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Bundestagswahl 2017: Ergebnisse im Wahlkreis 103

24.09.2017 22:23 Uhr - 211 von 211 SchnellmeldungenWahlkreis 103 Solingen-Remscheid-Wuppertal IIWahl zum Deutschen Bundestag 24.09.2017 - Erststimmen38,2538,2530,8330,835,815,816,256,257,767,769,469,461,651,65Hardt, CDUSchäfer, SPDBrehmer,GRÜNEScheffels, DIELINKEvan derMost, FDPKühne, AfDSonstige01020304050votemanager.de
Gewählt

Hardt, Jürgen (CDU)

103 Solingen-Remscheid-Wuppertal II
     
Wähler 164.028 73,61 %
ungültige Stimmen 1.560 0,95 %
gültige Stimmen 162.468 99,05 %

24.09.2017 22:23 Uhr - 211 von 211 SchnellmeldungenZweitstimmen31,5931,5925,0825,087,227,227,817,8114,1214,129,989,984,204,20CDUSPDGRÜNEDIE LINKEFDPAfDSonstige010203040votemanager.de
103 Solingen-Remscheid-Wuppertal II

Zum 35.Mal war Honsberg in Feierlaune

Schnappschüsse vom DStadtteilfest Honsberg am vergangenen Wochenende.-Fotos: Hans Georg Müller.

Sorgenvoll schaut Thomas Weber am Freitag in den wolkenverhangenen Himmel. Ein offenes Singen mit Gregor Oertgen soll im Freien vor dem Neuen Lindenhof erklingen. Er hat mit vielen Helfern alles  arrangiert - von der großen Bühne bis zum Bierzelt.18 Uhr 50 geht der Regen los. Um 19 Uhr sollte losgejubelt werden. Ein Zeichen der Regie von Ralph Noll und Ute Friedrich-Zielas, und die ganze " Chorgemeinschaft siedelt ins Bistro des Multikultihauses  um. Fast zwei Stunden tönte dann aus Amateurkehlen Gesangsgut aus jüngerer Zeit, von "Marmor, Stein und Eisen, bricht aber unsere Liebe nicht" bis zum "Skandal im Sperrbezirk". Zuletzt "Wo die Wälder noch rauschen... "

Am Samstag trafen sich die Stadtteilbewohner und Besucher ab 14 Uhr im "Wahl-Café" des Lindenhofs. Im großen Saal waren wieder die Fotografien von "Honsberg momentan und danach" eingezogen. Erste Reibekuchen, Crêpes und Donats wurden am Eingang für den Hunger zwischendurch gereicht. Der Vorplatz hatte sich mit Ständen von vielen Aktivisten gefüllt. Kunstvoll wurden Leinentaschen,  nach Anweisung von Ute Lennartz-Lembeck unter dem Löwengraffiti gefertigt. Das Angebot an kulinarischen Genüssen kannte zum "Multikultifest" kein Grenzen. Salzkrustige Sardinen, Calamari aus Portugal und türkische Spezialitäten von scharf bis zuckersüß waren zu kleinen Preisen im Angebot. Auch die Currywurst - superlecker - bei AWO war nachgefragt. Um 15.30 Uhr war es dann soweit: Zur offiziellen Eröffnung  des Festes durch Ralph Noll, Oberbürgermeister Burkhardt Mast-Weisz und Hans Günther Korb  auch diesmal wieder ein Böllerschuss, ausgelöst von Ute Friedrich-Zielas. Mahnende Worte gab es vom OB, unbedingt zur Wahl zu gehen, um ein gutes Demokratieklima zu erhalten. Tanz aus Portugal und Tänzchen von einheimischen Minis lockten die Eltern mit ihren Smartphones vor die Bühne. Gegen Abend wummerte dann die Coverband "shake-a-delic" live, und ab 21.30 Uhr machte Dieter Disco im Saal.

Lenneper und Remscheider erkennen sich am Platt

Blick auf den historischen Stadtkern von Lennep im Jahre der Eingemeindung, 1929 Auch für Lennep gilt - wie für Remscheid -, dass vor etwa 5000 Jahren Menschen erste Spuren in die Wälder zeichnen. Steinbeile sind gefunden worden, wo später die Stadt ent­stand. Aber ehe der Ort mit seinem Namen in das Licht der Urkunden rückt, vergehen von der frühesten - vorüberge­henden - Besiedlung an mehr als 4000 Jahre. Mitte des 12. Jahrhunderts   entstehen  die  ersten  Schriftzeugnisse,   die  über Lennep berichten. Das Küsteramt des Stiftes Werden an der Ruhr verfügte 1126 über ein Gut bei Lennep, das Zur Kemenaden (heute Kimmenau) hieß. Später im Jahrhundert ist von einer Villa Linniphe die Rede, von einer Villikationsverfassung, die einem grundherrlichen Kleindorf galt, vermutlich in der Hand Engelberts I. von Berg.

Altes Fachwerkhaus an der Brandgasse in Lennep.Um 1230 erhält Lennep Stadtrecht und wird befestigt. Es entsteht eine Pfarrei. 1325 werden die Stadtprivilegien er­neuert, da die alten nach einem Stadtbrand weggefallen wa­ren. Im 15. Jahrhundert nennt Lennep sich eine Stadt, »die in der Hanse ist«, Hinweis auf ihre Handelskraft; um 1500 werden ihre Tuchmacher berühmt. 1569 zerstört ein großer Brand die Stadt bis auf 17 Häuser, aber in wenigen Jahren ist sie wieder aufgebaut. 1746 brennt Lennep abermals nieder. Diesmal geht es mit dem Wiederaufbau langsamer voran. In dieser Zeit steht die Lenneper Lateinschule in hoher Blüte. Sie wird 1802 geschlossen.

Als Napoleon kommt, erhält auch Lennep eine Bürgermei­stereiverfassung, unter Aufhebung der Privilegien als Stadt. 1816 wird der Kanton Lennep preußischer Landkreis. Und 1830 erscheint das erste Lenneper Kreisblatt, die älteste Zeitung weit und breit, bis heute in der »Bergischen Mor­genpost« fortlebend. »Redacteur« war ein Rektor J. H. Mül­ler. Mittwochs und sonnabends war je eine Ausgabe zu lesen, zum Preise von vierteljährlich 7,5 Silbergroschen. »Haupt­tendenz des Blattes sey,« so heißt es in der Jungfernausgabe, »schnellere Verbreitung der von der landräthlichen und jeder anderen obrigkeitlichen, gerichtlichen, polizeilichen, Verwaltungs-, Kirchen- und Schul-Behörden des Lenneper Kreises ausgehenden, die Bewohner desselben unmittelbar oder mittelbar betreffenden Verfügungen, wobei denn die Herren Beamten öfters Gelegenheit finden und nehmen werden, sich über Veranlassung, Nutzen und die beste Art der Ausführung derselben umständlicher auszusprechen als es vielleicht auf dem gewöhnlichen Wege thunlich seyn möchte.« Mit anderen Worten: in Aussicht genommen war ein amtliches Mitteilungsblatt mit Werbe-Funktion für die Behörden. Aber eines machte das Blatt deutlich: die Stellung Lenneps in diesem Teil des Bergischen Landes. Die Stadt Lennep spielte eine führende Rolle, erhielt 1840 eine König­liche Handelskammer und 1842 eine private Aktiengesell­schaft für Gasbeleuchtung. (…)

Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals am In vielen Zügen war das Leben in dieser Stadt mit dem Leben im alten Remscheid vergleichbar, auch wenn Lennep ein gänzlich anderes Wachstum hatte. Um 1700 standen im Mauerring der Stadt etwa 300 Häuser. Die Zahl erhöhte sich bis 1746 durch die Aufnahme der Feintuchfabrikation bis auf 430. Der erwähnte Stadtbrand vernichtete sie bis auf sieben. Man baute weniger Häuser wieder auf, die dafür höher. Die alte Einwohnerzahl erreichte man nicht mehr. 1790 standen 280 bis 290 Häuser, 1793 fielen die Stadtmauern und 1803 hatte sich die Häuserzahl wieder auf 350 bis 360 vermehrt.

Doch die bergische Hauptstadt Lennep hatte den Anschluss verpasst; Remscheid hatte sich weitaus kräftiger entwickelt, und mit dem mitleidigen Herunterblicken auf die armen Vet­tern vom Lande war es vorbei. Schon als Napoleon 1808 eine Verwaltungsordnung für das Großherzogtum Berg schuf und Kommunen oder Munizi­palitäten bildete, zeigte sich, dass für ihn die Bevölkerungs­zahl ein wichtigeres Argument war als geschichtliche Remi­niszenzen. Remscheid wurde eine Kommune ersten Grades, Lennep und Lüttringhausen hatten sich mit dem zweiten Grad zu bescheiden. Aber Lennep wurde 1816 Kreisstadt. Hatte die zentrale Lage hier eine Rolle gespielt, so auch bei der weiteren Entwicklung der Stadt zum Verkehrsknotenpunkt. 1851 bestehen Personenpostlinien von Lennep nach Remscheid, Elberfeld, So­lingen, Köln, Olpe, Gummersbach, Lüdenscheid, Schwelm und Remlingrade, 1868 wird die Eisenbahnlinie Rittershausen-Ronsdorf-Lüttringhausen-Lennep-Remscheid eröffnet. Als 1856 die preußische Städteordnung auch im Bergischen Land eingeführt wurde, musste Lennep erneut erfahren, was es bedeutet, im Bevölkerungswachstum zurückzubleiben: Remscheid erhielt die Städteordnung wegen der Einwohner­zahl automatisch, Lennep nur nach Genehmigung eines ent­sprechenden Antrages.

Die Gaststätte Windgassen an der Kölner Straße (später 'Kölner Hof').Doch noch war die Geschichte nicht vollends verbraucht, noch gab es Statussymbole. Lennep erhielt 1877 ein Amtsgericht, und 1880 glühten zum ersten Mal weit und breit elektrische Lampen auf, in den Ge­bäuden der neuerrichteten Kammgarnspinnerei von Johann Wülfing und Sohn. Auch Lennep vermochte also technische Wegmarken zu setzen. 1883 entstehen Wasserleitung und Kanalisation (wenigstens ihr Anfang), 1888 wird die Lenneper Gasversorgungsanstalt Eigentum der Stadt. Außerdem wird eine Landwirtschaftli­che Winterschule gebaut.

Doch dieses Dreikaiserjahr bringt in Bezug auf den Remscheider Nachbarn auch wieder ein Ereignis, das am Lenne­per Selbstverständnis rüttelt: Remscheid scheidet aus dem Landkreis aus und wird selbständiger Stadtkreis, und 1893 geht der Substanzverlust weiter, denn in diesem Jahr werden Hohenhagen und Neuenkamp an Remscheid abgetreten. Das Jahr 1893 brachte den Lennepern aber auch den Bau ihrer Talsperre im Panzerbachtal, und schon 1894 konnten sie die neuangelegten Lüttringhauser Wasserleitungen aus ihrem Netz versorgen.

Im Saal des Hauses Kölner Straße 34 im Jahre 1900, festlich dekoriert und mit kleiner Bühne.. haben Vater und Sohn Berben Platz genommen, die Inhaber. An den Wänden die Lorbeerkränze erfolgreicher Turner. Die Straßenbahn kam 1907 nach Lennep, als die Westdeut­sche Eisenbahngesellschaft eine Linie von Wermelskirchen über Remscheid, Lennep, Lüttringhausen bis zur Halbach baute. 1922 wurde die Linie von der Remscheider Straßen­bahn gekauft. Remscheid drängte sich nun immer stärker ins Lenneper Le­ben hinein. 1921 wurde die Handelskammer von Lennep nach Remscheid verlegt, und Ende der zwanziger Jahre begannen die Gespräche um eine Eingemeindung. Dass solche Gedan­ken bei traditionsbewussten Lennepern zunächst nicht auf Gegenliebe stießen, versteht sich am Rande. Zwar war Rem­scheid längst auf dem Weg zur Großstadt, während Lennep - wie E. Erwin Stursberg schreibt - »den Charakter eines Landstädtchens nicht abzustreifen vermochte«, aber die ei­gene Entwicklung, der Stolz auch auf die historische Rolle führte zu heftigen Widerständen.

Am Endergebnis war aber nicht mehr zu deuteln. In einer Kampfabstimmung des preußischen Landtags wurde die Eingemeindung beschlossen, Lennep kam mit seinen 1736,35 ha Gebiet und seinen 14463 Einwohnern zu Remscheid. Im Jahre 1930 gab es noch einmal eine kleine Korrektur. Vom Lenneper Gebiet wurden einige Striche mit den Ortschaften Wilhelmsthal, Krebsöge, Steeg und Nagelsberger Gemarke an Radevormwald abgetreten.

Der 'Kaffeegarten' der Gaststätte Windgassen. Dort wurde später ein Kino erbaut (heute ein Lagerraum).Lennep hat durch die Eingemeindung nicht aufgehört zu exi­stieren. Es hat - wenn auch mit vorsichtigen baulichen Ver­änderungen - seinen historischen Stadtkern bewahrt, auch eine eigene, von der Remscheider völlig verschiedene Mund­art. Im konfessionellen Bereich gingen die Lenneper ohnehin eigene Wege. Hier stritten von 1738 an Gegner und Befür­worter alter kirchlicher Gebräuche aus dem protestantischen Raum so heftig miteinander, dass darunter auch das wirt­schaftliche Leben litt, hier siedelten sich in einem ganz prote­stantisch gewordenen Gebiet im 17. Jahrhundert Minoriten an, die fleißig missionierten, für einen hohen katholischen Anteil an der Bevölkerung sorgten und eine katholische Pfa­rrei St. Bonaventura schufen, die außer Lennep auch Remscheid und Lüttringhausen umfasste. Heute wird in Lennep von einsichtigen Zeitgenossen aber wohl kaum noch geleugnet, dass nur im großen Stadtverband die Aufgaben der letzten Jahrzehnte lösbar waren. (aus: „Remscheid so wie es war“, von Dr. Gerd Courts, erschienen 1974 im Droste Verlag.)

Anfrage zu Regenbogenfahnen klar beschieden

Das scheinbare Hissen von Privatfahnen vor dem Remscheider Rathaus am 17. Mai hatte Andre Hüsgen, Sprecher der Ratsgruppe Pro Deutschland, bewogen, Oberbürgermeister Burkhard Mast nach der rechtlichen Grundlage zu fragen und ob es jedem Bürger Remscheids möglich sei, „persönliche Wünsche einer solchen Beflaggung von der Verwaltung genehmigen zu lassen“. Zur Ratssitzung am kommenden Donnerstag liegt die Antwort des OB vor. Darin verweist er auf eine Pressemitteilung der Stadt Remscheid vom 17. Mai, die Hüsgen damals entgangen zu sein scheint. Zitat: „Aus Anlass des Internationalen Tages gegen Homophobie hisst die Stadt Remscheid heute vor dem Remscheider Rathaus am Theodor-Heuss-Platz zwei Regenbogenfahnen. Sie sind Spende des Landtagsabgeordneten Sven Wolf und des Stadtkämmerers Sven Wiertz.“ Um private Flaggen hat es sich also, nachdem die Stadt die Spenden angenommen hat, mitnichten gehandelt. Das geht aus der Antwort des OB klar hervor: „Bei den am 17. Mai gehissten ‚Regenbogenfahnen‘ handelt es sich nicht um Privatbesitz. Vielmehr wurden diese Flaggen im Vorfeld der Stadt Remscheid gespendet und befinden sich seitdem im Eigentum der Stadt Remscheid. Geflaggt wurde an diesem Tag aus Anlass des Internationalen Gedenktages gegen Homophobie – als öffentliches Bekenntnis der Stadt Remscheid zu Respekt und Toleranz.“

Die Regenbogenfahne gelte als weltweit etabliertes Symbol für lesbischen und schwulen Stolz und die Vielfalt dieser Lebensweisen. Der internationale Tag gegen Homophobie werde jährlich seit 2005 begangenen und erinnere daran, dass auch heute noch Menschen strafrechtlich verfolgt werden, nur weil sie anders lieben als die Mehrheit der Gesellschaft. Der 17. Mai erinnert dabei an das Jahr 1990, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste der Krankheiten strich, führt der Oberbürgermeister in seiner Antwort weiter aus. Und: „Auch in Deutschland wurden Homosexuelle bis in die 1960er Jahr von Staatsanwaltschaften und Gerichten verfolgt und verurteilt. Seit dem 1. September 1969 war Homosexualität nur noch eingeschränkt strafbar und wurde im Zuge der Deutschen Einheit 1994 endgültig aus dem deutschen Strafrecht gestrichen. Die Urteile der NS-Zeit sind zwischenzeitlich durch den Deutschen Bundestag aufgehoben, und derzeit berät der Bundestag über einen Entwurf der Bundesregierung und die Aufhebung der Urteile aus den frühen Jahren der Bundesrepublik. Mit dem Hissen der Regenbogenfahnen bekennt sich die Stadt Remscheid einmal mehr zu Respekt und Toleranz – zwei unverzichtbare Wertehaltungen in einer Stadt mit über 120 Nationen und einer darüber hinausgehenden Vielfalt in unserer Stadtgesellschaft.“ Über eine Beflaggung städtischer Gebäude außerhalb der Beflaggungsanordnungen seitens Bund oder Land entscheide im Übrigen der Oberbürgermeister im Rahmen einer Einzelfallentscheidung (Ziff. 13.2.4 Allgemeine Geschäftsanweisung der Stadt Remscheid).  Üblicherweise geschehe dies vor dem Hintergrund spezieller Gedenktage oder aufgrund örtlicher Besonderheiten.

Erstes Eltern-Kind-Haltestellen–Banner hängt

grundschulbanner.jpgAn die Eltern, die ihre Kinder mit dem Wagen am liebsten bis vor den Eingangs der Walter-Hartmann-Grundschule fahren würden, wendet sich dieses Banner (links) der Verkehrswacht Remscheid. Sie hat es jetzt vor der Schule an einem Zaun angebracht, um den Eltern zu verdeutlichen, wo sie halten können (und wo eben nicht). Es ist die erste Schule in Remscheid mit einem solchen Banner, und  Bezirksbürgermeister Otto Mähler in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Verkehrswacht Remscheid e.V. erhofft sich davon „einen Nachzieheffekt für die anderen Grundschulen". Die Verkehrswacht Remscheid ist bereit, bei der Anschaffung zu helfen. Schulleiterin Jutta Cramer von Clausbruch: „Das gesamte Lehrerkollegiums dankt herzlich für  das Eltern-Kind-Haltestellen–Banner. Ich hoffe, ‚unsere‘ Eltern beherzigen den Text mehr als in der Vergangenheit. Ich glaube, andere Schulen würden sicherlich auch gerne ein solches Banner bekommen!“

Eine Straßenbahn 1907 am Kaiserplatz in Lennep

Die Straßenbahn am einstigen Kaiserplatz in Lennep, heute Mollplatz

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Unsere heutige Ansichtskarte wurde am 2. März 1908 in Lennep zur Post gegeben und gestempelt. Sie ist an eine Maria Langshausen in Zülpich gerichtet, und auf der Rückseite haben einige Lenneper ihre Unterschrift gesetzt. Man sieht den heutigen Mollplatz, damals hieß er Kaiserplatz, und eine Straßenbahn, die augenscheinlich das Interesse von Jung und Alt erregt. Warum dies, das wird man sich vielleicht heute fragen? Die Antwort: die Straßenbahnlinie von Remscheid über Lennep nach Lüttringhausen war damals nicht einmal ein Jahr alt, und wahrscheinlich entstand die Ansichtskarte gleich nach Eröffnung der Bahnstrecke im Jahr 1907.

Wenn man genau hinsieht, sieht man, dass die Schienen sehr nah am Bürgersteig, am Trottoir wie man damals sagte, verlaufen, und in der Tat war die Enge in diesem Bereich und dem nahen Beginn der oberen Poststraße extrem und führte später schon in den 1930er Jahren zu Konzepten der Neugestaltung. Mollplatz und Poststraße wurden dann aber erst in den 1960er Jahren neu gestaltet und verbreitert. Der Kaiserplatz gehörte vor dem Ersten Weltkrieg zu den Vorzeigearealen des wilhelminischen Lennep, nicht nur wegen seiner repräsentativen Bebauung mit stattlichen Häusern, die damals auch schon rund 90 Jahre alt waren, sondern vor allem wegen des Kaiser- und Kriegerdenkmals, das unter Beteiligung namhafter Künstler und Architekten vor allem an den Sieg über Frankreich im Krieg 1870/71 erinnern sollte.

Die Begeisterung für die neue Straßenbahnlinie war damals groß. Und natürlich musste seinerzeit auch eine Lenneper Firma eine entsprechende Ansichtskarte produzieren. Es war die Buchhandlung Schmitz an der Wetterauer Straße, die dort seit 1850 residierte und später  auch einen Lenneper Verlag umfasste. Die Straßenbahn durch Lennep habe ich als Kind noch erlebt, mehr noch, ich trage eine sichtbare Erinnerung an sie auf der Stirn, bei einer waghalsigen Rollerfahrt die Poststraße hinunter, das war damals zwischendurch verkehrsmäßig noch möglich, rutschte ich unterhalb des Berliner Hofs auf den Blättern einer riesigen Blutbuche aus, die die Schienen bedeckten, und schlug mir die Stirn auf. Die uralte Blutbuche fiel später auch der Straßenmodernisierung zum Opfer; die Narbe aber habe ich immer noch.

"Rollhockey-Euro" der Juniorinnen in RS

Pressemeldung der IGR Remscheid

Als die IGR Remscheid im Frühjahr diesen Jahres den Zuschlag des europäischen Rollhockey-Verband CERH zur Ausrichtung der Rollhockey-Europameisterschaft der U17-Juniorinnen erhielt, war die Freude riesengroß. Zum 3. Mal nach Mieres in Spanien 2015 und Breganze in Italien 2016 wird vom 14.-17. Dezember eine Europameisterschaft in dieser Altersklasse ausgetragen und der Sporthalle Hackenberg internationales Flair verleihen. Inzwischen stehen zwei Teilnehmer fest: Zum einen die deutsche U17-Nationalmannschaft, die von IGR-Trainer Markus Feldhoff gecoacht wird und in der aktuell vier Mädchen aus Remscheid stehen. Dazu kommt eine NRW-Auswahl, deren Gründung in diesem Jahr die IGR maßgeblich mitbetrieben hat, um möglichst vielen Mädchen aus unserer Region die Möglichkeit zu geben, ein solches Turnier mitzuerleben. Erwartet werden daneben die Nationalmannschaften der Schweiz, Frankreichs und Englands. Spanier, Italiener und Portugiesen werden wie bei den vergangenen Turnieren mangels Nationalteams in dieser Altersklasse die Meistermannschaften schicken.

Traditionell wird die Juniorinnen-Euro nach einem verdienten Mitglied des Ausrichtervereins benannt. Dafür kam für die IGR nur einer in Frage: Das verstorbene Ehrenmitglied Adolf Hirschfeld, dem der Verein und der Rollsport in Remscheid unendlich viel zu verdanken haben, wird in Abstimmung mit seiner Familie der Namensgeber für das Turnier sein, das als „Adolf-Hirschfeld-Cup“ firmieren wird. Die Schirmherrschaft über das Turnier hat das Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Remscheid, Frank Dehnke, übernommen. Eine tolle Geste gegenüber dem Remscheider Damenhockey, nachdem die Stadtsparkasse bereits als Trikotsponsor des neuen IGR-Damenteams fungiert.

Bis zum Start der Euro ist allerding noch eine Menge zu organisieren. Hier arbeiten die Verantwortlichen der IGR eng mit dem Stadtsportamt zusammen, das die Organisatoren bis dato tatkräftig unterstützt hat. Die Unterbringung der Sportler und Offiziellen werden das mk|hotel am Bahnhof und das Mercure Hotel am Jägerwald übernehmen. Der „Adolf-Hirschfeld-Cup“ steigt zu vorweihnachtlicher Zeit in Remscheid, und die IGR Remscheid wird alles dafür tun, ein guter Gastgeber und Ausrichter zu sein! Sie freut sich riesig auf das Turnier und ihre internationalen Gäste und ist dankbar für das Vertrauen, das die CERH in sie setzt.

Für Freunde des Pöhlsches `schieten

Die Utensilien zum Pöhlsches`schieten.

Zum Pöhlsches' schieten sind Interessenten auf dem Karl–Wiesemann–Platz neben dem Seniorentreff, Carl–Hessenbruch–Weg 1, wie in den Vorjahren wieder herzlich willkommen. Bezirksbürgermeister und SPD-Ratsmitglied Otto Mähler lädt erfahrene und neue Mitspielerinnen und -spieler zum letzten Pöhlsches Schieten 2107  für Mittwoch, 27. September, von 14.30  bis ca. 17 Uhr herzlich ein: "PLÄTT  AFF!“

„Italian Connection” bietet Folklore und Klassik

Pressemitteilung der Stiftung Tannenhof

Am Sonntag, 24. September, begrüßt die Evangelische Kirchengemeinde bei der Stiftung Tannenhof um 17 Uhr das Ensemble „Saitenwind“ zu einem Konzert. Das Programm „The Italian Connection” aus wurde eigenes hierfür zusammengestellt: Feine Kammermusik des Barocks wechselt sich mit folkloristischen Liedern aus England und Italien ab, bei  denen der  landschaftlich-musikalischen Unterschied sehr deutlich wird. Der  italienische Klang  wurde im Großbritannien in dieser Zeit sehr geschätzt und führte dazu, dass  italienische Komponisten auf der britischen Insel  eine Anstellung fanden. Es musizieren Astrid Ruckebier, Gesang und Blockflöte, Katja Machan-Gier, Blockflöte, und Oliver Gier und Marco Schmidt, Gitarren. Derzeit zählt das Ensemble gut 50 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Elisabeth Esch. „Wir freuen uns, ‚Saitenwind‘ bei uns im Tannenhof begrüßen zu dürfen“, sagt Pfarrer Uwe Leicht, Geistlicher Vorsteher der Evangelischen Stiftung Tannenhof. „Wir versuchen über das Jahr verteilt, viele unterschiedliche musikalische Angebote anzubieten.“

 

 

Wochenrückblick vom 18. bis 24. September 2017