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Das sind die Video-Spitzenreiter des Jahres 2016

In diesem Jahr hat der Waterbölles auf YouTube rund 100 Videos veröffentlicht und auf waterboelles.de verlinkt. Zwei Videos vereinten dabei die meisten Aufrufe auf sich: Das Video über den neuen, 192.000 Euro teuren Rettungswagen, den das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Kreisverband Remscheid, am 27. Mai den lokalen Medien vorgestellt hatte, brachte es auf 3.670 Aufrufe.

Das Video über die spektakulären Baumfällungen an der Haddenbacher Straße vom 18. Februar mittels modernster Maschinen kam bis heute auf 3.120 Aufrufe. Wie eine gefräßige Raupe fällte der Sägekopf eines großen Krans damals im Minutentakt die Buchen am Steinhang neben der Straße, und ein großer Häcksler machte aus den Stämmen kurz darauf Späne für die Möbelindustrie.

Dörpersteg: Der Obergraben war schon 1880 verzeichnet

Verbreiteter Obergraben als Teich zum Dörpersteg. Foto: G. Schmidt 2006Vom ersten Wassertriebwerk am Dörpebach sind auf alten Karten um 1880 am Dörpersteg ein sehr langer Obergraben und ein kleines Wasserrad zu sehen. Die Dörpersteeger Mühle war als Getreidemühle gedacht und wurde 1778 erbaut. 1828 hatte sie zwei oberschlächtige Wasserräder, wobei zu lesen ist, dass 1835 ein drittes Wasserrad hinzukam. 1832 ist Wilhelm Hager zu Dörpmühle als Inhaber verzeichnet. Ihm folgt 1841 Wilhelm Rosenthal. Dieser ist Müller und wohnt in Dörpermühle 144. 1842/43 wurde die Mühle abgebrochen und neu erbaut. Sie arbeitet als Fruchtmühle zu "Dörpersteeg", unter Wilhelm Rosenthal zu Dörpersteeg mit einem Obergraben zum Sammelteich und 12 Fuss Gefälle. 1862 liest man von einer Farbmühle, die daraus entstanden ist. 1867 ist sie allerdings wieder als Fruchtmühle bzw. Getreidemühle verzeichnet. Am 14.12.1880 wird als Eigentümerin die Witwe Wilhelm Rosenthal zu Dürpermühle genannt.

1882 brennt die Mühle ab, wird aber wieder aufgebaut. Am 5. Juni 1884 überträgt Witwe Rosenthal das Anwesen auf den Ackerer Wilhelm Rosenthal jun. Seit 1914 ist die Mühle im Familienbesitz der Familie Hagemann zu Dörpersteg. Diese kamen von Untergarschagen bei Lüttringhausen und waren bis dato in der Landwirtschaft aktiv. 1946 ist die letzte Eintragung zu lesen: Eigentümer Karl Hagemann. (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt, Band 5 - Vom Blombach bis Eschbach)

Reisegruppe aus Ashington kam zu Weihnachten

Pressemitteilung des Deutsch-Englischen Freundeskreises Remscheid-Ashington

Es ist für die Reisegruppe um Angela und Bill Gale inzwischen eine liebgewordene Tradition zur Vorweihnachtszeit in Ashingtons deutsche Partnerstadt Remscheid zu reisen. Auch in diesem Jahr konnten Mitglieder des Partnerschaftsvereins eine Gruppe von zehn Personen begrüßen, die ein verlängertes Wochenende nutzten, neben dem Remscheider auch den Kölner  Weihnachtsmarkt zu besuchen. Den familiären Charakter der Begegnung unterstrich die Lüttringhauserin Angela Günther mit der Einladung der gesamten Gruppe zu einem sonntäglichen Frühstück in ihrem Haus. In diesem Rahmen überreichte Martin Milburn (links) den Vereinsmitgliedern Katharina Keil und Björn Gottschalk ein besonderes Präsent, mit dem an die Tradition Ashingtons als Bergbaustadt erinnert wurde: Ein Stück Steinkohle mit einer Widmung zur Erinnerung an die Hilfe der Remscheiderinnen und Remscheider während des Bergarbeiterstreiks in England und Wales 1984/1985. Auf Initiative der SPD-Ratsmitglieder Katharina Keil und Björn Gottschalk hat dieses Geschenk im Remscheider Rathaus bereits einen Ehrenplatz erhalten. Die englischen Gäste kündigten zugleich eine offizielle Einladung an die Stadt Remscheid an, da 2017 die Stadt Ashington ihr 150-jähriges Bestehen feiern wird.

Bockhackers Nachfahren produzierten in Dörpmühle bis 1902

1830. Archiv Hückeswagen

Die heutige Ortschaft Dörpmühle (zwischen Forsten und Hückeswagen) war in früherer Zeit ein bedeutender Industriestandort. Heute lassen allerdings nur noch einige wenige Zeugen erahnen, in welcher Größenordnung hier die Tuchindustrie angesiedelt war. Die Ortschaft liegt etwa 200 Meter oberhalb der Hangberger Mühle. Die Dörpmühlen I + II waren 1690 zwei untereinander liegende Mühlen an einem Teich, wobei Nr. I einem Christian in der Dörpmühle und Nr. II einem Johann in der Dörpmühle gehörte. 1723 übernahmen Peter und Peter-Heinrich in der Dörpmühle die Mühle II und hängten zusätzlich ein Walkrad ein. Ab 1800 sind Heinrich und Peter in der Dörpmühle als Besitzer benannt. 1827 erwirbt die Tuchfabrik Carl Bockhacker (1794-1869) zu Hückeswagen (1820 gegründet) die beiden alten Walkmühlen. Im Lenneper Mühlenkataster Werden sie 1835 als Wollspinnerei und Walkmühle mit je einem oberschlächtigen Wasserrad genannt. Im März 1841 wird die Fabrik erweitert und Carl Bockhacker lässt die Anfangsbuchstaben CB seines Namens in Stein hauen. Der Neubau enthält eine Walkerei, Schererei und Spinnerei, zwei Assortiments, zehn Spinnmaschinen, zwei Wölfe, zwei Kratzmaschinen, fünf Schubbelmaschinen, eine Dampfmaschine mit zwölf bis 14 PS. Man stelle sich vor: 100 Arbeiter waren in Dörpmühle beschäftigt.

Dörpmühle etwa 1875. Foto:Archiv Hückeswagen

1843 erhält Carl Bockhacker für seine Fabrik am Hangberg (die Liegenschaften hatte er von den Erben Bommert erworben) die Konzession für ein neues Wasserrad, und Bockhacker vergrößerte den Teich mit einer Konzession vom 7.8.1843 und versieht ihn mit einem Wehr. 1845 wird der Stauteich durch neue Dämme weiter vergrößert. Am 19. November 1850 wird der Firma die Anschaffung eines neuen Dampfkessels zum Betrieb einer Dampfmaschine. Am 3. Marz 1853 überträgt Carl Bockhacker die gesamte Anlage auf seine Schwiegersöhne Friedrich Muller jun. (1824- 1899), Hugo Troost (1824-1885) und Vetter Reinhard Muller, Kaufleute zu Hückeswagen. 1897/98 besitzt die Firma „Carl Bockhackers Nachfahren GmbH“ in Dörpmühle 40 Parzellen mit mehr als 14 Hektar. 1902 wird der Fabrikbetrieb an der Dörpmühle und am Hangberg geschlossen und nach Kieköm (Mühlenweg) in Hückeswagen verlegt. Neuer Eigentümer eines Teiles der Fabrik ist 1911 der Fallenfabrikant Ernst vom Heede. 1913 ist Robert vom Heede Miteigentumer. 1921 werden die Fabrikgebäude der Fa. Carl Bockhackers Nachfahren vom Inhaber Wilhelm Holthaus auf Abbruch verkauft. 1956 sind Eigentümer des Restes der Fabrik Karl Roth, Kaufmann in Hilgen, und seine Ehefrau Erna geb. Vedder.  Im Jahre 2005 ist nur noch ein langer Obergraben entlang der Straße Forsten-Hückeswagen und einige Bruchsteinbauten, die zu Wohnhäusern umgebaut wurden, zu erkennen. (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt, Band 5 - Vom Blombach bis Eschbach)

Kleine Auswahl von Kommentaren aus 2016

Kleine Senfmühle hieß auch "dat Mostert-Mollschen"

Hangberger Mühle, Dörpe. Foto: Dörner, Hückeswagen

300 Meter oberhalb der Hagermühle lag an der Dörpe die Hangberger Mühle: Mitte des 19. Jahrhunderts entstand diese kleine Fruchtmühle am Einfluss des Waldbäches in die Dorpe. Sie wird 1872 erstmalig erwähnt. Sie war eine sehr kleine Mühle mit einem oberschlächtigen Wasserrad, spezialisiert auf das Mahlen von Senfkörnern. So wurde sie auch im Laufe der Zeit als "dat Mostert-Mollschen" verhöhnt. Am 10. Juli 1876 übertragt Theodor Karrenstein zu Vossiepen auf Jacob Albert Schulte zu Hangbergermühle die fünf  Parzellen mit zwei Hektar 65 Ar, 58 m2,  mit Wohnhaus, Fruchtmahlmühle am Wohnhaus und Stall am Wohnhaus per notariellem Kaufvertrag. Am 11. Dezember 1882 ist eine weitere Ubertragung von Jacob Albert Schulte zu Hückeswagen auf Theodor Karrenstein und Ehefrau Amalie geb. Osenberg zu Vossiepen mit der Besitzung von zwei Gebäuden amtlich vermerkt (Licitation des Amtsgerichtes Lennep). Lange hält sich die Mühle nicht bei ihren Besitzern, denn am 22. Mai 1892 wird eine Übertragung von Theodor Karrenstein und seiner Ehefrau auf Friedrich May und seine Ehefrau Therese geb. Winterberg zu Dörpmühle vorgenommen. 1901 ist ein erneuter Wechsel verzeichnet, denn Albert Benscheid und Frau Hulda geb. Sieper kauften das Anwesen. Von Produktionen ist nichts bekannt. 1910 wird die Mühle noch einmal erwähnt, bevor sie offenbar zwischen 1914 und 1918 stillgelegt wurde. 1925 liest man als Eigentümer immer noch Benscheid. Erst 1958 ist die letzte Erwähnung, wobei das Grundstuck einem Heinz Weymann und Ehefrau Ursula geb. Ilschek gehört. Der Teich war oberhalb der Straße und ist zugeschüttet.  (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt, Band 5 - Vom Blombach bis Eschbach)

Warnung vor brandgefährlicher Pyrotechnik

Pressemitteilung der Bezirksregierung Düsseldorf

„Feiern mit sicherem Silvesterfeuerwerk!“ Das muss für Verbraucherinnen und Verbraucher auch in diesem Jahr das Motto sein, wenn es darum geht, den Jahreswechsel zu begehen. Die Bezirksregierung Düsseldorf ist deshalb mit speziell geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort unterwegs, um den Verkauf von Silvesterfeuerwerk zu überprüfen. Neben der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben für pyrotechnische Artikel wird wieder ein besonderes Augenmerk auf die Räumlichkeiten gelegt, in denen der Verkauf dieser Gegenstände stattfinden wird. Die Überprüfung der gesetzlichen Flucht- und Rettungswege und der vorzuhaltenden Brandschutzeinrichtungen dient dabei nicht nur dem Schutz der Kundinnen und Kunden beim Einkauf, sondern auch dem Schutz des dort tätigen Verkaufspersonals.

Schon im Vorfeld des diesjährigen Verkaufs wurden die Händlerinnen und Händler über ihre Pflichten aufgeklärt. Hierzu wurden ihnen umfangreiche Informationen zur Verfügung gestellt. So können die Inhaber der Verkaufsstellen ihr Personal sachgerecht über die besonderen Anforderungen an den Verkauf von Feuerwerksartikeln unterrichten. Leider kann die Beratung und Überwachung durch die zuständigen Behörden nicht immer verhindern, dass illegale Produkte ihren Weg zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern finden. Deshalb sei an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen, dass zugelassene pyrotechnische Artikel an den sog. BAM-Zeichen bzw. an einem CE-Zeichen erkannt werden können. Von der Verwendung von Artikeln, die nicht über eines dieser Zeichen verfügen, ist dringend abzuraten, da diese unberechenbare Gefahren für die Verwenderinnen und Verwender bergen können. Die Ergebnisse der Überwachungsaktion werden am Nachmittag des 30. Dezembers auf der Website der Bezirksregierung Düsseldorf veröffentlicht.

 

Aktion gegen rechte Parteien im Wahlkampf in NRW

Im September startete der Landesintegrationsrat NRW die Kampagne „Vielfalt schätzen -Rassismus ächten". Deren Ziel sind nachhaltige Aktivitäten von Integrationsräten, Stadträten und vielen weiteren Akteuren in NRW gegen Rassismus und Rechtspopulismus. Dazu gehören auch 20 Veranstaltungen in nordrhein-westfälischen Kommunen zur Aufklärung über rechten Parteien, damit die Wählerinnen und Wähler in NRW die Gefahr, die von diesen Parteien für die Demokratie ausgeht, richtig einschätzen können und sie diese Parteien nicht unterstützen.

Den bestehenden Initiativen und Netzwerke gegen rechts sollen diese Veranstaltungen “eine Plattform zur Präsentation bieten und die antirassistische Arbeit der Integrationsräte unterstützen“. Ferner sollen sie „als Initialzündung für weitere Aktivitäten in der Kommune dienen“, heißt es in einem Brief von Tayfun Keltek, Vorsitzender des Landesintegrationsrates, der u. a. auch an Erden Ankay-Nachtwein ging, die Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Remscheid. „Die Bekämpfung von Rassismus und Rechtspopulismus ist eine der drängendsten Aufgaben der nächsten Monate. Deswegen liegt dem Landesintegrationsrat NRW sehr daran, mit dieser Veranstaltung viele Menschen zu erreichen. Nur so können wir die Stärke der demokratischen Kräfte demonstrieren und die Rechtsextremisten und -populisten in der Gesellschaft marginalisieren.“

Der Einladung von Tayfun Keltek, sich an der Aktion durch Ausrichtung einer dieser 20 Veranstaltungen zu beteiligen, möchten die Stadt Remscheid und der Integrationsrat gerne folgen. Zur Sitzung des Remscheider Integrationsrates am Donnerstag, 12. Januar, steht der Beschluss  auf der Tagesordnung, dem Landesintegrationsrat als Alternativtermine den Donnerstag, 16. Februar, und den Dienstag, 28. März, zu benennen (mit einer Präferenz für den 18. März).

Oberbürgermeister Mast-Weisz hat bereits seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, an der Veranstaltung teilzunehmen. In dieser soll die Studie „Rechte Parteien im Wahlkampf in NRW" vorgestellt werden, die vom Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus der Hochschule Düsseldorf erstellt wird. Ein weiterer Programmpunkt ist ein Podiumsgespräch mit den örtlichen Kandidatinnen und Kandidaten der demokratischen Parteien für den Landtag NRW, die dazu vom Integrationsrat eingeladen werden sollen. Abschließend sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit bekommen, auf einem „Markt der Möglichkeiten" mit den lokalen Akteuren gegen Rechtsextremismus und -Populismus – wie z. B. den Vertretern der Gewerkschaften, kommunalen Initiativen und „Runden Tischen" gegen Rassismus – Kontakt aufzunehmen und weitere Aktionen gegen rechts zu verabreden.

Honorarprofessur für Dr. Svend Reuse

Im Bild Honorarprofessor Dr. Svend Reuse (Mitte) mit FOM-Dekan Prof. Dr. Dr. habil Eric Frère (links) und Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier (Foto: Tom Schulte/FOM).Dr. Svend Reuse, seit 2015 Bereichsleiter der Stadtsparkasse Remscheid für die Gesamtbanksteuerung, den Jahresabschluss und das Aufsichtsrecht, ist zum Honorarprofessor der Hochschule für Oekonomie & Management (FOM) gemeinnützige Gesellschaft mbH ernannt worden. Seit dem Wintersemester 2005 lehrt Reuse nebenberuflich als Dozent an den FOM-Hochschulzentren Essen, Düsseldorf, Köln und Dortmund in den Bereichen „Finanzmarktaufsicht“, „Financial Management“, „Corporate Finance“ und „Zinsrisikomanagement“. Er ist gebürtiger Bochumer; Remscheid ist inzwischen aber auch privat zu seinem Zuhause geworden.

In der Sparkasse ist die Freude über die Berufung von Dr. Svend Reuse zum Honorarprofessor groß. „Wir sind stolz, dass wir einen so anerkannten Experten zu unseren Mitarbeitern zählen dürfen“, sagte Vorstandsvorsitzender Frank Dehnke und sprach von einem Brückenschlag zwischen Berufspraxis, Forschung und Lehre: „Davon profitieren beide Seiten. Gerade angesichts der wachsenden regulatorischen Anforderungen an die Kreditinstitute ist dies für unsere Sparkasse von hohem Wert.“ Themen der Banksteuerung hat Dr. Svend Reuse schon zahlreiche Vorträge gewidmet und sich mit  Publikationen in Fachkreisen einen Namen gemacht.