Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Manager soll 16,4 Millionen veruntreut haben

Frühestens Mitte des Jahres wird vor der Großen Wirtschaftsstrafkammer des Hagener Landgerichts –  so dessen Pressesprecher Jens Bernd auf Nachfrage des Waterbölles – der Prozess gegen einen 69 Jahre alten Manager aus Remscheid beginnen, der im Herbst 2015 noch vom Internetportal „Regio-Manager“ als einer der 100 einflussreichsten Manager Südwestfalens gefeiert wurde. Was die Staatsanwaltschaft seitdem ermittelt hat, findet sich in der Anklage, die seit 25. August 2016 dem Gericht vorliegt, wie Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli dem Waterbölles bestätigte.

Auf Untreue in 143 Fällen lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Der Remscheider, der mehr als 25 Jahre in verantwortlicher Position bei der Firma Abus (August Bremicker und Söhne) KG in Wetter-Volmarstein arbeitete, zuletzt als Prokurist im Bereich Controlling und Finanzen, soll bei dem Weltmarktführer für Schlüssel- und andere Sicherheitssysteme innerhalb von fünf Jahren, zwischen 2010 und 2015, 16,4 Millionen Euro veruntreut haben – durch Umleitung dieser Firmengelder auf ein Konto, über das er "weitgehend alleine“ habe verfügen können, wie Oberstaatsanwalt Pauli erklärte. Das Geld habe der Angeklagte für persönliche Zwecke ausgegeben – und dies gegenüber den Ermittlungsbeamten auch eingeräumt. Der 69-Jährige habe sich „weitgehend geständig“ gezeigt, so Pauli. Das war auch der Grund dafür, dass die Staatsanwaltschaft auf eine Untersuchungshaft verzichtete; der Remscheider blieb auf freiem Fuß.

Nachdem die Untreue betriebsintern aufgedeckt worden war, hatte die Firma Abus im September 2015 ihrem langjährigen Prokuristen gekündigt und ihn angezeigt. Dieser meldete bereits einen Monat später Privatinsolvenz an. Dieses Verfahren wurde am 14. Dezember 2015 eröffnet, wie der Infodienst „Der Westen“ der Funke-Mediengruppe berichtete. Die Villa des 69-Jährigen bietet ein Makler im Internet zum Kauf an. „1,5 Millionen Euro soll die Stadtvilla mit 433 Quadratmetern Wohnfläche inklusive vier Badezimmern, beheizten Außenterrassen und einem parkähnlichen Garten kosten“, so der Infodienst weiter. Die Villa gehört zu jenen „prunkvollen Immobilien“,über die der Waterbölles im März 2016 berichtete. In dieser Villa wohnte der Manager viele Jahre. Bis er gleich nebenan durch ein Remscheider Architektenteam die weitaus kostspieligere Villa bauen ließ, die er dann bezog und die seit dem vorigen Jahr ebenfalls im Internet zum Verkauf steht.


Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Chronist am :

Im RGA und der Bergischen Morgenpost wird das Thema heute fortgeschrieben. Von einem „aufwendigen Lebensstil“ des angeklagten Managers ist die Rede. Er habe sein Geld nicht nur in „teure Immobilien“ investiert, darunter auch neun Eigentumswohnungen, sondern auch in eine Jacht, Autos sowie eine Kunst- und Uhrensammlung.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!