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31. Juli 1943: "Christ­bäume über uns. Rasch in den Keller!“

Remscheid, ein Trümmerhaufen. Der Angriff in der Nacht zum 31. Juli 1943 hat das Herz der Stadt getroffen. Die Stadtkirche ist zerstört und das um sie gruppierte Zentrum ist ebenfalls in Schutt und Asche gesunken. Hermann Halbach - um Remscheid, seine Geschichte und seine Mundart vielfach verdient - schrieb nieder, was er am 31. Juli 1943 erlebte, als Tod und Vernichtung über seine Vaterstadt kamen: »Dreimal hatten am Freitag, dem 30. Juli, die Sirenen geheult. Sommerlich warm war es draußen. Eine ungestörte Nacht mit ununterbrochenem Schlaf gab es damals nur noch selten. Man legte sich angekleidet aufs Bett, um bei plötzli­chem Luftangriff rasch aufspringen und in die Schutzräume eilen zu können. Eine Stunde nur hatte Stille geherrscht. Da gellten kurz nach Mitternacht wieder die Sirenen, und schon hörte man in der Luft das unheimliche Geräusch massenhaft herannahender Luftgeschwader. Ich sprang auf und zur Tür meiner Wohnung im Dachgeschoß. Im selben Augenblick rief mein Freund im Parterre: „Höchste Gefahr, Christ­bäume über uns. Rasch in den Keller!“ Es war 0.05 Uhr. Mit Höllengetöse zerbarsten nach diesen Worten bereits die ersten Bomben. Mit aller Hast gelangte ich in den Keller. Bombe auf Bombe erschütterte das Haus bis zum Wanken. Nach kurzem Verweilen öffneten wir die Bunkertür. Brand­geruch schlug uns entgegen.«

Die einzige Möglichkeit der Kommunikation: Kreidenotizen auf Trümmerstücken. So suchten Familienangehörige einan¬der, die sich aus den Augen geraten waren.Halbach schildert weiter, wie es seinem Freund und ihm gelang, durch großen Einsatz das bedrohte Haus zu retten. Dann erst kann er einen Blick auf Remscheid werfen oder besser auf seine Reste: »Gegen 2.45 Uhr wurde entwarnt. Wir schauten durch unsere Dachluken hinaus. Ein entsetzli­ches, grausiges und doch auch schaurig-schönes Bild bot sich unseren Blicken: der Untergang Remscheids. Die Stadt versank in hoch zum Himmel züngelnden Flammen, in wabernder Lohe. Ein gewaltiger Sturmwind kam geflogen, in seinem Sog das Feuer anziehend. Wir  waren von gierig prasselnden und züngelnden Feuersbrünsten umgeben. Die lange Zeile der Sedanstraße, unterhalb an der Neuenkamper Straße die großen Lastwagenhallen eines Lebensmittelhänd­lers und eine Villa, der nahe Birgderkamp, der Rosenhügel, der Handweiser, die Ahornstraße, die Nordstraße und der ganze Stadtkegel bis nach Stachelhausen erhellten in einem einzigen lodernden Höllenbrand die Nacht wie ein Riesen­feuerwerk.

Von den einzelnen Turmspitzen war in dem grellen Schein nichts mehr zu sehen. Was sich um uns begab, erschütterte unvergesslich die menschliche Seele. In nur vierzig bis fünfundvierzig Minuten war der schreckliche Angriff vor­über. Diese kurze Zeitspanne hatte auch zur Vernichtung des Kerns unserer Stadt genügt, die unsere Vorväter mit eisernem Fleiß aufgebaut hatten. Ihre Reste wehten uns in mächtigen Rauchschwaden und einem gewaltigen Aschenre­gen in die Augen, der auch tags darauf den Himmel der Umgebung verdunkelte. Das Herz erstarrte und der Mund verstummte uns allen von namenlosem Weh, und des unsäglichen Unheils Größe offenbarte sich erst recht mit dem beginnenden Tag. Da dachte man an das Schicksal seiner Verwandten und Freunde und irrte durch die trüm­merversperrten Straßen, auf Leichen stoßend - und fand manchen lieben Menschen nicht mehr vor.«

Auch da, wo Remscheid einmal vornehm war, haust jetzt das Grauen in leeren Fensterhöhlen. Blick in die VillenstraßeIn Remscheid markierten in jener Schreckensnacht neun Mosquito-Bomber, die zum Pathfinder-Kommando gehör­ten, das Zielgebiet mit Leuchtkugeln, den sogenannten Christbäumen. Dann kamen 243 Bomber, meist viermoto­rige Lancaster, Halifax oder Sterling sowie zweimotorige Wellington. Sie warfen 295 Tonnen Sprengbomben und 483 Tonnen Brandbomben ab. Unter den Sprengbomben waren zahlreiche Zeitzünder. Die Angreifer verloren durch Flakabschüsse und Nachtjäger 15 Maschinen. Remscheid aber hatte 1.063 tote Mitbürger zu beklagen. Von den 14.276 Häusern der Stadt waren 11.401 oder fast 80 Prozent durch den Luftangriff getroffen, 3.418 Häuser oder 24 Prozent waren völlig zer­stört. Die Trümmermenge im Stadtgebiet wurde auf 1,2 Millionen Kubikmeter geschätzt.

Und das waren die Sprengbomben, denen so besonders viele Menschen zum Opfer fielen. Als Blindgänger sind sie uns Jahre später zu Gesicht gekommen, weil wagemutige Män¬ner es verstanden, ihre Zünder zu entfernen und sie so unschädlich zu machen. Das Schadensgebiet erstreckte sich im Norden bis Ibach, Steinberg, Hohenhagen und Wüstenhagen, im Osten bis Neuenhof, Struck und Großberghausen, im Süden bis Bliedinghausen, Honsberg, Kremenholl, im Westen bis Vieringhausen, Schüttendelle, Ibruch und Ibach. Innerhalb dieser Fläche blieben im Stadtkern nur in der Nähe der Sparkasse, an der Schützenstraße und an der Brüderstraße kleine zusammenhängende Bebauungen erhalten. Die größ­ten Schäden entstanden durch Brand. Das Rathaus verlor seinen gesamten Dachstuhl. Die erst fünf Jahre alte Sparkasse brannte fast völlig aus. Die Kranken­häuser blieben zum Glück fast gänzlich verschont. Zerstörte Schulen: Ober-Lyzeum Stuttgarter Straße, Volksschulen in Bliedinghausen, am Handweiser, an der Menninghauser Straße, die Daniel-Schürmann-Schule, die Schule Rosenhü­gel, die Schule Vereinsstraße. Schwer beschädigt wurden die Hindenburgschule und die Ernst-Moritz-Arndt-Schule. Das Stadttheater war vernichtet, ebenso die Kinos, das erst 1943 eröffnete Landschaftsmuseum und der Lesesaal. Die unter Denkmalschutz stehende envangelische Stadtkirche von 1726 war bis auf die Umfassungsmauern niedergebrannt. Von den insgesamt 701 Industrieanlagen waren 194, also mehr als 25 Prozent, total zerstört, 224, also 32 Prozent, schwer beschädigt.

(aus: „Remscheid so wie es war 2“, von Dr. Gerd Courts, erschienen im Droste Verlag, Düsseldorf, im Jahre 1978.)

„Mutterkirche“ und „Filiale“ wollen zum 1.1. 2013 fusionieren

Pfarrer Martin Rogalla. Foto: Privat„Wenn eine christliche Gemeinde, wie unsere Evangelische Stadtkirchengemeinde, nach Jahrzehnten der Eigenständigkeit Gefahr läuft, dieses Ziel nicht mehr erfüllen zu können, wird es Zeit, nach neuen Wegen zu suchen, um lebendige Gemeinde Jesu zu bleiben. Eben das ist in den vergangenen vier Jahren geschehen. Wir haben in unserer Gemeinde und mit unseren Nachbargemeinden nach Wegen gesucht, wie wir in Remscheid eine lebendige Gemeinde bleiben können. Wir haben uns immer wieder die Frage gestellt: Wie können wir auch in Zukunft unserer zentralen Aufgabe gerecht werden, nämlich den Menschen unserer Stadt die froh machende Botschaft von Jesu Tod und Auferstehung weiterzusagen? Die Antwort war bald gefunden: Das kann nur gemeinsam gelingen!

Sahen sich die Alt-Remscheider Gemeinden Mitte der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gezwungen, eigenständig zu werden, so geschieht heute eine entgegengesetzte Entwicklung. Die Gemeinden müssen wieder enger zusammenarbeiten, um ihren vielfältigen Aufgaben (Verkündigung, Diakonie, Seelsorge, Kinder- und Jugendarbeit, Seniorenarbeit, Kirchenmusik u.v.m.) gerecht zu werden. Mit dem unerwarteten Pfarrstellenwechsel von Pfarrer Grefen im vergangenen März ergab sich dann die Möglichkeit zu einer Kooperation mit der Kirchengemeinde Hasten. Diese hatte sich schon vor 140 Jahren von der Evangelischen Gemeinde Remscheid abgespalten. In den vergangenen Monaten hat die sog. „Filiale“ aber in zahlreichen Gesprächen immer wieder ihre Bereitschaft erklärt, diese Trennung rückgängig zu machen, um in Zukunft wieder gemeinsam zum Wohl aller ChristInnen in Remscheid zu wirken. Darum erwuchs aus anfänglichen Gesprächen über eine pfarramtliche Verbindung zwischen der „Mutterkirche“ (Stadtkirche) und der „Filiale“ (Hasten) bald schon der Gedanke einer vollständigen Fusion beider Gemeinden.

 Im Juni  wurden hierzu in beiden Leitungsgremien einstimmige Beschlüsse (vgl. Seite 5) gefasst, so dass wir am 1. Januar 2013 wieder eine Gemeinde sein werden. Das ist ein Grund zu großer Freude! Und viele Menschen, mit denen ich hierüber gesprochen habe, halten es für ein kleines Wunder, das wir jetzt erleben dürfen. Denn noch vor wenigen Monaten haben nur wenige unserer Gemeindemitglieder es für möglich gehalten, dass diejenige Gemeinde, die sich als Erste von den anderen Alt-Remscheider Gemeinden getrennt hat, nun als erste Gemeinde wieder in die Gemeinschaft mit einer anderen Alt-Remscheider Gemeinde eintritt.

Natürlich sind wir mit dieser Fusion nicht all unsere Sorgen los. Auch die neue Stadtkirchengemeinde wird sich in Zukunft zahlreichen Herausforderungen stellen müssen. Doch die Leitungsgremien unserer beiden Gemeinden sind fest davon überzeugt, dass wir uns diesen Herausforderungen besser stellen können, wenn wir wieder „ein Leib“ sind; eine organische Einheit, die sich dem Ziel verschrieben hat, den einen Leib Christi in Remscheid lebendig zu halten.“ (Martin Rogalla, Vorsitzender des Presbyteriums der Stadtkirchengemeinde, im jüngst erschienenen Gemeindebrief)

Ab morgen neue Öffnungszeiten in der Zentralbibliothek

Ab 1. August ändern sich die Öffnungszeiten der Zentralbibliothek in der Scharffstraße 4-6. Bibliotheksbesucher dürfen sich fortan über eine „Über-Mittag-Öffnung“ der Bibliothek sowie eine insgesamt verlängerte wöchentliche Öffnungszeit freuen. Die neuen Öffnungszeiten, die im Zuge der mit Gründung des Kommunalen Bildungszentrums einhergehenden Bibliotheksneukonzeption beschlossen wurden, sind wie folgt:

  • Dienstag 11 bis 19 Uhr
  • Mittwoch 11 bis 18 Uhr
  • Donnerstag 11 bis 18 Uhr
  • Freitag 11 bis 19 Uhr
  • Samstag 11 bis 13 Uhr

Neu ist darüber hinaus, dass die genannten Öffnungszeiten für alle Abteilungen der Zentralbibliothek – und damit auch für die Musik- und die Kinder- und Jugendbibliothek, die bislang eigene, weniger großzügige Öffnungszeiten hatten – gelten. Die Öffnungszeiten der Stadtteilbibliotheken in Lennep und Lüttringhausen bleiben unverändert.

Bogenschießen gehörte zum Ferienprogramm der Stadt

Auch in diesem Jahr ließen es sich die Bogenschützen  der Lenneper Turngemeinde 1860 e.V.  nicht nehmen, den Teilnehmern des städtischen Kinderferienprogramms ihren Sport näher zu bringen. Zu diesem Zweck luden die Übungsleiter der Löwen 19 Kinder vom 23. bis  27. Juli, für je zwei Stunden pro Tag auf ihr Außengelände am Hof Sondern ein. Bei einer Woche mit strahlendem Sonnenschein und guter Laune konnten sich die Kids mit dem Bogen beweisen. Und sie zeigten, dass man auch schon nach kurzer Zeit ein guter Schütze werden kann. Die Regeln in diesem Kurs waren klar definiert, ein Tag schnuppern, ein Tag Techniktraining, zwei Tage Vorbereitung und am fünften Tag der Show Down beim Abschlussturnier "Jjeder gegen jeden". „Wir wussten, dass sie gut sind, aber mit so guten Ergebnissen hatten wir nicht gerechnet“, waren sich die Übungsleiter Maximilian Zimmermann und das Vater-Sohn-Gespann Wolfgang und Felix Krüger  einig. Einigkeit bestand ebenfalls bei der Planung für das kommende Jahr 2013; dann werden sich die Löwen der LTG erneut am Ferienprogramm beteiligen - erste Interessenten gibt es schon jetzt. Die Ergebnisse: 1. Marc Alexander Guretzki 147 Ringe, 2. Till von Borzeskowski, 3. Yannick Eckhardt, 4. Tobias Arndt, 5. Alexander Spies, 6. Francesco Forte, 7. Felix Schulze, 8. Till Horky, 9. Felix Benemann, 10. Leon Lindermann, 11. Tessa Kröll 12. Phillip Kürzinger, 13. Selim Lemjid, 14. Tim Benemann, 15. Florian Händeler, 16. Vincent Bahr, 17. Erik Jäger, 18. Jakob Buchholz, 19. Sebastian Eckhardt. Bei 15 Schuss konnten maximal 150 Ringe erzielt werden.

Schrottdieb kam gestern Abend nicht sehr weit

Einem aufmerksamen Zeuge fiel gestern Abend gegen 23.35 Uhr der Schein einer Taschenlampe auf dem Gelände einer Schrottfirma an der Lenneper Straße auf. Er informierte die Polizei, die auf den angrenzenden stillgelegten Bahngleisen einen 37-jährigen Mann festnehmen konnte. Bei der Durchsuchung des Verdächtigen fanden die Beamten mehrere Schrottteile sowie eine Zange und eine Taschenlampe. Der Remscheider musste mit zur Wache; Tatbeute und Werkzeug wurden sichergestellt. (aus dem Polizeibericht)

Knapp fünf Jahre nach der Einweihung fielen die Bomben

Das alte Stadttheater an der Brüdersatraße nach dem Bombenangriff.

Unter dem Intendanten Hans Donadt wurde das alte Stadttheater an der Brüder-Straße binnen eines halben Jahres völlig renoviert; dazu hatte sich der Rat der Stadt nach langem Hin und Her entschieden. Am 29. Oktober 1938 wurde das umgestaltete Theater eingeweiht. Doch kaum fünf Jahre später, in der Nacht zum 31. Juli 1943, sank es beim Bombenangriff der Alliierten auf Remscheid in Schutt und Asche.
Der
Internet-Auftritt des Teo Otto Theaters enthält mehrere kleine Bildergalerien, u.a. eine über den Theaterbau von 1918 und eine für den Neu- bzw. Umbau von 1938.

(Foto aus: „Die Zerstörung der Stadt Remscheid in Bild-Dokumenten“, herausgegeben Anfang der 1960er Jahre von der Ehrenhain-Stiftung mit Texten des damaligen Presseamtsleiters Hermann Hasenclever. Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der Stadt Remscheid)

Westgrund kauft in Berlin Wohnungen und plant Umzug

Von links nach rechts: Westgrund-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Klaus Großmann und Alleinvorstand Arndt Krienen. Archivfoto: Lothar Kaiser

Pressemitteilung der Westgrund AG

Die Westgrund AG hat in Berlin sowie in Halle ein Immobilienportfolio mit insgesamt  490 Wohneinheiten erworben.  Als Verkäufer agierten private Wohnungsgesellschaften. Bei den akquirierten Einheiten handelt es sich um homogene Wohnanlagen mit einer Gesamtmietfläche von 28.525 qm. Die Gebäude sind umfangreich saniert und auf modernen Energie- und Wohnstandards. Das Berlin-Portfolio befindet sich in attraktiver Lage in Berlin-Hellersdorf. Die Nettomiete der neu erworbenen Immobilien liegt bei 1,4 Mio. Euro im Jahr. Die Ist-Miete liegt im Schnitt in Berlin bei 4,72/m² und in Halle bei 3,97/m² und ist damit noch deutlich steigerungsfähig. Die WESTGRUND AG hat aktuell ca. 2.500 Wohnungen im Bestand und plant für das laufende Jahr weitere Immobilientransaktionen. Der Focus liegt besonders auf dem kurzfristigen Ausbau des Portfolios in Berlin. Durch die Transaktionen werden die Netto-Mieteinnahmen nach Übergang von Nutzen und Lasten  knapp zehn Millionen Euro p.a. betragen, was eine Steigerung von 16 Prozent bedeutet.

Ergänzung des Waterbölles: Wie aus der Einladung zur Aktionärsversammlung am Freitag, 24. August, um 10 Uhr  in die Klosterkirche hervorgeht, schlägt der Vorstand des Westgrund AG (derzeitiger Sitz Lennep, Albert-Schmidt-Allee 58) den Aktionären vor, den Sitz der Gesellschaft von Remscheid nach Berlin zu verlegen. Die Sitzung soll entsprechend geändert werden.
Der Kurs der Aktie hat eine Berg-und-Talfahrt hinter sich: Wer im Mai 2010 Aktien der Westgrund gekauft hatte, konnte sich im Juli über eine Wertsteigerung von mehr als 30 Prozent freuen. Denn der Kurs klettere in dieser Zeit von 1,08 auf 1,55 Euro. Wer vor viereinhalb Jahren in die Aktie eingestiegen war – damals kostete sie noch fünf Euro – beklagte im Juli 2010 einen Verlust von fast 70 Prozent. Heute liegt der Kurs bei 2,16 Euro.

3.-5.8.: Sommer- und Winzerfest der Lenneper KGV

Pressemitteilung der Lenneper Karnevalsgesellschaft

Im Rahmen des Lenneper Sommers findet vom 3. bis 5.August das Sommer- und Winzerfest der Lenneper Karnevalsgesellschaft statt. Spätestens dann wird auch der meteorologische Sommer den Weg nach Lennep finden. Dazu bieten 14 Winzer aus verschiedenen Weinanbauregionen wieder Wein, Sekt, Brände und Liköre an. Geänderte Verkehrsführung: Ab 2, August, 12 Uhr, ist die Berliner Straße nur noch für den Lieferverkehr geöffnet und ab 3, August, 12 Uhr, komplett gesperrt. Dafür kann die Altstadt über die Schwelmer Straße Richtung Schwelmer Tor verlassen werden. Für das leibliche Wohl sorgen, neben den am Alter Markt ansässigen Gastronomen, Käse Halbach und das Team von Riemann-Catering. Veranstaltungszeiten und Programm:

  • Freitag, 3. August, 15 bis 24 Uhr: ab 17 Uhr spielen die "Party Colonias" auf
  • Samstag, 4. August, 15 bis 24 Uhr: ab 17 Uhr musikalische Unterhaltung mit dem Duo „La Musica“
  • Sonntag, 5. August, 13 bis 20 Uhr: ab 14 Uhr New Orleans Sound  mit „Good Time Jazz Five; ab 18 Uhr Hilltop Acoustic

Brückenpark Müngsten dient als wilde Sperrmülldeponie

Fotos: Stadt RemscheidPressemitteilung der Stadt Remscheid

 In letzter Zeit kommt es vermehrt zu einer Vermüllung des „Ankunftsortes“ am Brückenpark Müngsten. In immer kürzeren Abständen muss die Stadt auf dem Parkplatz des Brückenparks illegal entsorgten Sperrmüll wie Kühl- und Gefrierschränke, Matratzen, Autoreifen und Farbeimer einsammeln. Bürger oder Firmen kommen mit ganzen Anhängerladungen Sperrmüll auf den Parkplatz und schmeißen ihre Mitbringsel in die ersten Parktaschen. Auch aktuell wurde wieder Sperrmüll abgeladen (s. Fotos), den die Lebenshilfe Solingen gestern entsorgte. Die Verwaltung bittet um Mithilfe bei der Suche nach den Verursachern. Hinweise können unter Tel. RS 16 – 38 79  gemeldet werden. (Büro der Oberbürgermeisterin)

Notfalls halfen den Landboten die Landesschützen der Burg

Zwischen 1350 und 1360 wurde das Bergische Land in Ämter eingeteilt. Unter diesen bildete das Gebiet des Amtes Bornefeld, in dem die Stammgüter und -bürgen der Bergischen Grafen lagen, den Kern des Landes und den Grundstock der später bis zur Ruhr und zu den Kuppen des Siebengebirges ausgedehnten Bergischen Herzogsgewalt. Elberfeld kam erst im Jahre 1430 an Berg, blieb aber lange Zeit verpfändet und wurde erst 1599 von dem letzten Pfandinhaber Wilhelm von Nesselrode eingelöst.  Ebenso war auch das Amt Beyenburg als Bergisches Grenzland fast das ganze 16. Jahrhundert hindurch erst an die Grafen von Waldeck und später an Simon VI. zur Lippe verpfändet. Erst im Jahre 1607 ging es wieder in den unmittelbaren Besitz der Bergischen Landesherren über, so dass während der … industrie­geschichtlichen Vorgänge die drei Ämter sowohl in wirt­schaftlicher als auch in politischer Beziehung eine Einheit bildeten. An der Spitze der Ämter standen die Amtleute. Sie wurden in der Regel aus den Kreisen des einheimischen Adels gewählt. Weitere Amtspersonen waren die Richter und Gerichtsschreiber, die ebenso wie der Elberfelder Amtmann für das Sensenhandwerk des Cronenberger, Remscheider und Lüttringhauser Gebiets eine wichtige Rolle spielten.

Die Kirchspiele Remscheid, Cronenberg und Lüttringhausen hatten im 16. bis 18. Jahrhundert noch keine selbständige Ver­waltung. Zwar übten hier die „Scheffen", die als Beisitzer an den Verhandlungen der Landgerichte teilnahmen, im Auftrage der Be­hörde eine gewisse Autorität aus. Sie führten unter anderem auch das Lagerbuch, in dem alle Grundbesitzer sowie ihre Liegenschaften nach Lage, Größe und Wert verzeichnet waren. In Remscheid wird auch schon im 17. Jahrhundert der „Vorsteher" genannt, dessen Befugnisse aber bei weitem nicht an diejenigen der städtischen Bürgermeister heranreichen. Wenn Erhebungen irgendwelcher Art anzustellen waren, bedienten sich die Amtleute und Richter der Scheffen. Diese wurden den meistbegüterten Familien entnommen und genossen als Gerichtspersonen ein besonderes Ansehen. Ihre Dienste wurden auch zur Schlichtung gewerblicher Zwistigkeiten von der Behörde verschiedentlich in Anspruch genommen. Die Polizei wurde damals in den Ämtern durch die Landboten und in den einzelnen Gemeinden, die man als Kirchspiele bezeichnete, durch die Gerichts­boten ausgeübt. Bei größeren Unternehmungen, oder wenn bewaffneter Widerstand zu befürchten war, zog man die herzogliche Besatzung in Burg an der Wupper, die sogenannten „Turmknechte", oder auch die Landes­schützen heran.  

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