Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Die Gewinner des Schüler-Quiz „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“

Die Fragen aus dem Bereich der Politik.Seit mehr als 25 Jahren veranstalten die Wirtschaftsjunioren Deutschland in Zusammenarbeit mit weiterführenden Schulen einmal im Jahr bundesweit das Schülerquiz „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“, ein Wissensquiz rund um die Themen Ressourcen und Innovation, Politik, Wirtschaft, Allgemeinbildung, Ausbildung und Internationales. Und seit nunmehr zehn Jahren beteiligen sich auch die Remscheider Wirtschaftsjunioren daran - mit steigender Resonanz. Auch Ende vergangenen Jahres fand das Schülerquiz wieder großen Anklang: Fünf Schulen ((AvH, Rudolf-Steiner, Sophie Scholl, EMA und GBG) mit mehr als 250 Schülerinnen und Schülern aus 9. Klassen beteiligten sich diesmal an dem multiple-choice-Test. Er ist wie ein Einstellungstest aufgebaut, so dass die Schülerinnen und Schüler sich auf Bewerbungssituationen vorbereiten können. In der Bibliothek der Sophie-Scholl-Gesamtschule auf dem Hohenhagen wurden gestern Vormittag die vier besten Schüler/innen sowie die beste Klasse geehrt. Gero Hübenthal, Sprecher der Wirtschaftsjunioren Remscheid, und Dr. Peter Dültgen (Sprecher 2013) überreichen den Preisträgern Urkunden und Preise.

Die Preisträger, im Hintergrund von den Wijus Dr. Peter Dültgen und Gero Hübenthal. Foto: Lothar KaiserDie 30 Fragen, die die Quizteilnehmer zu beantworten hatten, wären wahrscheinlich  auch für manchen Erwachsenen knifflig gewesen (siehe oben). Auf den ersten Platz kam mit 24 richtigen Antworten die Schülerin Mizgin Direk      aus der Klasse9c der Sophie-Scholl-Gesamtschule, gefolgt von ihren Klassenkameraden Tom Herbertz und Max Stremlow sowie Lena Haindl aus der 9. Klasse es Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums (EMAS) – alle drei mit 23 Punkten auf dem zweiten Platz. Die Siegerin, die vom 13. bis15. März auch am Bundeswettbewerb in Nürnberg teilnehmen wird, konnte über ein kleines Surf-Tablet als Preis freuen, jeder zweite Sieger über Bluetooth-Lautsprecherboxen. Von allen teilnehmenden Schulklassen schnitt diesmal der „Diff-Kurs“ der 9. Klasse der EMA mit 17,7 Punkten am besten ab; knapp vor der 9. Klasse des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums (17,5 Punkte). „Für die Klassekasse“ der Sieger überreichte der Wiju-Vorsitzende an Marco Pohlmann (15) 150 Euro.

Jugendrat interessiert an der Unterbringung der Flüchtlinge

Delegation des Jugendrates besuchte den Landtag.Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

„Eure Arbeit ist sehr lobenswert“, äußerte sich der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf (SPD) über die aufstrebenden Nachwuchs-Politiker des Remscheider Jugendrates und deren Arbeit in ihren Projektgruppen. Das Gespräch war ein Programmteil des Besuches im Landtag Nordrhein-Westfalen am vergangenen Mittwoch, zu dem Sven Wolf die Jugendlichen eingeladen hatte. Von einem Besuch der Plenarsitzung über eine Führung durch den Landtag bis hin zur der Diskussionsrunde, zu der auch der Remscheider CDU-Landtagsabgeordnete Jens Nettekoven hinzukam, reichte das Programm. „Eure gute Arbeit hatte auch zur Folge, dass dies im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend des Landtags lobend erwähnt wurde“, so Sven Wolf, der sichtlich begeistert von den geplanten Projekten des Jugendrates war. Darunter fallen beispielsweise die Verschönerung der Remscheider Innenstadt, ein Fußballturnier gegen Rassismus sowie die Mithilfe in dem Flüchtlingsheim in Remscheid. Über die Situation der Flüchtlinge und deren Unterbringung wurde lange und ausführlich gesprochen. Sven Wolf zeigte sich beeindruckt von der Solidarität der Remscheiderinnen und Remscheider gegenüber den Flüchtlingen, und Jens Nettekoven ergänzte, dass „wir alle diesen Menschen helfen müssten“. Der Jugendrat setzt sich dafür ein, dass die jugendlichen Flüchtlinge eine Möglichkeit haben, das Freizeitangebot in Remscheid kennen zu lernen und es zu nutzen.

Ein Ja zum DOC in Remscheid - am Standort Lennep

Pressemitteilung der Interessengemeinschaft Pro DOC Remscheid

 

Die Rufe nach den DOC-Befürwortern wurden merklich lauter. Nachdem die Eröffnung des Planungsbüros in Lennep einigen Tumult mit sich brachte organisierten sich immer mehr in der von Pascal Weber  schon vor einiger Zeit ins Leben gerufenen Facebook Gruppe PRO DOC in Remscheid-Lennep. Während sich innerhalb nur weniger Tage mehr als 1.000 Befürworter anschlossen, wurde im Hintergrund schon fleißig gewerkelt. Martin Gerhardts, mehr als 20 Jahre Betreiber einer Werbefirma in Lennep, und Adolf Kappenstein waren schnell bereit intensiv mitzuwirken. Ziel der Bewegung ist, es das Entstehen des DOC positiv zu unterstützen.  Es wurde beschlossen, die Entstehung zu begleiten.

Die Bewegung wird sich keinem Verein anschließen und auch keiner Partei folgen. Es geht einzig um das Mitgestalten im Sinne der Remscheider Bürger. Dazu gehört auch, die Argumente der Gegner zu berücksichtigen und zu bewerten. Das Ziel wird ein DOC in Remscheid sein mit Standort Lennep und alle damit verbundenen strukturellen Veränderungen. "Die Chance dürfen wir einfach nicht vorbei ziehen lassen", so Gerhardts, der aber auch bemerkt, dass das Umfeld entsprechend angepasst werden muss. "Tot ist Lennep auch ohne DOC. Lennep muss sich mit entwickeln und das Angebot des DOC für die anreisenden Kunden entsprechend anpassen." So ist es denkbar die wichtige Rolle aus der Vergangenheit entsprechend zu vermarkten. Lennep ist schließlich ein wichtiger Knoten im alten Bergischen Land gewesen, was sicher viele interessiert, wenn man es auch interessant vermittelt. Wir wünschen uns eine rege Beteiligung aller, die das DOC wollen.

Gewaltpräventionsprojekt „Stärke zeigen – ohne Gewalt“ erfolgreich

Pressemitteilung des Röntgen-Gymnasiums

 

An zwei Tagen fand in dieser Woche für die fünften und sechsten Klassen des Rögy das Gewaltpräventionsprojekt „Stärke zeigen-ohne Gewalt“ statt. Zur Verbesserung der gegenseitigen Akzeptanz, zum geschlechtsspezifischen Rollenverhalten, zum Umgang mit Konflikten allgemein und zur Deeskalation bei Gewalt. Im Rahmen des erlebnis- und abenteuerpädagogischen Blocks wurde zusammen mit den Klassenlehrern, angeleitet von Juliane Ahns und Vanessa Graf, an der Verbesserung des Klassenklimas gearbeitet. Dabei wurde die Klassengemeinschaft immer wieder vor neue Aufgaben gestellt, die nur durch Kooperation und Kommunikation gelöst werden konnten. Es zeigte sich schnell, dass für die Schülerinnen und Schüler des Röntgen Gymnasiums keine Aufgabe zu schwer, kein zu überquerender Fluss zu wild und kein Ei zu zerbrechlich war.

Jungen- und Mädchenarbeit (geschlechtergetrennt) stand bei Vanessa Graf und Dominik Mumm auf dem Programm. Mädchen und Jungen konnten sich im Rahmen dieses Blocks ganz unter sich austauschen, Erlebnisse reflektieren und in Form von Rollenspielen Handlungsmöglichkeiten für verschiedenste Alltagssituationen erproben. Herr Brindl und Herr Fazel (externe Fachkräfte) initiierten Reaktions- und Körperspiele zur Deeskalation von Gewaltsituationen. Dabei erprobten die Schülerinnen und Schüler Stoppstrategien für brenzlige Situationen, die jederzeit anwendbar sind und unter anderem der Selbstverteidigung und der Stärkung des Selbstbewusstseins dienen. Gekrönt wurde dieser Block von dem angeleiteten Zerschlagen eines Brettes, was das gestärkte Selbstbewusstsein und die eigene Stärke symbolisierte. Jede/r Schüler/in hat es geschafft!

Ein großes Dankeschön gilt den Eltern der 5. und 6. Klassen, die in Form von Essensspenden ein reichhaltiges Mittagsbuffet bereitgestellt haben. Außerdem danken wir den Klassenlehrern, die ihre Klasse im Block zur Verbesserung des Klassenklimas begleitet haben. Wir freuen uns, das Gewaltpräventionsprojekt in das Schulprogramm integrieren und somit jedes Jahr für die Fünftklässler anbieten zu können. (verfasst von den durchführenden Lehrkräften Juliane Ahns, Lis Buschulte, Vanessa Graf und Dominik Mumm)

Die Familienzentren in Remscheid im Überblick

Hasenberg: Leitsatz unserer KIta: "Sei frech und wild und wunderbar!“
Ahörnchen e. V.: "Eltern sind wichtige Partner in der Kindertagesbetreuung!"
Vieringhausen: Hammertal, ein natürlicher Erlebnisraum im unmittelbaren Umfeld
Remscheid-Stadt: "Wir pflegen die christlichen Glaubenstraditionen!"
Otto-Pfeiffer-Haus: Beratung und Unterstützung für Kinder und Familien
"Johannes-Nest" mit Clearingstelle für den Stadtteil
Nordstraße: Viel Raum für Bewegung und Begegnung bei jedem Wetter

St. Marien: Familienzentrum "Im Park" fördert Kinder ganz speziell
Kita Kremenholl

Hier stehen Berichte noch aus:
Familienzentrum Lüttringhausen
Familienzentrum Bonaventura
Familienzentrum Honsberg
Familienzentrum Hackenberg
_________________________________________


 

Remscheid und Rade künftig in einem Landtagswahlkreis?

Gestern hat Innen- und Kommunalminister Ralf Jäger dem Landtag den Bericht über die Einteilung des Wahlgebietes zur Landtagswahl 2017 vorgelegt. Darin wird darauf hingewiesen, dass der jetzige Landtagswahlkreis Remscheid die Mindestgröße nach Anzahl der Wahlberechtigten um mehr als 20 Prozent unterschreitet, ähnlich we andere Wahlkreise im Lande. Der Minister habe vorgeschlagen, den Landtagswahlkreis Remscheid um das Gebiet der kreisangehörigen Stadt Radevormwald zu ergänzen, um einen gemeinsamen Wahlkreis Remscheid-Oberbergischer Kreis III entstehen zu lassen, verlautete aus SPD-Kreisen. Dieser Vorschlag solle nun im Landtag weiter beraten werden. Die Remscheider SPD spricht dafür aus, das Stadtgebiet Remscheid in einem Wahlkreis zu belassen und lehnt eine Zerteilung des Stadtgebietes und Zuordnung zu anderen Wahlkreisen ausdrücklich ab. Der vorliegende Entwurf erfülle diese wichtigen Voraussetzungen, gegenwärtig aber handele es sich dabei nur um ein mögliches Denkmodell. Für den Vorschlag sprächen die bereits bestehenden Verbindungen zwischen Remscheid und Radevormwald im schulischen Bereich, im kirchlichen Bereich und in der Infrastruktur.

Flüchtlingshilfe steht bei Remscheider Katholiken obenan

Dekanatsempfsng 2015. Foto: Lothar Kaiser

Mit 140 angemeldeten Gästen aus der Pfarrgemeinderäten und der Kirchenvorständen der katholischen Pfarrgemeinden in Remscheid sowie Vertretern der Evangelischen Kirche, von katholischen und ökumenischen Verbänden und Gruppierungen sowie Repräsentanten der Remscheider Politik und Gesellschaft konnte Dr. Erwin Bürgel, der Vorsitzende des : Dekanatsrat der Katholiken in Remscheid, beim gestrigen traditionellen Jahresempfang im Pfarrzentrum St. Josef an de Menninghauser Straße einen neuen Rekord verzeichnen. Mit diesem Empfang will  der Dekanatsrat, dem u. a. auch die Katholische Arbeitnehmerschaft Deutschlands, die Katholische Frauengemeinschaft, der Caritasverband und der Bund Deutscher Katholischer Jugend sowie Vertretern der örtlichen pastoralen Dienste angehören, das Gespräch miteinander fördern und Denkanstöße geben.  Aktuelles Anliegen des Gremiums: Die Förderung von Frieden und Toleranz. Dr. Erwin Bürgel: „Die Kriege in Syrien, im Irak, der Krieg in der Ost-Ukraine, die äußerst angespannte Lage in Israel und Palästina, Terror und Mord in Nigeria und in vielen anderen Orten machen sprachlos und ratlos. Leid und Elend anderer dürfen uns nicht kalt lassen. Wir müssen etwas tun!“

Aber was? Den Anfang machte im Frühjahr 2014 eine friedenspolitische Fachtagung, die sich mit der christlichen Friedensethik vor der Herausforderung neuer Kriege sowie mit Waffenhandel und Waffenexporten (hier gehört die Bundesrepublik Deutschland zu den Spitzenreitern) beschäftigte. Im September 2014 fand das erste von künftig regelmäßigen Friedensgebeten in Remscheider Kirchen statt. Dazu wird am 26. März auch der „Weg für Frieden und Toleranz“ gehören. Er beginnt um 18.30 Uhr an der Friedenskirche, Schützenstraße, und endet über Stationen  Quimperplatz, auf dem GBG-Schulhof und dem um 19.30 Uhr Ende in der Lutherkirche, Martin-Luther-Straße. Weitere Friedensgebete sind für den 26. März in St. Bonaventura in Lennep und den 23. April in der Christus Kirche geplant.

„Die Hilfe für Flüchtlinge ist aus christlicher Verantwortung selbstverständlich und für uns Deutsche eine besondere Verpflichtung aus unserer Vergangenheit“, betonte Dr. Erwin Bürgel bei der Begrüßung der Teilnehmer des Neujahrsempfangs. „Für die Kirchen ist die Flüchtlingshilfe Arbeitsschwerpunkt, was wir sehr begrüßen“ Vor allem, dass das Erzbistum Köln und der Diözesancaritasverband zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt haben. Dadurch können beim Caritasverband Remscheid 1,5 Stellen neu eingerichtet werden. Deren Flüchtlingsarbeit in Abstimmung mit der Stadt und der Verein BAF. Die zusätzlichen Stellen sind für folgende Schwerpunkte vorgesehen: Schulung und Begleitung von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in Kooperation mit der Evangelischen Stadtkirche, Zusammenarbeit mit den Pfarrgemeinden und deren Gruppierungen, die sich mit der Integration von Flüchtlingen beschäftigen, Flüchtlingsberatung und Koordinierung. An Arbeit in diesen Bereichen wird es in diesem Jahr nicht mangeln. Die Stadt Remscheid geht von einer weiter ansteigenden Zahl von Flüchtlingen in Remscheid aus.

„Der Weg der Ukraine in die EU ist ohne Alternative!“

Das ist eine gute Frage: leben wir wieder im Kalten Krieg? Da Sie alle ja auf den kleinen Imbiss warten, machen wir es kurz: ja. Guten Appetit! Wenn es Sie allerdings interessieren sollte, sich ein wenig ausführlicher mit meiner Antwort auseinanderzusetzen, sollten Sie sich bitte auf einige Zumutungen gefasst machen. Und deshalb setze ich noch einen drauf: wir leben sogar im Heißen Krieg. Zwar nicht bei uns, sondern „nur“ in der Ukraine. Aber vielleicht sollten wir uns mal daran erinnern, dass viele Menschen in Deutschland vor vier Jahren unglaubliche Angst vor den radioaktiven Strahlen aus dem 9.200 km entfernten Fukushima hatten – egal, ob das irreal war oder nicht. Und heute, tobt dort, wo Geographen den Mittelpunkt Europas verorten, ein Krieg, der bereits weit über 5.000 Tote gefordert hat. Von Remscheid nach Kiew sind es 1.800 km, nach Donezk noch mal 800 km mehr. Weit weg? Naja. Remscheid – Kiew. Das ist so weit wie Remscheid – Madrid. Ich finde das unbehaglich nahe. Ich möchte, um ein wenig Licht in die Entwicklungen der letzten Jahre zu bringen, mit Ihnen einen kleinen Ausflug in die jüngste Geschichte unternehmen.

Vortrag von Horst Kläuser, WDR-Hörfunkredakteur und langjähriger Auslandskorrespondenten in Washington und Moskau, gestern Abend beim  Jahresempfang des Dekanatsrates der Remscheider Katholiken im Pfarrzentrum St. Josef an de Menninghauser Straße vor mehr als 130 Gästen aus den Kirchen, der Politik und der Gesellschaft.

Ich verfolge die Politik Russlands intensiv seit dem Jahre 2002, die der Ukraine seit 2003. Im Winter 2004, bis einen Tag vor Heiligabend, stand ich Tag für Tag auf dem Maidan, mehr als zwei Monate lang. Man nannte das damals die „orangefarbene Revolution“ und die 300.000 Menschen, die sich damals schon nach Europa sehnten, waren so friedlich, dass man nur eine Handvoll Verkehrspolizisten brauchte, um die Falschparker am Rande des großen Platzes einzudämmen. Es duftete überall nach Bortsch, Kartoffeln, Hammelsuppe, die alten Frauen heranschleppten. Vodka wurde gereicht. Auf der Bühne bejubelte man Julia Timoschenko und Viktor Juschtschenko, das Narbengesicht. Allen war klar, die Ukraine wird endlich demokratisch, freiheitlich, der Spuk der Post-Sowjetära ist vorbei.

Nix war vorbei. Timoschenko und Juschtschenko verkrachten sich erbärmlich schnell, Demokratie passé. Infight der Oligarchen, Korruption und Betonstrukturen bei Verwaltungen und in der Justiz brachten bald alles zu Fall. Schuld war der schwache Staat, aber mindestens so schwer wog auch, dass wir, der Westen, genauer gesagt Brüssel, Paris und Berlin die Ukraine wie eine heiße Kartoffel fallen ließen. Die großen Versprechungen 2004 waren leere Worte: Juschtschenko in den Parlamenten von Washington bis Berlin sprechen zu lassen, war eine Sache. Den Beteuerungen auch Taten und , ja, Geld, folgen zu lassen, eine andere. Als es – nur ein Beispiel – darum ging, EU-Visafreiheit für junge Ukrainer für Studium und Ausbildung zu schaffen, bölkte ein CSU-Angeordneter wörtlich „dann kommen doch nur die ukrainischen Nutten zu uns“. So führt man keinen instabilen Staat an Europa heran. Europa ließ die Ukraine vorsätzlich im Stich, überließ das marode, politisch völlig unreife, aber demokratiehungrige Land sich selbst. Aus Angst. Ich hatte damals in der ARD kommentiert, die Ukraine gehöre eher in die EU as die Türkei, sei wirtschaftlich stärker als Bulgarien oder Rumänien wurde ich verlacht. Hätte man den pro-europäischen Kurs der Ukraine 2004/2005  verfolgt, sprächen wir heute nicht über Krieg.

Was folgte, war traurig. Janukowitsch, der vorbestrafte Schläger, Freund der Gangster-Oligarchen im Donbass und Wahlbetrüger von 2004 wurde erst Premier, dann Präsident. Offenbar ein guter, denn sein Sohn, Zahnarzt, schaffte es immerhin, bis 2013 ein Vermögen von über einer halben Milliarde Dollar anzuhäufen. Goldener Bohrer, nennt man das wohl!

Artikel vollständig lesen

Stellenanzeige für die Nachfolge von Museumsleiter Dr. Urs Diederichs

Bei der Stadt Remscheid ist im Historischen Zentrum zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle der Leiterin / des Leiters

unbefristet in Vollzeit zu besetzen.

Die Vergütung der Stelle erfolgt nach Entgeltgruppe 14 des TVöD bzw. alternativ als Beamtenstelle nach dem ÜBesG NRW. Die Zuordnung zu der Entgeltgruppe ist vorläufig und steht unter dem Vorbehalt der Anpassung nach Inkrafttreten der Entgeltordnung nach TVöD.

Mit knapp 110.000 Einwohnern und rund 75 km2 Fläche liegt die kreisfreie Stadt Remscheid im Bergischen Städtedreieck, das sie gemeinsam mit den Städten Solingen und Wuppertal bildet. Das Historische Zentrum der Stadt Remscheid besteht aus den im Stadtteil Hasten gelegenen Betriebseinheiten Deutsches Werkzeugmuseum, dem Rokoko-Kaufmannshaus „Haus Cleff“ (Stadtmuseum, ehemals Heimatmuseum) sowie dem Stadtarchiv der Stadt Remscheid, wozu auch der städtische Kunstbesitz zählt. Für das Haus Cleff wird aktuell im Rahmen laufender baulicher Sanierungsmaßnahmen ein innovatives, besucherorientiertes Museumskonzept erarbeitet. Haus Cleff ist auch Geschäftssitz des Bergischen Geschichtsvereins e.V. (Gesamtverein) und beherbergt u.a. die kunst- und kulturhistorisch bedeutsamen Sammlungen von Gerd Arntz, Sohn eines Remscheider Eisenfabrikanten, Erfinder und Wegbereiter des modernen Piktogramms, und des Genremalers Johann Peter Hasenclever, Sohn eines Remscheider Schmieds, bedeutender Vertreter der Düsseldorfer Malerschule. Das Deutsche Werkzeugmuseum in Remscheid hat ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal. Es ist der zentrale Dokumentationsort zur Werkzeuggeschichte in Deutschland. Mit seiner umfangreichen technik-, sozial- und kulturgeschichtlichen Sammlung von Werkzeugen werden deren Entwicklung, Herstellung und Vertrieb in ihren jeweiligen Zusammenhängen dargestellt. Zahlreiche Exponate dokumentieren darüber hinaus die Geschichte auch anderer Zentren der deutschen und europäischen Werkzeugindustrie.

Ihre Aufgabenschwerpunkte

Die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber übernimmt die wissenschaftliche und organisatorische Leitung des Historischen Zentrums und arbeitet in enger Kooperation mit den relevanten kommunalen Fachdiensten, den Fachverbänden der Metallindustrie, im Besonderen der Werkzeugindustrie, sowie mit den ehrenamtlichen Förderkreisen und -Vereinen an der weiteren Entwicklung des Historischen Zentrums bzw. des Deutschen Werkzeugmuseums und des Hauses Cleff. Formuliertes Ziel ist die Optimierung der Besucherfrequenz in allen Zielgruppen gemäß den selbst gesetzten Ansprüchen als historisches/kulturelles Zentrum der deutschen Werkzeugindustrie. In diesem Kontext sind spezifische Kenntnisse der regionalen Industriegeschichte, kulturtouristische Erfahrungen sowie eine Vernetzung mit öffentlichen Museumseinrichtungen auf Landesebene sowie mit ehrenamtlichen Initiativen und Akteuren der Industriekultur in der Region Bergisches Land von Vorteil. Das Stadtarchiv ist geschichtliches, juristisches und personenstandsregisterliches ‚Gedächtnis der Stadt‘. Es ist gesetzliche Pflichtaufgabe, muss Auskunftsansprüchen genügen und schrittweise auf den neuesten technologischen Stand geführt werden.

Ihr Profil

  • Abschluss eines geistes- oder gesellschaftswissenschaftlichen  Studiums an einer Hochschule
  • Mehrjährige Berufserfahrung in verantwortlicher Position in den genannten  Tätigkeitsbereichen
  • Umfassende Erfahrungen in der Konzeption und Realisierung von kultur- und technikhistorischen Ausstellungen
  • Kenntnisse im Bereich Museumspädagogik
  • Erfahrung in der Sammlungsbetreuung
  • Projektsteuerung besucherattraktiver Kulturveranstaltungen
  • Archivalische Erfahrung
  • Wünschenswert wären Erfahrungen bei der Sanierung historischer Bauwerke, bzw. allgemeine praktische Erfahrungen und Kenntnisse auf dem Hochbausektor
  • Vertrautheit im Umgang mit neuen Medien
  • Betriebswirtschaftliche Kenntnisse
  • Erfahrungen im Marketing
  • Kenntnisse in Bezug auf die Drittmitteleinwerbung
  • Bereitschaft zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung
  • Bereitschaft zur gesellschaftlichen Vernetzung
  • Hohe kommunikative Kompetenz und Vermittlungsfähigkeit
  • Stilsicheres Auftreten

Weitere Auskünfte über die Stelle erhalten Sie bei Herrn Stadtdirektor Dr. Christian Henkelmann (02191-163499).

Die Stadt Remscheid bemüht sich um die besondere Förderung von Frauen, die Auswahlentscheidung erfolgt unter Berücksichtigung des Landesgleichstellungsgesetzes NW. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Im Interesse der Förderung und beruflichen Gleichstellung sind Bewerbungen Schwerbehinderter oder gleichgestellter Menschen im Sinne des SGB IX erwünscht. Bewerbungen von Schwerbehinderten werden bei gleicher Qualifikation und Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Ihre Bewerbungsmappe mit vollständigen und aussagefähigen Unterlagen (Bewerbungen per Email können leider nicht berücksichtigt werden) wird bis zum 21.02.2015 erbeten an Den Oberbürgermeister, Zentraldienst Personal und Organisation, 42849 Remscheid.

Mehr Arbeitslose im Bergischen Städtedreieck im Januar

Martin Klebe. Foto: Lothar Kaiser

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar hat niemanden überrascht“, so Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, „Denn der Januar ist erfahrungsgemäß der Monat, in dem die Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf am stärksten steigt. Das liegt normalerweise überwiegend an saisonalen Faktoren, da viele gekündigte oder befristete Arbeitsverhältnisse zum 31. Dezember enden und die betroffenen Menschen sich bei uns arbeitslos melden. In diesem Jahr allerdings kommt noch ein zweiter Grund für den Anstieg hinzu: Das Jobcenter Wuppertal hat zum Jahreswechsel den Einsatz arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen deutlich reduziert, so dass die diesbezügliche Entlastungswirkung gegenüber Dezember nachgelassen hat. Trotz des Anstiegs liegt die Arbeitslosenzahl im Bergischen Städtedreieck noch um knapp 4.000 Arbeitslose niedriger als vor einem Jahr“, erläutert

Im Bergischen Städtedreieck sind im Januar 30.518 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 1.822 mehr als im Dezember aber 3.929 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die drei Städte steigt von 9,0 Prozent im Dezember auf aktuell 9,6 Prozent (Januar 2014: 10,7 Prozent).

In Remscheid sind im Januar 4.925 Personen arbeitslos, 227 mehr als im Dezember und 555 weniger als im Januar vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt von 8,0 Prozent im Dezember auf aktuell 8,4 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 9,4 Prozent. Die Unterbeschäftigung stieg im Januar um 114 auf insgesamt 6.296 Personen; die Unterbeschäftigungsquote stieg von 10,4 Prozent im Dezember auf aktuell 10,6 Prozent, im Januar 2014 betrug diese noch 11,3 Prozent.

Im Januar meldeten sich 908 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 77 mehr als im Dezember. Gleichzeitig beendeten 682 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 168 weniger als im Dezember 2014. 419 Männer und Frauen aus Remscheid kamen im Januar zur Arbeitsagentur oder dem Jobcenter, weil sie ihre Stelle verloren hatten. 168 haben nach Arbeitslosigkeit im Januar wieder eine neue Stelle antreten können. Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Januar um 33 Stellen auf 517 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 25 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber aus Remscheid meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal und des Jobcenters Remscheid im Januar 216 neue Arbeitsstellen, 23 mehr als im Dezember aber 112 weniger als vor einem Jahr.

Aktuell suchen Remscheider Chefs unter anderem folgende Kräfte: Bürofachkräfte, Fachkräfte und Helfer in der Altenpflege, Verkäufer, Fachkräfte und Helfer in der Metallbearbeitung, Erzieher, Fachkräfte und Helfer in der Lagerwirtschaft,  Krankenpfleger, Servicekräfte in der Gastronomie, Friseure, Fachkräfte Maschinenbau, Bauelektriker, Objekt- und Personenschützer sowie Gebäudereiniger.