Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Keine willkürliche Lohnzahlung nach Gutsherrenart

Pressemitteilung der IG Metall-Geschäftsstelle Remscheid-Solingen

Beim Hersteller für Feinschneidtechnik Finova GmbH klaffen Werbung und Realität auseinander. Die Homepage begrüßt mit dem stolzen Hinweis auf einen hohen internen Qualitätsanspruch – die Mitarbeiter werden seit Jahren mit Löhnen weit unter dem „Lohn-Qualitäts-Niveau“ des gültigen Flächentarifvertrages abgespeist. Individuell ausgehandelte Vereinbarungen – bei denen auch der Betriebsrat entgegen gesetzlicher Vorschriften als Werkzeug instrumentalisiert wird – schüren mit dem Hinweis auf globale Konkurrenz Angst um den Arbeitsplatz.  Viele Mitarbeiter sind diese Form des „Vorenthalten eines gerechtes Lohnes“, wie sie sagen, leid. Sie haben die IG Metall Remscheid-Solingen als zuständige Geschäftsstelle gebeten, vermittelnd einzugreifen. Deren Angebote zu Verhandlungen über tarifgerechte Entlohnung wurden seitens der Geschäftsführung bislang ignoriert. Schlimmer noch, nach Angaben des IG-Metall-Sekretärs Serdar Üyüklüer wurden sie brüsk beschieden: „Dann gehen Sie doch auf die Straße dafür!“.

Genau von diesem gesetzlich verbrieften Recht auf Warnstreik haben zahlreiche Mitarbeiter von Finova heute Mittag Gebrauch gemacht. Durch lautstarken Protest machten Sie klar, dass Sie von der Geschäftsleitung eine Anerkennung ihrer hochwertigen Arbeit in Form adäquater Bezahlung verlangen. Obwohl die Geschäftsleitung eine angespannte Kosten- und Finanzsituation als Begründung für Dumpinglöhne anführt, ist sie nicht zum Offenlegen von Zahlen bereit. Die Streikenden und die Gewerkschaft IG Metall Remscheid-Solingen forderten das Unternehmen erneut auf, in Verhandlungen einzutreten. Geschieht dies nicht, werden weitere Warnstreiks folgen, zu denen Mitarbeiter grundsätzlich ein gesetzliches Recht haben. Übrigens so lange, bis ein Tarifvertrag wirksam abgeschlossen ist. 


Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

IG Metall Remscheid-Solingen am :

In der aktuellen Auseinandersetzung bei Finova schreckt das Management vor nichts mehr zurück. Gestern wurde den Beschäftigten per Aushang eine Prämie in Höhe von 100 € angeboten, wenn sie nicht an den kommenden Streikmaßnahmen teilnehmen. „Das Angebot der Streikbruchprämie ist juristisch fragwürdig. In jedem Fall ist es ein Angriff auf das Streikrecht und deutet auf eine unmoralische sowie erschreckende Verwahrlosung der Sitten auf Seiten Finova-Managements“, erklärt Stefan Steuper, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Remscheid-Solingen. „Zudem macht es deutlich, wie wenig überzeugt selbst das Management von seinen eigenen sachlichen Argumenten ist, wenn sie nun zu diesen Methoden greifen.“ Die IG Metall rief heute die Mitglieder bei Finova erneut zum Warnstreik auf. Gegen Mittag fand am Weidenbroich in Bergisch Born eine Kundgebung der IG Metall und ihrer Mitglieder bei Finova statt. Die IG Metall zeigt sich kämpferisch und droht mit einer Ausweitung bis hin zur Urabstimmung und unbefristeten Streik.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!