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"Buddys" gegen Alkohol, wo Gespräch noch möglich ist

Was haben in diesem Jahr der Karneval im Festzelt in Lennep, der Rosenmontagszug (8.2.), die Mai-Kirmes auf dem Schützenplatz in Remscheid (22.4.), „Housepark“ im Stadtpark (4.6.), das „Löwenfestival auf dem Rathausplatz (donnerstags vom 14.7. bis 18.8.) und die AGOT-Party „RS United“ im Stadtpark (3.9.) gemeinsam? Den Einsatz von „Buddys“ ab 18 Jahre. Der Begriff steht im Englischen für Freund oder Kumpel. Seit 2011 schult die Fachstelle Sucht des Diakonischen Werkes in Kooperation mit der Stadt Remscheid junge Erwachsene in dieser besonderen Form der Alkoholprävention: Die „Buddys“ sollen bei öffentlichen Festen die Veranstalter dabei unterstützen, dass es friedlich und fröhlich bleibt, auch wenn Alkohol ausgeschenkt wird. Sie sollen Gleichaltrigen und jüngeren Jugendlichen Rat geben oder helfen, wenn zu viel getrunken wird, andere Drogen im Spiel sind oder der Jugendschutz nicht eingehalten wird. Vor allem dort, wo Ältere als „Spießer" oder „Besserwisser" nicht gehört würden, sollen „Buddys“ durch Gespräche auf Augenhöhe frühzeitig Konflikte vermeiden oder Eskalationen entschärfen helfen. Sie sind stets mindestens zu zweit unterwegs und stehen in Verbindung mit den Ordnungskräften.

In diesem Jahr nehmen an dem Remscheider „Buddy“-Projekt fünf Studenten/innen aus Wuppertal innerhalb eines studienbegleitenden Praktikums teil und zwei Schüler/innen des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs sowie zwei Studentinnen der Sozialen Arbeit aus Düsseldorf als Ehrenamtliche. In der Beratungsstelle des Diakonischen Werkes wurden die inzwischen geschulten jungen Leute gestern von Fachleuten (Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen der Stadt, Polizei, Suchtberatung etc.) auf ihren Einsatz am Rosenmontag in Lennep und die weiteren Einsätze in 2016 eingestimmt. Bernd Liebetrau, Leiter der Fachstelle Sucht des Diakonischen Werks Remscheid: „‚Buddys‘ sind Bestandteil eines Präventionskonzeptes, das dort ansetzt, wo Verhalten noch veränderbar ist. Wo Jugendliche über ihren Konsum zum Nachdenken angeregt werden und sich teils spielerisch mit den Folgen auseinandersetzen können. Dazu gehören etwa Rauschbrillen oder Alkoholquiz.“ Liebetrau und Sandra Schwabe vom städtischen Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen leiten die in verschiedene Module unterteilten Schulungen der „Buddys“. Dazu gehören „Das Leben feiern - aber richtig!“, „Stress - Aggressivität und Gewalt“ und „Werkzeuge guter Gespräche“.

2012 kamen in Remscheid die ersten geschulten, ehrenamtlich tätigen „Buddys" zum Einsatz, meist bei Veranstaltungen, auf denen  der Alkoholpegel noch niedrig war oder im Vorfeld über Alkoholkonsum und seine Folgen diskutiert werden konnte. Seit August 2015 gehören die „Buddys“ zum Projekt „HaLT“, das aus zwei Bausteinen besteht. Im reaktiven werden Jugendliche mit riskantem Alkoholkonsum / nach Alkoholvergiftung und ihre Eltern meist noch im Krankenhaus angesprochen (die Fachstelle Sucht des Diakonischen Werkes hat eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit dem Sana-Klinikum). Zusätzlich zu diesen Einzelberatungen erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem riskanten Konsumverhalten im Rahmen eines Gruppenangebotes. Hinzu kommen weitere Schnittstellen, um Jugendliche mit riskantem Alkoholkonsum frühzeitig zu erreichen (z.B. Jugendberufshilfe, Ärzte, Schulsozialarbeit oder Justiz). Der proaktive Baustein ist das „Buddy“-Projekt.


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