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Januar 2007: Der Waterbölles blättert zurück

Rund 250 Einsätze bescherte der Remscheider Feuerwehr im Januar 2007 das Sturmtief "Kyrill" mit Orkanböen von mehr als 100 Stundenkilometern. Auch Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, Technisches Hilfswerk und Forstleute waren stark gefordert. Dreißig Berufsfeuerwehrmänner, die eigentlich dienstfrei hatten, kamen ebenfalls. Alle hatten alle Hände voll zu tun. Bäume, die auf Häuser gestützt waren, Bäume auf Ampelanlagen, Bäume auf Stromleitungen, auf Straßen. Dach- und Fassadenteile mussten beiseite geräumt werden, ein Baugerüst, sogar ein DIXI-Klo, das der Sturm durch die Gegend gewirbelt hatte. „Die Einsatzkräfte haben erstklassige Arbeit geleistet!“, hieß es später. Da war die Gefahr von Astbrüchen in den Wäldern und Parkanlagen noch nicht vorbei; vor dem Betreten wurde gewarnt.

Einen „Ausstellungsmacher“ auf Zeit für die Städtische Galerie stellte vor zehn Jahren Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann vor - den Kunsthistoriker Dr. Oliver Zybok als neuen „Ausstellungsmacher“ der Städtischen Galerie an der Scharffstraße vor: „Auf Honorarvertragsbasis soll er die Ausstellungskontinuität der Galerie der Stadt Remscheid gewährleisten.“ Die Städtische Galerie verstehe sich „nicht nur als Ort der Kunst, sondern auch als Stätte der Begegnung. Die zwei durch einen modernen Glastrakt verbundenen, denkmalgeschützten bergischen Schieferhäuser bieten für beides ein exzellentes Ambiente,“ hieß es damals noch auf der Internetseite der Stadt, Künftig wird dort die Musik- und Kunstschule untergebracht sein. Als Ausstellungsstätte ist ein seit Jahren leerstehenden Radiogeschäft am Markt im Gespräch.

Im Januar 2007 war plötzlich ist die Idee einer Städtefusion in aller Munde. Friedhelm Sträter, der damalige Präsident der bergischen Industrie- und Handelskammer, galt schon früher als Verfechter einer bergischen Großstadt aus Wuppertal, Solingen und Remscheid. Es war also Wasser auf seine Mühlen, dass Regierungspräsident Jürgen Büssow vor zehn Jahren erklärte „Wenn die Bevölkerung das mitmachen würde, wäre es schon eine tolle Sache in meinen Augen, wenn man sagen würde: Wir schließen uns zu einer Stadt zusammen!“ Ingo Wolf (FDP), damals Innenminister in NRW, reagierte darauf mit der Empfehlung einer engeren Zusammenarbeit der Nachbarstädte. Weder vom einen noch vom anderen wird heute noch gesprochen. Es scheint Funkstille zu herrschen, insbesondere zwischen Wuppertal und Remscheid. Wegen der unterschiedlichen Outlet-Pläne beider Städte.

Die letzten Dominikaner-Schwestern, die sich auch „Schwestern der heiligen Katharina von Siena“ nannten, verließen im Januar 2007 die in der Fabricius-Klinik aus  Altersgründen und wegen Nachwuchsproblemen. In der Krankenpflege waren die betagten Schwestern, Durchschnittsalter 80 Jahre, schon lange nicht mehr tätig gewesen, in der Küche sowie teilweise in der Krankenhaus-Seelsorge. Die 1899 gegründete Fabricius-Klinik (benannt nach Wundarzt Dr. Wilhelm Fabry) war am 1. Mai 1904 von den Arensberger Dominikanerinnen von Arenberg mit damals zwölf Betten übernommen worden. Träger des Hauses wurde die vom Orden  ins Leben gerufene und nach seiner Gründerin benannte Cherubine-Willimann-Stiftung Arenberg mit Sitz in Koblenz.

„Die Alten- und Pflegeheime der Stadt Remscheid „sollten auf keinen Fall als städtischer Eigenbetrieb weitergeführt werden“, schrieb die Wählergemeinschaft (W.I.R.) im Januar2007 auf ihrer Internet-Homepage und plädierte für den Verkauf der Altenheime. Der Investor soll folgende Voraussetzungen mitbringen: Gemeinnützigkeit, langjährige Erfahrung im Betrieb von Alten- und Pflegeheimen, nachgewiesene hohe Pflegequalität. Von Seiten der Verwaltung war bis dahin lediglich erklärt worden, man suche einen „strategischen Partner“. Der wurde gefunden - und bekam die geschäftsführende Mehrheit.

Zehn Jahre Remscheider Unfallseelsorge wurde vor zehn in einem evangelischen Gottesdienst und einem anschließenden Empfang gemeinsam mit Feuerwehrleuten und Polizeibeamten gefeiert. Die  Notfallseelsorge in Remscheid war eine der ersten in Nordrhein-Westfalen. In Remscheid teilten sich 2007 rund 30 evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer – die katholischen Gemeinden beteiligen sich wegen Personalmangel nicht – den Bereitschaftsdienst. Und Uli Geiler (zur einen Hälfte Pfarrer in der Clarenbach-Gemeinde, zur anderen Hälfte im Auftrag des Kirchenkreises Koordinator der Notfallseelsorge) sorgte damals für  die Diensteinteilung.

Am Stuhl des Baudezernenten wird fleißig gesägt“, titelte der Waterbölles im Januar 2007. Wenn es allein nach der SPD gegangen wäre, wäre der Stuhl von Helmut Kennepohl schon damals längst krachend zusammengestürzt. In dem Antrag zur Sitzung des Hauptausschusses am 25. Januar 2007, mit dem die SPD-Fraktion im Rat der Stadt die politische Lage zu ergründen suchte (Wer ist nach 16 Amtsjahren noch für Kennepohl, wer gegen ihn?), klang das so: „Die Amtszeit des Baudezernenten endet am 30. September 2007. Aus diesem Grunde möge der Hauptausschuss beschließen: Die zur Wiederbesetzung abstehende Stelle wird ... ausgeschrieben, so dass sichergestellt ist, dass spätestens zum 1. Oktober 2007 eine Besetzung erfolgen kann.“ SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Peter Meinecke war vor zehn Jahren in der Wortwahl weitaus direkter: „Kennepohl kriegt nichts auf die Reihe. Wie er mit Projekten umgeht, ist oft wenig professionell. Immer wieder Pannen. Diesen Mann sollte sich der Rat der Stadt nicht länger erlauben!“

Wo bleiben die Einnahmen aus Grundstücksverkäufen?“, fragte die W.i.R. vor zehn Jahren. Durch den Verkauf städtischer Grundstücke sollten Mehrkosten des neuen Ämterhauses am Friedrich-Ebert-Platz ausgeglichen werden, hatte der Rat der Stadt im Juli 2004 beschlossen. Man sollte meinen, dreieinhalb Jahre wären ausreichend, um diesen Beschluss in die Tat umzusetzen. Aber dem war nicht so. „Immer wieder müssen wir feststellen, dass anscheinend nur wir uns damit beschäftigen“, beklagt sich die W.i.R. „Es wurde noch nicht einmal der Versuch unternommen nachvollziehbar zu erklären, warum bis heute kein Grundstück verkauft worden ist.“

Rund 250 Einsätze bescherte der Remscheider Feuerwehr im Januar 2007 das Sturmtief "Kyrill" mit Orkanböen von mehr als 100 Stundenkilometern. Auch Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, Technisches Hilfswerk und Forstleute waren stark gefordert. Dreißig Berufsfeuerwehrmänner, die eigentlich dienstfrei hatten, kamen ebenfalls. Alle hatten alle Hände voll zu tun. Bäume, die auf Häuser gestützt waren, Bäume auf Ampelanlagen, Bäume auf Stromleitungen, auf Straßen. Dach- und Fassadenteile mussten beiseite geräumt werden, ein Baugerüst, sogar ein DIXI-Klo, das der Sturm durch die Gegend gewirbelt hatte. „Die Einsatzkräfte haben erstklassige Arbeit geleistet!“, hieß es später. Da war die Gefahr von Astbrüchen in den Wäldern und Parkanlagen noch nicht vorbei; vor dem Betreten wurde gewarnt.

Einen „Ausstellungsmacher“ auf Zeit für die Städtische Galerie stellte vor zehn Jahren Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann vor - den Kunsthistoriker Dr. Oliver Zybok als neuen „Ausstellungsmacher“ der Städtischen Galerie an der Scharffstraße vor: „Auf Honorarvertragsbasis soll er die Ausstellungskontinuität der Galerie der Stadt Remscheid gewährleisten.“ Die Städtische Galerie verstehe sich „nicht nur als Ort der Kunst, sondern auch als Stätte der Begegnung. Die zwei durch einen modernen Glastrakt verbundenen, denkmalgeschützten bergischen Schieferhäuser bieten für beides ein exzellentes Ambiente,“ hieß es damals noch auf der Internetseite der Stadt, Künftig wird dort die Musik- und Kunstschule untergebracht sein. Als Ausstellungsstätte ist ein seit Jahren leerstehenden Radiogeschäft am Markt im Gespräch.

Im Januar 2007 war plötzlich ist die Idee einer Städtefusion in aller Munde. Friedhelm Sträter, der damalige Präsident der bergischen Industrie- und Handelskammer, galt schon früher als Verfechter einer bergischen Großstadt aus Wuppertal, Solingen und Remscheid. Es war also Wasser auf seine Mühlen, dass Regierungspräsident Jürgen Büssow vor zehn Jahren erklärte „Wenn die Bevölkerung das mitmachen würde, wäre es schon eine tolle Sache in meinen Augen, wenn man sagen würde: Wir schließen uns zu einer Stadt zusammen!“ Ingo Wolf (FDP), damals Innenminister in NRW, reagierte darauf mit der Empfehlung einer engeren Zusammenarbeit der Nachbarstädte. Weder vom einen noch vom anderen wird heute noch gesprochen. Es scheint Funkstille zu herrschen, insbesondere zwischen Wuppertal und Remscheid. Wegen der unterschiedlichen Outlet-Pläne beider Städte.

Die letzten Dominikaner-Schwestern, die sich auch „Schwestern der heiligen Katharina von Siena“ nannten, verließen im Januar 2007 die in der Fabricius-Klinik aus  Altersgründen und wegen Nachwuchsproblemen. In der Krankenpflege waren die betagten Schwestern, Durchschnittsalter 80 Jahre, schon lange nicht mehr tätig gewesen, in der Küche sowie teilweise in der Krankenhaus-Seelsorge. Die 1899 gegründete Fabricius-Klinik (benannt nach Wundarzt Dr. Wilhelm Fabry) war am 1. Mai 1904 von den Arensberger Dominikanerinnen von Arenberg mit damals zwölf Betten übernommen worden. Träger des Hauses wurde die vom Orden  ins Leben gerufene und nach seiner Gründerin benannte Cherubine-Willimann-Stiftung Arenberg mit Sitz in Koblenz.

„Die Alten- und Pflegeheime der Stadt Remscheid „sollten auf keinen Fall als städtischer Eigenbetrieb weitergeführt werden“, schrieb die Wählergemeinschaft (W.I.R.) im Januar2007 auf ihrer Internet-Homepage und plädierte für den Verkauf der Altenheime. Der Investor soll folgende Voraussetzungen mitbringen: Gemeinnützigkeit, langjährige Erfahrung im Betrieb von Alten- und Pflegeheimen, nachgewiesene hohe Pflegequalität. Von Seiten der Verwaltung war bis dahin lediglich erklärt worden, man suche einen „strategischen Partner“. Der wurde gefunden - und bekam die geschäftsführende Mehrheit.

Zehn Jahre Remscheider Unfallseelsorge wurde vor zehn in einem evangelischen Gottesdienst und einem anschließenden Empfang gemeinsam mit Feuerwehrleuten und Polizeibeamten gefeiert. Die  Notfallseelsorge in Remscheid war eine der ersten in Nordrhein-Westfalen. In Remscheid teilten sich 2007 rund 30 evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer – die katholischen Gemeinden beteiligen sich wegen Personalmangel nicht – den Bereitschaftsdienst. Und Uli Geiler (zur einen Hälfte Pfarrer in der Clarenbach-Gemeinde, zur anderen Hälfte im Auftrag des Kirchenkreises Koordinator der Notfallseelsorge) sorgte damals für  die Diensteinteilung.

Am Stuhl des Baudezernenten wird fleißig gesägt“, titelte der Waterbölles im Januar 2007. Wenn es allein nach der SPD gegangen wäre, wäre der Stuhl von Helmut Kennepohl schon damals längst krachend zusammengestürzt. In dem Antrag zur Sitzung des Hauptausschusses am 25. Januar 2007, mit dem die SPD-Fraktion im Rat der Stadt die politische Lage zu ergründen suchte (Wer ist nach 16 Amtsjahren noch für Kennepohl, wer gegen ihn?), klang das so: „Die Amtszeit des Baudezernenten endet am 30. September 2007. Aus diesem Grunde möge der Hauptausschuss beschließen: Die zur Wiederbesetzung abstehende Stelle wird ... ausgeschrieben, so dass sichergestellt ist, dass spätestens zum 1. Oktober 2007 eine Besetzung erfolgen kann.“ SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Peter Meinecke war vor zehn Jahren in der Wortwahl weitaus direkter: „Kennepohl kriegt nichts auf die Reihe. Wie er mit Projekten umgeht, ist oft wenig professionell. Immer wieder Pannen. Diesen Mann sollte sich der Rat der Stadt nicht länger erlauben!“

Wo bleiben die Einnahmen aus Grundstücksverkäufen?“, fragte die W.i.R. vor zehn Jahren. Durch den Verkauf städtischer Grundstücke sollten Mehrkosten des neuen Ämterhauses am Friedrich-Ebert-Platz ausgeglichen werden, hatte der Rat der Stadt im Juli 2004 beschlossen. Man sollte meinen, dreieinhalb Jahre wären ausreichend, um diesen Beschluss in die Tat umzusetzen. Aber dem war nicht so. „Immer wieder müssen wir feststellen, dass anscheinend nur wir uns damit beschäftigen“, beklagt sich die W.i.R. „Es wurde noch nicht einmal der Versuch unternommen nachvollziehbar zu erklären, warum bis heute kein Grundstück verkauft worden ist.“


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