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Statt eines Festaktes eine unterhaltsame Geburtstagsfeier

Als die Stadtsparkasse Remscheid am 28. April 1841 ihren Geschäftsbetrieb aufnahm, dauerte es fünf Tage, bis das erste Geld in die Kasse floss: Eine Dienstbotin zahlte 30 Taler ein. Und bis zum Ende jenes Jahres hatten insgesamt 16 Remscheider dem neuen Geldinstitut sage und schreibe 976 Taler anvertraut. Das geschah während der Sprechstunden des ersten und einzigen Angestellten in dessen eigener Wohnstube. Zum Vergleich: 175 Jahre später hat die Stadtsparkasse Remscheid 330 Mitarbeiter/innen, betreibt 22 Geschäftsstellen und SB-Standorte und ist mit einer Jahresbilanz von mehr als 1,4 Milliarden Euro und 52.300 Privatgirokonten das größte Kreditinstitut der Stadt. Alles in allem ist es also eine Erfolgsgeschichte, die da gefeiert wurde und noch gefeiert wird. Vorgestern mit großen Torten für die Kunden, gestern mit einem Geburtstagsempfang für rund 100 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur im Schützenhaus und heute (an gleicher Stelle) mit einem „Tanz in den Mai“, dessen Eintrittsgelder einem gemeinnützigen Projekt zugutekommen.

Nein, ein Festakt in üblicher Form war es nicht, der gestern viel Lokalprominenz in den Saal des Schützenhauses lockte. Denn statt der klassischer Musik eines Streicherquartetts gab es dezente digitale Hintergrundmusik und statt wohlgesetzter Reden lockere, unterhaltsame Interviews: Moderator Thorsten Krabitz befragte Sparkassenvorstand Frank Dehnke, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und den IHK-Präsidenten Thomas Mayer. Auch Grußworte – erhoffte und ertragene – fehlten völlig. Dafür sahen die Gäste quasi zur Einstimmung einen kleinen Videofilm, in dem Repräsentanten verschiedener Institutionen der Stadtsparkasse und ihrem Vorstand (Frank Dehnke, Michael Wellershaus und Stellv. Herbert Thelen) ein sehr gutes Zeugnis ausstellten: NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans, Michael Thomas Breuer, Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes,  Kreishandwerksmeister Armin Hoppmann, Dr. Marcus Jankowski, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes von Remscheid und Umgebung e. V., Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Remscheid, Alleecenter-Managerin Kathrin Schubert, Reinhard Ulbrich, Vorsitzender des Sportbundes Remscheid, Joachim Weber, Vorsitzender der SG Hackenberg, Anja Steinhaus-Nafe und  Götz Nafe, die Geschäftsführer des ebenfalls 175 Jahr alten Remscheider Lebensmittelproduzenten Steinhaus GmbH, und Anna Winkels,  Managerin des Kulturzentrums „Klosterkirche“. „Unterstützer des Mittelstandes, des Rückgrats der deutschen Wirtschaft“ und „verlässlicher Partner der Remscheider Unternehmen“ gehörten zu den Lobesworten, die da zu hören waren. Und auch das: „Kompetent und zuverlässig“, „hervorragende Zusammenarbeit“, “treuer Partner von Sport und Kultur“.

Besonders das soziale Engagement der Stadtsparkasse über ihre Stiftung wurde hervorgehoben. So betonte der OB, in Remscheid würde „vieles nicht funktionieren, gäbe es die Stadtsparkasse nicht!“ Diese springe dort ein, wo die finanzschwache Stadt nicht helfen könne. Mast-Weisz: “Wenn ich dann mal wieder anrufe und frage ‚Frank, kannst Du...?‘ kommt gleich die Gegenfrage ‚Wieviel?‘“. Frank Dehnke revanchierte sich mit einer Anekdote aus seinem zweiten Berufsjahr bei der Stadtsparkasse, als seine Karriere noch nicht absehbar war: „Es war 1991, da feierte die Stadtsparkasse im Teo Otto-Theater ihr 159-jähriges Bestehen, und die jungen Angestellten waren die Keller“ – unter den gestrengen  Augen des Vorstandes. Gut, dass Dehnke damals kein Glas vom Tablett gefallen ist...

Apropos Bewirtung. Statt Fingerfood an Stehtischen erwartete die Gäste gestern an festlich gedeckten Tischen ein ebensolches Menü. Dabei kamen als „Amuse-Gueule“ keine kulinarische Kleinigkeiten aus der Küche, sondern vier Varieté-Künstler. Sie verliehen diesem Geburtstagsempfang besonderen Glanz: Jörg Jará zählt zu den gefragtesten Comedy-Bauchrednern in Deutschland. Er baute in seinen Auftritt Frank Dehnke und die Stadtsparkasse ein mit seiner Methusalix-Puppe „Erwin Jensen“ und dem Running-Gag "wollt Ihr Nüsse?" Rasante Rollschuhfahrten auf kleinster Kreisfläche bot das Duo „The FastFat Company“, und der Handstand-Akrobat Robert Choinka gab den machohaften Mechaniker. Ein solches Programm hatte in Remscheid bislang noch keine Geburtstagsfeier zu bieten. Chapeau!

 

Zur Maikundgebung kommt Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht.Pressemitteilung des DGB-Stadtverbandes Remscheid

Zum 1. Mai-Fest 2016 unter dem Motto „ZEIT FÜR MEHR SOLIDARITÄT“ lädt der DGB Stadtverband Remscheid alle Remscheiderinnen und Remscheider herzlichst ein. Mit der Demonstration - der Start ist nicht wie üblich am Hauptbahnhof, sondern am Markt - beginnt das Fest. Dr. Sahra Wagenknecht (Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag) ist in diesem Jahr die Hauptrednerin. Im Anschluss wird ein buntes Familienfest mit kulturellen und musikalischen Darbietungen und für die nicht minder geschätzten Kleinen zu deren Belustigung wieder eine Hüpfburg geboten. (Martin Klück, DGB-Stadtverbandsvorsitzender Remscheid)

Gottesdienst vor der Kundgebung hat Tradition

Auch in diesem Jahr wird es im Vorfeld der Maikundgebung einen "1. Mai-Gottesdienst" geben. Dazu lädt der Arbeitskreis „Gottesdienst für Arbeitnehmer/Innen“ in die evangelische Stadtkirche am Markt ein. Der Gottesdienst beginnt dort um 8.30 Uhr. Die Dialogpredikt halten wie im Vorjahr Hans-Günther Korb und Diakon Heinzpeter Braun - in Anlehnung an das Gewerkschaftsmotto "Zeit für mehr Solidarität - viel erreicht und noch viel vor!" Mitverantwortlich für die Gestaltung des Gottesdienstes zeichnen CDA, EAK, Gewerkschaften und KAB. Die Kollekte geht in diesem Jahr an Diakonie und Caritas für die von ihnen betreuten "unbegleiteten Flüchtlingskinder" in unserer Stadt. Nach Ende des Gottesdienstes beginnt um 10 Uhr vor der Stadtkirche am Markt (Treffen um 9.45 Uhr) der Demonstrationszug zum Theodor-Heuss-Platz, wo nach der Maikundgebung (Beginn: 11 Uhr) wieder ein großes Kulturprogramm geplant ist (ab 12.30 Uhr, bis gegen 17 Uhr). (Uwe Schabla)

April 2006: Der Waterbölles blättert zurück

Im April 2006 war der Ausbau der Fichtenstraße bis auf den rötlichen Asphalt in den Einmündungsbereichen und ein paar Feinarbeiten an den Garageneinfahrten abgeschlossen. Das absolute Halteverbot auf der rechten Straßenseite reichte von der Sedanstraße bis zur Weißenburgstraße. Überall außerhalb der Parkbuchten hatte die Stadt neue Verkehrsschilder aufgestellt, die den Anliegern und ihren motorisierten Besuchern absolutes Halteverbot auferlegten. „Als die Stadt den Anwohnern der Fichtenhöhe die geplante Bebauung der ehemaligen Sportflugplatzes erläuterte, versprach sie ihnen eine verkehrsberuhigte Fichtenstraße, um den Schwerlastverkehr nach Möglichkeit fernzuhalten. Künftig können sich die Omnibusse der Stadtwerke und die Lastwagen, die über die Fichtenstraße gerne die Abkürzung vom Neuenhaus zur Haddenbach nehmen, auf der Straße begegnen, ohne durch abgestellte Wagen auf der Fahrbahn behindert zu werden. Vorfahrt für den Verkehr!“, schrieb der Waterbölles damals. Auf der ganzen Strecke war die angeordnete Höchstgeschwindigkeit 30 km/h. „Was machen zum Beispiel die Pflegedienste? Sie sind meist abends unterwegs, um Senioren zu betreuen. Abends aber sind die Parkbuchten meist besetzt“, gab der Waterbölles zu bedenken. De Stadt hatte später ein Einsehen und beschränkte das Halteverbot bis 16 Uhr.

Die Ahnung von Peter Maar, Vorsitzender des Lüttringhauser Heimatbundes und erklärter Gegner des Gewerbegebietes „Blume“, schien sich vor zehn Jahren zu bewahrheiten: Kennepohl darf Bebauungsplan zur "Blume" ausweiten. Der Bauausschuss beschloss das damals mit der Mehrheit von CDU, FDP und W.I.R. bei Enthaltung der SPD und Nein-Stimmen der Grünen. Und im Gespräch war die Firma Faiveley Transport, damals noch an der Ecke Papenberger Straße/Weststraße ansässig. Allerdings hatte die Firma ihre Fühler damals schon nach Witten ausgestreckt. Dass die Abwanderungspläne von Faiveley erst bekannt geworden seien, nachdem das Unternehmen im Ruhrgebiet seine Standortsuche gestartet hatte, lasse auf Defizite bei der Bestandspflege der heimisachen Wirtschaftsförderer schließen, kommentierte damals der Waterbölles.

Auf ihrer damaligen Internetseite zum Hauptbahnhof-Projekt schrieb die Stadt Remscheid noch im April 2006: „Mit dem angedachten Designer Outlet Center  muss eine offensive Werbung für die Angebotsqualität und -vielfalt des Remscheider Einzelhandels inkl. Lennep einhergehen; dies kann auch in ein Informations- und Servicebüro zum Tourismus des Bergischen Landes insgesamt integriert werden (touristisches Marketingkonzept).“ Damit war nicht das aktuelle DOC-Projekt gemeint, sondern ein DOC auf dem Bahngelände. Die inzwischen aufgelöste Projektgesellschaft dazu vor zehn Jahren: „Zur Frage der einzelhandelsverträglichen Ansiedlung eines Designer Outlet Centers im Gesamtareal wurde im Vorfeld ein Gutachten in Auftrag gegeben und erstellt - erste Planstudien für das Center liegen bereits vor.“ Pfeifen im Walde, wie sich allerdings schon drei Jahre früher gezeigt hatte.

Von einem „Modellprojekt der nachhaltigen Gewerbeflächenentwicklung“ sprach vor zehn Jahren der damalige Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein. Auf den Brachflächen an der „Trasse des Werkzeugs“ konnte er sich eine Mischung aus Gewerbebetrieben und Wohnhäusern vorstellen.

Im früheren Textilhaus Vogel wurden die Schaufenster im April 2006 zu einer Galerie für Remscheider Künstler. Das brachte zwar keine müde Steuer-Mark mehr in den Stadtsäckel, täuscht aber auf den ersten Blick darüber hinweg, dass der Eigentümer des Gebäudes, die Allianz Immobilien GmbH aus Düsseldorf, noch keinen neuen Mieter für das 900 Quadratmeter große Ladenlokal gefunden hatte. Das Geschäftshaus galt lange Jahre als „erste Lage“ an der Alleestraße. Schnee von gestern. Und die Zahl der Leerstände wächst weiter.

Mit Kabarett, Satire und Karikaturen ist das so eine Sache – da scheiden sich die Geister. Auf die Frage, was Satire dürfe, hat Kurt Tucholsky einmal mit einem rigorosen „Alles!“ geantwortet. Und das sollte dann wohl auch für die Karikatur zum Thema „Ämterhaus“ gelten, die die Remscheider Wählergemeinschaft W.I.R. vor zehn Jahren auf ihrer Internetseite veröffentlichte. Sie zeigte (als Grafitti-Zeichnungen) Oberbürgermeisterin Beate Wilding, Stadtkämmerer Jürgen Müller und Gebäudemanager Thomas Judt als Schweine. Und darüber prangte ein „Draufkloppen“. Sicherlich kein Beweis für guten Geschmack. Und die Schelte folgte bald. In der Ratssitzung im April 2006 sprach OB Beate Wilding von „widerwärtig“ und wurde dafür von CDU, SPD und FDP mit großem Beifall belohnt. Die Reaktion der W.I.R. auf Ihrer Internetseite: vier statt drei Schweinchen namens Wieland Gühne, Waltraud Bodenstedt, Roland Kirchner und Angelika Heinzel (die vier damaligen W.I.R.-Ratsmitglieder; heute sind’s nur noch zwei). Und aus dem „Draufkloppen“ wurde ein „Wir entschuldigen uns.“

Vor nunmehr 20 Jahren ging die Brüder Mannesmann AG an die Börse. Das Handelshaus hat mit dem früheren Weltkonzern Mannesmann AG (abgesehen von familiären Beziehungen) nichts zu tun. Damals kündigte die Werkzeug- und Armaturenbaufirma an, die knapp 30 Millionen Mark aus der Aktienemission für die Erschließung neuer Absatzmöglichkeiten in Osteuropa nutzen zu wollen. Doch es kam anders. „Von Dividende ist bei der Gebr. Mannesmann AG selten die Rede“, schrieb der Waterbölles im April 2006, da lag der Aktienkurs bei 2,15 Euro. Heute steht er bei 0,85 Cent, Tendenz leicht steigend.

Was wird aus dem alten Mannesmann-Denkmal?“, fragte der Waterbölles vor zehn Jahren, und darüber rätselten damals auch die Mitglieder der Bezirksvertretung Süd. Es ging um das alte „Maschinen-Denkmal“ neben dem Casino-Gebäude von Mannesmann, das damals neuen AWO-Altenheim an der Ecke Burger Straße / Bliedinghauser Straße Platz machen sollte. Seltsam, das Thema tauchte klein zweites Mal im Waterbölles auf. Wer weiß mehr?

Zuwanderung: Gegen Atmosphäre der Angst

von l.i. n. re.  Sandra Engelberg, Direktorin des Caritasverband Remscheid e. V., Prof. Dr. Borwin Bandelow, Bettina Vollmer, Projektmitarbeiterin vielfalt. viel wert.Pressemitteilung des Caritas-Verbandes Remscheid

Im Mai 2013 gab der Diözesan-Caritas-Verband Köln für das Erzbistum Köln den Startschuss für sein Vernetzungs- und Kulturprojekt „vielfalt. viel wert“ in fünf angeschlossenen regionalen Caritasverbänden, darunter Remscheid. Inzwischen beteiligen sich daran acht lokale Caritasverbände im Rahmen ihrer Integrations- und Migrationsarbeit. In Köln wurden jetzt die bisherigen Aktivitäten und Wirkungen vorgestellt. Prof. Dr. Borwin Bandelow, einer der bekanntesten Angstforscher Deutschlands, sprach dabei zum Thema „Die Antwort auf Fremdenangst ist Begegnung“. Er machte deutlich, dass der Ansatz der Kampagne „vielfalt. viel wert.“  auch aus wissenschaftlicher Sicht richtig ist. Gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern hat die Caritas in Remscheid schon an unterschiedlichen Standorten für Begegnungsmöglichkeiten gesorgt und tut dies weiterhin. Am kommenden Dienstag, 3. Mai, um 18 Uhr kommt der gambisch-deutsche Erzähler Tormenta Jobarteh im Rahmen des Internationalen Erzählfestivals in den Lotsenpunkt an der Kölner Straße 3 in Lennep. Der monatlich stattfindende Workshop „Kochkunst“ wurde aufgrund des Streiks im öffentlichen Nahverkehr auf den kommen Mittwoch, 4. Mai verschoben. Nähere Informationen unter www.vielfalt-remscheid.de

März etwas trockener als im Durchschnitt

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Nach dem nassen Januar und Februar 2016 war der März etwas trockener als der Durchschnitt. Dies zeigt die Auswertung des Wupperverbandes. So lag beispielsweise die Messstelle Bever-Talsperre in Hückeswagen mit rund 92 Litern pro Quadratmetern unter dem Mittel von 99 Litern. Nur die Messstelle in der Kläranlage Buchenhofen in Wuppertal lag mit ebenfalls rund 92 Litern pro Quadratmeter etwas über dem dortigen Durchschnitt von 84 Litern. In der Mitte des Monats gab es vom 8.3. bis einschließlich 17.3. zehn Trockentage. Auch der 19. und 23.3. waren regenfrei.  An der Großen Dhünn-Talsperre lag der Niederschlag mit 77 Litern um zwölf Liter unter dem Durchschnitt von 89 Litern. In Solingen-Burg fielen an der Messstelle im Klärwerk Burg mit 95 Litern im März etwa 14 Liter weniger Regen als im Mittel von 109 Litern. Am meisten Regen im gesamten Monat fiel an der Bever-Talsperre am 28.03., hier wurden 14,1 Liter gemessen. An der Messstelle in Solingen-Burg war der 5.3. der nasseste Tag des Monats mit 15 Litern Regen pro Quadratmeter.

Auf dem Ausbildungsmarkt ist noch vieles möglich

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

  • 2.603 gemeldete Ausbildungsstellen, 148 mehr als vor einem Jahr
  • 4.003 gemeldete Bewerber, zwei mehr als vor einem Jahr
  • 2.088 unversorgte Bewerber, 33 mehr als vor einem Jahr
  • 1.566 Ausbildungsstellen waren Ende April noch frei, 151 mehr als vor einem Jahr

„Auf dem Ausbildungsmarkt ist noch vieles möglich. Wir haben noch gute Bewerberinnen und Bewerber, die noch für dieses Jahr eine Ausbildungsstelle suchen, daher freuen wir uns über Unternehmen, die sich auch jetzt noch entscheiden, auszubilden oder eine zusätzliche Ausbildungsstelle anzubieten. Denn die Nachfrage nach Ausbildungsstellen übersteigt das Angebot“, so Johannes Vogel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Unternehmen aus dem Bergischen Land meldeten bis April und damit in den ersten sieben Monaten des aktuellen Ausbildungsjahrs, das im Oktober 2015 begann und bis Ende September 2016 verläuft, insgesamt 2.603 Ausbildungsstellen beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal (davon in Remscheid 513). Das waren in den drei Städten148 (sechs Prozent) betriebliche Ausbildungsstellen mehr als vor einem Jahr. Dem stehen insgesamt 4.003 Bewerberinnen und Bewerber gegenüber, zwei mehr als im Vorjahreszeitraum. Rein rechnerisch kommen damit im Bergischen Städtedreieck 100 Bewerbern 65 Ausbildungsplätze (in Remscheid 81).

1.566 Ausbildungsstellen sind im April noch frei (250 in Remscheid). Aktuell sind insgesamt noch 2.088 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Ihnen rät Johannes Vogel dringend, Alternativen in Erwägung zu ziehen und sich beraten zu lassen. Die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal bietet Jugendlichen in allen drei Städten vor Ort ihre Berufsberatung an. Die nächste offene Sprechstunde der Berufsberatung findet am Donnerstag, 12. Mai, von 15 bis 17 Uhr bei der Berufsberatung in Remscheid, Solingen und Wuppertal statt. Darüber hinaus können Jugendliche einen Termin für das Beratungsgespräch telefonisch über die kostenfreie Servicenummer 0800 4 5555 00 vereinbaren.

Betriebe, die noch einen Azubi suchen, sollten ihre freie Ausbildungsstelle der Agentur für Arbeit melden, um noch einen geeigneten Auszubildenden oder eine geeignete Auszubildende zu finden. Arbeitgeber erreichen die Ausbildungsvermittlung unter der Rufnummer ihres bekannten Ansprechpartners im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit oder unter der gebührenfreien Hotline 0800 4 5555 20. (Claudia John)

175 Jahre Stadtsparkasse mit großem Tortenanschnitt

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Gestern war es soweit – die Stadtsparkasse Remscheid feierte ihr 175-jähriges Bestehen. Und das ab 11 Uhr nicht nur in der Hauptgeschäftsstelle auf der Alleestraße (Foto), sondern auch in den fünf Geschäftsstellen Lennep, Lüttringhausen, Hasten, Handweiser und Vieringhausen. „Was wäre ein Geburtstag ohne eine entsprechende Torte!“, freute sich der Vorstandsvorsitzende Frank Dehnke. „Unseren Erfolg verdanken wir den Menschen vor Ort, die uns vertrauen. Wir stehen zum Standort Remscheid und sind der wichtigste Partner in allen Finanzfragen für Privatkunden, Handwerk, Mittelstand und Wirtschaft. Die Menschen in Remscheid und Generationen von Kunden, Mitarbeitern und Partnern haben in 175 Jahren die Stadtsparkasse zu dem gemacht, was sie heute ist - ein verlässlicher Partner."

Pro Deutschland kam diesmal nicht zum Zuge

OB beanstandet Neuwahl des Verwaltungsrats“, überschrieb der Waterbölles am 11. April die Pressemitteilung der Stadt, dass Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz die Neuwahl des Verwaltungsrates der Stadtsparkasse in der Ratssitzung am 7. April wegen eines Formfehlers beanstandet habe. Konkret: Das Sparkassengesetz Nordrhein-Westfalen verlangt separate Wahlgänge für die Mitglieder des Verwaltungsrates einerseits und deren Stellvertreter andererseits. Tatsächlich waren diese aber in einem gemeinsamen Wahlgang gewählt worden.

Ein Formfehler, der den etablierten Parteien nicht ungelegen kam, hatten doch eine Enthaltung und zwei Nein-Stimmen für die gemeinsame Liste von CDU, SPD, Grünen, FDP, W.i.R. und Linken dafür gesorgt, dass sich das Ratsmitglied Andre Hüsgen von der Wahlliste der rechtspopulistischen Partei Pro Deutschland (früher Pro NRW) über einen gut dotierten Platz im Verwaltungsrat glaubte freuen zu können. Und nach der Wahl war das Rätselraten groß, wer da wohl aus welchen Gründen quergeschossen hatte.

Über die Wahlbeanstandung des OB entschied der Rat in seiner gestrigen Sitzung mit großer Mehrheit zustimmend. Anschließend wurde neu gewählt, auch diesmal wieder geheim in einer dafür aufgestellten Wahlkabine (auf dem Foto im Hintergrund). Bei der Wahl der sachkundigen Mitglieder in den Verwaltungsrat entfielen (bei einer Enthaltung) auf die Liste von Pro Deutschland zwei Stimmen, auf die der übrigen Ratsfraktionen und -gruppen 50. Bei der anschließenden Wahl der stellvertretenden Verwaltungsratsmitglieder war das Ergebnis noch eindeutiger: Keine Enthaltung, zwei Stimmen für Pro Deutschland, 51 für die Liste der  übrigen Ratsfraktionen und -gruppen. Deren Wahlvorschlag habe damit, wie der Oberbürgermeister feststellte, „in Gänze gegriffen“, will heißen: Die beiden Ratsmitglieder von Pro Deutschland, Andre Hüsgen und Thorsten Michael Pohl, kamen nicht zum Zuge, weder als ordentliches, noch als stellvertretendes Verwaltungsratsmitglied.

Die beste Nachricht aus der Ratssitzung: Kino klappt!!

Wenn das keine gute Nachricht ist: Remscheid bekommt sein Kino. Das gab Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in der heutigen Ratssitzung bekannt und zeigte erste Planskizzen. Die lange Zeit der Ungewissheit (seit der Kommunalwahl 2014) ist damit zu Ende. Das Kino soll am Remscheider Hauptbahnhof entstehen, dort, wo sich heute der "Bahnhofsgarten" befindet.

Einst gab es in Groß-Remscheid zehn ‚Lichtspieltheater‘“, titelte der Waterbölles am 28. Mai 2014. Die Hoffnung auf ein neues Kino in Remscheid, das erste und einzige nach etlichen Jahren, hatten im Kommunalwahlkampf die beiden Oberbürgermeisterkandidaten Jochen Siegfried (CDU) und Burkhard Mast-Weisz (SPD)geweckt. Und um ehrlich zu sein: Der Waterbölles gehörte damals zu den Zweifler, als er auf einem Foto (unten links) schon Jochen Siegfried mit Popcorn in der ersten Reihe sitzen sah.

Das wandelte sich mit der Zeit. Zwar wurden die Kino-Pläne später, als der neue OB Mast-Weisz es sich erhofft hatte, handfest. Aber: Gut Ding will eben Weile haben. Und heute war es endlich soweit: „In den nächsten Tagen werden wir den Notarvertrag unterschreiben“, verkündete Stadtplaner Robin Denstorff den erfreuten Ratsmitgliedern und Zuhörern im Saal. Zwischen Nord- und Südsteg soll das neue Multiplex-Kino auf dem 2.000 Quadratmeter großen Gelände des jetzigen „Bahnhofsgartens“ entstehen, angrenzend an den Bahnhofsvorplatz. Zusammen mit dem Geschäftshaus gegenüber werde das Ensemble eine „prägnante Achse Richtung Innenstadt“ bilden, „städtebaulich durchaus ansprechend“, da beide Gebäude dann gleich hoch sein würden, so der Stadtplaner.

Ein fensterloser Funktionsbau sei nicht unbedingt eine Schönheit, da wäre ein Dach zwischen beiden Gebäuden wünschenswert, goss David Schichel (Grüne) ein wenig Wasser in den Wein, hakte aber nicht nach, nachdem Denstorff den Realisten gegeben hatte: Das eine sei statisch schwierig, und finanziell sei ein solches Dach „außerhalb des vom Investor gesteckten Rahmens“. Lob kam von Jürgen Kucharczyk (SPD). Ihm erschien der Neubau auf dem dreieckigen, nicht einfach zu bebauenden Grundstück „gut gelöst“. Und auch Parteifreund und Architekt York Edelhoff war angetan, gab als Anregung allerdings noch ein kleines Vordach über dem Eingang mit auf den Weg – „für die Raucher!“

Die Unternehmensgruppe Kropp, Willi und Oliver Kropp, mit Sitz im hessischen Fulda wird für Deutschlands größten Kinobetreiber, die CineStar-Gruppe, das neue Multiplex-Kino errichten. Sechs Kino-Säle in unterschiedlicher Größe sind geplant, der größte mit 397 Sitzplätzen. Insgesamt werden es 1301 sein, wie Denstorff berichtete. Vom Haupteingang aus werden die beiden mittleren Säle von  oben, d. h. über die hinteren Ränge, zu betreten sein (mit der Leinwand weiter unten im Saal), die beiden größeren Säle im Obergeschoss von unten, d. h. über die vorderen Ränge rechts und links von der Leinwand.

Investor und Betreiber seien zuversichtlich, den ersten Film schon vor Weihnachten 2017 zeigen zu können, sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Ein sehr ambitionierter Zeitplan! – Und für Remscheid ein gutes Zeichen für Aufbruchstimmung!“