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Wer antritt, muss auch hartem Wahlkampf gewachsen sein

Waterbölles-Kommentar

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Je unbekannter ein Kandidat, desto unsicherer seine Kandidatur im Bundestagswahlkreis Remscheid-Solingen-Wuppertal II. Denn der erstreckt sich, wie der Name schon sagt, über gleich drei kreisfreie Städte – Remscheid, Solingen und die Wuppertaler Stadtteile Ronsdorf und Cronenberg. Klar, dass es da für alle Parteien gleichermaßen schwierig ist, Newcomer ins Rennen schicken, egal, ob Männer oder Frauen.

Während der vergangenen Legislaturperiode war Jürgen Kucharczyk (SPD) unser Mann in Berlin. Er arbeitet längst wieder für die Deutsche Bundespost in Bonn – inzwischen als Beamter. Denn zu Kucharczyks großer Überraschung und Enttäuschung gewann bei der Bundestagswahl 2009 der CDU-Kandidat Jürgen Hardt mit einem Vorsprung von 7.455 Stimmen. Der Newcomer profitierte damals von dem bundesweiten Stimmungstief der SPD.

2013 sind wieder Bundestagswahlen; man merkt es an den ersten Wahlgeschenken der schwarz-gelben Koalition in Berlin. Und diesmal wittert die SPD wieder Morgenluft. Ob dann im Wahlkreis II ein Mann oder eine Frau für die SPD kandidieren wird, entscheidet sich in der Wahlkreisdelegiertenkonferenz, die morgen um 18 Uhr in Solingen-Mitte im Saal der Kirche St. Clemens beginnt. Nachdem sich die Unterbezirke Wuppertal und Solingen für die SPD-Stadtverordnete Ioanna Zacharaki (49) ausgesprochen hatten – zu diesem Zeitpunkt noch die einzige Kandidatin -, entschloss sich der Remscheider Unterbezirksvorsitzende Sven Wiertz (37) nach der Vorstellungstour von Ioanna Zacharaki bei den SPD-Ortsvereinen in Remscheid auf Drängen seiner Parteifreunde ebenfalls zur „Kandidatur um die Kandidatur“. Das quittierten die Delegierten am Samstag im SPD-Parteibüro mit großem Beifall.

Gleichwohl hat Wiertz morgen rein rechnerisch kaum eine Chance. Denn der Unterbezirk Remscheid entsendet in die Konferenz 24 gewählte Delegierte, Solingen 34 und Ronsdorf und Cronenberg je fünf. Doch gemach! Mit „Adam Riese“ hat die parteiinterne Wahl eines Bundestagskandidaten recht wenig zu tun. Denn jeder Delegierte ist in seiner Entscheidung frei – und tut gut daran, sie sich reiflich zu überlegen. Da sollte die Zugehörigkeit zu diesem oder jenem Unterbezirk die geringste Rolle spielen. Denn am Tag der Wahl wird es nicht auf die lokale Vernetzung in der Partei ankommen – die ist bei beiden Bewerbern sicherlich gleich gut -, sondern auf den Eindruck, den er / sie in den voraufgegangenen Monaten in diversen Wahlveranstaltungen bei den Wähler/innen hinterlassen wird. Da dürfte dann auch die eine oder andere unangenehme Frage beantwortet werden müssen. Geschieht das unkonkret, um nicht zu sagen platt oder mit einer Floskel aus dem einstudierten Zettelkasten, dürften die Chancen gering sein, den Wahlkreis in Direktwahl zu holen. Einen guten Eindruck macht der-/diejenige, der hier in freier Rede keine Antwort schuldig bleibt, der sachlich und energisch, gerne auch mal emotional, seine politischen Standpunkte vertritt. Und das soll heißen: nicht nur Forderungen stellt, die das Wahlvolk womöglich gerne hört, sondern diese auch begründet. Das schließt Analysen der sozialen und wirtschaftlichen Situation in Deutschland ein.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt wird, dafür spricht mittlerweile alles, auch 2013 wieder zur Wahl antreten. Ihm den Wahlkreis wieder abzujagen, kann der SPD nur gelingen, wenn sie ihren Wahlkampf nicht weich gespült betreibt, sondern polarisierend, trennscharf. Das aber erfordert, dass der Kandidat / die Kandidatin der SPD auf möglichst vielen politischen Feldern zu Hause ist und keine Diskussion mit politischen Gegnern zu scheuen braucht. Mit anderen Worten: Wer antritt, muss auch einem harten Wahlkampf gewachsen sein.


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