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Mehrfamilienhaus nach Kohlenmonoxid-Vergiftung evakuiert

Pressemitteilung der Berufsfeuerwehr Remscheid

Zu einem zunächst alltäglich anmutenden Rettungsdiensteinsatz wurde die Feuerwehr Remscheid gestern um 18.03 Uhr in die Königstraße alarmiert. Dort war ein Hausbewohner beim Duschen kollabiert, anfänglich deutete alles auf eine Kreislauferkrankung hin. Beim Eintreffen der Rettungswagenbesatzung lösten jedoch bereits an der Wohnungstür im 3. Obergeschoss die ständig durch die Einsatzkräfte des Remscheider Rettungsdienstes mitgeführten Kohlenmonoxid-Warnmelder aus, woraufhin umgehend weitere Einsatzkräfte unter dem Stichwort "Kohlenmonoxid-Austritt" zur Einsatzstelle nachalarmiert wurden. Zum Einsatz kam hier auch die Freiwillige Feuerwehr Lennep, welche aufgrund des Großbrandes an der Reinshagener Straße die Hauptfeuer- und Rettungswache auf dem Knapp besetzte. Weitere Fahrzeuge wurden unmittelbar zuvor an der Einsatzstelle Reinshagener Straße abgezogen und zur Königstraße beordert. Die ersteingetroffenen Kräfte lüfteten die betroffene Wohnung sofort quer und begannen mit der Versorgung der in der Wohnung angetroffenen Familie, die wenig später mit dem Rettungswagen in das Sana-Klinikum zur weiteren Untersuchung und Behandlung transportiert wurde. Die nachrückenden Kräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr führten sofort mit mehreren Messgeräten in dem Gebäude Kohlenmonoxid-Messungen durch, die an mehreren Stellen deutlich über die zulässigen Grenzwerten hinaus erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentrationen ergaben.

Daraufhin entschied die Einsatzleitung, vorsorglich das gesamte fünfgeschossige Wohngebäude zu räumen und alle Wohnungen auf einen möglichen Eintrag von Kohlenmonoxid zu kontrollieren. Da nicht alle Mieter angetroffen wurden, mussten hierzu fünf Wohnbereiche gewaltsam geöffnet werden. Die insgesamt 16 Bewohner (darunter mehrere Kinder) konnten vorübergehend in einer gegenüberliegenden Gaststätte unterkommen und wurden dort durch Rettungsdienstkräfte der Feuerwehr (2 RTW, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie der "Leitende Notarzt" des Bergischen Städtedreiecks) auf eine mögliche Kohlenmonoxid-Vergiftung hin untersucht. Den Betreibern der Gaststätte sei an dieser Stelle sehr herzlich für ihr nachbarschaftliches Verhalten und ihre Unterstützung des Feuerwehreinsatzes gedankt. Die Untersuchungen ergaben, dass neben dem ursprünglichen Patienten, welcher eine schwere Kohlenmonid-Vergiftung erlitt, keine weiteren Personen verletzt wurden. Die Feuerwehr kontrollierte währenddessen, teils unter schweren Atemschutz, alle Wohnungen und Keller des Gebäudes und konnte die Ursache des Kohlenmonoxid-Austritts mit Hilfe des anwesenden Bezirksschornsteinfegermeisters sowie der EWR auf eine Gastherme in der betroffenen Wohnung eingrenzen. Nach Belüftung des gesamten Gebäudes und einer erneuten Kontrolle mit Gasmessgeräten konnten die Wohnungen wieder an ihre Bewohner übergeben werden.

Kohlenstoffmonoxid ist nach Wikipedia ein gefährliches Atemgift, da es leicht über die Lunge aufgenommen wird. Da das Gas farb-, geruch- und geschmacklos und nicht reizend ist, wird es kaum wahrgenommen. [ ] Wenn es über die Lunge in den Blutkreislauf gelangt ist, verbindet es sich mit dem zentralen Eisenatom des Hämoglobins und behindert so den Sauerstofftransport im Blut, was zum Tod durch Erstickung führen kann. Symptome einer leichten Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel und grippeähnliche Symptome. Höhere Dosen wirken signifikant toxisch auf das Zentralnervensystem und das Herz. Neben der akuten Vergiftung zeigen sich Folgeschäden." Zur Sicherheit der Einsatzkräfte wie auch der Patienten führt der Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr Remscheid grundsätzlich bei jedem Einsatz Kohlenmonoxid-Warnmelder mit, um auf eine mögliche Gefahr durch Kohlenmonoxid aufmerksam zu werden. (Sebastian Wagner)


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