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Trauen Sie sich, Ihre Meinung zu sagen!

Dass die Leser-Kommentare im Waterbölles von unterschiedlicher Qualität sind, sachlich die einen, hoch emotional dagegen andere, dürfte den Leserinnen und Lesern dieses Forums in den vergangenen elf Jahren nicht entgangen sein. Leserbriefe sind auch für die Kollegen der Lokalzeitungen ein schwieriges Pflaster. Kürzungen von zu lang geratenen Leserbriefen behält sich zu Recht jede Tageszeitung vor. Und das gilt auch für den Waterbölles. Nicht wegen der Papierpreise; die spielen im Internet bekanntlich keine Rolle. Der Grund ist ein anderer: Der Umgangston sollte, bei aller Härte in der sachlichen Auseinandersetzung, ein gewisses Maß an Höflichkeit nicht unterschreiten. Ein Waterbölles-Leser brachte es vorige Woche auf den Punkt:

„Wer austeilt, muss auch einstecken können - allerdings nur solange, wie man sachlich und fair bleibt und auch fachlich argumentieren kann.“ Konstruktives bürgerschaftliches Engagement im besten Sinne sei gefordert und kein destruktives Kapitulieren, stellte der Remscheider fest. Und weiter: „Was uns in Remscheid fehlt, sind Leute, die sagen, was (unter den gegebenen Umständen) geht. Von Leuten, die nur sagen, was nicht geht, gibt es schon genug!“ Notorischen Skeptikern, Besserwissern (in völliger Unkenntnis der eigentlichen Zusammenhänge) und destruktiven Querulanten höre man auf Dauer nicht gerne zu.

Noch immer mangelt es dem „kommunalpolitischen Forum für Remscheid“ an qualifizierten Kommentatoren. Die Zwickmühle dabei: Werden gewisse Meinungsbeiträge nicht veröffentlicht, wird schnell der Vorwurf der Zensur laut. Erscheinen sie ungekürzt, schreckt das womöglich ernster zu nehmende Meinungsbildner ab, sich an der öffentlichen Diskussion zu beteiligen. Es dürfte ein wenig blauäugig sein zu erwarten, Waterbölles-Leser mit dem entsprechenden Sachverstand hätten Lust, auf Stammtischgerede nüchtern und treffend zu antworten. Zumal dann, wenn sie gerade auch persönlich angegangen worden sind. Dass eine solche sachliche Erwiderung notorische Skeptiker und Besserwisser für die Zukunft tatsächlich "sprachlos" machen würde, darf im Übrigen bezweifelt werden. Das beweist Facebook tagtäglich!

Was also tun? Die Tageszeitungen sind zur Veröffentlichung jedweden Leserbriefes nicht verpflichtet. Auch der Waterbölles nicht. Er wird künftig noch genauer hinsehen, ob es einem Leser in seinem Kommentar um die Sache geht, oder nur darum, „mal Luft anzulassen“ oder seit Mütchen zu kühlen. Der Waterbölles ist sich für Stammtischniveau zu schadet.Er hofft weiterhin auf Kommentare von Remscheidern, die die Geschicke dieser Stadt in Politik, Wirtschaft und Verwaltung mitgestalten. Trauen Sie sich doch einfach. Stehen Sie zu Ihrer Meinung. Wenn Sachargumente im Vordergrund stehen, sind Sie beim Waterbölles herzlich willkommen.

 


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Kommentare

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Eija Tirkkonen am :

Bei diesem Beitrag von Lothar Kaiser geht es um einen Versuch politisch motivierter Lenkung von Meinungsäußerung. Wer kann bei der Wertung der Beiträge für sich beanspruchen, ob es sich dabei um berechtigte Kritik handelt oder um Nörgelei? Entgegen dem Zirkel um den OB vertrete ich z.B. die Meinung, dass es viel zu wenig Kritik und viel zu viel Hofberichterstattung gibt. Lebendige Demokratie verlangt Debatten aus unterschiedlichen politischen Blickwinkeln, sowohl in den offiziellen Gremien als auch auf den Leserbriefseiten der Printmedien oder Internetforen. Am Ende der Debatten steht im besten Fall fest, welche Lösung den meisten Bürgern dient,, ohne jedoch größere Kollateralschäden bei Einzelnen zu verursachen. Wenn eine politische Idee für die Entwicklung unserer Stadt die offene Kritik nicht überlebt, ist es nicht wegen der Kritiker, sondern weil die Idee schlecht war. In Bringschuld sind nicht die Kritiker, sondern der gewählte OB mit den ihn unterstützenden Parteien. Intransparenz versucht, schlechte Ideen zu verschleiern und eine offene Debatte zu verhindern. Wer bleibt übrig, wenn Kritiker zu Nörglern diffamiert, emotionale Meinungsäußerungen zu nicht erwünschten Stammtischreden herabgesetzt werden und die Sachkunde der Exklusivität der Mandatsträger und der Verwaltungsspitze verschrieben wird? Dann haben wir ein Forum, das dem Primat der Intransparenz folgt und Kommentatoren, die sich gegenseitig auf die Schulter klopfen.

Gerd Rothbrust am :

Hallo Frau Trikkonen, es ist wie bei unserem Meinungsaustausch im April 2016: Ich kann Ihnen generell zustimmen. Aber politisch motiviert ist die Beeinflussung nicht, eher ist es die Angst vor Niveauverlust. Allerdings wandelt sich der Waterbölles dadurch stetig von einer Prosadarstellung zu einer Rosadarstellung: weichgespült, altersmilde, ohne Biss und zensiert. Klar als Herausgeber steht man in der Verantwortung, aber der Anspruch stetiger Vollkommenheit ist zu „teuer“. Denn die letzten fehlenden paar Prozent zu 100%, sind die schwierigsten und eigentlich nicht nötig.

Lothar Kaiser am :

Vielleicht sollte ich noch nachtragen, dass der Artikel vor zehn Jahren zum ersten Mal im Waterbölles zu lesen war. Da ich ihn für zeitlos hielt, habe ich ihn noch einmal "nach vorne" gestellt.

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