, 13 bis 15.15 Uhr, im Ämterhaus, Elberfelder Str. 32, Raum 231, richtet sich an SchatzmeisterInnen, KassiererInnen oder GeschäftsführerInnen in Remscheider Vereinen. Ziel ist, einen Überblick zu geben über die verschiedenen für Vereine relevanten steuerlichen Regelungen. Schulungsinhalte: Gemeinnützigkeit, Ertragsteuern (Körperschaft- und Gewerbesteuer), Umsatzsteuer, Der Verein als Arbeitgeber, Sonderprobleme. Die Teilnahme an diesem Vortrag ist kostenfrei für in Remscheid ehrenamtlich engagierte Bürger. Ein Nachweis der ehrenamtlichen Tätigkeit wird erbeten. Diese Veranstaltung wird getragen von der Bürgerstiftung Remscheid. Link zur Kursbuchung: http://www.vhs.remscheid.de/index.php?id=92&kathaupt=11&knr=171-91006F.

Falsche Rechnungen aus Bremen: Die EWR GmbH warnt ganz aktuell ihre Kunden vor Betrügern, die gefälschte Rechnungen eines scheinbaren Energiedienstleisters aus Bremen versenden. Die Rechnungen seien für angebliche Wartungsarbeiten am Stromzähler ausgestellt gewesen und hätten zugleich einen Überweisungsträger enthalten, mit dem die Betroffenen aufgefordert werden, Geld für entstandene Servicekosten am Stromzähler auf ein Bankkonto in Belgien zu überweisen. Die EWR empfiehlt, auf keinen Fall die Rechnungen zahlen und am besten die Polizei zu informieren.

Keine Angst vor Ringelnattern im Kompost: Weil zur Zeit in Gärten vereinzelt Schlangen und Ei-Gelege – beispielsweise im Komposthaufen – beobachtet werden, beruhigen die Experten der unteren Naturschutzbehörde (uNB) wie in jedem Jahr aufs Neue: In Remscheid gibt es keine wildlebenden Giftschlangen. Neben der harmlosen bräunlichen Blindschleiche kommen hier Ringelnattern vor, die bis 130 Zentimeter lang werden können. Die Ringelnatter ist ebenfalls scheu und beißt nicht. Nur in Bedrängnis kann sie sich aggressiv verhalten und manchmal laut zischen. Zu erkennen ist die Ringelnatter an der graugrünen bis schwarzen Hautfärbung. Charakteristisch ist das mondsichelförmige Mal am Kopf. Dieses Mal ist in der Regel gelb, kann aber auch weiß oder orangerot sein.
Durch den stetigen Rückgang natürlicher Feuchtlebensräume suchen Ringelnattern gerne sonnige Gärten und Kleingartenanlagen auf. Je nach Witterung legen sie von Juni bis August ihre ovalen, weißlichen bis bräunlichen Eier (Färbung erinnert an Champions) in zusammenhängenden Gelegen an warmen geschützten Stellen ab. Häufig sind das Mist- oder Komposthaufen. Dank der Wärme, die bei der Zersetzung des organischen Materials entsteht, entwickeln sich in 20 bis 40 Eiern kleine Ringelnattern, die im September schlüpfen. Die uNB Remscheid bittet darum, in den nächsten acht Wochen darauf zu verzichten, Mist- oder große Komposthaufen in Feuchtgebieten und in Gewässernähe umzusetzen. Die Ringelnatter steht wie alle einheimischen Schlangen unter Naturschutz.

Spätere Termine/Veranstaltungen auf der nächsten Seite:

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„essKULTour“ wieder mit Spezialitätenmarkt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Zehn Jahre „Remscheider essKULTour“. Auch im Jubiläumsjahr zeigt die essKULTour an allen drei Tagen Remscheids genussvolle Seite. Elf Gastronomen verschmelzen klassische und kreative Speisen miteinander und sorgen für eine außergewöhnliche Geschmacksexplosion zu moderaten Preisen. Somit können Sie sich Ihren Wünschen entsprechend durch die teilnehmenden Restaurants schlemmen, Ihren Gaumen verwöhnen und sich von einer gemütlichen und stilvollen Atmosphäre berieseln lassen. Große und doch lauschige Restaurantzelte und Pavillons bieten Ihnen einen Platz zum Wohlfühlen und schützen Sie bei Wind und Wetter. Genießen Sie in vollen Zügen ein Glas Wein im exquisiten Flair und vergessen für einen kurzen Moment die Zeit um sich herum – so lässt sich auf der Remscheider essKULTour ein entspannter Tag verbringen! Das Highlight in diesem Jahr? Das gemütlichste Open Air Frühstück Remscheids! Von einem typisch englischen bis zu einem hoch exklusiven Frühstück kommen Frühstücksfans am Sonntag, 25. Juni, von 10 bis 12 Uhr auf ihre Kosten. Einen der wenigen Plätze ergattert man durch den Kauf eines Tickets bei den jeweils teilnehmenden Gastronomen - erkennbar am Symbol auf dem Standplan. Italienische Delikatessen bieten Händler auf dem Spezialitätenmarkt entlang der oberen Alleestraße an.

Besonders am Samstag lässt die Schlemmermeile unter freiem Himmel keine Wünsche offen: Oldtimer-Freunde haben ab ca. 16,30 Uhr die Möglichkeit, authentische und originalgetreue Veteranen beim Zieleinlauf der beliebten Rallye Hasten Historic des Automobil-Club Bergisch Land e.V. vor dem Rathaus zu begrüßen. Weitere Informationen auf www.hasten-historic.acbl.de. Hunderte bunte Bälle begeben sich um ca. 19.30 Uhr auf die 200 m lange „Rennstrecke“ in der Wiedenhofstraße beim LIONS-Ballrennen. Dabei winken viele Preise für die zehn schnellsten Bälle. Lose gibt es für drei € bei Augenoptik Berghoff, Farbenhaus Wevelsiep und der Hauptgeschäftsstelle der Stadtsparkasse Remscheid. Weitere Informationen auf www.lions.de/web/lc-remscheid.

Beim Late Night Shopping verschmelzen „Shoppingtime“, Gourmetgenuss und ein Feuerwerk der Superlative und versprechen einen exklusiven Abend.

Spenden Sie für „Möhrchen“ durch den Kauf eines Bestecksets ! Bestecksets sind für 1,50 € an allen Gastronomieständen erhältlich. Nach ein- oder mehrfachem Gebrauch kann das Besteck in den gekennzeichneten Sammeltonnen wieder zurückgegeben werden. Die Einnahmen kommen dem Förderverein „Möhrchen“ zugute.

Die essKULTour auf einen Blick:

  • Freitag, 23. Juni, von 18 bis 23 Uhr
  • Samstag, 24. Juni, von 12 bis 23 Uhr mit Late Night Shopping, Zieleinlauf der „Hasten Historic“ ab 16.30 Uhr auf dem Rathausplatz, Lions-Ballrennen von ca. 19.30 bis 20 Uhr, großes Feuerwerk um ca. 22.30 Uhr
  • Sonntag, 25. Juni, von 12 bis 18 Uhr mit Open Air Frühstück von 10 bis 12 Uhr (nur nach Voranmeldung in einem der teilnehmenden Restaurants).

Weitere Ausbildungsplätze, wo Bedarf besteht

Für 2018 wird die Stadt Remscheid 31 Ausbildungsstellen anbieten, 17 für die reine Verwaltung und 14 für Bauzeichner, Elektroniker und Informatiker sowie zwei Plätze für ein duales Studium im Bereich der Sozialarbeit. Wie Personalamtsleiter Roland Wagner heute im Haupt- und Finanzausschuss berichtete, sei das grundsätzliche Ziel der Stadt, die Zahl der Ausbildungsplätze im Bereichen mit Bedarf weiter auszubauen. Das hänge im Einzelfall aber von den räumlichen und personellen Kapazitäten ab.

Intzestraße mit "Duchstich" zur Lenneper Straße

Jetzt doch Überlegungen zu einer Brückensanierung“, titelte der Waterbölles am 30. September 2016, nachdem sich die Mitglieder der Bezirksvertretung (BV) Süd erneut mit der unsicheren Tragfähigkeit der Brücke Intzestraße beschäftigt hatten. Sie stammt aus dem Jahr 1896 und hat im Moment noch eine Tragfähigkeit bis 30 Tonnen bei (Fahrbahnbreite von 5,20 Metern; das erlaubt normalerweise nur den Begegnungsfall für Pkw). Für die Brücke besteht zwar (noch) Standsicherheit - wie auch für die parallel geführte Fußgängerbrücke –, aber auch das Risiko, „dass im Rahmen der alle drei Jahre stattfindenden Bauwerksprüfung bzw. der jährlich durchzuführenden Bauwerksbesichtigungen eine kürzere Restnutzungsdauer festgelegt werden muss.“

Da knüpfte in der gestrigen Sitzung der BV Süd Bezirksbürgermeister Stefen Grote an. Er sah „Holland in Not“ für den Fall, dass die Brücke eines Tages wegen einer Beschränkung der zulässigen Tonnage für den Lkw- und Busverkehr ausfallen würde, und freute sich über den zur Sitzung von Heinrich Ammelt vom Zentraldienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften vorlegten Planentwurf einer Verlängerung der Intzestraße („Durchstich“)  über die Baisieper Straße hinweg, links am alten Wasserturm vorbei, bis zu einem neuen Kreisverkehr auf der Lenneper Straße in Höhe des TBR-Bauhofs. Bei Realisierung dieses Plans würde die Straßenbrücke für den Fahrzeugverkehr verzichtbar werden und könnte allein den Fußgängern gewidmet werden (bei Abbruch der alten Fußgängerbrücke). Eine direkte Verlängerung der Intzestraße bis zur Lenneper Straße entlang des Bahndamms sei im Vergleich zu einem Brückenneubau die kostengünstigste Lösung, bestätigte gestern Udo Wilde, Abteilungsleiter im Bereich Verkehrstechnik/Steuerung der Technischen Betriebe Remscheid.

Doch in einem Punkt musste BV-„Pate“ Dietmar Klee, Leiter des Fachdienstes Recht und Datenschutz, den Bezirksbürgermeister enttäuschen. Mit seiner Annahme, das Straßenbauprojekt könne bereits 2021 anlaufen, lag Grote falsch. Das gehe aus der Verwaltungsvorlage klar hervor, so Klee. Stimmt! Zitat: „Im Investitionsprogramm sind die erforderlichen Mittel in den späteren Jahren, also nach dem aktuellen Finanzplanungszeitraum 2017-2021, berücksichtigt.“ Eine konkrete jahresbezogene Einplanung des Projektes unter Berücksichtigung der Kosten und Fördermittel stehe noch aus, sei also ein Thema für künftige Haushaltsplanberatungen.

Da wird Stefan Grote also noch einen langen Atem haben müssen. Allerdings will die Verwaltung schon jetzt Schritte einleiten auf dem langen Weg zum „Durchstich“. Sie beabsichtigt, „Fördermittel im Rahmen des Gemeinde-Verkehrs-finanzierungs-Gesetzes zu beantragen. Hierzu wurde zunächst ein entsprechender „Einplanungsantrag“ mit Fristsetzung 1. Juni 2017 eingereicht, damit die grundsätzliche Fördermöglichkeit der Maßnahme geprüft und festgestellt werden kann.“ Geschätzte Kosten für die gesamte Maßnahme: Rund 4,5 Millionen €.

Von der unklaren Finanzierung einmal abgesehen hat das ehrgeizige Projekt aber noch eine weiterte Schwachstelle: Bevor ein reguläres Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden kann, sollte auch sicher sein, dass sich alle benötigten Grundstücke auf der neuen Straßentrasse im Besitz der Stadt Remscheid befinden. Das ist heute noch nicht der Fall.