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Burkhard Mast-Weisz ist OB-Kandidat der Remscheider SPD

Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz ist heute Mittag in der Sophie-Scholl-Gesamtschule auf dem Hohenhagen mit 94 von 169 Stimmen zum SPD-OB-Kandidaten gewählt worden. Der Landtagsabgeordnete Sven Wolf kam auf 75 Stimmen - 19 weniger als Mast-Weisz, aber eine gute Basis für intensivere Parteiarbeit in seiner Heimatstadt, sollte Wolf nun das Amt des Fraktionsvorsitzenden anstreben. Mit der Kombination von Landtagsmandat und Fraktionsführung bei Robert Schumacher und Hans Peter Meinecke hat die Remscheider SPD schließlich über Jahrzehnte gute Erfahrungen gemacht.

Kaum war das mit Spannung erwartete Wahlergebnis ausgerufen, da umarmten sich Wolf und Mast-Weisz. Gemeinsam wolle man sich nun im Wahlkampf für ein gutes Wahlergebnis für die Partei und ihren Oberbürgermeisterkandidaten einsetzen. Und die Parteimitglieder nahmen es freudig und vielleicht auch ein wenig erleichtert auf. Zu den ersten Gratulanten, die Mast-Weisz die Hand drückten, gehörte neben Beate Wilding und Lothar Krebs auch der scheidende Fraktionsvorsitzende Hans Peter Meinecke; er hatte sich in den vergangenen Wochen nicht gerade als Unterstützer des Stadtdirektors erwiesen. Und der SPD-Unterbezirksvorsitzende Sven Wietz freute sich: “Wir treten an. Geschlossen. Geeint. Gestärkt. Weil Remscheid mit uns gewinnen wird!“

Von 160 Parteimitgliedern bei einem Unterbezirksparteitag konnte die SPD in den vergangenen Jahren nur träumen. Heute aber waren sie da in der Mensa der Sophie-Scholl-Schule. Denn der Unterbezirksvorstand hatte sich, beflügelt von der Abstimmung auf Bundesebene im Vorfeld der Großen Koalition, dazu entschlossen, ganz im Sinne von Willy Brandt mehr Demokratie zu wagen. Zu Beginn der Vollversammlung zitierte Wiertz aus Brandts letzter Rede den eindringliche Appell, die Partei müsse „auf der Höhe der Zeit sein, um immer wieder von neuem Antworten auf die Probleme der Gegenwart und Zukunft geben zu können". Das sei auch heute noch das Selbstverständnis der internationalen Sozialdemokratie als politischer Bewegung des Fortschritts und des Wandels. Hierbei sei Macht allerdings kein Selbstzweck, sondern das Werkzeug, um eine gerechtere, um eine sozialere und um eine nachhaltigere Lebenswelt schmieden zu können. Wiertz: „Wir wollen Schmied und nicht bloßes Schmiedestück sein!“

Und dazu gehöre auch die Bereitschaft, Neues zu wagen. Das mache den Zauber unserer Demokratie aus. Die SPD habe sich vor knapp drei Jahren auf den Weg gemacht, die innerparteiliche Demokratie zu stärken. „Hier bei uns in Remscheid haben wir deshalb das Delegiertenprinzip konsequent durch das Mitgliederprinzip ersetzt. Direkt und unmittelbar soll jedes Mitglied die Möglichkeit erhalten, mitzureden, mitzugestalten und mitzuentscheiden. Das Mitgliedervotum zum Koalitionsvertrag schließt sich nahtlos an.“

In den vergangenen Wochen sei die Kandidatur von Burkhard Mast-Weisz und Sven Wolf auch ein Medienereignis gewesen, fuhr Wiertz fort. Maßgeblich dazu beigetragen hätten die SPD-Ortsvereine und Arbeitsgemeinschaften mit Vorstellungsrunden der beiden Bewerber – sehr unterschiedliche, aber allesamt kreative Veranstaltungen. Am Dienstagabend im Röntgen-Museum habe Lothar Krebs die Diskussion so zusammengefasst: „Das ist eine schwierige Wahl. Entweder wir verlieren einen sozialdemokratischen Stadtdirektor. Oder wir verlieren einen sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten. Eines aber ist klar: Remscheid gewinnt einem sozialdemokratischen Oberbürgermeister!" Dieser Grundgedanke habe sich in den zurückliegenden Wochen durchgesetzt. „Das bereitet den politischen Mitbewerbern großes Kopfzerbrechen. Und das ist gut so!“

Noch aber sei nichts in trockenen Tüchern, warnte Sven Wiertz die Parteimitglieder vor Euphorie.: „Siegestaumel kann trügen. Wir wissen das. Nach der Bundestagswahl 1998 dachten wir alle, die SPD werde bei der Kommunalwahl ein Jahr später einen Erdrutschsieg erzielen. Wir alle träumten von absoluten Mehrheiten und roten Chefsesseln in den Rathäusern von NRW. Es kam anders. Ich rufe das in Erinnerung, weil es bestätigt: In der Politik gibt es weder Abonnements noch Garantien. Jeder Wahlerfolg muss erkämpft werden. Erst recht unter den schwierigen Bedingungen einer Europa- und Kommunalwahl, bei denen die Wahlbeteiligungen kontinuierlich gesunken sind!“

Deshalb kommt es für die SPD im bevorstehenden Kommunalwahlkampf darauf an, die Menschen zu bewegen. „Dafür brauchen wir jede Kandidatin und jeden Kandidaten – für das Amt des OB, für den Rat, für die Bezirksvertretungen und für den Seniorenbeirat. Jeder von uns ist ein Mosaikstein. Gut, der eine etwas größer und schwerer – aber das sind nur Äußerlichkeiten. Erst alle Mosaiksteine gemeinsam ergänzen sich zum Bild eines modernen, eines stärkeren Remscheids! Gelingen wird das aber nur, wenn Jeder und Jede mitmacht!“

In den vergangenen zehn Jahre sei Beate Wilding als Oberbürgermeisterin das Gesicht unserer Stadt gewesen – „menschlich, ehrlich und herzlich“ habe sie die Geschicke der Stadt geführt unter dem Motto „Verantwortung aus Menschlichkeit". Ihr Versprechen von 2004 – „Für Remscheid mit Kopf, Herz und Hand" – habe sie mehr als erfüllt. Vieles habe sie in diesen zehn Jahren bewegt: REGIONALE 2006, Neue Mitte Honsberg, DOC, Stärkungspakt, Stadtumbau, Soziale Stadt...

Die zurückliegenden fünf Jahre habe die SPD gemeinsam mit FDP und Grünen gestaltet – im Rat, in drei von vier Bezirksvertretungen und im Seniorenbeirat –, habe Verantwortung in schwieriger Zeit übernommen. Das sei manchmal auch unbequem gewesen. Wiertz: „Aber Politik ist nicht dazu da, es sich leicht oder bequem zu machen. sich wegzuducken oder etwas auszusitzen!“ Und die Leistungsbilanz der Gestaltungsmehrheit könne sich durchaus sehen lassen, sei die Empfehlung an die Wählerinnen und Wähler: "Seht her, wir können es. Seht her, auf uns ist Verlass!‘“

Längst arbeitet die Remscheider SPD an ihrem Wahlprogramm. Die darin formulierten Ziele sollen konkret, greifbar und verständlich sein. Dazu gehöre auch die Art und Weise, wie diese Ziele den Bürgerinnen und Bürgern im Wahlkampf vermitteln werden. Sven Wiertz: „Wir werden neue kreative Wege gehen. Allen sei versichert: Die SPD bleibt im Gespräch!“


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Waterbölles am : Wochenrückblick vom 20. bis 26. Januar 2014

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Der Schnee kam im Dunkeln und überraschend Burkhard Mast-Weisz ist OB-Kandidat der Remscheider SPD Die Kandidatenrede von Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz Die Kandidatenrede des SPD-Landtagsabgeordne

Kommentare

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SPD Remscheid am :

Mit 169 anwesenden Mitgliedern zählt die Veranstaltung zu den größten Versammlung der Remscheider SPD seit langem. Knapp 40% der Remscheider SPD Mitglieder haben mitentschieden! Burkhard Mast-Weisz ist der sozialdemokratische Oberbürgermeisterkandidat. Der 57-jährige Remscheider Stadtdirektor erzielte mit 55,3% im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit. Sein Mitbewerber, der 37-jährige Remscheider Landtagsabgeordnete, Sven Wolf erhielt 44,1% der Stimmen. Sven Wolf führt auf Listenplatz 1 die Liste zur Ratswahl an, dafür erhielt er eine Zustimmung von 96,2%. Otto Mähler, Stefan Grote, Ursula Czylwik und Jürgen Heuser führen die Listen für die Bezirksvertretungen Alt-Remscheid, Süd, Lennep und Lüttringhausen an. Rita Jungesblut-Wagner führt die sozialdemokratische Liste für die Wahl des Seniorenbeirates an.

Frank Rössler am :

Die Leserinnen und die Leser des Waterbölles haben unwidersprochen ein legitimes Recht auf ausgeglichene bzw. ausgewogene Berichterstattung. Mit Sicherheit war die Kandidatenkür bei der SPD ein Vorgang, der eine umfängliche Berichterstattung rechtfertigt. Nicht zuletzt ist die SPD eine von zwei großen Parteien in Remscheid und der Besetzung des Oberbürgermeisterstuhles kommt eine hervorzuhebende Bedeutung zu. Der SPD-Wahlparteitag war dem Waterbölles einen Kommentar und den Abdruck der Reden von B. Mast-Weisz und S. Wolf wert - zusammen 108 Zeilen und sieben Bilder. Im direkten Vergleich dazu berichtete der Waterbölles über den Wahlparteitag der CDU am 12.11.2013 in zehn Zeilen ohne Bebilderung. Die Rede des Kandidaten Jochen Siegfried, ein klares Bekenntnis für Remscheid, die mehrfach durch stehende Ovationen unterbruchen wurde, fand keinen Abdruck im Waterbölles, obwohl er als Ob-Kandidat 100% der Stimmen erzielte. Ich hoffe zuversichtlich, Herr Kaiser, dass Sie meinen vorstehenden Kommentar ungekürzt einstellen.

Lothar Kaiser am :

Hallo Herr Rössler, ich hab die Zeilenzahl nicht nachgezählt; sie mag stimmen. Dagegen sah die Notiz über die CDU-Versammlung im Dezember tatsächlich mickrig aus. Gerne hätte ich daran teilgenommen. Aber für einen Tag aus dem Urlaub eigens deswegen einen Hin- und Rückflug von und nach Zypern zu buchen, ist mir einfach nicht in den Sinn gekommen. Das verstehen Sie doch hoffentlich. Nach acht Jahren Waterbölles sollte es sich auch in der CDU herumgesprochen haben, dass ich auch während des Urlaubs über meinen Laptop und das Internet jederzeit erreichbar bin. Eine ausführliche Pressemitteilung der CDU wäre folglich im Waterbölles erschienen. Kam aber bei mir nicht an. Beinahe hätte ich Ihren Kommentar in einem Punkt doch noch korrigiert, habe es aufgrund Ihres ausdrücklichen Wunsches nach vollständiger Veröffentlichung aber dann doch gelassen. Sie schreiben bezügl. der aktuellen Berichterstattung über die SPD im Waterbölles von dem Abdruck der beiden Reden (stimmt) und eines Kommentars. Letzteres stimmt nicht. Nach journalistischen Maßstäben handelte es sich um einen Bericht.

Peter Maar am :

Hallo Herr Rössler, nach Ihrer Zeilenzählerei konnte ich nicht widerstehen und habe nachgezählt: Über das Kottenbutteressen des Heimatbundes Lüttringhausen am 11.1.14 berichtete der Waterbölles mit sage und schreibe 349 Zeilen! Das sind 240 (!) Zeilen mehr als der Bericht über den SPD-Wahlparteitag Zeilen enthielt. Und noch skandalöser: Der Heimatbund war Herrn Kaiser doch tatsächlich 339 Zeilen mehr wert als der CDU. Kein Wunder, denn beim Kottenbutteressen gab es schließlich eine Kottenbutter zu futtern. Dies alles ist ein Grund genug für eine gemeinsame Beschwerde durch SPD und CDU über diese unausgewogene Berichterstattung! Und zusätzlich zu der Zeilenflut gab es auch noch vier Bilder und einen Info-Kasten. Und das alles, obwohl Herr Kaiser kein Mitglied des Heimatbundes ist. Unglaublich! Aber dem Waterbölles ist natürlich bekannt, was interessant und erwähnenswert ist. Schließlich hat der Heimatbund Lüttringhausen mehr Mitglieder, als die Remscheider CDU und SPD zusammen. Abschließend bitte ich Sie, werter Herr Rössler, schon jetzt um Nachsicht, dass mein Kommentar einige Zeilen länger ist als Ihr Beitrag.

Frank Rössler am :

Dass Ihr Heimatbund mehr Mitglieder hat, als die beiden großen Parteien in Remscheid zusammen, ist durchgreifend bekannt (wird ja auch oft genug kommuniziert). Im Übrigen trifft dies ja auch auf einige Sportvereine in Remscheid zu. Es mag Ihnen überlassen bleiben, wenn Sie die Mitgliederzahl Ihres Heimatvereins in Verhältnis zu den Mitgliedern der mitgliederstärksten Parteien in Remscheid betrachten und welche Schlüsse Sie daraus ziehen. Das Ihr Beitrag um einige Zeilen länger ist mein kurzer Kommentar ist ja auch nicht zu beanstanden und aus meiner Sicht durchgreifend unerheblich. Es kommt ja in unserer Diskussion nicht auf Quantität an, werter Herr Maar.

Lothar Kaiser am :

Hallo Herr Rössler, wollen Sie wirklich eine Qualitätsdebatte lostreten? Vielleicht vergleichen Sie vorher vorsichtshalber noch einmal Ihren Kommentar vom 27. Januar mit meiner Antwort darauf zwei Stunden später

Wilfried Stoll am :

Sehr geehrter Herr Maar! Ordnung muß schon sein. Wenn ich richtig gezählt habe, ist Ihr Beitrag in der Tat von den Zeilen her so lang wie der von Herrn Rössler. Aber es scheint, als hätten Sie mehr Worte in diese zehn Zeilen gebracht. Ansonsten ist erfreulich zu sehen, dass hier mal wieder mit nettem Spott und Ironie kommentiert wird und nicht alles so ganz ernst genommen werden muß.

Klaus Konkel am :

Das Zeilenzählen ist sicher ein nettes Hobby und für Printprodukte sogar wichtig. Für uns im Internet sind je nach Bildschirmauflösung unterschiedliche Ergebnisse möglich, so wie z.Bsp. die genannten zehn Zeilen in meinem Browser in acht Zeilen stehen. Mein Tipp für das Hobby: woerter-zaehlen.de! Dort können konkrete Quantitätsanalysen der Texte online vorgenommen werden, ohne eines der gängigen Schreibprogramme aufrufen zu müssen. Zum Thema in der Überschrift: Glückwunsch an den Wahlsieger in der SPD.

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