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Skulpturale Objekte und humorige Installationen

In der Central.Galerie von Klaus Küster sind vom 3. April bis zum 8. Juni unter dem Titel "geo-metrisch" Arbeiten der Künstlerinnen Sylvie Hauptvogel und Katja Wickert aus Wuppertal zu sehen. Katja Wickert, die ihr Atelier auf dem Honsberg hat, zeigt Tafelbilder und skulpturale Objekte. Küster: „Sie hat mit Naturmaterialien Wesensmerkmale und Spuren natürlicher Prozesse, etwa Strukturen und Texturen eindrucksvoll in Szene gesetzt.“ Sylvie Hauptvogels Objekte und Installationen speisen sich dank ihres mit Menschenliebe gepaarten subtilen Humors aus häuslichen Gebrauchsgegenständen, Heimtextilien und familiären Reliquien. Im Vordergrund: "Gehärtete" Küchenschürzen.
Die Ausstellung wird am Sonntag, 3. April, um 16.30 Uhr eröffnet. Danach ist die Central.Galerie, Burger Straße 11, mittwochs  von16.30 bis18 Uhr geöäffnet sowie nach Vereinbarung (Tel. RS 35229).

Auch der Marscheider Bach schrieb Industriegeschichte

Luckhauser Kotten.Am Waldrand ist der Obergrabe, im Vordergrund der Nippelssiepen. Foto: G. Schmidt 2005.Unterhalb der kleinen Ortschaft Garschager Heide an der Ritterstraße in Lüttringhausen bildet sich der Marscheider Bach und fliest bei Laaken in die Wupper. Auch dieser Bach ist geschichtsträchtig, und es standen an ihm nachweislich sechs Wassertriebwerke: Von oben gesehen als erstes der Luckhauser Schleifkotten (Foto rechts), der laut Lenneper Mühlenkataster 1868 eine Getreidemühle von Heinrich Richard und David Muller mit fünf PS war. Dann die Hastberger Mühle, danach eine Walkmuhle, dann der spätere Diederichshammer (Dirostahl), darunter der Hammer von C.G. Kotte und als letzter der Mottenhammer.

Der erste Standort ist mit Obergraben und Teich noch gut zu erkennen; der Kotten steht noch als Wohnhaus dort. Der zweite Standort ist auch nur noch in Form eines Wohnhauses bzw. als Hastberger Mühle (Restaurant) erkennbar, wobei der dritte Standort nur den Teich erkennen last; hier stand die Walkmühle. Standort vier (Diederichshammer) zeichnet sich als Teich mit Flutschütt ab, der aber abgelassen und total verlandet ist. Überreste (Eishaus, Esse usw.) sind an Standort funf (Dienes-Hammer, C.G. Kotte) noch zu sehen. Der letzte Standort Motte ist als Fabrik mit großem Teich noch ganz gut erhalten. Überhaupt ist das Marscheider Bachtal eines der schönsten Taler zum Spazierengehen, das sich in Remscheid anbietet.

1825/26 errichten die Bruder H.R und D.G. Muller aufgrund einer Konzession vom 9.11.1824 am Nippelsbach den Luckhauser Kotten als Schleifkotten. 1826 ist dieser Teich mit seinem Kotten noch nicht im Urhandriss des Katasteramtes erfasst. 1846 scheint Getreide zu mahlen günstiger zu sein, denn die Schleiferei ist in eine Getreidemühle und Knochenstampferei umgewandelt und an Richard Hordenbach verpachtet worden. Sie hatte ein oberschlächtiges Wasserrad zum wechselseitigen Betrieb von zwei Mahlgängen und zwei Stampfen, und es war ein Arbeiter darin beschäftigt. 1853 steht in der Regierungsliste: Mahlmühle zu Luckhauserkotten am Nippelssiepen. Sie ist als Getreidemühle und Fruchtmühle angelegt. Besitzer ist Richard Hordenbach. Nach heutiger Definition ist der Pächter/Mieter einer Sache der "Besitzer", aber nicht der "Eigentümer". Hordenbach konnte als Pächter nach heutigem Rechts- Sprach-Gebrauch also "Besitzer" gewesen sein, ohne deshalb "Inhaber" zu sein. Ob es damals auch schon so war, vermag ich nicht zu beurteilen.  1867 findet sich die letzte Eintragung fur den Luckhauserkotten am Nippelssiefen von Heinrich Richard und David Gustav Muller (die 1867 die dritte Wassernutzung hinzugenommen haben, vergleiche Walkmühle) mit fünf PS. Ab wann hier nicht mehr gearbeitet wurde, ist nicht bekannt. Heute ist dieser Kotten zum Wohnhaus umgebaut, aber in seinem Äußeren im Wesentlichen unverändert geblieben.

Alte Hastberger Mühle. Foto: Lore SchulzÜber die Luckhauser Mühle (Hastberger Mühle) ist viel Historisches nicht zu erfahren. Im Urhandriss des Katasteramtes von Barmen von 1826 ist diese Mühle jedenfalls nicht erwähnt. Ohne Datierung, aber dem Ackerer Arnold David Muller zu Hastberg mit der Konzession vom 30.5.1855 als Fruchtmahl- und Knochenstampfmühle gehörend, ergibt sich möglicherweise ein Baudatum um 1855. Sie ist ebenfalls zum Wohnhaus,  aber mit Restaurant, umgebaut worden. Lore Schulz ist heute (2006) die Besitzerin. Ihr Grosvater Otto Gerdt hatte 1888 geheiratet und irgendwann diese Mühle mit Bäckerei geerbt. Am 20.4.1900 kam Otto jun. (Vater von Lore Schulz) zur Welt. Tochter Lore erblickte das Licht der Welt am 27.11.1930. In diesem Jahr begann der erste Ausbau zur Wirtschaft (im Volksmund deshalb auch Gerdt´s Mühle genannt). Man hatte endlich die Genehmigung zum Ausschank erhalten, was früher still und heimlich in der Bäckerei (verbotenerweise) geschah. Vom Teich sieht man nichts mehr. Dieser ist einem Parkplatz gewichen, und man kann von der anderen Seite des Tales aus vage erkennen, wo der Obergraben und der Teich einmal gewesen sind. Mit dem dazugekommenen Anbau für die Restauration hatte man nun Platz für etwa 80 Personen, wobei man die Raume auch abtrennen kann. Da die Straße nicht stark befahren wird, ist sogar der Terrassenbiergarten sehr einladend, und idyllisch gelegen ist die Hastberger Mühle allemal.  Ab dieser Mühle wird der Bach als Marscheider Bach geführt (nach historischer Überlieferung und Angaben von Frau Schulz). Laut Aufzeichnungen von Stursberg, der im allgemeinen sehr genau recherchiert hat, liegt sie zwischen dem Luckhauserkotten (Hordenbacher Kotten) und der Messingwalzfabrik und Härterei zu Barmen mit einem oberschlächtigen Wasserrad und 16 Fuß Gefalle.

Widmen wir uns dem dritten Standort: Als mündliche Überlieferung ist lediglich bekannt, das unterhalb der Teichmauer eine Walkmühle zum Walken von Leder, gestanden haben soll. Der Urhandriss von 1826 im Katasteramt Remscheid hat keinerlei Gebäude unterhalb der Staumauer erfasst, so das bis dahin schon langer kein Gebäude mehr stand oder danach erst die Walkmühle gebaut wurde. 1834 ist dieser Standort durch den Kaufmann Carl Holterhoff in Lennep als Walkmühle erstmalig erwähnt worden, der darin eigenes Material durch andere für seinen Handel verarbeiten ließ. 1837 ist die Mühle nach Carl Holterhoffs Tod an seine Frau gegangen, welche diese Mühle in Pacht weiterführte. Die Firma Engels & Oelbermann in Lennep pachtete nach 1837 die Walkmühle, in deren Dienst der Werkmeister Windgassen ohne Gehilfen im Wochenlohn arbeitet. Er arbeitet nach dem Umbau mit einem oberschlächtigen Wasserrad, das eine Tuchwalke mit drei Stumpen in drei Kumpen antrieb.1855 ist offenbar ein Umbau in eine Fruchtmühle erfolgt, und es ist ein H.A. Müller zu Lennep mit einer Konzession vom 30.5.1855 als neuer Pächter eingetragen. Die Mühle wird mit einem Wasserrad fur drei Mahlgange angegeben. Für einen Mahlgang ist wahrend eines halben Jahres (Frühjahr bis Herbst) hinreichend Wasser vorhanden. In der übrigen Zeit kann die Mühle täglich nur drei bis vier Stunden betrieben werden wegen der „Flozgerechtsame“ (Wasserrechte) der Nachbarn.

1867 sind als neue Besitzer Heinrich Richard und David Gustav Müller eingetragen (siehe Luckhauser Kotten), die die Getreidemühle gekauft hatten. Danach ist leider nichts mehr über den Werdegang der Mühle zu erfahren. Man kann aber davon ausgehen, das sie den Jahrhundertwechsel nicht erlebt hat. Der Teich blieb aber als Reserveteich für den darunter stehenden Diederichshammer allemal wichtig. (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt, Band 5 - Vom Blombach bis Eschbach)

Seit zehn Jahren an der Spitze der SPD-Senioren

Pressemitteilung der SPD

„Aktuell sein, damit die Mitglieder etwas erfahren!“ – mit diesen Worten beschrieb die wiedergewählte Vorsitzende der AG 60plus, Rita Jungesblut-Wagner, den roten Faden der Aktivitäten der Remscheider SPD-Senioren. „Wir sind aktiv und bieten unseren Mitgliedern ein abwechslungsreiches Programm. Und wir sind etwas Besonderes, denn anders als die meisten SPD-Gliederungen ist die AG 60plus eher frauenlastig!“ beschrieb die pensionierte Lehrerin Jungesblut-Wagner augenzwinkernd die Herausforderung, genug Männer für die Vorstandsarbeit zu gewinnen.

Dass die Mitgliedschaft mit der Arbeiten der „Frauenschaft“ an der Spitze sehr zufrieden ist, bewiesen die Wahlergebnisse. Sowohl die Vorsitzende Rita Jungesblut-Wagner als auch die Stellvertreterin Inge Brenning wurden mit überwältigenden Mehrheiten in ihren Ämtern bestätigt. Ihnen zur Seite stehen Regina Seewald (als weitere Stellvertreterin) sowie Klaus Grunwald, Josef Peter Hilger, Lore Mohr & Erich Thomas. Nach den Wahlgängen wurde gemeinsam angestoßen – und zwar auf die wiedergewählte Vorsitzende, die in diesem Jahr auf ein zehnjähriges Jubiläum an der Spitze der SPD-Senioren zurück blicken kann. „Wir machen so weiter wie bisher – denn das hat sich bewährt!“ so Jungesblut-Wagner. So planen die SPD-Senioren für den Sommer die Reihe der Stadtteilerkundungen samt Stadtführer fortzusetzen. Ebenfalls vorgesehen ist ein Tagesausflug zu einer Sehenswürdigkeit in der näheren Umgebung. Darüber hinaus sei man eine treibende Kraft im Seniorenbeirat, wo man bspw. die Kino-Reihe für Senioren mit angestoßen habe. Darüber hinaus freue man sich stets, neue Gesichter zu sehen. „Wir sind keine geschlossenen Gesellschaft. Bei unseren Veranstaltungen sind Gäste immer zahlreich dabei!“ so Jungesblut-Wagner. Wer zu den Versammlungen der SPD-Senioren eingeladen werden möchte, kann sich telefonisch unter (0 21 91) 4 600 622 oder via Email unter UB.Remscheid.NRW@spd.de">UB.Remscheid.NRW@spd.de melden.

Kurse an Großer Dhünn und Bever kostenlos

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Eine Talsperre kennenlernen und zu spannenden Themen experimentieren – das ist die Devise der erfolgreichen Umweltbildung, die das NaturGut Ophoven und der Wupperverband seit mehreren Jahren an der Bever-Talsperre in Hückeswagen und an der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen anbieten. Pro Jahr bieten das NaturGut Ophoven und der Wupperverband insgesamt 60 Kurse an der Bever-Talsperre und der Großen Dhünn-Talsperre an. Während an der Bever-Talsperre das Thema Wasserkraft in der Praxis ausprobiert wird, widmet sich der praktische Teil der Kurse an der Trinkwassertalsperre Große Dhünn dem Thema Gewässeruntersuchungen an der Dhünn. Bei beiden Kursangeboten lautet das Motto „spielend lernen“.Interessierte Klassen der Jahrgangsstufen 1 bis 5 können sich ab sofort für die Kurse an der Bever-Talsperre und der Großen Dhünn-Talsperre beim NaturGut Ophoven anmelden unter der Rufnummer 02717-73499-44 oder per Mail an britta.demmer@naturgut-ophoven.de">britta.demmer@naturgut-ophoven.de.

IHK-Seminar für Existenzgründer

Pressemitteilung der IHK

Der Schritt in die unternehmerische Selbstständigkeit bietet die Chance zu mehr Unabhängigkeit und Eigenverantwortung. Er schafft die Möglichkeit, die eigenen Ideen und Ziele für sich selbst in die Tat umzusetzen. Dieser Schritt birgt jedoch auch Risiken: Steht die Finanzierung? Habe ich an alle rechtlichen Voraussetzungen gedacht? Welche öffentlichen Förderhilfen kann ich bekommen? Wo bekomme ich Hilfe, wenn es am Anfang nicht so gut läuft? Und ganz wichtig: Wie bereite ich mich auf ein mögliches Bankgespräch vor? Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt ein dreiteiliges Existenzgründungsseminar der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK). Es findet am 11. und 12. April jeweils von 17 bis 20 Uhr statt sowie am 13. April von 17 bis 19.30 Uhr. Veranstaltungsort ist die IHK-Hauptgeschäftsstelle Wuppertal, Heinrich-Kamp-Platz 2. Das Teilnahmeentgelt beträgt 65 Euro. Weitere Informationen bei der IHK unter Telefon: 0202 2490-701 (Svenja Lütkereinke), E-Mail: s.luetkereinke@wuppertal.ihk.de oder online unter www.wuppertal.ihk24.de. Dort besteht auch die Möglichkeit, sich direkt für das Seminar anzumelden.

Viele Wahlen zu Ausschüssen und Gremien neu!

Mitteilung der Stadtverwaltung zur Ratssitzung am 7. April:

"Auf Grund einer Klage der ehemaligen Ratsgruppe Pro NRW hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf in einem Urteil vom 22.2.2016 festgestellt, dass die folgenden in der Ratssitzung am 25.9.2014 durchgeführten Wahlen ungültig sind. In der Sitzung hatte die Klägerin bei diesen Tagesordnungspunkten geheime Abstimmungen beantragt. Die Verwaltung hatte in Übereinstimmung mit der Bezirksregierung Düsseldorf die Rechtsauffassung vertreten, dass bei Ausschuss- und Gremienwahlen gemäß § 50 Abs. 3 und Abs. 4 Gemeindeordnung (GO) NRW eine geheime Abstimmung nicht zulässig sei. Das Gericht hat diese Rechtsauffassung nicht geteilt und in der Urteilsbegründung festgestellt, dass die Wahlen zu wiederholen sind.

Vorlage

15/0023

Bestellung von Mitgliedern und stellvertretenden Mitgliedern für den Integrationsrat
 

Vorlage

15/0191

Bildung des Kreiswahlausschusses für die Landtagswahl 2017
 

Vorlage

15/0025

Konferenz der Ratsmitglieder beim Städtetag Nordrhein-Westfalen
hier: Benennung von Ratsmitgliedern
 

Vorlage

15/0055

Wahl von Vertretern der Stadt Remscheid in den Polizeibeirat bei der Kreispolizeibehörde
 

Vorlage

15/0002

Bergische  Symphoniker - Orchester der Städte Remscheid und Solingen GmbH
- Vertreter der Stadt Remscheid in der Gesellschafterversammlung
- Vertreter der Stadt Remscheid im Aufsichtsrat
 

Vorlage

15/0005

Stadtsparkasse Remscheid
Neuwahl des Verwaltungsrates
 

Ratsmitglied Hüsgen hat mitgeteilt, dass die Ratsgruppe pro Deutschland erwartet, dass auch Wahlen wiederholt werden, bei denen sie in zwischenzeitlich stattgefundenen Sitzungen geheime Abstimmungen beantragt hatte und dies abgelehnt wurde. Auf Grund des ergangenen Urteils ist diesem Begehren zu folgen. Nach der Auswertung der Niederschriften sind dies die folgenden Wahlen:

Ratssitzung 11.12.2014

15/0668

Weiterentwicklung und Stärkung der Bergischen Kooperation in Form der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH 

Ratssitzung

26.11.2015

15/1898

Benennung von stimmberechtigten Abgeordneten für die Mitgliederversammlung des Städtetages Nordrhein-Westfalen am 14.04.2016

Sozialarbeiter Daniel Schmidt vor großer Aufgabe

Entwicklungsarbeit im "Quartier Süd", dem Südbezirk, wird schon seit 14 Jahren geleistet. Speziell auf dem Rosenhügel. Ab 2008 auch auf dem Hohenhagen. Und nun also im Rahmen eines neuen Modellprojekt des Landes NRW im gesamten Südbezirk mit Zentralpunkt, Neuenkamp, Fichtenhöhe, Wüstenhagen, Bökerhöhe, Mixsiepen, Struck, Falkenberg, Ehringhausen und Bliedinghausen. Das ist ab 1. April das neue Wirkungsfeld von Daniel Schmidt. Die Stadt Remscheid hat den bekannten Remscheider Marathonläufer, im März 2012 als „Sportler des Jahres“ geehrt, als Koordinator des Projektes „Altengerechte Quartiersentwicklung Remscheid-Süd“ eingestellt. Dafür übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Januar 2018 die Personal- und Sachkosten, pro Jahr 40.000 Euro. Den Bewilligungsbescheid erhielt Sozialdezernent Thomas Neuhaus gestern aus der Hand von  Martina Hoffmann-Badache, Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW. Sie nahm zusammen mit der Referatsleiterin Ursula Bothe auch an der Pressekonferenz teil, auf der Neuhaus Daniel Schmidt als neuen Mitarbeiter im Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen der Stadt Remscheid vorstellte. Der 30-Jährige hatte im Februar sein Bachelor-Studium in Köln (Sozialarbeiter) erfolgreich abgeschlossen – nach vorausgegangener Ausbildung im Sana-Klinikum als Krankenpfleger. Von letzterem zeigte sich die Staatssekretärin angenehm überrascht; das werde ihm bei seiner neuen Arbeit sicherlich nutzen. Schließlich geht es bei dem angestrebten „altengerechten Quartier“ darum, den Menschen auch bei eintretendem Hilfebedarf den Verbleib im vertrauten häuslichen Umfeld / in der vertrauten Umgebung so lange wie möglich zu ermöglichen. Das aber erfordert „eine ganzheitliche Ausrichtung der sozialen wie pflegerischen Infrastruktur und die Schaffung zielgruppen-spezifischer Zugänge zu Unterstützungs- und Hilfsangeboten“. Kommentar von Elke Rühl, der Vorsitzenden des Seniorenbeirats: „Da kommt auf Daniel Schmidt viel Arbeit zu!“ Die grüne Landtagsabgeordnete Jutta Velte freute sich: „Dieses Projekt wird Remscheid gut tun. Auch den Migranten. Denn die werden auch älter!“

Von „maßgeschneiderten, bedarfsgerechten Konzepten“ hatte Ministerin Barbara Steffens gesprochen, als sie das Projekt im vergangenen Jahr in Düsseldorf vorstellte. Der Hintergrund: Bis 2050 sagen Prognosen für Nordrhein-Westfalen eine Zunahme der Zahl der über 65-Jährigen von 3,6 Millionen auf 4,9 Millionen voraus. Rund ein Drittel der Bevölkerung wird dann über 65 Jahre alt sein; derzeit ist es etwa ein Fünftel. Der Anteil der über 80-Jährigen wird sich von 0,9 Millionen auf 2,2 Millionen mehr als verdoppeln. Zugleich wird die NRW-Gesamtbevölkerung um 2,2  Millionen Menschen abnehmen. Und auch Remscheid muss mit einer rückläufigen Bevölkerungsentwicklung rechnen. Im Südbezirk seien schon jetzt mehr als 21 Prozent der Bevölkerung über als 65 Jahre alt bzw. 1.425 Personen älter als 80 (Anteil: sechs Prozent), wusste Daniel Schmidt zu berichten. Als Projektkoordinator wird er ein Büro im Stadtteilzentrum Rosenhügel beziehen und von dort aus die die altengerechte Stadtteilarbeit im gesamten Stadtbezirk Remscheid-Süd koordinieren im Sinne der Anforderungen des Alten- und Pflegegesetzes und in Zusammenarbeit  mit einer Lenkungsgruppe und der Quartierskonferenz. Das bedeutet im Einzelnen:

  • den Aufbau von Prävention und von Versorgungsnetzwerken
  • die Initiierung altengerechter Bau- und Wohnprojekte
  • den Aufbau und die Stärkung von Nachbarschaftshilfen und -initiativen
  • die Initiierung wohnungsnaher Entlastungs- und Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige
  • die Initiierung von Engagement-Möglichkeiten sowie von teilhabeorientierten und gesundheitsfördernden Maßnahmen.

Die sieben Handlungsfelder, für die im Sinne der Projektziele zunächst eine detaillierte Bestandsaufnahme erfolgen soll, sind folgende:

  • Information und Beratung (Ziel: Ausreichende Informationsmöglichkeiten über Angebote im Quartier und Beratung über in Frage kommende Hilfen)
  • Infrastruktur und Mobilität (Ziel: Möglichkeit der bedarfsgerechten Sicherstellung der Versorgung im näheren Umfeld)
  • Alltagshilfen, Unterstützung, Gesundheit, Pflege (Ziel: Schaffung von Strukturen und - präventiven - Angeboten, die bedarfsgerechte Hilfe und Unterstützung sicherstellt)
  • Begegnung und Nachbarschaften, soziale Netzwerke (Ziel: Niederschwellige Möglichkeiten zur Befriedigung des Bedürfnisses nach Begegnung, Kommunikation und Sicherheit)
  • Beteiligung/Vernetzung und bürgerschaftliches Engagement (Ziel: Beteiligung der Bewohner bei der Ausgestaltung ihres Quartieres und Ausbau ehrenamtlicher Netzwerke im Quartier)
  • Wohnen und Wohnumfeld (Ziel: Adäquate Wohnmöglichkeiten und altengerechtes Wohnumfeld im Quartier)
  • Freizeit, Kultur und Bildung (Ziel: Information über und barrierefreier Zugang zu Freizeitangeboten, kulturellen Angeboten und Bildungsangeboten im Quartier)

Auf diese Weise soll der Südbezirk Vorbild werden für die altengerechte Entwicklung in den anderen Remscheider Stadtbezirken. Er sei ausgewählt worden wegen der dort bereits bestehenden vielfältigen Netzwerke und Strukturen, sagte Thomas Neuhaus. Bezirksbürgermeister Stefan Grote wertete dies auch als Zeichen der Anerkennung für die Arbeit des Bürgervereins unter dem Vorsitz von Manfred Saure. Der zeigte sich zuversichtlich: „Der Rosenhügel kommt weiter voran!“ Als jüngstes Beispiel nannte er die neue Kita „Confetti“.

Durch die finanzielle Förderung eines Quartiersmanagers für jeweils ein Quartier je Kreis / kreisfreie Stadt will die Landesregierung die Entwicklung von "altengerechten Quartieren" unter Beachtung kulturspezifischer Belange anstoßen. Das schließt Migrantenwünsche für ein Leben und Wohnen im Alter mit ein. Letzteres begrüßte gestern im Namen Migrantenvereine Salih Temizyürek, Mitglied des städtischen Integrationsrates.

„Bedarfsgerechte Lösungen unter Berücksichtigung der Belange der Bürger“ bedeutet, dass das Land, die Stadt und auch der neue Projektkoordinator Daniel Schmidt von den Menschen im Südbezirk erwarten, dass sie sich selbst den Kopf zerbrechen über ihre Zukunft, d.h. Eigeninitiative entwickeln, statt nur auf Dienstleistungen anderer zu hoffen. Jutta Velte: „Es gilt, die verborgene nachbarschaftliche Solidarität wieder hervor zu kitzeln!“ Daniel Schmidt: „Ich sehe mich als Impulsgeber für viele unterschiedliche Akteure.“ Und als Leistungssportler fügte er hinzu: „Wenn ich dafür keine Chance sehen würde, bräuchte ich erst gar nicht an den Start zu gehen!“

Entwicklungsarbeit im "Quartier Süd" seit 14 Jahren

Stichwort:
„Quartiersentwicklung“
oder:
Was bisher im
"Quartier Süd“
(Südbezirk) geschah.

Langsam aber sicher bessert sich der Ruf des Rosenhügel“, titelte der Waterbölles am 22. August 2007 und blickte zurück auf damals fünf Jahre Stadtteilmanagement auf dem Rosenhügel. Drei Jahre alt war damals das Stadtteilbüro in einem ehemaligen Ladenlokal, geleitet von Marion Heßler (heute: Noisten). Sie ist dort auch heute noch die „gute Seele“ und „Mutter der Kompanie“. Das öffentliche Bild des Rosenhügel habe sich auffällig verändert, berichtete sie im August 2007 im Sozialausschuss und verwies auf mehr als 60 Häuser, deren Fassaden mit öffentlicher Förderung inzwischen freundlicher und farbiger gestaltet worden seien. Zum "sozialen Leben" trage auch der "Kleiderladen" des Kinderschutzbundes bei und der "Seniorentreff" im Stadtteilbüro. jeden zweiten Dienstag im Monat und der Blumenschmuckwettbewerb "Rosenhügel blüht auf", der nun schon ist dritte Jahr gehe.

Am 18. Dezember 2008 dann die Schlagzeile „Hiobsbotschaft: Stadtteilarbeit Rosenhügel vor dem Aus?!“ Gefährdet erschien damals der Betrieb des Stadtteilbüros, weil die Landesregierung beschlossen hatte, im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“, in das der Rosenhügel aufgenommen  worden  war, künftig  nur noch reine Investitionsmaßnahmen zu fördern. Ohne finanzielle Unterstützung schien die Fortführung der Stadtteilarbeit ab Januar 2009 nicht mehr gesichert. Beatrice Schlieper, Fraktionssprecherin der Remscheider Grünen, befürchtete, dann sei „die soziale Stadt Rosenhügel tot“. Doch es kam anders – nicht zuletzt dank der Spendenbereitschaft von Bewohnern  des Stadtteils und den Bemühungen des Bürgervereins Rosenhügel e.V. Eine der bisher zwei Planstellen im Stadtteilbüro ließ sich allerdings nicht halten.

Mit „WohnQuartier4" gut versorgt im Stadtteil Hohenhagen“, wurde im April 2008 auf dem Hohenhagen ein neues Kapitel von Stadtteilmanagement aufgeschlagen. Fortan reiste die Diplom-Sozialarbeiterin Martina Krause (Foto rechts) jeden Werktag von Neuss zur „Esche“ auf der Fichtenhöhe und kümmerte sie sich um das vom NRW- Familienministerium finanziell unterstützte Projekt „WohnQuartier4“ in der Trägerschaft der Evangelischen Alten- und Krankenhilfe Remscheid e.V. und der Evangelischen Johannes-Kirchengemeinde. Aufgabe von „WohnQuartier4“ war die soziale Verbesserung des Hohenhagens mit den vier Projektsäulen Wohnen & Wohnumfeld, Gesundheit & Service und Pflege, Kommunikation & Partizipation sowie Bildung & Kunst und Kultur. Martina Krause sollte, Zitat aus dem Waterbölles, „die im Stadtteil bereits vorhandenen Angebote und Netzwerke unter die Lupe nehmen, um sie anschließend gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern im Sinne einer organisierten Nachbarschaftshilfe weiterzuentwickeln. ‚Kinder, Jugendliche, Familien, Erwachsene speziell Senioren, sollen sich im Stadtteil wohl und zu Hause, sicher und gut versorgt fühlen.‘ So soll der Hohenhagen insbesondere altersgerecht gestalten werden, d.h., den Senioren soll - auch wenn sie auf Unterstützung und Hilfe angewiesen sind - ein selbst bestimmtes und selbständiges Leben im gewohnten Umfeld möglich sein. Entsprechende Angebote sollen, je nach Bedarfslage,  im Stadtteil gemeinsam mit den örtlichen Trägern und den Bewohnern im Rahmen des auf drei Jahre angesetzten Projektes umgesetzt werden.“

In dieser Zeit bildete Martina Krause „als Stadtteilkoordinatorin auf dem Hohenhagen das Bindeglied zwischen den Bewohnern des Stadtteils und den hier tätigen Institutionen und Organisationen, aber auch auf städtischer Ebene. Ihre Aufgabe: Herausfinden, wie Ressourcen gebündelt werden können, um Angebote im Stadtteil zu realisieren, die von den Bürgerinnen und Bürgern bisher vergeblich angefragt werden.“ Und: Möglichst alle Interessen unter einen Hut bekommen und gemeinsam mit allen Beteiligten ergiebige und zukunftsweisende Lösungen zu erarbeiten, zu denen viele beitragen und die alle mittragen können. Dafür wird sie in nächster Zeit viele Fragen stellen müssen. Etwa die nach den persönlichen Wünsche und Bedürfnisse der Anwohner und nach deren Möglichkeiten, aktiv an dem Projekt mitzuwirken. Wobei sie die verschiedenen Bevölkerungsgruppen nicht isoliert voneinander betrachtet; angestrebt wird vielmehr ein Miteinander der verschiedenen Generationen  - und auch Kulturen! Martina Krause: "Wir wollen den Stadtteil attraktiver gestalten - mit Hilfe aller Anwohner!“

Im März  2011 lief das Projekt auf dem Hohenhagen aus, und Martina Krause ging in gleicher Funktion in den Rheinisch-Bergischen Kreis. Es hieß, die begonnene Stadtteilarbeit werde weitergehen. Doch erst im Juni 2012 trat man dem Gedanken näher, aus Quartier hoch 4 einen Nachbarschaftsverein e.V. zu machen. In der Gründungsversammlung am 4. Juli 2012 wurden Stefan Grote und Axel Mersmann gleichberechtigte Vorstandsvorsitzende (ihnen folgte später Manfred Lanzrath). Der überkonfessionelle und überparteiliche Verein soll eng mit der Stadtteilkonferenz kooperieren, in der schon seit 2006 Vertreter der Kirchen, der Stadt Remscheid und der Bezirksvertretung Pläne für den Hohenhagen schmieden. Bis heute taucht der Förderverein WohnQuartier Hohenhagen e.V. in der Öffentlichkeit kaum auf.

Noch Plätze frei montags bei „‘Fit over 50‘

Pressemitteilung des Goldenberger Turnverein 1892 e.V.

Der Montag gehört ab 17 Uhr aktuell zehn fitten Damen, die am Angebot „Fit over 50“ teilnehmen. „‘Fit over 50‘ richtet sich an Damen ab 50 Jahren, die Spaß an Bewegung haben“ erklärt Übungsleiterin Michaela Grotte das Ganzkörpertraining, das unter anderem aus normaler Gymnastik, Bauch-Beine-Po aber auch Rückentraining besteht. „Alle drei Monate gibt es ein Zirkeltraining. Aber auch das gesellige Beisammensitzen ist uns wichtig. So werden Geburtstage immer im vereinseigenen Gesellschaftszimmer gefeiert, und Weihnachten gibt es auch eine kleine Feier. Die Damen würden sich über weitere Teilnehmerinnen sehr freuen“ so Michaela Grotte.

„Fit over 50“ findet jeden Montag in der vereinseigenen Turnhalle, Remscheider Straße 241, in der Zeit von 17 bis 18.30 Uhr statt. Wie immer beim GTV gilt: einfach vorbeikommen, reinschnuppern und dann entscheiden! Mehr zum Angebot findet man auf der Internetseite des Vereins unter www.goldenberger-tv.de, per Mail unter verein@goldenberger-tv.de">verein@goldenberger-tv.de  oder unter Tel. RS 929963 (Anrufbeantworter). FOTO: © Goldenberger Turnverein 1892 e.V.

Im Baubüro Dokumentation zur Zukunftswerkstatt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Wer sich über die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt I informieren möchte, kann ab heute im DOC-Baubüro, Kölner Straße 10, die Planungsskizzen und Bestandspläne besichtigen, die Anfang März Grundlage waren für eine gemeinsame Ideenentwicklung zur Integration des Designer-Outlet-Centers in den Kontext Lennep. Eine ausführliche Dokumentation, in der das Dortmunder Planungsbüro Pesch Partner die Ergebnisse des Abends zusammenfasst, liegt gleichfalls aus. Rückfragen beantworten städtische Experten. An der Zukunftswerkstatt I in der Gemeinschaftsgrundschule Freiherr-vom-Stein hatten am 9. März rund Personen terilgenommen. Ihre Ideen und Vorschlägen werden jetzt in das weitere Planungsverfahren integriert. Hierzu dient auch die Zukunftswerkstatt II am 12. April in der Freiherr-vom-Stein-Schule. „Unser großer Wunsch, gemeinsam mit engagierten Remscheiderinnen und Remscheidern viele gute Ideen für künftige Konzepte zur Integration des DOC in den Kontext Lennep zu erarbeiten, hat sich erfüllt“, so Robin Denstorff, Leiter des Referats für Stadtentwicklung, Bauen und Wirtschaft mit Blick auf die Ergebnisdokumentation der Zukunftswerkstatt I. „In der Zukunftswerkstatt II sollen aus diesen Ideen konkrete und allgemein akzeptierte Lösungen generiert werden!“ Im weiteren Planungsprozess wird es dann darum gehen, passende Maßnahmen auszuarbeiten und zu verfeinern und ein konkretes Handlungsprogramm abzuleiten. Um den gemeinsamen Gesprächen weiter Raum zu geben, bleibt das Baubüro DOC auch über den Monat März hinaus mittwochs von 16 bis 18 Uhr geöffnet.