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Lennep kann mit seiner attraktiven Altstadt profitieren

Wolf Lüttinger, Sprecher der CDU-Ratsgruppe, in der heutigen Ratssitzung.

Heute gehen wir den entscheidenden Schritt für ein Vorhaben, das vor sechs Jahren im Oktober 2010 begann. Oberbürgermeisterin Beate Wilding, der Kollege Hans Peter Meinecke, die Kollegin Beatrice Schlieper und ich nahmen damals gemeinsam an der EXPO REAL in München teil und knüpften erste Kontakte mit möglichen Outlet-Betreibern. Daraus entstand das Interesse von McArthurGlen, dem europäischen Marktführer, am Standort Remscheid. Der ursprüngliche Standort an der „Blume“ war zwei Jahre später alleine deswegen nicht zu halten, weil der Regionalrat die Flächen als Gewerbegebiet fortführen und einer Planänderung nicht zustimmen wollte. Kurzfristig kam der Plan B ins Spiel: die Ansiedlung des Outlet Centers auf den Flächen von Röntgen-Stadion, Kirmesplatz und Jahnplatz, also einem integrierten Standort.

Heute schaffen wir Baurecht für das DOC und beschließen den städtebaulichen Vertrag mit dem Investor. Ab jetzt geht es nur noch um die Umsetzung des größten Projekts der Stadtentwicklung seit Jahrzehnten, seit dem Bau des Allee-Centers. Am Ende werden nicht alle Bürger für die Realisierung des DOC gewonnen werden können, aber der Planungsprozess war so gestaltet, dass jeder Bürger nicht nur erfahren konnte, wie konkret das DOC in Lennep realisiert werden wird, sondern sich selbst in den Planungsprozess einbringen konnte. Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt für den Übergang zwischen Outlet Center und Altstadt an der Spielberggasse, die Eingang in den städtebaulichen Vertrag gefunden haben, sind ein gutes Beispiel hierfür.

Die Anbindung der Altstadt ist ein entscheidender Faktor dafür, ob Handel, Gastronomie und Tourismus in Lennep von der Ansiedlung des DOC profitieren können. Die Zukunftsvisionen der vergangenen beiden Jahrzehnte für Lennep, wie „Lennep 2002“ und wie sie auch hießen, sind nicht erfolgreich umgesetzt worden. Mit dem DOC kommt nunmehr ein Frequenzbringer nach Lennep, der Menschen von außerhalb in die Stadt holt. Das DOC bietet eine Angebotsform und eine Angebotspalette, die es im Bergischen Land noch nicht gibt. Das bringt neue Kunden und neue Arbeitsplätze nach Remscheid. Insbesondere Lennep kann mit seiner attraktiven Altstadt von einer Belebung durch die Menschen, die das DOC besuchen, profitieren. Das Touristeninformationsbüro, das vertraglich vereinbart worden ist, wird dies unterstützen.  Remscheid gewinnt bereits, wenn auch nur ein kleiner Teil der Besucherinnen und Besucher neben dem DOC auch ein touristisches Ziel in der näheren Umgebung ansteuert. Diese einmalige Chance für Remscheid nutzen wir.

Für das DOC müssen bisherige Nutzer weichen. Politik und Verwaltung stehen im Wort, „adäquaten Ersatz“ zu schaffen. Ich glaube, dass mit dem Bau des Outlet Centers nebenbei nicht nur adäquater Ersatz für die meisten der betroffenen Einrichtungen geschaffen, sondern deren Situation sogar verbessert wird. Die Katholische Grundschule erhält sanierte und eigens hergerichtete Räumlichkeiten an einem neuen, attraktiven Standort. Die Wache der Freiwilligen Feuerwehr zieht in einen Neubau an zentraler Stelle am Bahnhof. Und der Sport kann eine neue Heimat auf neu errichteten und erweiterten Anlagen am Hackenberg finden, während das marode Röntgen-Stadion in naher Zukunft ohnehin nicht mehr zu halten gewesen wäre.

Auch die aktuelle Diskussion um den Lärmschutz am Hackenberg wird daran nichts ändern. 10,6 Millionen Euro sind für die Erweiterung der Sportanlage Hackenberg eingeplant. Es wäre nicht nachvollziehbar, dass bei einer solchen Investition eine Sportstätte mit eingeschränktem Spiel- und Trainingsbetrieb herauskommt. Es gibt Lösungen, die wir allerdings kurzfristig im Detail von der Verwaltung erwarten. Was den Parkraum angeht, so muss mit den anderen Nutzern wie dem H2O und dem Schulzentraum ein gemeinsames Konzept erarbeitet werden.

Wir haben als FDP unsere Aufgabe nie darin gesehen, Einwände und Widerstände zu betonen. Wir sehen die Chancen dieses Projekts und wollen Wege finden, alle bau– und planungsrechtlichen Hürden zu überspringen und das Vorhaben zum Erfolg zu bringen. Wir als FDP-Ratsgruppe stimmen daher heute den vorliegenden Unterlagen zu.


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