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Jahn-Halle rechnet sich für den RSV noch nicht

In der Turnhalle vor der alten Jahn-Vereinsfahne die RSV-Vorstandsmitglieder Hartmut Bau, Dirk Riemer und Horst Zolnowski. Foto: Lothar KaiserNeuenkamp als Standort für BK Verwaltung zu teuer“, titelte der Waterbölles am 26. Oktober 2015, da hatte die Verwaltung gerade mitgeteilt, dass sie „keine weiteren Investitionen für eine vertiefende Untersuchungen des Alternativstandorts Neuenkamper Straße“ beabsichtige, die möglichen Standorte des neuen Berufskollegs Wirtschaft & Verwaltung betreffend. Begründung: Die absehbaren Bau- und Grundstückskosten einschließlich der notwendigen Altlastensanierung würden am Standort Neuenkamper Straße um bis zu ca. 2.800.000 € höher ausfallen als am Standort Hauptbahnhof/Baufeld 6. Vorausgegangen war am 17. März 2015 die Nachricht: „Der Sportplatz Neuenkamp bleibt bis 2020 "unter Vertrag". Die Verwaltung hatte damals mitgeteilt, es sei davon auszugehen, dass der RSV die Rechtsnachfolge des TV Jahn antreten werde. Der hatte 1990 den Sportplatz an der Neuenkamper Straße, Heimplatz des BV 10, für 30 Jahre an die Stadt Remscheid verpachtet. „Mithin bleibt der Pachtvertrag nach jetzigem Kenntnisstand in der geltenden Form bis 2020 bestehen“, teilt die Verwaltung damals mit.

Inzwischen ist es gekommen wie angekündigt: Der TV Jahn hat sich aufgelöst, formal richtiger: der Zusammenschluss zwischen dem TV Jahn und dem Remscheider Schwimm-Verein wurde in allen Bereichen vollzogen und der Besitz des TV Jahn ging, rechtlich nicht mehr anfechtbar, in den des RSV über. Bereits im September vergangenen Jahres wurde der Eigentumswechsel im Grundbuch vollzogen (was der Stadtverwaltung damals noch gar nicht aufgefallen war). Das betrifft nicht nur die 60 Jahre alte, abert gut erhaltene Turnhalle, sondern auch das 10.000 Quadratmeter große Grundstück.

Als neue „Besitzer“ präsentierte sich in der Halle gestern Morgen der geschäftsführende RSV-Vorstand der lokalen Presse: Hartmut Bau, Dirk Riemer, Horst Zolnowski und Wolfgang Pipiorka. Ihr Bestreben  ist es jetzt, neues Leben in das alte Gemäuer zu bringen: Nachdem sich eine Reihe von ehemaligen TV Jahn-Mitgliedern dem RSV angeschlossen haben, soll die Turnhalle am Neuenkamp nun zu einem weiteren Mittelpunkt Vereinslebens werden. Das Problem dabei: Die Turnhalle ist lediglich vom Nachmittag bis gegen 22 Uhr gut belegt, die übrige Zeit aber leider nicht. Das Angebot an die Stadt Remscheid, die Halle zwischen 10 und 16 Uhr für den Schulsport zu nutzen, sei bislang leider noch nicht aufgegriffen worden, bedauerte Hartmut Bau. Der Verein spürt schmerzlich –wie andere Sportvereine auch – die „Konkurrenz“ der Offenen Ganztagsschule. Viele Jungen und Mädchen haben den Breitensport in einem Sprtverein in aufgegeben, nachdem ihnen in der Schule am Nachmittag „ausreichen d sportliche Betätigung“ geboten wird. Dirk Riemer: „In dieser Turnhalle tobten früher tagsüber 200 Jungen und Mädchen bis zehn Jahre; heute kommen noch gerade mal 20!“ Etwas besser sieht es lediglich beim „Sport für Kinder“ am Nachmittag aus. Allein die „Parkour“-Gruppe zählt dann 40 Kinder zwischen zehn und 15 Jahren.

Das  Finanzproblem für den RSV als neuen Hausherrn: Er kann seine Betriebskosten (Versicherung, Grundabgaben, Heizung, Strom) der rückläufigen Nutzung nicht entsprechend anpassen, d. h. die Ausgaben übersteigen die Einnahmen. Wolfgang Pipiorka: „Was die Zukunft der Anlage angeht, sind wir jederzeit zu Gesprächen bereit.“  Auch an neue Angebote für Senioren habe der Verein schon gedacht., berichtete Hartmut Bau. Aber das würde teure Investitionen erfordern – eine Fußgängerbrücke vom oberen Parkplatz  bis in die Halle. Die ist derzeit nur über eine Treppe vom Souterrain aus zu erreichen, für Senioren keine zumutbare Dauerlösung.


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