Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Monopolist lässt sich Grünabfälle gut bezahlen

Die Technischen Betriebe Remscheid führten schon ab dem Frühjahr 1997, betreut durch die damalige Ingenieurgesellschaft Witzenhausen Fricke & Turk GmbH, im Stadtgebiet Remscheid die Biotonne mit einem Anschluss- und Benutzungszwang für private Haushaltungen ein. Zur Nutzung stehen 120- und 240-Liter-Behälter zur Verfügung, die 14-täglich geleert werden. Ein relativ großer Teil der Bevölkerung nimmt allerdings ihre Möglichkeit zur Befreiung vom vorgenannten Zwang durch eine ökologisch sinnvolle Verwertung ihrer organischen Abfälle auf eigenen Grundstücken wahr. Hierbei spielt auch die aufgelockerte Siedlungsstruktur in der bergischen „Großstadt“ eine wesentliche Rolle. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde schon in den 90er Jahren in der städtischen Abfallsatzung der sogenannten Eigenkompostierung der Vorrang vor der Nutzung von Biotonnen eingeräumt.

Der im aktuellen Abfallwirtschaftsplan (AWP) Nordrhein-Westfalen Teilplan Siedlungsabfälle vorgegebene Leitwert 2016 für die getrennte Erfassung von Bio- und Grünabfällen für Gebiete mit 1.000 bis 2.000 Einwohnern pro km2, zu denen das Stadtgebiet Remscheid gehört, liegt bei 110 kg pro Einwohner und Jahr. Eine aktuelle Untersuchung des Vereins zur Förderung der Abfallwirtschaft Region Rhein Wupper (AWRW) im Regierungsbezirk Düsseldorf kommt zu dem Ergebnis, dass die Ziele des aktuellen Abfallwirtschaftsplanes NRW hinsichtlich der Bioabfallsammlung nicht zu erreichen sind. Dem entsprechend bleibt die Stadt Remscheid trotz gut ausgestalteten und wohl abgewogenen Erfassungsstrukturen für organische Abfälle mit ca. 75 kg pro Einwohner und Jahr unter dem vorgegebenen Leitwert.

Der Abfall aus derzeit 7.192 Remscheider Biotonnen (Stand: 10.03.2016) wird in der Biogasanlage-Kompostierung der AHE GmbH in Witten, einer Vergärungsanlage mit integrierter Kompostierung, verwertet. Mit der Nutzung dieses Verwertungsverfahrens kommen die TBR einer wichtigen Empfehlung des Abfallwirtschaftsplans NRW nach. Der organische Abfall von 10.617 Privatgrundstücken (Stand: 10.03.2016) wird vor Ort von den Abfallbesitzern in Haus- und Kleingärten kompostiert oder gemulcht und so im Vergleich zur Verwertung über die Bioabfallsammlung ohne Erzeugung von CO2- Transportemissionen dem natürlichen Kreislauf zugeführt. Von April bis einschließlich November stehen viermal pro Monat an jeweils zwei von insgesamt sechs Sammelstellen im Remscheider Stadtgebiet Großraumcontainer zur betreuten Annahme von Gartenabfällen für die Bevölkerung bereit. Ebenfalls werden diese Abfälle ganzjährig auf dem Wertstoffhof entgegengenommen.

Die Grünabfälle werden derzeit im Kompostwerk der Reterra West GmbH & Co. KG in Lünen verwertet.  Im Zuge einer EU-weiten Ausschreibung zur Entsorgung der Remscheider Bioabfälle im August 2014 wurde nur ein Angebot abgegeben. Es wich erheblich vom geschätzten Auftragswert ab. Eine damit verbundene Marktprüfung ergab, dass im Umkreis des Stadtgebiets in Bezug auf die Vorhaltung von Bioabfall-Behandlungskapazitäten, unabhängig von der Verfahrenstechnik (Vergärung bzw. Kompostierung), eine Monopolsituation besteht. Die unbefriedigende Entwicklung des Entsorgungspreises hängt mit der Problematik einer wirtschaftlichen Entsorgung der Vergärungs-Endprodukte (Gär-Reste) zusammen. Um auch künftig eine Entsorgungssicherheit für Bioabfälle zu wirtschaftlichen Bedingungen zu gewährleisten werden Kooperationen mit anderen öffentlich-rechtlichen Entsorgern geprüft. (aus: „Kommunales Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Remscheid 2016“, Technische Betriebe Remscheid (TBR)


Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!