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Kurzarbeit statt Kündigung ist das richtige Signal

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Ute Ackerschott. Foto: Lothar Kaiser

Im Berichtsmonat April konnten trotz der guten Witterungslage nur leichte Ansätze einer Frühjahrsbelebung auf dem Remscheider Arbeitsmarkt ausgemacht werden. So meldeten die Firmen zwar mehr Beschäftigungsmöglichkeiten, u.a. in den Außenbetrieben, aber im Ergebnis waren diese Impulse nicht ausgeprägt genug, um ein Anwachsen der Arbeitslosigkeit zu verhindern. Insgesamt 254 Arbeitslose mehr sind zu betreuen. Die Zehn-Prozent-Marke bei der Arbeitslosenquote wurde wieder erreicht. Alles beherrschendes Thema in den Betrieben ist und bleibt natürlich die weiter andauernde Krise. Wobei die Situation durchaus unterschiedlich gesehen und behandelt wird. So wurde in einigen Führungsetagen bereits auf die andauernde Auftragsflaute mit weiteren Freisetzungen reagiert, was sich in einer Zunahme der Arbeitslosmeldungen nach einer Erwerbstätigkeit widerspiegelt. Andererseits versuchen mittlerweile mehr als 260 Firmen, mit Hilfe des Arbeitsmarktinstruments „Kurzarbeit“ in den verschiedensten quantitativen und zeitlichen Ausprägungen auf die aktuelle Auftragsflaute zu reagieren. Da noch mehr als 40 Anfragen aus den Betrieben mit insgesamt 1.150 Beschäftigten vorliegen, ist hier eher noch mit einer weiteren Zunahme an Kurzarbeit zu rechnen. Daneben gibt es aber auch in der Krise immer noch Unternehmen, die einen guten Auftragsbestand haben und für ihre Produktion vor allem gut ausgebildete Kräfte einstellen:

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"Grenzenlose Gewinnsucht und maßlose Profitgier!"

Beate Wilding

Entwurzelte Menschen zu Fixkosten reduziert, das Geld scheu wie ein Reh, Minimax und Größenwahnsinn treiben’s ungeniert, gefügige Menschen beliebig eingesetzt, rund um die Uhr gehetzt. Ein permanenter Angriff auf die menschliche Natur. Das ist Kapitalismus pur. Es ist nie zu spät aufzustehen, es ist nie zu spät loszugehen, es ist nie zu spät hinzusehen, es ist nie zu spät umzudrehn“, sang heute Abend beim "Arbeitnehmerempfang" im Rathaus - er findet traditionell am Vorabend des "Tags der Arbeit" statt - der Remscheider Liedermacher Donatus Weinert. Und weiter: "„Bilder der Hoffnung ziehn ganz still am Horizont vorbei, vertraute Wege neu entdeckt, verrückte Gedanken, öffnen Türen, reißen Zukunftsangst entzwei. Die Zeichen der Zeit sind nicht mehr zu übersehn, so wird es nicht weitergehn.“ Oberbürgermeisterin Beate Wilding, die vor Hans Peters vom DGB das Wort ergriff, war da weniger "blumig"; sie sprach Tacheles. Aus aktuellen Anlässen. Zitat: "Ich denke an die Entlassungen bei Supfina, ThyssenKrupp, Sona oder Edscha. Ich denke auch an die über 200 Firmen in unserer Stadt, die versuchen sich mit Kurzarbeit über Wasser zu halten. Und ich fühle – wie Ihr – Enttäuschung, Angst und Wut über das was dort geschieht. Ich frage mich: Wie ist das mit der Menschenwürde vereinbar? Was ist geschehen, dass es soweit kommen konnte?! Der Warerbölles dokumentiert die Rede nachfolgend:

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Deutliche Worte heute beim Arbeitnehmerempfang

Im Bild von links n. re. Hans Peters, der Regionsvorsitzende des DGB im Bergischen Land, Bettina Reckert, Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Remscheid und Betriebsratsvorsitzende bei Edscha, Oberbürgermeisterin Beate Wilding, Bürgermeister Lothar Krebs und – auf der Tribüne Beatrice Schlieper, Grüne, und Hans Peter Meinecke, SPD. Fotos: Lothar Kaiser

Seine erste Rede auf einer Maikundgebung hielt Hans Peters, der Regionsvorsitzende des DGB im Bergischen Land, der demnächst in den Ruhestand geht, 1976 in Solingen. Damals war Druckerstreik, und die Arbeitgeber hatten die Arbeitnehmer ausgesperrt. Seitdem hat er viele Reden gehalten, und viele waren so emotional wie seine erste. Da hätte er sich gefreut, auch seine letzte in Solingen halten zu können, bekannt Peters heute Abend beim traditionellen „Arbeitnehmerempfang“ im Rathaus. Doch seine Chefs im DGB haben ihn nicht gelassen. Deshalb meldete er sich zur morgigen Maikundgebung in Remscheid an, um Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und dem DGB-Landesvorsitzenden Guntram Schneider zuzuhören. Letzterer hätte eigentlich auch heute Abend reden sollen; doch ein Fernsehtermin in Düsseldorf kam dazwischen. Und so kam es, dass Hans Peters die letzte Rede in seiner Eigenschaft als DGB-Funktionär heute in Vertretung für Schneider gehalten hat. Nüchtern im Ton, aber im Text so emotional, wie man das von ihm gewohnt ist. Dabei fiel auf, dass der Beifall von SPD-Ratsmitgliedern eher gedämpft war. Vielleicht lag’s am Inhalt, vielleicht aber auch nur daran, dass sich Peters zu Beginn eine „Spitze“ gegen „seinen“ SPD-Parteivorsitzenden nicht verkneifen konnte: „In Wuppertal, wo ich eigentlich hätte hingehen sollen, spricht morgen Franz Müntefering. Aber mit dem verbindet mich nicht viel, mehr manchmal mit Jürgen Rüttgers!“  Nachfolgend dokumentiert der Waterbölles die Rede von Hans Peters.

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CDU: "Mehr Verkehr in Bergisch Born wäre unzumutbar!"

Hilmar Somborn, CDU. Foto: Lothar Kaiser

CDU-Fraktionsvorsitzende Philipp Veit am Dienstag in einer Pressemitteilung. „Plötzlich solle das Gleisdreieck Bergisch Born mit einer Straße erschließbar sein, die sich im absoluten Anfangsstadium der Planungen befindet, und die Fläche selbst kurzfristig zur Verfügung stehen. Veit: „Wenn dies zutrifft, so gibt es hierfür nur zwei Erklärungen: Die Politik und damit die Bevölkerung Remscheids wurde wissentlich über Jahre hinweg getäuscht. Oder die Erklärungen sind reiner Populismus, um vor der Kommunalwahl von unserem Gewerbeflächenbedarf abzulenken.“ In ähnlicher Weise äußerten sich gestern CDU-Mitglieder der Bezirksvertretung Lennep. Die tagte diesmal in Bergisch Born – mit mehr Zuhörerinnen und Zuhörern als üblich. Darunter war auch Peter Maar, der Vorsitzende des Heimatbundes Lüttringhausen. Der hatte am Montag dieser Woche den Vorschlag der Bauverwaltung ausdrücklich begrüßt, für den Bereich des sogenannten Gleisdreiecks Bergisch Born (Am Borner Feld) die Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung eines Bebauungsplanes durchzuführen, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Ergänzung des Gewerbeflächenangebotes an diesem Standort zu schaffen – eine Forderung des Heimatbundes Lüttringhausen schon seit zehn Jahren. Doch ob sie wirklich erfüllt wird? Von den gestrigen Beschlüssen der BV Lennep konnte Maar jedenfalls nicht begeistert sein. Denn CDU und FDP machten den bereits von Philipp Veit kritisierten „spektakulären Richtungswechsel in der städtischen Gewerbeflächenpolitik“ nicht mit: Sie stimmten sowohl gegen die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens als auch gegen die Aufnahme des Projektes in die Aufgabenliste der Bauverwaltung, und erst recht waren sie gegen eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. Für die ersten beiden Empfehlungen hatten sich SPD und Grüne ausgesprochen. Machte 6:4 zu Gunsten der „Bürgerlichen“, weil sich Roland Kirchner von der W.i.R. der Stimme enthielt. Bei dem einzig „echten“ Beschluss der BV über die Bürgerbeteiligung stimmte er dann mit SPD und Grünen mit Ja. Machte 6:5 – und reichte auch nicht. Man darf gespannt sein, wie es nun weiter gehen wird.

Eingeleitet hatte die Diskussion Bezirksbürgermeister Dr. Heinz Dieter Rohrweck mit der Bemerkung, das Gleisdreieck solle „plötzlich wieder aufleben“. „Wunder geschehen eben immer wieder“, bemerkte Fraktionskollege Hilmar Somborn. Doch ohne einen Ausbau der Trecknase und den Bau der Bundesstraße 51 n (=neu) sei den Bürgerinnen und Bürgern von Bergisch Born kein weiterer Verkehr mehr zuzumuten. Und der werde sich schließlich aus einem neuen Gewerbegebiet automatisch ergeben.

 Udo Hellmann, SPD. Foto: Lothar KaiserUdo Hellmann (SPD) sah das anders: „Die Erschließung des Geländes wird doch im Laufe des Planverfahrens erst erarbeitet!“ Bei realistischer Betrachtung müsse man einräumen: „Die ‚Blume’ wird nicht kommen. Also spricht sehr viel dafür, das Gleisdreieck anzugehen!“

Roland Kirchner, W.i.R. Foto: Lothar KaiserDas meinte auch Bibiana Martz von den Grünen („Ein alter Wunsch von uns“). Roland Kirchner dagegen hatte wie Somborn so seine Zweifel bezüglich der Erschließung des Geländes („ein vollkommenes Rätsel“). Er sei deshalb über die plötzliche Initiative der Bauverwaltung überrascht. Aber: „Man kann doch das eine (Gleisdreieck) tun, ohne das andere (Blume) zu lassen. Gewerbeflächen können wir schließlich immer brauchen!“

 

Im Mai wird Remscheid wieder zu einer Stadt der Artisten

Franz, Leo und Lisa (Ehefrau von Franz) Wybieralla. Der Remscheider Circusdirektor und Tierhändler Franz Carl Fach aus der Königstraße. Remscheid war eine Artistenstadt. Und wird es wieder werden. Die Vergangenheit verkörpern Franz Carl und Martha Fach. An der Königstraße hatten sie eine Tierhandlung. Doch in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts zogen sie auch mit seinem Circus umher. Dann war er der Circusdirektor und sie die Raubtier-Dompteuse. Oder Franz Wybierala: Der gelernte Werkzeugmacher hatte in den 30er Jahren die Idee, sich als „lebende Kanonenkugel“ verschießen zu lassen. Mit der Kanone, die er sich von dem Remscheider Peter Nawrath hatte bauen lassen, trat er nicht nur in ganz Europa auf, sondern auch in Übersee. Als er eines Tages nicht im Fangnetz landete, sondern auf dem harten Boden, war damit Schluss. „Captain Franz“, wie er sich nannte, gründete eine Firma in Bergisch Born/Buchholzen,  heute am Jägerwald ein Teil von GEDORE. Dort fand vor wenigen Tagen Joachim Karp, Mitarbeiter der Remscheider Wirtschaftsförderung, noch manche Erinnerungsstücke aus den Artistentagen, darunter auch einige Plakate. Im Mai werden sie zu sehen sein. Zusammen mit einem Film über Franz Wybierala aus dem Remscheider Stadtarchiv. Auf den „Internationalen Circustagen Remscheid“, die die Sektion Rhein, Ruhr, Wupper der 1950 gegründeten Gesellschaft der Circusfreunde e. V. mit Sitz in Berlin akribisch vorbereitet hat. Vorsitzender der mittlerweile seit 30 Jahren bestehenden Sektion ist Joachim Karp. Thomas Kind ist sein Stellvertreter. Gemeinsam stellten sie gestern im Rathaus das umfangreiche Programm vor. Die 'fliegende Kanonenkugel' aus Remscheid.

Es umrahmt das diesjährige Treffen von rund 150 Vereinsmitgliedern. Stilecht tagen sie am Freitag, 22. Mai, in zwei Zelten auf dem Schützenplatz, gleich neben dem Circus Charles Knie, der vom 19. bis 24. Mai in Remscheid gastiert. Klar, dass die Circusfreunde sich die Abendvorstellung der Artisten geschlossen ansehen werden, ebenso wie am Samstagnachmittag eine Vorstellung des Circus Alberti in Solingen und am Abend die des Circus Roncalli in Dortmund.

Auf die zweite Übernachtung in Remscheid – das freut die heimische Hotellerie – folgt am Sonntag, 24. Mai, eine interne Beiratssitzung in der Volkshochschule, wo alte und jüngere Circusgeschichte in Bildern aufeinander trifft. Die Fotoausstellung auf den Fluren der VHS im Ämterhaus zeigt unter dem Titel „Zirkus in der neuen Welt um 1904“ Arbeiten von Frederick Whitman Glasier aus dem Ringling Museum of Art, Florida, USA. Der Berufsfotograf Glasier (1866-1950) dokumentierte von 1901 bis 1927 mit seinen Schwarzweiß-Aufnahmen auf Glasnegativen u. a. den Alltag im nordamerikanischen Reisecircus des legendären P.T. Barnum. Ferner zeigt die VHS Farb- und Schwarzweiß-Aufnahmen von Nils Hauer (*1975), die im Herbst 2004 im Zirkus Charles Knie entstanden, zwei Jahre vor dessen Verkauf. Nils Hauer:  Für vier Wochen war ich als Architekturstudent im Circus Praktikant, reiste mit durch die norddeutsche Tiefebene. Jeder Arbeitstag dauerte mindestens 11 Stunden. Mir wurde sehr Prsönliches anvertraut. Vor allem die Marokkaner fühlten sich selbst nach Jahren fremd und isoliert. Ihre ewige Hoffnung war eine Arbeitsgenehmigung zu erhalten und ein stetigeres Leben zu führen. Dafür mussten sie mindestens sieben Jahre angestellt sein... Hinter der Glitzerwelt des Manegenrundes war diese Welt also voller Risse.“

Aber die „Internationalen Circustage“ haben noch viel mehr zu bieten: „Circus – Kult und Kultur“ ist eine Ausstellung überschrieben, die vom 13. bis 29. Mai  im Rathaus zu sehen sein wird. Das Alleecenter wird sich zwischen dem 18. und 25. Mai in ein Ausstellungsgelände für wertvolle Original-Artistenkostüme aus den 1960er und 70er Jahren von Seiltänzern, Clowns, Dompteuren u. a. verwandeln. Gezeigt werden dort auch Circusmodelle und Fotos aus der bunten Circuswelt. Und wer will, kann selbst einmal jonglieren: Der Jonglier- und Diabolo-Kursus des Kinder- und Jugendzentrums „Die Welle e.V.“ aus Lennep zeigt jeweils Dienstag und Mittwoch, wie es geht. In einem Schminkwagen können sich Kinder in einen lustigen Clown oder eine Raubkatze verwandeln lassen.

Thomas Kind und Joachim Karp. Foto:Lothar KaiserDie zweite Ausstellung im Alleecenter (18. bis 25. Mai) ist dem Circus Barum gewidmet. Der Remscheider Modellbauer und Circusfreund Thomas Kind zeigt den kompletten Circus in Miniaturformat. Alle Wagen entstanden originalgetreu mit Hilfe der CNC-Technik, die der Graveur beruflich nutzt.

Mit drei Filmen beteiligt sich auch das Kino „Metropol“ an der Alleestraße an den Remscheider Circustagen. Dem französischen Drahtseilartisten Philippe Petit ist James Marsh’s Dokumentarfilm „Man on Wire“ gewidmet, der am 7. August 1974 eine Stunde lang auf einem Drahtseil zwischen den Twin Towers des World Trade Centers in New York balancierte und dafür anschließend ins Gefängnis kam. Der vorher nicht angekündigte Drahtseilakt ging als „das künstlerische Verbrechen des Jahrhunderts" in die Geschichte ein. Gezeigt wird der Film am Dienstag, 12. Mai, um 17.30 und 20.15 Uhr. „Die Dumme Augustine“, ein Kinderfilm, läuft am Dienstag, 26. Mai, um 17.30 Uhr, und Die Frau auf der Brücke über den Messerwerfer Gabor und seine menschliche Zielscheibe am gleichen Tag um 20.15 Uhr.

Am 23. Mai ab 10 Uhr findet neben dem Circus Charles Knie eine Sammler- und Tauschbörse rund um das Thema „Circus“ statt. Dazu haben sich bereits Sammler aus dem benachbarten Ausland bei der Gesellschaft der Circusfreunde angesagt. Joachim Karp: „Die Auswahl an Programmheften, Büchern, Fotos und vielem mehr wird riesengroß sein.“

Die Geschichte der Gesellschaft der Circusfreunde Deutschland (GCD) – sie hat inzwischen rund 2000 Mitglieder, u.a. auch in Skandinavien, den USA, Südafrika und Australien – begann 1955 mit dem Zusammenschluss von sieben Circusbegeisterten in Berlin. Karp: „Die Circusszene hat viele Facetten. Das macht es so spannend, sich mit ihr zu beschäftigen. Allein in Deutschland reisen mehrere Hundert Circusunternehmen. Das Spektrum reicht vom kleinen Familiencircus über den mittlerweile zum Klassiker avancierten einstigen Alternativ-Circus Roncalli bis zum größten Circus Europas, dem Circus Krone.“

Das Hobby "Circus" ist ähnlich vielfältig. Viele Mitglieder sammeln Bücher, Programmhefte, und Zeitungsausschnitte über ihr Lieblingsthema oder halten ihre Circuserlebnisse mit der Kamera fest. Andere Circusfreunde werden unterm Dachboden selbst zum Circusdirektor: Sie bauen ihr Lieblingsunternehmen mit unendlicher Geduld originalgetreu im Modellbauformat nach. Das Dach für all diese Aktivitäten bildet die GCD, ín diesem Jahr Ausrichter der „Internationalen Circustage Remscheid“.

Beim Gastspiel des Zirkus Charles Knie vom 19. bis 24. Mai auf dem Schützenplatz in Remscheid werden die Zuschauer einen bunten Mix aus Artisten, Clowns und exotische Tieren erleben, darunter eine gemischte Raubtiergruppe, Seelöwen, Känguru "Alfred" Pferde und Zebras. Am Samstag, 23. Mai, finden von 10 bis 12 Uhr öffentliche Dressur- und Artistenproben statt (mit Ponyreiten).

Eine Stockente war heute im Freibad der erste Badegast

Fotos: Lothar Kaiser

Wenn das kleine Wörtchen „Wenn“ nicht wäre: Wenn der Winter  nicht so stark gewesen wäre, hätten im Freibad Eschbachtal in den beiden Schwimmbecken nicht Hunderte von ab- bzw. aufgeplatzten Kacheln ausgetauscht werden müssen. Wenn das Wetter im April nicht so gut gewesen wäre, hätte die Anlage für die kommende Saison nicht rundum auf Vordermann gebracht werden können. Und wenn der Wetterbericht für das nächste Wochenende Temperaturen von mehr als 20 Grad und Sonnenschein vorhergesagt hätte, würde die Freibadsaison am kommenden Samstag eröffnet werden. So aber konnten heute Vormittag auf einer Pressekonferenz im Eschbachtal Markus Dobke, stellvertretender Fachdienstleiter und Leiter der Abteilung Schulsport, Sportmanagement und Freizeit bei der Stadt Remscheid, und Badleiter („Schwimmmeister“) Jürgen Beelte (zweites Bild von rechts) nur abwinken: „Es ist noch zu kalt!“ Und da hilft auch die Solaranlage nichts, die bei starkem Sonnenschein die 2.300 Kubikmeter Wasser im Schwimmer- und die 800 Kubikmeter im Nichtschwimmerbecken aufheizen kann. Derzeit liegt die Wassertemperatur in den Becken noch zwischen zwölf und 15 Grad. Den ersten, nicht zahlenden Badegast dieses Jahres konnte das nicht schrecken – eine Stockente.

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Dr. Frank Neveling: "Es besteht kein Grund zur Panik!"

Die Schlagzeilen über die Schweine- oder Mexiko-Grippe nehmen kein Ende: Mehr als 1.000 Erkrankte in Mexiko, 20 Fälle in den USA, drei in Deutschland. Die Warnstufe für die Verbreitung des A/H1N1-Virus von Mensch zu Mensch hat die Weltgesundheitsorganisation von 3 auf 4 (bei 6 möglichen Stufen) erhöht. Die Stadt Remscheid hat, wie der Waterboelles berichtete, eine Arbeitsgruppe eingerichtet und ein Bürgertelefon. Ganz genau wissen wollten es gestern die Mitglieder des Sozialausschusses von Dr. Frank Neveling, dem Leiter des Fachdienstes Gesundheitswesen. Er informierte sie in Form eines Powerpoint-Vortrages, nicht ohne zu betonen, dass kein Grund zur Panik bestehe. Der Waterbölles dokumentiert den Vortrag nachfolgend stichwortartig:

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Qualität der Arbeit in den Pflegestützpunkten ist zu klären

Neue 'Pflegestützpunkte' werden mit Skepsis erwartet“, titelte der Waterbölles am 9. Dezember 2008 nach einer Sitzung des Sozialausschusses. Damals hatte Reinhard Dietl, Abteilungsleiter der Hilfe für Senioren, den Ausschussmitgliedern erstmals die „Pflegestützpunkte" vorgestellt, die künftig in den Kommunen Pflegebedürftige und ihre Angehörige bei der ambulanten Versorgung unterstützen sollen. Ein Erlass des Landes verpflichtet die Pflegekassen, die örtlichen Träger der Sozialhilfe in die Arbeit der Pflegestützpunkte einzubeziehen. Vernetzung ist das Ziel. Die „starren Grenzen zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung, der öffentlichen örtlichen Altenhilfe, der Hilfe zur Pflege (Sozialhilfe) sowie der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung (sollen) überwunden werden“, hieß es in einer Mitteilung der Verwaltung. Damals befasste sich auch der Seniorenbeirat mit dem Thema. An seiner skeptischen Haltung hat sich bis heute nichts geändert, wie Georg Gregull und Erika Schmitz gestern im Sozialausschuss betonten: „Unsere gut funktionierende Beratungslandschaft muss erhalten bleiben!“

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Zuviel Kohlendioxid im Klassenzimmer: Lernerfolg = Null

Dicke Luft in Klassenzimmern mindert die Konzentrationsfähigkeit.

Da wunderte sich gestern im Sozialausschuss Sabine Oster, Gesundheitsingenieurin im städtischen Fachdienst Gesundheitswesen, Gesundheitsschutz und Umweltmedizin: „Auch nach einstündiger Diskussion (Anm.: die Sitzung fand im Kleinen Sitzungssaal statt) ist der Kohlendioxidanteil in der Raumluft noch immer im grünen Bereich. Entweder läuft hier eine Lüftungsanlage, oder die Fenster sind undicht!“ Das Kohlendioxid (CO2) hatte sie zuvor mit dem gleichen Gerät gemessen, mit dem sie in den vergangenen Wochen auch in acht Remscheider Schulen die neugierigen Blicke der Schülerinnen und Schüler auf sich gezogen hatte. Nicht erst seit gestern wissen Fachleute: Durch unzureichendes Lüften in den Unterrichtsräumen reichert sich die Luft im Laufe eines Vormittages derart mit  CO2 an, dass die Schüler müde und unkonzentriert werden, auch wenn der Lehrer/die Lehrerin noch so interessant unterrichtet. Klar, dass der Lernerfolg darunter leidet. Denn die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit lässt durch CO2 stark nach. Nicht selten kommen gerötete Augen und Kopfschmerzen hinzu.

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Sana mit öffentlichem Forum „Macht Migration krank?“

Pressemitteilung des Sana-Klinkums Remscheid

Seit mehr als zehn Jahren ist das „Haus Lindenhof“, das sich in Trägerschaft des Stadtteil e.V. Remscheid befindet, anerkanntes interkulturelles Zentrum, zu dem auch eine Beratungsstelle gehört. Ein wesentlicher Aufgabenschwerpunkt ist die Arbeit für und mit Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Remscheid und Umgebung. Dabei wird zunehmend der Zusammenhang von Migration und Erkrankung deutlicher. Der Beratungs- und Informationsbedarf ist hoch, aber die Hemmschwelle, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, auch. Die Abteilung für Spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin am Sana-Klinikum Remscheid und der Stadtteil e.V. veranstalten deshalb anlässlich des „Remscheider Schmerztages“ am Mittwoch, 6. Mai, ab 18 Uhr im „Forum ovale“ des Klinikums das öffentliche Forum „Macht Migration krank?“. Ziel ist es, den Zusammenhang von Migration und Krankheit genauer zu betrachten und dazu beizutragen, das interkulturelle Verständnis im „helfenden System“ in Remscheid zu vertiefen.

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