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Verlässliche e.V. und Kompazz/Kraftstation machten das Rennen

Ratsmehrheit steht zur Schulsozialarbeit und zur OGS“ titelte der Waterbölles am 26. November 2014. Damals hatten Fraktionen und Gruppen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und W.i.R. den Antrag angekündigt, die Schulsozialarbeit zur Umsetzung des allgemein als „sperrig“ angesehenen Bildungs- und Teilhabepakets bis Ende 2017 fortzusetzen. Entsprechend beschloss später der Rat der Stadt. Die Stadt hatte die Schulsozialarbeit seit dem 1. Januar 2014 (nach Ausstieg des Bundes) mit Zustimmung der Kommunalaufsicht als so genannte „freiwillige Leistung“ alleine finanziert. Zugleich forderte der Rat der Stadt im November 2014 Land und Bund auf, für eine dauerhafte Finanzierung dieser unverzichtbaren sozialpolitischen Maßnahmen Sorge zu tragen, ohne die Kommunen damit weiterhin zu belasten. Reaktion der Bundes damals: Null! Für ihn sprang ab 1. Januar 1015 in NRW die Landesregierung in die Bresche. Sehr zur Erleichterung der Stadt Remscheid. Denn das bedeutete für sie einen Festbetrag des Landes für 2015, 2016 und 2017 in Höhe von jeweils rund 365.000 Euro. Von den jährlich 535.000 Euro, die der Rat der Stadt beschlossen hatte, um eine leistungsfähige und zielorientierte Schulsozialarbeit für bedürftige Schülerinnen und Schüler sicherzustellen, sind somit in diesen drei Jahren jeweils nur noch knapp 170.000 Euro aus der Stadtkasse zu zahlen.

Aus dem jährlichen Fördervolumen von 525.000 bis 560.000 Euro in den Jahren 2015, 2016 und 2017 ergab sich für die elf Schulsozialarbeiter/innen der freien Trägern Kompass e.V. und Verlässliche e.V. (auf 9,5 Vollzeitstellen) allerdings eine Hängepartie: Zum 1. August mussten die Leistungen entsprechend der Förderrichtlinien des Landes öffentlich neu ausgeschrieben werden. Das Ausschreibungsverfahren ist mittlerweile abgeschlossen. Den Zuschlag erhielten - die Die Verlässliche e.V. (Primarbereich) und Kompazz/Kraftstation (Sekundarbereich), so dass die wichtige Arbeit mit bewährten und erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fortgesetzt werden kann. Beide Träger hatten sich gegenüber einem Mitbewerber durchgesetzt. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Sozialdezernent Thomas Neuhaus machten auf ihrer gestrigen Pressekonferenz in der Gelben Villa kein Hehl daraus, dass sie über das Ergebnis dieses „Vergabeverfahrens nach allen Regeln der Kunst“ erfreut und erleichtert zugleich sind. Dass das für Schulsozialarbeiter/innen ebenfalls gilt, muss nicht weiter betont werden. Drei von ihnen – Christine Oberhuber, Alicia Pellicer Martinez und Niko Berkljacic – nahmen zusammen mit Wolfgang Zöller, Geschäftsführer der Kraftstation, sowie Gerda Spahn und ihr Sohn Matthias, ebenfalls für den Verlässliche e.V. aktiv, an der Pressekonferenz teil. Oberbürgermeister und Sozialdezernent bescheinigten ihnen, die rund 11.000 Menschen (mit mehr als 6.500 Kindern und Jugendlichen), die in der Stadt finanzielle Hilfen nach den SGB II erhalten, über die Beihilfemöglichkeiten des Bildungs- und Teilhabegesetzes so gut zu informieren zu haben bzw. ihnen bei der Antragsstellung behilflich gewesen zu sein, dass die Bundesmittel zum Jahresende ausgeschöpft werden.

In Zahlen: Während 2013 von Berechtigten nach dem Bundeskindergeldgesetz (BKGG) noch 2.289 Anträge zum Bildungs- und Teilhabegesetz gestellt wurden (Fördersumme: 300.741 Euro) und nach SGBII 1.289 Anträge (Fördersumme: 608.102 Euro), waren es 2014 nach dem BKGG 1.686 (248.375 Euro) und nach SGB II 2.214 (761.221 Euro). Finanzschwachen Familien bzw. deren Kindern konnte somit 2013 mit insgesamt 908.844 Euro geholfen werden bzw. 1.009.596 Euro in 2014. Von letztgenannter Summe entfielen auf Schulausflüge/Klassenfahrten 146.682 Euro, Schulbedarfspakete 261.612 Euro, die Schülerbeförderung 630 Euro, die Lernförderung 138.323 Euro, die Mittagsverpflegung 416. 799 Euro sowie die soziale & kulturelle Teilhabe 45.540 Euro.

Es gibt Grundschulen in Remscheid, die haben die Unterstützung von Schulsozialarbeitern dringender nötig als andere. Das hat etwas mit sozialen Brennpunkten zutun. Und genau deshalb wollte gestern Gerda Spahn keine Namen nennen, um die betreffenden Schulen nicht in irgendeiner Weise an den Pranger zu stellen. Nur so viel: Von den 26 Schulstandorten im Primärbereich bekommen 16 regelmäßig Besuch von Schulsozialarbeitern, vier Standorte zweimal pro Woche und drei sogar dreimal pro Woche.

Zum 31. Dezember 2014 hatten „Kompazz 2.0“ und der Freie Jugendarbeit Remscheid-Mitte e.V. (Kraftstation) einen „Zwischenbericht“ vorgelegt, der Zielgruppen und Tätigkeitsfelder der Remscheider Schulsozialarbeiter anschaulich und ausführlich beschreibt.
Der Waterbölles hat wesentliche Punkte daraus zusammengefasst:

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Künftig mehr Zusammenarbeit für Menschen mit Behinderung

Im Bild v.l.n.r.: Sozialdezernent Thomas Neuhaus, LVR-Fachbereichsleiterin Gabriele Lapp und LVR-Landesrat Dirk Lewandrowski. Foto: Stadt Remscheid.

Pressemittilung der Stadt Remscheid

Als neuer Dezernent für das Soziale des LVR hat sich gestern Landesrat Dirk Lewandrowski (rechts) in Begleitung von Gabriele Lapp als der für die Region zuständigen LVR-Fachbereichsleiterin für Sozialhilfe beim Remscheider Sozialdezernenten Thomas Neuhaus vorgestellt. Dabei vereinbarten sie, die Zusammenarbeit zwischen den Sozialdezernaten des LVR und der Stadt Remscheid intensivieren zu wollen. Eine verstärkte Kooperation sei vor allem hinsichtlich der Themenfelder Arbeit und Ausbildung für Menschen mit Behinderung, Integrationsfirmen für Menschen mit Behinderung, Außenarbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen und Integrationshilfe für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen angezeigt. Auch insbesondere bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes, das nach Abschluss im Bundestag eine neue, an die Herausforderungen der Inklusion angepasste Basis für die Förderung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung darstellt, sei ein verstärkter Schulterschluss sinnvoll.

Die in Remscheid anstehenden Prozesse wie die Entwicklung eines Inklusionsplanes, geplante Arbeitsprojekte (Café im Ämterhaus) und verstärkte Bemühungen, um Menschen mit Behinderungen Alternativen zum Besuch von Werkstätten auf dem Arbeitsmarkt in Remscheid zu bieten, begrüßte der neue Landesrat Lewandrowski ausdrücklich. Dirk Lewandrowski hatte vor seiner Tätigkeit beim LVR ein Richteramt an den Sozialgerichten Duisburg und Braunschweig mit den Schwerpunkten Schwerbehinderungsrecht und Sozialhilferecht inne.

Frauen kommen ab sofort kostenlos ins Stadion

Pressemitteilung des FC Remscheid

Der FC Remscheid senkt für die neue Saison die Preise. Ab sofort kostet der Eintritt auf allen Plätzen sechs €, und ermäßigte Karten kosten vier € (für Mitglieder, Behinderte, Jugendliche, Rentner, Studenten sowie Arbeitslose). Für Frauen ist der Eintritt in der neuen Saison sogar kostenlos! Dies wurde auf dem Staffeltag der Landesliga-Vereine in Jüchen beschlossen, auf dem sich Petra Köser und Jürgen Wellmann für den FCR am Mittwochabend über die wichtigsten Themen der neuen Saison in der Landesliga informierten. Nachdem nun endlich Gewissheit über die Regelungen der neuen Saison herrscht, startet ab Freitag, den 7.August, der Vorverkauf der Dauerkarten in der Geschäftsstelle im Röntgenstadion in Lennep (Vollzahler 90 €, ermäßigt 60 €). Weitere Vorverkaufsstellen befinden sich bei Möbel Kotthaus, auf der Lindenallee und bei W&A Catering an der Bismarckstraße. Durch den Erwerb einer Dauerkarte spart der Fußballfan über die Saisonzeit den Eintritt zu zwei Spielen und hat zudem keine Wartezeiten beim Einlass. Für das „Heimspiel –Triple“ der ersten drei Heimspiele, die in der Zeit vom 23./26. und 30. August innerhalb von acht Tagen stattfinden, bietet der FCR  zudem eine 3er Karte zum Preis von 15 € (neun € ermäßigt) an. Diese sind bereits am Sonntag beim Spiel gegen den VfL Leverkusen und danach zu den Geschäftszeiten in der Geschäftsstelle im Röntgenstadion erhältlich!  Die Geschäftsstelle ist wie folgt geöffnet: Montag und Donnerstag von 10 bis 14 Uhr, Dienstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr.

Saisonaler Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit im Städtedreieck

Dr. Martina Wolff.Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Erwartungsgemäß ist die Jugendarbeitslosigkeit im Sommer auch im Bergischen Städtedreieck angestiegen. Viele Berufsausbildungen endeten vor den Ferien und die jungen Fachkräfte, die nach Ihren Prüfungen von den ausbildenden Unternehmen nicht übernommen werden konnten, haben sich arbeitslos gemeldet. Zudem verzögern sich in der Ferienzeit die Entscheidungen – auch zu Neueinstellungen in den Unternehmen. Dieser sprunghafte Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist ganz typisch für die Sommermonate“, erklärt Dr. Bettina Wolf, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Im Bergischen Städtedreieck sind im Juli 30.368 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 525 mehr als im Juni, aber 1.723 oder 5,4 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote für die drei Städte steigt von 9,3 Prozent im Juni auf aktuell 9,5 Prozent (Juli 2014: 10,1 Prozent). In Remscheid waren im Juli 5.045 Menschen arbeitslos, 57 mehr als im Juni, aber 159 (-3,1 Prozent) weniger als im Juli vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 8,5 Prozent im Juni auf 8,6 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 8,9 Prozent.

Der Bestand an freien Arbeitsstellen ist im Juli in Remscheid um 95 Stellen auf 610 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 173 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber aus Remscheid meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal und des Jobcenters Remscheid im Juli 254 neue Arbeitsstellen, acht weniger als im Juni und 15 weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn gingen 1.591 Arbeitsstellen ein und damit 576 weniger als von Januar bis Juli 2014.

3.024 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahre sind im Städtedreieck aktuell arbeitslos gemeldet, 8,4 Prozent mehr als im Juni, aber immer noch 356 oder 10,5 Prozent weniger als im Juli vor einem Jahr. Im aktuellen Berichtsjahr wurden bislang 2.769 Ausbildungsstellen im Bergischen Städtedreieck gemeldet, 265 oder 8,7 Prozent weniger als im letzten Jahr. Davon sind im Juli noch 942 Ausbildungsstellen unbesetzt. In Remscheid meldeten Wirtschaft und Verwaltung der Agentur für Arbeit bisher 548 Ausbildungsstellen. Dies sind 26 Stellen oder 4,5 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Aktuell sind in Remscheid noch 142 Ausbildungsstellen frei und damit 22 Stellen oder 13,4 Prozent weniger als im letzten Jahr. Die meisten offenen Stellen gibt es aktuell beispielsweise als Stanz- und Umformmechaniker, Verkäufer, Gebäudereiniger, Kaufleute im Einzelhandel, Fachlageristen, Köche, Maler und Lackierer, Restaurantfachleute, Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik, Bäckereifachverkäufer sowie Kaufleute Groß- und Außenhandel.

„Ich bin sehr besorgt darüber, dass uns weniger Ausbildungsstellen von den Unternehmen gemeldet wurden. Der Fachkräftebedarf ist schon jetzt hoch und wird in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen. Ohne Ausbildung werden wir den Fachkräftebedarf der Zukunft nicht decken können. Im vergangenen Jahr blieben im Bergischen Städtedreieck 198 Ausbildungsstellen unbesetzt. Das sind fast 200 verschenkte Chancen auf selbst ausgebildeten Nachwuchs. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, jedem Jugendlichen ein Angebot zu machen, doch das geht nur mit der heimischen Wirtschaft. Wir können es uns nicht leisten, schulisch schwächere Jugendliche zurückzulassen. Mit unseren Ausbildungsakquisiteuren und der assistierten Ausbildung haben wir jetzt noch einmal zusätzliche Möglichkeiten, die Unternehmen von Beginn der Ausbildung an bis zur Prüfung zu unterstützen und die Jugendlichen bei den Ausbildungen zu begleiten. Ich bin überzeugt, dass sich unser gemeinsames Engagement lohnt und bitte um die Unterstützung der regionalen Wirtschaft“, so Dr. Bettina Wolf.

Insgesamt 4.600 Jugendliche meldeten sich bisher bei der Berufsberatung in Remscheid, Solingen und Wuppertal, 316 oder 6,4 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Davon suchen noch 1.329 Jugendliche eine Ausbildungsstelle, das sind 178 Jugendliche oder 11,8 Prozent weniger als vor einem Jahr zur selben Zeit. Allein bei der Berufsberatung in Remscheid meldeten sich in den vergangenen zehn Monaten 754 Bewerberinnen und Bewerber bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Das sind 115 Jugendliche oder 13,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Damit sinkt die Bewerberzahl anteilig in Remscheid am stärksten unter den drei Städten. Von allen in Remscheid gemeldeten Bewerbern suchen aktuell noch 193 Jugendliche eine Ausbildungsstelle, das sind 82 weniger (-29,8 Prozent) als im vorigen Jahr.

Auch an die Ausbildungssuchenden richtet Dr. Bettina Wolf ihren Appell: „Wer noch keine Ausbildungsstelle gefunden hat, sollte die Hoffnung nicht aufgeben und sich sofort bei der Berufsberatung melden. Es ist sinnvoll, sich weiter intensiv zu bewerben, auch wenn noch Antworten von Arbeitgebern ausstehen. Wer sich auch in den Nachbarstädten bewirbt, hat bessere Chancen, denn dort sind wieder andere Möglichkeiten vorhanden“, so Dr. Bettina Wolf. (Claudia John)

Baugenehmigung für neues Flüchtlingsheim verzögerte sich

Zur Sitzung des Ausschusses für Bauen, Gebäudemanagement, Liegenschaften und Denkmalpflege am 18. August möchte die Ratsgruppe der W.i.R. vo0n der Verwaltung Einzelheiten zum Aufgabenvolumen und Personalstand des Bauordnungsamtes. Anlass sind die bekannt gewordenen Verzögerungen beim geplanten Umbau eines früheren Firmengebäudes in Hasten zu einem Haus mit Wohnungen für Flüchtlinge. Mitte Juli war die Verwaltung noch davon ausgegangen, dass der Umbau Ende 2015 oder Anfang 2016 fertiggestellt sein würde. Doch die Baugenehmigung verzögerte sich. „Warum?“, fragt nun die W.i.R.  „Hat der Investor den Bauantrag so spät eingereicht oder fehlt dem Bauordnungsamt weiterhin Personal, um Anträge zeitnah bearbeiten zu können?“ Im Übrigen vermisst die W.i.R. noch die komplette Antwort auf ihre Anfrage aus dem Schulausschuss zum Brandschutz an Schulen: „Hier fehlt immer noch eine Aufstellung zum zeitlichen Ablaufplan, wann welche Schule in welchem Zeitrahmen umgestellt wird.“

1. Preis des Fotowettbewerbs ging nach Lennep

Helmut Harhaus mit dem neuen Großdrucker.Ende vergangenen Jahres suchte die hp / Hewlett-Packard GmbH (hp) europaweit unter dem Motto „Größenwahn“ nach Bildideen, die insbesondere durch den großformatigen Druck ihre Wirkung entfalten. Unterstützt wurde der Fotowettbewerb „HP Creative Competition“ von „Profifoto“, Fachmagazin für professionelle Fotografen. Inzwiwschen ist der Wettbewerb entschieden: Der Hauptpreis in Form eines neuen Großformatdrucker ging an das Remscheider Fotostudio von Helmut Harhaus in Lennep („Studio blickpunkt“). Seine  Panoramaserie hatte  die Fachjury sowohl thematisch als auch handwerklich überzeugen können. Zum Einsatz kommen wird der neue Drucker vorwirgend in der Hochzeitsfotografie. Helmut Harhaus: „Besonders auf Bilder von solch hochemotionellen Events warten die Brautpaare und Kunden  nur ungern, wenn die Bilder in entfernten  Fachlaboren hergestellt werden müssen. Das geht jetzt viel schneller!“

Früher stand neben "Matador" ein großer Gasometer

Matador-Werk mit Lohmühle. Unübersehbar der große Gasometer an der Morsbachtalstraße. Oben im Bild die Ronsdorfer Straße. Foto: Historisches Zentrum Remscheid

Uralt scheint auch der Hammer zu sein, der in der Haddenbacher Lohmühle, später Schumacher & Kissling (Matador-Werk), aufging. Er wird als Hammer auf der Remscheider Seite des Baches gegenüber Spelsberg bzw. auch unter den Haddenbacher Hämmern gelegen bezeichnet. 1623 ist jedenfalls die erste Eintragung, nach der dieser Reckhammer dem Jan in der Haddenbach gehört. Nach 1804 ist er in eine Lohmühle umgewandelt worden. Sie hat ein massives Bruchsteinuntergeschoß und ist gegen 1900 zum Wohnhaus umgebaut worden. Inhaber dieser Lohmühle ist der Wollhändler Wilhelm Karsch. Dieser erhält 1863 die Konzession zum Antrieb mit einer Dampflokomobile zum Betrieb von Woll-Klettenwalchen und Wollschwenkmaschinen.

 

Heinrich Kissling und Heiner Schumacher gründeten 1900 das Unter­nehmen Schumacher & Kissling. Sie begannen auf zwei wassergetriebenen Schmiedehämmern mit der Produktion von Zangen, Hämmern, Steckschlüsseln und Fahrradwerkzeugen. Noch heute befindet sich das Unternehmen im Familienbesitz an diesem traditionsreichen Standort. Ein Gruppenfoto von 1909 zeigt nicht weniger als 49 Personen, die damals in der Firma arbeiteten. Im Jahre 1919 wurde der noch heute bestehende Markenname "Matador" in das Handelsregister eingetragen. In den nächsten Jahrzehnten wurden zahlreiche Patente und Gebrauchsmuster zugeteilt. Das Produktionsprogramm erweiterte sich um Spezialwerkzeuge für die Automobilindustrie sowie um Steckschlüsseleinsätze und Knarren. Es entstanden die Matador-Steckschlüsselgarnituren ­eine Idee, die der Mitbegründer Heinrich Kissling von einer Studienreise aus den USA mitgebracht hatte. In den sechziger bis neunziger Jahren wurden zahlreiche Investitionen vorgenommen, die der Rationalisierung und Erweiterung des Unternehmens dienten. Neubauten vergrößerten die Produktionsflächen. Der Umbau und die Erweiterung des Ver­waltungsgebäudes erfolgte im Jahre 1990. (aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid – von Gerstau bis Haddenbach –,herausgegeben von Günther Schmidt, Druck und Vertrieb Paul Hartgen GmbH + Co. KG, Lennep)

MobilCenter geschlossen wegen Mitarbeiterschulung

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Die Mitarbeiter aus dem MobilCenter werden regelmäßig zu Tarifen, Fahrplanänderungen und neuen Ticketangeboten geschult, um den Kunden eine fachkompetente Beratung rund um das Thema ÖPNV gewährleisten zu können. Aus diesem Grund wird das MobilCenter am Friedrich-Ebert-Platz am Mittwoch, 5. August, und Donnerstag, 6. August, geschlossen. Für Tarif- und Fahrplanauskünfte steht in diesem Zeitraum die Schlaue Nummer für Bus und Bahn zur Verfügung (0 18 03 – 50 40 30, 9 Cent/ Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 42 Cent/ Min.). Tickets können an diesem Tag in allen Stadtwerkebussen, den privaten Verkaufsstellen und online im Ticketshop erworben werden. Für die Schließung des MobilCenter im o. g. Zeitraum bitten die Stadtwerke Remscheid alle Kunden um Verständnis.

 

Schul-Fachmarkt zu Beginn des neuen Schuljahrs

Pressemitteilung des Allee-Centers

Das Ende der Ferien rückt unweigerlich näher, und so heißt es in der Zeit vom 3. bis zum 15. August auf der Treffpunktfläche im Allee-Center Remscheid einmal mehr: „Alles für die Schule“. An den Sonderverkaufsständen von McPaper und Thalia bekommen große und kleine  Kunden alles, was für das neue Schuljahr benötigt wird. Vom Füllfederhalter über Schulhefte bis zum Schulkalender, von Schulbüchern über Schultüten und deren Inhalt - passend zum Schulbeginn besteht die Möglichkeit, sich bei nur einem Center-Besuch mit den nötigen Utensilien einzudecken. (Kathrin Schubert)

Einst wurden im Ibachtal vier Wasserhämmer betrieben

Blick ins Ibachtal mit Ibacher Mühle und Ronsdorf. Sammlung: Günther Schmidtvon Günther Schmidt

Der Ibach hatte in der Vergangenheit verschiedene Namen: 1369 Ybech, 1469 Ibach, 1487 Ibech, 1639 Eibech und ab 1675 wieder Ibach. Wenn wir jetzt auf dem Parkplatz der früheren Gaststätte „Fliedergarten“ stehen, stehen wir eigentlich mitten im Teich des Hasencleverkottens, erstmals 1692 erwähnt. Ein vom Ibach gespeister Hammerteich, von der Kohlenstraße nach Haddenbach begrenzt, war im Remscheider Stadtplan noch 1930 aufgeführt. In der Urkatasterzeichnung von 1827 hatte der Hammer einen zweiten, vom Morsbach gespeisten Teich, dessen langer Obergraben nahe der Spelsberger Hämmer abzweigte und zusammen mit dem parallel laufenden Bewässerungsgraben für die früheren Talwiesen beim Bau der Morsbachtalstraße zugeschüttet wurde. Sehr frühe Nachrichten sind über diesen Hammer nicht zu erfahren. Erst der Urkataster 1827 und der Mühlenkataster von 1828-1837 weisen diesen Hammer als Nachfolger eines der vier Hämmer aus, die Hofkammerrat Jacobi im Ibachtal zwischen 1692 und 1773 erwähnt. Also beziehen wir uns auf die genaueren Eintragungen ab 1829: Der Hammer ist als Schleifkotten zu Gründerhammer genannt und gehörte einem Johann und Karl Hasenclever. Er verkaufte das Grundstück und den zum Kotten umgewandelten Hammer mit Wohngeschoß an seinen Großvater Friedrich Halbach, der im Untergeschoß seinen Schmiedezangen-Hammer einrichtete. 1889/99 wurde der Hammer abgerissen und auf die Fundamente der neue Hammer, darauf die "Restauration Halbach mit Kaffee-Wirtschaft zum Fliedergarten" und das Wohngeschoß gebaut. Der vom Morsbach gespeiste Hammerteich ist nur noch vage zu erahnen, der Obergraben lag nahe am Berghang. Das Wasserrad an der Seite des jetzigen Anbaues des „Fliedergartens“ war noch bis nach dem Krieg als Schaustück zu bewundern.

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Gedenkveranstaltung zum 72. Jahrestag des Luftangriffs

Remscheid, ein Trümmerhaufen. Der Angriff in der Nacht zum 31. Juli 1943 hat das Herz der Stadt getroffen. Die Stadtkirche ist zerstört und das um sie gruppierte Zentrum ist ebenfalls in Schutt und Asche gesunken. Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am 30. Juli 1943 wurde um 23.30 Uhr der Luftalarm für das Remscheider Stadtgebiet gegeben. Nach der Bombardierung unserer Bergischen Nachbarstädte in den Wochen und Monaten zuvor sollte nun auch Remscheid das Ziel der Bomberbände werden. Am frühen 31. Juli 1943 erreichten die Flugzeuge unsere Stadt. In knapp drei Stunden zerstörten 295 Tonnen Sprengbomben und 483 Tonnen Brandbomben das, was zuvor von Generationen erschaffen worden war. Der von deutschem Boden durch das NS-Regime entfesselte Weltkrieg erreichte auch unsere Stadt.

1.063 Menschen verloren in dieser Nacht ihr Leben. Zahllose Verletzte waren zu beklagen. Zahllose Bürger verloren ihr Obdach, Hab und Gut. Als die Morgendämmerung anbrach, offenbarte sich ein Bild der Zerstörung, des Schreckens und des Grauens, das sich über die Remscheider Innenstadt gelegt hatte.

Sieben Jahrzehnte sind seit dem Luftangriff der Alliierten vergangen.  Frieden, Freundschaft und Freiheit sind heute scheinbar selbstverständlich. Aber die Erinnerung an die Nacht des 30. auf den 31. Juli 1943 hilft zu begreifen, das scheinbar Selbstverständliche vergehen kann, wenn es nicht immer wieder bewusst bewahrt und erneuert wird. Die Opfer mahnen uns, für Frieden, für Toleranz und für Verständigung einzutreten. Alle Remscheiderinnen und Remscheider sind herzlich dazu eingeladen, gemeinsam mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz den Opfern am Donnerstag, 30. Juli, um 18 Uhr im Ehrenhain Reinshagen in Stille zu gedenken.