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Recht auf Bildung, oder: Geld für eine Dorfschule in Indien

Foto: Lothar Kaiser

Foto: Lothar Kaiser

Geld für mehr Raum für Bildung in indischer Dorfschule“, überschrieb der Waterbölles am 19. August einen Bericht, in dem er eine Ausstellung und ein Konzert ankündigte, durch die Helma Ritscher und ihre Deutsch-Indische Gesellschaft Remscheid sowie Katharina Michel mit ihren Schulkameraden vomDalit-Team“ des Röntgengymnasiums 7.000 € zusammenbringen wollten das Obergeschoss einer  Schule im indischen Dorf Baghwanala, die von Kinder der Dalit besucht wird, die zu den Unterprivilegiertesten in der indischen (Kasten-)Gesellschaft gehören. Und Cartoons von Dalit über Kinderarbeit und Zwangsheirat“, stand über dem Bericht zur Ausstellungseröffnung in der Stadtsparkasse am 21. September. Und Freitagabend nun das Benefizkonzert in der Aula des Röntgengymnasiums. Es fand bei Schülern und Eltern großen Zuspruch. Und das freute nicht nur Helma Ritscher und Katharina Michel sowie ihren Ehrengast aus Indien, Dr. Lenin Raghuvanshi aus Indien, der den Bau der Dorfschule 2009 vorangetrieben hatte, sondern auch Oberstudiendirektor Matthias Lippert (links im Bild). Als Leiter des Rögy“ hatte er im Frühjahr die Nachfolge von Hans-Helmut Hammes angetreten, der in Pension gegangen war. Damals wurde bereits über die künftige Schullandschaft Remscheids in Parteien, Lehrerkollegien und Elternschaft lebhaft diskutiert. Eine Diskussion, Welten entfernt von den elementaren Bedürfnissen indischer Jungen und Mädchen. Lippert deutete das in seiner Begrüßung an, betonte jedoch auch das Gemeinsame: „Das Recht auf Bildung!“

Foto: Lothar Kaiser

Auf den Wunsch der indischen Dorfkinder auf eine Schulbildung kam auch der SPD-Landtagsabgeiordnbete Sven Wolf zu sprechen, der die Schirmherrschaft für das Konzert übernommen hatte: „Dafür gab es gleich mehrere Gründe. Der erste Grund ist das Projekt selbst. Die Deutsch-Indische Gesellschaft Remscheid hat gemeinsam mit Fördergeldern Remscheider Sponsoren und ihrem indischen Partner Dr. Lenin Raghuvanasi und seiner Menschenrechtsorganisation ‚People’s Vigilance Committee on Human Rights’ die Schule für Dalit-Kindern gebaut. Nun soll sie erweitert werden. Dafür müssen wir 7.000 Euro an Spenden zusammen zu bekommen. Ich freue mich, dass die Rotarier bereits zugesagt haben, ein Drittel dieser Summe aufzubringen.
Der zweite Grund, ist, dass sich viele junge Remscheider für dieses Projekt engagieren. Es hat mich gefreut zu erfahren, dass es am Röntgen-Gymnasium ein „Schüler-Dalit-Team“ gibt. Ich war erstaunt zu erfahren, dass es diese Gruppe bereits seit 2006 gibt. Das zeigt, dass junge Menschen bereit sind, sich auch längerfristig für eine gute Sache zu engagieren. Hier geht es um das Eintreten für die Rechte anderer. Das hat in der indischen Geschichte eine gute und leuchtende Tradition mit Mahatma Gandhi, der als junger Anwalt aus Südafrika in seine Heimat Indien zurückkehrte und dabei sich gemeinsam mit anderen gegen das damalige Unrecht auflehnte.
Und der dritte Grund ist die Deutsch-Indische Gesellschaft Remscheid mit ihrer Vorsitzenden Helma Ritscher. Gerade in Zeiten, in denen viele Vereine unter Mitglieder- und vor allem Aktivenmangel leiden, ist es nicht selbstverständlich, wenn ein Verein wie die Deutsch-Indische Gesellschaft so rührig ist!“

Am Erfolg dieses Benefizkonzertes waren viele beteiligt - vor und hinter den Kulissen. Auf der Bühne mit ganz unterschiedlichen Musikdarbietungen Patrick Jarosch, Benedikt Schulz, Corvin Schreitmüller, Janet Drobek, die Schulband "Flavour" und die Schülerinnen und Schüler der Musikklasse 6c unter Leitung von Kathrin Symalla (seit Sommer 2008 bietet das Röntgen-Gymnasium in jedem Jahrgang eine spezielle Klasse an, zu deren normalem Unterricht das Erlernen eines Instruments und das gemeinsame Musizieren). Und in der Konzertpause all jene, die sich um Getränke und den Imbiss (auch mit indischen Spezialitäten") gekümmert hatten und beides servierten. Gegen einen Obulus, versteht sich. Schließlich galt es an diesem Abend ja, weitere Gelder einzusammeln für den Schulbau in Baghwanala.


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Helma Ritscher, Vorsitzende der DIG Remscheid am :

Im Namen der Deutsch-Indischen Gesellschaft (DIG) danke ich dem Röntgen-Gymnasium mit seinem Dalit-Team für die großartige Zusammenarbeit und allen, die geholfen haben, damit das Projekt - Erweiterungsbau „unserer Schule“ in Indien - im Jahr 2012 realisiert werden kann. Es war ein unvergessliches Erlebnis. Mit und über unserem indischen Partner und Ehrengast Dr. Lenin, der zum zweiten Mal nach Remscheid gekommen war, konnten wir unserem Motto, das über der Benefizveranstaltung stand, gerecht werden: Wir machen uns gemeinsam stark für„mehr Raum für Bildung“ - die Aufstockung „unserer Schule“ im indischen Dorf Baghawanala, damit noch mehr Dalit-Kindern, eine Chance auf Schulbildung eröffnet wird. Als zum Abschluss die Schüler-Bands das völkerverbindende Lied „We are the world“ vortrugen, spürten alle im Raum, dass die Jugendlichen dort oben auf der Bühne mit ganzem Herzen für ihre indischen Freunde im Dorf Baghwanala sangen und eine Brücke zwischen Indien und hier schlugen. Dr. Lenin war sehr beeindruckt von dem Konzert und der Ausstellung und wird er von Indien aus auf seiner Website www.pvchr.blogspot.com darüner berichten. Seit fast fünf Jahren sind die DIG und Dr. Lenin/PVCHR mit der Kita des IKE e.V , Familienzentrum Burgerstraße, über ein Kindergarten-Austausch-Projekt miteinander verbunden. Am Freitag waren Dr. Lenin, sein Begleiter Stephan Braig, Student der Politikwissenschaft an der Uni Mainz, und ich in der Kita zu Gast. Dr. Lenin und Helma Ritscher. Es war Freude auf beiden Seiten.

Chronist am :

7.000 Euro sollten es werden; 7.500 Euro sind es geworden. Schulleiter Matthias Lippert übergab einen Scheck auf diese Summe jetzt an das Dalit-Team des Röntgen-Gymnasiums.

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