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Rückblick: Remscheid im Jahre 2003

Vor zehn Jahren, im Juli 2003, sprach sich der damalige Remscheids Oberbürgermeister Fred Schulz gegen n die Entwicklung der Wuppertaler Generaloberst‑Hoeppner‑Kaserne zu einem interkommunalen Gewerbegebiet der drei bergischen Großstädte aus. Damit reagierte er auf Äußerungen des Nordrhein‑Westfälischen Ministerpräsidenten Peer Steinbrück, der diesen Plan befürwortet hatte. Schulz sagte, jede der drei Städte müsse die Möglichkeit haben, sich eigenständig weiter zu entwickeln. Die Städte müssten auf Anforderungen potentieller Investoren individuell reagieren können. Auch mache es keinen Sinn, wenn Remscheider zur Arbeit nach Wuppertal pendeln müssten.

Die Marketingräte der Stadtteile Lennep, Lüttringhausen, Innenstadt, Remscheid-Süd und Hasten gründeten vor zehn Jahren eine Dachorganisation gegründet - den Marketingrat Remscheid. Vorsitzender wurde der damalige Oberbürgermeister Fred Schulz. Durch die Zusammenarbeit könne man die Pluspunkte Remscheids als Ort der Arbeit, Bildung, Kultur und des Tourismus nach außen besser darstellen, erklärte er damals. Was ist aus dem Marketingrat Remscheid eigentlich geworden? Jedenfalls still!!

Im Juli 2003 stimmte der Rat der Stadt Remscheider für das umstrittene Gewerbegebiet Blume. Bei der Entscheidung setzte sich die damalige die CDU‑Mehrheitsfraktion zusammen mit FDP und Remscheider Wählergemeinschaft gegen SPD und Grüne durch. Um auch die Gegner mit dem Vorhaben zu versöhnen, werde es gestalterische Vorgaben für Firmengebäude geben, hieß es damals. Zu Beginn der Sitzung hatten die Blume‑Gegner noch einmal deutlich gemacht, dass die Eigentümer von bis zu 75 Prozent der Gesamtfläche ihre Grundstücke nicht verkaufen wollten. Das mache langwierige Enteignungsverfahren wahrscheinlich.

Der Remscheider Rat beschloss vor zehn Jahren eine Busreform bei den Remscheider Stadtwerken, die  mit dem Abbau von mehr als 70 Stellen im Öffentlichen Nahverkehr verbunden war. Die Busflotte werde um sechs Fahrzeuge verkleinert, um den Jahresverlust im Remscheider Nahverkehr um 1,8 Millionen Euro zu verringern, hieß es in dem Ratsbeschluss weiter. Das Defizit betrüge dann immer noch etwa zwei Millionen Euro. Dagegen hatte der Betriebsrat vergeblich mit einer Liste mit 2.500 Unterschriften protestiert. Der damalige Betriebsratsvorsitzende Ernst Dethleffs hatte die Pläne als Katastrophe bezeichnet. Wer die Busverbindungen in Richtung Wermelskirchen und in den Stadtteil Reinshagen ausdünne, müsse sich nicht wundern, wenn die Bürger auf das Auto umstiegen. Dabei könne man durch ein attraktiveres Angebot sicher mehr Fahrgäste in die Busse locken. Das sei reichlich naiv, hielt der damalige Stadtwerke-Direktor Wolfgang Roth dagegen. Es gebe keine Alternative zur sogenannten Busnetz-Optimierung. Als Ausgleich werde man zwar mehr Anrufsammeltaxis anbieten. Für eine flächendeckende Einführung sei dieses Angebot aber zu teuer.

„Remscheider Oberbürgermeister sichert seine Pension“, berichtete vor zehn Jahren der WDR in seinen regionalen Hörfunknachrichten. „Auch wenn Fred Schulz bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr (2004) unterliegen sollte, erhält er Ruhestandsbezüge in Höhe von etwa 2.700 Euro. Vier Jahre seiner früheren Tätigkeit als Geschäftsführer der Remscheider Handwerkskammer wurden vom Rat zur Amtszeit hinzugerechnet. Normalerweise muss ein Bürgermeister mindestens acht Jahre im Amt sein, um eine Pension zu erhalten.“ Und so kam es denn auch ...

Im Juli 2003 beteiligte ich die Stadt Remscheid in drei von insgesamt 64 Kindertagesstätten an einem Modellprojekt, das späterer Lese- und Schreibschwäche vorbeugen soll. Die Jungen und Mädchen wurden auf ihre Sprachentwicklung und Konzentrationsfähigkeit getestet. Bei eventuellen Schwächen sollten Kinder in Fördergruppen 20 Wochen lang ein gezieltes Training erfahren, hieß es damals.

Vor zehn Jahren wurde der Vertrag über den Krankenhausneubau an der Burger Straße unterzeichnet.  Das Sana-Klinikum finanziere den 70-Millionen-Euro-Neubau und die Altbausanierung in Kooperation mit einer Investorengruppe, teilte ein Sprecher des Unternehmens damals mit. Im 50-Millionen-Euro-Anteil der Investorengruppe sei auch der Betrieb der technischen Anlagen zu festgelegten Energie- und Betriebskosten in den nächsten 15 Jahren enthalten.

Der neu gestaltete Remscheider Bahnhofsplatz wurde im Juni 2003 offiziell nach dem früheren Bundeskanzler Willy Brandt benannt und eingeweiht. Die Kosten für den Umbau lagen nach Verwaltungsangaben bei etwa 850.000 Euro.

Vor zehn Jahren plädierte der Wuppertaler Ingenieur Professor Hans Bode auf einer Diskussion der Remscheider FDP dafür, die Remscheider Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe FGW zum Institut der Bergischen Uni zu machen. Er äußerte zugleich Zweifel am Sinn einer privaten Fachhochschule für Remscheid. Remscheider Unternehmer sowie Baudezernent Kennepohl verteidigten dagegen den Plan einer privaten Metallhochschule. Diese sei Teil eines Kompetenz-Zentrums Remscheid. Davon ist längst nicht mehr die Rede. Aber die FGW wurde „An-Institut“ der Uni Wuppertal.

Vor örtlichen Unternehmern kritisierte der Remscheider Stadtkämmerer Jürgen  Müller im Juli 2003, die Kommunen müssten Pflichtaufgaben per Landesgesetz  erfüllen, ohne dafür einen entsprechenden finanziellen Ausgleich zu  erhalten. So hätten sich die Sozialausgaben Remscheids in den vergangenen zehn Jahren verfünffacht. Von dem neuen betriebswirtschaftlichen Finanzwesen für die Kommunen versprach sich Müller damals wenig - abgesehen von hohen Software- und Schulungskosten.

Wichtige sportpolitische Vorschläge des Remscheider Sportbundes würden von den Politikern ignoriert, kritisierte der Sportbund Remscheid vor zehn Jahren und forderte ein Stimmrecht im Sportausschuss. Weniger die Finanzmisere, sondern vielmehr Inkompetenz sei der Grund, dass einige Projekte nicht hätten realisiert werden können, sagte Reinhard Ulbrich damals und verwies darauf, dass im Frühjahr 2003 das Vorhaben gescheitert war, das frühere Hallenbad im Stadtteil Lüttringhausen in ein Bürgerzentrum umzubauen.

Im Juli 2003 forderten die Remscheider Grüne den Rücktritt von Stadtkämmerer Jürgen Müller. Begründung: 2002 einen neuen Geschäftsführer für die Wirtschaftsförderung zu verpflichten (Joseph Iglhaut) und diesen mit einem Fünf-Jahres-Vertrag ohne Probezeit auszustatten und dann die Stelle wenige Monate später zu streichen, sei der Gipfel der Planlosigkeit, so die Grünen damals. (Gegen Zahlung einer  Abfindung wurde der Vertrag zwischen Stadt und Iglhaut später aufgelöst.)

Die Stiftung Tannenhof eröffnet im Juli 2003 ihr zweites Wohnheim. Etwa zwanzig, vorwiegend ältere Bewohner mit psychischen Erkrankungen wohnen dort wie in einer Wohngemeinschaft. Jeweils vier Personen teilen sich Küche, Wohn- und Sanitärbereich. Die Gesamtkosten von rund 900.000 Euro wurden aus Eigenmitteln finanziert. Das erste Wohnheim war 1998 zu 90 Prozent vom Landschaftsverband Rheinland gefördert worden.

Dass in Remscheid familienfreundliche Einrichtungen mit einem von Kindern gemalten Emblem ausgezeichnet werden sollen, wurde im Juli 2003 bekannt. Ein Sprecher sagte damals, mit dem Emblem könnten Geschäfte, Betriebe, Restaurants oder Vereine für sich werben. Das Motiv für die Aktion hatte ein achtjähriger Remscheider Junge bei einem Wettbewerb eingereicht.

Remscheid, oder: „Meine Stadt schreibt ein Buch“

Haben Sie schon mal eine nette Geschichte erlebt in Remscheid? Im Bus etwa oder in der Bahn? Dann sollten Sie sie jetzt aufschreiben. Denn danach wird zwischen dem 1. September und 31. März gesucht werden - von den nordrhein-westfälischen Volkshochschulen, dem „Bussen & Bahnen NRW“, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und WDR 5. Und mit dabei ist auch die Volkshochschule Remscheid. Nicole Hauser-Grüdl, Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums: „Wer mitmachen möchte, kann sich jetzt im Internet unter www.meine-stadt-schreibt-ein-buch.de registrieren und seine Texte – aber auch Bilder- einsenden, die dann eine Jury - u.a. aus Mitarbeitern der VHS Remscheid - sichten wird. Sie werden sehen, in regelmäßigen Abständen kommen immer mehr Beiträge hinzu. Am Ende des Projektes ‚Meine Stadt schreibt ein Buch‘, im Mai 2014, werden alle Beiträge veröffentlicht.“ - VHS-Bereichsleiter Alfons Ströter: „Viele persönlichen Erfahrungen mit und Erlebnisse in Remscheid möchten wir in dem Online-Buch zusammentragen - einem Buch von Remscheidern für Remscheider mit einem bunten Mix an Geschichten, Erinnerungen und Visionen - kurz mit allem, was Sie mit Remscheid verbindet!“ Dabei seien der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Gedichte, Geschichten, Fantasy - was immer dem Verfasser / der Verfasserin am Herzen liege. „Gerne können Sie anstelle eines Textes auch einen eigenen Comic einreichen oder ein Bild, sofern es selbstgemacht ist und eine Geschichte erzählt. Wir freuen uns auf lustige, spannende oder auch nachdenkliche Geschichten rund um Remscheid!“

Per Handzettel macht die VHS Remscheider dieser Tage auf das Projekt aufmerksam: „Tagtäglich kommen Menschen mit Menschen zusammen, tagtäglich geschieht etwas mit uns oder um uns herum, erfüllen sich Träume, erleben wir Niederlagen, erahnen wir, was Glück ist, durchleiden wir Stunden der Trauer, treffen uns mit Freunden, machen wir Sport, essen wir, träumen wir, setzen uns Ziele, fühlen wir Einsamkeit, ärgern uns, verlieben wir uns und wissen genau, auch der nächste Tag wird wieder reich mit Gefühlen und Erfahrungen sein. Wir verbinden unsere Erfahrungen dabei oft mit konkreten Orten: An dieser Haltestelle stehe ich täglich, dort kaufe ich täglich ein, zu jenem Bäcker gehe ich am liebsten, gegenüber diesem Platz arbeite ich, dort bin ich geboren, meinen ersten Kuss habe ich unter dieser Linde bekommen, hierhin ziehe ich mich gerne zurück, aus dieser Schule bin ich geflogen, in diesem Stadion sah ich mein bestes Spiel: Wir füllen banale Orte mit unseren Erinnerungen und geben ihnen dadurch Bedeutung. In einer Welt, die überwiegend durch Rationalität, Zweckorientierung und Globalität geprägt ist, eröffnet das Projekt ‚Meine Stadt schreibt ein Buch‘ die Möglichkeit, sich auf das Besondere des eigenen Lebens zu besinnen und diesem einen Ausdruck zu verleihen. Schreiben, Fotografieren und Malen bereichert!“ Und deshalb bieten die Initiatoren nun im Internet unter www.meine-stadt-schreibt-ein-buch.de die Möglichkeit, zusammen mit anderen Menschen ein Werk zu entwickeln, welches das konkrete Leben in nordrhein-westfälischen Kommunen in diesem Jahr abbildet.

Grillen und offenes Feuer ist an Talsperren verboten

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Sommerzeit ist Grillzeit. Doch aus Sicherheits- und Naturschutzgründen ist das Grillen und Anzünden von Lagerfeuern an allen Talsperren des Wupperverbandes grundsätzlich verboten. Aufgrund der akuten Waldbrandgefahr weist der Wupperverband noch einmal ausdrücklich auf die Gefahr durch offene Feuer hin. Jeder kleinste Funke kann einen sich schnell ausbreitenden Brand hervorrufen. Insbesondere an der Bever-Talsperre, Wupper-Talsperre, Brucher- und Lingese-Talsperre – den vier offiziellen Badegewässern im Wuppergebiet – finden sich zurzeit viele Gäste ein. Der Wupperverband appelliert daher an alle Besucher, die Regeln zu beachten und auf die übrigen Freizeitgäste Rücksicht zu nehmen.Neben dem Verbot von Grill- und Lagerfeuern ist unter anderem auch zu beachten, dass Müll nicht einfach am Talsperrenufer liegen gelassen werden darf, sondern die vorhandenen Abfallbehälter genutzt werden oder die Badegäste ihren Müll wieder mit nach Hause nehmen. Außerdem gilt, dass das Mitführen von Hunden an den Badestellen der vier Talsperren nicht gestattet ist.

Stärkungspakt Preistreiber & Betreuungsgeld Mogelpackung

Pressemitteilung der Fraktion der Linken

Um jährlich 219,23 € erhöhen sich in Remscheid durchschnittlich die Nebenkosten für eine dreiköpfige Familie in einer 90 m² Wohnung, so der Bund der Steuerzahler NRW. Der Betrag setzt sich zusammen aus den erhöhten Kosten für Energie, Wasser und die umgelegte Grundsteuer B. Wir erinnern uns: Für die Hilfen vom Land aus dem sogenannten Stärkungspakt muss die Stadt Kürzungen im Haushalt vornehmen oder zusätzliche Einnahmen generieren. DIE LINKE prognostizierte Kürzungen in den Bereichen Jugend, Kultur und Soziales. Diese wurden durch die sogenannte „Gestaltungsmehrheit“ auf den Weg gebracht. Da diese Maßnahmen bei weiten nicht ausreichten um einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen wurde gegen die Stimmen der LINKEN die Grundsteuer B erhöht. Dies hat die Kostenspirale angeheizt. Die Haushalte mit geringeren- oder normalem Einkommen sind wieder diejenigen, die diese Verteuerungen am stärksten zu spüren bekommen. Damit hat sich der von SPD und Grünen initiierte sogenannte Stärkungspakt auch an dieser Stelle als unsozialer Preistreiber entpuppt. Das Gleiche gilt für das Erneuerbare Energien Gesetz, denn es hat dazu geführt, dass „Normal“-Verbraucher die Subventionen für Energieintensive Unternehmen, Golfplätze und Hühnerfabriken zahlen müssen. Für unsere Vergleichsfamilie bedeute dies eine Erhöhung der Stromkosten um 112,45 € pro Jahr. Die Energiewende ist notwendig, sie muss aber sozial gestaltete werden.

Die Bundesregierung lobt sich für ihre neueste angebliche familienpolitische Leistung „Betreuungsgeld“. Diese von vornherein umstrittene Leistung für Kinder zwischen ein und drei Jahren wird jedoch derzeit kaum eine junge Familie bekommen. Nur für Kinder im Alter von mindestens einem Jahr, die zudem nach dem 1. August 2012 geboren sein müssen, wird das Betreuungsgeld gezahlt. Weil sich diese beiden Kriterien derzeit gegenseitig ausschließen, gibt es solche Kinder noch nicht. Erst ab 02. August gibt es die ersten Kinder, für die Betreuungsgeld gezahlt wird, aber nur wenn die Zeit des Elterngeldes bereits ausgelaufen ist. Alle Kinder, die am 1. August 2013 bereits älter als 1 Jahr sind, gehen leer aus, obwohl die Bundesregierung behauptet, Kinder zwischen ein und drei Jahren zu fördern. Wenn Eltern das Elterngeld für fünfzehn Monate beanspruchen können, wird erst ab 01. November Betreuungsgeld gezahlt. Das Betreuungsgeld wird nicht für 2 Jahre, sondern nur für 22 Monate gezahlt. DIE LINKE lehnt das Betreuungsgeld ab. DIE LINKE befürwortet statt dessen den Ausbau von Kindertagesstätten und fordert dringend die Beschäftigung von mehr Erzieherinnen und Erziehern in den Einrichtungen. Nur so kann sichergestellt werden, dass allen Kindern eine pädagogisch hochwertige Betreuung angeboten wird. Das alternative Angebot - Betreuungsgeld statt Kindertagesstätte - hält Kinder aus den Fördermöglichkeiten einer pädagogischen Einrichtung fern. (Axel Behrend)

VHS Remscheid mit neuen Angeboten auf Erfolgkurs

Nicole Hauser-Grüdl. Foto: Lothar KaiserDas neue VHS-Programm

Als kommunale Weiterbildungseinrichtung sind Volkshochschulen verpflichtet, einmal jährlich Statistiken an den jeweiligen Landesverband sowie an den Deutschen Volkshochschul-Verband zu senden mit ganz unterschiedliche Kennzahlen, z. B Einnahmen und Ausgaben, Anzahl der Kurse, Unterrichtsstunden und Zahl der Teilnehmer je Kursus. Für Nicole Hauser-Grüdl, die Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums der Stadt Remscheid (und damit auch der VHDS) eher eine knochentrockene Arbeit, in diesem Fall aber auch „Grund zur Freude“, wie sie im Vorwort zu dem jetzt druckfrisch vorliegenden Programmheft für das 2.VHS-Semester 2013 schreibt. Denn: Die VHS Remscheid hat nicht nur extrem gut gewirtschaftet, d.h. die Einnahmen von 2011 nach 2012 bei sinkenden Ausgaben um mehr als 25.000 € steigern können, sondern in nahezu allen Programmbereichen auch ihr Angebot erweitert. Und dabei 220 Kursteilnehmer/innen mehr gezählt als 2011, insgesamt waren es in den regulären Kursen 4.400. Besonders positiv entwickelte sich das Angebot für heimische Firmen: Durch Führungskräftetraining, EDV-Schulungen und Kurse in Geschäftskorrespondenz, Kosten- und Leistungsrechnung, Bilanzierung und Deutsch als Fremdsprache stiegen die Einnahmen deutlich - auf mehr als 9.000 Euro!

Zum Kursangebot für das zweite Semester 2013 gehöre neben altbewährten Angeboten auch zahlreiche neue. Eine Übersicht über alle neuen Kurs- und Veranstaltungsangebote findet sich im neuen Programmheft auf den Seiten 16 und 17. In der gestrigen Pressekonferenz, auf der Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann und Nicole Hauser-Grüdl das neue VHS-Programm vorstellten, hob diese besonders das um verschiedene so genannte "kleine" Sprachen wie Tschechisch, Ungarisch und Thailändisch erweiterte Fremdsprachenangebot hervor sowie neue Kursangebote in den Bereichen EDV und Gesundheit/Entspannung. Dazu gehört auch ein Kursus in "Daoyin", einer chinesische Yoga-Art an, die im immer stressreicheren Alltag zu mehr Ausgeglichenheit und Ruhe verhelfen soll.
Herzlich einladen sind alle Interessenten zum „Schnuppertag“ am 6. September, dem „langen Tag der Anmeldung“ (von 8 bis 12 sowie 14 bis 18 Uhr), wo sie dann kostengünstig gleich mehrere Veranstaltungen besuchen und so erfahren können, was ihnen Spaß macht oder welche Angebote sie am meisten interessiert. Der „Schnuppertag“ umfasst Angebote aus allen Fachbereichen sowie eine Mischung aus altbewährten und neuen Kursen. Hier die neuen Kurse:

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Der Zeichenzwang und die Einführung der Zeichenrolle (II)

Teil II

Die größten Schwierigkeiten entstanden dem Bergischen Gewerbe durch das Nachschlagen seiner Warenzeichen im Märkischen Gebiet, das namentlich von ausgewanderten Schmieden betrieben wurde. Zwar bedrohte das Privilegium von 1600 diese Überläufer als Eidbrüchige mit der Entziehung ihres Eigentums und dem Verlust ihres Zeichens. Aber jenseits der Landesgrenze stand der Weiterführung eines Zeichens natürlich nichts im Wege. Am 30. April 1790 wurde das Zeichen „der Hirsch" des Schmiedes Jakob Röllinghoff vom Handwerksgericht als verfallenes Gut versteigert, weil er ins Preußische ausgewandert war. Ähnlich erging es dem Feuerstahlschmied Gottfried Schlüter mit dem Zeichen der Pistole, als er 1798 ins Märkische zog. Engel Hartkopf sah sich im Jahre 1723 gezwungen, sein bisheriges Zeichen „die sieben Sterne" fallen zu lassen, weil es ihm nachgeschlagen wurde und die damit versehenen Waren in solchen Misskredit geraten waren, dass die Kaufleute Sensen mit den „sieben Sternen" nicht mehr abnehmen wollten. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts häuften sich die Klagen, dass eine ganze Reihe Bergischer Warenzeichen und gerade der ältesten und berühmtesten im Märkischen Gebiet wahllos auf minderwertige Sachen nachgeschlagen würden.

Als das alte Handwerk der Herstellung von weißen Sensen im Erlöschen begriffen war und die Herstellung von Werkzeugen mehr und mehr an seine Stelle trat, bestand die Hauptaufgabe des Cronenberger Handwerksgerichts in der Führung der Zeichenrolle und der Schlichtung von Zeichenstreitigkeiten. So musste der Sägen-„Fabrikant" Wilhelm Brand auf dem Hütz, dessen bewährte Warenzeichen „Blumenpott" und „Sonne" besonderen Angriffen ausgesetzt waren, mehrfach die Hilfe des Gerichts in Anspruch nehmen. Er beschwerte sich am 20. Februar 1777, „dass Engelbert Dussel auf dem Sudberg seinem Sägenzeichen „Blumenpott" zu nahe schlage", worauf dem Schmied Dussel die Verwendung dieses Zeichens bei einer Strafe von drei Reichstalern verboten wurde. Aber bei der nächsten Gerichtssitzung am 29. März suchte Engelbert Dussel sein Vorgehen durch die Ausrede zu entschuldigen, „er vermeine keinen Blumenpott son­ern einen Lilienpott auf seine Sägen zu schlagen." Dieses Zeichen habe er vor 16 Jahren von Engelbert Daum gekauft und zur Handwerksrolle angemeldet. Brand machte dagegen geltend, dass er den sogenannten Blumenpott, in Fletten (Nelken) bestehend, von seinem Vater ererbt, der das Zeichen ungehindert gebraucht und auch zur Rolle angemeldet habe, dass aber der Lilienpott demselben zunahe käme. Vogt und Ratmänner kamen zu dem Beschluss, den Parteien einen Vergleich vorzuschlagen, der auch angenommen wurde. Der Vermittelungsvorschlag ging dahin, „dass der Lilienpott hinfüro ein Lilienbaum geheißen werden solle und anstatt den Pott einen Baum mit der Wurzel, einen Lilienbaum (!) präsentiere, hingegen der Blumenpott mit den Fletten ein Blumenpott sein und bleiben solle und am Handwerksgericht nächstkünftig diese beiden eingesiegelt werden sollten".

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Radfahrer aus RS bei Vollbremsung in Rade schwer verletzt

Ein 26-jähriger Fahrradfahrer aus Remscheid befuhr am Sonntag um 21.10 Uhr den Geh- und Radweg an der Elberfelder Straße in Radevormwald und passierte nach Zeugenaussagen trotz roter Ampel die Einmündung zur Dahlhausener Straße, wobei er beinahe einen von links kommenden vorfahrtberechtigten Pkw-Fahrer, ebenfalls aus Remscheid, übersehen hätte. Bei seiner Vollbremsung kam der Radfahrer zu Fall und verletzte sich schwer. Zu einem Zusammenstoß mit dem Pkw kam es nicht.
In in der Nacht zu Sonntag beschädigten unbekannte Täter an der Sensburger Straße abgestellte Pkw, indem sie jeweils den linken Außenspiegel abtraten oder abbrachen. Ein Anwohner wachte gegen 4 Uhr durch einen lauten Knall auf und bemerkte auf der Straße zwei Männer. Da diese sich in dem Moment aber ruhig verhielten, schenkte er ihnen keine weitere Bedeutung. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mehr als 1.000 Euro. Zeugenhinweise nimmt die Remscheider Kripo unter der Telefonnummer 0202/284-0 entgegen
. (aus dem Polizeibericht)

VHS-Reise nach Brügge, Gent, Antwerpen und Brüssel

Wer mit der Volkshochschule Remscheid vom 5. bis 8. September nach Flandern fahren will, sollte mit der Anmeldung nicht mehr lange zögern. Am Montag nächster Woche läuft die Anmeldefrost aus, wie Nicole Hauser-Grüdl, Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums, zu dem die VHS gehört, heute mitteilte. Im Reisepreis von 420 € ( Einzelzimmer 516 €) sind folgende Leistungen enthalten: Busfahrt im modernen Reisebus, drei Hotelübernachtungen mit Frühstücksbuffet im 4-Sterne-Hotel in Gent, Abendessen (Büffet) am Anreisetag, Stadtrundfahrt/Rundgang und Grachtenfahrt Brügge, Stadtrundfahrt/Rundgang und Hafenrundfahrt Antwerpen, Rundfahrt/Rundgang Gent, Stadtrundfahrt Brüssel (auf der Rückreise), Chocolaterie in Brügge oder Brüssel, Umlagen Stadt Remscheid, Sicherungsschein, Reiserücktrittskostenversicherung.  Nicht im Preis eingeschlossen ist die Verpflegung während der Busfahrten (kalte und heiße Getränke und Imbiss zu moderaten Preisen).

Das Ferienprogramm 2013 der Musik- und Kunstschule

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Abteilung Musik- und Kunstschule des  Kommunalen Bildungszentrums der Stadt Remscheid bietet erstmals ein buntes Ferienprogramm für Daheimbleibende und Musikinteressierte an. Das abwechslungsreiche und spannend-musikalische Kursangebot für Kinder und Jugendliche von 8 bis 19 Jahren. Anmeldungen nimmt die Musik- und Kunstschule per Mail (musikkunstschule@remscheid.de" href="mailto:musikkunstschule@remscheid.de">musikkunstschule@remscheid.de) entgegen. Die Kursangebote im Einzelnen:

Montag, 5.8., bis Mittwoch 7.8., 15 bis 17 Uhr.
Modern Dance
Musik ist Bewegung und Tanz. Als Abgrenzung zum klassischen Ballett trainieren wir die „Humphrey-Limón-Technik“: Kraft und Entspannung im fl ießenden Wechsel zeichnen diesen Stil aus. Der Kurs ist für alle tanzbegeisterten Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren geeignet. (Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Wen-Ting Huang). DLZ-Volkshochschule, Yoga-Raum U 13, Elberfelder Str. 32, sechs Unterrichtsstunden. Entgelt: 30 €.

Montag, 5.8., bis Freitag, 9.8., 9 – 12 Uhr (12- bis 15-jährige Schüler/innen)
Montag, 12.8., bis Freitag, 16.8., 9 – 12 Uhr (16- bis 19-jährige Schüler/innen)
Rock your Lampenfieber
Was tun bei Auftrittsangst? Mit dem inneren Schweinehund Freundschaft schließen, ein gutes Gefühl herstellen, Hilfl osigkeit in Mut verwandeln, Fremd- und Selbstbild in Einklang bringen, Sicherheit gewinnen. Licht an: Präsentieren mit Schmackes! Wir üben Methoden und Strategien für den gekonnten Auftritt – kurz und bündig – und ganz einfach. ( Hinweis: Wenn vorhanden das eigene Instrument mitbringen. Es kann aber auch ein Text, Lied oder eine eigene Rede vorgetragen werden. Bettina L’habitant). Musik- und Kunstschule, Raum 2/3, Elberfelder Str. 20, 15 Unterrichtsstunden, Entgelt: 60 €.

Montag, 12.8., bis Freitag, 16.8., 10 – 13 Uhr
Autogenes Training und Musik
Autogenes Training ist ein Selbsthypnoseverfahren mit dem Ziel einer tiefen Entspannung. Wir erlernen in dem Kurs die sechs Übungen der Grundstufe, kombiniert und verstärkt mit Musik. Nach einer Phase der Einübung kann schnell und zuverlässig ein Zustand vertiefter seelisch-körperlicher Entspannung und tiefer innerer Ruhe erreicht werden, aus dem neue Kraft und Energie für die Bewältigung des Alltags und seiner Herausforderungen gewonnen werden. Der Kurs ist für Jugendliche ab 12 Jahren geeignet. (Hinweis: Bitte eine Decke oder Matte mitbringen. Wolf-Stefan Steinröhder). Musik- und Kunstschule, Raum 2/3, Elberfelder Str. 20, 15 Unterrichtsstunden, Entgelt: 55 €.

Sonntag, 18.8., 10 bis 13 Uhr
Entdecke die Musik- und Kunstschule!
Wolltest Du immer schon wissen, was sich hinter den Türen der Musik- und Kunstschule verbirgt? Du vermutest, es hat etwas mit Musik und Kunst zu tun? Das könnte stimmen – aber überzeuge Dich am Besten selber! Musik- und Kunstschule, Elberfelder Str. 20, drei  Unterrichtsstunden.entgeltfrei.

Montag 19.8., bis Freitag, 23.8., 10 – 13 Uhr
Musikalische Forschungsreise
Wie klingt eine Laus? Welche Musik macht der Sandsturm in der Wüste? Gemeinsam begeben wir uns auf eine musikalische Expedition, lauschen leisen Tönen, lassen es kräftig Donnern und erforschen Klänge und Instrumente. Da wir uns der Improvisation auf spielerische Weise nähern und vom Kochtopf bis zur Gitarre alles nutzen, was Töne und Klang macht, sind keinerlei musikalische Vorkenntnisse erforderlich. (Der Kurs ist für Kinder ab acht Jahren geeignet. Wolf-Stefan Steinröhder). Musik- und Kunstschule, Raum 2/3, Elberfelder Str. 20, 15 Unterrichtsstunden, Entgelt: 55 €.

Dienstag 20.8., 10 – 17 Uhr
Didgeridoo – Selber bauen und spielen
Das Didgeridoo ist das älteste Blasinstrument der Ureinwohner Australiens. Wir bauen aus Bambus ein eigenes Instrument und üben einfache Spieltechniken, z. B. Rhythmen, Tierstimmen und Obertöne. Jede/r Teilnehmerin erhält eine schriftliche Spielanleitung. Es sind keine Erfahrungen nötig. Der Kurs ist für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren geeignet. ( Hinweis: Bitte bequeme/ältere Sachen, ein Lunchpaket sowie Getränke für eine gemeinsame Pause mitbringen. Theresia Binder). Musik- und Kunstschule, Raum 2/3, Elberfelder Str. 20, sieben Unterrichtsstunden, Entgelt: 60 € zzgl. 20 € Material.

Dienstag, 20.8., 10 bis 13 Uhr
 Hinters Licht geführt!
Zauberworkshop für Kinder von 8 - 12 Jahren. Der Zauberkünstler und Magier Donatus Weinert lüftet für Euch einige wohlgehütete Zauberei- Geheimnisse ...und stell Dir vor, bei der nächsten Familienfeier - zauberst Du! DLZ-Volkshochschule, VHS-Saal, Elberfelder Str. 32, drei Unterrichtsstunden, Entgelt: 50 € zzgl. Sieben  € Material.

Montag, 26.8., bis Mittwoch, 28.8., 10 – 13 Uhr
Exkursion am Freitag, 30.8., 18 – ca. 21 Uhr
Schnupperkurs Dirigieren
Dirigieren ist ganz einfach – etwas mit den Armen in der Luft rudern und möglichst grimmig aussehen... So leicht ist es nun doch nicht, aber wer einmal die Grundregeln beherrscht, kann in Bands, Chören. Orchestern und allen musikalischen Gruppen sicher den Takt angeben. Wir erproben neben den grundlegenden Schlagtechniken auch einige leichte Chorsätze. Der Kurs endet mit einer Exkursion nach Solingen, wo wir eine Chorprobe besuchen und mit den Sängerinnen und Sängern die erlernten Stücke einstudieren. Der Kurs ist für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet. Musik- und Kunstschule, Raum 2/3, Elberfelder Str. 20, zwölf Unterrichtsstunden, Entgelt: 45 €.

Rund 3.000 Tänzer und Musiker bei „Cournaille Quimper“

Fotos: Michael Schad

Während Remscheid unter hochsommerlichen Temperaturen ächzt, feiert die bretonische Partnerstadt Quimper zum 90. Mal die „Cournaille Quimper“. Bei diesem Festival bretonischer Kultur und Musik finden eine Woche lang Veranstaltungen verschiendenster Art statt. Der Schwerpunkt liegt auf der Präsentation historischer Trachten und bretonischer Musik. Am Sonntag fand das Festival seinen Höhepunkt mit dem Festumzug. Leider wurde dieser durch mehrere schwere Gewitterschauer unterbrochen. Doch das tat dem Engagement der rund 3.000 Tänzer und Musiker keinen Abbruch. Mit großer Freude präsentierten sie, von klein bis groß, die bretonische Kultur auf eindrucksvolle Weise. In einem Kostümwettbewerb stellten die Teilnehmerinnen ihre historischen Kostüme vor. Die meisten stammen aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Tanzgruppen zeigten, dass auch die traditionelle bretonische Kultur in die heutige Zeit übertragen werden kann. Mit Kostümen aus den 1960er- und 1970er-Jahren bis zu Hiphop-Einlagen gelang der Transfer. (Text & Fotos: Michael Schad)