Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Für offene Worte nicht erst nach Anatolien!

Waterbölles-Kommentar

‚Noahs Suppe‘ als Symbol für gesellschaftlichen Wandel“, titelte der Waterbölles am 1. Februar 2010. An diesem Tag wurde in Wuppertal,  Boltenheide 4, die private Ganztagsrealschule Boltenheide offiziell eröffnet. Die staatlich genehmigte Ersatzschule startete im Schuljahr 2009/2010 mit insgesamt 80 Schüler/innen in je zwei 5. und 6. Klassen (monatliche Schulgebühr damals: 190 Euro). Schulträger ist der als gemeinnützig anerkannte  Spektrum Bildungs- und Dialogverein e.V., der unter dem Vorsitz von Necattin Topel damals in Solingen und Remscheid vorzugsweise  Kindern und Jugendlichen mit türkischem Migrationshintergrund Nachhilfeunterricht und Hausaufgabenhilfe anbot. Der Verein erhalte Spenden, bestätigte Necattin Topel damals auf dem Neujahrsempfang des Vereins in Remscheid, an dem auch Bürgermeisterin Monika Hein und Bürgermeister David Schichel, der Beigeordnete Dr. Christian Henkelmann und der damalige CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Siegfried teilnahmen.

Dass „Spektrum“ in dem Ruf stand, Teil des Netzwerkes des islamischen Gelehrten Fethullah Gülen zu sein, der weltweit mehrere hundert Privatschulen und Studentenheime gegründet hat, störte die Remscheider Kommunalpolitiker nicht. Dabei befürchteten schon damals Kritiker wie der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban von der Evangelischen Fachhochschule in Berlin „unter dem pseudo-modernistischen Lack eine islamistische Auffassung" (siehe auch Dokumentation der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen).

Der Waterbölles-Bericht löste damals in der türkischen  „Community“ in  Remscheid eine kurze, aber heftige Diskussion aus, heute unter „Noahs Suppe“ nach wie vor zu lesen. Die Remscheider Moschee-Vereine hüllten sich in Schweigen. Das ist auch heute noch ihre unausgesprochene Devise. Beispiel: Die diesjährigen Wochen gegen Rassismus“ durch den Verein Remscheid Tolerant. e. V. Auf der Mitgliederversammlung am 28.Juni beklagte Martin Sternkopf, es sei auffällig, „dass sich islamische Kulturvereine und andere Migrantengruppen nicht mit eigenen Aktionen einbringen. Dies ist nicht allein bei Remscheid Tolerant so, sondern bei vielen Gelegenheiten zu beobachten, bei denen eine Mitwirkung wünschenswert ist.“ Inzwischen wurde  Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gebeten, „bei der Motivation zur Teilnahme zu helfen“.

Ein offenes Wort zur rechten Zeit. Das thematisierte der Waterbölles gestern im Zusammenhang mit der für Oktober geplanten Reise einer Remscheider (Wirtschafts-)Delegation in die ostanatolische Partnerstadt Kırşehir. Zitat: „Wer so tut – auch in einer Partnerschaft zwischen Städten -, als ginge ihn die ‚große Politik derer da oben‘ nichts an, der verschließt die Augen vor der Wirklichkeit. Wo alles auf allen Ebenen so weiterläuft wie bisher, fühlen sich machtgierige Staatsführer ermutigt. Hier wäre auch auf kommunaler Ebene Anlass für das eine oder andere Signal der Besorgnis, des Unverständnisses, des Protestes.“

Damit war der Besuch in Kırşehir gemeint. Vor dem Hintergrund der von Schwarz-Weiß-Denken geprägten Diskussionen auf Facebook, an denen sich auch türkische Landsleute aus Remscheid beteiligen, teilweise recht hitzig, – hier die verabscheuenswürdige Gülen-Sekte, dort das „edle Volk“ der Türken (DITIB-Freitagspredigt) – muss ich heute einräumen: Dieser Gedanke war nicht zu Ende gesponnen. Denn für ein offenes Wort muss man nicht erst nach Anatolien fahren – wenn es schon bei uns in Remscheid angebracht erscheint. Da wird beispielsweise dem Grünen-Parteichef Cem Özdemir allen Ernstes „Hass auf die Türkei“ vorgeworfen. Weil er sich in "Bild am Sonntag“ für Sanktionen gegen die türkische Regierung ausgesprochen hat, falls diese ihren aktuellen Kurs nicht korrigiere und in der Türkei "Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte weiterhin außer Kraft gesetzt werden“. Motto: „Alle, die nicht für uns sind, sind gegen uns!“

Als ob es in dieser Gemengelage keine Grauzonen mehr gäbe. Von türkischen Mitbewohnern, die seit Jahrzehnten in Remscheid leben, hier scheinbar fest verankert und politisch organisiert, hätte ich verbale Angriffe dieser Art nicht erwartet. Da besteht Diskussionsbedarf. In aller Offenheit. Stillschweigen hilft nicht weiter in einer Stadt, die sich bei offiziellen Gelegenheiten so stolz gibt auf ihre 110 Nationalitäten und ihre Integrationserfolge.

Für drei Mühlen führte der Kleebach zu wenig Wasser

Tuchfabrik Tocksiepen. Repro: Lenneper-Koch

1692 ist der erste Hinweis zur Panzermühle im Burger Lagerbuch verzeichnet: "Im Ambt Beyenburg under dem Schneppendahle liegt eine Walckmühle, die Panzers Mulle genant, besizt Melchior Moll zu Lennep undt gibt darab jährlichs zu Martini vor eine erkenntnuss einen halben Reichsthaler." 1750 wird erwähnt, das sie unter Schuppendahl (Schneppendahl) im Gericht Mosblech (Morsbach im Berg. Land) gestanden hat. Die Mühle gehörte zu diesem Zeitpunkt immer noch einem Melchior Moll. Dieser war wiederum ein Vorfahr der heutigen Mollschen Tuchfabrik aus Lennep.

1692 standen zwei Mühlen am Teich, denn es hatte sich eine Lohmühle von Theiss Hamachers Erben zu Lennep hinzu gesellt, "worab dieselbe Lohemulle ebenmäßig jährlichs zu martini vor erkenntnuss geben einen halben Reichsthaler." Diese Lohmühle mahlte die für das Gerben von Leder erforderliche Lohe. Hierzu dienten die Rinden der umliegenden Eichenwalder vom Nagelsberg bis Schneppendahl. Wasser führte der Teich zum Walken und Mahlen genügend. Die Panzermühle war um 1800 den Erben Dussel und Berghaus zugeschrieben. Beide Anlagen müssen vor 1826 verfallen sein, denn der Urhandris von 1826 im Katasteramt gibt in diesem Bereich keinen Stauteich bzw. keine Mühlenanlagen mehr wieder.

1836 zählt Viebahn in seiner Statistik am Tocksiepen lediglich vier Einwohner. Von einem Kotten ist keine Rede, aber ein Ackergut ist zu dieser Zeit aufgeführt. 1860 taucht im Lenneper Mühlenkataster erstmalig die Walkmühle am Tocksieper Teich auf. Sie wird von einem Färber H.W. Boing (*13.8.1806) geführt. Er zeugte zwischen 1837 und 1859 nicht weniger als 13 Kinder. 1875 wurde aus der Färberei die Trikotagenfabrik von Hermann und Karl Mühlinghaus. Überlieferungen zufolge soll um 1890 dort eine Schleiferei angesiedelt worden sein - die Firma Spannagel, die auch mit Wasserkraft arbeitete. Gegen 1900 wurde das Wasserrad stillgelegt und durch Dampfkraft ersetzt. Das Wasserrad war etwas Besonderes; 1905 wurde eine Nachbildung zu Fastnacht durch Lennep getragen und als Originalität von der seinerzeitigen Lenneper Stadtverwaltung mit einem Geldbetrag prämiert.

Fabrikanlage am unteren Teich des Kleebachs. Repro: HIZ Wuppertal

Bei Nachforschungen bezüglich des Bachnamens fand ich heraus, dass das Restaurant Tocksiepen seit 1889 im Familienbesitz der Familien Hasselkus und Reinberger ist. Heute kann man von den ehemaligen industriellen Anlagen nur noch etwas erahnen. Ein großer und ein kleiner Bio-Teich halten in Erinnerung, das dort einmal mit Wasserkraft Tücher schöngefarbt und gewalkt wurden.

Obwohl dieser Bach sehr wenig Wasser führt, war er bereits 1692 im Burger Lagerbuch mit drei Wassermühlen verzeichnet. Die oberste Mühle gehörte zu dem Zeitpunkt dem Caspar Hackenberg. Die mittlere Mühle wurde von Johann Busch betrieben. Die untere Kleebächer Mühle ist als einziger Standort noch existent, jedoch auch schon 1692 erfasst, als sie dem Johann Sondermann gehörte. Erst 1804 wird diese Mühle etwas näher als Walkmühle bezeichnet. Aufgrund des geringen Wassers sind die anderen Mühlen sicherlich ebenfalls als Walkmühlen der Tuchindustrie zuzuordnen, aber gesicherte Erkenntnisse habe ich nicht darüber.

1828 ist dort die Schererei und Rauherei von Carl Eickelberg in Lennep erwähnt mit einem oberschlächtigen Wasserrad, das zwei Tuch-Langschermaschinen, vier Tuch- Querschermaschinen und eine einfache Rauhmaschine antreibt. Eine Statistik von Dr. Johann Georg von Viebahn aus dem Jahre 1836 besagt, das am Kleebach damals nur noch zwei Anlagen standen. Die untere ist als Wollwascherei ausgewiesen. Sämtliche Daten fehlen. Eine der ersten Karten von 1871 belegt zwei Teiche mit je einer Walkmühle. Die untere Kleebächer Mühle taucht erstmals 1700 bei Geschichten rund um die Lenneper Tuchmacher auf. 1829 wird sie erwähnt mit "1 oberschlachtigem Wasserrad, 2 Cilinder- Scheermaschinen, 4 Scheer-Tischen und einer Rauhmaschine". 1842 ist sie vermietet an Heinrich Sebes in Lennep. In dieser Zeit  wird auch zum ersten Mal auf den Wassermangel hingewiesen, durch den sich an dem Bach keine drei Mühlen halten konnten. 1853 wird sie laut Eintragung von Heinrich Buscher (7.10.1802 - 19.1.1881) aus Hückeswagen als Färberei betrieben. 1900 ist dort eine Kugellagerfabrik von Karl Hager erwähnt. 1942 ist die Fabrik im Besitz der Plandeckenfabrik Albert Moll, aber zu der Zeit außer Betrieb. 1962 zog eine Härterei und Vergüterei ein. 

Etwa 400 Meter talabwärts ist der (neue) Standort Kleebach mit seiner letzten Fabrik noch gut zu erkennen. Geht man in das Tal hinein, kommt man unmittelbar an die Staumauer des zweiten (unteren) Teiches; die Anlagen, die weiter oben gestanden haben, sind nicht mehr erkennbar. Der Kleebach entspringt kurz vor dem Henkelshof und hat dort auch mehrere Quellen. Er läuft seitlich an der hölzernen Klinke und am Jammertal vorbei, mündet bei Jacobsmühle in den Lennepe Bach und fliest dann nach nur wenigen Metern in die Lennepe Bach-Vorsperre der Wuppersperre. Seinen Namen verdankt er dem Vorkommen von Ton und Klei, der als Walkerde in den Mühlen seine Verwendung fand. Kleibach, so hieß der ursprüngliche Name.  (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt, Band 5 - Vom Blombach bis Eschbach)

... und abends wird Ben Waters den Alter Markt rocken

Mit einem „Tag der offenen Tür“ und am Abend mit einer Jubiläums-Soul-Shake-Party in der Klosterkirche feiert die Geschäftsstelle Lennep der Stadtsparkasse Remscheid am 1. Oktober das 175-jährige Jubiläum des Geldinstituts. Hintergrund: Die Sparkasse Lennep hatte sich 1929 im Rahmen der Gebietsreform mit der Stadtsparkasse Remscheid zusammengeschlossen. Aber auch der „Lenneper Sommer“ am Samstag, 30. Juli, wird im Zeichen des Sparkassenjubiläums stehen.  „Wir haben einen bunten Geschenkestrauß gebunden, bei dem für jeden etwas dabei sein sollte. Ich gehe davon aus, dass wir mit dem von Lennep Offensiv zusammengestellten Programm den Geschmack der hoffentlich zahlreichen Gäste aus nah und fern getroffen haben und gemeinsam einen wunderbaren Sommerabend in Lennep genießen können“, sagte gestern der stellvertrende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Michael Wellershaus, als er in der Lenneper Filiale die bevorstehende Jubiläumsfeier auf dem Alter Markt als Open-Air Festival ankündigte.

Dabei wollen „Jay Oh“ (Supertalent 2015) und „Lars Vegas“ („Ace Acts“) das Publikum ab 18 Uhr in Stimmung bringen. Tanzdarbietungen von „Tepel´s Tanz-Treff“ und der Lenneper Turngemeinde sollen einen weiteren Glanzpunkt setzen. Und viele Besucher werden auch auf die Bekanntgabe der Gewinner des Jubiläums-Rätsels warten, das eigens für die Veranstaltung ausgeschrieben wurde. Der Höhepunkt des Abends dürfte aber Ben Waters mit seiner Band sein. Er zählt zu den besten Rock´n Roll und Boogie Woogie-Pianisten der Welt und hat schon mit Stars wie Chuck Berry, Shakin´ Stevens und Axel Zwingenberger zusammen gespielt. Sein mitreißendes Piano-Spiel begeistert auf seinen Tourneen das Publikum. Die Veranstalter sprechen deshalb von einem Glücksfall, dass er für das Konzert in Lennep verpflichtet werden konnte: „Maßgeblichen Anteil daran hatte Ulrich Spormann (bekannt von Dr. Mojo), der auch an diesem Abend mit Ben Waters zusammen zu hören sein wird. Moderiert wird der Abend von Rüdiger Hockamp, der gewohnt charmant und humorvoll durch das Programm führen wird.“

Abgerundet wird das Wochenende am Sonntag, 31. Juli, mit einem Pilger- und Familienfest auf dem Alter Markt. Nach der Rückkehr der Wanderer, die bereits um 7 Uhr zur Pilgerwanderung starten, wird Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz um 15 Uhr den mit neugestalteten Pflastersteinen gekennzeichneten Pilgerweg durch Lennep offiziell eröffnen. Danach spielt die Cover-Party-Band "on-its-own", und es gibt Unterhaltung für die ganze Familie. Wie immer beim Lenneper Sommer ist der Eintritt frei. Für zünftige Speisen und Getränke wird gesorgt sein.

Hätten Sie`s gewusst? David gegen Goliath im Eschbachtal

Wenn es um lebenswichtige Futterquellen geht, werden auch kleine Insekten plötzlich zu aggressiven Verteidigern ihres Reviers und attackieren auch wesentlich größere Gegner. In diesem Fall hat es die bei uns seltene Chameleonfliege (auch: Waffenfliege) erwischt. Der süße Duft der Doldenblüten hat sie angezogen und sie wollte sich in Ruhe an dem Nektar laben - aber die Dolde war schon besetzt von etlichen Weichkäfern, die die Dolde als Paarungsort und Futterquelle für sich beanspruchten. Das kleine Weichkäferweibchen krabbelte einfach auf die viel größere Fliege und krallte sich an dem vermeintlichen Gegner fest. Gegenseitig verletzen können sich die Tiere nicht - aber vielleicht kann der Eindringling soweit irritiert werden, dass er des Weite sucht.

Als sich die Fliege trotz des ungebetenen Gast auf ihrem Rücken nicht beeindrucken ließ und weiter Nektar saugte, krabbelte die kleine Käferdame zum Kopf der Fliege und umklammerte ihn und ließ nicht mehr los. Nun war die Fliege sichtlich in ihren Bewegungen behindert und versuchte den Käfer abzuschütteln - was aber nicht gelang. Schließlich flog die Fliege mitsamt dem Käfer auf und landete auf einer benachbarten Dolde - erst dort gab der kleine Käfer sie frei - und verschwand im Unterholz. Ob er wieder zu seiner Dolde gefunden hat? (Die Chamälionfliege - Stratiomys chamaelon - kann leicht für eine Schwebefliege gehalten werden; sie gehört aber zu den Waffenfliegen. Ihre Larven leben in Bächen oder Tümpeln. Die erwachsenen Fliegen haben einen sehr breiten Hinterleib und eine wespenartige gelbe Zeichnung, um Fressfeinden ihre scheinbare Ungenießbarkeit zu signalisieren).

 

 

Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Sportbund Remscheid (Sportjugend) / Sommerferienaktionen: Nach dem Erfolg im lvergangenen  Jahr, finden auch in diesem Jahr wieder Sport- und Spielaktionen in verschiedenen Remscheider Stadtteilen statt: 26. und 27. Juli Jahnplatz, 2. und 3.August Hasenberg sowie 17. August Rosenhügel . Die Sportjugend organisiert zudem Ferienprogramme für Schulen. Schulen.Wer Interesse hat, in den Sommer- und/oder Herbstferien Sportangebote für Kinder anzubieten, kann sich gerne bei Martine Wieczorek (Tel. RS 341443; E-Mail: sportjugend@sportbund-remscheid.de">sportjugend@sportbund-remscheid.de) melden.

Überraschungsgeschichten: Jeden Mittwoch ab 16.45 Uhr wird in der Kinder- und Jugendbibliothek, Scharffstr. 4-6,  eine halbe Stunde lang vorgelesen. Am 27. Juli liest Ingeborg Heller Kindern zwischen vier und zehn Jahren Überraschungsgeschichten vor.

Arbeiten an der Erdgashochdruckleitung in der Dreiangelstraße: Ab 28. Juli werden für die Dauer von rund zehn Wochen die Arbeiten an der Erdgashochdruckleitung (OpenGridEurope) von der Hastener Straße in die Dreiangelstraße ausgeweitet. Weil die Schächte quer in der Straße verteilt liegen, wird die Dreiangelstraße ab der Hausnummer 1 talwärts zur Einbahnstraße. Mit einem Ende der Maßnahme in der Dreiangelstraße ist Ende September zu rechnen. Über weitere Bauabschnitte wird zeitnah eine Meldung erfolgen.

Gedenkveranstaltung zum 73. Jahrestag des Luftangriffs auf Remscheid: Am 30. Juli 1943 wurde um 23.30 Uhr der Luftalarm für das Remscheider Stadtgebiet gegeben. Nach der Bombardierung unserer Bergischen Nachbarstädte in den Wochen und Monaten zuvor sollte nun auch Remscheid das Ziel der Bomberbände werden. Am frühen 31. Juli 1943 erreichten die Flugzeuge unsere Stadt. In knapp drei Stunden zerstörten 295 Tonnen Sprengbomben und 483 Tonnen Brandbomben das, was zuvor von Generationen erschaffen worden war. Der von deutschem Boden durch das NS-Regime entfesselte Weltkrieg erreichte auch unsere Stadt. 1.063 Menschen verloren in dieser Nacht ihr Leben. Zahllose Verletzte waren zu beklagen. Zahllose Bürger verloren ihr Obdach, Hab und Gut. Als die Morgendämmerung anbrach, offenbarte sich ein Bild der Zerstörung, des Schreckens und des Grauens, das sich über die Remscheider Innenstadt gelegt hatte.
Über sieben Jahrzehnte sind seitdem vergangen. Frieden, Freundschaft und Freiheit sind heute scheinbar selbstverständlich. Aber die Erinnerung an die Nacht des 30. auf den 31. Juli 1943 hilft zu begreifen, das scheinbar Selbstverständliche vergehen kann, wenn es nicht immer wieder bewusst bewahrt und erneuert wird. Die Opfer - unter ihnen Bürger, verschleppte Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene – mahnen uns, für Frieden, für Toleranz und für Verständigung einzutreten.
Alle Remscheiderinnen und Remscheider sind herzlich dazu eingeladen, gemeinsam mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz der Opfer am Samstag, 30. Juli, um 18 Uhr im Ehrenhain Reinshagen in Stille zu gedenken.

Sommer – Sonne – Ferien? Ab ins Freibad Eschbachtal! Was liegt da näher, als sich im Freibad Eschbachtal abzukühlen? Ab 10 Uhr ist das Freibad Eschbachtal täglich geöffnet. Ankommen und Handtuch ausrollen und dann ab ins erfrischende Wasser! Die Tageskarte für Erwachsene kostet vier Euro Euro. Jugendliche bis 18 Jahre zahlen nur 2,50 Euro. Die Familienkarte (2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder) gibt es für 10,50 Euro, Kurzschwimmer ab 18 Uhr zahlen zwei Euro.

Taschenbuchbasar: Auch in diesem Jahr bietet die Zentralbibliothek Remscheid wieder Ferienlektüre an, die nicht zurückgegeben werden muss: Attraktive Taschenbücher für Erwachsene und Kindertaschenbücher werden zu günstigen Preisen abgegeben. Der kleine Bücherbasar läuft bis zum Ende der Sommerferien.

Artikel vollständig lesen

Wochenrückblick vom 18. bis 24. Juli 2016

Party noch heute und morgen am Lennep-Strand

Der Alter Markt in der Lenneper Altstadt – ein großer Kinderspielplatz mit gelbem Sand, der geradezu nach Schüppchen und Förmchen ruft. Auch heute und morgen noch. Jedenfalls in  „Parterre“, wo sich die Kleinen tummeln. Etwas weiter höher, an Stehtischen, steigt derweil die „Beach-Party“, zu der die Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V. und einige Gastwirte erstmals gestern Abend eingeladen hatten (das kurze Video entstand beim Soundcheck). Und was gehört zu karibischem Flair? Natürlich ein bunter Cocktail oder ein alkoholfreies Mixgetränk. Und wer davon ein wenig zu viel genossen hatte oder sich einfach bis zum „Schwof“ am Abend ein wenig ausruhen wollte, konnte dafür einen der aufgestellten Liegestühle benutzen. Morgen ist am „Lennep-Strand“ übrigens Familientag: Während die Erwachsenen ihre Zeit im „Beach-Café“ genießen, bauen die Kinder eine Sandburg.

Die Delegation und ihren Auftrag bitte überdenken!

Waterbölles-Kommentar

Kırşehir: Gerade jetzt auf Dialog setzen!“, überschrieb der Waterbölles heute eine Pressemitteilung des SPD-Unterbezirks Remscheid und ergänzte sie um eine Stellungnahme von Superintendent Hartmut Demski,  zugleich Vorsitzender des Freundschaftsvereines Remscheid- Kırşehir e.V.

In einer Tageszeitung habe ich diese Woche eine Karikatur gesehen: Erdogan geht auf einer Straße. Hinter ihm auf dem Asphalt viele rote Striche und vor ihm eine weitere „rote Linie“. Die pinselt ein Vertreter der Europäischen Union. Der sagte sinngemäß, diese rote Linie sei nun wirklich die letzte, die Erdogan nicht auch noch überschreiten dürfe.

Den Ausnahmezustand hat Erdogan schon ausgerufen. Jetzt geht es um die (teilweise?) Aussetzung der Europäischen Menschenrechtskonvention. Was in dieser Situation meines Erachtens nicht geht, ist „business as usual“, auf EU- und NATO-Ebene ebenso wie auf der einer Städtepartnerschaft. Auch ein offizieller Partnerschaftsbesuch, der diesmal der Vertiefung wirtschaftlicher (!) Beziehungen dienen soll, wäre in dieser Situation fehl am Platz. Solche Beziehungen sind in normalen Zeiten gut und wichtig. Aber die Türkei erlebt gerade alles andere als das; ihr droht der Wandel von einer Demokratie zu einer Diktatur. Das gilt es – unter Freunden – offen anzusprechen. Da reicht es dann nicht, wie vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Jens Peter Nettekoven gefordert, die Remscheider Delegation dürfe nicht nur aus Vertretern von Verwaltung, Politik und Wirtschaft bestehen, sondern müsse um einen Vertreter der Kirchen oder einer „Nichtregierungs-Organisation“ ergänzt werden, der, Zitat „für die Werte unserer Zivilgesellschaft steht“. Der allein?! Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein solcher Vertreter zur Verfügung stünde – quasi das Deckmäntelchen liefernd, unter dem sich dann fleißig, wie vorgesehen, Wirtschaftsfragen erörtern ließen.

Wer so tut – auch in  einer Partnerschaft zwischen Städten -, als ginge ihn die „große Politik derer da oben“ nichts an, der verschließt die Augen vor der Wirklichkeit. Wo alles auf allen Ebenen so weiterläuft wie bisher, fühlen sich machtgierige Staatsführer ermutigt. Hier wäre auch auf kommunaler Ebene Anlass für das eine oder andere Signal der Besorgnis, des Unverständnisses, des Protestes. Da wäre dann auch die Absage einer vereinbarten Besuchs denkbar.

Andererseits: In der Situation, in der sich die Menschen in der Türkei befinden, das Gespräch mit Betroffenen zu suchen, ihnen unsere Solidarität zu bekunden, das wäre gut und angemessen. Auch in Kırşehir haben sicherlich Akademiker eine ungewisse Zukunft vor sich nach der Entlassung/Suspendierung Tausender von Wissenschaftlern im ganzen Land und Ausreiseverboten. Einmischung in „innere Angelegenheiten“ der Türken? Die Alternative wäre, den Besuch in Kırşehir zu verschieben, bis die Türkei wieder zur Demokratie zurückgekehrt ist. Damit würden wir aber unsere Freunde in Kırşehir bis dahin im Stich lassen. Da wäre mir eine personell neu zusammengestellte Delegation mit klar geändertem Auftrag doch lieber.

Kirsehir: Gerade jetzt auf Dialog setzen!

Pressemitteilung des SPD-Unterbezirks Remscheid

Die Remscheider SPD wendet sich gegen das Infragestellen der Delegationsreise der Stadt Remscheid in die türkische Partnerstadt Kirsehir. „Der Wert einer Partnerschaft beweist sich gerade in schwierigen Zeiten. Deshalb ist das Infragestellen einer für Oktober diesen Jahres geplanten Delegationsreise der Stadt Remscheid in die Türkei alles andere als hilfreich.“ Mit diesen Worten kommentiert die stellvertretende Vorsitzende der Remscheider SPD, Stefanie Bluth, die jüngsten Äußerungen des CDU-Kreisvorsitzenden Jens Peter Nettekoven. Stefanie Bluth hatte im Februar 2015 an einer Delegationsreise der Stadt Remscheid in die Türkei teilgenommen, bei der das Partnerschaftsabkommen mit der Stadt Kirsehir unterzeichnet worden war. Die politische Lage in der Türkei ist schon seit längerer Zeit besorgniserregend. „Gerade jetzt gilt es, dafür zu sorgen, dass der Konflikt aus der Türkei nicht in unsere Stadt hinein getragen wird!“ so Bluth weiter. Es dürfe nicht der Eindruck aufkommen, dass die Partnerstadt mit Kirsehir zur Disposition stehee. „Vielmehr gilt es, gerade jetzt den Sinn einer Städtepartnerschaft mit Leben zu füllen –  nämlich zur Verständigung zwischen den Völkern beizutragen!“  (Antonio Scarpino)  

Anmeldung könnte am 2. August schon zu spät sein

Das Programm der „Wochen der älteren Generation  2016“ vom 3. bis zum 17. September steht. Für die Arbeitsgruppe, die daran gearbeitet hatte, stellten gestern im Rathaus Elke Rühl, Inge Brenning, Erika Schmitz und Hermann Josef Hohn die kleine Broschüre mit den verschiedenen Angeboten für Remscheider/innen ab 60 vor, die jetzt an vielen öffentlichen Stellen in Remscheid ausliegt. Sie kann in aller Ruhe studiert werden, bevor die Entscheidung für das eine oder andere, erfahrungsgemäß besonders gefragte „Highlight“ fallen muss. Am besten sollte das am Montag, 1. August geschehen. Denn vorher werden – nach schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit im Zusammenhang mit einer Theatervorführung – keine Anmeldungen entgegengenommen, und nachher, am 2. August, könnte es schon zu spät sein. Denn bei einigen Veranstaltungen ist die Teilnehmerzahl begrenzt.

Von einer „bunten und vielfältigen Mischung von Veranstaltungen“ schreibt Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in seinem Grußwort. Er hatte für „Woche der älteren Generation“ diesmal 4.600 Euro aus seinem Etatentwurf zur Verfügung gestellt. Ein knappes Budget, gewiss, aber mehr war angesichts der Finanzmisere der Stadt „nicht drin“. Zum Glück habe es, s Elke Rühl, „verständnisvolle Kooperationspartner“ gegeben. So reichte das Geld denn aus, um beispielsweise die Eintrittskarten für eine Aufführung der Lüttringhauser Volksbühne nicht nur regulären Preis von zwölf, sondern zum Sonderpreis von sechs Euro anbieten zu können. Auch hier ist rechtzeitig Anmeldung ratsam: Denn das Sonderkontingent ist auf 150 Karten beschränkt.

Gut nachgefragt sein dürfte auch die Stadtrundfahrt am 5. September sein. Teil I ging im vergangenen Jahr zum Hasten, nach Lüttringhausen und Teile Lenneps. Diesmal stehen der Südbezirk und das Eschbachtal mit seinen historischen Kotten im Mittelpunkt. Oder die Besichtigung der der Beckmannschen Backstube am 12. September (mit einer auf 25 Personen begrenzten Teilnehmerzahl). 47 Personen können sich zur Busfahrt am 15. September anmelden, die den Thomashof in Burscheid zum Ziel hat – mit Besichtigung der dortigen Käserei.

Wie im vergangen en Jahr wird auch die diesjährige „Woche der älteren Generationen" im Saal der Remscheider Volkshochschule, Elberfelder Str. 32, Raum 227, 2. Etage, eröffnet – am Samstag, 3. September, von ,14 bis 17 Uhr. Es soll ein „musikalischer Nachmittag“ werden, hieß es in der gestrigen Pressekonferenz: „Auftreten wird ein Remscheider Chor. Außerdem werden Lieder zum Mitsingen mit musikalischer Begleitung der Musikschule der Stadt Remscheid dargeboten.“ Der Eintritt ist frei; Kaffee und Kuchen während der Veranstaltung sind für sechs Euro zu haben. Nachfolgend die übrigen Veranstaltungen:

Artikel vollständig lesen