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U3-Ausbau der Kitas geht trotz unsicherer Finanzen weiter

Neun von 19 Kitas gehen bei U3 vorläufig leer aus“, titelte der Waterbölles am 24. Juli. Jetzt hat der Jugendhilfeausschuss auch die Finanzierung des U3-Ausbaus in diesen neun Kitas in die Wege geleitet,cplus den U3-Ausbau der Kita Krem,enholler Straße: „Die Stadt Remscheid finanziert aus eigenen Mitteln die Ausbaumaßnahmen in Kindertageseinrichtungen freier Träger in Höhe von 1.750.350 € und in städtischen in Höhe von 1.683.845 €.“ Dieser Empfehlungsbeschluss an den Haupt- und Finanzausschuss erfolgte am Mittwoch im Jugendhilfeausschuss unter der Voraussetzung, „dass die kommunale Finanzierung gegenüber einer zukünftigen Förderung jeder einzelnen Maßnahmen durch Landesmittel unschädlich ist.“ Die Verwaltung wurde beauftragt, sich dies vom Landschaftsverband Rheinland bestätigen zu lassen. Im Einzelnen geht es um folgende Kitas:

Freie Träger

Einrichtung

Übernahme Trägeranteil durch die Stadt 

Initiative Jugendhilfe e.V.

Klauser Delle

42.900,00 €

Villa Kunterbunt e.V.

Edelhoffstrasse

715.070,00 €

Ahörnchen e.V.

Ahornstrasse

432.880,00 €

Montessori Kinderhaus e.V.

Ronsdorfer Str.

199.500,00 €

Ev. Kirchgem. Lennep

Albrecht-Thaer-Str.

360.000,00 €

Städtische Einrichtungen

Struck

238.050,00 €

 

Rosenhügel

314.295,00 €

 

Eisernstein

285.000,00 €

 

Dicke Eiche

564.500,00 €

 

Kremenholler Str.

282.000,00 €

 

Dafür will die Stadt zunächst die Schul-/Bildungspauschale in Anspruch nehmen, die im Grundsatz nur den Schulen zugute kommen soll, hofft aber darauf, das Geld vom Land erstattet zu bekommen. Auf einen entsprechenden Brief der Oberbürgermeisterin von August gibt es allerdings noch keine Antwort. Bleibt das Geld vom Land aus – auch nach einer vergeblichen Klage der Stadt vor dem Verwaltungsgericht (die nicht ausgeschlossen wird) – bedeutet das für die Stadt weitere Schulden. Deshalb auch der Antrag der Gestaltungsmehrheit zur nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, mit dem Land über eine höhere Kreditlinie zu verhandeln. Begründung: „Insbesondere die Ertüchtigung der Kindertagesstätten für die Aufnahme Unterdreijähriger zur Erfüllung des Rechtsanspruches führt angesichts der systembedingten Unterfinanzierung zu spürbaren Verwerfungen im Haushalt der Stadt Remscheid. Es ist erkennbar, dass die Bildungspauschale nicht ausreicht, vor allem dann nicht, wenn gleichzeitig Schulen ebenfalls ertüchtigt werden müssen. Tatsächlich kollidieren diese beiden Ausgabepositionen. Im Sinne einer erfolgreichen Bildungs- und Erziehungsarbeit vor Ort kann es nicht sein, dass Kindertagesstätten und Schulen de facto bei den Ausgaben gegeneinander ausgespielt oder gar Kassenkredite für notwendige Investitionen herangezogen werden. Es kann nicht der Stadt Remscheid angelastet werden, wenn der U3-Ausbau seitens des Bundes nicht auskömmlich finanziert aber gleichzeitig mit einem individuellen und einklagbaren Rechtsanspruch versehen wurde. Gleichzeitig handelt es sich größtenteils um klassische Investitionen. In diesem Sinne ist es unabdingbar, die Kreditlinie der Stadt Remscheid um den erforderlichen Anteil an Investitionen in Bildung anzuheben.“

Falsches Knöllchen bezahlt? Dann keine Entschuldigung!

Haben Sie schon einmal im tiefsten Winter auf dem leeren Parkplatz vor dem leeren Reinshagener Stadion einen Eismann gesehen, der auf Kunden wartete? Stimmt, das ist so wahrscheinlich wie ein Oberbürgermeisterkandidat der FDP, der die Wahl gewinnt. Der Eismann will Geld verdienen. Und deshalb fährt er dort auch lieber im Sommer hin, wenn im Stadion American Football gespielt wird und der Parkplatz so voll ist, dass er sich ins eingeschränkte Halteverbot stellen muss.

Auch die Remscheider Politessen wollen Geld verdienen, genauer: sie sollen es. Deshalb sind sie ebenfalls eher dort anzutreffen, wo „der Bär tobt“ als in einer verschlafenen Nebenstraße. Das macht Sinn. Neu ist allerdings, dass ihr Arbeitgeber, die Stadt Remscheid, im Bemühen um eine Verbesserung ihrer desaströsen Finanzlage vor Großveranstaltungen Zettel an die Politessen verteilt mit der Bitte / Anweisung (?), speziell im Umkreis der Veranstaltungsorte nach Falschparkern zu suchen. Das habe man inzwischen schwarz auf weiß, sagte am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep Bezirksbürgermeister Dr. Heinz Dieter Rohrweck, und er fuhr fort: „Das macht mir den ganzen Verein suspekt!“ Die übrigen Mitglieder der BV sahen das ähnlich und beauftragten Rohrweck, darüber doch einmal mit Oberbürgermeisterin Beate Wilding „unter vier Augen“ zu reden (als ob das in öffentlicher Sitzung angesprochene Thema bis dahin noch in keinem lokalen Medium publiziert worden wäre) und um Überprüfung dieses Vorgehens zu bitten. Ich bin mal gespannt, wo und wann dieses Treffen zustande kommt und vor allem, was dabei herauskommt.

Apropos Politessen. Rohrweck hatte am Mittwoch noch ein ähnliches Thema auf Lager. Und das konnte das erste um Längen toppen. Die Geschichte begann in der Januar-Sitzung der BV. Damals berichtete Rohrweck von einigen Bürgern, die – zu Unrecht - auf dem unteren Alter Markt wegen Falschparkens ein Protokoll bekommen hatten. Er habe herausgefunden, dass die Politessen über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen regelmäßig ab dem 1. November dort ankassiert hätten, weil sie in Unkenntnis der aktuellen Rechtslage gewesen seien. Denn: Parken in den gekennzeichneten Flächen war dort laut Beschluss der BV ab dem 1. November erlaubt. Deshalb interessierte den Bezirksbürgermeister, was mit all denen geschehen war, die im Glauben an die richtige Handlungsweise des Ordnungsamtes treu und brav bezahlt hatten: „Es kann ja nicht sein, dass der, der zufällig bei mir nachfragt, das Geld zurückerstattet bekommt, und die anderen nicht!“ Herta Rohrweck, ebenfalls BV-Mitglied, fragte damals nach, ob die Verwaltung auch von sich aus aktiv geworden sei und sich bei den Autofahrern entschuldigt habe. „Es kann immer mal was schief laufen, nur sollte man dann schnellstens versuchen, eine verfahrene Situation zu bereinigen!“

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Helferinnen mit Handy für das Frauenhaus in RS gesucht

Martina Sturm-May Taffe Frauen sind gefragt, keine feinfühligen Seelchen. Frauen mit gesundem Menschenverstand, die sich in schwierigen Situationen nicht gleich „verflüchtigen“, sondern mit klarem Kopf schnell reagieren können. Am liebsten wäre es Martina Sturm-May (Foto), der Leiterin der Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Remscheid, wenn sich gleich fünfzehn bis 20 Frauen, auf die diese Beschreibung passt, bei ihr melden würden. Denn für diese hätte sie ab sofort eine verantwortungsvolle, ehrenamtliche Tätigkeit. Und die heißt „Rufbereitschaft“ für das Remscheider Frauenhaus in der Innenstadt, dessen Träger der SkF ist.

Nach 18 Uhr, wenn die hauptamtliche Mitarbeiterin Feierabend gemacht hat, nehmen unter der Rufnummer 997016 derzeit Bewohnerinnen des Frauenhauses die Notrufe von Frauen entgege, die  schnell einen Zufluchtsort suchen, und veranlassen alles Weitere. Sie tun das gerne, weil sie genau wissen, wie hilflos frau sich fühlt, wenn der eigene Mann gewalttätig geworden ist. „Aber eigentlich ist den Frauen diese Rufbereitschaft alleine nicht zuzumuten“, hat Martina Sturm-May erkannt. Sie hat sich deshalb Nicole König, Teamkoordinatorin der Freiwilligenzentrale „Die Brücke e.V.“, die „Stellenbeschreibung“  der Rufbereitschaft zukommen lassen und zusätzlich gestern die Lokalpresse informiert. Die Idee: Mindestens zweimal im Monat sollte die ehrenamtliche Helferin mit ihrem Handy, auf die die Rufnummer des Frauenhauses dann zwischen 17.30 und 22 Uhr umgeleitet wird,  zur Verfügung stehen, um im Notfall eine Frau,  die den Schutz eines Frauenhauses braucht, an einem vereinbarten Ort in der Innenstadt treffen zu können. „Auf keinen Fall möchten wir, dass Frauen zu Hause abgeholt werden; jeder Kontakt mit dem  Partner der Frau sollte vermieden werden!“ Das müsse der Anruferin – notfalls auch resolut und mit einer gewissen Distanz – klar gemacht werden. Befindet diese sich in einer akuten Notlage, kann nur die Polizei der erste Freund und Helfer sein. „Unsere Helferin in der Rufbereitschaft hat lediglich die Aufgabe, die Frauen am Telefon kurz zu beraten, Anfragen nach einer Aufnahme ins Frauenhaus zu beantworten und, falls dort Platz ist, sich dorthin zu begleiten. Und wenn in Remscheid kein Platz ist, ein anderes Frauenhaus in der Umgebung zu nennen.“

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Bestand an vakanten Arbeitsstellen wächst kontinuierlich

 

Ute Ackerschott. Foto: Lothar KaiserPressemitteilung der Agentur für Arbeit

Die Arbeitslosenquote in Remscheid sank im vergangenen Monat von 8,3 Prozent auf aktuell acht Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote in Remscheid noch 9,7 Prozent. Von August bis September snk die Zahl der Arbeitslosen um  188 Personen auf 4.662 Frauen und Männer. Gegenüber September 2010 lag die Zahl der Arbeitslosen jetzt um 1.017 Personen oder 17,9 Prozent niedriger. Sowohl in der Grundsicherung (-81 = -2,3 Prozent) als auch im Versicherungsbereich der Agentur für Arbeit Remscheid (-120 Personen = -5,8 Prozent) konnten die  Arbeitslosenzahlen gesenkt werden. Das Jobcenter betreut nun 3.483  Arbeitslose und die Agentur für Arbeit 1.179 Kunden.  Im Vergleich zum letzten Jahr hat Remscheid mehr als 1.000 Arbeitslose weniger. Die  Agentur für Arbeit konnte die Arbeitslosigkeit ihrer Kunden um 28,5 Prozent bzw. 470 Personen senken, während sich diese bei den Kunden des Jobcenters um 13,6 Prozent bzw. 547 Personen verringerte. Im September blieb das Niveau der Kurzarbeit in Remscheider Betrieben auf den  Punkt gleich zum Vormonat. Insgesamt 63 Betriebe arbeiteten im September kurz  und halten damit ihre Fachkräfte.

„Der größte Rückgang der Arbeitslosigkeit ist saisonbedingt in beiden Rechtskreisen  bei den unter 25jährigen zu verzeichnen. Die zweite große Einstellungswelle in betriebliche Ausbildung liegt immer im September. Und in diesem Jahr haben die  schulischen Ausbildungen wegen der späten Sommerferien ebenfalls im September  begonnen“, kommentiert Ute Ackerschott, Leiterin der Agentur für Arbeit Solingen,  die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt in Remscheid.  „Die Betriebe haben weiter zum Rückgang der Arbeitslosigkeit beigetragen, indem  sie noch mal mehr, nämlich 255 Arbeitslose eingestellt haben und vor allem weniger  Mitarbeiter entlassen haben. Obwohl also erneut viele Stellen in den Betrieben besetzt werden konnten, haben uns die Arbeitgeber auch in diesem Monat wieder 295  neue vakante Stellen zur Besetzung gemeldet.“

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29.9.-15.10.: Das Alleecenter feiert 25-jähriges Jubiläum

Centermanagerin Christine Matlage.Volker Rosin.

Pressemitteilung des Alleecenters Remscheid

Das Allee-Center in Remscheid feiert vom 29. September bis 15. Oktober mit einem großen Geburtstagsprogramm sein 25-jähriges Jubiläum. Bei den Kunden ist das Allee-Center ein Vierteljahrhundert nach seiner Eröffnung beliebter denn je: Pro Tag besuchen durchschnittlich mehr als 30.000 Menschen die innerstädtische Einkaufsgalerie – an Spitzentagen sind es sogar bis zu 70.000. Ihnen bietet das Allee-Center auf ca. 30.000 qm Verkaufsfläche die Vielfalt von rund 100 Fachgeschäften, Cafés, Restaurants und Dienstleistungsbetrieben. Darüber hinaus verfügt das Center über ca. 2.500 qm für Büros und Arztpraxen sowie über ca. 950 Pkw-Stellplätze. Rund 600 Menschen haben im Allee-Center ihren Arbeitsplatz. Eigentümerin der Immobilie ist die Union Investment Real Estate GmbH. Das Allee- Center gehört zum Portfolio ihres Offenen Immobilienfonds „UniImmo: Deutschland“. „Die Umsatzentwicklung im Center ist weiter positiv. Wir sind für die Zukunft gut aufgestellt. Wir freuen uns, mit der ECE einen erfahrenen Center-Management-Betreiber für das Allee-Center an unserer Seite zu haben. Wir gehen daher von einer weiteren sehr positiven Entwicklung des Centers in den nächsten Jahren aus“, so Dr. Frank Billand, Mitglied der Geschäftsführung bei Union Investment. Das Management des Allee-Centers liegt seit 25 Jahren in den Händen der ECE, die das Center auch entwickelt und realisiert hat.

Bei seiner Eröffnung 1986 zählte das Allee-Center zu den wenigen überdachten Einkaufszentren in Deutschland, die ihre Angebote in zentraler Innenstadtlage präsentierten. Die städtebauliche Einbindung und die architektonische Gestaltung mit der großen Glaskuppel waren richtungsweisend. „Pionierarbeit leisten und Trends setzen – das war von Anfang die Stärke und das Erfolgsgeheimnis des Allee-Centers“, sagt Center-Managerin Christine Matlage (Foto). Nach den Erweiterungen und Modernisierungen von 1996 und 2009 hat die Remscheider Flaniermeile zusätzlich an Attraktivität und Anziehungskraft gewonnen. „Wir sind nicht nur Einkaufstreffpunkt für eine Region mit 355.000 Einwohnern, sondern auch Sportarena, Konzertsaal, Kunsthalle und Party-Destination für Jung und Alt“, so die Center-Managerin.

Zum Center-Geburtstag sind zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen geplant. „Mitfeiern – mitgewinnen“, ist das Motto beim „Spiel des Glücks“. Vom 29. bis zum 15. Oktober können Geldpreise im Wert von zehnmal 25.000 Euro gewonnen werden. Bei den insgesamt sechs moderierten Shows winken zudem viele attraktive Sofortgewinne. Ganz besonders kümmert sich das Allee-Center Remscheid auch zum Geburtstag um seine kleinen Besucher. „Eine Herzensangelegenheit“, nennt Christine Matlage das große Angebot für kleine Center-Fans. So wurde für Samstag, 15. Oktober, der bekannte Kinderliedermacher Volker Rosin (Foto) verpflichtet. Sein Konzert mit vielen Liedern der neuen CD „Tierisch in Bewegung“ beginnt um 15 Uhr auf der „Geburtstagsbühne“ vor H & M – natürlich bei freiem Eintritt für alle Besucher. Darüber hinaus werden die Clowns August und Pippy an sechs Tagen ihre Späße mit den Besuchern treiben. Außerdem können alle Kids ihre Reaktionsfähigkeit an der „Kinder-T-Wall“ testen, und an vier Tagen verwandelt Clown Larry das Center in eine zauberhafte Manege. Auch hier gilt: Eintritt wird nicht erhoben. Figurentheater der Kammerpuppenspiele Bielefeld und Tanzvorführungen der ortsansässigen Tanzschule Wieber komplettieren die vielfältigen Geburtstagsaktivitäten.

Termine mit Investoren und Projektentwicklern vereinbart

Pressemitteilung der Bergischen Entwicklungsagentur

Wenn sich vom 4. bis 6. Oktober zum 14. Mal die Tore zur großen internationalen Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen öffnen - der EXPO REAL in München -, dann feiert das Bergische Städtedreieck ein Jubiläum: Zum zehnten Mal präsentiert sich die Region auf einem gemeinsamem Stand den Investoren. Der Gemeinschaftsauftritt der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal unter der Flagge von kompetenzhoch³ ist schon längst Tradition geworden. Und das mit gutem Grund, schließlich wurden hier für die Region wichtige Kontakte geknüpft, die letztendlich zu großen Projekten geführt haben oder noch führen könnten. Denke man an das mögliche DOC in Remscheid, das Shopping-Center in Solingen oder den Engineering Park in Wuppertal. Die Vertreter der Städte knüpfen in München stets neue Verbindungen und bleiben im Gespräch bei Investoren und Projektentwicklern. „Das kann uns nur gelingen, indem wir hier jedes Jahr gemeinsam Flagge zeigen und uns als attraktive Wirtschaftsregion im Wettbewerb positionieren“, weiß auch Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Bergischen Entwicklungsagentur (BEA), die den gemeinsamen Auftritt organisiert.

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Neues Buch mit vielen Gesichtern aus zehn Jahren

Pressemitteilung des Röntgen Sport Clubs Remscheid e.V.

Der Röntgenlauf hat ein eigenes Buch: „Röntgenlauf in Remscheid erleben – Natur genießen“.  Wer schon immer wissen wollte "  Wo laufen sie denn?", der findet hier die Antwort. Enthalten sind Streckenfotos aus allen Jahreszeiten, denn der Autor ist ein Remscheider Läufer, der seine Trainingskilometer auf dieser Traumstrecke zurücklegt. Wer den Röntgenweg bisher nur im Herbst zum Röntgenlauftag erlebte gewinnt einen neuen Blick für diesen Landschaftslauf. Bodo Eckert hat die Landschaft geschickt ins Bild gesetzt. Auch wenn man kein Frühaufsteher ist kann man jetzt den Sonnenaufgang und den Morgentau genießen. Mittagssonne an der Müngstener Brücke,  die Frühjahrsblüher leuchten am Wegesrand, und leuchtende Rapsfelder künden den Beginn des Sommers. Aber auch Läuferbeine im Regen und Schlamm gehörten ins Buch mit den vielen Gesichtern aus zehn  Jahren Röntgenlauf. Viele Starter werden sich selbst mit ganz anderen Augen sehen und stolz sagen  "da war ich dabei". Erhältlich ist das Buch im Röntgenlaufbüro, Kreuzbergstr. 15, 42899 Remscheid, Tel.: 02191 / 16 22 17, E-Mail roentgenlauf@str.de">roentgenlauf@str.de zum Preis von 13,50 € zzgl. Versandkosten. (Katharina Tomaszek)

Erfolgreiche Ausbildung in Gesundheits- und Krankenpflege

Können positiv in die berufliche Zukunft blicken: Die Schülerinnen und Schüler der Ausbildung „Gesundheits- und Krankenpflege“ am Sana-Klinikum RemscheidPressemitteilung des Sana-Klinikums

Für 17 Schülerinnen und Schüler endet in diesen Tagen die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege am Sana-Klinikum Remscheid. Während der dreijährigen Ausbildungszeit erlernten die neuen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen die pflegerische Arbeit im Krankenhaus, in der ambulanten und stationären Pflege. Mehr als 2.500 Stunden praktische und 2.300 Stunden theoretische Ausbildung mussten dafür absolviert werden. Sieben Schüler werden vom Sana-Klinikum übernommen. Auch alle anderen Absolventen sind bereits mit festen Arbeitsplätzen versorgt, denn: „Gut ausgebildete Pflegende werden immer mehr gesucht, in der Branche herrscht fast Vollbeschäftigung“, so Sana-Bildungszentrumsleiter Christian Jonda. Am 1. Oktober werden 33 „Neue“ mit der Ausbildung im Bildungszentrum beginnen. Das Sana-Klinikum Remscheid verfügt über 120 Ausbildungsplätze in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie in der Krankenpflegehilfe und ist damit einer der größten Ausbildungsbetriebe in Remscheid. (Katrin Krause)

Remscheider DOC-Freunde auf Kuschelkurs im Schützenhaus

Marketingmanager Thomas Junge mit einer PLanskizze des neuen DOC. Archivfoto: Lothar KaiserDie Stimmung war DOC-freundlich bis -euphorisch, und unter den gut 70 Gästen der „Initiative engagierter Remscheider pro DOC“ im Schützenhaus schien gestern Abend der Begriff „alternativlos“ zu kursieren. Der ist zwar „Unwort des Jahres 2010“, wurde aber mehrfach in der Diskussion über die Präsentation von McArthurGlen erwähnt. Und noch eine Schippe drauf: Von „übermächtiger Chance“ war die Rede, von einem „Geldregen, der Remscheid nach vorne bringt“, von einer ausgesprochenen „Win-Win-Situation“. Zwar hatten die Moderatoren Henning Röser (Bergische Morgenpost) und Axel Richter (rga) angekündigt, dass dies „keine Kuschelveranstaltung“ für die Repräsentanten des DOC-Investors McArthurGlen und seiner Promoter aus FIT (Förderverein für Innovation und Technologie), MIT (Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU) und den WiJus (Wirtschaftsjunioren) werde.

Aber kuschelig wurde es dann doch. Denn es fehlten sowohl auf dem Podium als auch im Auditorium die kritischen Stimmen zum geplanten DOC. Die aber gibt es auch in Remscheid; vielleicht waren sie nicht eingeladen.  Denn FIT-Vorsitzender Franz-Bernd Daum (Foto rechts) machte keinen Hehl aus dem Ziel der Veranstaltung: Man wolle für das DOC „begeistern“, damit werde ein „Magnet installiert“. Die erwarteten Investition in dreistelliger Millionenhöhe, die McArthurGlen hier tätigen wolle, brachte Daum auf eine Kurzformel:Franz-Bernd Daum. Foto: Lothar Kaiser „Wenn es für die Investoren gut ist, muss es auch für die Stadt gut sein.“ Henner Blecher, Vorsitzender des MIT, erklärte, man wolle Remscheid – allen Schwierigkeiten zum Trotz – nach vorne bringen. „Wir brauchen Belebung in Remscheid!“ Und dazu müsse die Bürgerbefragung am 16. Oktober gewonnen werden. Denn bisher habe Remscheid für Auswärtige (Führungskräfte und Touristen) nicht viel mehr zu bieten als einen schönen Wald. Die „unattraktiven Innenstädte“ von Remscheid, Lennep und Lüttringhausen könnten aufgewertet, die Kaufkraft durch auswärtige Besucher gesteigert werden, meinte Blecher. Es gelte, einen Trend zu stoppen. „Ohne DOC wandern Einwohner und Kaufkraft ab.“ Zwar sei es für einzelne Remscheider Händler schwer, mit diesen eventuellen Neuerungen umzugehen. Aber diese Skeptiker wollte Constanze Epe von den WiJus beruhigen: Das DOC habe schließlich ein anderes Sortiment als die Alleestraße, die sei eher geeignet für Geschäfte des täglichen Bedarfs.

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„unKORREKT“, die erste Zeitung von Migrantinnen in RS

Die unKORREKT-Redaktion bei der Layoutbesprechung: Dana Stanglmaier (Mexiko), Nugyen Thi Huong Giang (Vietnam), Fatima Harhoura (Algerien). Foto: Caritas

Caritas sucht wissensdurstige Migranten für Medienprojekt“, überschrieb der Waterbölles am 31. März eine Pressemitteilung des Caritasverbandes Remscheid e.V. Inzwischen ist das auf neun Monate angelegte Kooperationsprojekt der Caritasverbände Remscheid und Wuppertal/Solingen für Menschen mit Migrationshintergrund, die über eine Aufenthalts-genehmigung verfügen und nicht aus einem EU-Mitgliedsstaat stammen (so genannte „Drittstaatsangehörige“) weit gediehen. In Solingen entstand eine eine Radiowerkstatt, und in den Räumen des Caritas-Fachdienstes „Integration und Migration“ an der Brunnengasse lernten zwölf Frauen aus Algerien, Thailand, Vietnam, Mexiko, Sri Lanka und der Türkei., die in Remscheid  eine neue Heimat gefunden haben,  an vier Tagen den Umgang mit dem PC und speziell mit Text- und Bildbearbeitungsprogrammen kennen, um eigene Recherchen in Artikel umsetzen zu können. Projektleiter Stefan János Wágner präsentierte gestern das druckfrische Ergebnis dieser Arbeit auf einer Pressekonferenz: „unKORREKT" ist die Projektzeitung der Migrantinnen überschrieben, und die 1.000 Exemplare liegen bei der Caritas, in den Rathäusern Remscheid und Lüttringhausen sowie in der Stadtteilbibliothek aus. Darin berichten die Frauen zwischen 30 und 45 über ihre Integrationsbemühungen, ihre Heimat und kul­turellen Unterschiede. Als Amateure in der schreibenden Zunft, versteht sich. Aber als mutige Amateure, wenn man bedenkt, wie viele gebürtige Deutsche mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß stehen. Aber da Stefan János Wágner für die ersten Gehversuche im „Schreiben für die Öffentlichkeit“ die Schlussredaktion hatte, können alle Beteiligten stolz sein auf das respektable Ergebnis. So berichtet Frau Nugyen Thi Huong Giang aus Vietnam über ihre Erfahrungen mit dem Ehrenamt. Sie möchte, so schreibt sie, etwas zurückgeben von dem, was sie vom deutschen Staat an Unterstützung erfahren hat. Die gebürtige Mexikanerin Dana Stanglmaier erzählt von ihren sehr unterschiedlichen Erfahrungen, die sie in Mexiko, den USA und schließlich in Deutschland mit dem Thema "Pünktlichkeit" gemacht hat und lässt ihre Leser auf amüsante Weise daran teilhaben. Fatima Harhoura aus Algerien stellt ihre Bilder mit Motiven aus der Sahara vor.

Aber es wurde nicht nur selbst geschrieben, sondern auch viel gelesen. Überregionale Zeitungen ebenso wie die Lokalpresse. Und über die Inhalte wurde dann diskutiert. Auf Deutsch – die gemeinsame Sprachbasis. Wagner: „Das war Sprachkursus und interkultureller Austausch zugleich. Die Teilnehmerinnen lernten sich zu äußern, zu diskutieren und brachten dabei ihre vielfältigen und interessanten Lebenserfahrungen ein. Sie widerlegten das oft zu hörende Vorurteil, viele Migranten seien Integrationsverweigerer. Integration kann eben nur gelingen, wenn wir aufeinander zugehen, miteinander ins Gespräch kommen und uns austauschen!“

Ende Januar 2012 läuft das vom Europäischen Integrationsfonds (EIF) und der Integrationsagentur NRW geförderte Projekt aus. Bis dahin soll allerdings noch eine zweite Ausgabe von „unKORREKT" erscheinen. Man darf gespannt sein… (kai)

Stefan János Wágner. Foto: Lothar Kaiservon Stefan János Wágner

Als sie in einer Stadtteilzeitung irgendeiner mir unbekannten Kleinstadt blätterte, berichtete sie mit Begeisterung von der beeindruckenden Vielfalt an interessanten Angeboten, die sie als Migrantin interessieren würden. „Da will ich auch wohnen…“, postuliert die Algerierin Fatima Harhoura. „In Remscheid gibt es kein vergleichbares Angebot!“ Sie verweist unter anderem auf einen internationalen Kochkursus und vielerlei Bildungsangebote, die sie sehr interessieren würde. „Stopp!“, entgegnete ich, „das stimmt nicht“ und machte mich daran, den Gegenbeweis anzutreten.

Zusammen mit den MiMs, d.h. mit den Nachwuchsjournalisten unseres Caritas-Medienprojekts „Migranten in der Medienarbeit“, machten wir uns daran, Informationen zu sammeln, denn wir wollten darüber berichten. Ganz nach dem Motto des Projekts „Wir reden mit!“ – um auch anderen Migrantinnen und Migranten mit unserer Projektzeitung diese Informationen zukommen zu lassen und auch, um viele zu motivieren, das vielfältige Angebot zu nutzen. Schließlich ist es eine Chance zur Weiterbildung, zur Teilhabe am kulturellen Angebot und zur Kontaktpflege. Wir hielten dann auch schon bald eine erstaunliche Vielzahl an Flyern, Broschüren und Programmheften in der Hand, die an Schriftenständen in verschiedenen Remscheider Institutionen ausliegen. Allerdings muss man die verschiedenen Orte, an denen Informationen bereitgestellt werden, kennen und aufsuchen. Alle in der Gruppe waren sich vom Beginn der Projektarbeit im April 2011 an einig, dass sie ihre Deutschkenntnisse verbessern wollen – der sogenannte „kleinste gemeinsame Nenner“. Das Wie, also die Methode, ist dabei egal. Es gibt ja auch Alternativen zu Deutschkursen. Aber welche? Zunächst wurde im Gespräch festgestellt, dass es sehr hilfreich ist, mit „Muttersprachlern“ in Kontakt zu treten, also mit Deutschen. Kein Deutscher aber stellt sich mit einem Schild in die Fußgängerzone und wirbt damit „Sprich mich an!“. Also müssen die Ausländerin und der Ausländer schon selbst die Initiative ergreifen. Die Gruppe hat sich zunächst also informiert. Der aus Algerien stammende frühere Finanzinspekteur Noureddine Slimani beispielsweise horcht bei dem Stichwort "Gitarren-Kursus" auf: „Das will ich auch lernen.“ Ohne zu zögern übernimmt er nun – aus eigener Überzeugung – seine erste aktive Rolle als MiM-Redakteur. Er will bei der "Wiege" im Stadtteil Hohenhagen recherchieren und der Gruppe anschließend berichten. Vielleicht wird er am Ende abgewiesen. Er weiß es nicht. Anschließend jedenfalls will er über seine Erfahrungen den ersten eigenen Artikel schreiben! Die Türkin Cile Ökmen, Hausfrau und Mutter dreier Kinder, interessiert sich für Kochen und Backen. Der Lindenhof im Remscheider Stadtteil Honsberg bietet Kurse an. „Vielleicht könnte ich dort Deutsche kennenlernen?“ Sie will es ausloten. Derya Takdim, 33-jährige Mutter von zwei Kindern, der Mann arbeitet im Schichtbetrieb, will irgendwann eine Ausbildung machen. Sie arbeitet nun hart an der Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse und kommt regelmäßig zu den Angeboten von MiM. In einem der Flyer erfährt sie vom internationalen Frauenprojekt El-Ele in Lüttringhausen. Im Auftrag unserer Zeitung erklärt sie sich bereit, das Angebot auszukundschaften. Sie will mit der Initiatorin, Barbara Schulz vom Verein Die Schlawiner e.V., Kontakt aufnehmen und dann einfach mal vorbeischauen. Berührungsängste hat sie keine, sagt sie mit einem Lächeln. Ans ISS-Netzwerk im Stadtteil Rosenhügel (Interkultureller Sozialer Service) vermittelten wir Döne Kocakaya, ebenfalls Türkin. Sie ist alleinerziehend, lebt seit 20 Jahren in Deutschland, seit 2003 in Remscheid, und kam bislang kaum aus ihrem türkischsprachigen Umfeld heraus. Das will sie jetzt ändern und endlich einen Sprachkursus suchen, der für sie geeignet ist. „Mit Kinderbetreuung“ – verspricht ein Handzettel vom ISS. Sie testet es aus. Als Kopftuchträgerin mit mangelhaften Sprachkenntnissen hat sie, so ihre Erfahrung, keine Chance, einen Job zu bekommen. Die Frau aus Anatolien hat es besonders schwer, denn sie hat nicht einmal eine Ausbildung. Die Gruppe ging dann sehr erwartungsvoll auseinander. Welche Erfahrungen würden wohl gemacht werden? Viele der Angebote stellt die Stadt Remscheid auf der Internetseite www.miteinander-in-remscheid.de ins Netz. Und ein weiteres, sehr umfangreiches Portal ist www.nest-remscheid.de. Allerdings gibt es keine zentrale Anlaufstelle, in der alle (!) verfügbaren Angebote in Form von Flyern, Broschüren und Programmheften ausgestellt sind. Beratungsstellen der verschiedenen Wohlfahrtsverbände, der Initiativen und Vereine, ja nicht zuletzt der Stadt Remscheid, sind im gesamten Stadtgebiet verstreut. Fast schon wie im Dschungel. Wer soll da noch durchblicken? „Zudem sind viele Informationen leider nicht immer aktuell“, bedauert Ralf Noll, Leiter des Stadtteil e.V. im Mehrgenerationenhaus Lindenhof. Sichtlich ein Problem. Insbesondere für Fatima Harhoura. Denn sie will es ja wissen. Es wäre schade, wenn sie aus Remscheid wegzöge, nur weil in unserer Stadt angeblich „nichts los“ ist.
aus: „unKORREKT“ – Projektzeitung des Remscheider Caritasprojekts „Migranten in der Medienarbeit“ (Ausgabe 1/September 2011, Seite 10/11)
(Stefan János Wágner ist Sozialpädagoge, lebt in Remscheid und befasst sich mit dem Projekt Migranten in der Medienarbeit aus beruflicher Perspektive. Er ist Mitarbeiter des Caritasverband Remscheid e.V. und arbeitet im Fachdienst für Integration und Migration.)