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„Fahrt ins Blaue" gehört wieder zu den Höhepunkten

Liebe Remscheiderinnen und Remscheider,

die „Woche der älteren Generationen" ist zu einer festen Institution in unserer Stadt geworden. Ich freue mich, dass sie auch in diesem Jahr mit einer bunten und vielfältigen Mischung von Veranstaltungen vom 2. bis zum 16. September zum Mitmachen einlädt. Die von den Remscheider Wohlfahrtsverbänden gemeinsam ausgerichtete „Fahrt ins Blaue" wird auch 2017 mit Sicherheit einer der Höhepunkte sein. Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen unvergesslichen und unterhaltsamen Mittwoch und bin mir sicher, auch in diesem Jahr werden die Organisatoren mit ihrem Überraschungsreiseziel richtig liegen. Ich freue mich zu sehen, wie vielfältig die Veranstalter und Veranstaltungsorte sind. Auch in diesem Jahr laden zahlreiche Kirchen, Vereine und Institutionen im Rahmen der „Woche der älteren Generationen" zu Begegnungen und Gesprächen ein. Mein besonderer Dank gilt deshalb den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, den Organisatoren und allen Ausführenden. Ihr gemeinschaftlicher Einsatz macht die Veranstaltungen erst möglich. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Besuch der Veranstaltung - es lohnt sich! Herzliche Grüße
Ihr Burkhard Mast-Weisz

Samstag, 2.September, 14 bis ca. 17 Uhr
Eröffnungsveranstaltung
VHS-Saal, Elberfelder Str. 32, Raum 227, 2. Etage
Zur offiziellen Eröffnung der „Wochen für die ältere Generation" findet im Saal der Volkshochschule Remscheid ein Mitsing-Nachmittag unter Leitung von Mitarbeiterinnen der Musik- und Kunstschule statt. Außerdem tritt die Kabarett-Gruppe „Die Schirmspitzen" auf. Eintritt frei, Kaffee und Kuchen ab 14 Uhr für sechs Euro an Selbstzahler.
Anmeldung erforderlich beim Kommunalen Bildungszentrum der Stadt Remscheid, Abteilung Volkshochschule, Alfons Ströter, Tel. RS 163491.

Montag, 4.September, 10 bis ca. 12 Uhr
Orgelfrühstück in der Evangelischen Stadtkirche am Markt
Ev. Stadtkirche am Markt, Schulgasse 1,
Die Kantoren Ursula Wilhelm und Christoph Spengler erwarten Sie in der Evangelischen Stadtkirche zum musikalischen Teil des „Orgelfrühstücks". Das ist jedoch dieses Jahr etwas anders als gewohnt: Da die Orgel in der Stadtkirche im September auseinandergebaut sein und renoviert werden wird, spielt Christoph Spengler populäre Musik auf dem Klavier. Ursula Wilhelm liest dazu passende Geschichten.  Mehr wird noch nicht verraten. Freuen Sie sich auf eine heitere Musikstunde und lassen Sie sich überraschen.
Danach gibt es Frühstück im Gemeindesaal, frei (begrenzt auf maximal 60 Teilnehmerinnen). Anmeldung ab 9. August Mittwoch und Donnerstag, 9 bis 13 Uhr, im Seniorenberatungsbüro, Markt 13, bei Frau Mores, Tel. RS 4645350.

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Am Samstag Geheimnisse der Nacht erleben

Zu einer spannenden Nachtwanderung lädt die Natur-Schule Grund für Samstag, 29. Juli, erwachsene Einzelpersonen, vor allem aber Eltern und ihre Kinder ab ca. sechs Jahre ein. Es geht ins Grunder Bachtal zwischen Grund und Grüne. Wie immer bei Nachtwanderungen wird es spannend sein, die Tiere der Nacht (Fledermäuse, Eulen, Kröten, Nachtfalter, Schnecken, Laufkäfer u.a.) zu entdecken. Treffpunkt ist um 21 Uhr an der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13. Die Veranstaltung ist für eine Dauer von ca. drei Stunden geplant. Es wird dringend empfohlen, Taschenlampen und Ersatzbatterien sowie wetterfeste Kleidung nicht zu vergessen. Die Kosten belaufen sich für Erwachsene auf sechs €, Kinder bis 15 Jahre drei €; Familien mit zwei eigenen Kindern zahlen 15 € bzw. für jedes weitere eigene Kind zwei €. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich bis Freitag, 28. Juli., 12 Uhr. Anmeldungen nimmt die Natur-Schule Grund unter Tel. RS 840734 oder E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de entgegen.

Als es in Lennep noch drei "Lichtspielhäuser" gab

Das Programm im Lenneper Union-Theater zu Silvester 1925.von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Nicht nur in Remscheid (Innenstadt), sondern auch in Lennep hat es bis lange nach dem Zweiten Weltkrieg noch Lichtspielhäuser gegeben. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass meine Freunde und ich am Alten Markt im Union-Theater auf den billigen sog. Rasiersitzen, das Kinn in Richtung der hoch gelegenen Leinwand gereckt, in den ersten drei Kinoreihen saßen und am liebsten amerikanische Western anschauten - mit John Wayne, Richard Widmark und Henry Fonda. Auch amüsierten wir uns über die Darstellung deutscher Soldaten in den ersten US-Kriegsfilmen. Es ging los, wenn die durch eine bereits stark in Mitleidenschaft gezogene Schallplatte erzeugte Eingangsmelodie verklungen war, der Vorhang sich zur Seite bewegte und die Vorfilme und die Wochenschau begannen. Als Eingangsmelodie diente lange Zeit die Single von Billy Vaughn „Sail along silvery moon“, später die Filmmelodie „Eine Reise ins Glück“ aus dem gleichnamigen deutschen Film von 1958.

Das zweite Kino, das die Kriegszeit überstanden hatte, war das Moderne Theater an der Wallstraße hinter dem Kölner Hof. Dorthin  ging man lange Zeit am Donnerstag, am „Tag des guten Films“. Dieses Kino galt als bürgerlicher, und man zeigte dort z.B. zum Kriegsthema statt der US-Schinken den Film „Die Brücke“, woran ich mich noch gut erinnern kann. Wir waren damals noch keine sechzehn Jahre alt und durften trotzdem rein. Kartenabreißer mit Taschenlampe war ein Herr Wetter, ein früher Schulkamerad meines Vaters. (Wenn meine Oma nachmittags ins Kino ging, plünderte ich zuhause am Mollplatz die Zuckerstückchen in der zinnernen Dose im Zigarrenschränkchen meines bereits verstorbenen Großvaters.)

Selbst den Älteren von uns ist vielleicht nicht bekannt, dass dieses Moderne Theater auf der ehemaligen Außenfläche des Kölner Hofs lag, wo um die Jahrhundertwende der Lenneper Wirt Hermann Windgassen seinen teilweise überdachten Biergarten bewirtschaftete. Wer hätte damals gedacht, dass aus dieser Familie schon bald ein sehr bekannter Opernsänger und in der weiteren Generation der Kammersänger Wolfgang Windgassen hervorgehen würde, an den sich so manche Oma wegen seines Timbres noch erinnern wird. Auch der Kapitän a.D. der Handelsmarine,  der später in Lennep als teilzeitbeschäftigter Stadtarchivar und Sippenforscher wirkte (Paul Windgassen) gehörte dazu. Ihm verdankt das Remscheider Stadtarchiv viel Material über das Alte Lennep. Anders als seine Sippe ging er nicht nach Murnau in Oberbayern, und anders als sein Vater, der einst in den 1870er Jahren in Lennep das vereinsmäßige Gesangswesen begründet hatte, sah man ihn nicht in einer Lederhose und mit der alpenländischen Langpfeife. Irgendwie war die gesamte Familie nicht nur überdurchschnittlich musikalisch, sondern hatte durchgehend auch  etwas Theatralisches. Um die Wende ins 20. Jahrhundert, als Hermann Windgassen den Kölner Hof betrieb, begrüßte er übrigens nach den Erinnerungen des Lenneper Baumeisters Albert Schmidt das Neue Jahr von seinem Wohnhaus an der Karlshöhe über den Bahnhof hinweg bis hinunter ins Weichbild des Städtchens mit seiner Trompete: „Das alte Jahr vergangen ist…!“

Aber zurück zum Thema Kino. In meinem Lenneparchiv fand ich Unterlagen, die das Thema der Lenneper Kinos gerade auch mit dem zurzeit aktuellen Thema der Jahreswende verbinden. Auch wenn die Datumsangabe fehlt, so lässt sich doch aus einer historischen Zeitungsseite erkennen, dass diese aus dem Jahre 1925/26 stammt, denn die Lenneper Turngemeinde 1860 lud z.B. für Freitag, den 1. Januar 1926 abends um 5 Uhr zur nachträglichen Weihnachtsfeier in den Berliner Hof und das Café Grah bat für „heute Abend“ zur Sylvesterfeier am 31. 12. 1925. Nicht zu übersehen sind auf der Zeitungsseite auch die Anzeigen der Lenneper Kinos. Danach hat es im Jahre 1925 in Lennep drei Kinos gegeben: Neben dem Union-Theater am Alten Markt (seit ca. 1910) und dem Modernen Theater am Kölner Tor  (seit ca. 1924) gab es nämlich noch ein Lichtspieltheater in der Rotdornallee, damals hieß diese Straße vom Bahnhof den Johannisberg hinunter einschließlich der heutigen Rotdornallee insgesamt noch Mittelstraße. Das dort gelegene Kino hieß im Jahre 1925 „Alhambra“. Leider habe ich kein Foto dieses Etablissements, und der genaue geographische Ort war für mich nicht zu ermitteln, trotz der Straßenbezeichnung Mittelstraße 6. Filmhistorisch hatte dieses Lichtspieltheater allerdings schon einen Vorläufer, der bis ins Jahr 1911 bzw.1915 zurückgeht. Damals firmierte das Theater unter dem Namen „Fern-Andra Lichtspiele“. Davon gab es damals in Deutschland viele, es handelte sich um eine der ersten Lichtspielketten. (Der Name „Fern Andra“ bezog sich dabei auf eine US-amerikanische Schauspielerin, Regisseurin, Drehbuchautorin und Filmproduzentin. Neben Henny Porten und Asta Nielsen war sie eine der beliebtesten und bekanntesten Schauspielerinnen des deutschen Stummfilms der 1910er Jahre.)

Vor den Feiertagen der Jahreswende 1925/26 brachten die drei Lenneper Kinos natürlich ein besonderes Festprogramm. Das Union-Theater am Alten Markt warb dafür mit folgenden Worten: „Auch in dieser Woche bringen wir den Beweis, dass die Qualitätsfilme des Union-Theaters eine Klasse für sich bilden. Waren unsere letzten Programme schon das unumstrittene Tagesgespräch von Lennep, so ist der an den Feiertagen zur Aufführung gelangende Spielplan eine Meisterleistung ohnegleichen“. Gespielt wurde damals Buster Keatons Metro-Großfilm mit dem Titel „Ben Akiba hat nie gelogen“. Es folgte noch der Hinweis: „Samstag zahlen Erwerbslose auf sämtlichen Plätzen nur 50 Pfg.“, was in der sog. Schlechten Zeit mit ihrer Inflation wenig war.

Vielleicht hatte die Leitung des Modernen Theaters am Kölner Tor geahnt, dass es bezüglich ihres „gewaltigen Filmwerks Pat und Patachon als Millionäre“  im Union Theater Konkurrenz gab. Jedenfalls gesellten sie dem genannten Duo noch ein anderes, damals brandneues Filmwerk bei. Unter dem Titel „Elegantes Pack“ wurden Hochstaplergeschichten aus der damaligen Zeit gezeigt.

Auch der Sportfilm war 1925 schon geboren. Sozusagen im Beiprogramm zeigte man damals im Modernen Theater die Dokumentation „Breitensträter gegen Harry Gould“. Hans Breitensträter war in den 1910er und 1920er Jahren einer der weltbesten Schwergewichtsboxer. Im Berliner Sportplast waren bei seinen Kämpfen die 15. 000 Plätze restlos ausverkauft. Man kann sich denken, dass die Wiedergabe seiner Kämpfe im Kino die damaligen Zuschauer förmlich von den Stühlen rissen, Fernsehen und Computer gab es schließlich damals noch nicht.

Das „ Alhambra“ empfahl sich 1925 zum Jahresende mit einem „Mahnruf an Deutschlands Söhne“. Der Fremdenlegionärsfilm mit dem Titel „Die Flucht aus dem Heere der Heimatlosen“ zeichnete den Schicksalsweg eines jungen Deutschen nach, der seine „Liebste und das Vaterhaus verließ, um sein junges Leben in der berüchtigten Fremdenlegion aufs Grausamste und auf elendeste Weise zu beenden“. Die Anzeige schließt mit den Worten: „Eltern, zeigt diesen Film Euren Söhnen!“ Hinzu kam der orientalische Prunkfilm „Tänzerin vom Nil“ , ein Liebesdrama in sechs Akten mit angeblichen Originalaufnahmen aus dem Land der Pharaonen. In der Hauptrolle war Arvia zu sehen, die „schönste und charmanteste Tänzerin am ägyptischen Hofe in ihren pikanten Tänzen“. Oh la la. (Neuauflage nach Veröffentlichung im Waterbölles 2012)

Großmutters Reendaak

von Alma Mühlhausen

Alle Großmütter der Welt sind sich letzthin gleich in der Liebe zu ihren Enkelkindern. Das Herz einer Großmutter weiß um die Sprache, die jedes Enkelkind versteht: Die Sprache der Liebe zu den Enkelkindern!

Unsere Großmutter starb kurz vor der Jahrhundertwende (1900)  an einer Lungenentzündung. Großmutter war in Lüttringhausen geboren, und erst nach ihrer Heirat mit dem Schmied Halbach zog sie nach Lennep. Wenn ich auch keine Photographie von meiner Großmutter besitze, so trage ich doch ihr Bild unverblasst im Herzen.

Schon früh starb der Großvater und ließ seine Frau mit sieben unmündigen Kindern unversorgt zurück. Doch da zeigte sich, dass Großmutter stärker war als das Schicksal. Obwohl des Lesens und Schreibens unkundig, (ihre amtlichen Unterschriften erledigte sie mit einem Kreuz} fing sie einen Handel mit Kurzwaren an. Über die Höfe ging sie hausieren, und niemand brachte es fertig, sie zu „betuppen". Großmutter hatte ihre eigene Methode, nach der sie rechnete und kalkulierte. Und sie hat es geschafft, ihre Kinder als brave tüchtige Menschen ins Leben zu entlassen.

Das schmalbrüstige Haus in der Innenstadt Lenneps, das damals schon ein atltes zerfurchtes Gesicht hatte, steht heute noch. Die schmalen Stuben aber unter dem Dach, in denen es immer nach Kräutern roch, haben auch in den Jahren nach Großmutters Ableben nie leer gestanden. Das allerschönste aber war, wenn wir Großmutters Besuch erwarteten. Nie hat sie die Eisenbahn benutzt. Sie begründete ihre Abneigung damit, dass sie lieber im Bett sterben wollte, als in der Eisenbahn, womöglich eines schrecklichen Todes. Sie konnte es nie begreifen, wie es möglich war, dass die Bahn über die schmalen Gleise rollte ohne zu entgleisen. Und jedes Mal, wenn wir unsere Großmutter nach ihrem Besuch bei uns ein Stück Weges begleiteten, schärfte sie uns ein, auf keinen Fall mit der gefährlichen „Lektrischen" zu fahren. Das konnten wir dir Guten getrost versprechen, da wir ohnehin keinen Groschen Fahrgeld bekamen. Da hieß es dann wohl von unsern Eltern: Gönnt te Fuote, dat es futtgeschmi'eten Geild. Und wie gerne wären wir mit der neuen „Lektrischen" gefahren...

 

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Wechsel an der Spitze des Lions Clubs Remscheid

Frank Dehnke, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Remscheid, hat das Präsidentenamt der Lions an Guido Eul-Jordan, Chef der Remscheider Feuerwehr, übergeben. „Mein Präsidentenjahr war spannend und interessant“, so Frank Dehnke, „und ich wünsche Herrn Eul-Jordan ein gutes und erfolgreiches Amtsjahr.“ Eul-Jordan hat das Amt zum 1. Juli übernommen. „Ich bin mir der Verantwortung bewusst, die dieses Amt mit sich bringt,“ so Eul-Jordan.

Der Lions Club Remscheid besteht seit 1958 und setzt sich seitdem für ein besseres kommunales Zusammenleben und der Förderung sozialer Projekte auf kommunaler Ebene ein. Die Hauptaktivitäten sind dabei der jährliche Büchermarkt im November und das Bällerennen im Sommer. Das eingenommene Geld wird zu 100 Prozent wieder für Hilfsprojekte in Remscheid ausgeschüttet. Viele weitere Informationen zum Lions Club Remscheid finden Sie im Netz unter https://www.lions.de/web/lc-remscheid.

Orgelsommer als ökumenischer Kontrapunkt

Pressemitteilung der Evangelischen Stiftung Tannenhof

Bereits zum 29. Mal lädt die Kirchengemeinde bei der Evangelischen Stiftung Tannenhof in diesem Jahr zum Orgelsommer ein. Jeden Mittwoch im August findet um 19 Uhr ein Orgelkonzert in der Kirche auf dem Stiftungsgelände in Lüttringhausen statt.  „500 Jahre Reformation – das wollten wir thematisch im Orgelsommer aufgreifen. Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder renommierte Musiker für die Konzertreihe gewinnen konnten“, erklärt Pfarrer Uwe Leicht, Geistlicher Vorsteher der Evangelischen Stiftung Tannenhof. Neben den vier Konzerten in der Kirche wird auch in diesem Jahr wieder ein Open-Air-Orgelkonzert im Park der Stiftung stattfinden. „Dieses Konzert wurde im letzten Jahr sehr gut angenommen“, berichtet Leicht. „Natürlich hoffen wir, dass das Wetter mitspielt.“ Neben der Musik steht noch ein weiterer wichtiger Aspekt im Fokus – die Inklusion. „Als die Stiftung 1988 den ersten Orgelsommer veranstaltet hat, war die Idee dahinter, Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen. Auch, wenn es den Begriff ‚Inklusion‘ in dieser Form damals noch gar nicht gab“, erläutert Leicht.

Das Recht auf Inklusion – also darauf, ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft zu sein – steht auch in der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, die erst seit 2009 in Deutschland gilt. „Umso mehr freuen wir uns, dass dieses Angebot nunmehr seit fast drei Jahrzehnten von Bewohnern, Patienten, Mitarbeitenden, Besuchern sowie Musikinteressierten angenommen wird“, ergänzt Leicht. Auch in diesem Jahr wird für die Konzerte kein Eintritt erhoben (Spende erbeten). Lassen Sie sich verzaubern von fünf Solisten an unserer frisch renovierten Rudolf von Beckerath-Orgel,aber auch beeindrucken von einem Abend mit Orgel und Tanz. Die Termine des 29. Orgelsommers unter dem Motto „Reformation und katholische Kirche“

  • Mittwoch, 2. August, 19 Uhr, Simon Botschen, Wuppertal
  • Mittwoch, 9. August, 19 Uhr, Dr. Michal Markuszewski, Warschau
  • Mittwoch, 16. August, 19 Uhr, Alma Gildenast und Michael Landsky, Jülchen
  • Mittwoch, 23. August, 19 Uhr, Simon Daubhäußer, Dortmund
  • Mittwoch, 30. August, 19 Uhr, Peter Bonzelet, Remscheid.

Im Jubiläumsjahr der Reformation soll der 29. Orgelsommer einen ökumenischen Kontrapunkt bieten. Namhafte Organisten der umliegenden katholischen Bistümer und aus Polen haben sich des Themas angenommen und sind der Einladung nach Remscheid gefolgt. Martin Luther selbst ist nicht nur Autor verschiedener Kirchenlieder, sondern auch Komponist einiger seiner Choräle. Die Übertragung der lateinischen Messe in die deutsche Sprache und die Aktivierung der Gemeinde sind wesentliche Elemente seiner Kirchenreform. In der reformierten Schweiz wurde der Psalter der Bibel vertont und unter Matthias Jorissen entfaltet. Ohne die Dichtung eines Paul Gerhardt wirkt das Evangelische Gesangbuch leer und arm, aber ist auch das Gotteslob längst bereichert. Als fünfter Evangelist wird Johann Sebastian Bach nicht zu Unrecht bezeichnet, der maßgeblich die Orgelmusik revolutioniert hat.

Deutsch lernen bei Sport, Spiel und Spaß

Sommerprojekt für neuzugewanderte Jugendliche“, überschrieb der Waterbölles gestern eine Pressemitteilung der Stadt Remscheid. Darin stellte das städtische Dezernat Bildung, Jugend, Soziales, Gesundheit und Sport das neue Angebot für geflüchtete Jugendliche. „Sprache+ – Deutsch lernen in Aktion“ begann am Montag  in der Alexander von Humboldt Realschule und bietet den Jungen und Mädchen bis Anfang August fünf verschiedene Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten, verbunden mit integrierter Sprachförderung. Sie könnten so ihren Wortschatz erweitern und sicherer im freien Sprechen/ in der mündlichen Kommunikation werden, erklärten Projektleiterin Andrea Staudt und Daniela Hannemann, die Geschäftsführerin des Sportbundes Remscheid, gestern beim Besuch des Waterbölles in der Schule. Um bessere Deutschkenntnisse bemüht sich dort und an den weiteren vier Stationen bis zum 4. August auch der junge Syrer Ahmad. Denn er hat einen großen Traum: Er möchte Fußballtrainer werden.

Die Röhren-Experimente machten die Nacht zum Tage

Die Familie Mannesmann brachte jene glückliche Kombination von im Handel erworbener Finanzkraft und technischem Erfindergeist mit die zum Anstoß für den Ausbau der deutschen Eisenindustrie wurde. „Die Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts hat festgestellt, dass es neben einzelnen Hammerbesitzern hauptsächlich die Eisenhändler gewesen sind, „die bei Anbruch der neuen Zeit genügend Kapital besaßen, um die moderne Eisenindustrie aufzubauen. (...) Aber der erste Anstoß musste doch von technischen Fachmännern kommen. In Remscheid war es Mannesmann, der seit den 30er Jahren die Werkzeugfabrikation entwickelte", schreibt der Historiker Franz Schnabel über die Mannesmanns (Deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts 1950 2. Auflage. Freiburg Bd. 3-Erfahrungswissenschaft und Technik).

Die Historiographie hat die Mannesmann mit den Siemens verglichen, mit denen sie noch ein drittes für den Erfolg entscheidendes Moment gemeinsam hatten: die brüderliche Teamarbeit. (...) Die Gemeinschaft der Familie blieb unerschüttert, selbst als die an­deren zurückstehen mussten, weil der Vater nach beendigtem Studium der beiden Ältesten deren technische Versuche finanziell unterstutzte. So unterbrachen Alfred und Carl ihre Studien in Straßburg und Freiburg im Wintersemester 1884/85 und im Sommersemester 1885, um Reinhard und Max bei den Versuchen zu helfen. Nur Otto war als Jüngster nicht immer ganz einverstanden. Als man ihn fragte, ob er zum Geburtstag einen Kuchen haben wolle soll er geantwortet haben: „Ja, aber keinen Kartoffelkuchen".

Die Experimente, die am Ende zur Erfindung des nahtlosen Rohres führten, stellten die gewohnte Ordnung des Hauses Mannesmann auf den Kopf. Die Nacht wurde zum Tage gemacht. Ein Familienmitglied hatte den beiden Ältesten um Mitternacht warmes Essen in die Fabrik zu bringen, denn nur nachts konnte die Dampfmaschine für die Versuche laufen. Niemand sollte erfahren, welche Pläne Reinhard und Max verfolgten. Daher grenzten sie eine Ecke der Hammerschmiede mit einem undurchsichtigen Bretterzaun von dem übrigen Betrieb ab und öffneten die schmale Türe zum Versuchsraum nur für Eingeweihte. (...)

Diese Zeichnung ist noch heute als schematische Darstellung des Walzvorganges gültig. Der Rundstahl wird zwischen zwei konische Walzen gezwängt. Der Stahl weicht zwischen den sich in gleicher Richtung drehenden Walzen becherförmig nach innen. Diese Vertiefung wird beim Vorstoßen des Rundstahls durch die sich immer mehr verengenden Walzen zum sichtbaren Hohlraum, bis dieser Hohlraum am Ende des Stabes, wenn er die Walzen durchlaufen hat, zum Rohr wird. Dieses Rohr ist aber innen rau und das Produkt unbrauchbar. Zum Glätten der Innenfläche wurde deshalb ein Dorn eingeführt. Max Mannesmann äußerte sich zu dem Walzvorgang in einem Brief vom 16.3.1896: „Zur Erzielung eines verkaufsfähigen Produktes ist die egalisierende, glättende Arbeit des Domes im Inneren des entstehenden Rohres notwendig."

In Remscheid halfen nun auch Alfred und Carl, denn die Experimente erforderten Hilfskräfte. Diese mussten die Stäbe in der seitwärts stehenden Glut erwärmen. (...) Die Brüder arbeiteten ohne jede Schutzvorrichtung. Einmal war die lineare Führung des Stabes nicht eingeschaltet worden, und Reinhard, der den Stab aus der Nähe beobachtete, wäre von dem heißen Stahl getroffen worden, hätte sein Bruder Alfred nicht blitzartig geschaltet.

Der Übergang auf zwei Walzen war ein entscheidender Schritt, denn nur zwischen zwei Walzen kommt der Frimel-Effekt in der notwendigen Intensität zustande. So ergaben die Versuche bald eine Lockerung der gewalzten Stäbe im Kern. Aber bis man dahin kam, dass sich diese Lockerung zielsicher zu dem gewünschten Hohlraum erweiterte, war noch ein mühseliger Weg voller Enttäuschungen zu gehen. Es war schon schwierig festzustellen, bei welcher Form und Stellung der Walzen das innere Aufreißen des Stabes gelang. Außerdem war damals noch unbekannt, welch ausschlaggebende Bedeutung die Materialqualität der Stäbe auf das Hohlwerden hat. Häufig versagten die Walzversuche ohne erkennbaren Grund, und die Brüder tasteten sich von einer Etappe der Versuche zu der nächstfolgenden vor.

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Gestern war Schlupftag für diese Mosaikjungfer

Das Aussehen der Babylibellen waren wohl Vorbild für die Aliens der Filmindustrie. Diese junge Libelle räkelte sich gestern in Ehringhausen aus der Larvenhülle und sieht ihrem bedrohlichsten Lebensmoment entgegen. Denn die Flügel werden in der nächsten halben Stunde aufgepumpt und sind empfindlich weich. Daher kann und jeder Windstoß  das Flügelpaar verknittern. Würde es dann so aushärten, wäre ein Weiterleben nicht möglich. Der normale Lebenszyclus: Libelle legt Ei, Libellenlarve schlüpft und lebt über ein Jahr (oder länger) in einem Teich, Libellenbaby kriecht aus der Larve, Libellenweibchen  fliegt und legt bald wieder Eier. Diese junge Libelle schaffte jedenfalls gestern - wie einige andere auch - den Abflug vom Teich am Ueling.

Die Spielaktionen im Laufe der Ferien

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Einfach dazukommen und mitmachen heißt es, wenn in den kommenden Wochen die Sommerspielaktionen 2017 auf dem Jahnplatz in Lüttringhausen, auf dem Spielplatz in der Lenneper Emil-Nohl-Straße und auf den Konsumterrassen im Loborn in Remscheid-Süd stattfinden. Denn eine Anmeldung zu den kostenfreien Sommerspielaktionen für Kinder ist nicht erforderlich.

  • Jahnplatz in Lüttringhausen: Zum Auftakt veranstaltet der städtische Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen in Kooperation mit dem Fachdienst Sport und Freizeit, der Remscheider Sportjugend und der Naturschule Grund am 1. und 2. August (Dienstag und Mittwoch) von 14 bis 17 Uhr auf dem Lüttringhauser Jahnplatz die Sommerspielaktion als offenes Angebot für Kinder mit vielen Spiel-, Sport-, und Beschäftigungsmöglichkeiten. Angeboten werden beispielsweise Bungee-Trampolin, Fun-Balls, Rollenrutsche, Slackline, Natur erleben mit allen Sinnen, Riesenseifenblasen und Bastelaktionen.
  • Spielplatz Emil-Nohl-Straße: Eine Woche später - am 8. und 9. August (Dienstag und Mittwoch) - bietet der städtische Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen die Sommerspielaktion gleichfalls als offenes Angebot auf dem Gelände des Spielplatzes Emil-Nohl-Straße an. In Kooperation mit der Remscheider Sportjugend, der Naturschule Grund, der Jugendfeuerwehr Remscheid und der Schlawiner gGmbH gibt’s hier von 14 bis 17 Uhr Wasserspiele, Hüpfburg, Rollenrutsche, Slackline, AGOT-Mobil, Riesenseifenblasen, Natur erleben mit allen Sinnen und Bastelaktionen.
  • Konsumterrassen auf dem Rosenhügel: Auf dem Freizeitgelände der Konsumterrassen im Loborn in Remscheid-Süd enden die Sommerspielaktionen 2017 mit einer Gemeinschaftsaktion von städtischem Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen, Remscheider Sportjugend, Naturschule Grund, Bürgerverein Rosenhügel und Stadtteilbüro Rosenhügel. Am 23. und 24. August (Mittwoch und Donnerstag) von 14 bis 17 Uhr werden hier Hüpfburg, Rollenrutsche, Slackline, Spielebox, Riesenseifenblasen, Natur erleben mit allen Sinnen und Bastelaktionen angeboten .

Eine Übersicht aller Ferienangebote und Freizeiten von Vereinen, Institutionen, Trägern der Jugendhilfe und der Stadt Remscheid finden Interessierte unter folgenden Link: http://remscheid.de/leben/medienpool/dokumente020/Uebersicht_aller_Sommerferienangebote_2017.pdf.