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Türkischer Elternverein wollte politische Positionen aus erster Hand

Nichts gegen seitenlange Wahlprogramme. Aber die zu studieren, kann recht mühsam sein. Erst recht für Remscheider Bürger, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Wohl auch deshalb wollten die Mitglieder des Türkischen Elternverein in Remscheid und Umgebung e.V. unter dem Vorsitz von Sahih Temizyürek die politischen Positionen der fünf Oberbürgermeisterkandidat/innen, die am 25. Mai zur Wahl stehen, aus erster Hand kennenlernen, von Fritz Beinersdorf (Linke), Burkhard Mast-Weisz (SPD), Beatrice Schlieper (Grüne), Jochen Sigfried (CDU) und Hans Lothar Schiffer (FDP) persönlich. Diskussionen über die Remscheider Kommunalpolitik haben bei dem türkischen Verein inzwischen bereits eine gute Tradition (siehe „Gesamtschule ist kein Allheilmittel für notwendige Integration“ im Waterbölles vom 7. Oktober 2010). Die gestrige Podiumsdiskussion war die 6. In dieser Reihe. Und auch diesmal wieder war im Saal eine ganze Reihe von deutschen Parteifreunden der Diskutanten. Dass diese die ersten Stellungnahmen ihres Kandidaten / ihrer Kandidatin mit möglichst lautem Beifall bedachten, fiel auf und kann als der Versuch gewertet werden, ihn / sie gegenüber den Gastgebern als beliebter darzustellen als seine /ihre Kontrahenten. Das legte sich jedoch zum Glück im Laufe der Diskussion wieder.

„Auch wir sind Wähler und entscheiden mit!“, hatte der Türkische Elternverein die Podiumsdiskussion überschrieben, und Moderator Reinhard Ulbrich nahm das ernst, ließ die Zuhörer im Saal schon bald selbst zu Wort kommen, genau so. wie die OB-Kandidaten sich der gewünscht hatten. Schwerpunktthemen waren die Schul- und Bildungspolitik und die Wirtschafts-und Sozialpolitik in Remscheid und NRW, waren Chancengleichheit und die (zu geringen) beruflichen Perspektiven für Migrantinnen und Migranten und Deutschen mit Migrationshintergrund. Aber auch der Zustand der Alleestraße und der Wunsch nach einem neuen Kino – allgemeines Verständnis auf dem Podium – kam zur Sprache.

Ein Teamplayer möge der neue Oberbürgermeister / die neue Oberbürgermeisterin der Stadt Remscheid sein, hatte sich eingangs Sahih Temizyürek (Foto links) gewünscht. Wer hätte da auf dem Podium widersprechen wollen?? Die OB-Kandidaten hatten ihre eigenen Wünsche (oder Ziele). So stellte sich Jochen Siegfried vor, Remscheid werde sich mit ihm als Oberbürgermeister zu einer überregional bekannten „Marke“ entwickeln mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen und einer „passgenauen Bildung für alle Kinder“. Das werde nicht einfach werden, räumte der CDU-Kandidat ein. „Denn der extreme Sparekurs muss fortgesetzt werden!“

Optimistischer gab sich da Hans Lothar Schiffer: „Remscheid hat eine gute Zukunft, davon ich fest überzeugt!“ Und dazu gehöre natürlich auch eine gute Bildung, „die Voraussetzung für gutes Leben“. Gleichwohl betonte auch er die Notwendigkeit eines weiteren Schuldenabbaus. “Wir haben den Bürgern schon viel zugemutet, müssen aber bei einigen städtischen Aufgaben kritisch nachfragen, ob wir sie uns noch leisten können!“

Auf dem Gelände des Türkischen Kultur- und Sportzentrum e.V., Freiheitstraße 72 – 74, sind der Sportclub Ayyildiz und der Türkische Elternverein Remscheid und Umgebung e. V. zuhause. Der Elternverein wurde 1969 durch türkische Arbeitnehmer als „Türkischer Arbeitnehmer Verein e.V." in Remscheid gegründet. Das Hauptziel des Vereins ist die Förderung des gemeinsamen Miteinanderlebens und die Integration der türkischen Mitbürger in die deutsche Gesellschaft. In diesem Sinne organisiert der Verein kulturelle Veranstaltungen, an denen Menschen aus unterschiedlichen ethnischen Gruppierungen zusammenkommen und gemeinsam feiern. Durch kulturelle Veranstaltungen sollen Deutsche und Menschen aus anderen Nationen die Türkei und die türkischen Mitmenschen näher kennenlernen. (aus einem Flyer des Vereins)

„Sparen kann man nur, was man übrig hat“, warf Fritz Beinersdorf ein. „Da sehe ich nichts!“ Remscheid muss kürzen. Denn der städtische Schuldenberg ist riesig, zurückzuführen auch örtliche Fehlentscheidungen und die Politik von Bund und Land, den Kommunen immer neue Leistungen abzufordern, diese dann aber nicht zu bezahlen!“ Um zusätzliches Geld in die Stadtkasse zu bekommen, schlug der Kandidat der Linken vor, die Gewerbesteuer auf Freiberufler auszudehnen. Denn weder komme eine weiterte Erhöhung dieser Steuer in Frage („weil die Firmen sonst wegziehen würden“), noch eine Erhöhung der Grundsteuer B („weil das zu Mieterhöhungen führen würde“).

Beatrice Schlieper verwies auf die zahlreichen im Wahlprogramm der Grünen definierten Ziele. Die wolle die Partei gemeinsam mit anderen Institutionen in Remscheid zu erreichen suchen. Dazu gehöre auch das gemeinsame längere Lernen. Burkhard Mast-Weisz sah das so: „Bestmöglich Bildung für jedes Kind an der bestmöglichen Schule“. Aber auch gute Betreuungsangebote im Vorschulalter und in der Grundschule hat der SPD-Kandidat im Blick: „Die müssen weiter ausgebaut werden!“

Bis zur Kommunalwahl am 25. Mai werden interessierte Bürgerinnen und Bürger noch mehrfach Gelegenheit haben, die OB-Kandidaten auf Podien zu erleben. Etwa beim Alevitischen Kulturverein Remscheid, Lenneper Str. 1, schon am kommenden Sonntag, 4. Mai, von 13.30 bis 15.45 Uhr und am Dienstag, 6. Mai, ab 18 Uhr im Restaurant Schützenhaus. Dann sind die Kreishandwerkerschaft Remscheid und Hausbesitzerverein Haus & Grund für Remscheid und Umgebung e.V. die Gastgeber.

Wahlthema: Gewerbeansiedlung


 CDU

Die vorhandenen Gewerbeflächen müssen nach Art der Emission und nach Art der Dichte des Verkehrsaufkommens bewertet werden. Nach diesem Prinzip müssen die frei- und brachliegenden Gewerbeflächen aufgeschlüsselt werden. Zu den innerstädtischen Gewerbeflächen müssen außerhalb der Stadt in einem ausreichenden Abstand zur Wohnbebauung zusätzliche Gewerbeflächen geschaffen werden, um auch größeren Produktionsunternehmen oder emittierenden Industrieunternehmen einen Standort anbieten zu können. Die „Blume“ wird dabei nicht prioritär von der CDU verfolgt werden. (...) Zu den innerstädtischen Gewerbeflächen müssen außerhalb der Stadt in einem ausreichenden Abstand zur Wohnbebauung zusätzliche Gewerbeflächen geschaffen werden, um auch größeren Produktionsunternehmen oder emittierenden Industrieunternehmen einen Standort anbieten zu können. (...) Die Förderung des Landes NRW von Brachflächen unter 5 ha, insbesondere von Flächen bis 2,5 ha, ist für die Gewerbebereitstellung Remscheids als alter Industriestadt lebenswichtig.

SPD

Bei der bevorstehenden Fortschreibung des Gebietsentwicklungsplanes bei der Bezirksregierung Düsseldorf werden wir uns dafür einsetzen, die vorhandenen industriell-gewerblichen Bereiche im Stadtgebiet planungsrechtlich abzusichern und zusätzliche Flächen für die Gewerbeflächenentwicklung einzuplanen. Zugleich werden wir innerhalb der städtischen Stadtentwicklung ein Konfliktmanagement einrichten, um Nutzungskonflikte, bspw. zwischen Wohnnutzung und gewerblicher Nutzung, frühzeitig zu erkennen, zu moderieren und zielgerichtet zu lösen. Zugleich soll das Management zur Standortsicherung ausgebaut werden. Im Dialog mit bereits ortsansässigen Unternehmen sollen frühzeitig Erweiterungsbedarfe erörtert werden, um sie planungsrechtlich begleiten zu können. (...) Das Brachflächenmanagement und die Arbeit des Gewerbeimmobiliennetzwerkes werden wir fortführen. Die verbesserten Fördermöglichkeiten zur Erschließung von Gewerbeflächen werden wir nutzen und gezielt geeignete Flächen im Stadtgebiet erwerben, um sie zügig marktreif zu machen. Die von der Stadt vorausschauend bereits erworbenen Flächen an der Borner Straße sind in diesem Sinne zu entwickeln. (...) Wir verstehen Wirtschaftsförderung als eine Querschnittsaufgabe innerhalb der gesamten Stadtverwaltung, die unmittelbar in die Verantwortung des Oberbürgermeisters fällt. Das neue Angebot eines regelmäßigen monatlichen Austausches des Oberbürgermeisters für Unternehmer und Gewerbetreibende soll die bestehenden Kontakte zwischen Stadtverwaltung und Wirtschaft ergänzen.

GRÜNE

Für uns hat die Innenentwicklung immer Vorrang vor der Außenentwicklung und damit vor dem Verbrauch und der Versiegelung zusätzlicher Flächen. Dies gilt für die Ausweisung neuer Gewerbeflächen ebenso, wie für die Notwendige Schaffung von modernem, zeitgemäßem Wohnraum. Darum kämpfen wir für den Erhalt der Naturräume an Blume, Knusthöhe und überall dort, wo leichtfertig und ohne die Prüfung von Alternativen in die Landschaft und Natur eingegriffen werden soll.

FDP

Nach der Erschließung der Gewerbegebiete am Bahnhof Lennep und in Mixsiepen setzt sich die FDP für die Entwicklung eines Gewerbegebiets östlich der Borner Straße (die so genannten „Erdbeerfelder“) ein, um den Bedarf zu decken. Dort können Flächen, die sich bereits in städtischer Hand befinden, in verkehrsgünstiger Lage erschlossen werden – in Zuschnitten, welche die Bedürfnisse der Interessenten berücksichtigen. Dabei muss überprüft werden, ob der angrenzende Wasserschutz und die Flächen für Natur- und Landschaftsschutz nicht zu Gunsten von Bauflächen verkleinert werden können, da die Panzertalsperre nicht mehr als Trinkwassertalsperre genutzt wird. (...) In der laufenden Wahlperiode haben wir die Entwicklung interkommunaler Gewerbegebiete angestoßen und wollen den Dialog mit unseren Nachbargemeinden in dieser Hinsicht fortführen. (...) Zur Schonung der endlichen Ressourcen kommt der Entwicklung von Gewerbebrachen eine besondere Bedeutung zu. In jedem Einzelfall muss geprüft werden, ob eine Sanierung, ein teilweiser Rückbau oder eine Renaturierung der richtige Weg ist. Der Gesichtspunkt der Stadterneuerung ist in diesem Zusammenhang besonders zu berücksichtigen. So ist zum Beispiel nicht jede Brache für die Neuansiedlung von Unternehmen geeignet, manche ließe sich aber durchaus zum Wohngebiet entwickeln.

W.i.R.

Dem künftigen Flächenverbrauch, auch für neue Gewerbeflächen, sind in Remscheid bereits jetzt natürliche Grenzen gesetzt. Deshalb sollten die knappen Flächenressourcen in Zukunft nicht sinnlosen Ansiedlungen von Discountermärkten etc. geopfert werden. Wir dringen daher auf die vorgelegte Verabschiedung und konsequente Einhaltung des neuen Einzelhandelskonzeptes. Alles Handeln gegen diese Prinzipien würde ... den nachfolgenden Generationen ... einen Scherbenhaufen hinterlassen.

Linke

Stadt hat die Schwachstellen der Innenstadt im Fokus (14)

Foto: Stadt Remscheid.Foto: Stadt Remscheid.

Nachnutzung Kino: Das Gebäude Alleestraße 28 wurde bis vor wenigen Jahren als Kino genutzt. Aufgrund fehlender Lärmschutzstandards im Gebäude lässt sich das Kino mit einem zeitgemäßen Soundsystem nicht mehr betreiben. Zuletzt hat es immer wieder Beschwerden von Bewohnern direkt angrenzender Wohnungen gegeben. Weder die Aufrüstung der Lärmschutztechnik noch die grundsätzliche Umnutzung des Gebäudes ließen sich bisher finanziell darstellen. Insbesondere da sich das ehemalige Kino im Bereich der schwächelnden unteren Alleestraße befindet, ist die Aufwertung und Neunutzung dieses Grundstücks von großer Bedeutung. (aus dem Rohkonzept zur Innenstadtplanung, beschlossen vom Rat der Stadt am 3. April)

Gäste aus Remscheids Partnerstadt Prešov am Leibniz-Gymnasium

Der Besuch in einer Partnerstadt kann ganz schön schlauen. Erst die Hinreise über einen ganzen Tag. Am nächsten Vormittag gleich offizieller Empfang im Rathaus. Dann zwei Stunden Shoppem ion der Innenstadt, und danach dann ein Ausflug in die bergische Werkzeuggeschichte. „Hallo, munter werden!“, forderte Markus Heip. pädagogischer Mitarbeiter des Deutschen Werkzeugmuseums, gestern Nachmittag zehn Jugendliche auf, als sie still und ein wenig müde von der großen Dampfmaschine standen für ein Gruppenfoto. Und in der Tat ging es bei der anschließenden Museumsführung dann wirklich munterer zu. Mit zwei Lehrerinnen waren die Schülerinnen und Schüler des „Evanjelické kolegiálne gymnázium“ in Prešov in die Partnerstadt Remscheid gekommen im Rahmen eines Schüleraustausch mit dem Leibniz-Gymnasium, und für neun von ihnen war es der erste Besuch. Bis zum 3. Mai wartet auf die Jungen und Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren, die in ihrer slowakischen Heimat Deutsch als Unterrichtsfach haben, ein umfangreiches Programm zu erleben. Alle Gäste sind wie schon in den Vorjahren in Familien untergebracht. Sie sollen einige Stunden am Unterricht teilnehmen, das Familienleben und die Freizeitgestaltung deutscher Jugendlicher kennen- und erleben lernen und, so Projektleiter Klaus Fey vom Leibniz-Gymnasium, „ein weitreichendes landeskundliches und kulturelles Beiprogramm geboten bekommen“.Da durfte der Besuch im Werkzeugmuseum natürlich nicht fehlen.

Ausländeramt versteht interkulturelle Öffnung als Daueraufgabe

„Herzlich willkommen in der Ausländerbehörde der Stadt Remscheid! Bei uns erhalten Sie Hilfe und Beratung zu Ihren Anliegen rund um das Aufenthaltsgesetz (AufenthG) und angegliederte Vorschriften. Besonders wichtig ist uns dabei der persönliche Kontakt, um Ihnen unsere Leistungen möglichst transparent zu machen. Wir bemühen uns, flexibel und kurzfristig Termine zu vergeben und rufen Sie bei Hinterlassung einer Nachricht umgehend zurück“, steht in einem Flyer, den künftig alle Neubürger“ erhalten sollen, die zu den „Kunden“ des städtischen Ausländeramtes gehören. Und weil das in der Regel Menschen mit geringen oder gar keinen Deutsch-Kenntnissen sind, gibt es den Fleyer nicht nur in Deutsch, sondern auch auf Türkisch, Arabisch , Russisch, Serbokroatisch, Englisch und Französisch. Da heißt es beispielsweise: „Unter anderem umfasst unser Angebot folgende Leistungen:

  • Beratung in ausländerrechtlichen Angelegenheiten
  • Erteilung einer Aufenthalts-/Niederlassungserlaubnis
  • Verlängerung einer Aufenthaltserlaubnis
  • Überträge von Aufenthalts-/Niederlassungserlaubnis
  • Ausstellung einer - Verpflichtungserklärung (Einladung)
  • Reisendenlisten (Klassenfahrten)
  • Anmeldung nach der Ersteinreise
  • Erteilung/Verlängerung einer Duldung
  • Benachrichtigung vor Ablauf der Aufenthaltserlaubnis.“

Der Flyer gehört zu dem Informationsmaterial, das die Behörde für ihre Neukunden in einer „Willkommensmappe“ (rechts oben das Deckblatt) individuell zusammengestellt, d. h. auf die jeweilige Person zugeschnitten. Denn seit dem Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes am 1.1.2005 sieht sich die Ausländerbehörde zunehmend gefordert, „den Spagat zwischen einer Integrationsbehörde und einer Sonderordnungsbehörde zu schaffen und dabei beiden Anforderungen, die mindestens auf den ersten Blick widersprüchlich scheinen, gerecht zu werden“, so gestern Dietmar Murach, der stellvertretende Abteilungsleiter der Ausländerbehörde. Beigeordneter Dr. Christian Henkelmann hatte die lokale Presse eingeladen, um die interkulturelle Öffnung der Ausländerbehörde näher zu erläutern. Darunter sei u. a. zu verstehen, dass Migranten ein Zugang zu Bildungseinrichtungen, öffentlichen und sozialen Diensten, Betrieben und Vereinen gewährleistet werde, mithin die Teilhabe am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ggf. politischen Leben. Und um dies zu verwirklichen, respektive in die Wege zu leiten, komme der Ausländerbehörde eine besondere Aufgabe und Verantwortung zu. Denn sie habe - bei allen kommunalen Integrationsbemühungen in den verschiedenen Zentral- und Fachdiensten sowie den verwaltungsexternen Organisationen – eine Lotsenfunktion.

Einwohnerzahl Remscheid

111.310

Ausländeranteil

16.197 = ~ 14,5 %

Anteil EU- bzw. EWR-Staatsangehörige

06.665 = ~ 41 %

Anzahl der Nationalitäten

124

Größte vertretende Nation

Türkei 06.124 = ~ 38 %

Anzahl der Personen mit unbefristetem Aufenthaltsrecht (unabhängig vom Aufenthaltszweck)

7.925

Anzahl der Personen mit Aufenthaltserlaubnis gemäß § 19a AufenthG (Hochqualifizierte)

4

Anzahl der Personen mit humanitärem Aufenthaltstitel

303

Anzahl der Personen mit Aufenthaltstitel aus familiärem Grund (Familienzusammenführung)

1264

Anzahl der Personen mit Aufenthaltstitel zur Arbeitsaufnahme

65

Anzahl der Personen, die sich noch im Asylverfahren befinden

141

Terminverarbeitung pro Woche

Ca. 160

Da ist es geradezu ideal, dass die Volkshochschule sich ebenfalls im Ämterhaus am Ebertplatz befindet. Denn dort werden künftig Integrationskurse für Ausländer angeboten. Einem entsprechenden Antrag habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge inzwischen zugestimmt, wusste Henkelmann zu berichten. Näheres dazu werden die Mitglieder des Kulturausschusses von VHS-Leiterin Nicole Hauser-Grüdl in der Sitzung am 13. Mai erfahren. Der Mitarbeiter / die Mitarbeiterin der Ausländerbehörde (insgesamt sind es 13) kann also künftig auf den Kursanbieter im eigenen Hause verweisen, ohne erklärend einen Stadtplan zur Hand nehmen zu müssen. „Wer erst lange suchen muss, geht uns unter Umständen verloren“, weiß Claudia Schwarzweller, die Leiterin des Amtes, aus Erfahrung.

Doch zurück zum „Spagat" zwischen Dienstleister und Ordnungsbehörde. Als “Ausländerpolizei“ obliegen der Behörde auch Festnahmen und Haftanträge. Das kann zu Spannungen führen zwischen Behördenmitarbeitern und „Kunden“. Und deshalb will Dr. Christian Henkelmann auch an Tresen in den „Sprechzimmern“ festhalten. Dass eine interkulturelle Öffnung der Ausländerbehörde gleichwohl möglich ist, fanden die Mitarbeiter in den vergangenen sechs Monaten in Arbeitsgruppen selbst heraus. Ein Ergebnis: Der Wartebereich mit einen 20 Stühlen an den Wänden soll mit Unterstützung von Detlef Weißenfels von der Remscheider Maler- und Lackierer-Innung freundlicher gestaltet werden. Neue Hinweisschilder wurden bereits angebracht, eine Spielecke für Kinder (Foto links) eingerichtet, die Eingangstür zum Wartebereich neu gestaltet. Der vorhandene Infoständer wird laufend aktualisiert. Die Mitarbeiterbüros wurden umgestaltet und erhielten Besucherstühle. Ein neuer Anstrich des Wartebereichs soll noch folgen. Die Renovierung wurde in den Maßnahme-Katalog des städtischen Gebäudemanagements auf­genommen. Dazu gehört auch die Installation eines Monitors (Nachrichten / Naturfilme). Aber: Die interkulturellen Öffnung der Ausländerbehörde sei keine in sich geschlossene Aufgabe, sind sich Claudia Schwarzweller und Dietmar Murach einig, sondern „der Weg ist quasi das Ziel“, und auf diesem Weg werde es auch in der Zukunft Veränderungen, Neuerungen, Anpassungen und Korrekturen geben – wie bei jeder Daueraufgabe!

Dazu gehört auch, die eigene Arbeit kritisch hinterfragen zu lassen. Dafür konnte die Stadt Prof.Dr. Bettina Franzke von der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung in Köln mit sieben ihrer Student/innen gewinnen.Die Studierenden hospitierten in der Ausländerbehörde Remscheid, um die Örtlichkeiten und die Arbeitsweise der Mitarbeiter/innen kennenzulernen, und gestern begannen sie mit einer auf zehn Tage angelegten Kundenbefragung. Die Themen: Ermittlung der Servicezufriedenheit, Ermittlung der Erwartungen und Wünsche im Hinblick auf die interkulturelle Öffnung der Stadt Remscheid, Ausweitung der Vernetzung im Rahmen der interkulturellen Öffnung. Die Ergebnisse will das Aidsl#nderamt veröffentlichen. Auch eine Art interkultureller Öffnung.

Immobilienpreise sind weitgehend konstant geblieben

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Für Samstag, 10. Mai, lädt die Stadtsparkasse Remscheid zu ihrer großen Immobilienmesse in die Hauptstelle in der Alleestraße ein. Von 10 bis 16 Uhr präsentieren 26 Aussteller aktuelle Immobilienangebote sowie ein breites Themenspektrum rund um die eigenen vier Wände. „Als Marktführer wollen wir bei der Messe Immobilienangebot und -nachfrage auf engem Raum zusammenbringen“, erklärt Frank Dehnke, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Remscheid. „Deshalb freut es uns sehr, dass wir in diesem Jahr weitere Immobilienmakler hinzu gewinnen und damit unser Angebot erneut erweitern konnten.“ Insgesamt stellen zwölf Unternehmen aktuelle Projekte, Grundstücke, Häuser und Wohnungen in und um Remscheid vor.

 

Der Remscheider Immobilienmarkt zeigte sich im Jahr 2013 stabil. Der Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses der Stadt Remscheid registrierte 906 Käufe von bebauten und unbebauten Grundstücken. Die Zahl der Kaufverträge ist damit gegenüber 2012 leicht gestiegen. Die Preisentwicklung für Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser blieb dabei erfreulich konstant. Beständige Preise und ein historisch niedriges Zinsniveau sorgen dafür, dass viele Remscheider ihren Traum vom Eigenheim jetzt verwirklichen. „Das bestätigt auch unser starkes Baufinanzierungsgeschäft in 2013“, berichtet Thomas Christ, Leiter des ImmobilienCenters der Stadtsparkasse Remscheid. Trotz fehlender Neubauprojekte in Remscheid übertraf das Kreditinstitut mit einem Neugeschäft von 60 Millionen Euro sein ohnehin sehr gutes Vorjahresergebnis. Die große Nachfrage nach Immobilien liefert auch Eigentümern, die ihr Objekt verkaufen möchten, optimale Marktchancen. „Unsere ImmobilienBörse stellt eine ideale Plattform dar, um die eigene Immobilie einem großen Interessentenkreis anzubieten“, weiß Thomas Christ.

 

Wie man Energiekosten sparen und gleichzeitig den Wohn- und Wiederverkaufswert der eigenen Immobilie erhöhen kann, zeigen auf der Messe Remscheider Fachbetriebe anhand von energetischen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Günstige Finanzierungsmöglichkeiten unter Einbindung öffentlicher Mittel zeigen die Berater des Sparkassen-ImmobilienCenters. Außerdem können sich Immobilienbesitzer über Maßnahmen zur Einbruchprävention und zum Brandschutz informieren. Abgerundet wird die ImmobilienBörse durch Expertengespräche auf der Messe-Bühne. Jeweils zur vollen Stunde interviewt Bernd Hamer von Radio RSG Fachleute zu verschiedenen Themen rund um die Immobilie. Das Thema Energieeffizienz findet besondere Berücksichtigung in dem Expertengespräch „Energiesparendes Bauen und sanieren“ um 11 Uhr. Dipl.-Ing. Michael Wehrmann erläutert, welche Maßnahmen sinnvoll sind und welche rechtlichen Vorschriften zu beachten sind. Fragen aus dem Publikum sind ausdrücklich erwünscht.

 

Die Frau an der Sonne weckte offenbar Frühlingsgefühle

Die Skultur hat einen Namen bekommen. Foto: Hans Georg Müller.Anmutig umspielen die weichen, abendlichen Sonnenstrahlen das Kunstwerk an der Remscheider Talsperre. Hormone wie Dopamin und Serotonin sind die Stoffe, die die so genannten Frühlingsgefühle auslösen. Die scheinen einen Unbekannten - oder eine Unbekannte? -  zu der Offenbarung ermutigt zu haben, mit der sonnigen Nackten "auf meiner Couch" sitzen zu wollen.    

Von 220 Multifunktionsgehäusen sind bisher 15 aufgestellt

Neue Verteilerkästen der Telekom für VDSL sind deutlich größer“, titelte der Waterbölles am 15. Januar nach einer Pressekonferenz im Rathaus, in der die Deutsche Telekom die Aufrüstung ihres Telekommunikationsnetz in Remscheid auf das hochmoderne VDSL-Breitbandnetz angekündigt hatte. Bis Jahresende will das Unternehmen die technischen Voraussetzungen geschaffen haben, um rund 54.000 Haushalte sowie 5.400 Firmen gegen Aufpreis „Very High Speed Digital Subscriber Line“ (VDSL) anbieten zu können. Anfang 2015 sollen die schnellen Internet-Anschlüsse geschaltet werden. Bis dahin müssen im Stadtgebiet 220 neue Verteilerkästen (1,60 Meter hoch, zwei Meter breit und 50 Zentimeter tief) aufgestellt und vernetzt sein – auch in der denkmalgeschützten Lenneper Altstadt. Lediglich zwischen diesen Kästen und den jeweiligen Hausanschlüssen werden die bisherigen Kupferkabel bestehen bleiben; alles andere wird auf Glasfaserstränge umgestellt, deren einzelne Leitungen nicht dicker sind als ein Zehntel des Durchmessers eines menschlichen Haares.

Dank der neuen VDSL-Technik wird die Geschwindigkeit der Datenübertragung je nach Entfernung Schaltgehäuse und PC bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Download erreichen (bei schwankender Datenrate). Dadurch könnten die Kunden dann nicht nur besonders schnell im Internet surfen, sondern auch „Entertain“, das TV-Produkt der Telekom, besser nutzen, sagten gestern Reinhard Rohleder, Key Account Manager Kommunen der Telekom, und Kerstin Müller, Leiterin Produktion technische Infrastruktur in Hagen, als sie Oberbürgermeisterin Beate Wilding, Udo Wilde, Abteilungsleiter im Bereich Verkehrstechnik/Steuerung der Technischen Betriebe Remscheid, Hans Schmitz, Projektbegleiter im Bereich Straßen und Brückenbau der TBR, und Pressesprecherin Viola Juric bei einem Ortstermin auf der Bökerhöhe einen der neuen so genannten Multifunktionsgehäuse (MFG) präsentierten. Allerdings noch ohne Hightech-Innenleben. Jedes MFG wird bis zu achthundert Internet-Anschlüsse beherbergen. Die Gehäuse werden so über das Ausbaugebiet verteilt, dass die Kupfelkabel-Strecke zwischen MFG und Kunde möglichst kurz ist. Dabei gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist die erreichbare VDSL-Geschwindigkeit.

Bislang sind von den 220 Kästen in Lüttringhausen und in Remscheid („westlich der A1“, so Rohleder) 15 Kästen aufgestellt worden; es ist also noch viel zu tun. Der Vertrag mit den Stadtwerken über die Nutzung von Leerrohren ist inzwischen zwar unter Dach und Dach. Gleichwohl müssen an zahlreichen Stellen auch gänzlich neue Leitungen im herkömmlichen verlegt werden – auf einer Gesamtstrecke von 260 Kilometern.

Neue Öffnungszeiten im Jobcenter Remscheid

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Für die Eingangszone des Jobcenters Remscheid gelten ab dem 1. Mai die folgenden Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag 7:30 bis 12:30 Uhr, Freitag 7:30 bis 12 Uhr. Kundinnen und Kunden des Jobcenters können sich zu den angegebenen Zeiten mit ihrem Anliegen auch ohne vorherige Terminabsprache an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Eingangszone wenden. Alternativ ist das Jobcenter für telefonische Auskünfte und Terminabsprachen montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter dem Service-Tel.RS 95180 erreichbar.

Wenn nicht jetzt zurück in den Beruf, wann dann?!

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Bis heute unterbrechen überwiegend Frauen ihre Erwerbstätigkeit, um Kinder zu erziehen oder Angehörige zu pflegen. Die Rückkehr in das Berufsleben ist häufig nicht leicht und wirft viele Fragen auf. „Wie bringe ich Familie und Beruf unter einen Hut? Welche Chancen habe ich auf dem heutigen Arbeitsmarkt? Gibt es in meiner Region und in meinem Berufsfeld überhaupt Teilzeitstellen? Ist das Wissen, das ich mitbringe, noch aktuell?“ Beim ersten landesweiten Telefonaktionstag für Berufsrückkehrerinnen am Donnerstag, 8. Mai stehen die Beauftragten für Chancengleichheit der Agentur für Arbeit Solingen- Wuppertal, Angela Grote-Beverborg und Birgit Kropf, interessierten Frauen in der Familienphase von 9 bis 15 Uhr unter den Telefonnummern 0202/2828162 und 0202/2828-406 Rede und Antwort; sie zeigen individuelle und maßgeschneiderte Möglichkeiten zum Wiedereinstieg und zu beruflichen Perspektiven auf und informieren über Unterstützungsleistungen der Arbeitsagentur sowie weiterer Partner. Die Beratung richtet sich speziell an Frauen, die bislang noch keinen Kontakt zu der Agentur für Arbeit oder zum Jobcenter hatten und deren Unterstützungsmöglichkeiten noch nicht kennen. Die Motivation und Unterstützung von Berufsrückkehrerinnen ist ein Handlungsfeld der Bundesagentur für Arbeit in NRW. Ziel ist es, die Erwerbsbeteiligung der Frauen zu erhöhen. Dadurch könnten in ganz Deutschland 700.000 bis zwei Millionen mehr Fachkräfte dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. In NRW waren zum Stichtag 30. Juni 2013 insgesamt 6.108.033 Menschen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Davon waren 2.732.133 Frauen – ein Anteil von 44,7 Prozent. Ein hoher Anteil dieser Frauen waren in Teilzeit beschäftigt (1.213.918; 44,4 Prozent). (Timo Psotta)