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Was wird aus dem einstigen Medienhaus am Ebertplatz?

Der Friedrich-Ebert-Platz. Im Hintergrund das Gebäude des RGA. Foto: Lothar Kaiser

Solinger Verleger übernehmen den RGA“, titelte der Waterbölles am 28. Oktober 2011. Das Medienhaus B. Boll, Verlag des Solinger Tageblattes GmbH & Co. KG,  gründete für den Erwerb aller Titel- und Verlagsrechte des Remscheider General-Anzeigers mit seinen Kopfausgaben Wermelskirchener General-Anzeiger, Hückeswagener Stadtanzeiger und Radevormwalder Zeitung nebst Anzeigenblättern eigens die „Remscheider Medienhaus GmbH & Co. KG“. Doch aus dem Medienhaus am Ebertplatz (Foto) sind Redaktion und Geschäftsstelle inzwischen ausgezogen. Geladenen Gästen stellt das Unternehmen zur Stunde die neuen Geschäftsräume vor:  Die Geschäftsstelle ((Vertrieb, Abo- und Anzeigenservice)  logiert fortan in der ersten Etage der Buchhandlung Potthoff, Redaktion und die Abteilung für gewerbliche Anzeigenkunden sind nebenan zu finden, im Hause Alleestraße 77-81. Und die kupferne Symbolfigur des journalistisch-forschen „Tüpitter“ werde demnächst auf der Alleestraße stehen, kündigte der RGA gestern an. Der Umzug beweist: Die Verleger Boll haben die Zeitung, nicht aber das Medienhaus übernommen, auch wenn der Name ihrer neuen “RGA-Tochter“ zunächst etwas anderes vermuten ließ. Was also geschieht mit dem markanten fünfgeschossigen Geschäftshaus auf der westlichen Seite des Ebertplatzes, das inzwischen nahezu leer steht, abgesehen von der "Datentechnik" im Seitenflügel? Es heißt, RGA-Altverleger Dr. Wolfgang Pütz beabsiche, das Gebäude zu verkaufen oder zu vermieten. Im Remscheider Rathaus soll er bereits vorgesprochen haben. Motto: „Wenn Sie jemanden wissen sollten, der….!“ Die RGA-Leuchtreklame auf dem Dach des Medienhauses wurde übrigens inzwischen abmontiert.

Lions Clubs sorgen für mehr Grün auf der Balkantrasse

Die beiden Remscheider Lions Clubs haben sich zu einer gemeinsamen Benefizaktion verabredet: Sie pflanzen im Bereich des Lenneper Bahnhofs Bäume und begrünen so den Einstieg zum neuen „Panoramaradweg Balkantrasse“.  Bei der Pflanzaktion, die zur Stunde stattfindet, sind auch die beiden Club-Präsidenten, Dr. Frank Neveling und Kristina Hellwig, mit von der Partie. Anstoß zu der Aktion war der Aufruf des internationalen Lions-Präsidenten Wing-Kun Tam, in diesem Jahr weltweit eine Million Bäume zu pflanzen. Inzwischen sind es schon weit mehr als sechs Millionen.  Pressesprecher Stefan Böhmer vom Lionsclub Remscheid: „Im wald- und baumreichen Remscheid möchten die Lions mit ihrer Baumpflanzung Akzente setzen – und haben sich daher den noch etwas kargen Einstieg zur Balkantrasse ausgewählt. Außerdem wird auf halber Strecke nach Bergisch Born eine Rastinsel gestaltet. Ermöglicht wurde die Aktion durch die großzügige Unterstützung der Remscheider Stadtwerke sowie der Wohnungsbaugesellschaft GEWAG und die tatkräftige Hilfe von Forstamtsleiter Markus Wolff und seiner Mannschaft.“

Müngstener Brücke: "Bauwerk von nationaler Bedeutung"

Foto: Hubert Kaiser (1960)

Prof. Dr. Walter Buschmann, Referatsleiter Technik- und Industriedenkmale beim Amt für Denkmalpflege des Landschaftsverbandes Rheinland, hat vor wenigen Tagen ein Gutachten zur nationalen Bedeutung der Müngstener Brücke vorgelegt, das im Bewerbungsverfahren um den Titel eines Weltkulturerbes sehr hilfreich sein kann. Hervorgehoben wird in dem Gutachten die Bedeutung der Brücke: „Im internationale Vergleich ist die ‚Riesenbrücke bei Müngsten’ … nicht die größte, höchste oder hinsichtlich der Gesamtkonstruktion die längste Brücke dieser Gattung. Ihre hohe Bedeutung resultiert aus dem hier sichtbaren Entwicklungsschritt in der Geschichte der Brücken- oder generell der Stahlkonstruktionen.“ An der Müngstener Brücke zeigten sich die im System der Bogenbrücken verborgenen Möglichkeiten für ein formvollendetes und landschaftsbezogenes Bauen, so der Wissenschaftler. Sein Fazit: „Die Müngstener Brücke ist wegen des Beitrags zum Stahlbau, zum Großbrückenbau, zur Verwissenschaftlichung des Bauwesens und als Beispiel für die gute und landschaftsbezogene Gestaltung einer Ingenieurkonstruktion ein Bauwerk von nationaler Bedeutung.“ Die Brücke sei ein Glanzstück für die Entwicklung dieser Bautechnik, für die Entwicklung der Eisen- und Stahlkonstruktionen und generell für ein mathematisch-wissenschaftlich orientiertes Bauwesen sowie für ein geradezu spektakulär landschaftsbezogenes Bauens.  

Zur Faszination des Bauwerks trage besonders der großformatige Bogen bei: „ Mehr noch als die Balkenbrücken und Deutschen Bögen mussten die echten Bogenbrücken die an sie gestellten besonders hohen gestalterischen Erwartungen erfüllen.  So ist die Wahl des Bogens auch für die Müngstener Brücke eine erste, sehr stark  von ästhetischen Gesichtspunkten bestimmte Entscheidung gewesen. Wie aus der  gut dokumentierten Planungsgeschichte der Müngstener Brücke hervorgeht, wurden  zwar alternative Konstruktionsformen untersucht. Die vom Ministerium für öffentliche Bauten in Berlin bevorzugte Gerüstträgerbrücke wurde jedoch von der Königlichen Eisenbahndirektion Elberfeld abgelehnt, weil die Landschaft negativ beeinflusst  werden könne. Das Tal der Wupper sei ein landschaftlich reizvolles Ausflugsgebiet  und die Ästhetik sei daher gebührend zu berücksichtigen.13 Mit Rücksicht auf die  Schönheit des Tales sei auch eine Auslegerbrücke in Bogenform einer Gerüstträgerbrücke vorzuziehen. Die Opposition der Eisenbahndirektion veranlasste das Ministerium dann im Zuge der Ausschreibung alle drei Konstruktionsformen untersuchen  zu lassen, mit dem Ergebnis, dass sich die Bogenbrücke nicht nur in ästhetischer  Hinsicht sondern auch hinsichtlich der Kosten und der Montagetechnik als die bessere bzw. günstigere Brückenform erwies.“

Gerühmt werde die Müngstener Brücke auch hinsichtlich der wohlausgewogenen  Proportionen und ihrer harmonischen Symmetrie. Dazu trage die parabelförmige  Bogenform mit mehrfach geneigten Ebenen bei: „Zunächst verjüngt sich der Bogen in  der Breite von 19 Meter an den Fußpunkten bis auf 5,5 Meter unter den Gerüst oder Fahrbahnträgern. Diese Schrägstellung der Bogenaußenwände wird ergänzt  durch eine weitere Neigung der Fachwerkebenen aus der Lotrechten nach innen zur  imaginären Mittelachse hin. Beide Schrägstellungen sind statisch bedingt: die Fußpunkte mussten zur Verankerung des Bogens diese Breite haben und die Neigung der Bogenaußenwände gegen die Mittelachse soll den Horizontalkräften aus Wind entgegenwirken. Zugleich bewirken aber diese Maßnahmen eine beeindruckende Eleganz der Linienführung.

Radfahrer erreichen Schloss Burg ohne großes Strampeln

Foto: Kristine Löw.Pressemitteilung der Bergischen Entwicklungsagentur

Über die Hälfte der Besucher von Solingen-Burg nutzen die Seilbahn, die seit nunmehr 60 Jahren die Gäste auf den Berg nach Schloss Burg und auch wieder hinunter befördert. Jetzt ist auch der Fahrradtransport möglich - einmalig in Nordrhein-Westfalen! Die Seilbahnbetreiber haben sechs Sessel umgerüstet, den Prototyp haben sie selbst entwickelt. Dieser ist stufenlos verstellbar und somit für verschiedene Fahrradformen und Größen geeignet. Die Bergische Entwicklungsagentur hat gemeinsam mit der Stadt Solingen für Fahrradständer an Berg- und Talstation gesorgt sowie Umbaumaßnahmen für den stufenlosen Zugang durchgeführt. „Die Maßnahme macht großen Sinn im Hinblick auf den Verbund der Panorama-Radwege“, so Nothnagel. Denn auch wer nicht zu Schloss Burg möchte, kann von der Bergstation gleich weiterfahren zum Bergischen Panorama-Radweg, der in Olpe an den Ruhr-Sieg-Radweg anschließen wird. Der Fahrradtransport ist übrigens nur nach oben möglich, runter fährt es sich selber ja auch schneller. „Wenn die Resonanz gut ist, werden wir weitere Sessel nachrüsten“, verspricht Seilbahnbetreiber Stefan Irlenbusch. Der Fahrradtransport kostet derzeit 1,80 Euro, Rollstühle, Kinderwagen und ähnliches fahren auch in Zukunft kostenlos mit. (Dazu der Ausflugtipp des Waterbölles: Mit dem Fahrrad von Lennep durch das Diepmannsbach- und das Morsbachtal nach Müngsten und weiter nach Unterburg. Dann mit der Seilbahn nach Schloß Burg, weiter nach Wermelskirchen, und über die Bahnkantrasse zurück nach Lennep.)

Der Solinger Ortsteil Burg mit seinem touristischen Anziehungspunkt Schloss Burg soll und muss zeitgemäßer und moderner werden, um neue Zielgruppen anziehen zu können. In enger Zusammenarbeit mit den Gastronomen in Burg und der Hochschule Niederrhein hat die Bergische Entwicklungsagentur (BEA) das Projekt „Burger Gastlichkeit“ im Herbst 2010 gestartet. Im Frühjahr vergangenen Jahres trafen Gastronomen und Studenten in einem Workshop zusammen. Im Rahmen eines Langzeitpraktikums haben sich die Studenten in Folge weiterhin intensiv mit der aktuellen Situation und den Maßnahmen für die Zukunft der Burger Gastronomie auseinandergesetzt. Die Ergebnisse wurden am Donnerstag den Burger Gastronomen vorgestellt. Die Studenten legten eine umfassende Analyse der Ist-Situation sowie der bestehenden und möglichen neuen Zielgruppen vor. Das Gastronomie-Konzept enthält ein Leitbild und einen eigenen Logoentwurf, der eine Burgzinne zeigt mit dem Schriftzug „BURG – Das Gastro Team“, natürlich mit Besteck, und auch der Burger Brezel hat einen Ehrenplatz. Derzeit sind die Besucher vor allem sogenannte Mid Ager (20- bis 49jährige), die hauptsächlich an sonnigen Wochenenden bis 18 Uhr die Burger Gastronomie besuchen. „Die Gastronomie wird während des Tagesausflugs genutzt, extra deswegen kommt keiner“, weiß Annette Nothnagel von der Bergischen Entwicklungsagentur.  Das Ziel: Mehr Besucher an Regentagen, unter der Woche und nach 18 Uhr, mehr Qualität, engere Zusammenarbeit und mehr Angebote für die Zielgruppe der aktiven Best Ager oder auch Geschäftsreisende.

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Jens Nettekoven kandidiert in Remscheid für die CDU

Im Bild v. li. n. re. Markus Kötter, Jürgen Müller, Alexa Schmitz, Jens Nettekoven und Henner Blecher. Foto: Lothar Kaiser (M)Jens Nettekoven ist der Landtagskandidat der CDU für Remscheid. Der Kreisvorsitzende seiner Partei, im Schmitz, Jens Nettekoven und Henner Blecher. Foto: Lothar KaiserHauptberuf Bundeswehrsoldat, erhielt heute Abend auf der Kreismitgliederversammlung im Schützenhaus 69 Stimmen, seine Gegenkandidatin Alexa Schmitz, die Vorsitzende der örtlichen Frauen-Union, 32. Von den 103 abgegebenen Stimmen war eine ungültig, ein Mitglied enthielt sich der Stimme. "Und dann wollen wir jetzt alle dafür sorgen, dass Jens Nettkoven auch gewählt wird", sagte Sitzungsleiter Jürgen Müller anschließend. Zuvor hatte er mit Erfolg appelliert, "ohne bösen Blut" in die geheime Wahl (drei Wahlurnen) zu gehen, und "nach dem friedlichen Wettbewerb" den-/diejenige(n) zu unterstützen, der/die auf sich die meisten Stimmen habe vereinigen können. "Denn nur so kann es gelingen, diesen Wahlkreis für die CDU auch zu holen!"

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Henner Blecher hatte die Parteimitglieder um 18 Uhr begrüßt und die Leitung der Wahlversammlung an Jürgen Müller abgegeben, sobald die Anwesenden diesen als Versammlungsleiter bestätigt hatte. Müller warnte die Mitglieder davon, ihren Stimmzettel außerhalb der drei aufgestellten Wahlkabinen auszufüllen, da sonst die Wahl insgesamt angefochten werden könne.

Die beiden Kandidaten waren noch nicht zu Wort gekommen, da fragte bereits Johannes Krämer, ob eine weibliche Kandidatin – durch die Frauenquote und über die Landesliste – nicht größere Chancen auf ein Landtagsmandat habe als ein männlicher. Jürgen Müller musste ihn enttäuschen: Es gäbe bei der Zusammenstellung der CDU-Landesliste gar keine Frauenquote. Roswitha Müller-Piepenkötter ergänzte, wohl aber gebe die Empfehlung, dass an der Spitze der Liste jeder 4. Platz nach Möglichkeit mit einer Frau besetzt werden solle. Die Liste aber, so ihr Ehemann, habe in den zurückliegenden Wahlen so gut wie nie gezogen: „Wir müssen diesen Wahlkreis schon direkt holen, dann unser Mann / oder unsere Frau in den Landtag kommt!“
Nachfolgend die Wahlreden von Alexa Schmitz und Jens Nettekoven:

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St. Suitbertus: Kirchturm bald wieder ohne Baugerüst

Blick auf die Bismarckstraße über das Kirchenschiff der kath. Pfarrkirche  St. Suitbertus hinweg.  Foto: Hans Jürgen Roth 

An der katholischen Pfarrkirche St. Suitbertus am Markt nagte der Zahn der Zeit. Zunächst unbemerkt.  Vor vier Jahren zeigten sich dann  innen im Mauerwerk erste Feuchtigkeitsflecke. Da war dann der Handlungsbedarf klar: Im Dezember 2008 wurde der Kirchturm eingerüstet. Nur so konnte das Ausmaß der Schäden ermittelt werden. Aus der damaligen Bestandsaufnahme ergaben sich umfangreiche Sanierungsarbeiten.  So mussten etwa am Kirchturm der Fugenmörtel herausgefräst und erneuert werden. Denn bei früheren Instandsetzungsarbeiten war der  brüchig und wasserdurchlässig gewordene  Mörtel durch Silicon ersetzt worden, und danach hatten die Handwerker die Fugen neu verputzt. Ein Verfahren, das damals „state of the Art“ gewesen sein mag, das sich aber inzwischen aus völlig falsch herausgestellt hat. „Der Mörtel brach aus, und das Silicon löste sich von den Steinen“, erinnert sich Karola Abrahams,  die Vorsitzende des vom Kirchenvorstand eingerichteten Bauausschuss. Gemeinsam mit dem Düsseldorfer Architekten Wolfgang Brechbühl und weiteren am Verfahren Beteiligten, darunter Dr. Angela Koch von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Remscheid, wird sie sich heute in luftiger Höhe ein Bild davon machen, ob alle in Auftrag gegebenen Arbeiten ordnungsgemäß ausgeführt worden sind. „Wenn alles okay ist, soll in der nächsten Woche das Gerüst abgebaut werden“, berichtete Karola Abrahams dem Waterbölles. Doch damit sind die Sanierungsarbeiten noch immer nicht abgeschlossen: In nächster Zeit werden sich Dachdecker um das Dach des Kirchenschiffes kümmern, das im vergangenen Jahr unter den Schneemassen gelitten hat, die von der Feuerwehr hatten beseitigt werden müssen.

Foto: Hans Jürgen RothWas der Betrachter von unten gar nicht erkennen kann: An den Außenmauern des Kirchturms gab es seit Sommer 2010 –  damals waren die Arbeiten mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt worden („Erlaubnisverfahren“) – für diverse Handwerker viel zu tun. Lockere Ziegel und Natursteine mussten neu eingesetzt und schadhafte erneuert werden. Dr. Angela Koch: „Bei einem Denkmal wie der Suitbertus-Kirche kommt es auf eine materialidentische Sanierung an!“ Das erforderte mehrfach Ortsbegehungen, zum Beispiel zur Bemusterung neuer Ziegel nach Größe und Farbe. Auch mussten brüchige Natursteine exakt nachgebaut werden.  Erneuert wurden auch die Schall-Luken, der Taubenschutz und einige Gläser in der Fensterrosette. Und die Gesimse erhielten Bleiabdeckungen. Für die Katholische Pfarrgemeinde allein wäre  die Sanierung nicht zu bezahlen gewesen. Zum Glück übernahm das Kölner Erzbistum den Großteil der  Kosten.

Detailaufnahmen von der Sanierung - vorher und nachher. Fotos: Hans Jürgen RothHans Jürgen Roth, dem im Jahre 2008 mit „Geschichte unserer Stadt“  ein fesselnder Buch über Remscheid gelang, kennt sich auch in der Remscheider Kirchengeschichte bestens aus. Nachdem er sich durch wahre Aktenberge gewühlt hatte, katalogerierte er seine Funsstücke nach Oberbegriffen. Die Frage nach Daten aus der Geschichte der Suitbertus-Kirche war daher schnell beantwortet: Das Kirchendach wurde demnach 1951, 1965, 1968, 1979 und 1985  ausgebessert, 1979 auch das Mauerwerk. In den Jahren 1967 und 1970 wurden Fenster saniert. 1974 folgte eine Instandsetzung der Kirchturms und der Blitzschutzanlage (zum zweiten Mal 1998), 1975 die der Kirchturmspitze mit dem Wetterhahn (kl. Foto links unten). 1967/77 wurde eine weitere Instandsetzung des Turmes und der Kirche notwendig. 1979, 1985, 1990, 1992 und 1992 mussten Sturmschäden repariert werden (abgeflogener Abfallrohre, beschädigte Schieferplatten, Dachrinnen und Schneefanggitter). Hans Jürgen Roth: „Man sieht: in exponierter Lage der bergischen Witterung ausgesetzt, ist der Turm ein hochgradig anfälliges Objekt. Allein all die Sturmschäden)!“

Der Wetterhahn auf der Spitze des Kirchturms. Foto: Hans Jürgen RothIn den 1970/80er Jahren sei ein Fugenputz der letzte Schrei gewesen, so Roth, „der zwar von außen weitgehend  wasserdicht war, doch der auch Feuchtigkeit von innen nicht mehr herausließ. Da konnte der Frost zum wahren Sprengmeister werden,  und der Mörtel platzte wieder heraus.“ Beim Aachener Dom habe der dortige Dombaumeister Maintz das gleiche Problem mit dem Putz gehabt. Er habe sich dann auf eine Mörtelform besonnen, die schon die Baumeister des alten Rom benutzt hätten.

Die St. Suitbertus-Kirche ist übrigens eines von insgesamt 660 Baudenkmälern in Remscheid.  Dazu gehören auch der Wasserturm Hochstraße, die Rathäuser in der Innenstadt und in Lüttringhausen, der Steffenshammer im Gelpetal, die Statue „Genius des Lichtes“ am Thüringsberg, die Panzertalsperre, das Röntgen-Gymnasium in Lennep und die Kindertageseinrichtung „Villa Kunterbunt“ in Hasten. (Fotos: Hans Jürgen Roth)

Alter Güterbahnhof Lennep darf Gewerbegebiet werden

Foto: Lothar Kaiser

Ein seit Jahren gehegter Plan der Stadt Remscheid ist es, aus dem brachliegenden Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofes Lennep ein architektonisch hochwertiges Gewerbegebiet zu machen. Es gab eine Zeit des Optimismus, da wurde die Erschließung der Flächen für Ende 2008/ Anfang 2009 angekündigt. Getan hat sich bislang nichts.  Der Bebauungsplan 485 über die rund 40.000 Quadratmeter große Freifläche westlich des Bahnhofs Lennep und östlich Schlachthofstraße, Karlstraße und Kimmenauer Weg ist zwar seit dem 14. Juli 2006 rechtskräftig. Doch die Erschließung des Ge­biets war bislang nicht möglich, weil sich kein Investor fand. Nach einer europaweiten Ausschreibung schien einer kurzfristig in Sicht zu sein, kam aber alsbald wieder abhanden. Gerne hätte die Stadt Remscheid das Gelände selbst erschlossen. Doch die Kredite, die dafür hätten aufgenommen werden müssen, verbot die Kommunalaufsicht in Düsseldorf. Jetzt endlich die gute Nachricht: Die Bezirksregierung hat die Erschließung genehmigt. Der Bescheid sei im Rathaus eingegangen, berichtete dem Haupt- und Finanzausschuss, der nach der gestrigen Sondersitzung des Rates tagte, Stadtplaner Hans Gerd Sinnenschein freudig. „Spätestens Ende 2013 werden wir interessierten Unternehmen die erschlossenen Bauflächen anbieten können. Das ist gut für die heimische Wirtschaft!“ Was bislang unmöglich erschien, wurde jetzt erlaubt: Die finanzschwache Stadt darf die Erlöse aus dem Grundstücksverkäufen zur Finanzierung der Erschließung heranziehen. Bislang hätten das Geld einzig und allein dem Abbau der städtischen Schulden dienen dürfen, berichtete ergänzend Bernd Lindmeyer, der Leiter der Kämmerei. „Wir können jetzt aus dem Stand loslegen!“ (Ausführlich hatte der Waterbölles am 10. Oktober 2011 über das Hickhack um das Lenneper Bahnhofsgelände berichtet.)

Asphaltarbeiten am Knotenpunkt Handweiser/Zentralpunkt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Während der Osterferien (2. bis 14. April) wird im Verkehrsknotenpunkt Handweiser/Zentralpunkt (Schnittpunkt der Lenneper Straße, Burger Straße und Bismarckstraße) die Fahrbahndecke in mehreren Teilbereichen saniert. In einigen Haltstellenbuchten werden neben der Fahrbahn auch Bordsteine erneuert. Außerdem wird eine Wartehalle ersetzt. Für alle Verkehrsteilnehmer - Fahrzeugführer genauso wie Fußgänger und Busfahrgäste – bedeutet das Einschränkungen. Fahrspuren werden verschwenkt und die Halteplätze der Linienbusse verlegt. Weil alle Fahrbeziehungen während der gesamten Bauzeit bestehen bleiben und deshalb in kleinen Teilabschnitten gearbeitet wird, wechselt die Verkehrsführung in dieser Zeit häufig. Autofahrer werden gebeten, die Baustelle mit besonderer Aufmerksamkeit und Vorsicht zu durchfahren. Busfahrgäste werden über Aushänge an den Haltstellen über mögliche Verlegungen informiert. (Büro der Oberbürgermeisterin)

„Alte Hasen und neue Besen“: Tag für Presbyter/innen

Pressemitteilung des ev. Kirchenkreises Lennep

Die Presbyterien sind nach den Wahlen Anfang dieses Jahres neu zusammengesetzt, und nun treffen „Alte Hasen“, Presbyteriumsmitglieder mit zum Teil langjähriger Erfahrung auf „Neue Besen“, neu eingeführte Mitglieder. Am Samstag, 31. März, wollen sie von 9.30 bis 12.30 Uhr im Haus der Kirche in Remscheid-Lennep, Geschwister-Scholl-Straße 1a, miteinander diskutieren, wie der Stabwechsel nach der Wahl in den Presbyterien reibungslos gelingen kann. Den Presbytertag gestalten Cornelia vom Stein, Synodalbeauftragte für Presbyteriumsfortbildung, und Superintendent Hartmut Demski. Aspekte, die uns diesem Vormittag beschäftigen werden: Rechte und Pflichten im Presbyteramt, Informationen über den Kirchenkreis, die Evangelische Kirche im Rheinland, die EKD,  Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit, Gremien. Presbyterinnen und Presbyter melden sich bitte bei Frau von Schubert 02191-968118 oder per Mail (sekretariat-bildung@kklennep.de">sekretariat-bildung@kklennep.de) an. (Ingo Klein)

In einer Wohnung an der Mozartstraße verpuffte Gas

Pressemitteilung der Feuerwehr Remscheid

Um 19:17 Uhr ging gestern in der Leitstelle der Feuerwehr Remscheid die Meldung ein, dass Gasgeruch in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Mozartstrasse wahrnehmbar sei. Das Gebäude wurde sofort durch die Polizei und die Feuerwehr geräumt und ein Absperrbereich eingerichtet. Die Mozartstrasse wurde für Fußgänger und den Verkehr gesperrt.  Feuer und Lichtquellen durften nicht betätigt werden. Die Erkundung durch die Feuerwehr ergab, dass es zu einer Verpuffung in einer Gastherme gekommen war. Die Gaszufuhr wurde abgesperrt. Nachdem in der Wohnung keine Gaskonzentration mehr zu messen war, konnten die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, die Sperrung der Strasse wurde aufgehoben. Eine Fachfirma wurde zur Überprüfung der Heizungsanlage angefordert. (Wolfgang Krömer)