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Neues Berufskolleg kommt zum Hauptbahnhof

Das Gerücht erhärtete sich in den vergangenen Tagen. Richtig offiziell ist die Nachricht aber erst seit einer dreiviertel Stunde. Da ging im Rathaus eine Pressekonferenz zu Ende, auf der Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz es verkündete: Das neue Berufskolleg Wirtschaft & Verwaltung, derzeit an der Stuttgarter Straße in vieler Hinsicht unzureichend untergebracht, soll am Hauptbahnhof Remscheid einen ca. 20 Millionen Euro teuren Neubau bekommen, einzugsfertig voraussichtlich Anfang 2020. Das hat die Verwaltung der Politik in einer mehr als 60 Seiten umfassenden Vorlage vorgeschlagen, die seit heute im digitalen Ratsinformationssystem der Stadt nachzulesen ist. Das neue Berufskolleg wird damit die größte städtische Investition seit 25 Jahren (Sophie-Scholl-Gesamtschule) sein.

Lange Zeit hatten der OB, Schuldezernent Thomas Neuhaus, Stadtplaner Robin Denstorff, Teile der Politik und auch die Schulleitung den Neubau auf dem Grundstück von vorm. SinnLeffers an der Alleestraße präferiert. Aus städtebaulichen Gründen! Doch das hätte zusätzliche Baukosten von vier Millionen Euro mit sich gebracht, wie ein Gutachter errechnete. Dieser hatte die drei möglichen Standorte (dazu gehörte auch der Schulkomplex an der Neuenkamper Straße) auf Wirtschaftlichkeit, Multifunktionalität, Erreichbarkeit und Städtebau (Belebung der Innenstadt“ hin überprüft und sich klar für das brachliegende städtische Grundstück am Bahnhof („Baufeld 6“) ausgesprochen.

„Unter städtebaulichen Aspekten wäre der Schulstandort an der Alleestraße der beste gewesen“, betonte in der Pressekonferenz der OB. Doch dieser Vorschlag habe sich nicht halten lassen. Sein Dank galt „allen, die den bisherigen Planungsprozess begleitet haben“. Gestern habe er die Vorsitzenden der Fraktionen und Gruppen, die schulpolitischen Sprecher und den Vorsitzenden des Schulausschusses von der neuen Entwicklung unterrichtet. Einen Beschlussentwurf des Rates zu Gunsten des Baufeldes 6 erhofft sich der OB in der Sitzung am 24. November.

Zustimmung hat bereits die SPD-Fraktion signalisiert. In einer Pressemitteilung heißt es: „Die vorlegten Zahlen sind plausibel und nachvollziehbar. Daher war für uns klar, dass wir das von uns eingeforderte Gutachten auch respektieren werden.“ Mit den städtischen Geldern müsse sparsam umgegangen werden. Durch einen zu teuren Neubau des Berufskollegs hätten andere Schulen das Nachsehen gehabt.  

Auf Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses am 17. Dezember 2015 war es zu dem Vergleich der drei potenziellen Schulstandorte durch die DKC Kommunikationsberatung GmbH in Düsseldorf gekommen, die die Stadt Remscheid zuvor schon wegen des geplanten Rathausneubau unter Vertrag genommen hatte. Burkhard Mast-Weisz heute: „Die Idee, durch einen Schulneubau die Alleestraße zu beleben, war bestechend. Aber es war klar, dass das Ergebnis der Untersuchung den Ausschlag geben musste!“ Und damit kann auch Schuldezernent Thomas Neuhaus leben. Hauptsache, die Schule zieht weg von der Stuttgarter Straße. Die Schulleitung habe die drei Standorte – unabhängig von der DKC – mit ihren pädagogischen Raumprogramm abgeglichen und sich ebenfalls für das Baufeld 6“ ausgesprochen, berichtete Jörg Biermann, Fachdienstleiter Schule + Bildung. Stadtplaner Robin Denstorff zum neuen Standort: „Auch der Neubau am Hauptbahnhof ist ein Beitrag zur städtebaulichen Entwicklung, zumal die Qualifizierungsmaßnahme ‚Nordsteg‘ im beschlossenen Programm zur Revitalisierung der Innenstadt enthalten ist!“

Stadtkämmerer Sven Wiertz hat das Projekt in den Entwurf des Investitionsplans für 2017 eingebracht, der vom Rat ebenfalls noch beschlossen werden muss. „17,5 Millionen Euro für 2017 sind die Anstoßfinanzierung!“ Sobald der Rat der Stadt im November grünes Licht gegeben hat – und damit ist zu rechnen –, wird es Aufgabe von Thomas Judt, Chef des städtischen Gebäudemanagements, und seiner Mitarbeiter/innen sein, eine europaweite Ausschreibung vorzubereiten. Sie soll in einem stufenartigen Verfahren erfolgen, in dem die beteiligten Anbieter mit einer Vergütung ihrer Entwürfe werden rechnen können. Mit einer Ausnahme: Der Architekt/Generalunternehmer, der schließlich den Auftrag bekommt. Mit diesem rechnet Judt frühestens Ende nächsten Jahres. Für den Architekten dürfte das Grundstück eine Herausfordferung sein; es gilt als "schmales Hansdtuch".

Den Eigentümer des Modehaus-Grundstücks an der Alleestraße habe er heute angerufen, berichtete Denstorff auf der Pressekonferenz, und ihm das Ergebnis des Gutachtens mitgeteilt. Für das leerstehende Gebäude gebe es weiterhin drei Alternativen: Eine komplette Einzelhandelsnutzung, eine Aufteilung in Einzelhandel in Parterre und Dienstleistung in den Obergeschossen und eine Aufteilung in Einzelhandel und Wohnungen. Denstorff: „Wir werden hier im Gespräch bleiben!“ In der Innenstadt habe die Stadt Remscheid bei jederlei Grundstücksgeschäften ein Vorkaufsrecht. Das sei aber nicht als Hindernis zu verstehen. Die Idee eines Vollsortimenters an dieser Stelle ist nach wie vor verfolgenswert!“

Nicht ausgeschlossen, dass die DKC Kommunikationsberatung GmbH mit einem weiteren Auftrag der Stadt Remscheid rechnen kann. Denn auch der Bau einer neuen Dreifachturnhalle in der Innenstadt steht an. Dazu Oberbürgermeister Mast-Weisz in der Pressekonferenz: „Hierüber gibt es aber noch keine Entscheidung!“ Wer auch immer sich dieser Planung annehmen werden wird, er wird den „Ersatz der entfallenden Sportnutzungsflächen am Altstandort Stuttgarter Straße 13“ (Vorlagentext) berücksichtigen müssen. Ob auch dieses städtische Grundstück für eine Dreifachturnhalle in Frage käme, wollte der Waterbölles von Thomas Judt wissen. Klarte Antwort: „Nein!“ Was aus dem Gelände dann wird, steht noch nicht fest.

Ein SPD-Kandidat weniger zur Bundestagswahl 2017

Vor einigen Wochen bekamen die Remscheider SPD-Mitglieder eine Bewerberbroschüre für die Bundestagskandidatur im Wahlkreis 103 (Solingen – Remscheid – Wuppertal II) zugesandt. Zugleich kündigte der Unterbezirksvorstand Mitgliederbefragung an. Dadurch sollte jedes Mitglied in Remscheid ab 1. September einen der fünf in der Broschüre vorgestellten Kandidaten präferieren können. Das Ergebnis der Mitgliederbefragung war als Empfehlung für die Remscheider Delegierten bei der Wahlkreisdelegiertenkonferenz am 29. September gedacht, auf der der Kandidat für den heimischen Wahlkreis offiziell gewählt wird. Doch einer der Kandidaten, Einer der Kandidaten – Markus Preuß aus dem Ortsverein SüdBurg in Solingen – hat seine Kandidatur gestern zurückgezogen. Dadurch ist der beschlossene Ablauf der Mitgliederbefragung hinfällig geworden. Im Klartext: Die Mitgliederbefragung wird nicht am 01.09. beginnen. Der Vorstand des SPD-Unterbezirks Remscheid hat vielmehr entschieden, mit dem Beginn der Mitgliederbefragung bis zum UB-Parteitag der Solinger SPD am 7. September zu warten, weil gegebenenfalls noch weitere Bewerber ihre Kandidatur zurückziehen könnten.

Das Erfolgmodell der offene Kinder- und Jugendarbeit in RS

(kai) Einen Blick zurück auf 25 erfolgreiche Jahre der Remscheider „Arbeitsgemeinschaft offene Kinder- und Jugendarbeit Remscheid“ (AGOT) warfen gestern auf einer Pressekonferenz in der Gelben Villa Mitglieder des AGOT-Sprecherrates zusammen mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Und sie waren sich einig: Was die AGOT in diesen 25 Jahren jungen Menschen in Remscheid in den angeschlossenen Einrichtungen offene Kinder- und Jugendarbeit zu bieten hatte, war

  • vielfältig, bunt und fröhlich,
  • wichtig, lehrreich und hilfreich
  • nachhaltig, politisch und stark
  • kooperativ, kommunikativ und vernetzend.

Die vielfältige Angeboten und Leistungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit bot – und bietet - jungen Menschen Unterstützung und Begleitung in einer sensiblen und prägenden Lebensphase an. Damit nimmt sie eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe wahr. Durch Förderung von Bildungsprozessen und Vermittlung von Lebenskompetenzen begleitet und fördert sie Kinder und Jugendliche auf dem Weg zu Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Mündigkeit. Das ermöglicht Integration und Partizipation am Gemeinwesen. Gerade weil die Teilnahme an der offenen Kinder- und Jugendarbeit freiwillig ist, müssen die Angebote attraktiv und bedarfsgerecht sein. Mit einer grundsätzlich akzeptierenden Haltung, die den Kindern und Jugendlichen auch eine zweite und dritte Chance einräumt, können die Mitarbeiter/innen Beziehungen zu den jungen Menschen aufbauen und ihr Vertrauen gewinnen – zuhörend und nicht verurteilend, gleichzeitig klar und konsequent.

Waterbölles-Serie
25 Jahre AGOT
Teil I

von Marie-Therese Frommenkord (Jugendhilfeplanung der Stadt Remscheid)

Junge Menschen wachsen mit digitale Medien auf. Diese sind prägend wie nie zuvor. Auf immer neuen Geräten und mit immer neuen Inhalten und Interaktionsmöglichkeiten sind sie allgegenwärtig und ständig verfügbar. Damit sind Chancen und Herausforderungen verbunden. Medienpädagoginnen und Medienpädagogen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit halten Angebote zur Medienkompetenzvermittlung für Kinder und Jugendliche vor, aber auch für Eltern und Fachkräfte aus anderen Bereichen der Jugendhilfe sowie von Schulen und anderen Kooperationspartnern. Medienkompetenz zu erwerben heißt insbesondere für Kinder und Jugendliche, Chancen und Möglichkeiten nutzen zu lernen, aber auch Gefahren und Risiken einschätzen und möglichst vermeiden zu können.

Diese Verantwortung übernehmen die Einrichtungen der AGOT nicht erst seit der Gründung der AGOT, aber seither gerne auch in Kooperation und gegenseitiger kollegialer Unterstützung. Die Arbeitsgemeinschaft hat die Entwicklung vom Amiga und Commodore C64 bis zum Smartphone begleitet, Videofilme bereits mit VHS-Cassetten gedreht und Fotos im Fotolabor entwickelt. Vielleicht erinnern sich einige auch noch an die  Eröffnung des Jugend- und InternetCafé RIC am Markt (Foto links) im Jahre 2000. (Der Oberbürgermeister bedauerte die Anfang 2011 aus finanziellen Gründen erforderliche Schließung gestern ausdrücklich.)

Jugendkultur

- Jugendkulturarbeit ist eine spezifische Ausprägung der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Die Angebote der Jugendarbeit werden durch künstlerisch-gestalterische Angebote attraktiver und jugendkulturelle Szenen erhalten einen Raum sowie gezielte Förderung.

- Jugendkulturarbeit knüpft mit ihrem Bildungsverständnis an den Ressourcen der jungen Menschen, ihren Interessen, Fähigkeiten und ihrer Kreativität an und bietet selbstorganisiertes Handeln und Lernen in Gruppen Gleichaltriger.

- Jugendkulturarbeit ist gekennzeichnet von Offenheit, so dass die Jugendlichen weitestgehend selbst entscheiden können, welche Musik sie spielen wollen, ob und an welchem kunstpädagogischen Workshop sie teilnehmen oder welches Theaterprojekt sie erarbeiten wollen.

- Jugendkulturarbeit bedeutet Bildung zur kulturellen Teilhabe, auch und besonders im Hinblick auf die Integration Jugendlicher unterschiedlicher sozialer, ethnischer, kultureller und religiöser Herkunft. Sie ermöglicht damit u.a. eine Perspektive für innovative interkulturelle bzw. transkulturelle Jugendkulturprojekte. Die AGOT hat in Remscheid eigene Formate der Jugendkulturarbeit mit Erfolg entwickelt:

  • 1991 1. Spielemarkt
  • 1998 1. AGOT-Party auf dem Rathaus-Platz u.a. mit "Fred Kellner und die famosen Soulsisters" (mit Anke Engelke)
  • 2004 1. Bergisches Jugendkulturfestival (zeitgleich an den Bahnhöfen der drei Bergischen Großstädte)
  • 2005 2. Bergisches Jugendkulturfestival (zeitgleich an den Bahnhöfen der drei Bergischen Großstädte)
  • 2006 3. Bergisches Jugendkulturfestival (zeitgleich an den Bahnhöfen der drei Bergischen Großstädte)
  • 2010 Bergisches Jugendkultur-Festival in Remscheid 2011
  • 2011 JugendKulTour 1 (in der Innenstadt)
  • 2012 JugendKulTour 2 (in Lennep)
  • 2013 JugendKulTour 3 (in Lüttringhausen)

(Die AGOT ist die Arbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit in Remscheid gemäß § 78 SGB VIII. Bereits seit 1991 arbeiten die Träger, die in diesem Arbeitsfeld tätig sind, in dem Gremium zusammen. Jeder Träger hat sein eigenes Konzept und sein eigenes Angebot. Das bringt insgesamt eine ansprechende Vielfalt an Angeboten und Möglichkeiten, aus denen die jungen Menschen in Remscheid auswählen können. Zitat: "Mit unserer Arbeit wollen wir zu einer guten Lebensqualität für Kinder, Jugendliche und Familien in Remscheid beitragen, so dass sie sich hier wohl fühlen.")

Zeitgleich Wohnungsbrand und Verkehrsunfall

Gegen 1Uhr heute Nacht alarmierten Bewohner des Wohnhauses Palmstraße 3 die Feuerwehr über einen sich entwickelnden Brand in ihrem Hause. Da nicht klar war, ob sich noch Personen in der betroffenen Wohnung befinden würden, rückte sowohl die Berufsfeuerwehr, der Rettungsdienst sowie die Freiwillige Feuerwehr Hasten aus. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf einen ausgedehnten Zimmerbrand in einer Erdgeschosswohnung. Es wurde sofort ein Trupp zur Menschenrettung unter schwerem Atemschutz mit einem Hohlstrahlrohr im Innenangriff eingesetzt. Glücklicherweise wurde keine Person mehr in der Wohnung aufgefunden, so dass rasch mit der Brandbekämpfung begonnen werden konnte. Der Brand war dann auch recht schnell unter Kontrolle und gelöscht. Das gesamte Wohngebäude wurde maschinell entraucht und die angrenzenden Wohnungen auf Brandrauch hin kontrolliert. Da diese rauchfrei waren, konnten die Bewohner nach Beendigung des Einsatzes diese wieder aufsuchen. Die eigentliche Brandwohnung ist nicht mehr bewohnbar. Die Polizei ermittelt nun die Brandursache.

Fast zeitgleich wurde um 1:09 Uhr ein Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn A1 in Fahrtrichtung Köln in der Ausfahrt Blume gemeldet. Dort hatte sich ein Pkw überschlagen und lag auf der Seite. Hier war eine Person im Fahrzeug eingeschlossen. Nach dem Meldemuster wurden ein Führungsdienst, ein Rüstwagen sowie die Freiwilligen Feuerwehren Lennep und Lüttringhausen sowie der Rettungsdienst eingesetzt. Vor Ort konnte die Person von der eintreffenden Polizei befreit werden. Diese wurde dann dem Rettungsdienst übergeben und ins SANA-Klinikum gebracht. Die Feuerwehr stellte das Fahrzeug mit Hebekissen wieder auf die Räder, klemmte die Batterien ab und streute auslaufende Betriebsstoffe ab. Nach den Feuerwehrarbeiten ermittelt nun die Polizei den genauen Unfallhergang. (aus dem Bericht der Feuerwehr)

Zum dritten Mal Jugendpreis für soziales Engagement

„Stark! Ausgezeichnet! Jugend engagiert in Remscheid!“, titelte der Waterbölles  im November 2011. Erstmals hatte das „Lokale Bündnis für Familie“ damals unter diesem Motto junge Bürger/innen dieser Stadt zwischen 14 und 24 Jahren gewürdigt, die sich in besonderer Weise für mehr Lebensqualität in Remscheid einsetzen. Aus mehr als 80 Nominierten wählte die Jury damals acht Preisträger aus. "In der Remscheider Jugend steckt viel Potenzial!", hieß es im Waterbölles  zwei Jahre später, am 6. September 2013, nachdem das „Lokale Bündnis für Familie“ den Jugendpreis für Einzelpersonen, Gruppen, Schulklassen und Initiativen zum zweiten Mal ausgelobt hatte. Gestern nun wurde die dritte Aktion gestartet, und wieder kann jeder Bürger / jede Bürgerin dieser Stadt dem Veranstalter Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 24 Jahren nennen, die ihnen wegen ihres ehrenamtlichen Engagements positiv aufgefallen sind (auch Eigenbewerbungen sind möglich, nach den ersten beiden Aktionen zu urteilen aber eher die Ausnahme). Das kann bis zum 6. Oktober telefonisch geschehen (bei Michael Ketterer, Leiter des Fachdienst Soziales, Jugend und Wohnen der Stadt Remscheid, Tel. RS) oder per E-Mail jugendsozialeswohnen@remscheid.de">jugendsozialeswohnen@remscheid.de, verbunden mit einer kurzen Begründung für die Auszeichnungswürdigkeit des/der Nominierten. Eva Maria Kremer, seit 2003 beim Lokalen Bündnis für Familie aktiv: „Wir halten dann Rücksprache mit denen, die begründete Nominierungen abgegeben haben, und legen kurze Steckbriefe für die Jury an.“

Die Jury ermittelt in den Altersgruppen „14 bis 17 Jahren" und „18 bis 24 Jahren" die Personen und Gruppen, die Auszeichnungen und Preise erhalten sollen. Die Jury, das sind Beigeordneter Thomas Neuhaus AG Jugendverbandsarbeit, Bergische Morgenpost, Jugendrat, Lokales Bündnis für Familie, RGA,  Rotary Club Remscheid-Lennep, Rotary Club Remscheid, Sana Klinikum Remscheid GmbH, Wirtschaftsjunioren und Sportjugend. Ihre Kriterien: Kreativität, zeitlicher Einsatz, Eigeninitiative/Selbständigkeit, Wirksamkeit, Kontinuität, Modellhaftigkeit/Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit. Verliehen werden die Auszeichnungen, nachdem die elfköpfige Jury am 7. November ihre Entscheidung getroffen hat, am 26. November um 19 Uhr wieder in der „Kraftstation“ an der Honsberger Straße. Die Preise im Gesamtwert von 2.000 €) sind Urkunden, Bargeld und eine Reise nach Madrid in 2017 (Sonderpreis des Rotary Club Remscheid-Lennep).

Zum dritten Mal macht bei der Aktion Annika Beckmann mit, Vorstandsmitglied Wirtschaftsjunioren Remscheid und Leiterin deren Arbeitskreises „Familie“. Sie kann also beurteilen – und findet das „ganz toll“ –, dass die Zahl der Unterstützer und Sponsoren von Mal zu Mal größer geworden ist. Neu dabei sind Sebastian Haeger (Kaufm. Direktor des Sana-Klinikums Remscheid, der für 2016 mit rund 1.400 Geburten rechnet), Katharina Stratos (Pressereferentin des Sana-Klinikums) und Alegria Milanda (Vorsitzende des 7. Remscheider Jugendrates). Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz übernommen.

„Viele junge Menschen interessieren sich für diese Stadt und setzen sich für sie ein; das verdient öffentliche Wertschätzung“, sagte der OB gestern bei der Pressekonferenz des Veranstalters im Rathaus. Dafür gebe es zahlreiche Beispiele, etwa den Jugendrat, den City-Lauf und den Weltkindertag („mit Einsatz auch bei Schmuddelwetter“). Er werde sich an der Aktion mit zwei eigenen Vorschlägen beteiligen. Aus welchem Bereich die von ihm Nominierten kommen, verriet er nicht. Da gibt es viele Möglichkeiten: Jugendfeuerwehr, Jugendverbände, Jugendzentren, Jugendorganisationen der Parteien, Kirchen, Leos, Naturschutzjugend, Rotaract, Schulen, Sportvereine, Tierschutzjugend...

Sozialdezernent Thomas Neuhaus ergänzte, in Remscheid sei das bürgerschaftliche, politische, soziale, ökologische ehrenamtliche Engagement sehr ausgeprägt, brauche aber immer wieder „Nachwuchs“. Deshalb sei es gut, dass die Aktion die Eltern, Schulen und Jugendzentren unterstütze, die ihrerseits das soziale Engagement junger Leute beförderten. Dazu Pädagogin Julia Dill von der Kraftstation: „Lob motiviert, begründetes Lob motiviert noch mehr!“ Deshalb sei dieser Preis, der positive Beispielen mit Modellcharakter für andere heraushebe, auch so wirkungsvoll.

Zur Preisverleihung am 26. November werden voraussichtlich ca. 120 Jugendlichen/junge Erwachsene in der Kraftstation eingeladen. Julia Dill versprach gestern ein vielseitiges und attraktives Rahmenprogramm.

Moderne Apotheke mit kleinem Museum nebenan

Für die Weiterführung der Fotodokumentation "Gesichter eines Stadtteils" spreche ich mit Anwohnern und bitte diese, mir ihre Türen zu ihrer Lebenswelt zu öffnen. Gestern war das Ziel die Honsberger Apotheke. Schon der Verkaufsraum entpuppte sich als "fotogen" mit Objekten wie Meßwaage,Mikroskop, medizinischen Geräten und alten Gemälden. Die Vorbesitzerin, Gisela Heinrich, lud mich ein, doch einmal nach nebenan "ins Museum" zu kommen. Und dort eröffnete sich mir der Blick in die Zeit der 1960-er Jahre, als dieses Geschäft gegründet wurde. Denn da standen mit eingeschliffenen Glaskorken Standgefäße in Reih und Glied und ungezählte andere Gefäße, die einst Heilsalze und Öle und Alkohole enthielten. 1981 übernahmen die Heinrichs die Apotheke, und seit zwei Jahren ist  Rüdiger Wüsthoff  der Apotheker am Honsberg.

Ferienmonat Juli trockener als im Durchschnitt

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Der Juni war nass, der Juli trocken. An ca. 15 Tagen, also der Hälfte des Monats, regnete es nicht. Insgesamt lag die Menge ungefähr bei der Hälfte des langjährigen Mittels. So wurden an der Bever-Talsperre insgesamt 59 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen; der 110-jährige Mittelwert beträgt 114 Liter. 50 Liter waren es an der Großen Dhünn-Talsperre, das Mittel beträgt 109 Liter. Im Klärwerk Buchenhofen fielen 56 Liter, 92 sind der Durchschnitt. In Burg ergab die Messung 51 Liter, 113 sind es im Mittel. Mit gut 20 Litern Regen pro Quadratmetern war an der Bever-Talsperre am 28. Juli der Tag mit der höchsten Regenmenge im Juli, die meisten anderen Regenfälle lagen häufig im niedrigen einstelligen Bereich.

Der neue Standort fürs Feuerwehrgerätehaus

Was heute den Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung und am Mittwoch, 5. Oktober, die Bezirksvertretung Lennep (beide Gremien tagen im Röntgenmuseum) beschäftigen wird, hat die Verwaltung gestern Abend bereits den lokalen Medien zur Verfügung gestellt, verbunden mit dem Hinweis, samt aller Anhänge fände sich die Vorlage vorab auch im digitalen Ratsinformationssystem der Stadt. Des Weiteren sollen mit dem neuen Standort des Feuerwehrgerätehauses der Freiw. Feuerwehr Lennep auch der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr 1. September) und der Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss (15. September / Entscheidung) befasst sein. Der BV Lennep bleibt danach dann nur noch die Kenntnisnahme.

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung: Das Feuerwehrgerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Lennep soll „auf einer Teilfläche des in städtischem Eigentum befindlichen Flurstückes 223 aus der Flur 5 der Gemarkung Lennep (sog. „Grundstück Süd“)“ errichtet und die verbleibende Restfläche gewerblich genutzt werden – ebenso wie das bisher für den Bau des Feuerwehrgerätehauses vorgesehene Flurstück 213 (sog. „Grundstück Nord“). Dabei sei dann zu prüfen, ob der in der Vergangenheit vorgesehene Fahrradweg weiterhin wegfallen müsse oder planerisch erhalten werden könne. Für den Bau des Feuerwehrgerätehauses hat die Verwaltung insgesamt 1.230.000 Euro veranschlagt, davon 1.080.000 Euro im Nachtragshaushalt 2016 und 150.000 Euro im Entwurf des Doppelhaushaltes 2017/2018.

Der DOC-Grundsatzbeschluss vom 12. Dezember 2013 vom 14. November 2013 sah für das neue Feuerwehrgerätehaus das ca. 2.854 m² große „Grundstück Nord“ vor. Von der weitgehenden Übernahme der Planungsgrundlagen und des Raumprogrammes des 2011 errichteten Feuerwehrgerätehaus Hasten versprach sich die Stadt damals ähnliche finanzielle Synergieeffekte wie beim neuen Feuerwehrgerätehaus in Lüttringhausen. „Zur weiteren Verbesserung der Eignung des Grundstückes“ empfahl die Verwaltung eine neue Streckenführung für den geplanten Rad- und Fußweg vom Bahnhof Lennep in Richtung Blume. Doch bei der Feinplanung / Erarbeitung des Bauantrages habe sich dann herausgestellt, „dass eine problemlose Einpassung des Baukörpers nach dem Modell des Feuerwehrgerätehauses Lüttringhausen in das mittlerweile eingemessene Grundstück ohne Kostensteigerungen und Kompromisse im Betriebsablauf nicht möglich ist. Infolgedessen wurden die beteiligten Fachdienste beauftragt vor weiteren Planungsschritten mögliche kostengünstigere Alternativen zu prüfen.“

Bis dahin stand das unbebaute „Grundstück Süd“, da für die Ansiedlung von Gewerbe reserviert, noch nicht zur Debatte. Doch am 8. Mai habe dann per E-Mail „ein am Erwerb der Gesamtfläche interessiertes Unternehmen aus Wermelskirchen abgesagt, so dass die Fläche wieder für gewerbliche Interessenten disponibel wurde.“ Bei weiteren Vermarktungsgesprächen sei dann auch eine Parzellierung des „Grundstücks Süd“ erwogen worden. Und nachdem eine weitere Remscheider Firma im Juli für eine Teilfläche dieses Gelände abgesagt habe, habe man weitere Gespräche über eine dreiteilige Parzellierung geführt. Zitat aus der aktuellen Vorlage: „Es wurde eine Remscheider Firma gefunden, die in die äußerste südliche Dreieckspitze passt. (...) Der Interessent (...) ist mit einer gemeinsamen Zufahrt einverstanden. Ein schriftliches Kaufinteresse liegt vor. Die verbleibende Fläche zwischen dem Grundstück für die freiwillige Feuerwehr und dem Grundstück in der südlichen Spitze von ca. 3.900 qm wird zurzeit vermarktet. Das ‚Grundstück Nord‘ kann ebenfalls an eine Remscheider Firma vermarktet werden. Eine schriftliche Absichtserklärung vom 20. August zum Kauf des Grundstückes liegt vor.“

Das „Grundstück Süd“ hätten Lenneper Vereine und Kommunalpolitiker gerne dauerhaft als Veranstaltungsort für die Brauchtumsveranstaltungen in Lennep im Zuge der geplanten DOC-Ansiedlung gesehen. „Unter Hinweis auf den Bedarf gewerblicher Bauflächen im Stadtgebiet, die Auswirkungen auf den städtischen Haushalt bei einem Veräußerungsverzicht und die von der Verwaltung vorgeschlagene Ersatzstandorte für Brauchtumsfeste“, rückte die Bezirksvertretung Lennep von diesem Plan aber am 4. Mai wieder ab.

Der Flächenbedarf für das Feuerwehrgerätehaus sei in „Süd“ und „Nord“ nahezu deckungsgleich, gleichbleibend groß auch die verfügbare Fläche für die Ansiedlung von Unternehmen. „Beide Grundstücke an der Karlstraße sind grundsätzlich als Ausweichstandort geeignet und können mit einem Funktionsgebäude und einer Fahrzeughalle für die freiwillige Feuerwehr Lennep bebaut werden“, so die Verwaltung. „Die bessere Eignung weist das Grundstück Süd auf, da hier gegenüber dem Modell des Feuerwehrgerätehauses Lüttringhausen keine Mehrkosten entstehen. Es ist geplant, den Bauantrag im Oktober 2016 einzureichen. Je nach Witterung ist mit einer Fertigstellung im Dezember 2017 zu rechnen“.

Das sind zurzeit die „Brückenbauer zum Ehrenamt“

Mit viel Motivation und Optimismus sowie guten Ideen für eine optimale Umsetzung ihrer Aufgaben ist das Beratungsteam der Remscheider Freiwilligenzentrale „Die Brücke e.V.“ bei der Sache. Neu und mit vielen relevanten und aktuellen Informationen einladend gestaltet wurde zum Beispiel die Homepage www.freiwilligenzentrale-remscheid.de. Die Teammitglieder verstehen sich als „Brückenbauer zum Ehrenamt“, immer darum dass aus der Bereitschaft vieler Remscheider Bürger/innen zu vielfältigem freiwilligen Engagement praktisches Handeln wird. Das betonten gestern im „Brücke-Büro“, Alte Bismarckstraße 8, Annette Potthoff, Christa Hellmann,  Gisela Rehm und Werner Brück.

Im Oktober hatte die Mitgliederversammlung Annette Potthoff für vier Jahre zur 1. Vorsitzenden der „Brücke“ gewählt. Evelin Müller ist ihre Stellvertreterin, Schatzmeisterin Rosina Wastl, Beisitzer sind Christa Hellmann, Dieter Janke und Ralf Noll, Thomas Köppchen ist beratendes Mitglied für die Stadt Remscheid. Christa Hellmann, Gisela Rehm und Werner Brück vertraten gestern das ebenfalls ehrenamtlich tätige, achtköpfige Beratungsteam der Freiwilligenzentrale. Ihm gehören ferner Harald Frank, Monika Schnöring, Irmtraud Kaufel, Stephanie Weys und Katharina Neuser-Turczynski an. Vorstand und Brücke-Teams sagen Dank allen Ehrenamtlichen, Mitgliedern, Wegbegleitern, Engagierten und Sponsoren für die gemeinsamen acht Jahre seit der Gründung. Sie alle hätten aus einem Projekt eine Institution gemacht, ein wesentliches und verlässliches Element der Freiwilligenarbeit in Remscheid,  Kooperationspartner der Wohlfahrtsverbände, der Kirchen, gemeinnütziger Vereine und verschiedener engagierter Initiativen in und für Remscheid.

Sie möchten sich ehrenamtlich engagieren? „Die Brücke e.V.“, die im Sommer 2008 von den Wohlfahrtsverbänden gegründete Freiwilligenzentrale für Remscheid („Ihr Ansprechpartner für bürgerschaftliches Engagement“) berät Sie.

Das Angebot für Ehrenamtliche:

  • Individuelle und persönliche Beratung unter Berücksichtigung der jeweiligen Wünsche und Fähigkeiten
  • Vermittlung in ein geeignetes Tätigkeitsfeld und Begleitung
  • Einführung in die Rahmenbedingungen ehrenamtlicher Tätigkeit (Versicherungsschutz, Aufwandsentschädigung, etc.)

Das Angebot für Vereine, Verbände und Organisationen:

  • Vermittlung von Interessenten, die individuell zum angeforderten Ehrenamtsprofil passen.
  • Neue Angebote im ehrenamtlichen Bereich zu suchen, zu finden und in die Öffentlichkeit zu tragen
  • Klärung der gemeinsamen Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Engagement

Sprechzeiten:

  • im Büro Alte Bismarckstr. 8 (42853 Remscheid, Tel.: RS 8909050, E-Mail freiwilligenzentrale@gmx.de">freiwilligenzentrale@gmx.de): Dienstag 15 bis 17 Uhr und Donnerstag 10 bis 12 Uhr
  • im Flair Weltladen in Lüttringhausen, Gertenbachstr. 17, jeden dritten Montag im Monat, 16 bis 18 Uhr.

Das ehrenamtliche Team (immer um Unterstützung durch weitere Ehrenamtliche verlegen) berät zu festen Sprechzeiten (siehe Kasten) individuell und persönlich unter Berücksichtigung der jeweiligen Wünsche und Fähigkeiten der Interessenten. Wobei die jährliche Nachfrage (von gemeinnützigen  bzw. kommunalen Institutionen) mit ca. 110 freien Einsatzstellen) größer ist als die Nachfrage potenzieller Ehrenamtler: Im vergangenen Jahr verzeichnete das Team rund 70 Beratungsgespräche von 30 bis 45 Minuten Dauer. Mit 49 Frauen, 18 Männern und drei Jugendlichen. Wie viele dieser Gespräche tatsächlich zu einem Ehrenamt führten, weiß aber niemand. Doch das soll sich ändern. „Wir wollen dran bleiben und künftig die Beratenen ein paar Wochen später anrufen, um zu erfahren, wofür sie sich entschieden haben!“ Denn auch die um Ehrenamtler bemühten Vereine und Verbände – mit ca. 90 der insgesamt rund 450 Remscheider Vereinen hält die „Brücke“ Kontakt –  vergessen nicht selten die Rückmeldung, wenn der dort abgegebene Fragebogen zu einem neuen Unterstützer / einer neuen Unterstützerin geführt hat.

Wo wird nicht alles ehrenamtliche Hilfe benötigt?“

  • Freizeitbegleitung von älteren Menschen und Menschen mit Behinderung
  • Unterstützung bei der Flüchtlingshilfe
  • Besuchsdienste im Krankenhaus, in der Gemeinde, etc.
  • Unterstützung im Fahrdienst verschiedener Organisationen
  • Lesementor/Vorlesepatenschaften in Kindergärten, Kindertagesstätten, Ganztagsschulen, Senioreneinrichtungen und anderen sozialen und kommunalen Einrichtungen
  • Ausbildungspaten – Begleitung von Jugendlichen in den Beruf
  • Familienpatenschaften
  • Hausaufgabenbetreuung für Grundschulkinder/Migrantenkinder
  • Unterstützung bei Veranstaltungen, Ferienaktivitäten und Ausflügen sowie bei der Durchführung von kulturellen Veranstaltungen

Die Gesprächspartner/innen erhalten eine Liste mit Vorschlägen und Kontaktdaten mit der Bitte, mit den angebotenen Institutionen Kontakt aufzunehmen und ein Gespräch zu führen.

Informationen und Kontakte im „Job-Café“

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Das Jobcenter Remscheid hat rund 30 alleinerziehende Eltern, die Leistungen des Jobcenters Remscheid erhalten, für Freitag, 2. September, von bis 11.30 Uhr ins „Job-Café“ eingeladen (in der 5. Etage des Jobcenters Remscheid, Bismarckstr. 8-10). Von Experten erhalten die Eltern an diesem Vormittag Informationen rund um Kindesbetreuung, den Remscheider Arbeitsmarkt und Tipps für Bewerbungen. An einer Pinnwand können sie sich zudem über das aktuelle Angebot an freien Stellen, auch in Teilzeit, informieren. Zudem gibt es einen Bewerbungsmappencheck. „Das ist unser erstes Job-Café“, so Dirk Faust, Geschäftsführer des Jobcenters Remscheid. „Bei Kaffee und Gebäck möchten wir nicht nur wichtige Tipps zum Wiedereinstieg in den Beruf und Informationen rund um den Arbeitsmarkt geben, sondern den Müttern und Väter auch Gelegenheit zum Austausch und zum Knüpfen von private Netzwerken bieten, denn diese sind für die Jobsuche unverzichtbar.“

Das „Job-Café“ des Jobcenters Remscheid ist Teil der bundesweiten Aktion „Einstellungssache – Jobs für Eltern“. Dabei werden arbeitslose Eltern als motivierte und qualifizierte Arbeitskräfte bewusst in den Fokus gerückt und deren Potenziale aufgezeigt. „Gerade Kinder aus `Grundsicherungsfamilien´ brauchen Vorbilder, die ihnen vermitteln, dass Lernen und Arbeiten zum Leben gehören. Die berufliche Perspektive für die Eltern ist die beste Prävention für die Kinder. Wenn die Kinder jetzt wieder zur Schule oder in den Kindergarten gehen, sollten sich die Eltern mit der beruflichen Perspektive beschäftigen. Darum haben wir den Zeitpunkt für unser Job Café nach den Sommerferien gewählt“, erklärt Dirk Faust.

Der Fachkräftebedarf in Remscheid steigt. Ende Juli waren 856 Stellen in Remscheid frei, darunter 99 in Teilzeit. Das waren 246 Stellen oder 40,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. „Viele Unternehmen investieren bereits in familienorientierte Arbeitszeitbedingungen und flexible Arbeitszeiten. Eltern können schließlich nur dann arbeiten, wenn ihre Kinder gut betreut sind. Trotzdem ist es weiterhin schwierig Betreuungszeiten und Arbeitszeiten zu verein-baren, insbesondere dann wenn man alleinerziehend ist und keine Unterstützung durch einen Partner hat“, weiß Claudia Knorr, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Remscheid. Die Expertin wird im Job Café über die Betreuung im Kindergarten, bei der Tagesmutter und der offenen Ganztagsgrundschule informieren. „Teilweise reichen die normalen Betreuungszeiten nicht aus, so dass auch eine Betreuung in sogenannten Randzeiten notwendig wird um eine Beschäftigung aufzunehmen. Wir haben festgestellt, dass bei alleinerziehenden Elternteilen die sozialen Kontakte oft zu kurz kommen. Viele erfahren wenig oder keine Unterstützungen im sozialen Umfeld, die eigenen Eltern arbeiten oft noch oder sind zu weit entfernt. So bleibt kaum Zeit im Alltag noch Kontakte zu anderen Eltern zu knüpfen und es fällt vielen schwer um Hilfe zu bitten. Es tut den Elternteilen einfach gut, wenn sie erfahren, dass andere die gleichen Probleme haben oder hatten wie man selbst und wie diese gelöst wurden.“ Wer Gefallen an dem Austausch mit Gleichgesinnten findet, kann künftig auch den Treffpunkt alleinerziehender Mütter und Väter in Remscheid besuchen. Weitere Auskünfte bei Claudia Knorr unter Telefon RS 9518168.