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Der "Blaue Mond" geht offenbar nicht unter

Bei müdem Thomasstahl sieht es für den Turm düster aus“, titelte der Waterbölles am 18. Juni und zitierte damals Bernd F. W. Störmer (W.i.R.), Mitglied der Bezirksvertretung (BV) Süd. Inzwischen steht fest:  Der seit 2002 denkmalgeschützte Mannesmann-Turm auf dem Parkplatz des ALDI-Marktes an der Burger Straße ist als elastischerem Stahl. In zwei Gutachten habe der ALDI-Konzern als Besitzer des Wahrzeichens „tief in die Tasche gegriffen“, berichtete Jörg Schubert, Leiter des städtischen Fachdienstes Bauen, Vermessung und Kataster, in der gestrigen Sitzung der BV. Damit stehe nun fest, dass der Turm wieder komplett aufgebaut werden könne. Verschiedene Varianten würden derzeit geprüft. Das hat zu tun mit den Sendeanlagen mehrerer Mobilfunkbetreiber, die in den vergangenen Jahren an dem Stahlmast montiert worden waren – und ALDI zusätzliche Einnahmen bringen.

Die Anregung, den Turm unter Denkmalschutz zu stellen, sei im November 2000 aus der BV gekommen, berichtete Schubert weiter. Das Landesamt für Denkmalschutz habe den Turm ein Jahr später geprüft und die Denkmalwürdigkeit per Gutachten bestätigt. In die Denkmalliste des Landes sei er dann im Jahre 2002 aufgenommen worden. Das verpflichte auch den neuen Eigentümer ALDI , ihn zu erhalten.


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Kommentare

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Chronist am :

Für die Wiederrichtung des 59 Meter hohen Mannes-Mann-Turms hat die Verwaltung den 30. Juni ins Auge gefasst. Das erfuhren in dieser Woche die Mitglieder der Bezirksvertretung Süd – und freuten sich. Auch über die Ankündigung von ALDI, für den Turm eine neue Beleuchtung anzuschaffen (aus blauen LED-Lampen).

Lothar Kaiser am :

Aber aufgegangen ist er bis heute auch nicht. Das war in der heutigen Sitzung der Bezirksvertretung Süd für Bezirksbürgermeister Stefan Grote der Grund für die Frage, ob der „Blaue Mond“ weiter auf unbestimmte Zeit auf dem ALDI-Parkplatz an der Burger Straße liegen bleiben werde. Antwort von Jörg Schubert, Leiter des städtischen Fachdienstes Bauen, Vermessung, Kataster: Es sei „ein bisschen Schwung in die Angelegenheit gekommen“, konkret: am 22. Oder 23 werde es bei der Unteren Denkmalbehörde ein Gespräch geben. Hoffentlich auch mit einem Vertreter von ALDI.

Chronist am :

Das Gespräch mit dem Repräsentanten des Discounters (ALDI) habe bisher noch nicht stattgefunden und müsse in dieser Woche noch terminiert werden, räumte Jörg Schubert heute im Bauausschuss ein. Dafür habe die Verwaltung eine Frist gesetzt. Das Gerücht ist laut geworden, dem Unternehmen mit Milliardenumsatz sei die Reparatur des „blauen Mondes“ zu teuer. Was denn geschehen solle, wenn das Unternehmen die Sache weiter hinauszögere, wollten die Kommunalpolitiker wissen. Denn gebe das Denkmalschutzgesetz der Stadt das Recht, ein Zwangsgeld festzusetzen, so Schubert. Dagegen könne die Firma allerdings Rechtsmittel einlegen, so dass sich die Angelegenheit weiter hinziehen könne...

Chronist am :

Zur Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Süd am 18. Oktober möchte die CDU-Fraktion von der Verwaltung den aktuellen Sachstand zum „Blauen Mond“ erfahren. Nimmt dieser durch die lange Lagerung vielleicht irreparablen Schaden? Wie ist sein gegenwärtiger Zustand? 2. Welche „offenen Punkte“ gibt es noch in den Gesprächen zwischen der Stadt Remscheid und Aldi, von denen ein Aldi-Vertreter gegenüber der Presse gesprochen habe? Und was unternehme die Stadt Remscheid, damit der „Blaue Mond“ wieder aufgestellt wird? Zitat: „Der Mannesmann-Turm steht seit den 1960er Jahren an der Burger Straße, seit 2002 steht er unter Denkmalschutz. Wir haben Verständnis dafür, wenn „alte Mannesmänner“ zur Eröffnung des neuen Aldi-Marktes an der Burger Straße friedlichen Protest üben und wissen wollen, wann der „Blaue Mond“ endlich wieder erstrahlt. (...) Inzwischen gewinnen einige den Eindruck, dass hier bewusst auf Zeit gespielt wird. Durch eine zu lange Lagerung könnte dem „Blauen Mond“ ggf. größerer Schaden zugefügt werden. Die Bürgerinnen und Bürger im Südbezirk haben ein emotionales Verhältnis zu diesem Denkmal und haben null Verständnis dafür, wenn der „Blaue Mond“ zum Spielball werden könnte in juristischen Auseinandersetzungen, die zurzeit geführt werden. Zumindest drängt sich bei einigen Beobachtern dieser unschöne Eindruck auf.“

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