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Simsalabim, Kleingärten in Endringhausen dürfen bleiben!

Die Waterbölles-Glosse

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„Als Ersatz für den Lenneper Schützenplatz will die Stadt dem Vernehmen nach ein Wiesengrundstuck in Endringhausen kaufen - fernab von der Lenneper Altstadt“, hieß es am 9. Dezember 2011 im Waterbölles. Es war also klar, wohin die Reise gehen sollte, als der Rat der Stadt der Verwaltung am 15. Dezember 2011 grünes Licht gab, die Pachtverträge mit den Schützenvereinen für den Lenneper Schützenplatz zu kündigen. Was folgte, war eine kleine Revolution in der einstigen Kreis- und Hansestadt Lennep: 17 Vereine mit mehr als 25.000 Mitglieder, darunter auch der Heimatbund Lüttringhausen, schlossen sich der Interessengemeinschaft „Hände weg von den Veranstaltungsplätzen“ an und mobilisierten mit Erklärungen und Plakaten die Öffentlichkeit. Ein Sturm der Empörung, der heute so plötzlich und unerwartet Wirkung zeigte, dass es an einen Sketch von Loriot erinnerte: „Nehmen Sie das gegebenenfalls zurück. - Nein? - Dann ist die Sache für mich erledigt!“

Der überplante Jahnplatz.Man könnte dieses Zitat Oberbürgermeisterin Beate Wilding in den Mund legen. Aber auch auf Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein würde es passen. Beide führten am Montagabend mit Vertreter der Schützenvereine und Klaus Kreutzer, dem Vorsitzenden des Verkehrs- und Forderverein Lennep e.V., ein Gespräch. Dessen Fazit liest sich heute im RGA so: „Die Kleingärten Endringhausen sind als Ausweich-Standort für die Lenneper Kirmes aus dem Rennen. Gestern Abend einigten sich Oberbürgermeisterin Wilding und Vertreter der Schützenvereine darauf, Jahnplatz, Mühlenstraße und Teile der Altstadt als neue Kirmes- und Veranstaltungsfläche zu prüfen.“ Das wird in Lennep viele Leser/innen gefreut haben. Und auch jene Kommunalpolitiker /innen in der Bezirksvertretung Lennep, die sich für den Erhalt des Schützenplatzes in der Öffentlichkeit stark gemacht hatten.

Wie das denn zustande gekommen sei, wollte der Waterbölles heute am Rande der „Brücken-Veranstaltung“ in Müngsten von der Oberbürgermeisterin wissen. „Die Vereine wollten nicht nach Endringhausen“, sagte Beate Wilding. Na, das ist aber eine Überraschung nach den Diskussionen der vergangenen Wochen! Loriot lässt grüßen.

Dass die Verwaltung nunmehr  Jahnplatz, Mühlenstraße und Teile der Altstadt als potenzielle Kirmes- und Veranstaltungsfläche untersuchen will, sei mit der Politik noch nicht abgestimmt, sagte Beate Wilding. Mutig, mutig. Etwas aus den Medien zu erfahren, zu dem sie eigentlich vorher hätten gefragt werden wollen, begeistert Fraktionsvorsitzende so viel wie ein sibirischer Schneesturm. In diesem Fall hatten die Fraktionsvorsitzenden von SPD, FDP und Grünen am 15. Dezember noch zusammen mit ihren Parteifreunden der Kündigung der Pachtverträge zugestimmt in der Annahme, ein Ausweichquartier für die Vereine sei bereits gefunden. Und nun dieser Rückzieher der Verwaltung, ganz ohne Vorwarnung. Beim Monopoly-Spiel würde es jetzt heißen: „Gehe zurück auf Los!“

Dabei wäre alles viel einfacher gewesen. Schon Anfang Dezember hätte die OB und ihr Planer die Vereinsvertreter fragen können: „Einverstanden mit Endringhausen?“ Schon damals hätten sie ein entschiedenes Nein gehört. - „Nehmen Sie das gegebenenfalls zurück? - Nein? - Dann ist die Sache für mich erledigt!“

Ach, fast hätte ich es vergessen: Die Planskizze links im Bild heißt „Neue Mitte Jahnplatz“ und stammt aus dem Fachbereich Städtebau und Stadtentwicklung der Stadt Remscheid. Vielleicht sollte sich die Interessengemeinschaft „Hände weg von den Veranstaltungsplätzen“ besser nicht vorschnell auflösen. Oder handelt es sich um einen längst veralteten Entwurf? Man weiß ja so wenig - bei dieser Art von städtischer Öffentlichkeitsarbeit.

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Zuerst wollte ich gar nicht glauben, was ich heute gehört habe. Aber die Quelle ist verlässlich: Jahnplatz und Teile der Lenneper Altstadt habe die Verwaltung nicht erst gestern, sondern schon im vorigen Jahr den Schützenvereinen als Ausweichquartier angeboten. Kann mir um Himmels willen jemand sagen, warum in der Öffentlichkeit dann nur über die Kleingartenanlage Endringhausen diskutiert worden ist, sprich: warum sowohl die Stadt Remscheid als auch die Lenneper Vereine mit dem Alternativvorschlag so lange hinter dem Berg gehalten haben?? Ich kann mich nur wundern.

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