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Eisblumen, oder: So spannend kann Natur sein

Foto: Hans Georg Müller.Nach einer kalten Nacht entdeckte ich in einem Seitental des Morsbachs seltsame Eiskristalle. Ihr Enstehung war mir unklar. Wieso diese runden Perlen und keine Eisnadeln, die gewöhnlich bei Frost zu sehen sind? Aufklärung gab mir ein Artikel in "Kosmos",  einer wissenschaftlichen Monatsschrift: Es war eine windstille Nacht, in der die Eisperlen entstanden. Erst fiel die Temperatur unter Null, und dann erstarrten die Nebelschwaden zu Eisnadeln. Danach stieg die Temperatur wieder über den Gefrierpunkt, und die Nadeln schmolzen zu Regentropfen. Als dann kurz darauf das das Thermometer abermals unter 0 fiel, zogen sich die  Regenperlen zu der fotografierten Kristallisation zusammmen. So spannend kann Natur sein.

Medien-Seite von 'Bergische Wiki' wartet auf Überarbeitung

Als „Plattform für alle Informationen und Bilder aus und über unsere Region“ findet sich im Internet das „Bergische Wiki“. An dem Projekt, für das laut Impressum der RGA und der Verlag Remscheider Medienhaus GmbH & Co. KG von Bernhard und Michael Boll, Solingen, verantwortlich zeichnen, soll jedermann mitwirken und somit sein Wissen hinzufügen können: „Egal, ob es um Sehenswürdigkeiten, Fotos aus der Region, bedeutende Persönlichkeiten, geschichtliche Hintergründe, Ausflugstipps, Vereine oder Rezepte aus der bergischen Küche geht: Hier ist die Plattform für alle Informationen und Bilder aus und über unsere Region“, heißt es auf der Homepage.

Zu Remscheid ist schon eine ganze Menge zusammengekommen, aufgeteilt in Geschichte, Söhne und Töchter der Stadt, Einwohnerentwicklung, Sehenswürdigkeiten, Stadtbezirke und Stadtteile, Partnerstädte und Medien. Durchaus lesenswert! Letztere Kategorie hätte allerdings eine Überarbeitung verdient. Korrigiert werden solle der Satz „Seit 1889 entsteht der RGA im Herzen der Stadt, aktuell im Medienhaus am Friedrich-Ebert-Platz.“ Richtig ist daran nach dem Verkauf des RGA an die Verleger aus der Nachbarstadt nur noch die Jahreszahl. Und um der Fairness willen böte sich eine Ergänzung der anderen in Remscheid erscheinenden Medien an. Schließlich gibt es nicht nur Radio RSG, den Remscheider General-Anzeiger und den Lüttringhauser Anzeiger, sondern als zweite Tageszeitung seit vielen Jahren auch die Bergische Morgenpost (Rheinische Post). Die wird leider totgeschwiegen. Aus Konkurrenzgründen? Und als Forum zur Remscheider Kommunalpolitik, für Remscheider Vereine und Verbände sowie zur Remscheider Geschichte und zu Geschichten aus dieser Stadt existiert seit dem 19. Januar 2006 auch der Waterbölles; der ist ebenfalls nicht aufgeführt - anders als beim großen Wikipedia.
Auch auf der Medien-Seite des kleineren „Wiki“ für Remscheid findet sich ein Button „Bearbeiten“. Vielleicht klickt ja jemand mal darauf... Oder kümmert sich beim RGA inzwischen niemand mehr ums "Bergische Wiki"?

Turmbesichtigungen jeden ersten Montag im Monat

Pressemitteilung der Stadt

Auch im  Jahr 2013 bietet die Stadt Remscheid wieder monatliche Turm- und Rathausbesichtigungen an, und zwar an jedem 1. Montag im Monat um 15 Uhr (Start am 7. Januar 2013). Treffpunkt: Foyer im Erdgeschoss des Remscheider Rathauses. Dauer der Führung: rund eine Stunde. Gebühr: keine. Auch Gruppenführungen – beispielsweise für Kindergärten und Schulen - sind nach Terminabsprache möglich. Die Turmspitze nicht barrierefrei erreichbar. Zur Überwindung mehrerer Geschosse steht aber ein Aufzug zur Verfügung. Kontakt: Eva Rosa, Repräsentation der Stadt Remscheid, Tel. RS 16375.

Was hat Sie in 2012 besonders erfreut oder geärgert?

Der Kabarettist Dieter Nuhr sagte vor wenigen Tagen in seinem Jahresrückblick im Fernsehen, das Jahr 2012 sei das Jahr zwischen 2011 und 2013 (gewesen), das man mangels Höhenpunkten eigentlich getrost vergessen könne (sinngemäß). Er meinte das auf gesamtdeutscher Ebene. Remscheid hat er gewiss nicht gemeint. Kennt er unsere Stadt überhaupt? Man weiß ja so wenig! Warum aber sollte es der Noch-Großstadt im Bergischen besser gehen als so vielen Kleinstädten in Deutschland, in denen die Chronisten auch nur wenige Schlagzeilen zur Jahreschronik 2012 beitragen können? Was war es eigentlich, das in Remscheid die publizistischen Wellen hat höherschlagen  lassen – ohne dass deswegen in China auch nur ein Sack Reis umgefallen wäre? Nichts??!! Das darf doch nicht wahr sein! Also bitte, liebe Leserinnen und Leser des Waterbölles, aktivieren Sie Ihr Gedächtnis! Was hat Sie in 2012, bezogen auf Remscheid, besonders erfreut oder geärgert? Sollte Ihnen etwas einfallen, klicken Sie bitte auf die Überschrift. Dann finden Sie unter dem Text, den Sie gerade lesen, am Ende der Seite ein Mitteilungsfeld für Ihren ganz persönlichen Kommentar.

Die Besitzer wechselten fast so oft wie die Namen

Einige 100 Meter unterhalb des Lobacher Schleifkottens lag am Lobach im romantischen Hammertal einst der Kremenholler Hammer oberhalb des Kremenholler Steges (Weg von Kremenholl nach Ehringhause). Verschiedene Teichformen auf verschiedenen Katasterkarten lassen einige Umbauten und Veränderungen ahnen. Auch sind verschiedene Namen erhalten: Cremelholder Hammer, Kremelholler Hammer,  Platerhammer, Kremenholler Hammer, wie auf den Karten zu ersehen ist.  1622 hatte ein Henssen Kremenholtz diesen Reckhammer auf den „Burger Bach“ gesetzt. 1753 nennt er sich „Stahlraffinierhammer des Johann Wilhelm Hasenclever“ zu Ehringhausen. 1773 finden wir diesen Hammer unter den neun von Jacobi gezählten Hämmern am Lobach wieder. 1800 erkennt man einen erneuten Besitzerwechsel, denn nun zahlt ein „Wilhelm Schmitt, jetzt Bertram des Schmitts Eidam Hammer“ einen Reichstaler Pachtzins an den Burger Kellner. Bereits 1810 ist es der Bockmüllers Hammer eines Bockmüller zu Reinshagen. 1824 betreibt Johann Plate den Hammer, der dann 1829  mit drei oberschlächtigen Wasserrädern,  einem Hammer und zwei Gebläsen sowie zwei Feuern und zwei Arbeitern als Raffinierstahlhammer geführt wird. 1842 sind als Besitzer Reinhard und David Engels eingetragen,  die dort eine Amboss-Schmiede betreiben. Der letzte Besitzer vom Kremenholler Hammer und dem darüber liegenden Schleifkotten war der Wirt Adolf Herberg. (aus: „Hämmer und Kottenforschung – Lobachtal (Hammertal), Bergbau in Remscheid“, 2007 herausgegeben von Günther Schmidt)

Zustimmung oder Ablehnung haargenau an den Parteilinien

Horst Kläuservon Horst Kläuser

In der letzten Zeit geht mir ein makaber-beklemmendes Bild nicht aus dem Kopf. Ich sehe in einem düsteren Zimmer einer mittelalterlichen Burg einen verzagten Hofnarren hocken, der unfreiwillig Gespräche aus dem Nachbarsaal mithört. Da beraten Hofschranzen und Henker darüber, wie man den fröhlichen Mann mit seiner Schellenmütze am besten umbringe. Soll man ihn, der eigentlich nur ein Lachen auf das Gesicht der Mächtigen holen möchte, aufs Rad flechten, köpfen, ertränken, vierteilen, aufhängen? Auf jeden Fall vorher foltern.

Der Hofnarr in meiner traurigen Vision steht natürlich für die Bergischen Symphoniker, die miterleben müssen, wie man ohne jede Zurückhaltung ihr Ende diskutiert, das beschlossen scheint. Abend für Abend sollen die Bergischen dennoch Freude bereiten, mit Kultur unsere Herzen erreichen, unsere Sinne verzaubern und doch wird ihr Finale im crescendo vorbereitet. Ahnt eigentlich jemand, was in diesen Künstlern vorgeht? Interessiert es in Remscheid und Solingen noch jemanden, wie da mit sensiblen Musikern, Menschen mit Berufen und Familien umgegangen wird?

Am 2. Weihnachtsabend saß ich im fast vollbesetzten Teo-Otto-Theater und durfte wunderbarer Musik zuhören. Und während ich dem grazilen „Tanz der Zuckerfee“ aus Tschaikowskis Nussknackersuite lauschte, rasten Eindrücke durch meinen Kopf, die sich nach der Gewaltlektüre der Presseberichte aus den letzten Wochen, in denen ich in Moskau war, festgesetzt hatten. Die Bergischen Symphoniker sind tot – die Bestatter bereits bestellt. Nichts scheint sich bewegt zu haben, Rechthaberei statt Lösungsversuche. Die Bürger scheinen paralysiert, schauen mit verbundenen Händen und versteinertem Gesicht zu wie vor dem Bergischen Löwen der Galgen gezimmert wird. Nur, wer spielt dazu das Requiem?

Wo bleibt der Aufschrei der Remscheider (und der Solinger) Bürger: der Musikliebhaber, der Unternehmer, der Leitenden Angestellten, der Ärzteschaft, der Kulturliebhaber, der Schüler, der „Corporate Citizens“ (Firmen), der Vereine, der Einzelhändler, der Lehrer, der Senioren, der Anwälte, der Verbände? Warum gehen sie nicht auf die Straße, wenn ein völlig gesunder (Körper-)Teil der Stadt amputiert wird? Um im Bild zu bleiben, dieser fehlende Teil wird nicht nur nie mehr nachwachsen, unsere Stadt wird ewig unter dem Phantomschmerz leiden.

Natürlich ist es völlig legitim für Politiker, sich für oder gegen das Orchester, genauer: sich für oder gegen seine fortlaufende Finanzierung auszusprechen. Aber wundere nur ich mich darüber, dass Zustimmung oder Ablehnung haargenau an den Parteilinien entlanglaufen? Hallo!? Hier geht es um unsere Stadt, unsere Kultur, da sind SPDCDUFDPGRÜNELINKEWIR völlig nebensächlich. Herz und Hirn sind gefragt, nicht Parteifarben und Fraktionszwang. Klar weiß auch ich, dass 500.000 € kein Pappenstiel sind, Remscheid an allen Ecken und Enden zu sparen hat. Andererseits lese ich in den selben (nachträglich) gelesenen Medien, dass die Verwaltung 187.000 € an Gerichtskosten aufbringen muss, nur weil sie vergeblich versuchte, die Ansiedlung eines Discounters zu verhindern. (und ähnliches  scheint zu folgen...). 17.500 € muss Remscheid für die Beschilderung einer höchst fragwürdigen Umweltzone ausgeben (damit wären übrigens die 500.000 € leicht zu finanzieren!).

Habe ich eigentlich überlesen, was die stellvertretende Ministerpräsidentin des bevölkerungsreichsten und angeblich so kulturbegeisterten Bundeslandes zum Orchesterdebakel sagt? NRW-Kultus(!)ministerin Sylvia Löhrmann schweigt berede. Vergaß ich hinzuzufügen, dass sie Solingerin ist? Überhaupt geben die Kommunalpolitiker beider Städte ein trostloses Bild ab. Von Bewegung, Kompromissfähigkeit und -bereitschaft keine erkennbare Spur. Beharren auf betonierten Maximalforderungen,  gegenseitige Schuldzuweisungen in merkwürdigen „Offenen“ Briefen, juristische Drohungen, wo man doch Ärmelhochkrempeln erwarten sollte. Sprachlosigkeit, viel schlimmer noch: Phantasielosigkeit beherrscht die Diskussion.

Wo ist der neue, engagierte Plan für eine Stiftung, wo die Idee eines Fonds, warum regt niemand Anteilsscheine, Spendenaktionen an? Sind alle Landes-, Bundes-, Stiftungs- und ggf. sogar europäischen Förderoptionen ausgelotet worden?

Natürlich haben sich auch die Musiker selbst der Diskussion zu stellen. Finden sie unter ihrem brillanten GMD Kuhn immer die besten, die richtigen Stücke fürs Bergische Land? Haben sie genug getan, um Signale ihres Entgegenkommens zu setzen?  Die seit Jahren in die höchsten Sphären klassischer Musik hineingewachsenen Musiker werden von der Deutschen Orchestervereinigung vertreten. Ist eine Gewerkschaft gut beraten, auf Weihnachtsgeld zu bestehen, wenn andererseits die Gesamtabschaffung droht? (auch andere Branchen müssen leider schon längst ohne auskommen)

Ja, ich wünschte mir mehr Präsenz vom Orchester zu Zeiten der Existenzgefährdung, nicht nur auf der Bühne und keineswegs im mesto doloroso, sondern natürlich im furioso con brio (ff). Denn eines sollten wir nicht wollen, was uns als so billig und möglich weisgemacht wird: eingekaufte Miet-Musiker, die aus dem Osten Europas heran gekarrt werden in rostigen Bussen, aus denen dann freud- und hilflose Musikanten purzeln, um hernach übermüdet und lustlos „Die kleine Nachtmusik“ 'runterzufiedeln.

Was kann, was muss geschehen? Viel. Es ist nicht zu spät, Weichen zu stellen, energisch und schnell neue Wege ins Dickicht zu schlagen. In dieser Stadt wohnen und arbeiten kluge und wohlhabende Menschen; die Remscheider haben in ganz anderen historischen Lagen mit Kopf, Hand und Herz das Rad der Geschichte gedreht und aus Kahlschlag Wohlstand geschaffen. Aber das geht nicht im Hinterstübchen, sondern nur mit den vernehmbaren Stimmen und dem Willen aller, die in unserer Stadt mehr nur als eine Ansammlung desolater Straßen, leerstehender Geschäfte und grauer Wohnsiedlungen sehen.

Lasst uns gemeinsam eine tragfähige Idee entwickeln, das „Rathaus“ überzeugen und dann selbstbewusst nach Solingen ziehen. Zwar muss man dafür leider immer „über die Wupper gehen“ - aber das ist nur ein blöder Spruch. Wirkliche Macher in Remscheid hat das noch nie abgehalten.

Agentur für Arbeit wegen EDV-Umstellung geschlossen

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Zum 1. Januar fusionieren die Agenturen für Arbeit in Wuppertal, Solingen und Remscheid zur gemeinsamen Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Die sehr aufwändige EDV-Umstellung benötigt drei Tage und wird von Freitag, 4. Januar, bis Sonntag, 6. Januar, erfolgen. Folgende Dienststellen bleiben daher am Freitag, 4. Januar, geschlossen:

  • die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal sowie das Berufsinformationszentrum in der Hünefeldstraße 3-17 in Wuppertal
  • die Agentur für Arbeit Solingen und das Berufsinformationszentrum Solingen in der Kamper Str. 35 in Solingen. Achtung: Das Jobcenter Solinge, Kamper Str. 35. bleibt geöffnet!
  • die Agentur für Arbeit Remscheid und das Jobcenter Remscheid in der Bismarckstr. 8 in Remscheid

Für Antragsteller entstehen keine Rechtsnachteile, wenn sie am darauf folgenden Arbeitstag, d.h. am Montag, 7. Januar 2013, persönlich vorsprechen. Telefonisch ist die Agentur für Arbeit auch am 4. Januar von 8 bis 18 Uhr unter der Servicenummer 01801 555 111 erreichbar. (Claudia John)

Einbrecher über die Weihnachtstage auf Beutezug

Ohne Beute entkamen Langfinger in der Zeit von Samstag bis Dienstag, da sie bei dem Versuch in eine Tierarztpraxis an der Burger Straße einzusteigen durch eine Alarmanlage gestört wurden. Ebenso erging es den Tätern an der Max-von-Laue-Straße, als sie vermutlich durch Nachbarn gestört wurden. In einem zweiten Fall an der Max-von-Laue-Straße erbeuteten Diebe am 1. Weihnachtstag aus einer Wohnung eine Geldkassette mit Schmuck und einen Fahrzeugbrief. Aus einem Reihenhaus an der Hans-Böckler-Straße wurde ebenfalls an diesem Nachmittag Schmuck gestohlen. Bisher bekannt wurden der Polizei insgesamt sechs weitere Einbrüche, die sich am 2. Weihnachtstag im Stadtgebiet Remscheid ereigneten. Schmuck und Bargeld wurden aus Wohnungen am Saverneweg, Am Alten Flugplatz und an der Mühlenstraße entwendet. Ebenso durchsuchten Unbekannte das Schlaf- und Wohnzimmer einer Erdgeschosswohnung im Bereich Timmersfeld. Mit einem hohen Bargeldbetrag konnten Einbrecher aus einer Wohnung von der Straße Zur Bökerhöhe unerkannt entkommen. An einem Parkhaus am Theodor-Heuss-Platz gelangte ein Täter durch ein aufgehebeltes Fenster in ein Büro. Hier entnahm er einen Schlüsselbund für die Kassenautomaten des Parkhauses und entkam mit Bargeld aus einem der Automaten. (aus dem Polizeibericht)

1940 kaufte die Stadt den Ibachshammer und riss ihn ab

Foto: Hans Georg Müller

 

Diederichshammer mit Wohnhaus (Foto rechts: Otto Brüne) und Blick über den Teich (Sammlung: Bulang)Nur wenige Meter unterhalb der Vereinigung des Vieringhauser Bachs mit dem Lobach lag der Teich des Diederichshammers. „Mal wieder Diederichs“ könnte man sagen, aber irgendwie passt dieser Hammer in das Gesamtkonzept des Diederichs-Clans, der nicht umsonst die teure Zuführung des Lobachwassers durch den Fels zum Diederichskotten vorgenommen hatte (es beeindruckt heute noch, wenn man davor steht). Auch in diesem Fall sind für den Hammer wieder verschiedene Namen überliefert: „Hammer an der Hütten“, Schliepers Hammer, Diederichs Hammer und zuletzt Ibachshammer. Erbaut wurde er zwischen 1731 und 1738 von Caspar Schlieper (verheiratet mit A. M. Heuscher) in der Morsbach. 1753, nach SchliepersTod, ging der Hammer je zur Hälfte an die beiden Söhne Engelbert und Johann Daniel über. Am 27.3.1760 verkaufte der eben mündig gewordene Johann Daniel seinen Anteil an Peter Johann Diederichs. Dagegen protestierte Engelbert Schlieper, da der Hammer väterliches Erbe sei und er einem Verkauf an Fremde nicht zustimmen könne, denn schließlich sei er es gewesen, der in den ganzen Jahren die notwendigen Reparaturarbeiten bezahlt habe. Ein abschließendes Urteil ist nicht bekannt, aber 1762 kaufte Peter Johann Diederichs auch die zweite Hammerhälfte „ samt der Gereidschaft und den dazugehörenden Wiesen und Büschen“. 1800 liest man „Stahlhammer von Pet. Joh. Diederichs & Söhne“ zu Remscheid-Schüttendelle, und 1824 erscheint die Eintragung „Stahlraffinier- und Eisenhammer von Joh. Diederichs, verpachtet an Gottlieb Diederichs und von diesem betrieben“ (übrigens Remscheids erster Bürgermeister).

Ibachhammer (Foto oben: Stadtarchiv Solingen, Foto unten: Hubert Felder)Der Diederichshammer oder Ibachshammer war das letzte Refugium der Diederichs, die alle anderen Hammeranlagen bis dahin verkauft hatten. 1829 wird der Hammer als Breithammer für Stahl und Eisen von Joh. Diederichs Erben an J. W. Ibach verpachtet, der den Hammer später kaufte. Er arbeitet mit drei oberschlächtigen Wasserrädern, einem Hammer und Amboss, zwei Feuern und zwei Gebläsen. Als weiterer Besitz taucht in unmittelbarer Nähe des Hammers 1831 ein Wohnhaus auf, das erst 1960 abgebrochen wurde. Zu dieser Zeit (1862) wohnten dort zwölf Personen, und zwar ein Kleinschmied Eickelberg mit acht Personen und ein Schuster Heinrich Stahl mit vier Personen.

1834 ist erstmals Johann Peter Ibach als Inhaber des Hammers genannt. Er betreibt den Stahlraffinier- und Stahl- und Eisenbreithammer selbst mit einem Knecht und einem Lehrling für andere im Lohn. Zu dieser Zeit besitzt er bereits auch den darunter liegenden Bücheler Hammer. 1842, als berichtet wird, dass der Hammer etwa 20.000 bis 30.000 Pfund Stahl pro Jahr liefert, ist bereits Joh. Pet. Ibach sen. als Inhaber verzeichnet. Ihm folgt1869 sein Sohn August. Er und seine nachfolgenden Generationen betrieben den Hammer bis zum Abriss durch die Stadt Remscheid 1940, die den Hammer kurz zuvor gekauft hatte. Noch in dem Jahr des Kaufes durch die Stadt Remscheid wurde dieser abgebrochen. (nach: „Hämmer und Kottenforschung – Lobachtal (Hammertal), Bergbau in Remscheid“, 2007 herausgegeben von Günther Schmidt)

Soziale Hilfen der Stadt erhöhten sich um 350.000 Euro

Wie viel Geld die Stadt Remscheid in einem Jahr für gesetzliche Transferleistungen (Sozialhilfe) ausgeben muss, zeigt sich immer erst in den letzten Tagen eines Jahres. So war es kein Wunder, dass die Tagesordnung der letzten Ratssitzung 2012 kurzfristig erweitert werden musste, um überplanmäßige Etatmittel in Höhe von 350.000 Euro zu beschließen –  100.000 Euro für die „Hilfe zur Pflege für Personen ab dem 65. Lebensjahr in Einrichtungen“,  50.000 € für „Grundsicherungsleistungen SGB XII außerhalb von Einrichtungen“ und 200. 000 € für „Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung nach dem 6. Kapitel des SGB XII“. Allein bei der Grundsicherung liegt die Stadt damit für 2012 bei ca.  6,2 Millionen €.

Einen Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung haben Personen, die die Altersgrenze im Sinne des § 41 Abs. 2 SGB XII erreicht haben (Personen, die vor dem 1.1.1947 geboren sind, ab Vollendung des 65. Lebensjahres) und Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und dauerhaft voll erwerbsgemindert sind, soweit sie nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt aufgrund eigener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit sicherzustellen (wirtschaftliche Bedürftigkeit). Bei den Leistungen handelt es sich um gesetzliche Individualansprüche. Die zusätzlichen Leistungen hat die Stadt Remscheid aufzubringen entsprechend der gestiegenen Anzahl leistungsberechtigter Personen (gegenüber 2011 um 8,7 Prozent).

„Die Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung umfasst heilpädagogische und sonstige Maßnahmen zugunsten körperlich und geistig behinderter Kinder und Jugendlicher als gesetzliche Individualansprüche. In der Regel handelt es sich um die bekannten Integrationshelfer behinderter Kinder und Jugendlicher zur Begleitung im Schulunterricht“, teilte die Verwaltung dem Rat mit. „Die starke Gewichtung zur Förderung der Teilhabe behinderter Menschen am gesamten gesellschaftlichen Leben führt auch speziell im Schulbereich zu einer Steigerung der Fallzahlen bei der Schulbegleitung (innerhalb der vergangenen zwölf Monate um 34 Prozent).

Auch bei den Hilfen zur Pflege handelt sich um gesetzliche Individualansprüche. Sie betreffen Menschen, die aus wirtschaftlicher Bedürftigkeit ihre Heimpflegekosten weder mit den Leistungen der Pflegeversicherung noch mit ihren eigenen wirtschaftlichen Mitteln finanzieren können. Hierfür hatte die Stadt in diesem Jahr 4.346.250 € veranschlagt. Zusätzliche 100.000 € mussten jetzt bereitgestellt werden, weil sich die Pflegesätze erhöht und die Zahl der Bedürftigen in den vergangenen zwölf Monaten um 5,15 Prozent gestiegen war.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Siegfried sah in der Ratssitzung am 17. Dezember zwar keinen besonderen Eilbedarf für einen Ratsbeschluss. Doch Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz klärte ihn auf: „Das Haushaltsjahr endet am 31. Dezember. Deshalb steht der Beschluss jetzt an, wenn wir nicht erhebliche Probleme bekommen wollen!“ Beispielsweise könnten die bedürftigen Heimbewohner sonst ihren Heimplatz nicht rechtzeitig bezahlen. Zugleich sicherte Mast-Weisz der CDU aber zu, gerne in er ersten Sitzung des Sozialausschusses im neuen Jahr zu den Mehrausgaben Rede und Antwort zu stehen.