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Leerstände auf der Alleestraße fallen nach wie vor ins Auge

Fotos: Lothar Kaiser

Die untere Alleestraße mit Markt und Stadtkirche. Archivfoto: Lothar Kaiser

Ohne Worte: Schaufensterbummel über die Alleestraße“, titelte der Waterbölles am 3. November 2009 und zeigte  öde Schaufenster an der Alleestraße (Foto links). Leerstände! Teilweise sind dort inzwischen neue Einzelhändler eingezogen. Dafür zogen andere anderswo aus. Vor allem die untere Alleestraße (Foto rechts) hat es als Einkaufszone schwer; dort scheinen inzwischen die Billig-Läden (1 Euro!“) zu überwiegen. Die Alleestraße, eine Flaniermeile? Diese Tage sind – von wenigen Einzelveranstaltungen im Jahr einmal abgesehen – längst Vergangenheit.

Schon oft war der Niedergang der Alleestraße im Waterbölles ein Thema. „Einzelhandel: Leerstandsquote liegt bei 20 Prozent“, „An der unteren Alleestraße verschwanden die ‚Gegenpole‘,Fast jede zehnte Wohnung an der Alleestraße steht leer“, hieß es im Juli 2012. Der Waterbölles zitierte damals aus „Planungswerkstatt Innenstadt“, der Broschüre für die Teilnehmer der Workshops, der  im Rathaus am 3. Juli 2012 stattgefunden hatte: „Auf dem fußläufig ausgebauten Teil der Alleestraße zwischen der Einmündung Fastenrathstraße und dem Markt werden derzeit 83 Einzelhandelsbetriebe [ohne Allee-Center] mit einer Verkaufsfläche von 23.000 Quadratmetern gezählt.“ Der Grund für Geschäftsaufgaben vielfach: „Hohe Mieten sind für viele Einzelhändler das große Problem“ (Bericht vom 8. Dezember 2009). Daran hat sich bislang grundsätzlich nichts geändert, wie gestern ein Gang über die Alleestraße zeigte – diesmal mit der Videokamera.

Das Ergebnis ist auf YouTube zu sehen.


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Kommentare

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Wilhelm Wunderlich am :

Solange ausländische Investoren-/Abschreibungsgesellschaften mit utopischen Mietpreisvorstellungen den Leerstand auf der Allee verwalten, wird sich da trotz vieler ehrenamtlicher Initiativen auch in den nächsten Jahren nichts ändern. Ich frage mich nur, warum sich vor den Leerständen ständig unansehnlicher Müll ansammelt. Gibt es da nicht irgendsowas wie eine Reinigungspflicht, der man nachkommen muss? Ich habe gelernt: Jeder fege vor seiner eigenen Tür! Warum bekommt man das städtischerseits nicht in den Griff? Und bis man das in den Griff bekommt, frage ich mich, warum man das bei der turnusmäßigen Reinigung der Allee nicht einfach mal mit wegkehrt? Zur turnusmäßigen Reinigung: Nach wie vor ist zu beobachten, dass da ein "Offizieller" von der oberen Alle nach unten bis zum Markt eine Mülltonne vor sich herschiebt, aus der Schaufel und Besen entnommen werden, um den Inhalt der Papierkörbe zu leeren. Schaufel und Besen werden dann wieder in den Mülleimer plaziert, ohne unter den Papierkörben angesammelten Abfall zu entfernen. Selbst auf den Papierkörben ausgedrückte Zigarettenkippen bleiben einfach liegen. So geht das von Papierkorb zu Papierkorb. Wozu sind eigentlich Schaufel und Besen bestimmt? Bei sogenannten Großveranstaltungen sind die Abfallbehälter bereits mittags überfüllt; was nicht mehr reingeht, wird darunter plaziert! Ach ja: am Wochenende hat die Stadtreinigung arbeitsfrei! Slogan noch im letzten Jahrhundert: Hölpend met, dat Remsched propper blievt!

Chronist am :

Der nächste Einzelhändler, der an der Alleestraße dicht macht, ist Klaus Martin Roll ("Wäsche, Kids und mehr").

Hans Gerd Göbert am :

Sehr geehrter Herr Wunderlich, bei aller berechtigten Kritik an der Sauberkeit und Erinnerung an unseren einstigen Slogan. Das könnte ich so nicht unterschreiben, und so extrem ist es auch nicht. Aber ich sehe das wie Sie, alles fängt mit der Sauberkeit und dem "Wohlfühleffekt" der Straße an. Erst danach spielt das Sortiment eine sehr große Rolle. Die erfreuliche Initiative der Wirtschaftsjunioren von vor ca. vier Jahren ist auch leider wieder verpufft. Was ich allerdings nicht ganz verstehe ist, dass gerade die jungen Leute fehlende Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten in Remscheid beklagen, wo es alleine im Alleecenter fünfzehn Geschäfte für die junge Generation gibt. Und für Senioren? Wer natürlich einer ganz besonderen Trendmarke anhängt, ist dort vielleicht falsch. Schlimmer noch, viele junge Menschen beklagen den Zustand ihrer Städte und kaufen fast alles im Internet. Wie soll so langfristig nicht nur die Allee, sondern auch jede andere Einkaufsmeile überleben, wenn sie nicht gerade in Düsseldorf, Köln oder Dortmund ist? Klar, auch auf der grünen Wiese wie in Oberhausen. Dahin sollte man mal einen Ausflug organisieren. Aber nicht ins Centro, sondern in die Innenstadt. Dagegen ist unsere Allee noch ein Einkaufsparadies. Der nächste Leerstand, der jedoch mit einem Schlag die ganze untere Allee beerdigen könnte, ist Rossmann. Der geht demnächst bekanntlich in die ehemaligen Räume von Ihr Platz und Quelle. Nach Aussagen der Mitabeiter in dem Geschäft auf der unteren Allee wird man unten nicht sofort schließen, sondern zunächst die Umsatzentwicklung abwarten wollen. Für wie lange? Denn bekanntlich kaufen die Kunden ihren Bedarf nur einmal, auch bei Rossmann. Das ist bestimmt keine gute Perspektive.

Mathias Heidtmann am :

Sehr geehrter Herr Göbert, sicher haben Sie an einigen Eckpunkten ihrer Darstellung recht. Allerdings finde ich Sie, machen es sich zu einfach, wenn sie den Zerfall der Innenstädte auf die Jugendlichen abwälzen. Fakt ist: Der Shopping-Trend der Jugendlichen war einige Jahre vom Internet bestimmt. Allerdings geht der Trend seit langem in die entgegengesetzte Richtung. Ich selbst bin 23 Jahre alt. Natürlich habe ich schon mal Schuhe im Internet bestellt, da es viele Dinge in den Innenstädten überhaupt nicht gibt, sondern nur im Online-Shop der Anbieter. Desweiteren sind die Läden, die das Allee Center bietet, keineswegs die "Trendläden" für Jugendliche. Natürlich gibt es Einkaufsmöglichkeiten für Jugendliche: Jack&Jones, Vero Moda, H&M sind hier sicher als die bekanntesten Vertreter zu nennen. Dennoch sind wir weit entfernt von einem Sortiment, dass Jugendliche wirklich anspricht. Wenn Sie sich mal in die Jugendabteilung von irgendeinem beliebigen P&C in Deutschland begeben, werden Sie schnell erkennen, was dort geboten wird und dass das Jugendsortiment im Allee Center dagegen eher schwach aufgestellt ist. Allgemeines zum Thema: Wir haben vor einiger Zeit das Allee-Center in Remscheid ausbauen lassen. Es ist dem Center (sicher ein Aushängeschild für die Innenstadt) gelungen, viele erfolgreiche Läden von der Alleestraße in das Center zu ziehen, Beispiele hierfür sind C&A und H&M. Zwei RIESIGE LÄDEN haben deshalb die Alleestraße verlassen. Es ist doch unter diesem Gesichtspunkt kein Wunder, dass die Alleestraße gegenüber dem Allee Center immer weiter abfällt... oder? Wer soll kommen? Und warum investiert hier niemand? Zur Alleestraße: Wenn ich an manchen Samstagen, an denen ich nicht arbeiten muss, die Alleestraße entlang schlendere, dann muss ich mich doch stark wundern, wie es dort aussieht. Da stehen Pavillons, mitten auf einer Haupteinkaufsstraße, nur als Beispiel. Der Anblick erinnert eher an eine Geburtstagsparty auf dem privaten Hinterhof als an eine einladende "Essmeile". Herr Göbert, Sie haben die Innenstädte Köln, Düsseldorf etc. erwähnt Dort findet man so etwas nicht. Ich frage mich bis heute, wer diese "Hütten" genehmigt hat. Jetzt versetzt man sich gerne auch mal in die Leute, die die Alleestraße "retten" sollen große Einzelhandelsmogule, die sich niederlassen sollen. Stellt man sich vor, dass ein Verantwortlicher einer großen Einkaufskette nach Remscheid kommt und dort so einen Pavillon mitten auf der Straße sieht, dann wird der sich schnellstens umdrehen und das Weite suchen. Die Alleestraße muss wieder attraktiv werden. Ich hoffe sehr. dass die ISG "Alleestraße" Erfolg hat, dass es gelingt diese Straße sehenswerter, erlebenswerter zu machen. Und um nicht alles schlecht zu reden: Auch auf der Alleestraße haben wir Läden, die sich erstklassig halten. Die Spaß daran haben, dort tätig zu sein, beispielsweise der Laden LEBENSART, der einfach aufgrund toller Produkte aufgesucht wird. Mehr davon, bitte, bitte mehr davon!

Hans Gerd Göbert am :

Sehr geehrter Herr Heldtmann, ich gebe Ihnen Recht, dass ich nur nach dem, was die jungen Leute selbst erzählen, ein wenig mit der Kappe geschlagen habe. Fakt ist jedoch, dass der gesamte Umsatz im Internethandel (e-commerce) 2006 8,8 Mrd. € betrug und von 17,9 Mrd. € im Jahr 2009 auf 27,6 Mrd. € im Jahr 2011 angewachsen ist. Also in diesem Zeitraum eine Steigerung um 281,6 %! Wie die Entwicklung 2012 war, ist offen. Leider sagen diese Statistiken nichts über die Alterstruktur der Käufer aus. (Quelle: IFH Köln Retail Consultants GmbH). Vielleicht sind inzwischen ja Senioren die Hauptkunden? Sollte Ihre Aussage zutreffen, dass bei jungen Leuten ein Umdenkungsprozess eingetreten ist, wäre das ein erfreulicher Wandel im Sinne jeglichen Handels. Leider können Sie unter der Woche nicht zum Ordnungsamt gehen. Sonst könnten Sie sich dort über den Zustand des äußeren Bereichs bei dem mittleren Pavillion beklagen und man würde Ihnen wahrscheinlich sagen: "Daran können wir nichts machen, weil es keine Gestaltungssatzung für die Alleestrasse gibt". Das wollten die Händler bisher nie. Nett, oder nicht? Ich hoffe auch, dass es die ISG Alleestraße schon richten wird.

Monika Erdmeier am :

Sehr schade. Ich habe gehört, dass Vermieter auf ihren hohen Mietkosten bestehen bleiben. Ein Mieter hatte dem Vermieter ein Angebot gemacht aber der Vermieter war nicht bereit Nachlass zu geben. Danach stand das Ladenlokal lange leer. Das war ihm dann wohl lieber. (via Facebook)

Reinhold Petrikat am :

Das ist leider nicht nur in Remscheid so, auch in Wermelskirchen gehen die Vermieter nicht auf Angebote von Interessenten ein schade. (via Facebook)

Tina Biesenbach am :

Auch die Stadt könnte ein bisschen entgegenkommender sein. Z.B. wäre es schön, dem Eissalon und dem Restaurant zu erlauben, Tische und Stühle aufzustellen, am besten ohne großartige Gebühren. (via Facebook)

Chronist am :

Die Stadt möge doch den Betreiber eines Designer Outlet Centers für die leerstehenden Geschäfte an der Alleestraße interessieren, um so die Fußgängerzone zu beleben, lautete gestern recht blauäugig eine Eingabe an den städtischen Beschwerdeausschuss. Die Antwort der Verwaltung war entsprechend (eindeutig): „Die ... in Rede stehenden ... Objekte befinden sich eigentumsrechtlich ausschließlich in den Händen natürlicher und juristischer Personen. Die Stadt Remscheid hat somit keinerlei Einflußnahmemöglichkeiten in Hinblick auf die Vermietung / Verpachtung dieser leerstehenden Flächen durch die jeweiligen Eigentümer. Die in der Alleestraße derzeit verfügbaren leerstehenden Flächen entsprechen bei weitem nicht den „Flächenvorstellungen", welche im Rahmen eines Designer-Outlet-Centers üblicherweise beplant und umgesetzt werden. Das angeführte Beispiel des DOC in Bad Münstereifel ist mit der örtlichen Situation der Alleestraße in Remscheid nicht vergleichbar. Der Investor des DOC Lennep hat sich für eine Investition an dem derzeit geplanten Standort in Lennep entschieden, für den mittlerweile auch nach Rechtskraft des Bebauungsplanes die entsprechende Baugenehmigung erteilt wurde.“

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