Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Fachkräfte-Nachwuchs-Programm „dreipunktnull“ online

Pressemitteilung der Bergischen Entwicklungsagentur

Das Fachkräfte-Nachwuchs-Programm „dreipunktnull“ der Bergischen Entwicklungsagentur läuft bereits seit einem Jahr mit großem Erfolg. Jetzt wird es mobil und geht direkt in die Unternehmen. Der mobile Service der Trainees steht für gemeinnützige Organisationen, Unternehmen und Vereine zur Verfügung. Ziel ist es, die Teilnehmer und deren angestrebte Projekte zu unterstützen. Gerade dort, wo viele Unternehmen oder Instituten eine Herausforderung sehen oder neue Ideen benötigen, setzt die mobile „Eingreifgruppe“ mobil an. Innerhalb eines Tages erarbeitet das Team einen Lösungsansatz für eine aktuelle unternehmensinterne Fragestellung. Bei Bedarf liefert das Team die komplette Lösung. Die Projektbearbeitung kann vor Ort bei den Unternehmen stattfinden, extern oder in den Räumlichkeiten von dreipunknull mobil. Durch die fachliche Expertise der Trainees gepaart mit Manpower können die Bewerber sicher sein, ein außerordentliches Projekt und eine repräsentable Lösung als Ziel zu erhalten. Bereits im regulären Verlauf von dreipunktnull haben sechs teilnehmende Unternehmen gute Erfahrungen sammeln können. So wurden neben Marketingstrategien und Entwicklung eines Fragebogens zur Mitarbeiterzufriedenheit auch eine mögliche Neuorganisation von Betriebsabläufen interdisziplinäre bearbeitet. Dreipunktnull mobil ist nun auch online am Start. Im Internet gibt es unter dreipunktnullfachkraefte.de/mobil die Möglichkeit, sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Dort findet sich auch das Bewerbungsformular, in dem das Unternehmensprofil und die Aufgabenstellung für die dreipunktnull-Trainees angegeben werden. Die Bewerbung ist bis spätestens 27. Februar möglich. Das aus Sicht einer Jury attraktivste Projekt wird von den Trainees einen Tag lang bearbeitet. Am Nachmittag präsentiert die Gruppe im Unternehmen mögliche Lösungsansätze. Für weitere Informationen steht Projektleiter Henning Kroemer von der Bergischen Entwicklungsagentur zur Verfügung, Tel. 0212/ 88 16 06-81, kroemer@bergische-agentur.de.

Kraniche auf der Suche nach ein wenig mehr Wärme

Foto: Hans Georg MüllerFreudig ruft mich meine Frau: "Die Kraniche kommen aus dem Winterquartier!" Aber zu früh gefreut.Die Flugrichtung stimmte nicht! Sie kamen von Nordost und  zogen heute um 14 Uhr nach Südwesten.Das umfangreiche Kältehoch aus Rußland treibt die Vögel in wärmere Gefilde.E inige Zeit kreisten sie über dem Eschbachtal, um ihre Flugroute zu bestimmen. Seit einigen Tagen sind die Rotdrosseln, die unsere Ilexbüsche lieben, abgezogen. Bis auf wenige haben sie die roten Beeren abgeerntet. Die Samen der Nadelgehölze werden zur Zeit von Fichtenkreuzschnäbeln mit ihren verdrehten Schnäbeln geknackt. Man hört sie mit ihrem "Gip Gipp Gipp"-Ruf über den Wald ziehen. Ein vielstimmiges Gezwitscher lassen die eingetroffenen Erlenzeisige (Foto) hören. Auch diese Schwärme tun sich an den Früchten des Waldes gütlich. Jetzt, in der Kälte, ist den gefiederten Freunden nicht nur mit einer Futterstelle geholfen. Nützlich ist auch eine Schale Wasser, da Pfützen und stehende Gewässer zugefroren sind. (Foto: Hans Georg Müller)

Aktionsbündnis macht mobil gegen „auswärtige Aktivisten“

Oberbürgermeisterin Beate Wilding. Foto: Lothar Kaiser„Die aktuellen Geschehnisse und die Verbrechen von rechtsextremen Terrorzellen zeigen: Es ist wichtig und notwendig, Zeichen für eine tolerante Gesellschaft zu setzen und rechtsextremistischem sowie menschenverachtendem Verhalten eine klare Absage zu erteilen. Das gilt auch und ganz besonders für Remscheid, das Heimat von Menschen aus fast 120 Nationen ist." So beginnt heute eine E-Mail der Stadt Remscheid, in der für den kommenden Montag zu einer Pressekonferenz eingeladen wird. Die Stadt Remscheid habe unter dem Titel „Remscheid tolerant“ ein Aktionsbündnis ins Leben gerufen, dem bis heute bereits rund 20 aktive Teilnehmer/innen des gesellschaftlichen Lebens in Remscheid und Einzelpersonen beigetreten seien. Darüber wolle Oberbürgermeisterin Wilding am Montag gemeinsam mit Martin Sternkopf, Zentraldienstleiter für Integration und Migration, und ihrem persönlichen Referenten Sven Wiertz informieren. Zitat aus der E-Mail: „In unserer Stadt gibt es eine lange Tradition des Zusammenlebens mit Menschen unterschiedlichster religiöser Vorstellungen. Diese Tradition gilt es zu bewahren - gerade in Zeiten wie diesen, in denen auswärtige Aktivisten Stimmung gegen Remscheider Bürgerinnen und Bürger machen.“ Für dieses Jahr seien bereits mehrere Maßnahmen und Aktionen geplant.
Hintergrund: Die extrem rechte Kleinpartei „Pro NRW“ möchte in Remscheid Fuß fassen und glaubt, im geplanten Bau einer Moschee an der Ecke Papenberger / Weststraße ein Thema gefunden zu haben, mit dem sie in der Bevölkerung Stimmung machen und Mitglieder gewinnen kann. Für die Ratssitzung im Februar haben die Fraktionen von SPD, FDP, Grünen und den Linken eine „Resolution gegen Neonazismus und Rechtsextremismus“ angekündigt.

In Remscheid 102 Arbeitslose mehr als im Dezember 2011

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Im Januar ist in der Stadt Remscheid die Zahl der Arbeitslosen, wie stets bedingt durch  den Kündigungstermin 31.12. und nur leicht witterungsbedingt, um 2,2 Prozent gestiegen.  Aktuell sind 4.808 Männer und Frauen ohne Job, dies sind 102 Arbeitslose mehr als im  Dezember. Erfreulich dagegen der Vergleich mit dem Vorjahr, insgesamt 905 oder 15,8  Prozent weniger Arbeitslose sind zu zählen.  Die Arbeitslosenquote ist aufgrund dieser Entwicklung von 8,1 Prozent auf 8,2  Prozent gestiegen. 1.235 Arbeitslose werden von der Agentur für Arbeit betreut und 3.573 vom Jobcenter Remscheid. Die Arbeitslosigkeit stieg im Versicherungsbereich der Agentur für Arbeit Remscheid (+93) stärker als in der Grundsicherung  beim Jobcenter (+9). Dagegen ist der Vergleich mit dem Vorjahr in beiden  Häuser gleich günstig ausgefallen, denn die Agentur hat 446 oder 26,5 Prozent und das Jobcenter 459 oder 11,4 Prozent Arbeitslose weniger zu zählen. Arbeitslose beider Rechtskreise  profitieren also vom Wirtschaftswachstum.

Insgesamt gab es 845 Zugänge von Arbeitslosen im abgelaufenen Monat. Davon  waren 379 zuvor in privaten Betrieben beschäftigt. Auf den Bereich SGB III entfielen  davon 279 und auf den SGB II-Bereich 100 mit oft nur kurzfristiger Beschäftigung und  damit ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Weitere 119 meldeten sich nach einer Ausbildung/sonstige Maßnahmeteilnahme. Aus  öffentlich rechtlich finanzierten Maßnahmen kehrten in Arbeitslosigkeit zurück 30 in die  Arbeitsagentur und 54 in das Jobcenter.  Daneben gab es 278 Zugänge wegen in der Person liegender Gründe, sich neu/ wiederholt arbeitslos melden zu müssen. Davon 68 im Agenturbereich und 210 im Jobcenter.  Erfreulicherweise zeigt der Vorjahresvergleich auf, dass sich die Zahl der Zugänge um  106 oder 11,1  Prozent verringert hat.

Artikel vollständig lesen

Neues vom Aktionsbündnis „Hände weg vom Kirmesplatz“

Auf einem großen Transparent an der Kreuzung Trecknase machen inzwischen die Vereine aus Lüttringhausen und Lennep, die sich zum Aktionsbündnis „Hände weg vom Kirmesplatz“ zusammengeschlossen haben, auf ihr Anliegen aufmerksam. Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. hat „läuten gehört“, dass demnächst in der Bezirksvertretung Lennep und den Ausschüssen über die Planungen gesprochen und debattiert werden soll. Kreutzer: „Die Vereine hoffen immer noch auf ein Einlenken der Politik, um das geplante Bürgerbegehren nicht durchführen zu müssen!“ Derweil steht das Angebot das Stadt, den Jahnplatz und umliegende Straßen der Lenneper Altstadt als Veranstaltungsort für die Kirmes prüfen zu wollen.

57 Prozent der "I-Dötze" haben Migrationshintergrund

Für das Schuljahr 2012/2013 sind in Remscheid bisher insgesamt 914 Kinder angemeldet worden - 883 schulpflichtige und 31 vorzeitig einzuschulende. Das teilte die Verwaltung jetzt den Mitgliedern des Ausschusses für Schule und Sport mit. Was auch die des Integrationsausschusses interessieren wird, der heute zusammen kommt: Der Anteil von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte liegt bei 57 Prozent (im Vorjahr waren es ca. 53 Prozent. Davon haben 39 Prozent neben der deutschen Staatsangehörigkeit noch eine weitere. Auch im neuen Schuljahr werden sich durch den Wegfall der Schulbezirke - ähnlich wie im Vorjahr – „keine gravierenden Wanderungsbewegungen aus den ursprünglichen Schulbezirken heraus ergeben“, teilt die Verwaltung ferner mit. „rotz des Schülerrückgangs haben sich die Anmeldungen sehr ausgewogen auf die Grundschulen verteilt. Dies bestätigt die Annahme, dass für Familien, die wohnortnahe Beschulung weiterhin eine hohe Priorität hat.“

Zum Schuljahr 2012/2013 könnten, wie vom Rat beschlossen, für die Grundschulen beschlossen, maximal 43 Eingangsklassen (Regelklassen) gebildet werden. Aufgrund der konkreten Anmeldezahlen an den einzelnen Grundschulen und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Klassenbildungswerte (mindestens 18 und maximal 30 Kinder pro Klasse), bilden die GGS Mannesmann, die GGS Reinshagen, die GGS Steinberg, die GGS Hasenberg und die KGS Lüttringhausen, jeweils eine Eingangsklasse weniger, als es der vom Rat beschlossenen Dreizügigkeit entspricht.

Anhand der erfolgten Anmeldungen werden voraussichtlich 38 Eingangsklassen zuzüglich vier jahrgangsübergreifenden Montessoriklassen (zwei an der GGS Hackenberg, jeweils eine an der GGS Siepen, GGS Adolf-Clarenbach Standort Goldenberg) gebildet. Demgegenüber laufen 41 Regelklassen und vier Montessoriteilklassen des Jahrgangs vier zum Ende des laufenden Schuljahres aus. An der GGS Am Stadtpark wurden 93 Kinder angemeldet. Unter Berücksichtigung der Dreizügigkeit der Schule und den gesetzlichen Klassenbildungswerten, konnten insgesamt 80 Kinder aufgenommen werden. 13 Kinder wurden unter dem Aspekt der Wohnortnähe an andere Schulen verwiesen. An der GGS Hackenberg wurden 59 Kinder angemeldet. Unter Berücksichtigung der Zweizügigkeit der Schule, der beiden jahrgangsübergreifenden Montessoriklasse 1-4 sowie der notwendigen Plätze im Gemeinsamen Unterricht (GU), konnten insgesamt 53 Kinder aufgenommen werden. Sechs wurden an andere Grundschulen verwiesen.

Das Montessoriangebot hat sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil in der Remscheider Schullandschaft etabliert und wird aus Sicht der Schulen, der Montessorikindertageseinrichtungen, der Schulaufsicht und der Verwaltung in den nächsten Schuljahren noch stärker nachgefragt werden. Aktuell verfügen die Grundschulen Hackenberg, Siepen und Adolf-Clarenbach/Standort Goldenberg über ein zum Regelunterricht zusätzlich bestehendes Montessoriangebot. Für das Schuljahr 2012/2013 sind an den Schulen Hackenberg und Siepen Montessoriplätze in dem von den Eltern gewünschten Maße nicht vorhanden. Dagegen kann an der GGS Ad.-Clarenbach/Standort Goldenberg dem Bedarf an Montessoriplätzen in vollem Umfang entsprochen werden.

"Alle Vorgänge um das DOC weiter kritisch durchleuchten!"

von Fritz Beinersdorf, Fraktionsvorsitzender der Linken

Beim Kottenbutteressen des Lüttringhauser Heimatvereins forderte der Fraktionsvorsitzende der SPD,Meinecke, von den Kräften, die sich nicht für ein DOC auf der Blume erwärmen können, „kein Störfeuer mehr“. Und OB Wilding fordert auf der städtischen Website eine „positive Kommunikation“. Mit anderen Worten, denjenigen, die Kritik am Projekt DOC an der Blume äußern, soll ab sofort ein Maulkorb verpasst werden. Dies wirft ein bezeichnendes Licht auf Teile der DOC-Befürworter, die hiermit ein weiteres Mal ihr gespaltenes Verhältnis zur Demokratie offenbaren.

Zu Recht nehmen viele Menschen die Vorgänge um die Finanzierung notwendiger Gutachten für das DOC als Farce wahr. Wie kann es möglich sein, dass ein DOC-Betreiber wie McArthurGlen, hinter dem mit Henderson Global einer der finanzkräftigsten Fonds der Welt steht, für ein Projekt, in das ein Betrag von mehr als 100 Millionen Euro investiert werden soll, einen Betrag von 70.000 Euro nicht selbst aufbringen kann oder will? Diese Frage konnte bisher nicht schlüssig beantwortet werden. Weiterhin stellt sich die Frage, ob ein Investor, der nicht in der Lage oder willens ist, einen Betrag von weniger als 0,1 Prozent der Investitionssumme für zwingend notwendige Vorarbeiten bereitzustellen, überhaupt ernsthafte Investitionsabsichten hegt?

Maximilian Loosen neuer Kreisvorsitzender der JuLiS

Die Junge Liberale in Remscheid (JuLiS) haben einen neuen Kreisvorstand gewählt. Torben Clever stellte sich nicht mehr zur Wahl. Er wolle sich kürftig stärker in Bergisch-Born engagieren.  Maximilian Loosen wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt, zu seinem Stellvertreter, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, Jan-Frederik Kremer (Wiederwahl).  Das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden für Verbandsarbeit und –kommunikation übernimmt Matthias Voigtländer, und Florian Steinbach bleibt stellvertretender Vorsitzender für Finanzen. Komplettiert wird der neue Vorstand durch die Beisitzer Torben Clever, Gabriel Gerich und Marius Melchers. In seinem politischen Rechenschaftsbericht zog Torben Clever eine positive Bilanz der Arbeit des vergangenen Jahres. Insbesondere würdigte er das „erfreuliche Ergebnis der Bürgerbefragung zum DOC“, die die JuLiS aktiv unterstützt hätten. Der neue Vorsitzende Maximilian Loosen bedankte sich im Namen aller Anwesenden herzlichst bei Torben Clever für seine Verdienste für den Kreisverband sowie seine politische Tatkraft. Dem schloss sich  der Vorsitzende der Remscheider FDP, Hans Lothar Schiffer, an.

WTT öffnete seine Türen für Nachwuchsmusiker

Die „Proud Scoville“-Musikerinnen Rabia Baygin und Noemi Coesfeld mit Kai Balke. Foto: Florian Berger

von Stefan János Wágner

Proud Scoville. Der Name ist Programm. Au f den T-Shirts der 14-köpfigen Remscheider Jugendband um den Allroundmusiker Kai Balke erkennt man es auf den ersten Blick: farblich hervorgehoben sind die Buchstaben RS. Proud steht für englisch Stolz und Scoville  ist ein Ausdruck für Schärfe. Es versteckt sich aber auch das französische Wort Ville, die Stadt, im Namen der Formation. „Wir stehen zu Remscheid“ ist die Botschaft. So unternahm die Nachwuchsband am Wochenende bei einem Konzert im Westdeutschen Tournee Theater eine Reise durch die englisch-, französisch- und deutschsprachige Musikwelt. Vor einem bis an den letzten Rand gefülltem Haus vollzog sich ein musikalischer Ohrenschmaus, den Balke mit sichtlich viel Enthusiasmus inszenierte.

Ein bunter Mix aus Pop, Rock, Funk und Balladen in verschiedenen Besetzungen entpuppte sich als ein wahres musikalisches Feuerwerk. Rabia Baygin und Noemi Coesfeld sangen als Frontfrauen im Duett „This ist the Life“ – und nicht nur ihr Gesang war zum Verlieben. Als Lars Röhrig am Akkordeon schwungvoll einen Alpensong von Hubert von Goisern intonierte, war das altersgemischte Publikum, angefangen von der kleinen Schwester bis hin zum Großvater, nicht mehr zu halten. Die Band verzauberte seine Zuhörer mit Trompetenfanfaren, schmissigen Schlagzeugsolos von David Wingenbach, Gitarrenrhythmen von David Coesfeld und Keybordklängen. Der brillant in Szene gesetzte Titel Only you von den Flying Pickets war der Ohrwurm des zweieinhalb stündigen Abendprogramms, und so gab es schlussendlich auch Standing Ovations und mehrere Zugaben.

Das WTT förderte die Remscheider Nachwuchsmusiker durch die Zurverfügungstellung seines „Theater im Studio“ am Rosenhügel und leistete, wie auch Kai Balke, der selbst mit sichtlich viel Herzblut als Musiklehrer in der Jugendmusik- und Kunstschule wirkt, einen wichtigen Beitrag zur Musikförderung in unserer Stadt. Der Eintritt war kostenfrei.
Wenn Proud Scoville am 29. März für ein weiteres Konzert die Klosterkirche erobert, sind es nur noch wenige Tage, bis die Remscheider Band zu einer Tour in die Partnerstadt  Quimper in der Bretagne aufbricht. Die Jugendlichen, die die Musik für sich entdeckt haben, fahren als Botschafter für Remscheid nach Frankreich und knüpfen somit an eine Jahrzehnte alte Tradition an. Musik verbindet Menschen. Die Band im Internet:
www.proudscoville.de.

REB möchten 60.000 Euro für ein Gutachten locker machen

Von einem derartigen Jahresetat wie bei der „Tochter“ kann die „Mutter“ nur träumen: Im Wirtschaftsplan 2012 der Remscheider Entsorgungsbetriebe (REB) überwiegen die Erträge (46.241.486 Euro) die Aufwendungen (43.398.610 Euro) bei weitem. In der Stadtkasse dagegen weiterhin nur „Ebbe“. Deshalb darf die Stadt auch keine 70.000 Euro an „freiwilligen Leistungen“ für ein Einzelhandelsgutachten ausgeben, das für das DOC-Projekt dringend benötigt wird. Das hat die Regierungspräsidentin der Stadt untersagt. Die REB als GmbH unterliegen der strengen Aufsicht der Bezirksregierung dagegen offenbar nicht. Sonst wäre die Beschlussvorlage 14/1615 wohl  nicht zustande gekommen, die Stadtkämmerin Bärbel Schütte (zuständig für die REB) dem städtischen Betriebsausschuss vorgelegt hat und der, nach Abnicken dort, den Rat der Stadt beschäftigen soll. Kernpunkt: Im REB-Wirtschaftsplan sollen zusätzliche Mittel für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 60.000 Euro eingeplant werden. Geld für ein Gutachten.

Und wofür? Zitat aus der Vorlage: Alternativ zu den bereits bestehenden Überlegungen zur Gründung einer Anstalt öffentlichen Rechts soll im Rahmen der Überlegungen zur Haushaltskonsolidierung geprüft werden, welche Potentiale zur Haushaltskonsolidierung sich aus dem Zusammenschluss der Remscheider Entsorgungsbetriebe mit den Fachdiensten Forst (FD 39), Straßenbau (FD 66), Grünflächen (FD 67) sowie Teilen des Fachdienstes Sport (FD 45) im Rahmen einer eigenbetriebsähnlichen Einrichtung erschließen lassen. Da es sich bei der Gründung einer solchen eigenbetriebsähnlichen Einrichtung um die Schaffung eines neuen kommunalen Unternehmens mit ca. 450 Mitarbeitern handelt, sind umfangreiche Untersuchungen hinsichtlich der organisatorischen Optimierungspotentiale sowie der finanzwirtschaftlichen Ausgestaltung eines solchen Betriebes notwendig. Diese können nur mit Unterstützung eines Gutachters durchgeführt werden.“

Bislang ist in der Öffentlichkeit noch nicht bekannt geworden, was die Ratsfraktionen von diesem Plan halten. Reinhard Ulbrich, Vorsitzender des Sportbundes Remscheid, hörte von den Plänen beim gestrigen Neujahrsampfang in der RTV-Gaststätte zum ersten Mal. Und fiel aus allen Wolken, weil er sich sofort an die im November 2010 gescheiterten Pläne einer "Sport GmbH" erinnerte: "Und jetzt soll der Sport beim Müll?" - Nein, sagte Stadtdirektor Masz-Weisz. Bezogen auf den Sportbereich gehe es nur um die Pflege der Grünflächen, um die sich die "angedachte GmbH" kümmern solle. Es solle sich im Übrigen gar nicht um die REB, sondern um eine neue Gesellschaft handeln. Das aber liest sich in der Verwaltungsvorlage (siehe oben) etwas anders. Da ist von einem Zusammenschluss verschiedener Fachbereiche mit den REB zu einer "eigenbetriebsähnlichen Einrichtung" die Rede.  Interessant: Die Vorlage sei mit ihm nicht abgesprochen gewesen, war es Mast-Weisz entschlüpft, nachdem er von Ulbrich ohne Vorwarnung auf die aktuelle Vorlage angesprochen worden war. "Was ich von dieser Art der Kommunikation halte, habe ich schon an anderer Stelle gesagt; das muss ich hier nicht wiederholen!" Damit war - unschwer zu erraten - Oberbürgermeisterin Beate Wilduíng und Stadtkämmerin Bärbel Schütte gemeint, die die Vorlage auf den Weg gebracht hatten, als sich Mast-Weisz in Berlin befand. 

Waterbölles-Kurzkommentar: Mit dem Satz "Prüfen kann man alles", hatte der Stadtdirektor gestern gewiss Recht. Aber reicht als Begründung für ein mit 60.000 Euro recht "schwergewichtiges" Gutachten tatsächlich die unbestimmte Suche nach "Potentialen zur Haushaltskonsolidierung". Wodurch könnten sich die denn eigentlich ergeben?  Welche Aufgaben sind konkret gemeint, die aus den Fachdiensten Forst (FD 39), Straßenbau (FD 66), Grünflächen (FD 67) sowie Teilen des Fachdienstes Sport (FD 45) ausgegliedert und den Remscheider Entsorgungsbetrieben zugeordnet werden könnten? Man darf gespannt sein, ob sich die Ratsfraktionen angesichts der Summe, die sie für ein Gutachten locker machen sollen, mit dieser mehr als dürfigen Verwaltungsvorlage zufrieden geben werden. Vielleicht ergeht es dem Plan ja wie diesem von Juni vergangenen Jahres: http://www.waterboelles.de/archives/10018-200-Stellen-der-REB-in-einer-Anstalt-unterbringen.html