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Derb-humorvolle Kostprobe von Lütterkuser Platt

Seit vielen Jahren zeichnet der Heimatbund Lüttringhausen in mehr oder weniger unregelmäßigen Abständen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus, die sich im weitesten Sinne u.a. in den Bereichen Kultur, Sport, Jugend- und Sozialarbeit, Heimat-, Denkmal- und Ortsbildpflege Verdienste erworben haben, zumeist auf ehrenamtlicher Basis. Den richtigen Rahmen dafür bietet das alljährlich stattfindende traditionelle Kottenbutteressen. Das war in diesem Jahr nicht anders. Vorstand und Beirat des Heimatbundes hatte sich für zwei Brüder entschieden, Günter und Horst Kalckert, bei Karnevalisten als „Pitter und Karl“ ein Begriff. „Zwei echte Lütterkuser Urgesteine“, sagte Peter Maar, der Vorsitzende des Heimatbundes Lüttringhausen, gestern im Saal der evangelischen Kirchengemeinde am Ludwig-Steil-Platz in seiner Laudatio, bevor er Günter Kalckert, Jahrgang 1934, und seinem Bruder Horst, Jahrgang 1942, Ehrenbrief und –nadel überreichte. „Sie haben sich für den Erhalt und die Pflege des bergischen Dialektes, genauer: für den Erhalt des Lütterkuser Platts verdient gemacht! Sie gehören zu den leider nur noch sehr wenigen Menschen, die noch richtig ‚Platt kallen‘ können!“

Im Vorfeld des Kottenbutteressens hatte Peter Maar im Internet über Dialekte recherchiert und war auf einen Schweizer Sprachforscher aus in Basel gestoßen. Diesen zitierte er in seiner Laudatio: „Der Dialekt, in dem jemand aufwächst, vermittelt Geborgenheit und Heimatgefühle im Ort, in dem diese Sprache gesprochen wird. Dialekt macht eine Region unverwechselbar, bewahrt eine Jahrhunderte alte Kultur: Der überlieferte Wortschatz und die überlieferte Redeweise bringen Herkunft und Lebensart zum Ausdruck“.

In den vergangenen Jahren haben die Brüder Kalckert das Lütterkuser Platt gerne und oft nach außen tragen. Günter Kalckert tritt schon seit 50 Jahren auf der Lüttringhauser Volksbühne auf,  sein Bruder Horst seit mehr als 15 Jahren, nachdem er zuvor mehr als zehn Jahre bei den „Drögschliepern“ das heimische Platt humorvoll und manchmal auch derb gepflegt hatte, zuletzt noch im vergangenen November beim Mundartabend im Lüttringhauser Rathaussaal. Auch in diesem Jahr wollen die beiden Brüder bei den Lüttringhauser Heimatspielen wieder mit dabei sein.

Im Anschluss an die Ehrung gab Horst Kalckert mit einem Gedicht über „zu viel Pflaumenkuchen und die Folgen“ eine Kostprobe von Lütterkuser Platt. Der Waterbölles hat es aufgezeichnet. (Foto: Bildmitte Horst und Günter Kalckert, linke Peter Maar, rechts sein Stellvertreter Dirk Bosselmann)


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Kommentare

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Chronist am :

Als seine „persönlichen Ehrengäste“ begrüßte Peter Maar zum gestrigen Kottenbutteressen namentlich Rolf Griesenbeck und Paul Specht, beide 88 Jahre alt. Für Günter und Horst Kalckert hatte Maar noch rechtzeitig je ein Exemplar des Bildbandes „Die schönen Seiten von Lüttringhausen“ von Gerd Krauskopf zurückgelegt, das er nach der Ehrung überreichte. Die Auflage von 500 Exemplaren ist längst vergriffen.

Peter Maar am :

Für Alle (jüngeren), denen diese Namen vielleicht nichts sagen: Rolf Griesenbeck war über Jahrzehnte Direktor der Stadtwerke Remscheid und Paul-Hans Specht war Ltd. Städt. Verwaltungsdirektor bei der Stadt Remscheid und viele Jahre Leiter der Personalverwaltung.

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