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Beschädigte Stromleitung riss in Lennep Bürgersteig auf

Pressemitteilung der Feuerwehr Remscheid

Auf dem Gehweg vor dem Haus Am Stadion 29 waren gestern gegen 20.45 Uhr auf einer Fläche von ca. einem Quadratmeter einige Gehwegplatten auf die Strasse geflogen. Aus dem Loch drang geringer Gasgeruch, und nach Aussage der alarmierten Polizei hatte es eine Stichflamme gegeben und – wie EWR-Mizarbeiter bestätigten – einen Stromausfall. Der Bereich wurde von der Polizei und Feuerwehr großräumig abgesperrt. Brandschutzmassnahmen wurden vorbereitet, und ein zweiter Führungsdienst der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Lennep  und eine Betreuungskomponente der Hilfsorganisation wurden nachgefordert. Messungen ergaben eine geringe Gaskonzentration und geringe Mengen von CO. Das Haus Am Stadion 29 wurde daraufhin evakuiert, und die Bewohner wurden auf der Strasse hinter einer Absperrgrenze betreut. Nachdem zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Messungen im Haus und auf dem Bürgersteig negativ ausgefallen war, konnten die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Sperrung der Lenneper Strasse wurde aufgehoben.  Die EWR hattem zuvor definitiv eine Beschädigung der Gasleitung ausgeschlossen. Die Beschädigung der 10 KV-Strimmleitung war durch einen Kurzschluss ausgelöst worden. (Wolfgang Krömer)

IHK-Vollversammlung will Ikea in W und das DOC in RS

Pressemitteilung der IHK

„Nehmen Sie mit nach Düsseldorf, dass die IHK-Vollversammlung mit großer Mehrheit für die Ansiedlung von Ikea in Wuppertal und eines DOC in Remscheid ist.“ Mit diesen deutlichen Worten appellierten die gewählten Vertreter der 36.000 bergischen Unternehmer an Martin Hennicke, Leiter der Abteilung Landes- und Raumplanung in der Staatskanzlei NRW. Hennicke hatte zuvor in der IHK-Hauptgeschäftsstelle Wuppertal die landesplanerischen Vorstellungen der Landesregierung und die aktuelle Gesetzeslage erläutert. Im Mittelpunkt stehe die gewollte Stärkung der gewachsenen Zentren, was Großflächigen Einzelhandel außerhalb der Innenstädte aber nicht grundsätzlich ausschließe. Entscheidend sei, wie sich diese Projekte auf die gewachsenen Zentren auswirken würden. Das gelte auch für die in der Region diskutierten Vorhaben. Deshalb sei bisher auch noch keinerlei Vorentscheidung gefallen, sondern es handle sich um einen „offenen Prozess“. Hennicke wörtlich: „Wir werden mit den Vertretern der Region in Gesprächen ausloten was geht, und was nicht geht“. Anschließend diskutierte die Vollversammlung über die Zukunft der Bergischen Entwicklungsagentur (BEA). Die Unternehmer sprachen sich für die Fortführung der BEA nach 2014 aus, forderten aber auch mehr Kompetenzen für die Agentur. Weitere Themen waren die im nächsten Jahr anstehen Wahlen zur Vollversammlung sowie die ebenfalls 2013 stattfindende Landeskonferenz der Wirtschaftsjunioren in Wuppertal.

182.000 Euro vom Land für neue RFID-Technik der Bücherei

Ab 2013 Rückgabe ausgeliehener Bücher rund um die Uhr“, stellte der Waterbölles am 5. April den Plan der Stadt Remscheid vor, die Öffentliche Bibliothek mit RFID auszustatten. Die Abkürzung steht für „Radio Frequency Identifikation“, eine neue Technik zur Verbuchung und Sicherung von Medien wie Büchern und DVD, bestehend aus einem an jedem Buch angebrachten Code / Chip und einem Lesegerät. RFID soll den Ausleihprozess wesentlich erleichtern und „dazu beitragen, die Handlungsfähigkeit der Bibliothek trotz sich stetig reduzierenden Personalbestands sicherzustellen“, hieß es gestern in einer Presskonferenz in der Bücherei an der Scharffstraße. Dazu eingeladen hatte Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann, weil „das noch junge Kommunale Bildungszentrum der Stadt allen Grund zur Freude hat“: Die Bezirksregierung Düsseldorf hat dem Antrag auf Einführung der neuen Technik in der Bibliothek stattgegeben. Damit werden in den Jahren 2012 und 2013 voraussichtlich fast 182.000 Euro nach Remscheid fließen. Das entspricht etwa 80 Prozent der Gesamtkosten. Auf die Stadt entfallen 52.000 Euro – in der Hauptsache für die notwendigen Umbauten.

Gemeinsam mit Henkelmann erläuterten die Fachdienstleiterin des Kommunalen Bildungszentrums, Nicole Hauser-Grüdl, und die Abteilungsleiterin der Bibliothek, Cornelia Pauß, den vorgesehenen Zeitplan: Im Laufe dieses Jahres sollen sämtliche 200.000 Medien der Stadtbücherei Strichcode- Etiketten erhalten. Dafür wird die Zentralbücherei allerdings zwei Wochen geschlossen werden müssen. Wann genau das geschehen soll, steht noch nicht fest. Hauser-Grüdl: „Das hängt vom Ausschreibungsverfahren ab, das jetzt starten kann!“

Im vergangenen Jahr liehen die 9.000 Nutzer der Bücherei rund 460.000 Medien aus. In diesem Jahr dürfte die „Spitzenreiterin“ eine Remscheiderin werden, die sich für eine Kinderferienfreizeit auf einen Schlag mit 234 ausstattete. Cornelia Pauß: „Die Ausleihquittung war vier Meter lang!“ Ein Auftrag, der die beiden Ausleihautomaten, die „hoffentlich im Herbst nächsten Jahres in Betrieb gehen werden“ (Hauser Grüdl) überfordern würde. Die Verbuchung kleinerer Medienstapel ist für sie aber kein Problem; der RFID-Code auf den Medien macht’s möglich. Und er verhindert zusammen mit einem neuen „Sicherheits-Gate“ an den Ausgängen, dass Kunden das Gebäude mit Medien verlassen können, die sie „versehentlich“ vorher nicht eingescannt haben. Aus diesem Grunde brauchen Kunden auch größere Taschen nicht mehr in Garderobenfächer einzuschließen, bevor sie sich Bücher oder andere Medien aussuchen – die neue Technik findet auch „unsichtbare“ Gegenstände mit RFID-Code. Und deshalb kann der bisherige Garderobenbereich zwischen Service-Schaltern und Foyer durch Mauern abgetrennt und für den Einbau von zwei Rückgabe-Automaten verwendet werden. In diesen werden die Medien in fünf Körben vorsortiert, was den Mitarbeiter/innen die anschließende Einsortierung in den jeweiligen Abteilungen der Bücherei wesentlich erleichtert. Eine zweite Rückgabestelle, rund um die Uhr nutzbar, wird im Untergerschoss am Eingang zur Kinderbücherei entstehen. Dafür entfällt die rechte der beiden jetzigen Türen.

Alle Rückgabe- Automaten registrieren, ob jemand die Ausleihzeit überschritten hat. In diesem Fall wird eine Gebühr fällig. Die kann der Automat zwar nicht kassieren. Doch die Ausleihautomaten, die zwischen Foyer und Service-Bereich aufgestellt werden sollen, geben bei der nächsten Ausleihe die gewünschten Medien erst dann frei, wenn die Gebühr an der Kasse entrichtet worden ist.

„Im Vergleich zur manuellen Einzelverbuchung und Ausleihe fällt bei der Stapelverbuchung und der selbständigen Rückgabe der Medien durch den Kunden keine längere Wartezeit mehr an“, ist sich Nicole Hauser-Gründl sicher. Vorteil für die Mitarbeiter/innen: Sie werden von Routinetätigkeiten entlastet und können sich - dem neuen Bibliothekskonzept entsprechend - der Förderung und Ausbildung der Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen sowie dem Aufbau einer Schülerbibliothek sowie Veranstaltungen zur Einführung in den wissenschaftlichen Umgang mit Medien widmen. Vorteil für die Stadt Remscheid: Zwei 0,5-Stellen im Bereich Ausleihe/Buchpflege bzw. Zugang lassen sich durch die neue RFID-Technik einsparen. (Zusätzlich zu den 20,6 Stellen, die im Bildungszentrum bis 2020 wegfallen sollen, sieben davon in der Bücherei.)

Nicole Hauser-Grüdl verspricht sich von der neuen Technik enien um fünf Prozent wachsenden Kundenstamm. Übrigens, sollten Sie noch nicht Kunde der Stadtbücherei sein: Der Jahresbeitrag für einen Erwachsenen beträgt bei unbeschränkter Ausleihe 24 Euro.

Arbeitsmarkt in Remscheid war im Juni stark in Bewegung

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt in Remscheid scheint vom saisonalen Trend gänzlich unbeeindruckt: obwohl sich mehr Jugendliche nach Schule und Ausbildung übergangsweise arbeitslos melden mussten, konnte die Arbeitslosenquote gesenkt werden. Die Betriebe haben zwar weniger eingestellt als im Vormonat mit seiner Frühsommerbelebung, haben aber noch weniger entlassen. Dass letztendlich an der Bismarckstraße mehr Abgänge als Zugänge zu zählen waren und im Gesamtergebnis die Schar der Arbeitslosen um 26 verringert werden konnte, ist ausschließlich den Kunden des Jobcenters zu verdanken, die sich in hohem Maße aus persönlichen Gründen abgemeldet haben. Ein Abgleich der Einstellungs- und Entlassungspraktik der Unternehmen mit dem Stellenzugangs verdeutlicht jedoch, dass die Hochzeit des Konjunkturaufschwungs vorbei zu sein scheint. Der Agentur wurden 62 Stellen weniger gemeldet als im Mai, und mit 192 avisierten offenen Stellen hat diese Größenordnung einen Stand nur leicht über dem im Juni 2009 und ist halbiert gegenüber 2011.

Mehr als 1.300 Zu- und Abgänge zeigen auch in diesem Monat wieder deutlich, dass der Arbeitsmarkt in Remscheid stark in Bewegung war. Dabei ergibt sich ein durchaus differenziertes Bild: Die Betriebe haben im Juni 45 Mitarbeiter weniger entlassen als im Vormonat, so dass sich aktuell 266 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet haben, nach 311 im Vormonat. Dem gegenüber hat man 245 Arbeitsuchende und damit 43 weniger als im Vormonat neu eingestellt. Während sich 149 Menschen nach einer Ausbildung oder öffentlich-rechtlich geförderten Maßnahme arbeitslos meldeten, da sie nicht sofort im Anschluss Arbeit fanden, konnten diesmal 101 Personen in eine solche Maßnahme als Teilnehmer eingestiegen. Den größten Anteil am Rückgang der Arbeitslosenzahlen ergibt sich aber aus der Differenz bei den in der Person des Arbeitslosen liegenden Gründen und die dadurch entstandene bzw. beendete Arbeitslosigkeit. Ca. 250 Menschen haben sich nach Krankheit oder Nichterwerb arbeitslos gemeldet, etwas über 330 haben sich mit diesen und ähnlichen Gründen verabschiedet. Insgesamt meldeten sich an der Bismarckstraße im ersten halben Jahr damit 5.146 Männer und Frauen arbeitslos. Der Vergleichswert des Vorjahres lag bei 5.078 und somit um 68 oder 1,3 Prozent niedriger. Darunter waren 2.086 Meldungen nach einer Erwerbstätigkeit und 1.017 nach einer Ausbildung/Maßnahme. Über 1.900 Abmeldungen hatten persönliche Gründe. Abgemeldet haben sich dagegen 4.623 Personen, das sind 971 oder 17,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Darunter waren 1.568 Abmeldungen in Arbeit und 707 in eine Maßnahme oder Ausbildung. Über 2.300 Abmeldungen lagen in der Person begründet. Im Ergebnis waren damit 26 oder 0,5 Prozent weniger Arbeitslose als im Mai zu verzeichnen. Somit bleiben insgesamt 5.245 Männer und Frauen in der Stadt Remscheid auf der Suche nach einer Beschäftigung. Der Vergleich mit dem Vorjahr ist sprunghaft weiter ins Negative gerutscht. Nach einer Negativdifferenz von 246 im Vormonat sind nunmehr 333 oder 6,8 Prozent mehr Arbeitslose gegenüber 2011 zu zählen. Die Arbeitslosenquote beträgt 9,0 Prozent nach 9,1 Prozent im Vormonat und 8,4 Prozent vor einem Jahr.

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Fördergelder für 'Gipfelstürmer' und digitale Medien in NRW

Pressemitteilung der Bergischen Entwicklungsagentur

Bis zum 26. August  können sich Gründerinnen und Gründer aus allen Branchen in Nordrhein- Westfalen für den "Gipfelstürmer NRW 2012" bewerben. Mit diesem Gründerpreis fördern die NRW.BANK und das Wirtschaftsministerium des Landes junge Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2007 und dem 31. Dezember 2010 in NRW gegründet wurden, nicht mehr als 50 Mitarbeiter beschäftigen und höchstens zehn Millionen Euro jährlich umsetzen. Neben dem Geschäftserfolg werden Kriterien wie die Kreativität der Geschäftsidee, die Entwicklung besonders innovativer oder Ressourcen schonender Produkte, neue Produktionsverfahren oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in die Bewertung der Jury einbezogen. Die Preisgelder (1. Platz: 5.000 Euro, 2. Platz: 2.000 Euro, 3. Platz: 1.000 Euro) werden von der NRW.BANK gestiftet.
Soeben erst ist der Startschuss für das neue Innovationsprogramm „Digitale Medien NRW“ gefallen. Mit dem Förderprogramm in Höhe von zehn Millionen Euro will die Landesregierung in Kooperation mit der Film- und Medienstiftung / Mediencluster NRW im Rahmen der Initiative Digitales Medienland NRW die NRW-Medienbranche nachhaltig fördern und im internationalen Wettbewerb stärken. Förderschwerpunkte des Programms sind Creative Technologies – Digital Business – Werbung und Marketing – Games und Interactive Media – Mobile Media – Internet, Web 2.0 und Social Medial – Digital Content. Das läuft 2012 und 2013. Die Anträge in diesem Jahr sind bis spätestens 31. August einzureichen. Die Frist im kommenden Jahr endet am 22. März.

Pfiffe und wenig wohlklingende Blechinstrumente störten

Mitglieder der Bergischen Symphoniker gaben gestern Nachmittag vor und während der Ratssitzung ihrem Missfallen an den Sparplänen von Rat und Verwaltung auf dem Rathausplatz lautstark Ausdruck – durch Pfiffe und wenig wohlklingende Blechinstrumente. Was sie nicht wussten und nur die Orchesterkollegen auf der Zuschauertribüne im Großen Sitzungssaal des Rathauses miterlebten, darunter auch ihr Dirigent Peter Kuhn: Der Protestlärm fiel durch geöffnete Fenster mitten in die Würdigung des verstorbenen CDU-Ratsmitglieds Hans Herbert Wilke durch Oberbürgermeisterin Beate Wilding. Zu Ehren Wilkes erhoben sich die Anwesenden zu einer Gedenkminute. Und der Lärm hielt an. Auch während sich die Vorsitzenden der sechs Ratsfraktionen kontrovers und ernsthaft mit der Zukunft der Bergischen Symphoniker auseinandersetzten. Beifall von der Zuschauertribüne gab es lediglich für Jochen Siegfried (CDU) und Fritz Beinersdorf (Linke), die es lieber gesehen hätten, wenn der Rat auf die Sparmaßnahme, die das Orchester betrifft, verzichtet hätte. Tat er aber nicht, sondern bestätigte den Beschluss des Haupt- und Finazausschusses. Nachfolgend die Auszüge aus den Etatreden, die das Orchester betrafen:

  • Jochen Siegfried, Fraktionsvorsitzender der CDU: „Die CDU-Fraktion hat sich von Anfang an für den Erhalt unseres Orchesters ausgesprochen und für konstruktive Verhandlungen mit Solingen. Was Verwaltungsspitze und Ampel … anstreben, ist ein Tod unseres Orchesters auf Raten. Die Reduzierung des Betriebskostenzuschusses der Stadt Remscheid an die Bergischen Symphoniker ist nur die schöne Umschreibung für ein Vorhaben, dem sich Verwaltungsspitze und Ratsmehrheit schon lange verschrieben haben. Nämlich das Orchester platt zu machen. Sie halten ein eigenständiges Orchester in unserer Stadt für überflüssig. Wir sehen dies entschieden anders.“
  • Hans Peter Meinecke, Fraktionsvorsitzender der SPD: „Im Orchesterbereich müssen zur Abwehr einer Auflösung der GmbH mindestens 500.000 € beim städtischen Zuschuss eingespart werden. Daneben muss der geltende Vertrag gekündigt und ein neuer moderner und fairer Vertrag verhandelt werden. Falls aber die notwendigen Kürzungen des städt. Zuschusses und andere Vertragsbedingungen nicht erreicht werden, kann und wird Remscheid die Zahlungen im Rahmen des Verlustausgleichs und der Nachschusspflicht nicht weiter leisten, nicht weiter leisten können. Bei Uneinsichtigkeit unseres Geschäftspartners aus Solingen wird notfalls und als letzte Konsequenz eine gerichtliche Klärung erforderlich und nicht zu verhindern sein.“
  • Wolf Lüttinger, Fraktionsvorsitzender der FDP: „Wir wollen alle Chancen nutzen, die Bergischen Symphoniker als Orchester für Remscheid und Solingen zu erhalten. Der größte Rückschlag hierfür bestand sicherlich schon in der Absage der Stadt Wuppertal gegenüber einem gemeinsamen bergischen Orchester, als der Wuppertaler Oberbürgermeister öffentlich das einseitige Ende der Projektidee mitteilte. Im weiteren Verlauf war es fast zwangsläufig, dass die Zukunft unseres Orchesters im Zusammenhang mit dem Haushaltssanierungsplan diskutiert wird. Ein Sanierungsplan gänzlich ohne Einsparungen beim Orchester geht nicht auf. Ohne die Konsolidierungssumme, die wir uns derzeit vom Orchester erhoffen, wäre der Haushaltssanierungsplan nicht genehmigungsfähig. In unserem Ergänzungsantrag zeigen wir allerdings einen Weg auf, der am Ende die Zukunft der Bergischen Symphoniker und einen erfolgreichen Haushaltssanierungsplan in Einklang bringen könnte. Hierfür muss sich die Stadt Solingen bewegen.
  • Wenn die Stadt Solingen nicht bereit ist, ernsthafte und ergebnisorientierte Gespräche zu führen, dann gibt es keine Chance für die Symphoniker. Am Ende müssen konkrete Summen und ein neuer Gesellschaftsvertrag stehen. Ein „Weiter so“ kann es nicht geben, selbst wenn beide Städte die sprudelnden Geldquellen auftäten. Ein „Weiter so“ darf es zudem nicht geben, weil es nicht vorstellbar ist, dass die Kommunalaufsicht die nicht genehmigte, unbeschränkte Nachschusspflicht für die beiden Städte weiterhin akzeptiert. Die Städte werden einen neuen Gesellschaftsvertrag verhandeln müssen, und diese Situation sollten wir nutzen, um eine Konstruktion zu schaffen, die das Fortbestehen des Orchesters langfristig garantiert.“
  • Beatrice Schlieper, Fraktionssprecherin der Grünen: „Ich will nicht verhehlen, dass viele Maßnahmen … für uns Grüne bitter und schmerzhaft sind. Mit einer überstürzten Kündigung des Gesellschafter-Vertrages der Bergischen Symphoniker zum Beispiel haben wir Grüne uns nicht abgefunden. Der Antrag, den die Gestaltungsmehrheit vorgelegt hat, eröffnet aus meiner Sicht die Möglichkeit, zu einer Einigung mit unseren bergischen Nachbarn zu kommen, unser Orchester zu erhalten und den Stärkungspakt trotzdem zu erfüllen. Aber – und das sei klar gesagt- letzteres hat die oberste Priorität!“
  • Wieland Gühne, Fraktionsvorsitzender der W.i.R.: „W.i.R. fühlen uns bestätigt. Seit dem Jahr 2007 werben W.i.R. für das sogenannte „Bürgerorchester“, bei welchem der Betriebskostenzuschuss der Stadt Remscheid dauerhaft um 500.000,- € reduziert wird. Durch Dritte wird der fehlende Anteil der laufenden Kosten übernommen. Jetzt soll das umgesetzt werden. Zumindest beginnt eine ernsthafte Diskussion. W.i.R. unterstützten diesen Weg. Zugegeben, etwas Angst habe ich schon, dass die Politik noch einknickt. Hoffen wir das Beste!“
  • Fritz Beinersdorf, Fraktionsvorsitzender der Linken: „Statt „Kündigung des Gesellschaftervertrages Bergische Sinfoniker“ heißt es in der neuen Fassung „Reduzierung des Betriebskostenzuschusses der Stadt Remscheid an die Bergischen Sinfoniker - Orchester der Städte Remscheid und Solingen“. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses habe ich gesagt, dass dies ein Konkurs der GmbH durch die kalte Küche wäre. In der anschließenden Sitzung des Ältestenrates haben mich die Ausführungen des Wirtschaftsprüfers, Herrn Daum, in meiner Auffassung bestätigt. Die Maßnahme wird unsere Zustimmung nicht erhalten. Wenn wider Erwarten am Ende des Jahres die Symphoniker doch noch gerettet werden sollten dann nicht wegen Remscheid, sondern trotz Remscheid.“

3.6.: Zweite Auflage von "Brems Dich - rette Leben"

24-Stunden-Blitz-Marathon: Im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne "Brems Dich - rette Leben" der Polizei in NRW startet am 3.Juli, ab 6 Uhr die 2. Auflage des 24-Stunden-Blitz-Marathons. Die Bereitschaft der Menschen im Bergischen Städtedreieck, sich beim 2. Blitz-Marathon mit Vorschlägen zu beteiligen, war überwältigend. Es meldeten sich 638 Bürgerinnen und Bürger per Telefon oder Mail und gaben Hinweise auf insgesamt 711 "persönliche Wutpunkte“. Nach einer abschließende Auszählung (u.a. Bereinigung von Doppelmeldungen) und Bewertung blieben insgesamt 433 übrig, 76 davon in Remscheid. Dazu zählt auch die Honsberger Straße unterhalb der Alexander Straße.

Aufmerksame Zeugen riefen Polizei: Vergangene Nacht gegen 2.30 Uhr versuchte ein Einbrecher in ein Stehcafé an der Blumenstraße einzudringen. Als er die Tür zum Kiosk aufhebelte, wurden ein 30-jähriger Remscheider und ein 56 Jahre alter Solinger auf die Geräusche aufmerksam. Als der Einbrecher merkte, dass man ihn ertappt hatte, flüchtete er zunächst, konnte jedoch aufgrund der guten Zeugenbeschreibung von der Polizei wenig später festgenommen werden. Im Rucksack des 31 Jahre alten Remscheiders fanden die Beamten neben diversem Einbruchwerkzeug (Nothammer, Zange, Schraubendreher) auch ein Notebook und einen DVD-Player, die möglicherweise aus einem weiteren Einbruch stammen. (aus dem Presebericht)

„Die Rathäuser müssen sich jetzt bewegen!“

Pressemitteilung der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Solingen

„Dass bei den Remscheider Sparbeschlüssen zumindest die Kündigung des Orchestervertrags vom Tisch ist, bedeutet sicherlich einen Fortschritt“, sagt Dorothee Daun, kulturpolitische Sprecherin der Solinger SPD-Fraktion, in einer ersten Bewertung. „Wir haben jetzt etwas Luft, gemeinsam nach Möglichkeiten von Einsparungen zu suchen.“ Deutlich abweichend von den bisherigen Forderungen will Remscheid nun seinen Haushalt bei den Symphonikern jährlich um 500.000 Euro entlasten. Ein neu gegründeter kleiner Arbeitskreis aus Spitzenvertretern beider Verwaltungen sitzt bereits an der Aufgabe, Vorschläge zu machen. „Natürlich ist es sehr zu begrüßen, dass nun endlich direkt miteinander gesprochen wird“, sagt Dorothee Daun. „Aber das ist eigentlich Chefsache – und nicht Sache derer, die von Änderungen im Kulturbereich auch selbst betroffen wären. Wir werden diese Gespräche daher intensiv politisch begleiten müssen.“

Insbesondere in beiden Rathäusern sieht die SPD-Fraktion Hindernisse auf dem Weg zu einer dauerhaften Rettung des Orchesters: „Man muss den Eindruck gewinnen, dass es sich in Solingen einige zu einfach machen und sich an der juristischen Position festklammern: Remscheid kann am Vertrags nichts ändern – und damit basta.“ Daun: „Das bringt aber ebenso wenig eine dauerhafte Lösung für das gesamte Kulturangebot wie die Haltung im Remscheider Kulturdezernat.“ Spar-Chancen dürften nicht daran scheitern, dass sie die Befugnisse des Dezernenten als Theater-Intendant schmälern. „Dabei könnte in einer gemeinsamen Organisation des Kulturangebots in beiden Städten in jeder Hinsicht hohes Potential stecken.“ Dies habe sich auch in den intensiven SPD-Gesprächen mit dem Orchester gezeigt. „Neben den dankenswerten Spar-Angeboten sind die Symphoniker nämlich auch grundsätzlich bereit, organisatorisch ganz neue Wege zu gehen. Die SPD denkt dabei an eine verstärkte Selbständigkeit und Eigenverantwortung, zum Beispiel bei Marketing und Veranstaltungsorganisation. Es könnten aber auch ganz neue Dienstleistungen für die Organisation des generellen Kulturangebots sein.“ Für Solingen sei dabei klar, dass die dauerhaft wirksamen Effekte für beide Städte gelten müssten – und nicht nur für den Remscheider Etat.

Abschlussfeier der Eltern-Kompetenz-Kurse des IKE

Mit einem kleinen Fest endeten im Rathaus Lüttringhausen diese Woche die Eltern-Bildungs-Kurse des IKE, die von Oktober 2011 bis Juni 2012 stattfandenDabei überreichte Oberbürgermeisterin Beate Wilding den Kursleiter/innen die Zertifikate. Die Eltern-Bildungs-Kurse finden in Remscheider Kindertagesstätten und Grundschulen statt. Sie beginnen im Herbst und schließen zu Beginn der Sommerferien des folgenden Jahres mit einem Zertifikat ab. Schwerpunkte sind Bildung, Sprachförderung, Förderung der Kinder im häuslichen Bereich sowie das soziale Umfeld. Die Frauen werden mit den Beratungsmöglichkeiten in Remscheid vertraut gemacht und in Deutsch- sowie Integrationskurse vermittelt.

Der IKE bietet diese Eltern-Bildungs-Kurse seit 1993 an und hat sie stetig bedarfsgerecht weiter entwickelt. Die 14 Kurse 2011/2012 wurden in der GGS Mannesmann, GGS Kremenholl, GGS Daniel-Schürmann,Kte Otto-Pfeiffer-Haus, Kte Honsberg, Kte Kremenholl,  Kte Rosenhügel, Kte Eberhardstr., Kte Nordstr. Und der Kte Königstr. von ca.160 Frauen besucht und von zweisprachigen Kursleiterinnen geleitet. Regelmäßige Fortbildungen sichern die Qualität und Inhalte der IKE-Kurse in Kooperation mit der RAA. Das Kurs-Programm wird im Herbst dieses Jahres fortgesetzt.

Im Rahmen der Stadtteilarbeit Rosenhügel unterhält der IKE im Stadtteilbüro Stephanstr.1 ein Bildungscafe (einmal wöchentlich). Außerdem werden dort Alphabetisierungskurse und vorbereitende Deutschkurse in Kooperation mit der Stadt Remscheid angeboten. Dieses Projekt wird seit 2005 durchgeführt und von den Migrantinnen aus dem Stadtteil zahlreich und regelmäßig besucht. Im Übergangsheim Wülfingstr. findet ebenfalls ein Deutschkurs statt.

Enttäuschung über einen "verhaltenen Ausbildungsmarkt"

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Die bekanntermaßen ausbildungswillige Wirtschaft in Remscheid stellt noch mal mehr Ausbildungsplätze bereit. Bis Ende Juni wurden insgesamt 596 Ausbildungsstellen gemeldet, gegenüber dem Vormonat sind dies zwar nur fünf, aber gegenüber dem Vorjahr 46 zusätzliche Ausbildungsplätze. Diesem verbesserten Angebot stehen aber auch mehr Bewerber/innen gegenüber. Insgesamt 920 junge Männer und Frauen wollten seit Oktober 2011 das Angebot der Arbeitsagentur, beraten und vermittelt zu werden, nutzen und sind als Bewerber/innen gemeldet. Das sind 36 oder 4,1% mehr als im Vormonat und 90 oder 10,8% mehr als vor einem Jahr. Von diesen Bewerber/innen haben u.a. 208 einen Hauptschulabschluss, 402 einen Realschulabschluss, 188 einen Fachhochschulabschluss und 79 besitzen die Allgemeine Hochschulreife. Viele davon haben bereits jetzt einen Ausbildungsplatz gefunden, gehen weiter zur Schule oder studieren demnächst. Aber 359 Bewerber/innen suchen weiter nach einer passenden Ausbildungsstelle. Diesen können wir aktuell noch 200 Ausbildungsmöglichkeiten in den Remscheider Betrieben anbieten.

„Leider ist der Monat auf dem Ausbildungsmarkt nicht so gut gelaufen, wie es wünschenswert gewesen wäre, um ein noch breiteres Stellenangebot den Ausbildungssuchenden unterbreiten zu können, und wie es notwendig wäre, um einem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.“, so Ute Ackerschott, Leiterin der Arbeitsagentur. „Diese Momentaufnahme zeigt mir aber auch, wie sensibel der Ausbildungsmarkt ist und dass die Kontakte zu den Ausbildungsbetrieben gepflegt werden müssen. Es gilt, jetzt die Arbeitgeber zu gewinnen, die noch keinen Ausbildungsplatz offeriert haben oder unentschlossen sind, es noch zu tun. Der Arbeitgeberservice in Solingen und Remscheid wird dazu Kontakt mit den Arbeitgebern aufnehmen. Über diese Enttäuschung, dass der Ausbildungsmarkt verhalten ist, darf ich natürlich nicht diejenigen Betriebe vergessen, die ausbilden wollen und noch keinen geeigneten Jugendlichen gefunden haben. Langsam drängt die Zeit, da die Sommerferien alsbald beginnen. Mein Beraterteam steht bereit, Jugendliche und Ausbildungsbetriebe so schnell wie möglich zusammen zu bringen. Da, wo es klemmt, kann vielleicht schon ein Gespräch weiter helfen. In jedem Fall muss alles versucht werden, die Stelle zu besetzen und andererseits einen passenderen Ausbildungsplatz zu finden. Die Jugendlichen bitte ich, unbedingt Flexibilität zu zeigen und sich auch über artverwandte Berufe zu informieren. Kommt ins BiZ und informiert euch, wenn ihr unsicher seid, was das für ein (neuer) Beruf ist und was für Anforderungen gestellt werden. Sucht zudem das Gespräch mit eurem/r Berufsberater/-in über das neueste Ausbildungsplatzangebot. Jeder flexible und motivierte junge Mensch hat gute Chancen auf einen Ausbildungsvertrag in unseren Betrieben. “

Nachfolgend die aktuell noch unbesetzte Stellen: Verkäufer/in 20, Kaufmann/-frau im Einzelhandel 14, Industriekaufmann/-frau 9, Bankkaufmann/-frau 9, Kfz-mechatroniker/in - PKW-Technik – 8, Koch/Köchin 7, Gebäudereiniger/in 7, Friseur/in 7, Fachlagerist/in 6, Tankwart/in 6, üÜbrige Berufe 107.