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"Winni's Brutzelbude" hat endlich eine echte Chance

Wiennies Brutzelbude. Foto: Lothar KaiserKlüger werden kann jeder. Auch ein Kommunalpolitiker. Von diesem Recht machten gestern neun Mitglieder von SPD, Grünen und W.I.R. in der Bezirksvertretung (BV) Alt-Remscheid Gebrauch und empfahlen dem Bauausschuss gegen die Stimmen der CDU, an der Schüttendelle durch Ausnahme von der dort geltenden Veränderungssperre den Weg zu einem weiteren Imbisswagen (Winni’s Brutzelbude“) freizumachen. Damit scheint eine monatelange Posse endlich doch ein vernünftiges Ende zu nehmen. Denn im Bauausschuss ist mit den gleichen Mehrheitsverhältnissen zu rechnen.

Eigentlich hatte Phillip Wallutat (FDP) in dieser BV-Sitzung „delikate Antworten“ der Verwaltung auf seine Anfrage erwartet, woher er Bauausschuss denn die Kompetenz genommen habe, sich über die Vorschriften eines bauaufsichtlichen (Verwaltungs-)Verfahrens hinwegzusetzen und den Antrag des potenziellen Imbissbuden-Betreibers abzulehnen. Doch diese Antwort gab es nicht. Baudezernent Helmut Kennepohl bekannte zwar, die Verwaltungsvorlage sei pünktlich erstellt worden. Die „provokante Art“ der Anfrage habe aber eine „sehr dezidierte Auseinandersetzung damit“ erfordert. Deshalb habe er sie zurückgehalten, um sie ergänzen zu lassen, zumal „verschiedene Zuständigkeitsfragen“ noch zu klären seien. Wallutat dazu: „Ein Zuständigkeitsverzeichnis der Vewrwaltung gibt es doch!?“ – „Ja, aber man muss eine solche Anfrage auch unter pragmatischen Gesichtspunkten beantworten können!“

Das lässt auf Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Verwaltungsvorstandes schließen. Nicht zum ersten Mal. In diesem Fall aber kann dieser „Nebenkriegsschauplatz“ getrost vernachlässigt werden. Roland Nusch (W.I.R.) brachte es auf den Punkt: „Wenn wir die Entscheidung weiter verschleppen, zieht der Antragsteller womöglich vor Gericht. Mit guten Gründen können wir die Imbissbude gar nicht ablehnen“. Er sprach damit für die Mehrheit der BV – eine späte Einsicht, aber keine zu späte.

Die CDU bleibt hier ausgeklammert. Für die Christdemokraten erinnerte Alexa Schmitz an den früheren Beschluss der BV, für die „Trasse des Werkzeugs“ ein Gesamtkonzept (Nutzung) zu fordern. Roland Nusch und Phillip Wallutat (FDP) dazu: Das eine habe mit dem anderen doch gar nichts zu tun. Fritz Heuser (CDU) beharrte zwar darauf „Ohne Konzept kein Gourmet-Tempel!“, konnte damit aber am Ausgang der Kampfabstimmung nichts mehr ändern.

Merke: Der Waterbölles legt sich die Forderung nach einem „Gesamtkonzept“ auf Wiedervorlage. Man darf gespannt sein, was dieses Nutzungskonzept enthalten wird.


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Kommentare

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Chronist am :

Den Pommes frites und der Currywurst „rot weiß“ in einer neuen Imbissbude an der B 229 / „Trasse des Werkzeug“ steht jetzt nichts mehr im Wege. Jedenfalls nicht von Seiten der Stadtverwaltung. Denn heute Abend bewilligte der Bauausschuss (auf Empfehlung der Bezirksvertretung) den Antrag auf Ausnahme von der Veränderungssperre (die für den Bereich des Bebauungsplanes Nr. 556 an der Schüttendelle gilt). Wohl aus Gründen der Gesichtswahrung bat die CDU die Verwaltung dafür zu sorgen, „dass das Grundstück aufgeräumt und zur Straße hin abgetrennt wird“. Doch da konnte Günter Bender von den Grünen prompt beruhigen. Es sei vor Ort gewesen und habe sich davon überzeugt, dass schon alles auf einem guten Wege sei. Seine Retourkutsche: Die Politik habe es dem Antragsteller in den vergangenen Monaten sehr schwer gemacht. Besser wäre gewesen, frühzeitig das direkte Gespräch mit ihm zu suchen. Fritz Heuser (CDU) reagierte säuerlich: „Mit wem wir reden, ist unsere Sache!“ Ob das vom Parteibuch abhängt, sagte er nicht. (,-)

Chronist am :

Und wieder war "Winnie`s Brutzelbude" ein Thema. Gestern in der Bezirksvertretung. Der Betreiber hatte beantragt, die auf drei Jahre befristete Genehmigung in eine unbefristete umzuwandeln. Doch die BV war dagegen. Man wolle "erst mal abwarten, wie`s läuft".

Chronist am :

Das Ganze ist und bleibt eine Lachnummer. In der heutigen Sitzung des Bauausschusses wurde bekannt, dass die Veränderungssperre für das Gebiet, in dem sich "Winnies Brutzelbude" befindet (Alexanderwerk/Trasse des Werkzeugs) im kommenden Februar ausläuft und nicht verlängert werden kann. Der Betreiber der Imbissbude braucht sich folglich auf eine Befristung (drei Jahre) gar nicht einzulassen und kann beruhigt noch zwei Monate warten; dann steht der unbefristeten Genehmigung nichts mehr im Wege.

Uwe Hannes am :

Ich denke, dass sich Winnis Brutzelbude mittlerweile zu einer festen Größe in Remscheid entwickelt hat.

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