Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

So deutlich wurden der Stadt noch nie die Leviten gelesen

Per E-Mail hat Stadtkämmerin Bärbel Schütte heute ihre Etatrede verschickt. Mit einem knappen Einzeiler vorweg („Sehr geehrte Damen und Herren, im Nachgang zur Ratsitzung vom 12.11.2009, in der der Haushalt 2010 eingebracht wurde, übersende ich Ihnen die Haushaltsrede“), der offen läßt, ob die Rede mit oder ohne die Zustimmung der Oberbürgermeisterin verschickt wurde. Und einem Vorwort: "Diese Rede wollte ich am 12.11.2009 zur Einbringung des Haushaltes 2010 halten. Es kam anders, drei Treppenstufen ohne Geländer und etwas Hektik setzen mich außer Verfassung, ein- bis eineinhalb Stunden am Rednerpult zu stehen. Bei tagesaktuellen Dingen habe ich daher zur besseren Verständlichkeit im Text das Datum ergänzt.“ Nachfolgend die Rede im Wortlaut, die Oberbürgermeisterin Beate Wilding in der jüngsten Hauptausschuss-Sitzung noch für obsolet gehalten hatte. Wenn man die Rede gelesen hat, wird manches klarer. Die in der Rede enthaltenen Grafiken und die Länge des Textes erforderten es, die WORD-Datei in das pfd-Format zu konvertieren. Den ADOBE-Reader für das pfd-Format bekommen Sie als Freeware im Internet.

Hier die äußerst bemerkenswerte Rede von Stadtkämmerin Bärbel Schütte.

Politisches Adventsgedicht: „En schöne Beschierenk“

Von Hans Gerd Göbert

Der  daag, der duerden nit mier janz su  lang, do trock ömm´t eck en aulen Mann.
Der  drueg en Sack op sinnem Röcken, suh schwoor, man deit, he där sich böcken.
He haar do völl  Klamotten drenn, on wuel domett no Blagen henn.
He koom vörrbie, om de famellijen tu bejlücken, met allerhank Geschenkestöecken.

Handies, Ei-Potts, DVDS on all sunn kröm,  schleppden he em  Kierspel röm.
Äppel, Bieren, Nüete, Allerlei, nee, dat hatt der hielije Mann nit mier dobei.
Die haar he nit op singem langen wech verloren, sujett schenkten ma vor foffzig  Jooren.
Denn hütt, do es dat alles angersch, hütt brengt he Hei-Teck,  selws no´m Anger.

Sess Büeker haar he noch dobie, die weckden  schier sing Fantasie.
Die joow et, wat woor dat en Freud, för jiede enzelne Partei.
En emmer angere Farwen injepackt,  so wirkten se nit janz su nackt.
Ongen hengen Ruten draan, wat jieder sech wall denken kann.

He haar die Büeker nit selwer gemackt, die worden völl früher em Hemmel förr en jepackt.
He worden su neuschierig, kuen nit so lang waaren, wuel wieten, wat et för Büeker wooren.  Die Ruten bisitt,  wech met dem Papier, wöffer es sinn, wat hant wer dann hier?
Op allen Büekern der  knatschselwe Titel.  Klassenbuek stong bie allen drop op der Mette.

Artikel vollständig lesen

Aufpassen, damit aus Gestalten nicht Geheimhalten wird!

Waterbölles-Kommentar

Sollten Sie eine eigene Homepage mit Links auf andere haben, können Sie dieses Banner gerne verwenden.

Am 12. November, als Bärbel Schütte im Stadtrat ihre Haushaltsrede nicht hielt und die Oberbürgermeisterin dies damit begründete, die Stadtkämmerin sei kurz zuvor auf einer Rathaustreppe gestürzt, wunderte sich der Waterbölles: „Warum wurde die Rede nicht schriftlich verteilt oder von einem der beiden Kollegen aus dem Verwaltungsvorstand stellvertretend vorgelesen?“ und vermisste  ein „erklärendes Wort von Seiten der Verwaltung“.

Danach hieß es, Bärbel Schütte sei wegen ihrer beim Sturz erlittenen Prellungen zwei Wochen krankgeschrieben. Zur jüngsten Sitzung des Hauptausschusses war folglich allgemein mit ihrem Erscheinen gerechnet worden. Doch sie kam nicht. Zu Recht mahnen CDU und W.i.R. die Etatrede an. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Siegfried im Hauptausschuss: „Um uns herum legen alle Städte eigene Sparprogramme vor. Nur in Remscheid passiert nichts.“ Da klingt die magere OB-Stellungnahme, wie sie die Bergische Morgenpost festgehalten hat, fast schon patzig: Alle nötigen Informationen seien dem Vorwort zum Haushaltsplan 2010 zu entnehmen. Die BM weiter: „Wilding mauert!“

Übergang zur Tagesordnung? Nein! Damit würde die Lokalpresse ihrer Wächterfunktion nicht gerecht. Weil zutrifft, was die W.i.R. in ihrem Offenen Brief an Bärbel Schütte feststellte („Das derzeitige Informationsvakuum lässt viel Raum für Spekulationen und Mutmaßungen“), haben die Bürger „ein Recht zu erfahren, wie und wohin die gerade erst für sechs weitere Jahre ins Amt gewählte OB die Stadt in der sich zuspitzenden Haushaltskrise führen will“ (BM-Redakteur Henning Röser in einem Kommentar).

Glaubt Beate Wilding, den Remscheidern die ungeschminkte Wahrheit nicht zumuten zu können? RGA-Redakteur Axel Richter vermutet anderes: Die Rede der Kämmerin werde wohl nicht in allen Punkten konform gehen mit den Ansichten der ihr vorgesetzten Oberbürgermeisterin. Ein Maulkorberlass für die Stadtkämmerin aufgrund von Meinungsverschiedenheiten?! Daran glaubt auch die W.i.R. Schütte habe in ihrer Rede „einige Wahrheiten ansprechen wollen, welche einem Teil der Politik und der Verwaltungsspitze nicht in das Wohlfühlprogramm passten.“ Ein Wohlfühlprogramm, das einen Maulkorberlass für die Kämmerin rechtfertigt?! In einer Demokratie?!

„Mit ihrem Schweigen tut Beate Wilding sich, ihrer Kämmerin Bärbel Schütte und der Stadt keinen Gefallen“, konstatiert Henning Röser. Das muss ergänzt werden: Auch die so genannte „Gestaltungsmehrheit“ von SPD, FDP und Grünen, die in den nächsten fünf Jahren gemeinsam mit der OB die Geschicke der Stadt lenken will, tut sich damit keinen Gefallen. Auffällig – um nicht zu sagen verdächtig – das Schweigen dieser „Gestalter“. Wenn sie so weitermachen, könnten sie nicht als Gestaltungs-, sondern als Geheimhaltungs- oder Vernebelungs-Mehrheit in die in puncto Kommunalpolitik ohnehin nicht gerade glanzvolle jüngere Geschichte der Stadt eingehen. Aber wer glaubt,  Gerüchte und Spekulationen aussitzen zu können, statt den Wählerinnen und Wählern reinen Wein einzuschenken, schert sich wahrscheinlich auch keinen Deut um den weiteren Niedergang der politischen Kultur (den nächsten Rückgang der Wahlbeteiligung eingeschlossen).

Wo ist eigentlich die intellektuelle Elite in Remscheid, die dagegen protestiert? Oder haben die Remscheider einfach nur die Verwaltungsspitze und die Politik, die sie verdienen?

Solveig Pick und Berkan Tensi führen die Grüne Jugend

Pressemitteilung der Grünen

 Die Grüne Jugend Remscheid hat in ihrer gestrigen Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Solveig Pick (19) und Berkan Tensi (16) bilden das neue Führungsduo, daneben wurden Katja Schumann (17), Ozan Yildirim (18) und Muharrem Yigit (17) in den Vorstand gewählt. Berkan Tensi kündigte an, dass sich die Grüne Jugend auch künftig kritisch mit aktuellen politischen Themen befassen werde. „Dabei werden wir auch die neue Gestaltungsmehrheit im Remscheider Rat nicht aussparen“, so Tensi. „Meine Kernthemen werden Bildung und Integration sein. Diese möchte ich auch in den kommenden Landtagswahlkampf hineintragen.“ Darüber hinaus soll auch die Zusammenarbeit mit den Landes- und Bundesverbänden der Grünen Jugend intensiviert werden. „Wir werden uns stärker überregional engagieren und einmischen“, versprach Solveig Pick. An Themen mangele es nicht. „Bildungspolitik, Klimawandel oder Tierschutz sind klassische grüne Themen, die auch in Remscheid hoch aktuell sind“, so Pick weiter. Der bisherige Vorstand um Sprecherin Alexandra Ellenbeck und Sprecher David Schichel trat nicht mehr zur Wahl an. „Wir haben uns aus verschiedenen Gründen für einen vollständigen Generationswechsel entschieden“, erklärte Ellenbeck. Nicht ohne Stolz resümierte David Schichel die Aufbauarbeit der letzten drei Jahre. „Ich freue mich sehr, dass wir es geschafft haben eine funktionierende Jugendorganisation zu hinterlassen, die nun von fünf jungen und motivierten Gesichtern weitergeführt wird.“

Gedanken zum Volkstrauertag: Kinderarbeit für Grabsteine

Pressemitteilung der CDU

November. Allerheiligen, Allerseelen. Totensonntag, Volkstrauertag: In diesem Monat gedenken wir der Verstorbenen. Auch in Remscheid besuchen viele Menschen die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen. „Der Monat November bietet Anlass, auch über die Produktionsbedingungen von Grabsteinen nachzudenken.“ Darauf weist Lutz E. Faßbender, Vorsitzender der CDA in Remscheid, hin. „Denn viele Menschen wissen nicht: Ein Großteil des in Deutschland verwendeten Natursteins stammt aus Indien.“ Und in den dortigen Steinbrüchen herrschen miserable Arbeitsbedingungen. Arbeits- und Gesundheitsschutz seien fehl am Platz. Und vielfach müssten Kinder schwere Arbeiten verrichten. Diese Kinder hätten nur eine geringe Lebenserwartung. „Damit an Grabsteinen auf deutschen Gräbern kein Blut indischer Kinder klebt, appellieren wir an alle, Grabsteine sorgfältig auszuwählen“, so Lutz E. Faßbender. „Denn man könne auch Natursteine mit bestimmten Siegeln kaufen. Steine, die das „Xertifix“-Siegel trügen, stammten garantiert nicht aus ausbeuterischer Kinderarbeit“ erläutert der Kreisvorsitzende der CDU-Sozialausschüsse.

Auch im nächsten Jahr: „Viel loss em Dorp“

Pressemitteilung des Heimatbundes Lüttringhausen

133 Positionen umfasst der Lüttringhauser Veranstaltungskalender für 2010 , er ist damit ein überzeugender Beweis dafür, dass Lüttringhausen auch im kommenden Jahr auf allen Gebieten des gesellschaftlichen, kulturellen, kirchlichen und sportlichen Lebens allerhand zu bieten hat. Und dabei kann dieser Veranstaltungskalender noch nicht einmal einen Anspruch auf absolute Vollständigkeit erheben. In der Koordinierung der Veranstaltungstermine und deren Publizierung ist Lüttringhausen seit vielen Jahren beispielhaft. Auf Einladung des Heimatbundes Lüttringhausen treffen sich immer Ende Oktober / Anfang November die Vertreter Lüttringhauser Vereine und zahlreicher weiterer Institutionen, um gemeinsam die Terminplanungen für das kommende Jahr zu erörtern und abzustimmen. Dadurch gelingt es in den meisten Fällen, ärgerliche Terminüberschneidungen zu vermeiden. Über den vom Heimatbund herausgegebenen „Lüttringhauser Anzeiger“ wird der Veranstaltungskalender zum Jahresende komplett veröffentlicht und in der Folge zusätzlich – falls erforderlich aktualisiert – monatsweise erneut bekannt gegeben. Auch im Internet unter www.luettringhauser-anzeiger.de wird die Lüttringhauser Jahresplanung veröffentlicht und ständig aktualisiert. Über den Veranstaltungskalender ist schließlich jeder in der Lage, seine private Termin- und Jahresplanung frühzeitig zu organisieren.

Brüder Mannesmann mit Zuwachs bei Umsatz und Ertrag

Pressemitteilung der Brüder Mannesmann AG

Der international agierende Remscheider Handels­konzern konnte in den beiden operativen Sparten Werkzeughandel und Armaturenhandel erstmals seit mehreren Quartalen wieder Wachstum verzeichnen. Beide Sparten des Konzerns konnten ihre Umsätze steigern, so dass der Konzern­umsatz im dritten Quartal 2009 mit 16,4 Mio. EUR um rund 2,8 Mio. EUR über dem Umsatz des Vorquartals lag. Das entspricht im Vergleich zum zweiten Quartal 2009 einem Zuwachs von gut 20 %.  Per Stichtag 30. September 2009, also bezogen auf alle drei bisherigen Quartale des Gesamtjahres 2009, erreichte der Konzernumsatz konjunkturell bedingt 47,1 Mio. EUR nach 62,5 Mio. EUR im ent­sprechenden Vor­jahres­zeitraum. Das operative Ergebnis (EBIT) per 30. September 2009 erreichte im Konzern fast 1,5 Mio. EUR und konnte im Quartals­vergleich ebefalls deutlich gesteigert werden. Die EBIT-Marge beträgt gut 3,2 % und liegt damit über dem Wert von 2,4 % per Halbjahr 2009.

Artikel vollständig lesen

2.000 Euro Preisgeld für millionenschwere Feige-Sanierung

Die in Insolvenz gegangene Härterei "Hartcrom Feige" an der Edehoffstraße.

Im Rahmen eines Altlastensymposiums in Düsseldorf hat in dieser Woche Umweltminister Eckhard Uhlenberg den „Bodenschutzpreis  Nordrhein-Westfalen 2009“  verliehen. Mit dem 3. Preis ausgezeichnet wurde ein von der Stadt Remscheid eingereichtes Projekt. Es betraf die Sanierung des Geländes des in Konkurs gegangenen Betriebes „Galvanik Hartchrom Feige““ an der Edelhoffstraße. Mit dem Projekt gelang es der Stadt mit öffentlichen Mitteln, eine schwerwiegende Bodenverunreinigung zu beseitigen und Gefahren für das Grundwasser abzuwenden. Die Verwaltung heute in einer Pressemittilung zur Preisverleihung: „Daneben konnte das Fortbestehen einer innerstädtischen Gewerbebrache mit allen negativen Begleiterscheinungen vermieden werden. Hervorzuheben ist dabei, dass im unmittelbaren Anschluss an die Sanierung der Altlast eine Bebauung des Grundstückes mit vier Mehrfamilienhäusern möglich wurde. Beides hat sich günstig auf die unmittelbare Umgebung ausgewirkt. Diese umfangreiche Sanierungsmaßnahme erstreckte sich mit allen vorbereitenden Schritten über den Zeitraum von 1994 bis 2003.“  Der Preis ist  mit 2.000 € dotiert. Er wurde vom Leiter des Fachdienstes Umwelt, Wolfgang Putz, und Dr. Josef Klein-Reesink, Vorstand der HPC Harress Pickel Consult AG, die die Stadt Remscheid bei der Durchführung der Maßnahme unterstützt hat, entgegengenommen.  Die Sanierung des Geländes kostete damals rund 4,3 Millionen Euro. Zitat aus einer Dokumentation des städtischen Umweltamtes:

Die tiefe Baugrube, aus der der kontaminierte Boden geholt werden musste.

Die 0,3 ha große Industrie-/Gewerbebrache befindet sich mit anderen kleineren Gewerbebetrieben inmitten direkter Wohnumgebung in einem eng bebauten Wohnteil im Nordwesten von Remscheid. Von 1954 arbeitete dort ein Galvanikbetrieb mit Vernickelei und Verchromerei, der 1994 in Insolvenz ging. Nach der Insolvenz wurde das Gelände mit einem desolaten Zustand der Betriebseinrichtungen mit stark korrodierten Hochbehältern und Tiefbecken voller Chromsäure verlassen. Eine Grundwasserbeeinträchtigung wurde ebenfalls festgestellt. Daher war die Stadt gezwungen, alle notwenigen Maßnahmen in Ersatzvornahme durchzuführen: Sie kaufte das Grundstück zu einem symbolischen Preis, um es zu sanieren und für neue Wohnbebauung wieder veräußern zu können. Mit dieser Maßnahme sollten das gesamte Wohngebiet und die Umgebung eine Aufwertung erfahren. Eine Gefährdungsabschätzung von 1994 zeigte nicht nur Reste von Schlämmen und Chromsäure in Galvanikbecken, sondern auch hohe Bodenkontaminationen mit LHKW und Cr VI bis in 10 m Tiefe auf. Neben den technischen Schwierigkeiten standen eine Reihe rechtlicher und zeitlicher Probleme an, da die Grundstücke der Nachbarn zum Teil für die Aufstandsflächen der Einhausungen und Verankerungen benötigt wurden. 1996 wurden vorab u. a. 180 m³ Chromsäure aus Galvanikbecken, 106 t kontaminierte Metalle, 11,5 t Stäube und Schlämme und 6 t Betriebsmittel entsorgt. 1998 folgte eine Sanierungsuntersuchung. Zwei Jahre später wurden eine Sanierungsplanung sowie Räumung und Demontage durchgeführt, 2002/2003 erfolgte der Abbruch der Gebäude und der Bodenaustausch. Durch eine Neubebauung mit vier Mehrfamilienwohnhäusern mit insgesamt 29 Wohnungen (geförderter Wohnungsbau) mit Grünbereichen in zentraler Lage wurden nicht nur Gefahren und ein „Schandfleck“ beseitigt, sondern auch eine Aufwertung der unmittelbaren Umgebung erreicht. Zudem konnte durch den Verkauf des sanierten Grundstücks ein Beitrag zur Refinanzierung der städtischen Kosten geleistet werden.

Bei der Bodensanierung fielen insgesamt 20.000 t Bodenaushub (= ca. 2,5 t elementares Chrom VI) sowie 5.900 t Bauschutt an. Von 1999 bis 2001 wurde eine Bodenluftsanierung durchgeführt. 2003 wurden Teilbereiche durch eine Dichtwand und anschließender begrünter Oberflächenabdichtung gesichert. Die Regenwasserfassung erfolgt dort mittels Drainage. Insgesamt fielen Kosten in Höhe von 4,3 Mio. € an, die über den Grundstücksverkauf zum Teil refinanziert werden konnten. Nach Abzug der Fördermittel von AAV und Land lag die Kostenbelastung der Stadt bei rund 0,85 Mio. €.

Die auf der ehemaligen Industriebrache errichteten Wohnhäuser.

Die Öffentlichkeit wurde durch Informationsveranstaltungen, Pressemitteilungen und Anschreiben über den Stand der Maßnahmen informiert. Mit den Eltern in der benachbarten Kindertagesstätte wurden intensive Diskussionen geführt.

Durch eine Neubebauung mit vier Mehrfamilienwohnhäusern mit insgesamt 29 Wohnungen (geförderter Wohnungsbau) mit Grünbereichen in zentraler Lage wurden nicht nur Gefahren und ein 'Schandfleck' beseitigt, sondern auch eine Aufwertung der unmittelbaren Umgebung erreicht. Zudem konnte durch den Verkauf des sanierten Grundstücks ein Beitrag zur Refinanzierung der städtischen Kosten geleistet werden.

Wahrheit und Klarheit oder Maulkorb in der Verwaltung!?

Stadtkämmerein Bärbel Schütte. Foto: Lothar Kaiser

Liebe Leserinnen und Leser des Waterbölles, Sie können sicher sein, alles kommt raus. Manchmal dauert es nur etwas länger. Weil tiefer gebohrt werden muss. Daran beteiligt sich (mal wieder) die Wählergemeinschaft W.i.R. Diesmal geht es um die am 12. November nicht gehaltene und von der CDU später vergeblich eingeforderte Haushaltsrede von Stadtkämmerin Bärbel Schütte. Um die ranken sich umso mehr Gerüchte, je länger das Schweigen des Verwaltungsvorstandes anhält. Die W.i.R. „piekst“ nun – zu Recht –  mit einem Offenen Brief an Schütte. Er hat folgenden Wortlaut:

„Sehr geehrte Frau Schütte, W.i.R. bitten Sie in der nächsten Ratssitzung, am 10. Dezember Ihre Haushaltsrede 2010 dem Rat vorzutragen. Unserer Meinung nach ist es wichtig, dass der Rat von der Stadtkämmerin erfährt welche Ideen und Visionen Sie zur Verbesserung der Remscheider Haushaltslage haben. Mit Spannung erwarten W.i.R. die von Ihnen in mehreren persönlichen Gesprächen angekündigte Aufarbeitung einiger in der Vergangenheit gefassten Beschlüsse und deren finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt, um daraus für die Zukunft zu lernen.

Unsere Nachfrage in der gestrigen Hauptausschusssitzung an Frau OB Wilding, ob die - Aufgrund Ihres Treppensturzes - ausgefallene Haushaltsrede im kommenden Rat nachgeholt wird, wurde von Frau OB Wilding verneint. Eine Begründung wurde von Frau Wilding trotz mehrfacher Nachfrage von der CDU und der W.i.R. - Fraktion, nicht gegeben.

Das derzeitige Informationsvakuum lässt viel Raum für Spekulationen und Mutmaßungen. Die so genannten gut unterrichteten Kreise berichten, dass Sie in Ihrer Rede einige Wahrheiten ansprechen wollten, welche einem Teil der Politik und der Verwaltungsspitze nicht in das Wohlfüllprogramm passten. Diese sind offensichtlich so "störend", dass spekuliert wird, Ihnen wäre ein „Maulkorb“ verordnet worden. Ob es hierfür überhaupt eine rechtliche Grundlage gibt konnten W.i.R. bis heute nicht ermitteln.

W.i.R. hoffen, dass es sich hier um Mutmaßungen handelt, denn diese Vorgänge wären ein Skandal. Ihre Haushaltsrede kann doch unmöglich innerhalb von vier Wochen an Aktualität bzw. Aussagekraft für die Zukunft verloren haben. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Sie der Tagesordnung des nächsten Rates eine einstündige Haushalterede ersparen wollen, bitten W.i.R. Sie den Fraktionen die Rede als Datei zur Verfügung zu stellen.

Des weiteren bitten W.i.R. Sie den Rat über Ihre Zeitplanung bezüglich der Aufstellung des Hausiko (Haushaltssicherungskonzept) für das Jahr 2010 zu informieren. W.i.R. hoffen, dass Sie diese fundamentale Aufgabe einer Kämmerin nicht vernachlässigen wollen. Für Ihre schnelle Genesung wünschen W.i.R. Ihnen alles Gute und freuen uns auf eine baldige Reaktion auf unsere Bitten. Mit freundlichen Grüßen, Wieland Gühne und Roland Kirchner.“

Statt Kalender Wiederaufforstungsprojekt im Stadtforst

Pressemitteilung der Stadtsparkasse

Gemeinsam mit dem Stadtforstamt und dem Forstverband Remscheid unterstützt die Sparkasse ein Wiederaufforstungs-Projekt in Reinshagen. Die Sparkasse spendete aus Mitteln ihrer Stiftungen einen Betrag in Höhe von 5.000 € an den Forstverband in Remscheid. Dafür wurden Laubbaumsetzlinge gekauft, die heute von Sparkassen-Auszubildenden und ihren Betreuern in den Küppelsteiner Forst gepflanzt werden, ein Beitrag zur Erhaltung der Natur. Die Sparkasse hat in 2009 keinen Wandkalender aufgelegt, sondern unterstützt stattdessen die Aufforstung des Waldes als nachhaltige Rohstoffquelle, u. a. für Papier. Auf den Punkt gebracht heißt das: „Wir bringen das Papier wieder zurück in den Wald“! Stadtforstamtsleiter Markus Wolff: „Die Renaturierung und Wiederaufforstung von Mischwald verbessern die Gesamtstruktur unserer Wälder und verringern damit die Schadensrisiken, die von Monokulturen ausgehen. Eine gesunde Mischung erhöht die Biodiversität und ist für einen attraktiven Lebensraum unserer kleinen und großen Waldbewohner unverzichtbar. Der Wald wird auf Zeit für Besucher wieder offener und artenreicher erlebbar. Ebenfalls steigt damit langfristig die Qualität unseres Trinkwassers.“ Die Sparkasse Remscheid engagiert sich mit dem Arbeitseinsatz ihrer Auszubildenden erstmals, neben ihrer bisherigen Spendentätigkeit, auch ganz handfest im gemeinnützigen Bereich. Pressesprecher Jörg Koch to Krax sieht diese Aktion deshalb auch nicht als Eintagsfliege, sondern weiß, dass sich der Vorstand der Sparkasse durchaus  vorstellen kann, zukünftig weitere Einzelaktionen folgen zu lassen.