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Wegen Staugefahr Wache in Lennep besetzen?

Zwei Ereignisse machten gestern das Verkehrschaos an der Trecknase “perfekt“: Dor waren zwei Lkw zusammengestoßen, und der Räumungsverkauf im ALDI-Laden Trecknase 15, für den auch in den übrigen Geschäften des Discounters in ganz Remscheid geworben worden war, lockte viele motorisierte Interessenten an. Da war dann weder von der Borner Straße noch von der Lenneper Straße aus ein Durchkommen. Auch Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Polizei hatten es trotz Blaulicht und Martinshorn da schwer. Dabei kann bei solchen Einsätzen jede Minute zählen. Das brachte Armin Lindermann, Senior der Freiwilligen Feuerwehr Remscheid, auf die Idee, ob es nicht besser sei, die alte Feuerwache der Lenneper Wehr an der Mühlenstraße für die Zeit der Großbaustelle an der Trecknase mit Personal und Fahrzeugen der Remscheider Berufsfeuerwehr zu besetzen. Bin mal gespannt, was Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan zu diesem Vorschlag sagt.

Nur die CDU stimmte gegen Resolution

Ohne Sozialticket auf dem Abstellgleis“, überschrieb der Waterbölles am 28. November eine Pressemitteilung der Bergischen Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. Darin  wurden die damaligen Pläne der NRW-Landesregierung kritisiert, das Sozialticket schrittweise zu schwächen. Vorgesehen war, den jährlichen Landeszuschuss zum Sozialticket von derzeit 40 Millionen Euro um fünf Millionen Euro im kommenden Jahr kürzen und bis 2020 sogar halbieren. Nach zahlreichen Protesten dieser Art fuhr machte die schwarz-gelbe Landesregierung zwar einen gewissen Rückzieher. Doch in der Ratssitzung am Donnerstag hielten SPD, Bündnis‘90/DIE GRÜNEN, FDP und W.i.R. an ihrem Entwurf einer Resolution fest. Zitat: „Der Rat der Stadt Remscheid fordert die Landesregierung dazu auf, für Personen mit geringen Einkommen weiterhin Mobilitätsangebote zu fördern, um ihnen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Der Rat begrüßt die Entscheidung der Landesregierung, auch im Jahr 2018 das Sozialticket finanzieren zu wollen. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hat zum 1. Januar 2013 für Personen mit geringem Einkommen das „meinTicket“ eingeführt, dass sich u.a. an folgende Berechtigte richtet: Empfänger von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (SGB II); Empfänger von Sozialhilfe (SGB XII); Empfänger von Wohngeld nach WoGG; nach SGB VIII; Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie Leistungsberechtigte nach dem Bundesversorgungsgesetz. In Remscheid wie im gesamten Verbandsgebiet wird das „meinTicket“ rege in Anspruch genommen und erfüllt damit die Zielsetzung, Personen mit geringem Einkommen Mobilität zu einem günstigen Preis zu ermöglichen. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt dieses Angebot mit einem jährlichen Zuschuss, über dessen künftige Ausgestaltung derzeit im Landtag Nordrhein-Westfalen beraten wird. Die Landesregierung hat angekündigt, die Zuschüsse schrittweise zu reduzieren und letztlich vollständig entfallen zu lassen. In einem solchen Fall verschiebt sich die Finanzierungslast zuungunsten der Verkehrsverbünde und ihren Trägern, sollte das Angebot nicht eingeschränkt oder eingestellt werden. Das zwischenzeitlich bewährte „meinTicket“ sollte weitergeführt werden und seitens des Landes auch weiterhin finanziell gefördert werden.“

Von den 49 anwesenden Ratsmitgliedern stimmten 29 für den Antrag, zwei enthielten sich der Stimme und 18 (CDU) stimmten dagegen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Peter Nettekoven hatte das zuvor damit begründet, dass der Antrag durch die jüngste Entscheidung der Landesregierung obsolet geworden sei, auch wenn zuvor „nicht alles glücklich gelaufen“ sei. Für die Antragsteller widersprach David Schichel von den Grünen: Die Landesregierung habe das Sozialticket lediglich für 2018 zugesagt, aber nicht darüber hinaus. Unterstützung kam von Thomas Brützel „(W.i.R.). Die Stadt Remscheid habe schließlich ein berechtigtes Interesse, dass am Sozialticket festgehalten werde.

In ihrer Antwort auf eine Anfrage der SPD hatte die Verwaltung mitgeteilt, dass derzeit ca. 1.800 Remscheiderinnen und Remscheider das SozialTicket nutzen. Fritz Beinersdorf, Fraktionsvorsitzender der Linken, die die Resolution unterstützten, verwies darauf, dass Hartz IV-Empfänger im Monat für „Mobilität“ deutlich weniger Geld bekommen, als sie das Sozialticket kostet. Hier sei längst eine Erhöhung des Landeszuschusses angebracht.

Land für höhere Kulturförderung gelobt

Einstimmig beschloss der Rat der Stadt am vergangenen Donnerstag auf Antrag der Fraktionen und Gruppen von SPD, GRÜNEN, FDP und W.i.R. die folgende Resolution an die Landesregierung: „Der Rat der Stadt Remscheid begrüßt ausdrücklich die beabsichtigte Erhöhung der Kulturförderung im Landeshaushalt. Landtag und Landesregierung werden gebeten, im Rahmen der Ausgestaltung der Förderbestimmungen sicherzustellen, dass alle Theater in Nordrhein-Westfalen in den Genuss der zusätzlichen Förderung gelangen. Wir in Nordrhein-Westfalen brauchen eine vielfältige und landesweit verankerte Theaterlandschaft.  Landtag und Landesregierung werden gebeten, im nächsten Kulturförderplan des Landes die Förderung der Theaterlandschaft in finanzschwachen Gemeinden fest zu verankern, um auf diese Weise einen Beitrag zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in NRW zu erbringen. Für NRW besteht jetzt die Gelegenheit, die bestehenden Nachteile aus den in den Bundesländern unterschiedlich geregelten Kulturfinanzierungen auszugleichen.“

Begründung: „Die Theaterlandschaft in Nordrhein-Westfalen ist die dichteste in Deutschland, sie ist vielfältig und erfreut sich einer hohen Akzeptanz beim Publikum: 18 Kommunaltheater mit eigenem Ensemble, vier Landestheater, dem von Stadt und Land getragenen Düsseldorfer Schauspielhaus und über 139 Spielstätten die größte Theaterdichte in der Bundesrepublik. Bei uns in Remscheid sind das Teo Otto Theater und das Westdeutsche Tourneetheater zwei wichtige Säulen des kulturellen Lebens in der Stadt und in der Region, die es im Zusammenwirken von Stadt und Land zu erhalten gilt. Der Rat der Stadt Remscheid hat trotz finanziell schwerer Zeiten durch die Sicherung des Zuschusses an das Westdeutsche Tourneetheater und die Erhöhung des Gastspieletats des Teo Otto Theaters ein deutliches Bekenntnis abgegeben.“

Unterstützungseinrichtung e.V. hatte eingeladen

Rentnertreffen im Alexanaderwerk. Pressemitteilung der Alexanderwerk AG

„Es ist doch schön, in die alte Wirkungsstätte zurückzukommen, ehemalige Kolleginnen und Kollegen zu treffen und sich einen schönen Nachmittag zu machen“, war eine von zahlreichen positiven Aussagen zum „Rentnertreff“, zu dem der Vorstand der Alexanderwerk Unterstützungseinrichtung e.V. seine Mitglieder eingeladen hatte. Die Unterstützungseinrichtung e.V. Der Verein war im Jahr 1938 gegründet worden und gewährt seinen Mitgliedern im Alter nach einer Mindestbetriebszugehörigkeit eine monatliche Unterstützung.

Das Treffen fand erstmalig am 11. Dezember in der Remscheider „Denkerschmette“, direkt gegenüber vom Alexanderwerk-Gewerbehof, statt. Insgesamt rund 40 Ehemalige nutzten die Gelegenheit, ihre alten Kollegen wiederzusehen. Dr. Alexander Schmidt, Vorstand der Alexanderwerk AG, und Silvia Risch, Vorstand der Alexanderwerk Unterstützungseinrichtung e.V., begrüßten die Anwesenden. Bei Kaffee und Kuchen gab Dr. Schmidt einen kurzen Über-blick zur aktuellen Entwicklung der Unternehmensgruppe. Danach wurden viele Erinnerungen ausgetauscht und auch viel gelacht.

Im Anschluss stand eine kleine Werksführung auf dem Programm, bei der den Rentnern gezeigt wurde, was sich in den letzten Jahren technisch bei den Alexanderwerk-Maschinen getan hat. Hier blieb genügend Zeit alle Fragen zu beantworten. Am Ende des Tages waren sich alle einig: Das erste Treffen soll nicht das letzte gewesen sein und wird definit wiederholt.

Lenneper "Wintertreff" vor romantischer Kulisse

Romantische Kulisse mit dem hell erleuchteten Turm der ev. Stadtkirche Lennep. Foto: Lothar KaiserKein Regen oder Schnee und auch nicht zu kalt – soll kann es bis Sonntag bleiben, damit der „Wintertreff“ auf dem Alter Markt in Lennep so gut besucht bleibt wie bei der Eröffnung am Donnerstag und den gestrigen Auftritten von Schüler/innen des Röntgen-Gymnasiums und der Musikband „Van Anderen" mit Sängerin Acaya. Für heute Abend hat sich aus Essen die Rock-Band „The Fellows" angesagt, und für morgen, zum Abschluss des verkaufsoffenen Sonntags, die in Remscheid bestens bekannte Gruppe „Acoustic Arts" (schon ab 16.30 Uhr). All das vor der romantischen Kulisse des hell erleuchteten Turms der ev. Stadtkirche Lennep.

Etwas mehr Regen als im Durchschnitt

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Ein November, der seinem Namen Ehre macht: Nass und wenig sonnig präsentierte sich der Herbstmonat im Wuppergebiet. Die Auswertungen des Wupperverbandes ergaben, dass die Niederschlagsmengen über dem Durchschnitt lagen. Oft waren es 20 Liter pro Quadratmeter mehr. So regnete es an der Bever-Talsperre 144 Liter, Durchschnitt sind 124. In Wuppertal am Klärwerk Buchenhofen waren es 120 Liter, das Mittel sind hier 97 Liter. An der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen waren es mit 119 Liter rund  21 Liter mehr, hier liegt die langjährige Messung bei 98 Litern. Im Klärwerk Solingen-Burg waren es mit rund 128 Litern nur 8 Liter über dem Durchschnitt von 120 Litern. Der meiste Niederschlag wurde in Remscheid an der Messstation Tenter Weg gemessen: Dort fielen 152 Liter. Leverkusen war – wie so oft – die niederschlagsärmste Station im Wupperverbandsgebiet. Sie lag mit 72 Litern auch nur knapp 3 Liter über dem Mittel von 69 Litern.

Die regenreichsten Tage waren zwei Montage, der 27. und der 20. November. Am 27. November fielen an der Bever-Talsperre fast 32 Liter, am 20. November waren es 25 Liter. In Solingen-Burg am Klärwerk waren es am 27. November 22 Liter und am 22. November 24 Liter. Komplett regenfrei war es nur selten. Laut DWD lagen die Sonnenstunden ca. 20 Prozent unter dem Durchschnitt. So schien in Nordrhein-Westfalen 40 Stunden die Sonne, das November-Mittel liegt bei 53 Stunden.

Denkerschmette: Programm im Dezember und Januar

Samstag, 16. Dezember, 20 Uhr
Wir genießen zusammen die Vorweihnachtszeit
Weihnachtssongs und Elvis-Gospel mit Steve Montana. Eintritt frei, der Künstler freut sich aber über eine Spende. Anmeldung erforderlich.

Sonntag, 17. Dezember, 11 Uhr.  FÄLLT AUS! Neuer Termin folgt demnächst.
Zum 1. Mal in der Schmette: Heikes Jazzcocktail. Ein bunter Mix aus der Welt des Jazz. Heike Kraske und ihre Band freuen sich auf einen beschwingten Sonntagmorgen mit einem prickelnden und bekannten musikalischen Cocktail Mix, der nicht nur jedem zu Kopf steigt, sondern auch in die Beine geht. Eintritt frei.

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Foto-Workshop: Strategie "Schnappschuss"

Logo der Fotokurse in der Natur-Schule Grund In Kürze beginnen die Festtage, und dann werden wieder viele Schnappschüsse von der Familie gemacht. Meistens von Kindern, die sich schnell bewegen; sehr viele dieser Bilder werden nicht scharf, sind nicht richtig belichtet oder zeigen erst gar nicht das gewollte Motiv. Ein Workshop in der Natur-Schule Grund macht Schluss damit. Stellen Sie einfach Ihre Kamera richtig ein!
Moderne Kameras sind wahre Meister darin, für jede Situation den richtigen Szenenmodus als fertiges Programm bereit zu halten. Man muss nur die Kamera richtig einstellen, um jederzeit perfekte Bilder zu bekommen, sollte man meinen. Leider ist es nicht ganz so einfach, werden die Teilnehmer in diesem Workshop für Anfänger erfahren .Der Workshop "Strategie Schnappschuss" mit Fotojournalist Peter Ralf  Lipka findet am Dienstag,  19. Dezember, um 19 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, statt. Die Teilnahme kostet zwölf Euro.Wegen Begrenzung der Teilnehmerzahl wird um Anmeldung gebeten: info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de, 02191 840734 oder 02191 3748239.

Regionalrat stellt Weichen für die Zukunft

Pressemitteilung der Bezirksregierung Düsseldorf

Wie kann unsere wirtschaftsstarke Region im Einklang mit der Natur weiter wachsen?  Wo kann neuer Siedlungsraum geschaffen werden, der gut an den ÖPNV anzubinden ist und die bestehenden Verkehrssysteme nicht zu sehr belastet? Wie kann die Region den Erfordernissen des globalen Klimawandels Rechnung tragen und damit auch ihrer Verantwortung für kommende Generationen? Dies sind nur drei Fragen, um deren Beantwortung in den vergangenen Jahren intensiv gerungen wurde. Gestern nun hat der Regionalrat hierzu eine Schlüsselentscheidung getroffen und die Aufstellung des neuen Regionalplans Düsseldorf – kurz RPD – beschlossen. Regierungsvizepräsident Roland Schlapka: „Das ist ein Regionalplan, der für die Kommunen, die Unternehmen, die Verbände und natürlich die Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Jahren ein stabiler, verlässlicher Rahmen für die Raumentwicklung ist. Und der unsere starke Region noch weiter voranbringt.“

Der RPD stellt die Weichen für eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung in den nächsten Jahrzehnten, indem er der Planungsregion Düsseldorf rund 3200 ha Entwicklungspotenziale für Gewerbe sichert. Viele Städte und Gemeinden haben die Chance genutzt, neue Standorte zu forcieren und „Planungsleichen“, d.h. nicht umsetzbare Flächen, zu streichen. Einige interkommunale Projekte wurden auf den Weg gebracht (z.B. in Grevenbroich/Jüchen, Mönchengladbach/Viersen, Krefeld/Meerbusch, Dormagen/Neuss). Städte und Gemeinden können so gemeinsam ein attraktives Flächenangebot schaffen und langfristig geplante Gewerbeflächen sichern. Dies betrifft auch Potenziale für besondere Ansiedlungen (z.B. Hafennutzungen, Logistik, stark emittierendes Gewerbe). Ferner wurden in großem Umfang neue Siedlungsbereiche festgelegt. Zur Vermeidung einer weiteren Überlastung von Straßen lag dabei ein zentraler Fokus auf der Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr.

Für die Nutzung der regenerativen Windenergie wurden knapp 2.300 ha auf Basis einer regionalen Gesamtbetrachtung in den Plan aufgenommen. Zudem sind die Bereiche für den Schutz der Natur und die regionalen Grünzüge grundlegend überprüft und neu festgelegt worden. Mit mehr als 2.000 Kilometern Straßen- und über 800 Kilometern Schienentrassen bildet der Regionalplan außerdem das überörtlich relevante Verkehrsnetz ab. Er sorgt auf diese Weise dafür, dass für zahlreiche zukünftige Verkehrsprojekte die benötigten Flächen „reserviert“ werden.

Wie entstand der Regionalplan? Kommunen, Verbände und vor allem auch Bürgerinnen und Bürger brachten sich intensiv in das Verfahren ein. Dies galt in beispielhafter Weise bereits sehr frühzeitig bei der Erarbeitung sogenannter „Leitlinien“ – quasi einem Arbeitsprogramm für die zu erarbeitenden Inhalte des Regionalplans. Auch unsere niederländischen Nachbarn erhielten Unterlagen in ihrer Sprache, um Ideen zu Themen einzubringen, die sie in der Grenzregion berühren könnten. Insoweit ruht die Entscheidung für dieses komplexe Steuerungsinstrument auf einer breiten regionalen Wissens- und Meinungsbasis. Bereits im März 2010 hatte der Regionalrat das Startschuss-Papier als Diskussionsgrundlage für diesen offenen Prozess in die Region getragen. Daran schlossen sich umfassende Beratungen über Strategien einer zukünftigen Regionalentwicklung an, in deren Verlauf  Bedenken und Wünsche intensiv diskutiert und Interessen gegeneinander abgewogen worden sind, bis der nun beschlossene Planentwurf vorlag. Die Vorlage hierfür umfasst immerhin 21 Aktenordner.

Was ist  der nächste Schritt? Dem Beschluss des Regionalrates folgt ein Anzeigeverfahren beim Wirtschaftsministerium als Landesplanungsbehörde. Erst danach – frühestens Anfang 2018 – kann der neue Plan in Kraft treten.

Streben nach Verständigung und Solidarität

Vor 70 Jahren - am 29. November 1947 - nahm die Generalversammlung der Vereinten Nationen den Plan an zur Beendigung der britischen Mandatsherrschaft in Palästina und zur Teilung des Gebietes in einen jüdischen und einen arabischen Staat. Ein Jahr später, mit Ende des britischen Völkerbundmandates am 14. Mai 1948, verkündete der Jüdische Nationalrat im Stadtmuseum von Tel Aviv die Gründung des unabhängigen Staates Israel. In der Unabhängigkeitserklärung wird das Existenzrecht Israels unter anderem mit der Shoa begründet, dem nationalsozialistischen Völkermord an den Juden Europas. „Deshalb steht Deutschland in einer besonderen Verantwortung für Israel“, heißt es in der Begründung des Antrages „Erinnerungskultur – Jüdisches Leben im Bergischen", der in der gestrigen Ratssitzung von den Fraktionen und Gruppen von CDU, SPD, Grünen, FDP, Linken und W.i.R. gestellt und einstimmig angenommen wurde. Zitat: „Die nationalsozialistische Gewaltherrschaft hat das seit Jahrhunderten bestehende jüdische Leben in Deutschland und Europa zu zerstören versucht, indem die jüdische Bevölkerung Europas Opfer eines historisch nicht vergleichbaren grausamen Genozids wurde. Auch das jüdische Leben in Remscheid wurde ausgelöscht, indem jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger diskriminiert, isoliert, enteignet, entwürdigt, verfolgt, verhaftet und getötet wurden.“

In dem  Antrag wird Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gebeten, 2018 – wie bereits 2008 geschehen – gemeinsam mit Kirchen und Religionsgemeinschaften zu einer Gedenkveranstaltung aus Anlass des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht einzuladen und dabei das Projekt der Mahn- und Gedenkstätte im sog. Pferdestall der ehem. Polizeikaserne Uhlandstraße einzubinden. Und er wird gebeten, 2018 eine Ausstellung im Foyer der Zentralbibliothek in Zusammenarbeit mit der Botschaft des Staates Israel in Deutschland vorzubereiten und durchzuführen. Auch möge die Stadt Remscheid den Jugendaustausch der Evangelischen Stadtkirchengemeinde organisatorisch und finanziell (1.000 Euro) unterstützen.  

Die Erinnerung an die Opfer der Shoa sei in Remscheid lebendig dank der vielen bürgerschaftlichen Initiativen, die sich seit den 1980er Jahren mit dem Schicksal der jüdischen Remscheiderinnen und Remscheider befasst haben. Die Stadt Remscheid strebe nach Verständigung und Solidarität zwischen dem Staat Israel und der Bundesrepublik Deutschland, heißt es in  der Antragsbegründung. Erinnert wird auch an Alt-Oberbürgermeister Willi Hartkopf:

Er widmete sich in seiner 21-jährigen Amtszeit mit großem Engagement der Begegnung und Versöhnung zwischen Israelis und Deutschen. Dazu gehörte auch der Aufbau von Beziehungen zu den die Shoa überlebenden Remscheiderinnen und Remscheidern in aller Welt mit ihrer Heimatstadt. Die Remscheider Autoren Jochen Bilstein und Frieder Backhaus haben mit ihrer Forschungsarbeit über das „Das Leben der Juden in Remscheid“ viele Opfer aus der Namenslosigkeit und dem Vergessen befreit. Die gleichnamige Ausstellung des Remscheider Stadtarchivs fand großen Zuspruch in der Bevölkerung und verdeutlichte, dass auch in Remscheid großes Unrecht geschah.

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Wilding, auf Initiative von Ilse Faeskorn und Frieder Backhaus und mit Untestützung der christlichen Gemeinden und der jüdischen Kultusgemeinde wurde 2005 die Aktion “Stolpersteine gegen das Vergessen” ins Leben gerufen. Im Zuge derer Umsetzung sind bisher mehr als 170 Stolpersteine für Opfer der NS-Diktatur im Rahmen des Kunstprojektes von Gunter Demnig gesetzt werden konnte. Zahlreiche Verlegungen von Stolpersteinen wurden von Überlebenden jüdischen Remscheiderinnen und Remscheiden begleitet, die häufig auch in Begleitung von Familienangehörigen nach Remscheid kamen, darunter Herr Sigmund Freund, Herrn Zwi Mandelbaum sel. A., Frau Ester Ron sel A. und Herrn Peter Ron.

Der Rat der Stadt Remscheid hat sich darüber hinaus dazu entschieden, ein zentrales Denkmal für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu errichten.

Bereits seit langem besteht ein reger Jugendaustausch zwischen Israel und Jugendaustausch, der von der Evangelischen Stadtkirchengemeinde unter Leitung von Frau Beate Morvai durchgeführt wird. Zu Ostern 2018 wird eine Gruppe von Remscheiderinnen und Remscheidern nach Israel reisen, bevor während der Sommerferien 2018 der Gegenbesuch von Jugendlichen aus der im Norden Israels gelegenen Gemeinde Mitzpe Hila in Remscheid eintreffen wird. Die Stadtverwaltung unterstützt diesem Jugendaustausch. Die israelische Jugendgruppe wird vom Oberbürgermeister offiziell empfangen und in Remscheid willkommen geheißen.

Das vielbeachtete Schulprojekt des Städt. Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, den sog. Pferdestall der ehem. Polizeikaserne Uhlandstraße als historischen Ort zu einer Mahn- und Gedenkstätte umzugestalten, belegt eindrucksvoll eine lebendige Erinnerungskultur in unserer Stadt, die maßgeblich von den Schulen mitgetragen werden.

In diesen Tagen feiern wir den 15. Jahrestag der Vollendung des Baus einer neuen Bergischen Synagoge. Sie ist eine Landmarke für jüdisches Leben im Bergischen, das sich in einer lebhaften, aktiven und engagierten jüdischen Kultusgemeinde wiederspiegelt.

Auf die Initiative des Vorsitzenden der jüdischen Kultusgemeinde, Herrn Leonid Goldberg, haben sich die Oberbürgermeister der bergischen Großstädte der weltweiten Kampagne „Mayors United Against Anti-Semitism“ angeschlossen, um Antisemitismus öffentlich zu machen, ihm offensiv zu begegnen und lokal Maßnahmen dagegen zu ergreifen.“