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Klaus Küster: Sein künstlerisches Schaffen auf 370 Seiten

Kaus Küster mit seinem druckfrischen Lebenswerk im Atelier an der Ewaldsraße. Foto:Lothar Kaiser

Türen, Türme, Kanaldeckel, Zäune, Asphaltarbeiter bei der Arbeit. Auch aus Alltäglichem kann sich Kunst entwickeln, besser gesagt: lässt sich Künstlerisches erschaffen. Vorausgesetzt: Der Künstler hat einen Blick dafür. Klaus Küster (72), ehemaliger Leiter der städtischen Galerie, hat diesen Blick. Sein jüngstes Buch beweist es auf 370 Seiten. Es ist nach zahlreichen Ausstellungskatalogen – Küster schätzt die Zahl seiner Ausstellungen in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland und darüber hinaus auf rund 150 – das erste große Werkverzeichnis, sein Lebenswerk, soweit es sich in den vergangenen zwei Jahren mit Hilfe privater Sammler recherchieren ließ.

Die Arbeit habe ihm viel Freude gemacht, sagte der gebürtige Lenneper, der schon lange an der Ewaldstraße wohnt. Und manchmal habe sie ihn in Erinnerung an die guten Tage der Zusammenarbeit mit inzwischen verstorbenen Künstlerfreunden auch mit Wehmut erfüllt. Am vergangenen Donnerstag präsentierte Küster Pressevertretern in seinen Atelierräumen das 2.000 Gramm schwere Buch. „Andere Ansichten. Album" (‚Ansichten‘ in Spiegelschrift) hat er es betitelt, erschienen im Selbstverlag mit einer Startauflage von 200 Exemplaren und professionell gedruckt vom Wandke Drück- & Medienservice (Umschlag bei Paffrath). Wie viele Zeichnungen, Malereien, Fotografien, Installationen und Plakate darin abgebildet sind? Klaus Küster vermochte es nicht zu sagen. Er hat sie bislang nicht gezählt. Das aber weiß er gewiss: „Von diesem Buch habe ich schon lange geträumt!“ Ein Traum, der schließlich wahr geworden ist.

Die Titelseite des neuen Buches.Chronologisch zeigt das Buch – angefangen bei der Gegenwart (2012) bis zur Vergangenheit (1969) – die künstlerische Vielfältigkeit des gelernten Grafik-Designers, seine Experimentierfreude, seine Vorlieben für Fotogramme beispielsweise, „Fotografien“, die ohne Fotoapparat entstanden sind, „gezeichnet mit Licht“, wie Küster an einer Stelle im seinem Buch es beschreibt: „Eine vergessene Kaffeetasse mit Zeitungspapier-Unterlage auf der Fensterbank zeigt schon nach wenigen Tagen - weggeräumt - ihre helle, kreisrunde, nicht vom Licht gezeichnete Spur, während das vom Licht gezeichnete, holzhaltige, empfindliche Papier eine dunkle Tönung aufweist.“ Ähnliche Wirkungen lassen sich in der Dunkelkammer auf Fotopapier schon mit einem Feuerzeug erzielen.

Aber selbst bei seinen Arbeiten mit einer kleinen Digitalkamera versteht sich Klaus Küster nicht als Fotograf. Das aufgenommene Bild des Gesehenen, Erlebten, ist für ihn erst das Ausgangsmaterial für ästhetische Interpretationen oder eine selbst komponierte Geschichte. Wobei das Ergebnis von Experimentieren sich immer als durchdachte, ausgereifte Arbeit darstellt.

Fazit: ein lesenswertes, vor allem aber ein in seiner optischen, bildnerischen Fülle sehenswertes Buch (48 Euro im Buchhandel / ISBN 978-3-00-040133-6), anregend nicht nur für Kunstfreunde, sondern auch für solche, die nach einem Zugang zu bildender Kunst suchen. In Klaus Küsters „Andere Ansichten“ werden sie ihn gewiss finden.

Stadtwerke untersagten Info-Aktionen der IG Metall

In den Bussen der Remscheider Verkehrsbetriebe sind alle Bürger/innen gleichermaßen willkommen. Wenn sie nicht schwarzfahren, und wenn sie kein Informationsmaterial für eine Gewerkschaft verteilen. Das bekam jetzt die IG Metall zu spüren, wie Fritz Beinersdorf, der Fraktionsvorsitzende der Linken im Rat der Stadt, gestern im Haupt- und Finanzausschuss monierte. Oberbürgermeisterin Beate Wildung und Hans Peter Meinecke, der Fraktionsvorsitzende der SPD, bestätigten die Entscheidung von Stadtwerke-Chef Dr. Thomas Hoffmann, der IG Metall derartige Aktionen an den Haltestellen und in den Linienbussen zu untersagen. Eine Entscheidung, in die „der Eigentümer nicht einzugreifen“ habe. Allerdings kündigten Wilding und Meinecke an, das Thema in der nächsten Sitzung des Aufsichtsrates ansprechen zu wollen.

(Hier die korrigierte Version)

Laserstrahler sorgen an der Eisbahn für zusätzliche Dynamik

Fotos: Lothar Kaiser

Heller als in den Vorjahren erstrahlt in diesem Jahr die Eis-(stock)-Bahn auf dem Rathausplatz. Das liegt an den neuen, beweglichen Laserstrahlern, die rundherum installiert wurden und die mal in den nächtlichen Himmel zielen, mal über die Köpfe der Eisläufer und Zuschauer, und die so für zusätzliche Dynamik sorgen. Gestern um 17 Uhr wurde der „Remscheider Winter 2012“ mit einer „Eislauf-Gala“ (acht Läufer/nnen des Solinger Turnerbundes) und einer „Feuershow“ eröffnet. Ab 17.30 Uhr waren dann Jung und Alt eingeladen, sich auf das glatte „Parkett“ zu wagen. Und davon wurde dann auch zahlreich Gebrauch gemacht. Zumal am Eröffnungstag das Eislaufen kostenfrei war. Das familienfreundliche „Winterkino“ startet erstmals heute Abend um 18 Uhr. An jedem Freitag bis Weihnachten soll jeweils um diese Zeit ein anderer Film gezeigt werden – mal Animation, mal Romantik oder Komödie. Ein Kinovergnügen mal nicht mit Popcorn, sondern mit Bratfisch und/oder Glühwein...

Hauptausschuss lehnte eine zweite DOC-Befragung ab

Der einzige, der gestern für den Antrag der Linken stimmte, speziell die Lenneper Bürger noch einmal nach ihrer Meinung zum DOC zu befragen, war der Fraktionsvorsitzende der Linken, Fritz Beinersdorf. Alle anderen Mitglieder des Haupt-und Finanzausschusses stimmten dagegen. Wieland Gühne (W.i.R.), weil Beinersdorf nicht bereit war, seinen Antrag zu einer Befragung aller Remscheider Bürger auszuweiten, und die übrigen Fraktionen, weil sie in einer zweiten Befragung keinen Sinn sahen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Peter Meinecke, unterstützt durch David Schichel von den Grünen: „Das Ergebnis würde eher noch deutlicher pro DOC ausfallen als beim ersten Mal. Ein geringer Erkenntnisgewinn also bei hohen Kosten! Da sagen wir Nein!“ Im Übrigen hätten die Bürger/innen bei einem Planverfahren ausreichend Gelegenheit, sich zu Wort zu melden. Das ist demokratisch genug!“ Vergeblich hatte Beinersdorf entgegengehalten, ein Votum gerade der Lenneper sei wichtig: “Sie wären Nutznießer eines DOC, hätten aber auch einige Belastungen zu tragen!“

Trotz Konjunktureintrübung weniger Menschen arbeitslos

Martin Klebe.  Foto: Lothar KaiserPressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Zum Beginn der Adventszeit sind weniger Menschen in Remscheid arbeitslos gemeldet. Dieser Rückgang kommt durch eine niedrigere Arbeitslosigkeit beim Jobcenter Remscheid zustande. Doch dieser erste Eindruck trügt. Auch wenn sich der Arbeitsmarkt in Remscheid im November positiv entwickelt, werden die konjunkturellen Veränderungen stärker spürbar, die Eintrübung setzt sich langsam aber kontinuierlich fort. Aufgrund der schwächeren Konjunktur und der Verunsicherung über die Euro-Schuldenkrise schwächt sich die Auftragslage ab. Die Unternehmen disponieren vorsichtiger und suchen weniger Arbeitskräfte. In Remscheid sind die Stellen nur aufgrund eines Sondereffekts bei den Stellenmeldungen der Zeitarbeitsunternehmen gestiegen“, schildert Martin Klebe, Chef der Agenturen für Arbeit Solingen und künftiger Leiter der gemeinsamen Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, die Situation auf dem Arbeitsmarkt der Region.

Die Arbeitslosenquote sinkt in Remscheid von 9,0 Prozent im Oktober auf aktuell 8,9 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie im November noch 7,9 Prozent. In Remscheid sind aktuell 5.175 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosigkeit ist ausschließlich in der Grundsicherung beim Jobcenter Remscheid gesunken, während sie im Versicherungsbereich bei der Agentur für Arbeit stieg. Die Zahl der Arbeitslosen ist keine statische Größe, sondern es bewegt sich viel auf dem Arbeitsmarkt. Dank des milden Winters verloren zwar weniger Menschen im November ihre Arbeit als im letzten Jahr, es fanden aber auch weniger einen neuen Job. Insgesamt konnten im Laufe des Monats 782 Männer und Frauen aus Remscheid aus verschiedenen Gründen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Auf der anderen Seite meldeten sich im November 735 Remscheider bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcentern arbeitslos.

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NRW-Bevölkerungsstatistik bestätigt RS als Kleinstadt

In 71 der 373 kreisangehörigen Städte und Gemeinden in Nordrhein- Westfalen wird die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2030 steigen, während in den übrigen Gemeinden Rückgänge zu erwarten sind. Das geht aus der aktuellen Modellrechnung zur zukünftigen Bevölkerungsentwicklung in den Städten und Gemeinden des Landes hervor, die jetzt vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein- Westfalen vorgelegt wurde. Demnach wird die Gesamtbevölkerung des Landes bis zum Jahr 2030 um 3,7 Prozent auf rund 17,19 Millionen zurückgehen. Die demografische Entwicklung verläuft in den einzelnen Städten und Gemeinden unterschiedlich. Innerhalb der Kreise sind zum Teil erhebliche Unterschiede zwischen den Gemeinden festzustellen. So liegen Gemeinden mit erwartetem Bevölkerungswachstum neben Gemeinden mit sinkender Einwohnerzahl. Zu letzteren gehören die drei bergischen Großstädte, angeführt von Remscheid. Die Berechnungen, die im Auftrag der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt wurden, zeigen für alle kreisangehörigen Städte und Gemeinden des Landes die zukünftige Bevölkerungsentwicklung nach Einzelaltersjahren und Geschlecht jeweils zum 1. Januar eines Jahres bis 2030 auf. Die Modellrechnung stellt eine Anschlussrechnung an die Vorausberechnung der Bevölkerung in den kreisfreien Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens 2011 bis 2030/2050 dar, deren Ergebnisse IT.NRW bereits Anfang Juni dieses Jahres vorgestellt hatte.

Vorstand der MIT Remscheid einstimmig im Amt bestätigt

Auf der Mitgliederversammlung der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Remscheid am 27. November 2012 standen Vorstandsneuwahlen auf der Tagesordnung. Im Amt des Vorsitzenden wurde Henner Blecher einstimmig im Amt bestätigt, ebenso Jan W. Arntz und Kurt-Peter Friese als stellv. Vorsitzende. Der Geschäftsführende Vorstand wird durch den Schatzmeister Ralf Hesse vervollständigt, der ebenfalls das bestmögliche Wahlergebnis erzielte. Zu Vorstandsbeisitzern wurden gewählt in (alphabetischer Reihenfolge): Dr. Manfred Diederichs, Dr. Peter Dültgen, Axel Eversberg, Peter Otto Haarhaus, Sandra Hefen, Alexander Holthaus, Dr. Hans Kind (neu), Tanja Kreimendahl (neu), Dr. Peter Neu, Frank Rößler (neu), Michael Schwerdtfeger und Peter Spelsberg. Im Bild: Der neue „alte“ geschäftsführende Vorstand der MIT Remscheid. mit Ralf Hesse, Henner Blecher, Kurt-Peter Friese und Jan W. Arntz. (Fred Schulz)

Nichts Gedrucktes, dafür lieber ein mündliches Dementi

Waterbölles-Kommentar

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Ja was denn nun? Auf der einen Seite die Sportfunktionäre, die sich am Dienstag in einer Pressekonferenz Sorgen machten, dass womöglich nicht genug Geld aus dem Verkaufs des Stadiongelände in Lennep übrig bleiben könne, um damit einen neuen Sportplatz bauen zu können. Und auf der anderen Seite Stadtplaner Hans Gerd Sionnenschein, der dazu, befragt vom RGA, heute meint: “Alles Quatsch!“

Nun waren die Remscheider Sportvereine an dem „Spitzengespräch“ mit Rat und Verwaltung am vergangenen Freitag aber nicht nur durch Sportbund-Geschäftsführerin Daniela Hannemann vertreten, die darüber ein Gedächtnisprotokoll anfertigte, sondern auch durch Klaus Hartmann (LTG), Dieter Maar (FCR), Claudio Giuliano (VfL Lennep), Joachim Weber (SG Hackenberg) Dr. Ralf Flügge und Andreas Engels. Und die sollen sich in der Runde mit Oberbürgermeisterin Beate Wilding, Sonnenschein und Ratsmitgliedern allesamt „verhört“ haben??

„Wer erwartet hatte, dass es anschließend“ (nach dem Gespräch im Rathaus) „eine abgestimmte Presseerklärung geben würde, sah sich enttäuscht (und wer damit erst gar nicht gerechnet hatte, sah sich in seiner Einschätzung der städtischen Öffentlichkeitsarbeit bestätigt)“, steht im Waterbölles-Bericht über die Pressekonferenz des Sportbundes. Die Vermutung, dass Oberbürgermeisterin und Stadtplaner Gedrucktes gelegentlich fürchten wie der Teufel das Weihwasser, bekommt durch ihr mündliches Dementi heute im RGA weitere Nahrung.

Und die Politik? Sie schweigt dazu! Wo bleibt eigentlich die Mitteilungsvorlage der Verwaltung an die Ratsgremien, in der die Verwaltung schwarz auf weiß sagt (Klarheit und Wahrheit!), dass es ein Designer Outlet-Center in Lennep ohne einen neuen Fußballplatz für die Lenneper Sportvereine und die Schulen nicht geben wird? Das würde den Druck aus dem Kessel nehmen, der sich nach dem „Spitzengespräch“ offensichtlich noch erhöht hat. Oder schließt die Verwaltung tatsächlich nicht aus, dass das Geld aus dem Stadionverkauf für ein Ersatzgelände wmöglich nicht ausreichen wird? Zu Klarheit und Wahrheit sollten sich übrigens auch die Ratsvfraktionen verpflichtet fühlen.

Gehbehinderte sind beim Arztbesuch auf Taxi angewiesen

Zur Sitzung der Bezirksvertretung  Alt-Remscheid am 5. Dezember hat die CDU-Fraktion den Antrag gestellt, die Verwaltung möge Gespräche mit den Taxiunternehmen und den Betreibern der Parkhäuser im Alleecenter und am Theodor-Heuss-Platz führen, um ein kostenfreies kurzfristiges Parken in den beiden Parkhäusern für jene Taxifahrer sicherzustellen, die Fahrgäste zu den Arztpraxen im Alleecenter befördern. Nach Kenntnis der CDU „gibt es zurzeit Probleme, wenn Taxiunternehmen insbesondere ältere oder kranke Menschen zu Arztpraxen fahren oder dort abholen. Die Taxiunternehmen müssen dann Parkgebühren entrichten. In letzter Zeit hat eine Ausweitung der Arztpraxen in diesem Bereich stattgefunden, so dass die Problematik der Parkgebühren für Fahrten zu den Arztpraxen zugenommen hat“, so Alexa Schmitz, Sprecherin der CDU in der BV Alt-Remscheid.

Wolfgang Petermann mit einem seiner Holzobjekte. Foto: Lothar KaiserVom oberen Deck des Alleecenter-Parkhauses aus können Patienten von der Taxe in den Aufzug umsteigen, der sie in die Arztpraxis bringt. Doch dem Vernehmen nach hat der Taxifahrer für den Aufenthalt im Parkhaus insgesamt nur fünf Minuten Zeit, sonst muss er bezahlen. Das kann insbesondere in der Vorweihnachtszeit bzw. der Hauptgeschäftszeit eng werden.

„Hier muss dringend etwas geschehen“, fordert auch der Remscheider Künstler und Waterbölles-Leser Wolfgang Petermann (Archivfoto rechts), der als Gehbehinderter beim Arztbesuch auf ein Taxi angewiesen ist. Wenig Verständnis hat er dafür, dass den Taxifahrern auch bei Fahrgästen mit Behinderungen die Fahrt über den Rathausplatz weiterhin untersagt bleiben soll, während die Lieferanten eines Bierlokals neben dem Centereingang sowie Geldtransportern auf Antrag (und gegen Gebühr!) erlaubt werde.

Integrationszentrum für Sprachförderung und Stadtteilarbeit

Die Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus  Zuwandererfamilien (RAA) in Remscheid, die 15 Jahre lang von Dr. Hakan Akgün geleitet wurde, soll zum 1. Januar 2013 in ein Kommunales  Integrationszentrum umgewandelt werden. Damit folgt die Stadt dem Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen  Teilhabe – und Integration und den dazugehörigen Förderbestimmungen des Landes  Nordrhein-Westfalen. Der finanzielle Aspekt ist nicht unerheblich: Die Projektförderung des Landes Nordrhein-Westfalen für die RAA umfasste bis zum  31.12.2011 pauschal eine Summe von 28.650 € jährlich pro Vollzeitstelle. Für zwei  Vollzeitstellen bei der RAA flossen somit pro Jahr bis zu 57.300 € in die Stadtkasse. Im Rahmen eines  Übergangserlasses wurde die Pauschale ab 1. Mai auf 50.000 € pro Vollzeitstelle  Erhöht. Nach Auskunft der Bezirksregierung Arnsberg sind für 2012 anteilige  Mehreinnahmen von 27.400 € zu erwarten. Durch die Einrichtung eines Kommunalen Integrationszentrums kann die Stadt künftig für eine dritte Vollzeitstelle mit einem weiteren Landeschzuschuss rechnen -  mit bis zu 50.000 € im Jahr. Die Bezuschussung des Kommunalen Integrationszentrums liegt bei Vorliegen aller Voraussetzungen ab 2013 folglich bei bis zu 170.000 € jährlich.

Das Gesetz zur  Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen schreibt den neuen Kommunalen Integrationszentren Integrationspolitik als  Querschnittsaufgabe zu. „Sie vernetzen integrationsrelevante Akteure in den Verwaltungen, bei den freien Trägern und in  den Migrantenorganisationen. Sie bündeln ihre Aktivitäten und stimmen sie aufeinander ab.  Dabei kommt der Integration durch Bildung eine zentrale Bedeutung zu“, so die Verwaltung.

Voraussetzung für die Einrichtung und den Betrieb eines Kommunale Integrationszentrums sind  ein durch den Rat verabschiedetes Integrationskonzept und zu beantragende Landesförderung. Bei diesem Antrag hat die Stadt die untere Schulaufsicht, die  örtliche Schulverwaltung, die Träger der öffentlichen und freien Jugendhilfe, die Wohlfahrtsverbände, ihre Mitwirkungsgremien sowie weitere örtliche Partner zu beteiligen. Ein Integrationskonzept beschloss die Stadt bereits 2004. Für den Antrag auf Projektförderung ist jedoch ein Konzept Bedingung, das nicht älter als zwei bis drei Jahre ist. „Durch den Umstand der erst Ende Juni vorliegenden Förderrichtlinien und noch anberaumter  Beratungstermine durch die Ministerien konnten vorbereitende Maßnahmen seitens der Stadt  erst nach den Sommerferien in Angriff genommen werden. Die Vorlage eines neuen  Integrationskonzepts, das im Kontext aller in Remscheid tätigen Personen, Vereine und  Institutionen erarbeitet ist, war absehbar bis Jahresende 2012 nicht zu realisieren“, berichtet die Verwaltung. Für solche Fälle habe das Ministerium Übergangslösungen geschaffen, um zum  einen die Förderung bereits ab 1.1.2013 in der neuen Höhe zu ermöglichen und die Vorlage  eines neuen Konzepts in angemessener Zeit realisieren zu können. „Der Antrag auf Projektförderung kann daher bereits gestellt werden, wenn  die Einrichtung eines Kommunalen Integrationszentrums beschlossen wird.“ Arbeitsgruppen  mit Vertretern von Migrantenorganisationen, institutionellen Trägern sowie Vertretern der  politischen Parteien hätten den Antrag vorbereitet.

Die Erstellung eines „integrierten und sozialraumorientierten Integrationskonzeptes“ werde eine der ersten Aufgaben des neuen Kommunalen  Integrationszentrums in 2013 sein; dessen endgültiger Name im Übrigen noch niocht feststeht. Als Arbeitsschwerpunkt für die Jahre 2013 und 2014 nennt die Verwaltungsvorlage den Ausbau der Sprachbildung und –förderung und die Intensivierung der  Stadtteilarbeit. Nach dem Haupt-und Finanzausschuss, der heute tagt, entscheidet endgültig der Rat der Stadt in seiner Dezember-Sitzung.