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4,1 Prozent weniger Arbeitslose in Remscheid

Martin Klebe. Foto: Lothar KaiserPressemitteilung der Agentur für Arbeit

Im Bergischen Städtedreieck waren im Dezember 29.061 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 81 mehr als im November und 173 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die drei Städte steigt damit von neun Prozent im November auf aktuell 9,1 Prozent (Dezember 2015: neun Prozent). In Remscheid waren im vergangenen Monat 4.883 Personen arbeitslos, zwölf mehr als im November, aber 210 weniger als im Dezember vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt  wie im November aktuell 8,4 Prozent (2015: 8,7 Prozent).

Vergleichsweise günstig entwickelte sich die Arbeitslosigkeit in Remscheid; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,1 Prozent. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Wuppertal mit einer Zunahme von 2,3 Prozent. 1015 Personen meldeten sich in Remscheid (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 81 mehr als im November und 42 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 998 Personen ihre Arbeitslosigkeit, zehn weniger als im November, aber 204 mehr als vor einem Jahr. Aktuell sind in Remscheid 1.679 Ausländer arbeitslos gemeldet, 74 Personen oder 4,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.  Auch sind 458 junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahre in Remscheid auf Jobsuche, 29 oder sechs Prozent weniger als im Dezember 2015.

Remscheider Arbeitgeber suchen derzeit 1.020 Arbeitskräfte, das sind 390 Stellen oder 61,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im gesamten Jahr 2016 wurden 3.565 Stellen gemeldet und damit 730 oder 25,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Nachgefragt sind insbesondere folgende Arbeitskräfte: Fachkräfte und Helfer in der Metallbearbeitung, Objekt- und Personenschützer, Krankenpfleger, Verkäufer, Fachkräfte und Helfer in der Lagerwirtschaft, Fachkräfte in der elektrischen Betriebstechnik,  Fachkräfte Maschinenbau, Fachkräfte Kraftfahrzeugtechnik, Bürofachkräfte, Fachkräfte Werkzeugtechnik, Altenpfleger, Kranführer, Vertriebsspezialisten sowie Helfer in der Kunststoff- und Kautschukherstellung.

In den drei bergischen Großstädten sind derzeit insgesamt 2.818 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahre arbeitslos gemeldet, 244 oder 9,5 Prozent mehr als im Dezember vor einem Jahr.  Von diesen jungen Menschen sind 1.122 Ausländer gleich 39,8 Prozent (Dezember 2015: 790 Personen/ 30,7 Prozent). Von allen  Arbeitslosen im Bergischen Städtedreieck haben 37,4 Prozent eine ausländische Staatsangehörigkeit. Aktuell sind 10.874 Ausländer arbeitslos gemeldet, 1.294 Personen oder 13,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote der Ausländer beträgt aktuell 23,4 Prozent, vor einem Jahr betrug diese noch 21 Prozent.

Die Herausforderungen des Jahres 2017 sind alte Bekannte:

  • Der nahtlose Übergang von der Schule in den Beruf und der Abbau der Jugendarbeitslosigkeit. „Mit unserer Berufs- und Studienberatung wollen wir die Intensität der Berufsorientierung an den Schulen weiter erhöhen. Die Elemente des Übergangssystems "Kein Abschluss ohne Anschluss" sind  installiert - jetzt kommt es darauf an, gemeinsam mit den Schulen und den weiteren Partnern die qualitativen Potenziale zu entwickeln, um die Möglichkeiten, die auch ein schwieriger werdender Ausbildungsmarkt bietet,  besser zu nutzen“, sagt Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.
  • Die Integration von geflüchteten Menschen. „Es ist das gemeinsame Ziel, geflüchtete Menschen möglichst schnell in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren. Viele Menschen sind hoch motiviert und für unsere Unterstützung dankbar. Allerdings müssen wir auch Geduld haben, denn unsere Integrationsbemühungen werden teilweise erst mittel- oder langfristig erfolgreich sein“, erklärt Martin Klebe.
  • Der Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit. „Die Agentur für Arbeit wird ihren präventiven Ansatz, Langzeitarbeitslosigkeit erst gar nicht entstehen zu lassen, weiter ausbauen. Abläufe in der Arbeitsvermittlung werden weiter beschleunigt und in 2016 bereits erfolgreich erprobte Maßnahmeangebote sollen fortgeführt werden“, kündigt Martin Klebe an.
  • Die Qualifizierung von Beschäftigten. „Wir werden unverändert gemeinsam mit den Unternehmen der Region in die Fortbildung ihrer Beschäftigten investieren, denn dadurch sichern wir den Unternehmen die Fachkräfte von morgen und den Beschäftigten ihren Arbeitsplatz. Für die Qualifizierungen in Unternehmen stehen uns in diesem Jahr rund 2,5 Millionen Euro alleine in diesem Förderprogramm zur Verfügung und ich hoffe sehr, dass diese Mittel auch in den drei Städten genutzt werden“, so Martin Klebe. (Claudia John)

 


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Deutscher Gewerkschaftsbund am :

Die Förderung eines neuen sozialen Arbeitsmarktes durch das Land ist für die DGB-Regionsgeschäftsführerin Sigrid Wolf ein wichtiger Schritt: „In Remscheid leben derzeit 2.130 Langzeitarbeitslose. Dies entspricht einem Anteil von 43,7% an allen Arbeitslosen. Ein sozialer Arbeitsmarkt kann diesen Menschen durch eine dauerhafte, unbefristete Beschäftigung wieder eine Perspektive geben.“ Die Verbesserung der sozialen Situation und die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen stünden dabei im Mittelpunkt. Strategien und Handlungsansätze zur Aktivierung und Integration von Langzeitarbeitslosen müssten verstetigt und ausgebaut werden. Insbesondere für Arbeitslose mit besonderen sozialen Problemlagen. Für den DGB ist von besonderer Bedeutung, dass der soziale Arbeitsmarkt unbefristete und tariflich bezahlte Stellen bietet. Kurzfristige Maßnahmen zu Niedriglöhnen bringen die Langzeitarbeitslosen nicht weiter. ,,Wir werden wie bei allen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in Düsseldorf genau hinschauen, ob diese Kriterien erfüllt werden‘‘, so Wolf weiter. Die im Landesetat vorgesehenen 13 Millionen Euro für 2017 und die weiteren 30 Millionen Euro für 2018 seien nicht ausreichend, um das Problem der hohen Langzeitarbeitslosigkeit insgesamt zu lösen. Aber der Weg, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren, sorge dafür, dass Geld, das bisher für Sozialleistungen ausgegeben wird, in die Förderung von tariflich bezahlten Arbeitsplätzen gelenkt wird. „Die Erfahrung zeigt: Ein vollwertiges Beschäftigungsverhältnis gibt den Menschen Halt und stellt ihre Würde wieder her. Das ist die beste Möglichkeit, um den Weg zurück in die Arbeitswelt zu finden‘‘, so Wolf abschließend. (Pressemitteilung der GB-Region Düsseldorf-Bergisch Land)

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