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Kehrtwende in letzter Minute: Spriestersbach einzügig

Bis gestern Abend sah alles so aus, als würde die Katholischen Grundschule Julius-Spriestersbach (KGS) im neuen Schuljahr zwei Klassen für Erstklässler anbieten können. So hatte es Schulausschuss am Dienstag mit CDU/FDP-Mehrheit beschlossen. Aber offenbar hatte die FDP ihren dortigen „sachkundigen Bürger“ Dr. Uwe Kirchhoff nicht richtig "in den Film gebracht". Gestern jedenfalls sah schon vor Beginn der Hauptausschuss-Sitzung wieder alles ganz anders aus. Denn es war durchgesickert: „Die FDP wird für die Beschlußvorlage der Verwaltung stimmen!“ Und kaum hatte Oberbürgermeisterin Beate Wilding den Tagesordnungspunkt aufgerufen, meldete sich FDP-Fraktionsvorsitzender Markus von Dreusche zu Wort und kündigte an, die FDP werde anders votierten aus noch zwei Tage zuvor im Schulausschuss. Das sei nicht als „Zementierung für alle Zeiten“ zu verstehen; im neuen Jahr, nach Aufhebung der Schulbezirksgrenzen, würden „die Karten neu gemischt“.

Ärger und betreute Gesichter bei den Lehrerinnen  der KGS Julius-Spriestersbach, die eigens für diesen Tagesordnungspunkt ins Rathaus gekommen waren, gute Laune und Lächeln bei den Kolleginnen der GGS Daniel-Schürmann. Eben das genaue Gegenteil im Vergleich zur Sitzung vom Dienstag im Berufskolleg Käthe-Kollwitz. So schnell verändern sich Stimmungslagen, wenn man engagiert ist und an die eigene Sache glaubt. Aber wie schrieb der Waterbölles am Mittwoch? „Ein vielschichtiges Thema!“ - Ein Thema, das Verbissenheit nicht verdient hat, sei heute hinzugefügt.

Damit niemand muss rätseln: Die KGS bleibt auch im neuen Jahr einzügig. SPD, FDP, Grüne und W.I.R. stimmten für den entsprechenden Verwaltungsvorschlag; nur die acht Ausschussmitglieder der CDU waren dagegen. Deren Fraktionsvorsitzender Karl Heinz Humpert hatte zuvor an die „umfassende Darstellung“ erinnert, mit der die CDU im Schulausschuss die Zweizügigkeit begründet habe. Es gehe dabei um den „integrativen Charakter“ der katholischen Grundschule, zu der muslimische Eltern zwölf Jungen und Mädchen angemeldet hatten. Das allerdings war neu. Im Schulausschuss war lediglich vom Elternwillen die Rede gewesen, den es zu berücksichtigen gelte.

Hans Peter Meinecke, Fraktionsvorsitzender der SPD, entgegnete, niemand in „seiner“ Partei wolle muslimische Kinder aus einer katholischen Schule fernhalten. Darum gehe es ebenso wenig wie um den von der CDU so betonten Elternwillen. Ausschlaggebend seien für die SPD vielmehr die Probleme der Grundschulen Daniel-Schürmann und Honsberg gewesen. Nunmehr könnten die Schulneulinge auf alle drei Schulen gleichmäßig verteilt werden.


Trackbacks

waterboelles.de am : Wenn aus Grundschulen erbitterte Konkurrenten werden

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Remscheids Lehrerinnen und Lehrer – und ihre Interessenvertretung, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) – sind sich nicht sicher, ob neue Besen wirklich immer gut kehren. Zumindest nicht in der Politik. Denn kaum hatte die alte rot-grüne Land

Kommentare

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A. Honraths am :

Ich bin entsetzt über die Abstimmung im heutigen Hauptausschuss. Da gibt es zwei Schulen in einem Gebäude mit völlige verschiedenen Lernkonzepten, und nur eine Schule hat das Recht sich zu entfalten, während die andere aufs Abstellgleis gestellt wird. Es ist wirklich toll, welche Arbeit die Lehrer der Daniel-Schürmann-Schule leisten, aber ist nur Arbeit an türkischen Kindern wichtig? Warum braucht eine "Migrantenschule" mehr Platz als eine katholische Schule, die auch genügend Migrantenkinder unterrichtet (Spanisch,Italienisch,Portugiesisch etc)? Lohnt sich die Arbeit nur bei türkischen Kindern? Was ist mit deutschen Kindern mit Sprachproblemen oder einem unsicherem sozialen Umfeld, die hier immer mehr Auffälligkeiten entwickeln? Warum wird für diese Kinder nichts getan? Warum gibt es hierfür keine zusätzlichen Lehrer und Sonderpädagogen? Viele Eltern haben sich bewusst für die katholische Schule entschieden, ja ich gebe zu, sicherlich nicht nur weil ihnen der katholische Religionsunterricht wichtig ist, sondern auch, weil sie vom Konzept der Schule überzeugt sind. Und wenn ich Herrn Meinekes Aussage höre, die türkischen Kinder auf einer katholischen Schule gehen nach dem vierten Schuljahr nicht als Katholiken von der Schule, kann ich nur sagen: Lieber Herr Meineke, das ist wohl wahr, aber sie haben die Chancen einer Integrität nutzen können, die an einer fast reinen türkischen Schule nicht gegeben wäre!

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