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Montag, 16. Januar 2012Die Situation erscheint ausweglos, und die Zeit drängtKommentare
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Wie schlecht es um das DOC bestellt ist, wird schon dadurch überdeutlich, dass sich bisher niemand bereitgefunden hat, diesen ebenso kritischen wie aufrüttelnden Artikel zu kommentieren und Wege aus der mehr als bedrohlichen Situation aufzuzeigen. Nicht nur die Sprachlosigkeit des Investors, sondern aller, die sich euphorisch in den Armen lagen, hat bereits am 18.10.11, also unmittelbar nach der Bürgerbefragung, begonnen und dauert an. Entweder ist man durch das überzeugende Befragungsergebnis seiner Sache immer noch sehr sicher oder in eine Art Schockstarre verfallen. Fakt ist jedoch, dass viele von denen, die ursprünglich von der Idee begeistert waren, bereits heute nicht mehr an deren Umsetzung glauben. Ebenso stutzig macht die Tatsache, dass die Verwaltung offenbar den Investor gar nicht mehr fragt, mit wie viel Prozent er sich konkret an den Kosten der Planung, des Umbaus der Straßen, etc. beteiligen möchte. Dieser hält sich so bedeckt, dass die Frage des Chronisten nicht mehr unberechtigt erscheint, ob er inzwischen das Interesse an Remscheid verloren hat. Oder ist das etwa eine geniale Strategie des Aussitzens? So lange stumm zu bleiben, bis Rat und Verwaltung weiche Knie bekommen und verkünden: „Na gut, wir übernehmen alles. Dann müssten wir nur noch abklären, wo wir das Geld im Haushalt abzweigen und wer uns das in Düsseldorf genehmigt.“
Vielleicht hat der Investor, mit seinem schier unermesslichen Fonds-Reichtum, das Geld auch momentan nicht liquide und kann deshalb nicht, wie von den meisten erwartet, ganz locker in die Bresche springen? Hat er inzwischen erkannt, dass die Investitionen für die Vorbereitung des Geländes um ein Vielfaches höher sind als in Roermond? Wo er dem Vernehmen nach ein brettebenes altes Kasernengelände für einen Appel und ein Ei kaufen und herrichten konnte. Wären das Gründe, warum er das Interesse verloren haben könnte? Wer weiß, vielleicht wird aber dazu im nächsten Haupt- und Finanzaussauschuss der große Befreiungsschlag verkündet und alles wird gut? Theoretisch könnten doch alle, die in dem DOC die Zukunftslösung für Remscheid schlechthin sehen, aushelfen? Die fraglichen € 70.000 für das Einzelhandelsgutachten wären dann relativ leicht zu beschaffen. Wenn jeder der 25.770 Befürworter nur € 2,72 spenden würde, wäre das Thema erst einmal vom Tisch. „Wenn man etwas haben möchte, muss man auch bereit sein, zu investieren“ (dieser Satz stammt nicht aus meiner Feder). Dann fehlten allerdings noch schlappe € 230.000 für alle anderen erdenklichen Gutachten. Wer würde die noch vorfinanzieren, wenn die Stadt dafür keine Mittel aufnehmen darf und MC Arthur Glen offenbar nichts von seinen sagenumwobenen Kapitalschätzen abgeben möchte? Etwa die Kreise, an die Herr Sonnenschein berechtigterweise seine Bitte um Unterstützung gerichtet hat? Es gibt zahlreiche Beispiele, wo von dieser Seite alles Mögliche eingefordert und der Stadt stets mangelnde wirtschaftliche Kompetenz unterstellt wurde. Wenn es aber darum ging, die eigene Brieftasche zu öffnen, war Ebbe im Portemonnaie. Tatsächlich – wenn es um das Geld geht, hört die Freundschaft bekanntlich auf. Aber vielleicht werden wir alle sehr bald eines Besseren belehrt und der private Geldhahn öffnet seine wohltätigen Schleusen? Man sollte eben immer positiv denken. Eventuell scheint für alle Befürworter aber noch ein kleines Licht am Ende des Tunnels? Warum neigt die Landesregierung dazu, ein DOC in Duisburg, also mitten in der Region Ruhr, zu genehmigen und in Remscheid nicht? Gut, das geplante Center liegt zentral in einem Wohngebiet von Duisburg-Hamborn, und es sollen etliche Wohnhäuser dafür weichen, deren Mieter sich heftig dagegen wehren. Es soll also nicht auf einer grünen Wiese entstehen. Aber einen Einfluss auf den Einzelhandel in Duisburg und dem gesamten Ruhrgebiet dürfte es schon haben!? Oder würde der Handel in der Region Ruhr von diesem DOC massiv profitieren, indem man sich später vor Tagestouristen nicht mehr retten kann? Von dort bietet sich noch ein Spaziergang zum Centro Oberhausen, zum Duisburger Innenhafen mit seinen unzähligen Millionengräbern, eine Besichtigung der Moschee in Marxloh oder ein Bummel durch die „pittoreske Duisburger Altstadt“ an. Weder noch, die Dinger gehören in die Tonne gekloppt und zwar überall. Obwohl die Gründe von Tag zu Tag zunehmen, warum ich gegen das DOC bin, täten mir doch die zahlreichen Bürger ein wenig leid, die sich viel davon versprochen haben. Wie groß würde deren Enttäuschung wohl sein, wenn sich der Deckel der Tonne endgültig schließt?
Das Baugesetzbuch sieht die Möglichkeit vor, einen "vorhabenbezogenen Bebauungsplan" aufzustellen (§ 12 BauGB). Ein solcher Bebauungsplan bezieht sich, wie der Name schon sagt, auf ein bestimmtes Vorhaben, auf Remscheid bezogen auf das Vorhaben "DOC". Ein wichtiger Bestandteil des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes ist der Abschluss eines Durchführungsvertrages, in dem sich der Vorhabenträger (auf Remscheid bezogen McArthurGlen) vor dem Beschluss des Rates zur Umsetzung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes u.a. zur Übernahme der Planungs- und Erschließungskosten ganz oder teilweise verpflichtet (auf Remscheid bezogen auf Grund der Finanzlage der Stadt natürlich ganz). Dazu gehören auch die Kosten für notwendige Gutachten.
Im Vergleich zur Aufstellung eines einfachen oder qualifizierten Bebauungsplanes bestehen für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan keine gravierenden verfahrensrechtlichen Abweichungen. Die Stadt behält immer die Planungshoheit, ist aber dennoch von Anfang an ganz oder teilweise von den Kosten der Planung und Erschließung befreit. Es stellt sich die Frage, weshalb durch die Stadt Remscheid mit dem Vorhabenträger McArthurGlen nicht von Anfang an die Durchführung eines solchen nach dem Baugesetzbuch möglichen Bebauungsplanes vereinbart worden ist. Sollte diese naheliegende Möglichkeit mit dem potentiellen Investor nicht erörtert worden sein, wäre dies ein gravierendes Versäumnis. Sollte McArthurGlen aber eine solche Vorgehensweise abgelehnt haben, dann spräche dies dafür, dass der Firma die Risiken der Realisierung zu hoch erscheinen (zu erwartende Ablehnung durch die Landesregierung). In der Stadt Remscheid, die seit einem Jahr in der Bürgerschaft eine riesige Erwartungshaltung in Sachen DOC erzeugt hat, hätten sie dann einen Dummen gefunden, der das massive finanzielle Risiko bis zur Klärung der rechtlichen Problematik zur Änderung des Regionalplanes für den Bereich Blume alleine übernimmt. Übrigens: Die Firma IKEA, die in Wuppertal einen riesigen IKEA-Homepark errichten will, soll gegenüber der Stadt Wuppertal erklärt haben, dass sie alle Planungs- und Erschließungskosten für ihr Vorhaben übernimmt.
Das Gutachten zu eventuellen Auswirkungen des DOC an der Blume auf den Einzelhandel in Remscheid sei momentan „das Allerwichtigste das getan werden muss“, betonte heute in der Bezirksvertretung Lüttringhausen Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein. Er zeigte sich „guter Hoffnung, dass die dafür erforderliche Summe durch Sponsoren zusammenkommen wird“.- Und auf Nachfrage: „Darüber reden wir auch mit dem Investor!“
Ein wenig deutlicher wurde der Stadtplaner gestern im Haupt- und Finanzausschuss. Zwei Drittel der für das Einzelhandelsgutachten benötigten Summe habe er bereits von heimischen Unternehmern und Investor McArthurGlen erhalten, von letzteren einen "sehr großen Betrag".
Auf die Frage von Wieland Gühne (W.i.-R.) wie es denn um die Planungskosten von 300.000 Euro bestellt sei, zeigte sich Hans Gerd Sonnenschein zuversichtlich: Am 7. Dezember habe die Stadt bei der Bezirksregierung die Änderung des Gebietsentwicklungsplanes beantragt. Und wenn der Regionalrat eine positive Entscheidung gefasst habe, werde die Stadt wohl auch wieder "selbst Geld in die Hand nehmen dürfen". Das Gutachten werde die Stadt noch im Februar vergeben, so dass es in eine einem halben Jahr vorliegen werde. Diese Zeit benötige der Gutachter für eine Bestandsaufnahme aller Geschäfte im Umkreis von 60 Kilometern, auf die sich das DOC auswirken könne. In dem im Juli 2010 von der Verwaltung veröffentlichten Zeitplan war die Erstellung von Fachgutachten noch bis September 2011 und die Frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung bis Oktober angekündigt worden.
Zur finanziellen Unterstützung durch Remscheider Bürger bei der Vergabe von Fachgutachten (u. a. Konkretisierung der Auswirkungsanalyse zur möglichen Realisierung eines Designer Outlet Centers in Remscheid nach der bereits erstellten Ersteinschätzung, Konkretisierung der Verkehrsuntersuchung, rechtliche Begleitung des Verfahrens) schreibt Oberbürgermeisterin Beate Wilding auf der städtischen Internetseite: „ Der Investor sowie einige Remscheider Unternehmerinnen und Unternehmer haben hierfür bereits eine nicht unerhebliche Kostenbeteiligung zugesichert. Sofern auch Sie beabsichtigen, dieses Projekt finanziell zu unterstützen, steht Ihnen der Leiter des Zentraldienstes, Herr Hans-Gerd Sonnenschein, für Rückfragen oder ein persönliches Gespräch gerne zur Verfügung.“
Sonnenschein bestritt heute gegenüber dem Waterbölles einen Bericht im RGA, wonach Remscheider Betriebe 300.000 Euro für die Gutachten zugesagt hätten. Bislang gehe es lediglich um die 70.000 Euro für das Einzelhandelsgutachten. Und davon habe er inzwischen zwei Drittel zusammen.
Die Fraktion DIE LINKE. hätte gerne folgende Fragen zur nächsten Haupt- und Finanzausschusssitzung schriftlich beantwortet:
1. Wie hoch ist der maßgebliche Anteil des Investors in Euro und Cent ? 2. Beteiligen sich an den Kosten für das Gutachten Unternehmen aus dem „Konzern Stadt Remscheid“ (Stadtsparkasse, GEWAG, Stadtwerke, REB …)? 3. Wenn ja, welche Unternehmen und in welcher Höhe.
Eine gute Frage, innsbesonders ob und in welcher Höhe die städtischen Töchter eine Rolle spielen.
„Der Investor McArthurGlen beteiligt sich an der Auswirkungsanalyse für das DOC auf den Einzelhandel in Höhe von 47.600 Euro einschl. MWSt. Unternehmen aus dem ‚Konzern Stadt Remscheid’ (Stadtsparkasse, GEWAG, Stadtwerke, REB ersetzen der Stadt Remscheid keine Aufwendungen bzw. Auszahlungen.“ So beantwortete die Verwaltung gestern die Fragen, die die Fraktion der Linken gestellt hatte.
Insgesamt gingen für das erforderliche DOC-Gutachten 100.000 Euro an Sponsorengeldern ein, teilte gestern im Haupt- und Finanzausschuss Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein mit. Er wertete das als Zeichen dafür, dass den Remscheidern dierses Projekt sehr wichtig ist".
Der Bergischen Morgenpost von heute ist zu entnehmen, dass die Firma Ikea im Rahmen der umstrittenen Planungen für einen Ikea-Homepark am Autobahnkreuz Wuppertal-Nord (geplante Verkaufsfläche: Einrichtungshaus = 25.000 qm; Fachmarktzentrum = 21.000 qm, Umsatzerwartung: 120 Mio. jährl.) die Kosten für folgende Gutachten übernimmt: Verkehrsgutachten, Gutachten zu den Auswirkungen auf den Einzelhandel, Gutachten zu den Auswirkungen auf die Umwelt und den Artenschutz. Die Gutachten sollen bis zum Sommer vorliegen. Auch bei dieser Planung ist absolut ungewiss, ob das Vorhaben im Rahmen der Regionalplanung und der Landesentwicklungsplanung genehmigt wird. Aber Ikea ist offenbar im Gegensatz zu McArthurGlen bereit, das Kostenrisiko alleine zu tragen, und nicht, wie in Remscheid durch den Investor praktiziert, einseitig auf die Stadt abzuwälzen.
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Mi, 16.05.2012 13:15
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Gestern wollte sich Jutta Velte noch nicht so recht zum Landtagsmandat gratulieren lassen. Heute berichteten Radio RSG und der WDR, dass sie es tatsächlich geschafft habe. Da sollte man doch meinen, auch auf der Internetseite der
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Mo, 14.05.2012 10:25
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So, 13.05.2012 23:22
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So, 13.05.2012 15:57
Sehr geehrter Herr Körner, bei den Zahlen handelt es sich um "öffentliche Zahlen", welche im Haushaltsplan der Stadt Remscheid nachzulesen sind. Lediglich der Hinweis auf die "Reservierung" eines Betrages von ca. 400.000 € innerh
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Die Fusion der Orchester hat vor 17 Jahren den Haushalt nicht konsoldiert und die Auflösung wird es auch nicht tun (und diese in jede Richtung auslegbare Rechtsauskunft einen gesichertern juristischen Weg zu nennen, ist wohl mehr
[...]
Sa, 12.05.2012 20:41
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Sa, 12.05.2012 12:32
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Sa, 12.05.2012 10:33
Remscheider Zahnärzte unterstützen die Bürgerstiftung finanziell, indem sie altes Zahngold sammeln. Von dem Verkaufserlös konnte die Stiftung jetzt ein Kunstprojekt in zwei Klassen der Gemeinschaftsgrundschule Reinshagen finanzie
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Von den Grünen, für die er noch in der Agenda 21 mitgearbeitet hatte, fand Klaus Kowakowski 2009 seinen Weg zur Wählergemeinschaft W.i.R. und kandidierte dort 2009 für den Stadtrat. "Sein" Stadtteil war Stachelhausen, wo er zu de
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