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Hätten Sie`s gewusst...? Hohenbirkerstraße wird abrasiert

Im Waterbölles können Sie frank und frei Ihre Meinung sagenMittwoch 15 Uhr - Da kommt, einem Überfallkommando gleich, eine Baumfirma mit Baumgerät, Kettensäge und entfernt innerhalb von 15 Minuten wieder einmal einen der kerngesund aussehenden Zierkirschenbäume, die das gesamte Bild der Hohenbirkerstrasse prägen. Auf dem Foto ist zu erkennen: Der Stamm dieses Baumes zeigt keinerlei faule Stellen; er war auch in keiner Weise eine Gefahr für die Einwohner oder den Strassenverkehr. Die Bewohner der Hohenbirkerstrasse fragen sich: Wer hat den Antrag auf Entfernung des Baumes gestellt? Wer hat die Notwendigkeit Baumfällung festgestellt und vor allem warum? Wer hat es genehmigt, wer angeordnet? Vor Ort sind Gerüchte im Umlauf, dass die Aktion auf Einfluss und Eigeninteressen von Anwohnern zurückgeht. Es handele sich bereits um den dritten Fall einer unerklärlichen Baumentfernung an der Hohenbirkerstrasse. Wie ist die Sachlage? Im Vorfeld hatte es in einer Pressemitteilung der Verwaltung geheißen, die Baumfällung erfolge "aus Gründen der Gefahrenabwehr". Das war wenig erhellend. Die Verwaltung täte gut daran, ausführlicher Stellung zu nehmen...


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Kommentare

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Chronist am :

Der Waterbölles hat heute Michael Zirngiebl, den Leiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), um eine Stellungnahme gebeten. Demnach sind bei Kontrollen des Baumes Fäule im Wurzelhalsbereich aufgefallen sowie bei der letztmaligen Kontrolle am 7. Dezember nicht nur abgestorbene Rindenpartien am Stamm, sondern auch ein Pilzbefall (Lackporling). Und dieses holzzerstörende Pilz sei im öffentlichen Verkehrsraum durchaus kritisch zu sehen, Zeichen für den bevorstehenden rapiden Abgang des Baumes. Zitat: „Es war eine massive Holzzersetzung und damit die Einschränkung der Verkehrssicherheit durch Bruchgefahr und ein bevorstehendes Absterben der Krone zu befürchten. Daher musste der Baum aus Sicherheitsgründen am gestrigen Tage entfernt werden. Die Entscheidung zur Entfernung der Zierkirsche wurde nicht leichtfertig getroffen. Es fand eine fundierte Abwägung zwischen dem möglichen Erhaltung des Baumes und den Gefahren insbesondere für den Fußgängerverkehr durch herabstürzende Äste oder einen Bruch des Baumes statt. Jedem Baumkontrolleur der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), der eine solche Entscheidung treffen muss, fällt dies nicht leicht.“

Bernd Putsch am :

Für meine Frau und mich als unmittelbar Betroffene ist diese Aktion auch unfassbar. Ich bni mir sicher, dass in der ganzen Hohenbirkerstr kein Baum mit diesem Stamm steht und der im Frühjahr noch in voller Blüte stand. Die Stadt hatte die Bäume vor ca.30 Jahren gepflanzt, und es war immer ein toller Anblick im Frühjahr, wenn diese Bäume in voller Blüte standen. Uns hatte man drei Bäume vor unserem Grundstück gepflanzt, wo von jetzt noch ein Baum übrig geblieben ist. Wenn alle Bäume, die noch so gesund aussehen, abgesägt würden, hätten wir demnächst keine Wälder mehr.

Ursula Wilms am :

Wie kommt Herr Zirngiebl denn ausgerechnet auf den Lackporling? Der wächst eigentlich am liebsten an Eichen, und unsichtbar ist er schon gar nicht. Er ist kein Tröpfchen- oder Fadenpilz, sondern ein gut sichtbarer Baumpilz, der den Baum auch nicht schnell schädigen muss. "Das bedeute normalerweise noch keine Gefährdung der Verkehrssicherheit, betonen die Biologen: „Vitale Bäume können den pilzbedingten Holzabbau über lange Zeit durch den jährlichen Holzzuwachs kompensieren, indem sie ihre Wurzelanläufe verstärken und verbreitern. Sicher seien die Bäume, solange die Wurzelanläufe äußerlich intakt sind und guten Zuwachs bilden." (Westf. Nachrichten vom 02.11.2014) Wenn die Anwohner keine Baumpilze gesehen haben, dann ist jedenfalls Misstrauen angesagt, und sie sollten die übrigen Bäume gut im Blick haben. Das Foto spricht eher gegen die Diagnose von Herrn Zirngiebl.

Christian Groger am :

Den letzten Lackporling habe ich in der Nähe des Steffenshammers gesehen - die Zierkirsche hatte keinen "Befall" dieses Baumpilzes, der übrigens jahrelang auch auf gesunden Bäumen mit diesem in Symbiose leben kann, ohne ihnen ernstlich zu schaden - aber dies war hier überhaupt nicht der Fall. Auch hatte der Baum keinerlei abgestorbenen Rindenpartien, und die Äste, die die Baumfirma abgesägt hat, waren alle so gesund in ihrer Schnittfläche wie der übriggebliebene Baumstamm. Keine Spur von "Holzzersetzung!" Wenn es einen gesunden Baum gab - dann diesen, der noch im Frühjahr in voller Blütenpracht stand!

Klaus R. Schmidt am :

Frage an Herrn Zirngiebl bzw. die städtischen Baumschützer: Wie groß war denn der Lackporling? Gibt es ein Foto? Kann man ihn vielleicht im Internet anbieten, denn diese Pilzgattung steht in der chinesischen und japanischen Volksmedizin seit mehreren tausend Jahren hoch im Kurs! Noch ein sachdienlicher Hinweis: "Lackporlinge sind weltweit verbreitet und häufig an Straßen- und Parkbäumen zu finden. Sie besiedeln Laub- und Nadelgehölze und waren unter dem Titel 'Differenzierung und Aggressivität verschiedener Lackporlinge' bereits Thema der 19. Osnabrücker Baumpflegetage im Jahr 2001". Dieser kleine Auszug aus einem Bericht der Westfälischen Nachrichten vom 2.11.2014 ist in voller Länge sehr empfehlenswert. Es besteht allerdings die Gefahr, dass man anschließend vom Lackporling träumt, bis alle Bäume an Remscheids Straßenrändern beseitigt sind.

Christian Groger am :

Da die Stadt die Baumstümpfe stehen hat lassen und sie nun erst zu einer echten Gefahr für Fußgänger und Fahrzeughalter geworden sind, mache ich Herrn Zirngiebl und seinen Begutachtern einen Vorschlag zu einem Ortstermin mit den Anwohnern. Dann kann er uns die "Fäule im Wurzelhalsbereich" zeigen! Die ist ja wohl noch zu erkennen..! Alle anderen "Beweismittel" sind ja schon im Schredderer verlorengegangen. Auch die angesprochenen Ungereimtheiten bei Genehmigungen dieser Art kann er dann vor Ort aus dem Wege räumen. Leider haben sich die Befürchtungen der Anwohner bezüglich Fehlentscheidungen bei dieser Baumfällung durch die Antwort von Herrn Zirngiebl noch verstärkt. Bis zu diesem Termin bitte ich dringlichst den fürchterllichen Stumpf noch stehen zu lassen!

Peter Lange am :

Es stellt sich die Frage, ob im jetzigen Zustand, also anhand des Baumstumpfes, von einem unabhängigen Gutachter ein Befall noch nachgewiesen bzw. ausgeschlossen werden kann. Ein solches Gutachten wäre sicherlich bezahlbar, und hätte unter Umständen eine Signalwirkung für die zukünftige Vorgehensweise der Verwaltung.

Klaus Konkel am :

"Erde an Grüne: Hilfe, 300 weitere Bäume in Gefahr!"

Stefan Switala am :

Warum die Aufregung um ein paar Bäume weniger? Dass demnächst mehr als 50 gesunde Bäume an der Ringstraße gefällt werden, nehmen wir Remscheider doch auch hin. Hat denn da jemand ernsthaft nachgefragt, ob die Sanierung des Straßenbelags etwas umweltbewusster, also auch ohne den totalen Kahlschlag möglich ist?

Lothar Kaiser am :

Hallo Herr Switala, wie sind Sie zur der Erkenntnis "gesunder Bäume" gekommen. Durch einen Spaziergang entlangf der Bäume?

Stefan Switala am :

Sie haben ganz recht, Herr Kaiser: Was den Zustand der Bäume an der Ringstraße angeht, bin ich nicht besser informiert als unsere Ortspolitiker, die diesem massiven Eingriff, dem Abholzen von 56 Bäumen mit leichtem Bedauern, aber ohne zu zögern zugestimmt haben. Begründet wurde die Maßnahme von Seiten der Stadt so: 1. Der Standort an der Ringstraße ist für Bäume nicht optimal. 2. Die geplante Sanierung der Fahrbahn werden die Bäume nicht überleben… Wenn man so argumentiert, dann werden in den nächsten Jahren noch sehr viel mehr innerstädtische Bäume abgeholzt werden müssen, denn nur wenige Bäume haben in unseren engen, versiegelten Straßen optimale Bedingungen! Was ich den Medien nicht entnehmen konnte: Eine eindeutige Aussage dazu, dass sämtliche 56 Bäume der Ringstraße zum jetzigen Zeitpunkt sterbenskrank und umsturzgefährdet sind. Bitte belehren Sie mich eines Besseren, falls ich da etwas übersehen habe! Meines Wissens wurde das Baumgutachten von der Stadt Remscheid bestellt und bezahlt. Zufälligerweise hat aber auch gerade die Stadt Remscheid ein großes Interesse daran, die Ringstraße mehrspurig auszubauen, zu verbreitern. Da sind Bäume natürlich im Weg! Dass die Abholzung schon wenige Wochen nach der Bekanntgabe durchgeführt werden soll, ist höchst unseriös! In noch einem Punkt haben Sie recht: Ich komme öfters als Fußgänger an diesen Bäumen vorbei und erfreue mich jedes Frühjahr erneut auf die ersten grünen Blätter. Dabei ist mir bisher weder ein Ast auf den Kopf gefallen noch bin ich über eine der sagenhaft gefährlichen Baumwurzeln gestolpert.

Peter Lange am :

Hierzu ist positiv anzumerken, dass die Eingabe der Bürgerinitiative Lennep zur einer Einberufung des Beschwerdeausschusses am Mittwoch,3. Februar, um 17 (Raum 221) geführt hat. Hierfür ist den Verantwortlichen zu danken. Unser Optimismus, den Kahlschlag verhindern zu können, hält sich allerdings in Grenzen. Der Einsatz lohnt sich grundsätzlich für jeden Baum, der evtl. gerettet werden kann.

Manfred Fenner am :

Tja, da war mal einer schöner Baum in der Hohenbirker Straße, im Frühjahr noch in voller Blütenpracht. Bäume in der Nachbarschaft sind ein Stück Lebensqualität und für viele Menschen ein Anlass, sich in einer bestimmten Straße eine Wohnung zu suchen. Die Sache mit dem Pilzbefall war nach Expertenmeinung wohl nur vorgeschoben und basierte auf keinen objektiv vorhandenen Tatsachen. Auch beinur einem einzelnen Baum geht in unserer Stadt wieder etwas Lebensqualität verloren. Und wer weiß, wie das mit dem Fällen von Bäumen weitergeht. Anscheinend werden die direkt betroffenen Anwohner gar nicht erst gefragt.

Claudia Ehring am :

Ich sehe als Anwohnerin der Hohenbirker Straße mit Besorgnis,wie immer mehr Bäume entfernt werden. Gerade dieser Baum sah noch prachtvoll und gesund aus - von Pilzbefall war hier nichts zu erkennen. Der Trend scheint Fällen vor Pflege zu sein. Um das schöne Bild zu erhalten, wären ja auch Ersatzpflanzungen möglich.

Gabriele Lipka am :

Wer will die Verantwortung übernehmen, wenn die Fachbehörde "Gefahr im Verzug" festgestellt hat. Leider unterliegt die Zierkirsche nicht der Baumschutzsatzung, und es muss nicht nachgepflanzt werden. Ob ein Gutachten die Lösung bringt, wage ich zu bezweifeln. Aber es fehlt ein Konzept in Remscheid, das auch die positive Wirkung Baum-Mensch berücksichtigt. In Bonn besuchen viele Touristen eine Kirschbaumallee jedes Jahr während der Blüte.

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