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Film über die deutsch-jüdische Publizistin Hannah Arendt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am Montag wurde der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz (27.1.1943) begangen, den die Vereinten Nationen 2005 zum internationalen Holocaust-Gedenktag erklärt haben. Darum laden die Citykirche und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Remscheid gemeinsam ins „Kirchenkino“ zu dem Film „Hannah Arendt“ (Deutschland/Frankreich 2013, 113 Minuten, Blu-ray), dem aktuellen Film über die deutsch-jüdische Philosophin und Publizistin (1906 -1975) - für Freitag, 31. Januar, um 19.30 Uhr in die Evangelische Stadtkirche am Remscheider Markt ein. Statt eines Eintrittspreises wird um eine Spende von drei Euro gebeten. Inhalt:

Hannah Arendt (Barbara Sukowa) arbeitet als Reporterin für „The New Yorker“. 1961 nimmt sie im Auftrag der Zeitung am Eichmann-Prozess in Jerusalem teil. Die anerkannte Philosophin und Schriftstellerin will anhand des Prozesses den Charakter des verantwortlichen Nazis verstehen. Zu diesem Zweck protokolliert sie akribisch das Verfahren, das weltweit für Aufsehen sorgt. Sie verarbeitet ihre Erfahrungen in mehreren Artikeln. Dadurch entsteht ihr berühmtestes und zugleich umstrittenes Werk „Eichmann in Jerusalem – Ein Bericht von der Banalität des Bösen“, das bei vielen aufgrund ihrer Darstellung des Angeklagten auf ein zwiespältiges Echo stößt. Arendt sieht in Eichmann nicht das große Monster, für das ihn die Menschen halten. Vielmehr sieht sie in ihm einfach nur einen Täter, der seine Befehle bestmöglich ausführen wollte. Ihre Sicht und Erkenntnis hat für die Frau weitreichende Konsequenzen – Freunde lösen sich von ihr und im Alltag erfährt sie Ächtung und Ausgrenzung. Jedoch bleibt sie standhaft, denn sie will verstehen, auch wenn dies heißt, die Gedanken dahin zu führen, wo sie wehtun.


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