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Kucharczyk fordert beitragsfreie Kita

Der bergische Bundestagsabgeordnete Jürgen Kucharczyk (SPD)

In seiner fünften Rede vor dem Deutschen Bundestag zu den Ergebnissen des 12. Kinder- und Jugendberichts unterstützte der bergische SPD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Kucharczyk “ausdrücklich die Idee der beitragsfreien Kita“. Beginnend mit dem letzten Kita-Jahr sollte in den nächsten Jahren schrittweise eine durchgängig gebührenfreie vorschulische Bildungs- und Betreuungseinheit geschaffen werden. Kucharzyk:

„Bereits die Jahre in der Kita oder im Kindergarten stellen die Weichen für eine gradlinige Schul- und Berufsausbildung. Die Infrastruktur für eine frühkindliche Bildung muss daher Vorrang haben gegenüber weiteren direkten Leistungen an Familien. Wir haben die Aufgabe, unseren Kindern und Enkeln unabhängig von Bildung und finanzieller Unterstützung des Elternhauses eine faire Chance auf gleichwertige Bildung zu bieten.

Dazu gehört auch die Stärkung von Medienkompetenz nicht nur im Hinblick auf die spätere Berufslaufbahn, wo der korrekte Umgang mit Medien zur Basisqualifikation gehört. Wir müssen Eltern und Schüler im Umgang mit den Medien sensibilisieren, um eine verantwortungsvolle Nutzung sicher zu stellen. Der vermeintliche Mangel an Zeit der Eltern für die Zuwendung und Aufmerksamkeit ihrer Kinder darf nicht dazu führen, dass Kinder vor dem Fernseher, Computer oder der Spielkonsole ruhig gestellt werden.

Die Medien dienen für junge Menschen – und hier zitiere ich den 12. Kinder- und Jugendbericht, als „Fundus für Orientierung im Hinblick auf die Persönlichkeits- und Lebenskonzepte“, gleichzeitig als „Wissens- und Informationsquelle“ und „für den Erwerb von Konsequenzen“.

Ob ein direktes Verbot von so genannten „Killerspielen“ den Erfolg bringt, müssen wir dringend diskutieren. Wichtiger ist vielmehr, die bestehenden Gesetze zu Gewaltdarstellungen und Jugendschutz konsequent zu nutzen.

Programme wie die Mehrgenerationenhäuser, aber auch Ganztagsschulen, die nicht nur Aufbewahrungsanstalten sind, sondern die Kreativität und Interaktion von Kindern fördern, sind der richtige Schritt in eine chancengleiche Gesellschaft.“


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