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Schilder heißen Remscheids Gäste herzlich willkommen

Schilder zur Begrüßung und zum Abschied.

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Seit dem 18. Juli heißen insgesamt sieben Ortseingangsschilder alle Auswärtigen, die über die Stadtgrenze fahren, herzlich willkommen. Für das Remscheider Stadtmarketing war es wichtig, künftig alle, die in die Stadt hinein oder durch sie hindurchfahren, auf großen Stadttafeln zu begrüßen und auch wieder zu verabschieden. Die Schilder stehen an den Hauptverkehrsachsen an den Ortsein- und -ausgängen, sind rund 3,2 Meter hoch und rund 1,6 Meter breit. Unter dem Willkommensgruß mit Stadtlogo befinden sich Werbetafeln von Unternehmen, die die jeweilige Schilderseite gesponsert haben.

Mit dem Konzept der City-Welcome UG aus Dormagen, die auf die Herstellung dieser Schilder spezialisiert ist, hat die Stadt also gleichzeitig die Möglichkeit genutzt, dem ortsansässigen Gewerbe die Gelegenheit zu bieten, sich an Ortseingängen zu präsentieren und damit seine Verbundenheit zum Standort und zu den Bürgern der Stadt zu unterstreichen. Diese Firmen haben bislang diese Gelegenheit genutzt: Firma Scheider GmbH & Co. Kg (mit vier Standorten), Firma Klaus Friedrich GmbH & Co. KG (mit zwei Standorten), Firma Hermann Fröhlich, Fabricius Klinik, Firma QSZ Qualitätssägezentrum GmbH. Als dritte Komponente bieten die Schilder im unteren Bereich Platz für städtische Veranstaltungshinweise. Die Schilder stehen an folgenden Standorten: Burger Straße, Bergisch Born, Barmer Straße, Hastener Straße, Klausener Straße, Mebus Mühle, Ronsdorfer Straße. (Büro der Oberbürgermeisterin)


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Kommentare

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Michael Mahlke am :

Warum wird auf den Schildern weder in Türkisch noch auf Russisch oder Arabisch Willkommen und Auf Wiedersehen gesagt? Will man hier die grössten nichtdeutschen Volksgruppen ausgrenzen? Ich finde es sehr seltsam. Entweder nur in deutscher Sprache oder in allen grösseren Sprachen, die entsprechend der Volksgruppen in Remscheid vertreten sind. Platz auf den Schildern ist genug!

Klaus Sappelt am :

Als erstes finde ich die Schilder mal ganz hübsch und freue mich über sie (falls man noch was Positives sagen darf). Zu Hernn Mahlke: Noch mehr Sprachen würden die Schilder vermutlich überfrachten; in den paar Sekunden nimmt man nicht allzu viel wahr. Desweiteren kann man es auch historisch sehen und sagen, es waren halt die ersten Einwanderergruppen, und Englisch ist dann halt doch einfach Pflicht.

Horst Schwarzweller am :

So isses, Herr Sappelt! Die Schilder sind ganz einfach hübsch und fallen positiv in das Auge des erfreuten Vorbeifahrenden. Hier reflexartig und zudem völlig unangemessen mit der pathetischen Keule der Ausgrenzung zuschlagen zu wollen ...was soll das?

Martin Gerhardts am :

Die Frage nach den Sprachen habe ich an anderer Stelle auch gestellt und bin froh, daß noch mehr darüber stolpern. Ob da Platz ist oder nicht finde ich unerheblich. Ich bin sicher, daß mehr Türken und Polen Remscheid besuchen. Die freuen sich sicher, daß man sie nicht begrüßt oder verabschiedet. Was mich aber am meisten stört ist, wie man mal wieder Remscheider Firmen ignoriert. Als der Aufrag vergeben wurde hätte die erste Frage sein müssen, wer das am Ort machen kann. Hier wir das Geld wieder aus der Stadt raus getragen ohne ersichtlichen Grund. Auch die Sponsoren, die schließlich erwarten, daß wir ihre Produkte kaufen, hätten die Frage stellen sollen. Man trägt das Geld nach außen, erwartet aber, daß wir die Sponsoren mit Käufen berücksichtigen. Ein weiterer toller Punkt ist die Darstellung des Stadtkegels. Mal abgesehen davon, daß der Ersteller wohl nur mit "halbem Arsch" gearbeitet hat finde ich das Fehlen markanter Gebäude aus Lüttringhausen und Lennep schon merkwürdig. Vor allem, weil man die Wappen ja auch berücksichtigt hat. Die Idee ist klasse. Und die oben genannten Punkte zu berücksichtigen hätte keine Mehrarbeit bedeutet.

Rainer Motte am :

Irgendwie typisch: Anstatt sich über etwas Neues zu freuen, findet mit Sicherheit jemand sofort ein Haar in der Suppe. Übrigens: Laut „Remscheid tolerant“ wohnen hier Menschen aus ca. 120 Nationen. Wie sollte also ein Schild gestaltet werden, ohne daß sich jemand benachteiligt fühlen könnte? ;-) Mir gefallen die Schilder.

Michael Mahlke am :

Wenn man die Menschen mitnimmt, die hier wohnen, dann hätte ich erwartet, dass konzeptionell eben die 120 Nationen zur Geltung kommen. Die Schilder sind doch keine Privatangelegenheit, sondern repräsentieren die Stadt. Die Stadt - sind das die Menschen oder die Verwaltung? Nach welchen Kriterien sind denn die Sprachen ausgewählt worden? Ich halte dies übrigens nicht für ein Haar in der Suppe, sondern für eine berechtigte Frage, denn die Schilder stehen überall dort, wo man nach Remscheid rein- oder rausfährt.

Martin Gerhardts am :

Was genau daran typisch sein soll, kann ich nicht erkennen. Wenn ich das hier richtig lese, gefallen die Schilder den anderen auch. Die Fragen, die hier auftauchen, finde ich absolut berechtigt. Und ich möchte wetten, wenn man ein wenig mehr Weitsicht gezeigt hätte, wären die Fragen im Vorfeld beantwortet worden. Und wie gesagt: keine Mehrarbeit, keine Mehrkosten. Da ich mich berufsbedingt mit der Fertigung von Schildern beschäftige, habe ich da eine etwas andere Sicht auf die Dinge. Mit gefallen sie nicht. Die Idee ist gut, die Umsetzung nicht. Das ist aber zweitrangig, die Geschmäcker sind eben verschieden. Remscheid tolerant ist da übrigens ein klasse Stichwort. Seien wir doch so tolerant und gönnen jedem seine Meinung. Weil Meckern alleine aber das Problem grundsätzlich nicht löst, biete ich an, die Sprachen zu ergänzen. Kostenlos. Ich schlage vor, die laut Statistik meist vertretenen Sprachen zu berücksichtigen. 8-10? Wie es passt.

Rainer Motte am :

Typisch für die verbreitete Spezies der "Remscheider Nörgler". Laut einer satirischen Website "ist das Nörgeln in Remscheid mittlerweile folkloristisches Kulturgut". Als Remscheider weiß ich, wovon ich spreche. Ich möchte nicht wissen, wieviel Initiative deshalb erst gar nicht zustandekommt, weil sich immer genügend Vertreter der genannten Spezies finden, denen man es nie recht machen kann. Daß Sie, Herr Gerhardts, aber nicht nur nörgeln, sondern Ihren persönlichen Einsatz anbieten, stimmt mich froh. Und Herr Mahlke steuert vielleicht einen Entwurf bei, wie alle hier lebenden Nationalitäten berücksichtigt werden können, ohne daß die Schilder 16 statt 1,6 Meter breit werden und Verkehrsstaus entstehen, weil man vor lauter Text nicht mehr erkennt, was eigentlich gesagt werden soll...

Eija Tirkkonen am :

Vielleicht gibt es in Remscheid einfach mehr zu kritisieren als anderswo, was die Mitarbeiter der Verwaltung gerne als "Nörgeln" abtun. Ausländer werden von der Verwaltung öfter "vergessen". So war es auch bei der Bürgerbefragung zum DOC. Es wäre eine schöne Geste gewesen, Fremdsprachen auf den Schildern zu sehen; eine Geste der Offenheit. Es ist beängstigend mitzuverfolgen, wie schnell das Thema "Ausländer" immer wieder in der Unsachlichkeit endet.

Rainer Motte am :

Geradezu virtuos, wie Sie hier wieder den Bogen zur Verwaltung und ihren Mitarbeitern schlagen. Alle Achtung! Ich dachte übrigens, das Thema wären nicht "Ausländer", sondern "Willkommensschilder am Ortseingang". Da muss ich wohl etwas falsch verstanden haben. Bei flüchtigem (keinesfalls repräsentativen) Googeln habe ich übrigens festgestellt, daß in den meisten anderen Gemeinden gar keine Fremdsprachen auf vergleichbaren Schildern zu finden sind, es sei denn, sie liegen grenznah. Die Schilder sollen doch eigentlich nur ein freundliches Willkommen signalisieren und müssen daher keine weitergehenden "Statements" abgeben. Aber wahrscheinlich denke ich da zu schlicht...

Eija Tirkkonen am :

Herr Motte, wer verbietet Remscheid eine Vorreiterrolle? Da Sie in der Personalverwaltung mit direktem Zugang zu Frau Wilding sind, werden Sie doch sicherlich klären können, warum Ausländer im Ämterhaus im Erdgeschoss im engen Flur ohne Tageslicht separiert warten müssen, während im ersten Obergeschoss ein großer lichtdurchfluteter Warteraum ist, der viel Platz für alle Kunden der Stadtverwaltung bieten würde? In Wermelskirchen gibt es diese räumliche Trennung zwischen Einwohnermeldeamt und Ausländeramt nicht und in Berlin übrigens auch nicht. Verfolgt man ihre literarischen Einlassungen kommt man zu dem Eindruck, dass Ausländer zum Einen kein Thema sein dürfen und zum Zweiten wie Bürger zweiter Klasse behandelt werden.

Rainer Motte am :

Sorry, wir sprechen offensichtlich nicht über das gleiche Thema. Und die Richtung, in die Sie diesen Thread über "Willkommensschilder" (ging es nicht darum?) hier leiten wollen, gehe ich nicht mit. Mein Lehrer hätte früher gesagt: "Thema verfehlt!"

Eija Tirkkonen am :

Das ist albern! Wir sind eben nicht in der Schule, sondern in einem politischen Bürgerforum, dessen Zweck es ist, Missstände in der Hoffnung aufzudecken, dass sie beseitigt werden. Dass Sie alle Kritiker herablassend als „Nörgler“ bezeichnet haben, um jetzt sachlich aufgezeigte Missstände als nicht sachbezogen kurzer Hand vom Tisch zu wischen, ist vollumfänglich inakzeptabel.

Rainer Motte am :

Diskussionen mit Ihnen, sehr geehrte Frau Tirkkonen, sind wirklich sehr interessant. Niemand spricht Ihnen das Recht ab, hier im Waterbölles über Gott und die Welt sowie sämtliche „Mißstände“ bzw. Dinge, die Sie dafür halten, zu diskutieren. Aber auch ich entscheide ganz gern selber, worüber ich diskutieren möchte und worüber nicht. Meine Beiträge hier beziehen sich auf die Schilder und nicht auf Ausländerfragen im allgemeinen. Die Zusammenhänge, die Sie hier krampfhaft herleiten wollen, sehen wahrscheinlich nur Sie. Aber bitte, natürlich können Sie das hier diskutieren. Nur nicht mit mir.

Horst Schwarzweller am :

Werte Frau Tirkkonen, Sie bedienen sich ernsthaft des unsäglichen Begriffes der "Separierung" von Ausländern, nachdem Sie am Abend vorher vermeintliche Unsachlichkeit beklagten? Wissen Sie eigentlich stets, worüber Sie schwadronieren? Es sei Ihnen unbenommen, ich halte es da lieber mit Dieter Nuhr: "Wenn man keine Ahnung hat, ...!"

Eija Tirkkonen am :

„Separieren“ heißt „Trennen“ oder auch „Ausschließen“. Der Fakt ist doch, dass das Ausländeramt im Gebäude so angeordnet ist, dass die Ausländer in diesem gesagten dunklen Flur warten müssen, getrennt von den Einheimischen. Sie beantworten meine Frage nicht, stempeln mich als ahnungslos ab, weil ich als Betroffene die Situation als Ausschluss empfinde. Statt zu antworten bemühen Sie sich, mich mit meiner Frage ins Lächerliche zu ziehen. Da eigentlich nur die Verwaltungsleitung befugt ist, öffentlich zum Verwaltungshandeln zu äußern, stellt sich die interessante Frage, ob Sie und Herr Motte mit offizieller Zustimmung oder sogar im Auftrag der Verwaltungsspitze die Kritiker in diesem Forum ins Lächerliche ziehen? Das wäre ein Politikum. Auffällig ist, dass sie sich nie zu anderen Themen zu Wort melden. Vor Kurzem war ich zu einer Diskussionsrunde im Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung in Essen eingeladen, in der es unter anderem um Muttersprachen der Migranten im öffentlichen Raum ging. Einhellig war die Meinung, dass das Vorhandensein der Fremdsprachen auf Schildern und in amtlichen Meldungen eine Symbolwirkung für das Gefühl der Akzeptanz hat und dadurch seinen Teil zur Integration beitragen kann.

Rainer Motte am :

Ist ja nett, daß Sie sich Sorgen machen, ob Herr Schwarzweller und ich hier nicht etwas Verbotenes tun, wenn wir im Waterbölles unsere Meinung kundtun. Ich kann Sie da beruhigen: Auch Mitbürger, die von Beruf Verwaltungsmitarbeiter sind, dürfen ihre eigene persönliche Meinung haben. Und sie dürfen diese sogar (völlig ohne vorherige Ab- bzw. Zustimmung, Erlaubnis oder ähnlichem) äußern! Im Rahmen der allgemeinen dienstrechtlichen Vorschriften natürlich, aber immerhin. Sollten meine Beiträge den Eindruck erweckt haben, Sie oder irgendeinen anderen Diskutanten hier ins Lächerliche zu ziehen, bedaure ich das. Dergleichen liegt mir fern. Ich kann aber auch bei nochmaliger Prüfung nicht erkennen, daß irgendeine meiner Aussagen in dieser Hinsicht verstanden werden könnte. Falls doch, wäre ich Ihnen für einen Hinweis dankbar.

Eija Tirkkonen am :

Es gab schon andere Beiträge von Verwaltungsmitgliedern in diesem Forum, die seriös, sachlich und aufklärend waren. Dass Sie, Herr Motte, hier im Allgemeinen von ewigen Nörglern und Sie, Herr Schwarzweller, von einer „völlig unangemessener, pathetischen Keule der Ausgrenzung“ geredet haben, möchte ich doch bitten, die Frage zu beantworten: Warum werden Remscheider Mitbürger mit einem ausländischen Pass von den Deutschen getrennt, wenn sie die Dienstleistung der Verwaltung in Anspruch nehmen müssen? Als ich in Wermelskirchen in der Angelegenheit des Ausländeramtes die Stadtverwaltung aufsuchen musste, saß ich mit Deutschen im Warteraum, wurde dann zu einem Sachbearbeiter gebeten, saß ihm gegenüber an seinem Schreibtisch und wurde bedient. Wenn ich in Remscheid zur Stadtverwaltung in derselben Angelegenheit gehe, warte ich von den Deutschen getrennt in einem schmalen Flur ohne Tageslicht, der oft befüllt ist, da Ausländer häufiger die Verwaltung aufsuchen müssen. Danach komme ich in einen Raum, in dem eine durchlaufende Theke mich von dem Sachbearbeiter trennt und muss meine Angelegenheit stehend vortragen, ungeachtet dessen, ob ich alt oder gebrechlich bin.

Christoph Humpert am :

Ich glaube, dass die Stadt diesen Missstand bislang einfach nicht erkannt hat. Die Situation für die Ausländer sollte aber verbessert werden. Es ist nicht mehr zeitgemäß, wenn zwischen einem Dienstleister und einem Kunden eine brusthohe Theke steht. Ich befürchte jedoch, dass für eine neue, offenere Lösung kein Geld da ist. Die Schilder find ich aber in Ordnung. Jedoch stellt man sich die Frage, weshalb ein Entwurf der Schilder nicht vorab veröffentlicht wurde!? Die Kritik hätte man sich dann sparen können.

Eija Tirkkonen am :

Werter Herr Schwarzweller, nach wie vor warte ich angesichts Ihres Generalvorwurfs „der fehlenden Ahnung“ zu diesem Thema Konkretes von Ihnen. Nehmen Sie doch als Abteilungsleiter im Ordnungsamt zu meinem Vorhalt der gesonderten Abfertigung unserer ausländischen Mitbürger im Ämterhaus Stellung! Die Stadtverwaltung und die Stadtspitze rühmen sich doch fortwährend ihrer Bürgernähe und Kundenfreundlichkeit. Wo spiegelt sich dieser Anspruch bei der Serviceleistung gegenüber ausländischen Mitbürgern im Ämterhaus wider? In dem dunklen, fensterlosen Gang oder an der Bittsteller-Theke in der Amtsstube? Haben nicht alle Bürger dieser Stadt das Recht auf gleiche Behandlung? Ich fühle mich als Ausländerin persönlich von diesem Umgang diskreditiert und nehmen Sie zur Kenntnis, dass es vielen anderen auch so geht.

Lothar Kaiser am :

Hallo Frau Tirkkonen, ich schlage vor, Sie fassen Ihre Aussagen zum Ausländeramt der Stadt in einem Leserbrief zusammen und schicken mir diesen. Sobald der Waterbölles ihn veröffentlicht hat, würde ich gerne den diesbez. "Nebenkriegsschauplatz" aus der Diskussion um Begrüßungsschilder löschen. Es macht einfach keinen Sinn, von Thema zu Thema zu springen.

Lothar Kaiser am :

Morgen erscheint ein Leserbrief von Eija Tirkkonen. Zum Thema "Ausländerbehörde" nimmt sie leider nicht Stellung, wie erbeten. Seltsam.

Hans Gerd Göbert am :

Ich habe mir die Situation im Ämterhaus einmal angesehen. Die Wartezone vor drei Beratungszimmern befindet sich in einem hell erleuchteten Flur mit sauberen Sitzbänken. Der Gang macht einen recht freundlichen Eindruck. Tageslicht fällt durch die verglaste Zwischentüre zum Eingangsbereich des Ämterhauses auch hinein. Zwar nicht durch Fenster, das mindert aber den guten Gesamteindruck nicht. In den Zimmern müssen die Antragsteller tatsächlich vor Tresen stehen, bis über ihr Anliegen entschieden wurde. Ich habe eine Sachbearbeiterin nach den Gründen dafür gefragt. Aus Sicherheitsgründen! Für wen? Um die Sachbearbeiter vor Antragstellern zu schützen? Wenn jemand um den Tresen rennen oder gar darüber springen kann und will, dann macht er das doch? So gesehen ist die dortige Tresenabwicklung in gewisser Weise diskriminierend gegenüber anderen Amtsstuben und bestimmt auch nicht mehr zeitgemäß (andere "Kunden" des Ämterhauses können sitzen, wenn sie ein Auto anmelden oder einen neuen Ausweis beantragen möchten). Daraus jedoch eine grundsätzliche Benachteiligung von ausländischen Mitbürgern abzuleiten, halte ich aber für deutlich überzogen. Meine folgende Frage, ob man dann nicht zusätzlich eine Glaswand mit Durchreichen wie bei Banken installieren sollte, konnte nicht beantwortet werden. Für gebrechliche Personen würde man bei Bedarf auch einen Stuhl holen, erfuhr ich. Was dann jedoch einen Sichtkontakt über den Tresen hinweg ausschließen dürfte. Mein Fazit: Die Ausländerbehörde und ihre Kunden sitzen nicht in irgendwelchen dunklen Kellern, sondern in freundlichen und hellen Räumlichkeiten. Vielleicht gibt die Debatte der Verwaltung aber die Gelegenheit, einmal über kostengünstige Varianten der "Kundenbetreuung" in der Ausländerbehörde nachzudenken. Ich würde mich auch sehr über eine öffentliche Stellungnahme des Integrationsausschusses freuen. Das ist doch dessen originäres Thema, oder? Auch unser Bündnis "Remscheid Tolerant" könnte sich mit diesem Thema noch einmal in Erinnerung rufen.

Eija Tirkkonen am :

Man stelle sich einmal vor, dass man unterschiedliche Servicebereiche für Katholiken, Protestanten, Moslems und Juden einrichtet, oder dass man junge Männer von anderen Bürgern trennt, weil sie statistisch gesehen gewaltbereiter sind als der Rest der Bevölkerung. Oder man separiert Harz IV-Empfänger und weist ihnen in eine separate Service-Zone zu. Man braucht nicht lange darüber nachzudenken, was das für einen Aufschrei verursachen würde. Danach würde man dann den Betroffenen antworten: „Was wollt ihr eigentlich, die Sitzbänke sind doch sauber...“

Michael Mahlke am :

Lieber Her Motte, ich denke, dass die Aufgabe nicht zu schwer für städtische Mitarbeiter ist. Und Herr Gerhardts sollte für seinen Einsatz dann auch bezahlt werden.

Martin Gerhardts am :

Sorry, ich hab die Standorte dann doch mal persönlich angefahren. Mal abgesehen davon, daß in Bergisch Born bereits ein Schild fehlt, ist die Ausführung alles andere als fachgerecht. Besser noch: Die Ansicht unseres Stadtkegels ist eine Frechheit! Soll doch mal einer klar sagen, welches Gebilde auf den Schildern mit welchem Gebäude in Verbindung gebracht werden soll, und auch erklären, woran genau man das erkennen kann. Ich bin ja ehrlich gesagt froh, dass wenigstens die richtigen Wappen verwendet wurden. Fakt ist jedenfalls, dass der Ersteller keinen Bock hatte, und der, der das frei gegeben hat, kein Ahnung. Oder man hat nicht hingesehen. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Klaus Konkel am :

Wie ich das sehe, wurde da ein Dreigestirn gebastelt. Köstlich! Eins ist schon weg, Die Dinger könnten Kultstatus erlangen :-D

Susanne Pickarski am :

Puh, nun habe ich mich hier mal durchgelesen! Wenn ich mir die Schilder mal so betrachte, wird mir ehrlich gesagt etwas übel! Derjenige, der diese Silhouette gemacht hat, war in meinen Augen entweder besoffen oder blind oder noch nie in Remscheid! Es ist eine Beleidigung, wie unsere schönen Wahrzeichen unserer Stadt dort dargestellt werden! Ich kann in keinem abgebildeten Gebäude auch nur annähernd erkennen, dass es sich hier um Remscheid handeln soll! ann fehlen auch noch markante Gebäude aus Lennep und Lüttringhausen, die doch einfach dazu gehören, was man ja an den Wappen ersehen kann!

Hans Georg Müller am :

Ich staune über den Kommentar-Marathon. Dem Waterbölles eine Goldmedaille. Bald wird man bestimmt sehen,wie unsere wilden Hausverschmierer die Schilder "korrigieren".

Hans Schwingen am :

"Herzlich Willkommen!", das halte ich für ebenso nicht ernst gemeint wie "Auf Wiedersehen". Was für eine Aufregung! Auf dem Bild fehlt auch noch die Silhouette des Buscherhofs, die prägnanten Gebäude Bergisch Borns, der Hofschaft Grund ... und auch Lüdorf geht, mal wieder, leer aus. Alle müssen auf dem Bild genannt werden, und dann auch in 120 Sprachen. Das Schild sollte dann auf einer massiven Schilderbrücke montiert werden, Kostenpunkt pro Stück drei Mio. Euro. Finanziert über Schulden, denn da kennt sich Remscheid wirklich aus. In Wermelskirchen wäre eine solche Posse undenkbar - unglaublich, dass die beiden Städte nebeneinander liegen und nicht auf unterschiedlichen Planeten.

Klaus Konkel am :

120 Sprachen dürften es dann doch nicht so ganz sein. Interessant fände ich die Idee, alle möglichen Willkommens- und Abschiedsgrüße aller Sprachen, die in Remscheid gesprochen werden, auf einem Schild in lesbarer Form betrachten zu können. Wie viele Sprachen und Schriftzüge wären das dann tatsächlich?

Hans Gerd Göbert am :

Na ja, Herr Schwingen, bei aller Sympathie für unsere kleine Nachbarstadt. Wenn wir zuerst beim Beispiel Straßen, Wege und Beschilderung bleiben wollen. Wer hat denn diesen grandiosen Kreisverkehr zwischen OBI und Toom, mit der anschließenden Kletterpartie zum Toom-Baumarkt gebastelt? Doch wohl kein Remscheider? Und wer hat die Wegeführung plus Beschilderung der Balkantrasse durch Wermelskirchen gestaltet? Über die Gestaltung der Wermelskirchener Einkaufsmeilen sollten wir lieber auch nicht debattieren. Oder die unzähligen, angeblich noch verfügbaren Gewerbeflächen jenseits des Eschbachs? Ziemlich still drum geworden. Deshalb also gleich von unterschiedlichen Planeten zu sprechen, dazwischen liegen Welten. Und Possen gibt schließlich in jeder Stadt. Deshalb lieber die Kirche in "Dellmannshausen" lassen. Noch ein Wort zu den Remscheid-Schildern. Nach meinem Empfinden eine gute Idee, handwerklich jedoch leider schlecht gemacht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Chronist am :

„Wir können froh sein, dass wir für die Schilder eine Firma gefunden haben“. Im Übrigen seien darauf die „allgemein üblichen Sprachen vertreten“, meinte heute im Hauptausschuss Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein. Fritz Beinersdorf (Linke) gab zu bedenken, dass die Firma auf den Schildern mit Werbung Geld verdiene. Darauf Sonnenschein: „Sie hat die Schilder ja auch bezahlt!“ Beate Wilding kürzte die Diskussion mit der Bemerkung ab, sie sei „froh, dass wir sonst keine Probleme haben!“

Michael Mahlke am :

Ach ja dieses Thema zeigt als Mikrokosmos, wie Remscheid als Makrokosmos agiert. Besonders bemerkenswert finde ich, dass das Schild auf der Burger Strasse aufgestellt ist weit vor Ehringhausen und das "Auf Wiedersehen" schon vor Ehringhausen anzeigt. Verkaufen kann Remscheid den Stadtteil Ehringhausen zwar noch nicht, obwohl ein Remscheider OB schon mal das Remscheider Wassernetz an Hedgefonds verkaufen wollte (stimmt doch oder?). Aber der Ortsteil würde sicherlich auch ohne Remscheid überleben. Zwischen Remscheid und Solingen gelegen hätten wir eine eigene Währung mit dem Ehringhauser Kupfer und dem Ehringhauser Gold, die schmackhaft und krisenfest ist. Wir könnten den Charakter des Naherholungsgebietes stärken, bevor alle dicken Bäume abgesägt worden sind, wie man aktuell an der Burger Strasse sehen kann. Und wir könnten mit der Bergischen Entwicklungsagentur uns sicherlich als dritter Pfeiler neben der Müngstener Brücke und Schloss Burg etablieren mit Freizeitangeboten rund um die Geschichte und die Natur im Bergischen Land, denn wir sind nicht weit von Tyrol entfernt. So hat vielleicht das Schild einen tieferen Sinn.

Rainer Motte am :

Klar, Herr Mahlke. Die Tyroler sind lustig... ;-)

Chronist am :

„Remscheid hat zahlreiche Partnerstädte und eine Städtefreundschaft mit Schmalkalden. Doch leider werden unsere Partnerkommunen an unseren Ortseingangsschildern zurzeit nicht genügend gewürdigt und erwähnt. Wir sind der Meinung, dass dies für eine Großstadt wie Remscheid eigentlich ein Armutszeugnis darstellt“, begründete die CDU-Fraktion am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss ihren Antrag, die Verwaltung möge „ein Konzept vorlegen, wie in geeigneterer Art und Weise als bisher auf die Partnerstädte und Städtefreundschaften der Stadt Remscheid an den in Remscheid angebrachten Ortseingangsschildern hingewiesen werden kann. (...) Wir fordern die Verwaltung ausdrücklich auf, die Partnerschaftsvereine aktiv bei der Frage einzubinden, wie dies praktisch am besten geschehen kann.“ David Schichel von den Grünen wandte ein: „Dafür bedarf es keines Konzeptes, da reichen neue Schilder!“ Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz räumte ein, dass die Hinweistafeln „nicht auf dem aktuellen Stand“! seien, sah aber ebenfalls keine Notwendigkeit für ein Konzept. „Die Schilder müssen überarbeitet werden!“ Und das will die Verwaltung nun angehen.

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