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Schulentwicklungsplan: Notlösung sind Schulverbünde

Die Verfassung und das Schulgesetz des Landes NRW verpflichten die Gemeinden als Schulträger zu einer Schulentwicklungsplanung, die ein gleichmäßiges und alle Schulformen umfassenden Bildungs- und Ab­schlussangebot garantiert. Die Aufstellung eines Schulentwicklungsplans gehört zu den Pflichtaufgabe des Schulträgers und muss das gegenwärtige und zukünftige Schulangebot nach Schulformen, Schulgrößen (Schülerzahl, Zügigkeit und Schulstandorten) umfassen, die mittelfristig zu erwartenden Schülerzahlen nach Schulformen und Jahrgangsstufen sowie die mittelfristige Entwicklung des Schulraumbestandes nach Schulformen und Schulstandorten. Zugleich müssen benachbarte Schulträger ihre Planungen abstimmen, um Fehlentwick­lungen, Doppelangebote und zu kleine und unwirtschaftliche Schulen zu vermeiden. Und: Der Plan muss kontinuierlich fortgeschrieben werden. Ein aktueller Grund dafür ist der Wegfall der Grundschulbezirke zum Schuljahresbeginn 2008/2009. Dadurch muss festgelegt werden, wie viele Klassen pro Schuljahr (die Experten sprechen hier von „Zügigkeit“ an jeder Grundschule erforderlich sind. Entscheidend dafür sind nicht nur die vorhande­nen Raumkapazitäten.

Das Schulgesetz NRW sieht vor, dass Grundschulen mit weniger als zwei Klassen pro Jahrgang, wenn der Schulträger deren Fortführung für erforderlich hält, im Verbund mit anderen Grundschulen (Teilstandort) geführt werden, um eine angemessene Klassen- und Schulgröße zu erreichen. In Remscheid gibt derzeit zwei einzügige Grundschulen - im Lütt­ringhausen die GGS Goldenberg und im Südbezirk die GGS Struck. Um eine wohnortna­he Beschulung einschließlich eines OGGS-Betreuungsangebotes für die im Umfeld dieser Hier böte sich „zur Standortsicherung die Einrichtung eines Schulverbun­des mit einer mehrzügigen Grundschule an“, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung an den Schulausschuss. Bereits seit Ende 1997 überschneiden sich die Schulbezirke der GGS Struck, die nur über vier Klassenräume verfügt, und der zweizügigen GGS Dörpfeld teilweise, um eine gleichmäßige Auslastung der Schulen zu errei­chen. Die GGS Struck hält seit Schuljahresbeginn 2006/2007 als Offene Ganztagsgrundschule ein ganztägiges Betreuungsangebot für maximal 25 Kinder (= eine Gruppe) vor. Aufgrund des Abbaus von 20 Hortplätzen in der unmittelbar benachbarten KTE Struck, ist ein Ausbau der Offenen Ganztagsgrundschule an der GGS Struck ab dem Schuljahr 2007/2008 um eine weitere Gruppe zwingend notwendig.

Die GGS Dörpfeld kann als Offene Ganztagsgrundschule in drei Grup­pen insgesamt 75 Schülerinnen und Schüler betreuen.Die Verwaltung hat für beide Schulen einen deutlichen Rückgang der Einschulungszahlen prognostiziert. Bei der GGS Dörpfeld führe dies mittelfristig zu kleinen" Klassen bei durchgehend zwei Klassen pro Jahrgang. Bei der GGS Struck werde  sogar der Klassenfrequenzmindestwert von 18 Kin­dern unterschritten.

Einen weiteren Schulverbund  schlägt die Verwaltung für die GGS Adolf Carenbach und die GGS Goldenberg vor. Diese befindet sich im Randbereich von Lüttringhausen und verfügt über vier eigene und einen angemieteten Klassenraum. Zwei dieser Klassenräume sind Pavillons und räumlich vom Hauptgebäude getrennt. Der dritte Pavillon und das alte Feuerwehrhäuschen werden von der Offenen Ganztagsgrundschule genutzt. Die Schule bietet in einer OGGS-Gruppe 25 Betreuungsplatze; der Bedarf läge jetzt schon darüber.

An der zweizügigen GGS Adolf-Clarenbach werden seit dem Schuljahr 2006/2007 in zwei Gruppen 50 OGGS-Plätze angeboten. Sie Plätze sind komplett ausgebucht; es besteht eine Warteliste. Derzeit werden an der Schule vier Klassenräume neu errichtet (Abriss des maroden Pavillons) sowie zwei OGGS-Gruppenräume inkl. entsprechender Nebenräume. Sie sollen bis zu den Sommerferien 2007 fertig sein.

Auch bei der GGS Adolf Carenbach und der GGS Goldenberg erkennt die Verwaltung einen deutlichen Rückgang der Schülerzahlen deutlich erkennen. Da am Standort Goldenberg nicht genügend Klassenräume für alle Kinder angeboten werden können, soll es dort künftig nur eine Klasse pro Jahrgang geben. Kinder aus den Randbereichen Rich­tung Lüttringhausen könnten aber wohnungsnah an der GGS Adolf Clarenbach eingeschult werden. Mit ihrem Montessoriangebot könne die GGS Goldenberg mit der GGS Siepen zusammenarbeiten. In Planung sei ein weiteres Montessoriangebot an der GGS Adolf-Clarenbach.

Dr. Detlef Garbe, freiberuflicher Berater aus Leichlingen, der  am Schulentwicklungsplan der Stadt Remscheid mitarbeitet, hat des Weiteren vorgeschlagen, die Hauptschule Hölterfeld in der Hauptschule Wilhelmstraße aufgehen zu lassen.


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