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Andrea Staudt koordiniert Bildung für Neuzugewanderte

Lehrkräfte für Deutschunterricht fehlen“, überschrieb der Waterbölles am 8. November 2016 eine Pressemitteilung der Stadt Remscheid. Demnach hatten damals (und heute?) „die Remscheider Träger von Integrationskursen ... große Schwierigkeiten, ausreichend Lehrkräfte für die flächendeckende Durchführung von Integrationskursen zu gewinnen.“ Zugleich teilte damals Frauke Türk vom Bildungsbüro der Stadt mit, „dass es durch eine Förderung aus Bundesmitteln möglich war, eine für zwei Jahre befristete Projektstelle einzurichten: Seit Mitte Oktober arbeitet im Bildungsbüro Andrea Staudt als Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte. Zu ihren Aufgaben gehört es, das vielfältige Bildungsangebot für Neuzugewanderte transparenter zu machen.“

Damit war Remscheid eine der ersten Städte im Bundesgebiet, die das Angebot des Bundes aufgriffen. Bislang haben sich um die Finanzierung der Koordinatoren-Stellen  80 Prozent der Kreise und kreisfreien Städte beworben. Nordrhein-Westfalen hat insgesamt 31 Kreise und 22 kreisfreie Städte gleich 53. 27 von ihnen haben inzwischen eine(n) Bildungskoordinator(in) eingestellt. Die Personalkosten von jeweils 153.800 Euro übernimmt zwei Jahre lang in voller Höhe das Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Verwaltet werden die Gelder vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrtstechnik. . In Remscheid ist die neue Stelle eingerichtet beim Fachdezernat 2.00 – Bildung, Jugend, Soziales, Gesundheit und Sport – innerhalb der Kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule – Beruf/Regionales Bildungsbüro.

Betont wird vom Ministerium die Schnittstellenfunktion der neuen Beratungsstelle. Für die in der Stadtverwaltung Remscheid schon seit geraumer Zeit mit der Integration von Flüchtlingen auf die eine oder andere Weise betrauten Dienststellen (Regionales Bildungsbüro, Koordinierungsstelle Übergang Schule/Beruf und Kommunales Integrationszentrum [KI], Ausländerbehörde und Wohnungs- bzw. Ordnungsamt) bedeutet das die Aufforderung und Verpflichtung zu intensiver Zusammenarbeit. Dies gilt beim KI insbesondere für die in nächster Zeit im Rahmen des Förderprogramms „KOMM AN NRW“ zu besetzende Stelle zur Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe. Dass beide Büros im Ämterhaus am Ebertplatz sind, ist schon mal eine nicht unwichtige Voraussetzung für fruchtbare Zusammenarbeit...

Bereits im Juni, da war die Stelleninhaberin Andrea Staudt, Sozialarbeiterin und Event-Managerin, noch gar nicht gefunden, hatte die Verwaltung im Haupt- und Finanzausschuss die Aufgaben der neuen Fach kraft beschrieben:

  • „gemeinsam mit den Verantwortlichen der Remscheider Sprachbildungsinstitute und Organisationen ein „Remscheider Sprachfördermodell für Neuzugewanderte in allen Altersstufen“ zu entwickeln mit vernetzten, bedarfs- und bedürfnisgerechten Beratungs- und Sprachbildungsangebote für Neuzugewanderte.
  • gemeinsam den Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie den Institutionen für schulische Bildung und berufliche Aus- und Weiterbildung miteinander abgestimmte Beratungs- und passgenaue Qualifizierungsangebote für Neuzugewanderte (mit und ohne Berufsabschluss bzw. ohne Nachweis für einen erworbenen Berufsabschluss) zu entwickeln.
  • andere Anbieter von Bildungsangebote für Neuzugewanderte soll der Bildungskoordinator dabei unterstützen, diese Angebote sinnvoll miteinander zu vernetzen und „Qualitätsstandards für niederschwellige Bildungsangebote zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe zu formulieren und einen entsprechenden Maßnahmenkatalog zu erstellen“.

„Bildung hat eine Schlüsselfunktion für die Integration der Neuzugewanderten in unsere Gesellschaft. Bildung ist Voraussetzung für den Zugang zum Arbeitsmarkt, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und dafür, dass zugewanderte Menschen in der Zukunft eigene Beiträge für unser Land und unsere Gesellschaft leisten können“, heißt es in der „Förderrichtlinie zur kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“, am 22. Januar 2016 im Bundesanzeiger veröffentlicht. In den Kommunen entscheide sich, ob Integration gelingt. Sie stünden vor der Aufgabe, „die Neuankömmlinge beim Einstieg in Kita, Schule, berufliche wie allgemeine Weiterbildung durch Orientierungs- und Beratungsangebote zu unterstützen.“ Die Aufgabe der kommunalen Koordinator/innen bestehe in der Koordinierung der relevanten Bildungsakteure auf kommunaler Ebene, um Bildungsangebote für Neuzugewanderte zu optimieren, Zugänge zum Bildungssystem zu verbessern sowie Bildungsangebote aufeinander abzustimmen und datenbasiert zu steuern. 

Und weiter heißt es dort: „Die Koordinatorin/der Koordinator ist fester Ansprechpartner für die zuständigen Stellen innerhalb der Kommunalverwaltung sowie für die zivilgesellschaftlichen, nicht-staatlichen, ehrenamtlichen Initiativen außerhalb der Kommunalverwaltung (Stiftungen, Vereine, ehrenamtliche Initiativen, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Sozialpartner, Bildungsträger, Kammern und Unternehmens-Initiativen etc.). (...) Sie/er koordiniert übergreifend Akteure und Bildungsangebote, d. h. sie/er organisiert nicht die Maßnahmen selbst und führt auch nicht Maßnahmen selbst durch, sondern gibt Anregungen und Impulse für erforderliche Angebote und Initiativen.“


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