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Dezember 2006: Der Waterbölles blättert zurück

Blick vom Glockenturm auf Marktplatz und Alleestraße Ein Klick auf das Bild, und Sie sehen es größer! Im Dezember 2006 begann der Abbruch des Hauptbahnhofs. Es staubte und krachte ganz ordentlich, als unter dem Druck einer  Baggerschaufel Betonpfeifer und Glasscheiben der Fensterfront des alten Empfangsgebäude. in Stücke gingen.

Premiere hatte vor zehn Jahren das neues Glockenspiel (Foto) der evangelischen Stadtkirche am Markt ("Citykirche"). Zum Auftakt des traditionellen „I26. Ideellen Weihnachtsmarktes“ saß Kantorin Ruth Forsbach am elektronischen Keyboard und ließ mittels kleiner Magnethämmer die 19 neuen Glocken (die schwerste wiegt 90 Kilogramm) zum Klingen zu bringen. Die digitale Steuerungstechnik mit Lichtleiterkabeln ermöglicht es, die Glocken im Millisekundenbereich hart und weich anzuschlagen - eine Weltneuheit. Dank zahlreicher Spender und Sponsoren brauchte die Stadtkirchengemeinde von den Kosten in Höhe von 60.000 Euro nur 6.000 Euro zu übernehmen.

Auf dem Grundstück Burger Straße 132 - im Remscheider Süden besser bekannt als „Ahornpark“ - standen einstmals 75 Bäume. Davon blieben gerade mal neun übrig. Das ging im Dezember 2006 aus einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung hervor, für den Waterbölles damals „als ein mahnendes Beispiel dafür, dass Bäume in der Remscheider Bauverwaltung offenbar kaum eine Lobby haben“. Hintergrund: Durch einen Bauträgerwechsel waren Auflagen der Stadt „verfallen“, die dem Baumschutz hätten dienen sollen.

'Kampftrinken" von 12-Jährigen war im Dezember 2006 in Remscheid, und nicht nur dort, ein Problem. Damals traten Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz, Kriminalkommissarin Nathalie Westerveld („Arbeitsgruppe Jugendkriminalität“ der Kripo Remscheid), Jürgen Beckmann (Leiter des städtischen Ordnungsamtes), Bernd Liebetrau (Fachdienst „Prävention“ der Diakonie Remscheid), Hans-Gerd Zimmer (städtischer Streetworker), Wolfgang Köppe (im städtischen Fachbereich Jugend zuständig für Kinder- und Jugendschutz), und als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit (AGOT) Wolfgang Zöller (Jugendzentrum "Kraftstation"), Richard Ulrich (Verein „Die Schlawiner") und Zbigniew Pluszynski (Jugendzentrum "Die Welle") vor die Presse, um dem in die Mode gekommenen so genannten „Binge-Drinking“ unter Kindern und Jugendlichen den Kampf anzusagen. Richard Ulrich: „Wenn Eltern hören, dass ihr Kind kifft, fallen sie fast in Ohnmacht und rufen gleich nach der Suchtberatung. Bei Alkohol drohen manche gerade mal mit dem Zeigefinger!“

Von 56 Ratsmitgliedern entschieden sich im Dezember 2005 47 dafür, der Evangelischen Altenhilfe ein städtisches Grundstück auf dem Hohenhagen zu verkaufen für den Bau eines Altenheims. Vorausgegangen war ein längerer politischer Streit um den richtigen Bauträger und Investor.

470.000 Euro stellte der Stadtrat vor zehn Jahren für die Sanierung der Außen- und Innenfassade des Remscheider Rathausturmes bereit. Aufgefallen war, dass aus den Fugen der Mörtel rieselt.

Nachdem sich am 20. November 2006 Kultur- und Finanzausschuss für einen Umzug des Stadtarchiv von der Honsberger zum Hasten ausgesprochen hatten, war die endgültige Entscheidung absehbar, die der Rat der Stadt im Dezember 2006 fasste – wiederum mit den Stimmen von CDU, FDP und W.I.R.  Und wiederum unterlag die SPD mit ihrem Gegenantrag,  das Archiv am alten Standort weiterzuführen.

310 Jahre alt wurde 2006 die Klosterkirche in Lennep. Ihre wechselvolle Geschichte beschrieb damals Johannes Kessler (Nachdruck im Waterbölles mit freundlicher Genehmigung des Kulturzentrum Klosterkirche e.V.). Darauf kann jetzt, zehn Jahre später, verwiesen werden. „ Der Bau wurde 1677 von den Minoriten begonnen und 1696 fertiggestellt. Bezogen wurde er bereits 1681.“

Im Dezember 2006 beschloss die Verbandsversammlung des Wupperverbandes, dass der Wupperverband Eigentümer der Talsperre wird und für die Eschbach- und die Neye-Talsperre die Betriebsführung übernimmt. So könnten die Stauräume der drei Talsperren (insgesamt rund 7,4 Mio. Kubikmeter) in das Wassermengenregime des Wupperverbandes eingebunden werden und zum Hochwasserschutz und zur Niedrigwasseraufhöhung beitragen.

Hat die Regionale 2006 die Region zukunftsfähig gemacht? Das fragte der Waterbölles im Dezember 2006. Denn das Jahr 2006 markierte den Endpunkt des gleichnamigen „Entwicklungsprogramms“. So manch es ehrgeizige Projekt war dabei auf der Strecke geblieben. Bleibende Marken der Regionale 2006 in Remscheid sind lediglich die „Trasse des Werkzeugs“, der Müngstener Brückenpark und das Projekt „Hautbahnhof“.

Auf 30 Jahre erfolgreiche Arbeit konnte im Dezember 2006 die Frühförderstelle der Lebenshilfe Remscheid zurückblicken. Mitte der 1970er Jahre war die heilpädagogische Beratungsstelle gegründet  – zunächst nur zur mobilen Betreuung von Familien mit behinderten oder auffälligen Kindern, später dann mit einer festen Anlaufstelle im Hause Friedrichstraße 51-53. Die Frühförderung gilt jenen Kindern von der Geburt bis zum Kindergartenalter, die in dieser Zeit wegen bestimmter Risikofaktoren (z.B. Frühgeburt) Unterstützung brauchen.

„Das Lüttringhauser Rathaus ist marode“, beklagte sich der Heimatbund Lüttringhausen im Dezember 2006 öffentlich. Die Lüttringhauser wundern sich, dass für die Sanierung des Rathauses im Zentrum viel Geld zur Verfügung stehe. Das ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Lüttringhauser Rathaus werde 2008 genau 100 Jahre alt. Es sei teilweise in einem erbärmlichen Zustand. Besonders katastrophal sei der Zustand der Fenster.


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