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Bildungspolitscher Schulterschluss im Städtedreieck

Pressemitteilung der CDU

Seit mehr als vier Jahren üben die CDU-Bildungspolitiker der Städte Wuppertal, Karl Kühme, Solingen, Nicole Molinari und Remscheid, Kai Kaltwasser, schon den bildungspolitischen Schulterschluss in regelmäßigen Gesprächen. Der Blick über den kommunalen Tellerrand habe sich bewährt und hätte manchen Anstoß gegeben, sind sich die Politiker aus dem Bergischen Städtedreieck einig. Kühme, Molinari und Kaltwasser erklären daher gemeinsam: „Die Bergischen Städte sind in Ihren Strukturen vergleichbar, haben die gleichen guten schulischen Voraussetzungen sowie die gleichen Hürden zu nehmen. Daher sehen wir es schon lange als notwendig an, dass sich die Politik parallel zu Verknüpfungen und Kooperationen der Verwaltungen ebenso berät. Politische Experimente und Planungsphasen können damit vermieden beziehungsweise auf ein Minimum reduziert werden. Stattdessen bietet sich die Chance, die Bildungsangebote über die Stadtgrenzen hinweg zu verbinden und zu einer regionalen statt kommunalen Bildungslandschaft zu entwickeln.

Im Bereich Bildung sind wir in den drei Städten bereits heute eng miteinander verknüpft. Verschiedene Bildungsgänge der Berufskollegs findet man schon heute nicht mehr in allen Städten vertreten. Die Kinderuniversität und Bergische Universität mit dem Solinger Standort ‚Forum Produktdesign’ wirken über Wuppertal hinaus in allen drei Städten. Dies gilt es weiter auszubauen und zu konstruieren. Wir werden in Zukunft den Gedanken von Bildungskooperationen in der Nähe von Stadtgrenzen verfolgen, um dort schülerfreundliche Lösungen zu entwerfen. Über eines sind wir uns zudem einig: gemeinsam mit den CDU-Oberbürgermeistern Peter Jung, Norbert Feith und Jochen Siegfried und den Schuldezernenten der drei Städte werden wir in Zukunft noch enger und verbindlicher in Gemeinschaft arbeiten. Das bedeutet die Grundlage für solide und verlässliche Bildungspolitik trotz schwieriger Wirtschafts- und Haushaltslage!"

Die Wahlergebnisse für die vier Bezirksvertretungen

Alt-Remscheid

CDU 35,6 % (5.843 Stimmen)
SPD 33,1 % (5.425 Stimmen)
Grüne 9,7 % (1.592 Stimmen)
FDP 10,3 % (1.684 Stimmen)
W.i.R. 5,9 % (973 Stimmen)
Linke 5,4 % (889 Stimmen)
Die Ergebnisse in den einzelnen
Stimmbezirken.

CDU: 7 Sitze
1 Stippekohl, Rosemarie
2 Quinting, Bernd
3 Schmitz, Alexa
4 Stippekohl, Norbert
5 Acker, Erika
6 Pillmann, Andreas
7 Hahn, Jasmin
SPD: 6 Sitze
1 Mähler, Ernst Otto
2 Wagner, Stefan
3 Paeslack, Sigmar
4 Wolf, Ernst-Peter
5 Uibel, Ilsedore
6 Blum, Volker
GRÜNE: 2 Sitze
1 Schlieper, Beatrice
2 Götz, Michael
FDP: 2 Sitze
1 Wallutat, Philipp
2 Schiffer, Hans Lothar
W.i.R.: 1 Sitz
1 Ernst, Alexander
DIE LINKE: 1 Sitz
1 Schwandt, Thorsten

Süd

CDU 34,6 % (2.826 Stimmen)
SPD 33,4 % (2.725 Stimmen)
Grüne 7,3 % (595 Stimmen)
FDP 10,1 % (828 Stimmen)
W.i.R. 8,6 % (704 Stimmen)
Linke 6,0 % (492 Stimmen)
Die Ergebnisse in den einzelnen
Stimmbezirken.

CDU: 4 Sitze
1 Wilke, Hans Herbert
2 Rehbein, Hans Hermann
3 Merten, Filomena
4 Schabla, Paul Uwe
SPD: 3 Sitze

1 Korff, Wilhelm
2 Grote, Stefan
3 Groote, Leonore
GRÜNE: 1 Sitz

1 Martz, Dierk
FDP: 1 Sitz
W.i.R.: 1 Sitz

1 Störmer, Bernd
DIE LINKE: 1 Sitz

1 Küster, Klaus









Lennep

CDU 41,2 % (4.096 Stimmen)
SPD 24,2 % (2.402 Stimmen)
Grüne 10,8 % (1.592 Stimmen)
FDP 9,5 % (943 Stimmen)
W.i.R. 9,3 % (926 Stimmen)
Linke 5,1 % (506 Stimmen)
Die Ergebnisse in den einzelnen
Stimmbezirken.

CDU: 4 Sitze
1 Rohrweck, Dr. Heinz-Dieter
2 Rohrweck, Herta
3 Richter, Volkmar
4 Kemper-Heibutzki, Gabriele
SPD: 3 Sitze
1 Czylwik, Ursula
2 Enk, Hans-Ferdinand
3 Schmid, Renate
GRÜNE: 1 Sitz
1 Martz, Bibiana
FDP: 1 Sitz
1 Schmoeckel, Eckhart
W.i.R.: 1 Sitz
1 Kirchner, Roland
DIE LINKE: 1 Sitz
1 Valitutto, Luigi

Lüttringhausen

CDU 36,5 % (2.451 Stimmen)
SPD 31,7 % (2.130 Stimmen)
Grüne 15,1 % (1.017 Stimmen)
FDP 8,4 % (567 Stimmen)
W.i.R. 3,7 % (250 Stimmen)
Linke 4,6 % (308 Stimmen)
Die Ergebnisse in den einzelnen
Stimmbezirken.

CDU: 4 Sitze
1 Stuhlmüller, Andreas
2 Haarhaus, Peter Otto
3 Pütz, Susanne
4 Galli, Gunter
SPD: 3 Sitze
1 Costanzo, Luigi
2 Gottschalk, Björn
3 Brüninghaus, Annedore
GRÜNE: 2 Sitze
1 Jasper, Stephan
2 Ruthenberg, Bernhard
FDP: 1 Sitz
1 Garweg, Michael
W.i.R.: 0 Sitze

DIE LINKE: 1 Sitz
1 Koball, Jürgen

Besonders auffällig: Das schlechte Abschneiden der SPD in Lennep und der große Vorsprung der Grünen (Blume-Gegner) in Lüttringhausen mit 15,1 Prozent gegenüber der W.i.R. (Blume-Befürworter) mit 3,7 Prozent.

Erinnerungen an gemeinsame Jahre auf der Schulbank

40 Jahre ist es her, dass acht aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Remscheider Sparkasse in den Beruf starteten. Gleichzeitig drückten Monika Otto, Marianne Illic, Ulrich Goerzen, Wolfgang Güntsch, Wilhelm Krüger, Ulrich Dahlmann, Toni Schulz und Ulrich Gräfe auch die Schulbank. Gräfe ist heute Vorstandsmitglied, Güntsch der Personalratsvorsitzende der Sparkasse. Weil alle acht Jubilare früher gemeinsam die damalige kaufmännische Berufsschule besuchten, kommen sie zur Stunde im Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung an der Stuttgarter Straße zusammen, um mit einer Spende an den Schul- und Förderverein des Berufskollegs  ihre insgesamt 320 Sparkassenjahre so richtig wirken zu lassen. Die Stadtsparkasse Remscheid unterstützt die Schule bei der Anschaffung moderner Unterrichtstechnik, sprich: von zwei elektronischen Tafeln, sog. Aktivboards. Die Jubilare übergeben die Spende und nehmen symbolisch eine Tafel in Betrieb.

Die neuen Ratsmitglieder auf einen Blick

CDU
Friese, Kurt Peter
Gebhardt, Ottmar 
Haarhaus, Peter Otto 
Hein, Monika
Humpert, Karl Heinz
Jüttner, Thea
Kaltwasser, Kai  
Kemper-Heibutzki, Gabriele 
Kreimendahl, Tanja 
Pütz, Susanne  

Quinting, Bernd
Rohrweck, Heinz-Dieter 
Rohrweck, Herta 
Rühl, Elke  
Schmitz, Norbert  
Siegfried, Jochen
Stippekohl, Rosemarie 
Veit, Philipp 
Wilke, Hans-Herbert 

SPD
Apmann, Volker
Martin Brink
Costanzo, Luigi
Edelhoff, York
Kase, Thomas
Korff, Elfriede 
Krebs, Karen  
Krebs, Lothar
Kunze-Sill, Ilona
Leitzbach, Gabriele
Mähler, Arndt  
Mähler, Otto
Meinecke, Hans Peter  
Schad, Axel
Uibel, Peter-Edmund
(Wilding, Beate)
Wagner, Stefan  
Wolf, Sven

FDP
Kleinbongartz, Michael 
Lüttinger, Wolf
Schiffer, Hans Lothar 
Schlächter, Dorothea
von Dreusche, Markus 
Wallutat, Philipp 

Grüne
Bender, Günter
Jasper, Stephan
Schichel, David
Schlieper, Beatrice
Velte, Jutta 






W.i.R.
Bodenstedt, Waltraud  
Gühne, Wieland 
Kirchner, Roland 
Schneider, Frank

 

DIE LINKE
Beinersdorf, Fritz
Bluhm, Wolfgang 
Neff–Wetzel, Brigitte 

Das Wahlergebnis ohne Überhangmandate bedeutete für einige Kommunalpolitiker das jähe Ende ihrer Ratsarbeit. Bei der CDU traf es Julian Kleuser und Manfred Schwick, bei der SPD neben anderen Lothar Sill und Karl Wilhelm Tamm. Tamm war bisher Vorsitzender des Sportausschusses, Sill Vorsitzender des Aufsichtsrates der GEWAG, Schwick, der gegen York Edelhoff (SPD) verlor, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke.

 CDU 
 
  36,2 %     14.875    19 Sitze 
 SPD 
 
  31,4 %     12.917    17 Sitze 
 GRÜNE 
 
  9,7 %     3.970    5 Sitze 
 FDP 
 
  10,4 %     4.255    6 Sitze 
 W.i.R. 
 
  6,6 %     2.696    4 Sitze 
 DIE LINKE 
 
  5,5 %     2.247    3 Sitze 

Hier die Ergebnisse in den einzelnen Wahlbezirken.

Beate Wilding bleibt Oberbürgermeisterin von Remscheid

Strahlende SPD-Mitglieder erwarteten die alte/neue Oberbürgermeisterin am Treppenaufgang zum Saal des Ämterhauses. Foto:Lothar Kaiser 

W.i.R.-OB-Kandidat Gunther Brockmann. Foto: Lothar KaiserZu den ersten Gratulanten gehörte auch die grüne Fraktionssprecherin Beatrice Schlieper, rechts im Bild.  Foto: Lothar KaiserBeate Wilding (SPD) gewann mit ca. 46,4 Prozent (18.976 Stimmen) vor ihren Herausforderern Jochen Siegfried (CDU), 45 Prozent (18.384 Stimmen) und Gunther Brockmann (W.i.R., kleines Foto), 8,6 Prozent (3.496 Stimmen). Ein denkbar knappes Ergebnis. Mit anderen Worten: Ohne einen dritten Kandidaten Brockmann hieße Remscheids Oberbürgermeister heute aller Wahrscheinlichkeit nach Jochen Siegfried.

Die Enttäuschung über die Niederlage war Jochen Siegfried zwar anzumerken. Doch er zeigte Haltung: „Der Souverän, das Volk, hat entschieden.“ Parteifreund Karl Heinz Humpert gibt Trost, spricht von einem Superergebnis für Siegfried. Ob dieser nun sein Ratsmandat annehmen werde? Humpert geht davon aus. Schließlich sei Jochen Siegfried ja noch jung – und in sechs Jahren noch bekannter in Remscheid als heute. „Warum soll er dann nicht noch einmal antreten?“ Derweil kursiert im Saal des Ämterhauses schon ein anderes Gerücht: Siefried könne (anstelle von Elke Rühl) der neue CDU-Kandidat für Remscheid bei der nächsten Landtagswahl werden.

Blumen von Jürgen Kucharczyk MdB und Lothar Krebs, UB-Vorsitzender. Foto: Lothar KaiserDie Ergebnisse aus den letzten zwei Wahlbezirken standen zwar noch nicht fest, doch sie hätten am Ergebnis nichts mehr ändern können: Gleichwohl ließ Beate Wilding die SPD-Spitze am Treppenaufgang zum Saal des Ämterhauses, wo sie "Beate, Beate" skandierte, ein paar Minuten warten, bevor sie die Glückwünsche und Umarmungen ihrer Anhänger entgegennahm. Am Mikrofon sprach sie geraume Zeit später von einem "großen Tag". Sie sei froh, dass die Kommunalwahl nun endlich vorbei sei. "Die Anspannungen der vergangenen harten Wochen waren heftig. Die Familie musste viel ertragen; die Laune war nicht immer die beste!" Die Oberbürgermeisterin gratulierte "allen gewählten Kandidatinnen und Kandidaten" und bot ihnen für die nächsten Jahre ihre Zusammenarbeit an. "Jetzt gilt es, gemeinsam anzupacken!" Ihr besonderer Dank galt den Grünen, die sie im Wahlkampf unterstützt hätten. Und: "Ich freue mich darauf, mit meinem Team im Rathaus weitere sechs Jahre zusammenarbeiten zu können!"

Jochen Siegfried diese Woche in einer Anzeige im RS-Anzeigenblatt. Die Botschaft auf den ersten Blick: Hilflosigkeit statt Dynamik. Foto:Lothar Kaiser

Das vorläufige Endergebnis der Wahl für den Stadtrat: 

36,2 Prozent (14.875 Stimmen) CDU (19 Stitze)
31,4 Prozent (12.917 Stimmen) SPD (17 Sitze) 
  9,7 Prozent (3.970 Stimmen) Grüne (fünf Sitze)
10,4 Prozent (4.255 Stimmen) FDP (sechs Sitze) 
  6,6 Prozent (2.696 Stimmen) W.i.R. (vier Sitze) und  
  5,5 Prozent (2.247 Stimmen) Linke (drei Sitze)

Ein Vergleich der Wahlergebnisse von 2004 und 2009 zeigt, dass vier der fünf Parteien, die damals wie heute angetreten sind, Stimmenverluste hinnehmen mussten. Am härtesten hat es mit minus 5,12 Prozentpunkten die CDU getroffen. Das dürfte auch den parteiinternen, aber teilweise öffentlich ausgetragenen Querelen geschuldet sein. Auch SPD (minus 1,5 Prozentpunkte),  W.i.R. (minus 0,08 Prozentpunkte) und Grüne (minus 0,84 Prozentpunkte) kamen an ihr Wahlergebnis von 2004 nicht heran und waren enttäuscht. Die SPD hatte insgeheim gehofft, wieder stärkste Fraktion im Rat zu werden; das ist nun trotz ihrer Verluste die CDU geblieben. Und auch die W.i.R. war von Stimmengewinnen ausgegangen, nachdem sie in der zurückliegenden Wahlperiode von allen Parteien die aktivste Öffentlichkeitsarbeit betrieben hatte. Fraktionsvorsitzender Wieland Gühnes erste Reaktion: „Katastrophal. Was haben wir bloß falsch gemacht?“ Grund zur Freude hat einzig und allein die FDP mit einem Zugewinn von 3,67 Prozentpunkten gegenüber 2004. Sie ist die einzige der vier kleineren Parteien mit einem zweistelligen Wahlergebnis.

Weitere Eckdaten zur Kommunalwahl in Remscheid auf einen Blick: Eingetragen ins Wählerverzeichnis von Remscheid waren rund 88.442 Wahlberechtigte. In insgesamt 57 Urnenwahllokalen und zehn Briefwahllokalen konnte die Stimme abgegeben werden. In den Wahllokalen waren rund 400 Bürgerinnen und Bürger als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer tätig, hinter den Kulissen etwa 50 städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rund 8.700 Remscheider/innen wählten per Brief, 5.000 Wahlberechtigte waren als Erstwähler/innen mit Vollendung des 16. Lebensjahres zur Kommunalwahl wahlberechtigt. 30.735 Remscheiderinnen und Remscheider waren dazu berechtigt, den Seniorenbeirat zu wählen. Die Wahlbeteiligung bei der Remscheider Kommunalwahl 2004 lag insgesamt bei 47,8 %. Wahlleiter Dr. Christian Henkelmann hatte eine fünfzigprozentige Wahlbeteiligung vorhergesagt; es blieb jedoch bei 47,4 Prozent. 

 
 

Blau: Nicht gewählte Kandidaten

CDU
Friese, Kurt Peter (Bliedinghausen)
Gebhardt, Ottmar (Rath/Holz) 
Haarhaus, Peter Otto (Kranen/Westen) 
Hein, Monika (Holscheidsberg/Haddenb.)
Humpert, Karl Heinz (Reinshagen)
Jüttner, Thea 
(Hackenberg)
Kaltwasser, Kai (Zentrum-Lennep) 
Kemper-Heibutzki, Gabriele (Jägerwald/Diepmannsb.) 
Kleuser, Julian  
Kötter, Markus  
Kreimendahl, Tanja (Hasenberg)
Lüttenberg, Tobias  
Mandt, Klaus  
Pütz, Susanne  
Quinting, Bernd (Hasten)
Rehbein, Hans H.  
Rohrweck, Heinz-Dieter (Trecknase/B. Born)
Rohrweck, Herta (Christhausen)
Rühl, Elke  
Schabla, Uwe  
Schmitz, Alexa
Schmitz, Norbert (Vieringhausen) 
Schwick, Manfred  
Siegfried, Jochen
Stippekohl, Norbert  
Stippekohl, Rosemarie (Stadtpark) 
Veit, Philipp (Lüttringhs.-Zentrum) 
Wilke, Hans-Herbert  
(Rosenhügel/Ehringhs.)

Rot: Direkt in den Rat gewählt

SPD
Ankay-Nachtwein, Erden
Apmann, Volker (Zentralpunkt/Struck) 
Brink, Martin  
Costanzo, Luigi (Klausen-West)
Czylwik, Ursula
Edelhoff, York (RS-Zentrum)
Grunwald, Klaus  
Heuser, Jürgen  
Horn, Norbert  
Kase, Thomas (Bökerh./Wüstenhagen)
Korff, Elfriede (Hohenhagen) 
Krebs, Karen  
Krebs, Lothar
Kunze-Sill, Ilona
Leitzbach, Gabriele (Kremenholl)
Mähler, Arndt  
Mähler, Otto  (Steinberg)
Meinecke, Hans Peter  
Röntgen, Hans-Jörg  
Schad, Axel  (Altstadt/Honsberg)
Sill, Lothar  
Stein-Hausmann, Christiane
Tamm, Karl Wilhelm  
Uibel, Peter-Edmund (Scheid)
Wilding, Beate
Wagner, Stefan  
Wolf, Ernst Peter  
Wolf, Sven

Grün: In den Rat über die Reserveliste 

Grüne
Atzara, Mario
Bender, Günter
Busch, Marina
Ceyhan, Ibrahim
Ellenbeck, Alexandra
Götz, Illona
Götz, Michael
Grund, Petra C.
Guenther, Hilary
Jasper, Stephan
Jochimsen, Lars
Kempf, Barbara
Kolonko, Kai
Lellek, Klaus
Martz, Bibiana
Martz, Dierk
Rosebrock, Christoph
Ruthenberg, Bernhard
Scheibeler, Florian
Schichel, Anja
Schichel, David
Schichel, Silvia
Schlieper, Beatrice
Schlieper, Lisa
Sellner, Harald
Velte, Jutta
vom Scheidt, Frank


FDP
Becker, Benjamin
Brähler, Jörg-Michael
Braune, Hans-Joachim
Buchholz, Hans
Clever, Torben
Dorfmüller, Michael
Durach, Ursula 
Frieg, Matthias 
Frieg-Bornkamm, Ursula 
Frielingsdorf, Regine
Garweg, Michael
Halbach, Margot 
Harnischmacher, Peter
Hennrich, Käte
Ibach, Anne
Kirchhoff, Uwe
Kleinbongartz, Michael 
Klingsch, Gerrit
Kootz, Klaus 
Lüttinger, Wolf
Maur, Rainer
Meier, Matthias
Mentrop, Gernot 
Müller, Kurt-Wilhelm
Murat, Nihat 
Recknagel, Peter
Schiffer, Hans Lothar 
Schlächter, Dorothea
Schlächter, Herbert
Schmoeckel, Eckhart
von Dreusche, Andrea
von Dreusche, Markus 
Wallutat, Philipp 
Wiedenhoff, Klaus-Dieter 
Wilk, Christian
Winterhager, Dagmar 

W.i.R.
Bodenstedt, Waltraud 
Brebeck, Jill 
Gunther Brockmann

Brützel, Thomas 
Dahl, Sascha 
Droste, Claudia 
Droste, Denise 
Eichner, Alexander
Ernst, Alexander 
Freytag, Hartwig
Garweg, Ina 
Gerhardts, Martin
Göbert, Hans Gerd
Gühne, Wieland 
Hecker, Ursula Maria 
Kirchner, Iris
Kirchner, Roland 
Kowakowski, Klaus 
Kretschmer, Reinhold 
Nusch, Walter Roland 
Schneider, Frank
Schulte, Oliver 
Störmer, Bernd 
Strobel, Harald 
Tillmanns, Luisella
Tillmanns, Volker
Voss, Arno 







DIE LINKE
Behrend, Axel 
Beinersdorf, Fritz
Bluhm, Wolfgang 
Bodemer, Detlev-Holger 
Ehring, Paul H. Wolfgang 
Faeskorn, Werner 
Friedrich, Detlef 
Görtzen, Marian 
Hilbert, Frank Dirk 
Hilbert, Petra 
Koball, Jürgen
Kreuscher, Günter 
Küster, Klaus 
Meyer, Gottfried 
Müller, Barbara 
Müller, Dajana 
Müller, Jürgen 
Neff–Wetzel, Brigitte 
Pütz, Elmar
Sahin, Derya 
Salmen-Irmsch, Antja 
Schwandt, Thorsten
Sos, Nicole
Valitutto, Luigi 
Wetzel, Klaus 
Wolf, Gerald 
Detlev-Holger Bodemer

Einzelkandidaten
Kaschubiak, Heinz-Peter
Lux, Roland




Kreishandwerksmeister wünscht weitere Ausbildungsplätze

Die jahresbesten Handwerksgesellen und -gesellinnen 2009. Foto: Lothar Kaiser

Die Aufforderung von Kreishandwerksmeister Armin Hoppmann und Kreislehrlingswart Rüdiger Schneider an die mehr als 140 Junghandwerkerinnen und Junghandwerker, die nach bestandener Prüfung heute im Teo Otto Theater ihre Gesellenbriefe erhielten, war nicht zu überhören: „Gehen Sie den eingeschlagenen Weg weiter. Das Handwerk war und ist immer ein starkes Stück Zukunft - nutzen Sie die Vielfältigkeit der Fort- und Weiterbildung. Gehen Sie den Weg in Richtung Meisterprüfung. Haben Sie den Mut zur Selbstständigkeit. In den nächsten Jahren eröffnen sich für Sie enorme Chancen, da zahlreiche Remscheider Handwerksbetriebe Nachfolger suchen. Machen Sie die Meisterprüfung, übernehmen Sie einen guten, alteingesessenen Handwerksbetrieb und gestalten Sie so positiv Ihre Zukunft.“

Oberbürgermeisterin Beate Wilding griff dies in ihrem Grußwort auf: „Ich freue mich, dass Ihr Jahrgang so gut abgeschnitten hat. Mit einer Berufsausbildung haben Sie die Grundlage gelegt für ihr weiteres Leben, haben Fachwissen und Kernkompetenzen erworben. Um künftigen Anforderungen gerecht werden zu können, ist jedoch lebenslanges Lernen erforderlich!“ Musikalisch zielten Tesiree Kaitesi und Dirk Trümmelmeyer am Schluss der gelungenen Lehrabschlußfeier in die gleiche Richtung: „Simply The Best!“

Eine Lossprechungsfeier mit ausgesprochen fetzigem musikalischen Rahmen: Viel Beifall für Tesiree Kaitesi und Dirk Trümmelmeier. Foto: Lothar Kaiser

Damit waren insbesondere die Jahresbesten gemeint, die Rüdiger Schneider auf der Bühne auf die Bühne gerufen hatte: „Ich spreche Sie von den Pflichten aus Ihrem Ausbildungsverhältnis fei und erhebe Sie in den Gesellenstand.“ Die Urkunden für Bestleistungen erhielten Zimmerer Stefan Cagnel (19), Zimmerer Robert Klese, Fleischerfachverkäuferin Maria Magdalena D´Ambrosio (20), Fleischerei Nolzen/Weber, Elektroniker Rüdiger Domo (21), Stadt Remscheid, Bäckereifachverkäuferin Sabrina Fastenrath (21), Bäckerei Evertzberg, Setinbildhauerin Tanja Gala (31), Steinmetzbetrieb A. Pauly, Friseurin Zelijka Loncaric (26), Salon M. Hembach,  Friseurin Barba a Röhm (22), Salon Dana Prabel, Tischler Martin Schermer (25), Tischlerei Michael Runkel, Anlagenmechaniker Sven Christian Sommer (24), Fa. Luckhaus, und Kfz-Mechatroniker Jahn Wittkamp (24), Autohaus Scheider. Rüdiger Schneider: „Wer glaubt, Bildung dei teuer, weiß nicht, wie viel Dummheit kostet. Wer glaubt, Bildung sei zu teuer, der möge es mit Dummheit versuchen. Dem Handwerk war Bildung noch nie zu teuer!“

Die Kreishandwerkerschaft Remscheid bilden die zwölf Innungen Bau, Dachdecker, Metall- und Graviertechnik, Friseur, Nahrungsmittel (Bäcker / Fleischer / Konditoren), Gebäudereiniger, Kraftfahrzeuge, Elektrotechnik, Sanitär- und Heizungstechnik, Maler- und Lackierer (mit Fachgruppe Raumausstatter-Handwerk), Steinmetze und Steinbildhauer sowie die Tischler. Das Remscheider Handwerk umfasst insgesamt ca. 800 Vollhandwerksbetriebe, 180 zulassungsfreien Handwerksbetriebe und 170 handwerksähnlichen Betriebe. Darauf machte in seiner Begrüßungsrede Kreishandwerksmeister Armin Hoppmann aufmerksam: „In diesen Betrieben sind ca. 7.000 Frauen und Männer beschäftigt. Somit ist jeder fünfte sozialversicherungspflichtige Arbeitsplatz in Remscheid im Handwerk angesiedelt. Mit rund 700 Lehrlingen in den drei Ausbildungsjahren ist das Handwerk in Remscheid zudem auch mit Abstand der größte Ausbilder in der Region.“

Der Dank der Oberbürgermeisterin galt „allen Betrieben, die ausbilden bzw. weitere Ausbildungsstellen eingerichtet haben.“ Sie verwies auf das Konjunkturpaket II, das in diesen Tagen - nach vorbereitenden Planungsarbeiten von Architektenbüros – zu zahlreichen Aufträgen an heimische Handwerksbetriebe führe. Dies sichere dort Arbeitsplätze, freute sich Beate Wilding.

Hoppmann war zuvor auf die „schwierige wirtschaftliche und konjunkturelle Situation“ eingegangen, in der sich viele Betriebe des Handwerks befänden, bedingt durch die gegenwärtige gesamtwirtschaftliche Krise: „Abstürze an der Börse, Banken- und Finanzkrise, Insolvenzen und steigende Staatsverschuldung – viele Menschen schauen mit Sorge in die Zukunft. Von Zuversicht kann auch in vielen Betrieben des Handwerks keine Rede sein - dünne Auftragsbücher zeugen davon, auch wenn schon wieder ‚Licht am Ende des Tunnels’ zu sehen ist. Vielleicht wird es ja schneller besser als manche Experten, die wohl nicht immer ihr Handwerk verstehen, prognostizieren.“ Nur Unternehmer mit Bodenhaftung, die über Gemeinsinn und Verantwortungsgefühl verfügten und die Verantwortung für eigenes Handeln übernähmen, seien in der Lage, das Vertrauen in die Wirtschaft wieder zu stärken und den „Karren aus dem Dreck“ zu ziehen. In diesem Sinne sei die Krise auch eine große Chance für das Handwerk. Hoppmann weiter:

„Trotz der schwierigen Situation kommt das Handwerk weiterhin seiner Verpflichtung nach und stellt Ausbildungsplätze in nicht unerheblichem Umfang zur Verfügung. Mit Stichtag heute verzeichnet das Remscheider Handwerk insgesamt 184 neue Ausbildungsverhältnisse. Dies ist ein Zuwachs von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei schon die Zahlen des Vorjahres ein extrem hohes Niveau hatten. Ich rufe trotzdem an dieser Stelle die zahlreichen Handwerksbetriebe, die noch nicht ausbilden, auf betrieblich zu prüfen, ob nicht weitere Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden können. Ausbildung ist eine der besten Investitionen in eine gute Zukunft – in eine gute Zukunft für die Betriebe mit erstklassigem Personal und eine gute Zukunft für die jungen Menschen in Berufen, die schon immer ein starkes Stück Zukunft waren und sind.

Kreishandwerksmeister Armin Hoppmann. Foto: Lothar Kaiser

Allerdings, und dies muss gesagt werden, können wir im Handwerk nur jungen Menschen eine Chance geben, die auch ausbildungsfähig sind. Die schulische Qualifikation muss ebenso vorhanden sein, wie auch eine entsprechende Sozialkompetenz. Die Forderung des Handwerks, wie auch der übrigen Wirtschaft, dass eine angemessene schulische Qualifikation in den Fächern Deutsch und Mathematik vorhanden sein muss und auch mit den übrigen Fächer ein breit angelegtes Allgemeinwissen bewiesen werden muss, ist weder unsittlich noch unangemessen, sondern ganz im Interesse der jungen Menschen, die ein Recht auf eine gute Schulausbildung haben. Die weitergehende Forderung des Handwerks nach Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Höflichkeit und Einsatzbereitschaft ist nichts Verwerfliches, sondern muss für junge Menschen eine Selbstverständlichkeit sein.“

Hauptrednerin auf der Lehrabschlussfeier war die nordrhein-westfälische Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter. Und auch Sie warb für Weiterbildung: „Eine gute Berufsausbildung muss nicht beim Gesellenbrief enden. Viele von Ihnen wollen bestimmt weiter vorangehen - weiter zur Meisterprüfung, mitunter auch weiter zu einem Studium oder zur unternehmerischen Selbstständigkeit. Dafür benötigen Sie Leidenschaft, Leistungswillen und Bereitschaft zum Wettbewerb - alles das haben Sie schon bewiesen, sonst säßen Sie heute nicht hier. Ich möchte Sie deshalb herzlich ermutigen, Ihren Weg fortzusetzen.“

Die Justizministerin nutzte die Gelegenheit, um auf andere junge Menschen aufmerksam zu machen, deren weiterer Lebensweg mit vielen Fragezeichen verbunden ist – auf die rund 1.500 straffällig Jugendliche oder Heranwachsende, die derzeit in den nordrhein-westfälischen Strafvollzugsanstalten inhaftiert sind. „Dabei handelt sich oftmals um Jugendliche, denen Erfolgserlebnisse - so wie Sie sie heute feiern - versagt blieben, die in ihrem heimischen Umfeld vernachlässigt worden sind und deshalb schon so manche Enttäuschung in ihrem jungen Leben hinter sich gebracht haben. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir auch diese jungen Menschen nicht fallen lassen und aufgeben dürfen!“

Deshalb habe die Landesregierung zusammen mit dem Westdeutschen Handwerkskammertag und dem Deutschen Fußballbund ein Resozialisierungsprojekt unter dem Leitsatz "Anstoß für ein neues Leben" gestartet: „Wir haben in unseren Jugendvollzugsanstalten Fußballmannschaften mit ausbildungsfähigen und ausbildungswilligen jungen Strafgefangenen zusammengestellt. Jede dieser Mannschaften wird über die Sepp-Herberger-Stiftung regelmäßig trainiert und der Besuch von prominenten Sportlern ist für sie Ansporn und Anerkennung. Das zweite und entscheidende Standbein dieses Projekts ist unsere Kooperation mit den Handwerkskammern und Handwerksbetrieben. Es ist der berufliche Alltag, der den Menschen prägt. Diese Chance wollen wir auch für straffällig gewordene Jugendliche nutzen. In kleinen Betrieben bestehen soziale Einheiten, die unterstützen und korrigieren, die verloren gegangenen Halt bieten können. Das Handwerk kann über Beschäftigung und Ausbildung einen maßgeblichen Beitrag zur Reintegration leisten.“

Fred Schulz, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Remscheid, sagte der Ministerin Gespräche zu, die klären sollen, wie sich örtliche Betriebe an diesem Projekt beteiligen können.

Ein letzter Überblick vor der Kommunalwahl am Sonntag


Die Wahlprogramme der fünf Parteien und der Wählergemeinschaft sowie die jeweiligen Kandidaten und Kandidatinnen:

 CDU     SPD   FDP   Grüne  W.i.R.  LINKE
 Porträts Porträts  Porträts  Porträts  Porträts  Porträts
Signet: Waterbölles

Die Ratskandidaten nach Wahlbezirken
Die Ratskandidaten in alphabetischer Reihenfolge
Die Ehepaare und Verwandten unter den Ratskandidaten

Mit normalem Menschenverstand gegen Sprechblasen

Waterbölles-Kommentar

Sollten Sie eine eigene Homepage mit Links auf andere haben, können Sie dieses Banner gerne verwenden.

Für Remscheid eine Wahlprognose abgeben? Ohne repräsentative Umfrage ein Unding. Und die gibt es leider nicht. So kann nur darüber spekuliert werden, was die Wahlentscheidungen der Bürgerinnen und Bürger mehr beeinflussen wird und was weniger. Wie steht es mit den Querelen innerhalb der CDU? Vergessen? Werden die Umstrukturierungen innerhalb der Verwaltung Oberbürgermeisterin Wilding gutgeschrieben, oder sind sie in der Bevölkerung kaum aufgefallen? Und wie steht es mit den Sparbemühungen der Politik? „Heilige Kühe“ wurden bislang nicht geschlachtet. Böses Erwachen erst nach der Wahl?

Unklar auch, in welchem Maße sich die Bundespolitik auf das kommunale Wahlergebnis auswirken wird. Je mehr, desto besser für die CDU und desto schlechter für die SPD. Das dürfte klar sein. Bezogen auf die Landespolitik sieht das schon anders aus. Denn dass viele Entscheidungen des Landes die finanziellen Probleme in den Kommunen erhöht haben, dürfte auch Otto Normalbürger aufgefallen sein. Eine kommunale Finanzreform zur Entlastung der Städte wie Remscheid, in denen nur noch der Mangel verwaltet werden darf („Nothaushalt“)? Fehlanzeige.

Oder sind es gar nicht einzelne Sachthemen, die die Wählerinnen und Wähler abwägen, bevor sie ihre Wahlentscheidung treffen? Wird nach Tradition gehandelt („Hier habe ich immer schon mein Kreuzchen gemacht“), nach Bauchgefühl oder nach Sympathie oder Antipathie für die Kandidatinnen und Kandidaten? Denkbar auch, dass bei der Oberbürgermeisterwahl die Person wichtiger ist als die Partei.

Bei der zurückliegenden OB-Wahl schickten CDU, SPD und Grüne Kandidaten ins Rennen. Beate Wilding gewann knapp gegen Amtsinhaber Fred Schulz. Wohl auch deshalb, weil viele Anhänger der Grünen sich in der Stichwahl für Wilding entschieden. Diesmal unterstützten die Grünen die Oberbürgermeisterin von vornherein. Keine schlechte Ausgangsposition für Beate Wilding, zumal die Entscheidung diesmal gleich im ersten Wahlgang fällt. Mitbewerber Jochen Siegfried hätte es sicherlich lieber gesehen, wenn sich die FDP eindeutig für ihn ausgesprochen und die W.i.R. nicht mit Gunther Brockmann einen eigenen „bürgerlichen“ Kandidaten aufgestellt hätte. Der dritte Kandidat wird ihn Stimmen kosten.

Auffällig, wie siegessicher sich in den vergangenen Tagen ungeachtet dieser Ausgangslage der CDU-Kandidat und seine Parteifreunde gaben. Pfeifen im Walde? Oder die in Gesprächen mit Bürgern gewonnene Hoffnung, der in Remscheid bislang wenig bekannte Kandidat Siegfried könne die Amtsinhaberin Wilding am 30. August tatsächlich aus dem Amt drängen?

Mit Visionen glänzte in diesem Kommunalwahlkampf niemand. Dafür blähten sich leider allzu oft Sprechblasen auf. Man musste kein Intellektueller sein, um sie zum Platzen zu bringen. Da reichte der normale Menschenverstand.

Beim Nachbarschaftsfest 'Otto trifft Willi' trifft Alt auf Jung

Bei 'Otto trffti Willi' trifft Alt auf Jung. Foto: Lothar Kaiser

Fröhliche Kinderspiele vor Publikum in Rollstühlen: Alt auf Jung traf sich heute Nachmittag beim Naschbarschaftsfest "Otto trifft Willi" auf dem Außengelände des Altenheims "Willi-Hartkopf-Haus" der Arbeiterwohlfahrt und der benachbarten Interkulturellen Kindertagesstätte "Otto-Pfeiffer-Haus" des Fördervereins für Interkulturelle Erziehung e.V. (IKE). Deren Vorsitzende Erden Ankay-Nachtwein und Arndt Bader, Leiter des Seniorenzentrums und aus aktuellem Anlass auch Moderator, konnten zu dem Fest bei angenehmem Sommerwetter Oberbürgermeisterin Beate Wilding und Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz begrüßen sowie zahlreiche Mitglieder des Stadtrates und der Bezirkdvertretung Süd. Dies war lag sicherlich auch am Termin der Kommunalwahl (kommender Sonntag); da wollten sich die Kandidatinnen und Kandidaten noch einmal bei den Seniorinnen und Senioren in Erinnerung bringen.

Probleme mit Skatern, Zechern und Mountainbikern

Verdorrter Rollrasen am Pirnaplatz. Für den auswärtigen Landschaftsgärtner ist neuer Rasen billiger als Gießen. Foto: Lothar KaiserGroßer Andrang beim Remscheider Bahnhofsfest“, titelte der Waterbölles am 20. Juni. So viele Menschen gleichzeitig waren seitdem auf dem neu gestalteten Bahnhofsgelände nicht mehr zu sehen. Aber gut angenommen wird die neue Fußgängerverbindung zwischen Pirnaplatz in der Südstadt und Freiheitstraße allemal. Und manche Zeitgenossen halten sich dort sogar  länger auf, als den Anwohnern lieb ist. In der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid schilderte am Mittwoch Hannelore Hannes die Situation so: „Die Skater befahren den Bahnhofsvorplatz jetzt, im Sommer, bis gegen Mitternacht. Andere machen dort mit einem großen Kofferadio Party bis morgens um 4.“ Das Geld für Bier und Schnaps ist dann augenscheinlich vorhanden, nicht aber der halbe Euro für die öffentliche Toilette. Die Anwohnerin beklagte sich darüber in der Sitzung: „Die Bewohner des Hauses Freiheitstraße riechen und sehen das morgens im Hauseingang!“

Ordnungsamt und Polizei hätten das Problem bereits erkannt und gingen am Bahnhof häufiger Streife, sagte Stadtkämmerin Bärbel Schütte. Ob dies das Problem lösen wird, bleibt abzuwarten. Andere Probleme müssen andere lösen. Beispielsweise die Remscheider Entsorgungsbetriebe (REB). Sie sind für Abfallkörbe zuständig, auch für die auf dem Pirnaplatz. Als der vergangenen Sonntag eingeweiht wurde, quollen die Abfallbehälter über. Kein Renommee für die Stadt. Deshalb griff Christel Brune (SPD) dies am Dienstag im Bauausschuss auf – und machte ferner auf Montainbiker aufmerksam, die bereits die Böschung zur Prešover Straße (vorm. Ladestraße) beschädigt hätten. Hier fehle eine Absperrung.

Bild links: Den Skatern hält kein Stein stand. Bild rechts: Inzwischen wurde der Biergarten etwas zurückgebaut, damit der 'Blindenstreifen' benutzt werden kann. Fotos: Lothar KaiserWomit wir wieder bei den Skatern wären. Denen haben es kleine Betonmauern angetan. Das weiß jeder, der schon einmal über den Rathausplatz gegangen ist. Derartige Mauern gibt es auf dem Bahnhofsvorplatz und auf dem Pirnaplatz ebenfalls. Und allesamt sind sie inzwischen beschädigt, so dass die Kanten mit Metallbändern verkleidet werden müssen. An einer Stelle am Pirnaplatz fehlt inzwischen ein ganzes Stück Stein, monierte im Bauausschuss Hans Herbert Wilke (CDU). Der gelbe Asphalt des Platzes bewähre sich offenbar nicht, kritisierte er ferner. Reifenspuren und Ölflecke seien unübersehbar.

In den neuen Bürgersteig am Pirnaplatz wurde ein Streifen mit Spurrillen eingelassen speziell für Sehbehinderte. Sie können sich so mit ihrem Stock den Weg vom  Brücken-Center zur Bushaltestelle an der Unterführung ertasten. Was aber nützt dieser Service, wenn die Blumenkästen des kleinen Biergartens, den ein Gastwirt auf dem Bürgersteig eingerichtet hat, ganz oder teilweise auf diesem „Blindenstreifen“ stehen? Die Kommunalpolitiker forderten die Verwaltung auf, hier für Ordnung zu sorgen.

Und noch eine Forderung wurde im Bauausschuss laut: Der Landschaftsgärtner, der die Grünanlagen am Pirnaplatz und den Rollrasen an der Böschung angelegt habe, möge für die nötige Bewässerung sorgen. In der Tat: Der Rollrasen ist an einigen Stellen bereits verdorrt, gelb und nicht mehr zu retten. Die Stadt habe den Auftrag an den preisgünstigsten Anbieter vergeben müssen, erklärte Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein die Situation. Und der komme von auswärts. Da sei es für ihn billiger, vertrocknete Pflanzen einmal auszutauschen als regelmäßig zum Gießen nach Remscheid zu fahren. Auch einige Bäumchen an der Prešover Straße haben deshalb die heißen Sommertage nicht überdauert.