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Land NRW gab grünes Licht für 53 Senioren-Wohnungen

Zwei Neubauten sollen an die Stelle der alten Stzockder-Villa auf Vieringhausen treten.Stockder-Villa soll eine "historisierende Fassade" erhalten“, titelte der Waterbölles am 23. April. Die Frage war damals allerdings: „Welche?“ Die Gestaltungsmehrheit machte sich für die eine Variante stark, die CDU für die andere. Und wie sich jetzt herausstellte, hatten beide die Rechnung ohne das Land NRW gemacht und hätten sich den ganzen Streit sparen können. Das geht aus einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am Dienstag, 3. September, hervor. Zitat daraus:

„Der Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am 21. März unter Bezugnahme auf den Erbbaurechtsbestellungsvertrag den Abriss und Neubau der Stockder-Villa beschlossen.  Eine Beschlussfassung beider Gremien (BV -1 sowie Haupt- und Finanzausschuss) hinsichtlich der Fassadengestaltung war nicht möglich, da Baugenehmigungsverfahren als laufendes Geschäft der Verwaltung nicht der Beschlussfassung unterliegen. Es wurde allerdings aufgrund der vom Der Abriss der alten Villa hat schon begonnen: In den Fenstern fehlen die Scheiben. Foto: Lothar KaiserInvestor vorgelegten zwei Gestaltungsvarianten in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vom 16. Mai eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. Analog hierzu wurde der Bauantrag vom Investor mit der Planung  von 44 Wohneinheiten gestellt, von denen 16 mit Fördermitteln des Landes für anspruchsberechtigte Senioren vorgesehen waren. Gemäß den Wohnraumförderungsbestimungen sind Planungen von Bauvorhaben mit mehr als 25 Wohnungen an einem Hauseingang mit dem für das Wohnungswesen zuständigen Ministerium abzustimmen. Eine dementsprechend von der Verwaltung beantragte Ausnahmegenehmigung wurde vom zuständigen Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW u.a. unter Hinweis auf die Anzahl der Wohneinheiten pro Etage (acht) und des Risikos, dass lange innenliegende Flure von Älteren als Angstraum wahrgenommen werden, nicht erteilt.“

Also neu planen? Genau das hat der Investor getan, die Erbach Seniorenwohnen Objekt Dortmund-Aplerbeck GmbH & Co. KG, hinter der das Ehepaar Wolfgang und Ruth Erbach aus Welver im Kreis Soest steht. Gemeinsam mit der Verwaltung zog man am 27. August nach Düsseldorf und stellte den neuen Plan vor. Er sieht statt eines Baukörpers nunmehr zwei vor: ein Haus mit 22 öffentlichen geförderten Wohneinheiten und einer ambulanten Wohngemeinschaft für neun demenziell erkrankte Menschen und das andere Haus mit 30 frei finanzierten Wohneinheiten. Die Verwaltung in ihrer Mitteilungsvorlage: „Die Verwaltung und der Investor sind auch weiterhin daran interessiert, in dem geplanten Neubau öffentlich geförderten Wohnraum zu realisieren!“ Und das können sie nun auch. Denn die Abstimmung der neuen Planung mit der Landesregierung gemäß den Leitzielen des Wohnraumförderungsprogramms gelang. Einer Realisierung steht nun nichts mehr im Wege.

Tipi: Eindrucksvoll von außen, staunenswert von innen

Die Frauengruppe von '"Treppenhaus und Gartenzaun' und ihr neues Tipi. Fotos: Lothar Kaiser

‚Wollige Werte‘ gehen von Remscheid in alle Welt“, titelte der Waterbölles am 31. Mai 2011, als er über die die Remscheider Kunstpädagogin Ute Lennartz-Lembeck und ihre Projekt Gruppe "Guerrilla Knitting" berichtete. Fotos von der Trauerweide in einem Freizeitpark im Velbert, der sie im Mai 2011 einen Mantel häkelte, gingen um die halbe Welt. Demnächst will sie dieses Kunstprojekt erweitern – um 300 in der Zwischenzeit gesammelte Wünsche. An Ideen mangelt es Ute Lennartz-Lembeck nicht. „Kunst schafft Beziehungen, Zusammenhalt“, ist ihr Credo. „Ein Gewebe ist nur so stabil wie das schwächste Glied.“

Das führte zu der Idee, aus vielen Einzelteilen ein Tipi zu häkeln nach indianischer Art. Dem ersten, ihrem eigenen, folgte als nächstes ein Tipi in Basel. Die Bilanz der Schweizer Gruppe, die es häkelte: „1.300 Plätzli, 1.600 Arbeitsstunden, älteste Strickerin: 95, jüngste Strickerin 9, Rekordstrickerin 1.600 Plätzli, Wolle in km Länge: 52 km, Gewicht Zeltbahn: ca. 20 kg, Stangen: sechs Meter lang, Durchmesser Zelt: 4.5 Meter, Höhe: Zelt Innen: fünf Meter.“ Das dritte Tipi häkelte eine Selbsthilfegruppe in Köln, und das vierte ist seit gestern gleich neben dem Stadtteil- und Gemeindezentrum „Die Esche“ auf dem Hohenhagen zu bewundern. Eindrucksvoll schon von außen, staunenswert von innen. 1.000 Vierecke haben die Mitglieder der Nachbarschaftsgruppe "Treppenhaus und Gartenzaun" aus verschieden farbigen Kunststofffasern gehäkelt,  Ute Lennartz-Lembeck fügte die Einzelteile sodann farblich passend zusammen, und gemeinsam  präsentierten sie gestern das fertige Strickkunstprojekt zum Abschluss des Sommerprogramms "Immer wieder freitags".  

Inzwischen hat die Tipi-Idee auch andere Gruppen begeistert. In Bonn ist ein Tipi in Arbeit, ebenso in Stuttgart (fertig im kommenden Monat) und in Mülheim (im November). „Insgesamt haben an den Tipis rund 1.000 Menschen jeden Alters gearbeitet“, schätzt Ute Lennartz-Lembeck. „Und kein Zelt gleicht dem anderen!“ In Köln habe man das Häkeln etwas lockerer genommen als auf dem Hohenhagen. „Hier waren die Quadrate so gleichmäßig wie nirgendwo sonst!“ Schließlich bedeutete das Tipi-Projekt für die Nachbarschaftsgruppe "Treppenhaus und Gartenzaun" mehr als nur eine Freiheitbeschäftigung – sonst hätten sie sicherlich nicht allein in die zwölf hölzerne Masten, die das Zelt nun tragen, 600 Euro investiert. Das gemeinsam erschaffene Zelt steht für die Frauengruppe für Begriffe wie „Gastfreundschaft“, „Verbundenheit“ und „geschützter Raum“, die im täglichen Leben an Bedeutung zu verlieren scheinen, aber auch für „Mobilität“. Denn ein Tipi ist schnell ab- und anderswo wieder aufgebaut. Die Kunstpädagogin: „Aber je länger das Tipi hier neben dem Gemeindezentrum auf dem Hohenhagen stehen bleibt, desto besser!“ Angst vor Vandalismus hat sie nicht. „Auch die anderen beiden fertigen Tipis nahmen bisher keinen Schaden!“ Das Betreten des Tipis ist jederzeit erwünscht. Die Klappstühle im Inneren werden abends nicht weggeschlossen.

Mit der Tipi-Idee möchte Ute Lennartz-Lembeck (links im Foto oben rechts) „einen ganz persönlichen Moment beim Betrachter schaffen“ durch die meditativ-kreative Art der Herstellung des Zeltes, den Verweisens auf uralte Traditionen, auf die Stabilität eines Gewebes, auf das phantasieanregende Farbenspiel und die unterschiedliche Transparenz der einzelnen Häkelarbeiten. „Von außen sieht man schemenhaft das Innere des Tipis, nachts beleuchtet, nur das Innere. Schaut man im Zelt nach oben, unterstützt durch den Farbverlauf - es ist offen und man kann den Himmel beobachten.“

Edscha-Group schafft 200 neue Arbeitsplätze in China

Pressemitteilung der Edscha Holding GmbH

Der Remscheider Automobilzulieferer Edscha feiert heute die offizielle Einweihung seines neuen Produktionswerkes „Edscha Automotive Components Kunshan Co., Ltd.“ im chinesischen Kunshan. Dort, rund 60 Kilometer nordwestlich von Shanghai gelegen, wird Edscha vornehmlich Scharniersysteme und Türfeststeller fertigen. Neben automatisierten Montagelinien hat Edscha in Kunshan ein hochmodernes Stanzzentrum nach neuesten materialflusstechnischen Erkenntnissen errichtet. Geplant ist überdies der Aufbau einer Spritzgussfertigung für Kunststoffkomponenten sowie die Produktion von Betätigungssystemen (Pedalwerke und Feststellbremsen). „Derzeit sind rund 40 Mitarbeiter in unserem neuen Werk in Kunshan beschäftigt“, so Torsten Greiner, Vorsitzender der Geschäftsführung von Edscha. „In der ersten Ausbaustufe werden wir 200 Arbeitsplätze vor Ort schaffen.“ Das Werk umfasst aktuell eine Gesamtfläche von 10.700 Quadratmetern: 6.500 davon sind Produktionsfläche, 4.200 Quadratmeter stehen für Büros zur Verfügung. Ein weiterer Ausbau des Werkes ist in Planung.
Der erste Großserienauftrag, der in Kunshan gefertigt werden wird, umfasst Frontdeckelscharniere für ein großes Joint Venture-Unternehmen. Neben chinesischen Herstellern wie Geely, Chery oder Great Wall Motors zählen Joint Venture-Kooperationen von Volkswagen, GM, Ford, PSA, Daimler sowie Volvo zu den Kunden von Edscha in China. Mit Scharnieren erreicht Edscha in Asien derzeit einen Marktanteil von rund zehn Prozent. Dieser soll mit der neuen Produktion in Kunshan deutlich ausgebaut werden. „Wir wollen dynamisch und profitabel wachsen. Unsere Wettbewerbsfähigkeit werden wir durch die Eigenfertigung von Stanz- und Kunststoffteilen in Kunshan deutlich steigern“, erläutert Torsten Greiner. Erklärtes Ziel ist es, den Marktanteil in Asien bis 2017 zu verdoppeln. In den vergangenen zwei Jahren hat Edscha stark in die asiatischen Fertigungskapazitäten investiert. Das neue Edscha-Entwicklungszentrum in Shanghai wurde Ende 2011 eingeweiht. Dort arbeiten rund 30 Ingenieure und Entwickler an Applikationen und der Lokalisierung von Produkten sowie Produkten speziell für den chinesischen Markt. Im Juli dieses Jahres gründete Edscha überdies Joint Ventures in Thailand sowie in Korea. Damit ist Edscha im asiatischen Markt mit insgesamt neun Standorten vertreten, davon fünf in China sowie jeweils einer in Japan, Taiwan, Korea sowie Thailand. (Christina Clemens)

5.9.: Macrofotografieren mit der Friedrich-Spee-Akademie

Foto: Hans Geoeg Müller.Die Welt im Nahbereich lässt sich bei einer Aktion von Hans Georg Müller im Rahmen des Programs der Friedrich-Spee Akademie entdecken. Diese Blüte,  die jetzt an Wegesrändern zu sehen ist, könnte Modell stehen. Es sind noch Plätze frei. Eine Anmeldung ist erbeten bis zum 5. September unter Tel. RS 342389 und morgens 22596.  Es entstehen keine Kosten. Die kurze Wanderung beginnt am 7. September um 16 Uhr an der Haltestelle Ueling auf Ehringhausen. Natürlich sollte die Fotokamera nicht fehlen. Ein Stativ kann hilfreich sein. Bei Regen wird die Veranstaltung verschoben.

IHK-Verkehrsumfrage: Unternehmen rügen Politikversagen

Pressemitteilung der IHK

Der Staat hat die Verkehrsinfrastruktur sträflich vernachlässigt. Das Ergebnis sind bröckelnde Straßen, marode Brücken und immer mehr Staus. Es muss deshalb deutlich mehr Geld in die Sanierung und den Ausbau der Verkehrswege investiert werden. So lautet das zentrale Ergebnis einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) im Rheinland, an der sich rund 1.200 Unternehmen, darunter über 180 aus dem Bergischen Städtedreieck beteiligt haben. „Dieses eindeutige Signal von über 90 Prozent der antwortenden Betriebe sollte die Politik endlich zu einem Umdenken veranlassen. Wir können nicht wie bisher auf Verschleiß fahren, sonst ist unser Wirtschaftsstandort in ernster Gefahr“, so Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der bergischen IHK. In den nächsten 15 Jahren seien bundesweit pro Jahr 7,2 Milliarden Euro zusätzlich notwendig, um das Verkehrsnetz wieder auf Vordermann zu bringen. Dabei wollen die Unternehmen ganz eindeutig, dass das Geld nicht derjenige bekommt, der am lautesten schreit. Vielmehr soll es in die Regionen mit der höchsten Verkehrsintensität fließen – was dann vor allem dem Rheinland und NRW zu Gute kommen würde. „Um vom Bund Geld abzurufen, ist es allerdings notwendig, Verkehrsprojekte auch baureif zu machen. Da hinkt NRW beispielsweise gegenüber Bayern noch deutlich hinterher“, macht Wenge deutlich. Zwar nimmt der Bund jährlich über 50 Milliarden Euro aus dem Straßenverkehr ein, für die Verkehrsinfrastruktur stellt er aber nur 10 Milliarden zur Verfügung. „Gerade einmal sechs Milliarden werden in Autobahnen und Bundesstraßen investiert. Für die Unternehmen ein unhaltbarer Zustand, der dringend geändert werden muss“, so Wenge.

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Es grünt so grün, und die Wunschträume blühn

Die Waterbölles-Glosse

Sollten Sie eine eigene Homepage mit Links auf andere haben, können Sie dieses Banner gerne verwenden.

Um nicht missverstanden zu werden: Dies ist kein (unzulässiger) Antrag an den Personalrat der Stadt Remscheid, auf (unzulässige) Mehrarbeit städtischer Bediensteter. Es ist (leider) nur ein Wunschtraum. Ausgangsbasis: Ein Teil der VHS-Mitarbeiter ist vom Ämterhaus in die Stadtbibliothek an der Scharffstraße umgezogen. Also wartet dort – mehr als bisher – geballte men- and women-power darauf, abgerufen zu werden. Das geschieht sicherlich auch. Aber vielleicht gibt es ja noch „freie Kapazitäten". Und Eigeninitiative ist ja immer gern gesehen...

Foto:Lothar KaiserUnd da hätte ich denn einen Vorschlag, wohl wissend, dass eigentlich die Kolleginnen und Kollegen von der „grünen Fraktion“ gefordert wären (nicht politisch zu verstehen, obwohl die gleich nebenan zuhause sind. Ist halt kürzer als „Fachdienst Grünflächen und Friedhöfe):

Jeder städtische Mitarbeiter / jede Mitarbeiterin, der / die in der Stadtbücherei ihren Arbeitsplatz hat, macht morgens vor Dienstantritt einen kleinen, etwas vierzig Schritte großen Umweg. Da kann er dann am unteren Ende der Scharffstraße / Ecke Elberfelder Straße rechts neben der (seit Jahren unbenutzten) Treppe zum einstigen Eingang zum Stadtarchiv ein paar der inzwischen ein Meter hohen Unkraut-Halme umknicken. Sie glauben ja nicht, wie schnell es dort weniger verwildert aussehen würde.

Allerdings ist zu befürchten, dass dieser Vorschlag etwas ganz anderes hervorrufen wird: Die Untere Naturschutzbehörde wird ausgerechnet auf dieser kleinen Fläche von 20 Quadratmetern eine seltene Pflanze / ein seltenes Tier (Grottenolm?) ausgemacht haben. Der „Fachdienst Grünflächen und Friedhöfe“ wird auf seiner Zuständigkeit bestehen – zugleich aber an seine geringen personellen Kapazitäten erinnern. Und nachdem Mitarbeiter/innen von Volkshochschule und Stadtbibliothek den Vorschlag der Selbsthilfe in Leserbriefen an RGA und Bergische Morgenpost als Zumutung zurückgewiesen haben werden, wird der Personalrat der Stadt auf den Plan treten: Nach kurzer Diskussion wird er einstimmig beschließen, die "Rahmendienstvereinbarung über die Gestaltung und Umsetzung des Veränderungs- und Modernisierungsprozesses sowie von Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung bei der Stadt Remscheid" zu kündigen.

Also vergessen Sie das Ganze lieber wieder ganz schnell.

Kindeswohl-Netzwerker lernten "Frühe Hilfen" kennen

Vertrag über neue Fachstelle zur Koordination Früher Hilfen“, titelte der Waterbölles am 5. Dezember 2012, als dieser auf der Tagesordnung des Jugendhilfeausschusses stand – ein Kooperationsvertrag zwischen dem Deutschen Kinderschutzbund, Ortsverband Remscheid e.V., und dem Caritasverband Remscheid e.V. Und wie von der Verwaltung erwartet, stimmte die Politik dem Vertrag damals zu, so dass er am 1.1.2013 in Kraft treten konnte. Aber: Ohne Moos nix los. Und so wäre der Vertrag wirkungslos geblieben, hätte der Rat der Stadt in seiner Dezember-Sitzung nicht einen Antrag an das Land gestellt, der wie gewünscht eine fünfstellige Summe nach Remscheid fließen ließ, genug für Einrichtung und den Betrieb der neuen Fachstelle „Frühe Hilfen“ unter dem Dach des Müttercafé „Mama Mia“, Elberfelder Straße 41, und für den Einsatz von drei Familienhebammen (Zusatzausbildung). Gestern wurde die die neue Anlaufstelle von Caritas und KInderschutzbund für junge Väter und Mütter bei einem „Babybrunch“, zu dem Werner Fußwinkel, Vorsitzender des Caritasverband Remscheid e.V., und Karl-Richard Ponsar, Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbund e.V., Ortsverein Remscheid, eingeladen hatten, einem großen Kreis von „Netzwerkern“ vorgestellt, die allesamt das Kindeswohl zu ihrer Aufgabe gemacht haben.

Da war wohl niemand darunter, dem die UN-Kinderrechtskonvention unbekannt gewesen wäre, aus der Stadtdirektor und Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz den Artikel 3  zitierte: „Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, gleichviel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.“ Hierfür eingesetzte öffentliche Mittel seien gut eingesetzt, betonte der amtierende Stadtkämmerer und wertete die Teilnahme zahlreicher Kommunalpolitiker an der Veranstaltung als Zustimmung. Karl-Richard Ponsar hatte zuvor allen gedankt, die die Fachstelle „unter mächtigen Zeitdruck in trockene Tücher gebracht haben“. Dazu zählte Mast-Weisz insbesondere die Mitarbeiter/innen des städtischen Jugendamtes: „Sie waren auf die neuen Gesetze gut vorbereitet und konnten sie folglich zügig umsetzen!“ Hintergrund: Das mit dem "Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen (Bundeskinderschutzgesetz) am 1.1.2012 in Kraft getretene "Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz" verpflichtet die Stadt Remscheid als örtlichen Träger der Jugendhilfe im Rahmen des Kinderschutzes zu "Frühen Hilfen" in den ersten drei Lebensjahren - zu einem „guten Start ins Leben“, wie Mast-Weisz es ausdrückte.

Die Fachstelle „Frühe Hilfen“
Elberfelder Str. 41
42853 Remscheid
Anprechpartnerinnen: Beate Nierhoff-Kunze, Anette Stevens
Telefon: (0 2191)7 914170
E-Mail: fachstelle@fruehe-hilfen-rs.de">fachstelle@fruehe-hilfen-rs.de
Offene Sprechstunden: Montag, 10 bis 12 Uhr, und Donnerstag, 14.30 bis 16.30 Uhr.
Telefonische Sprechstunden: Mittwoch: 11.30 bis13.30 Uhr.

Ansprechpartierinnen für junge Väter und Mütter sind in der neuen Fachstelle „Früher Hilfen“ Beate Nierhoff-Kunze und Anette Stevens. Sie wissen: Die "frischgebackenen" Eltern stehen vor neuen und großen Herausforderungen. Und nicht alle haben Familienangehörige, Freunde und Vertraute an ihrer Seite, bei denen sie sich Rat holen können. Die neue Fachstelle ist (kostenfrei) dafür da, um Schwangeren und jungen Familien zur Seite zu stehen und sie zu unterstützen, damit der Start ins Leben mit ihrem Kind so sicher und gesund wie möglich gelingt. Sie berät und vermittelt bei Fragen zur kindlichen Entwicklung und der Erziehung des Kindes und koordiniert den Einsatz von Leistungen der drei Familienhebammen Jana Hessler, Claudia Stiebing und Simone Picard.

Dass die Fachstelle Frühe Hilfen eingebunden ist in ein Netzwerk des Gesundheitswesens und der Jugendhilfe und über umfangreiche Informationen zu Unterstützungs- und Hilfeangeboten, merken Väter und Mütter nach der Geburt ihres Kindes schnell, wenn sie in der gelben oder grünen „Willkommenstasche“ stöbern, die sie im Sana-Klinikum erhalten haben (sofern das Kind dort zur Welt gekommen ist) oder bei einem Hausbesuch (wenn es in einem auswärtigen Krankenhaus geboren wurde). Die Tasche enthält aber nicht nur viele wichtige Informationsschriften für die Eltern, sondern auch ein „Schnuffeltuch“ für den Säugling, in dem man bei guten Willen auch einen Stoffhasen erkennen kann. Und: Ein „Baby-Tagebuch“ für das erste Lebensjahr, um die ersten Erlebnisse mit dem kleinen Erdenbürger für spätere Jahre festzuhalten. Hoffentlich nur schöne!

10. „Holiday-Final-Party" steigt am kommenden Sonntag

Wer auf dem Spielparcours mindestens zehn Goldtaler einsammelt, kann dafür ein T-Shirt oder Cappi bekommen – auch in diesem Jahr wieder die attraktive Mitmachidee bei der inzwischen zehnten „Holiday-Final-Party", der großen Ferien-Abschluss-Aktion der Stadt Remscheid. Bei (hoffentlich) gutem Wetter werden dazu von den 100 Helferinnen und Helfern am kommenden Sonntag, 1. September, von 14 bis 19 Uhr rund 3.000 Jungen und Mädchen (so viele kamen auch im vergangenen Jahr) im Stadion Reinshagen erwartet. Wie in den Vorjahren bei freiem Eintritt. Auf der neuen Rasenfläche werden dann zum Abschluss des Sommerferienprogramms zahlreiche Spiel-und Spaßstationen aufgebaut sein:

  • Archivfotos: Lothar Kaiser (Das Hauptfoto ist eine Montage aus drei Fotos; es zeigt keine Zwillinge)Wasserrutschen
  • Hüpfburgen
  • ein Bergisches Ritterlager (mit Bogenschießen und Schwertkampf)
  • „Funballs", um damit über die Land oder Wasser zu rollen
  • eine „Baustelle“ (Bau eines Holzhauses) und
  • ein fünf Tonnen-Bagger (zum Sandbaggern unter Anleitung)
  • Cocktailbar (mit Saftgetränken, versteht sich)
  • Sandstrand
  • Surfsimulator
  • Bimmelbahn (verkehrt zwischen Stadion und Vieringhausen).

Sommerferien auch auf dem Arbeitsmarkt in Remscheid

Martin Klebe. Foto: Lothar KaiserPressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Die Sommerferien sind auch auf dem Arbeitsmarkt noch nicht zu Ende“, sagt Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. „In jedem Jahr erleben wir in den Freien einen vorübergehenden Anstieg der Arbeitslosenzahlen, der in erster Linie durch einen saisonbedingten Zuwachs der Jugendarbeitslosigkeit zustande kommt. In Remscheid fällt dieser Zuwachs jedoch sehr moderat aus. Erfreulich ist auch, dass die Zahl der gemeldeten Stellenangebote, trotz Ferienzeit, weiter steigt. Dies wird sich auf kurz über lang auch auf die Arbeitslosenzahlen auswirken.“

Aktuell sind in Remscheid 5.495 Männer und Frauen ohne Job, genauso viele wie im Juli. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt die Zahl der Arbeitslosen um 102 Personen höher aus. Von der Agentur für Arbeit werden 1.483 Arbeitslose betreut, während 4.012 Personen Kundinnen und Kunden des Jobcenter Remscheid sind. Im August meldeten sich insgesamt 956 Personen in Remscheid bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter neu oder erneut arbeitslos. Das waren 77 mehr als im Juli und 10 mehr als im vergangenen Jahr. Auf der anderen Seite konnten in diesem Monat 960 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, das waren 148 mehr als im Juli und 2 mehr als im August vor einem

Die Arbeitslosenquote in Remscheid bleibt im August konstant auf 9,4 Prozent und liegt damit um 0,1 Prozent leicht über Vorjahresniveau. Im August 2012 betrug die Arbeitslosenquote 9,3 Prozent.

Im August waren in Remscheid 1.497 Menschen über 50 Jahre arbeitslos und somit 34 weniger als im Juli, aber 4 Personen mehr als im August vor einem Jahr. 291 schwerbehinderte Menschen waren bei der Agentur für Arbeit Remscheid und beim Jobcenter arbeitslos gemeldet, 18 Personen (-5,8 Prozent) weniger als im Juli. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war  das ein Rückgang um 23 Personen (-7,3 Prozent).

Im August waren 657 Jugendliche im Alter von 15 bis unter 25 Jahre in Remscheid arbeitslos gemeldet. Das waren 46 Jugendliche mehr als im Juli und 55 mehr als im August 2012. „Der verhältnismäßig moderate Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit kommt nicht überraschend, sondern ist saisontypisch. Schulabgänger warten weiter auf den Beginn von Ausbildung oder Studium und  Auszubildende, die nach bestandener Prüfung nicht übernommen werden konnten, suchen momentan eine Anschlussbeschäftigung“, erklärt Martin Klebe die aktuelle Situation. „Hinzu kommt, dass einige Unternehmen mit Neueinstellungen warten, bis die Werksferien vorbei sind.  Die jungen qualifizierten Fachkräfte werden aber, da bin ich sicher, nach der Sommerpause schnell eine Anschlussbeschäftigung finden. Für Unternehmen ist das jetzt die Gelegenheit, gut ausgebildete und motivierte junge Fachkräfte einzustellen.“

Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal wurden in diesem Monat insgesamt 454 neue Stellen von Arbeitgebern aus Remscheid gemeldet. Das waren 93 Stellen mehr als im Juli und 258 Stellen mehr als im August 2012. In Remscheid werden derzeit insbesondere Fachkräfte im verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen gesucht. Gute Jobchancen gibt es auch im Bereich Gastronomie, Handel und im Baugewerbe.

Bisher wurden 683 Ausbildungsstellen in Remscheid gemeldet, das sind 70 Stellen mehr als im letzten Jahr zur gleichen Zeit. Davon sind im August noch 96 Ausbildungsstellen frei. Gesucht werden beispielsweise noch Azubis zum Anlagenmechaniker – Sanitär/Heizung- Klimatechnik, Zerspanungsmechaniker und Verkäufer. Insgesamt 950 Jugendliche meldeten sich bisher bei der Berufsberatung in Remscheid. Davon suchen noch 218 Jugendliche eine Ausbildungsstelle, das sind 10 Jugendliche oder 4,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. „Jetzt gilt es noch einmal alle Kräfte für den Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt zu mobilisieren. Unser Ziel ist es, möglichst vielen Jugendlichen doch noch den Start in die Berufsausbildung zum aktuellen Termin zu ermöglichen“, so Martin Klebe. „Unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater werden daher jetzt noch einmal alle Bewerberinnen und Bewerbe einladen, die den ersehnten Ausbildungsvertrag für das Jahr 2013 noch nicht in der Tasche haben. Die Jugendlichen erhalten Vermittlungsvorschläge für die noch offenen Ausbildungsstellen und wertvolle Tipps für die Last-Minute-Bewerbung.“

Die personelle und organisatorische Situation der Museen

Pressemitteilung der CDU

Zur Sitzung des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung am 24.September hat die CDU-Fraktion Oberbürgermeisterin Beate Wilding darum gebeten, folgenden Antrag in die Tagesordnung aufzunehmen und zur Abstimmung zu stellen: „Die CDU-Fraktion beantragt, die Verwaltung möge bis zur Sitzung des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung am 12. November ein Zukunftskonzept für das Historische Zentrum sowie das Deutsche Röntgen-Museum vorlegen, wie die personelle und organisatorische Situation der beiden Museen nach dem Ausscheiden der bisherigen Museumsleitungen nach Ansicht der Verwaltung aussehen soll. Hierbei ist darauf hinzuwirken, dass im Fall der Beibehaltung von zwei getrennten Leitungspositionen in den Instituten Röntgen-Museum / Historisches Zentrum die Position des Leiters des Historischen Zentrums mit einer Eingruppierung von A13 bzw. analoger Eingruppierung in der Entgelttabelle für tariflich Beschäftigte erfolgt. Begründung: Das Historische Zentrum und das Deutsche Röntgen-Museum stehen vor personellen Veränderungen. Am 31.Oktober 2014 wird der Leiter Dr. Urs Diederichs die gesetzliche Altersgrenze erreicht haben. Zum 31.5.2015 wird sein Stellvertreter Ulrich Horz in Pension gehen. Diese Stelle ist zur Einsparung vorgesehen. Zum 31.7.2014 wird Herr Ulrich Hennig als Leiter des Deutschen Röntgen-Museums seinen Abschied nehmen. Diese Stelle ist ebenfalls zur Einsparung vorgesehen. Alle drei haben hervorragende Arbeit für unsere Stadt geleistet. Wir sollten also rechtzeitig die Weichen stellen, um an diese sehr gute Arbeit auch in Zukunft konzeptionell und personell anzuknüpfen.“
Bei einer Neubesetzung der Museumsleitung im Historischen Zentrum geht die CDU-Fraktion von einer Rückstufung um zwei Besoldungsstufen aus, d. h. auf die Eingangsstufe des höheren Dienstes (A 13). Die Stelle der Museumsleitung des Historischen Zentrums kann nicht eingespart werden, da das Archiv zu den kommunalen Pflichtaufgaben gehört. Da eine Stellenausschreibung im Frühjahr 2014 notwendig ist, erwarten wir von der Oberbürgermeisterin, dass die oben ausgeführte Thematik zeitnah mit dem Personalrat und dem Verwaltungsvorstand abgestimmt und der Politik ein dementsprechender Vorschlag unterbreitet wird.