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Kalter Winter lässt Arbeitslosigkeit ansteigen

Martin Klebe. Foto: Lothar KaiserPressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Der Wintereinbruch im Januar hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Insbesondere die Außenberufe sind betroffen, so dass im Januar mehr Menschen arbeitslos gemeldet sind als im Dezember. Dieser saisontypische Anstieg der Arbeitslosigkeit fällt aber etwas schwächer aus, als im Durchschnitt der letzten drei Jahre. Im Vergleich zum letzten Jahr ist insbesondere ein Anstieg bei jungen Menschen unter 25 Jahren sowie bei Ausländern zu verzeichnen. Hier bilden sich die Auswirkungen der Zuwanderung geflüchteter Menschen in der Statistik ab“, erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.  Im Bergischen Städtedreieck stieg die Arbeitslosigkeit im Januar auf nun 30.533 arbeitslose Frauen und Männer. Damit sind aktuell 1.472 Menschen mehr arbeitslos als im Dezember, aber 73 Personen weniger als vor einem Jahr. Dieser Anstieg ist etwas niedriger als im Durchschnitt der letzten drei Jahre, in denen die Arbeitslosigkeit im Januar im Vergleich zum Dezember um 1.553 Personen stieg.

In Remscheid allein sind aktuell 5.165 Menschen arbeitslos gemeldet, 282 mehr als im Dezember, aber 242 oder 4,5 Prozent weniger als im Januar vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt von 8,4 Prozent im Dezember auf aktuell 8,9 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote 9,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote für die drei Städte stieg von 9,1 Prozent im Dezember auf aktuell 9,5 Prozent (Januar 2016: 9,6 Prozent).

Von der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal wurden im Januar insgesamt 8.430 Männer und Frauen ohne Job im Rechtskreis SGB III betreut. Das sind 1.465 Personen mehr als im Dezember und auch 637 mehr als vor einem Jahr. Im Rechtskreis SGB II, für den die Jobcenter zuständig sind, wurden in Solingen, Remscheid und Wuppertal 22.103 Arbeitslose betreut und damit sieben mehr als im Dezember, aber 710 weniger als vor einem Jahr.

Remscheider Arbeitgeber meldeten im Januar 242 freie Arbeitsstellen. Insgesamt werden in Remscheid damit 1.054 Arbeitskräfte gesucht, das sind 443 Stellen oder 72,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Derzeit werden insbesondere folgende Arbeitskräfte von den Remscheider Unternehmen gesucht: Fachkräfte in der Milchproduktherstellung, Köche und Hilfsköche, Architekten, Vermessungstechniker, Fachkräfte und Helfer im Hoch- und Tiefbau, Maurer, Detektive, Fachkräfte Fassadenbau, Pflasterer, Straßenbauer, Fachkräfte und Helfer Bodenverlegung, Fliesenleger, Maler und Lackierer sowie Fachkräfte und Helfer im Aus- und Trockenbau.

Seit dem 1. Januar werden Personen, die zusätzlich zu ihrem Arbeitslosengeld Hilfe vom Jobcenter in Anspruch nehmen, die sogenannten Aufstocker, nicht mehr von den Jobcentern betreut, sondern von den Arbeitsagenturen vermittelt. Im bergischen Städtedreieck waren rund 500 Personen von diesem Wechsel der Betreuung betroffen. „Der hohe Anstieg der Arbeitslosigkeit nur bei der Arbeitsagentur im Rechtskreis des SGB III ist darauf zurückzuführen, dass sich viele Personen nach Beendigung einer Arbeit arbeitslos meldeten. Diese arbeitsmarktnahen Kunden haben einen Anspruch auf die Versicherungsleistung Arbeitslosengeld“, erklärt Martin Klebe. 

Regelmäßig weist die Bundesagentur für Arbeit die Unterbeschäftigung aus. Hier werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die als Teilnehmer arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie Integrationskursen oder aus sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden.

Zählt man alle Personen, die im Januar eine Erwerbstätigkeit anstreben, zu den gesetzlich definierten Arbeitslosen von 30.533 in den drei Städten hinzu, ergibt sich eine „Unterbeschäftigung“ von 45.669 Personen. Dies sind aktuell 596 weniger als im Dezember, als noch 46.264 Personen registriert waren. Diese insgesamt 15.136 Personen, die aktuell zusätzlich zu den 30.533 Arbeitslosen im Bergischen Städtedreieck in der Statistik der Unterbeschäftigung erfasst sind, teilen sich unterschiedlich auf die drei Städte auf: 11.060 Personen in Wuppertal, 2.452 in Solingen und 1.625 in Remscheid.

Die Unterbeschäftigungsquote im Bergischen Städtedreieck sank von 13,9 Prozent im Dezember auf aktuell 13,7 Prozent, im Januar 2016 betrug diese noch 13,6 Prozent. In der Unterbeschäftigungsquote bildet sich der unterschiedlich starke Einsatz der arbeitsmarktpolitischen Instrumente der drei Jobcenter ab.

Aktuell sind 11.486 Ausländer arbeitslos gemeldet, 612 Personen (+5,6 Prozent) mehr als im Dezember und 1.226 Menschen (+11,9 Prozent) mehr als im Januar vor einem Jahr. Damit haben 37,6 Prozent der Arbeitslosen im bergischen Städtedreieck einen ausländischen Pass. Die stärksten absoluten Zunahmen erfolgten im Vergleich zum letzten Jahr aus der Arabischen Republik Syrien, aus Bulgarien, aus Afghanistan, aus dem Irak, aus Nigeria sowie aus den Balkanstaaten.

2.995 junge Menschen unter 25 Jahre waren im Januar arbeitslos gemeldet, 177 mehr als im Dezember und 302 Personen oder 11,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Ankunft der geflüchteten Menschen bildet sich auch im Anstieg der Arbeitslosigkeit von jungen Menschen unter 25 Jahren sowie in der gestiegenen Arbeitslosigkeit von Männern in der Statistik ab. Von den 2.995 arbeitslosen jungen Menschen sind 1.210 Ausländer und damit 40,4 Prozent (Januar 2016: 830 Personen/ 30,8 Prozent).

Die Arbeitskräftenachfrage ist im Wintermonat Januar erwartungsgemäß gesunken. Im Januar konnte der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit 1.024 Arbeitsangebote neu aufnehmen, das waren 282 weniger als im Dezember und auch 19 weniger als vor einem Jahr. Aktuell sind damit 3.983 offene Stellen für das bergische Städtedreieck gemeldet, das sind 707 Stellen oder 21,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. 3.450 und damit 86,6 Prozent aller Stellen sind unbefristet, 520 Stellen oder 13,1 Prozent werden in Teilzeit angeboten.

Statistisch gesehen konkurrieren im Januar 18,4 und damit besonders viele Arbeitslose im bergischen Städtedreieck um eine Stelle im Bereich Land-, Forst-, Tierwirtschaft, Gartenbau. Am günstigsten ist das Verhältnis zwischen Arbeitslosen und gemeldeten Stellen im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung. Hier kommen auf eine Arbeitsstelle aus diesem Berufsbereich rechnerisch nur 3,1 Arbeitslose. (Claudia John)


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