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Vorstand des B.V. 10 will wissen, wohin die Reise geht

Als neue „Besitzer“ der Jahn-Halle an der Neuenkamper Straße präsentierte sich am 11. Februar 2016 der geschäftsführende Vorstand des RSV der lokalen Presse: Hartmut Bau, Dirk Riemer, Horst Zolnowski und Wolfgang Pipiorka. Ihr Bestreben  sei es, neues Leben in das alte Gemäuer zu bringen. Denn „Die Jahn-Halle rechnet sich für den RSV noch nicht“, wie sie damals sagten. Hintergrund: Der Zusammenschluss zwischen dem TV Jahn und dem Remscheider Schwimm-Verein war verbrieft und der Besitz des TV Jahn an den RSV übergegangen (Grundbucheintrag schon im September 2015). Das betraf nicht nur die 60 Jahre alte Turnhalle, sondern auch das 10.000 Quadratmeter große Grundstück mit dem Sportplatz (Foto).

Der Sportplatz Neuenkamp bleibt bis 2020 "unter Vertrag", berichtete der Waterbölles am 17. März 2015. Damit waren TV Jahn und RSV gemeint. Der TV Jahn hatte 1990 den Sportplatz, Heimplatz des B.V. 10, für 30 Jahre an die Stadt Remscheid verpachtet. Sein Rechtsnachfolger sollte damals schon der RSV werden. „Mithin bleibt der Pachtvertrag ... bis 2020 bestehen“, teilt die Verwaltung damals mit. „2020!? Das ist nicht mehr lange hin!“, stellte am Mittwoch im Sportausschuss Markus Kötter fest. „Da muss dringend etwas passieren!“ Damit meinte der Vorsitzende des Sportausschusses die Verwaltung, und Sportamtsleiter Martin Sternkopf nahm den Ball auf: Eine schriftliche Mitteilungsvorlage sei leider zur Sitzung nicht rechtzeitig fertig geworden, aber die könne er gerne mündlich vortragen. Und das tat er denn auch. Kernaussage: Alles ist möglich, nichts beschlossene Sache. Zitat: „Der Sportplatz Neuenkamp ist von der Stadt Remscheid bis 31. Mai 2020 als Sportfläche gepachtet (...).Auch unter Zugrundelegung der Sportstättenentwicklungsplanung sollen mit dem Eigentümer (RSV) Verhandlungen über die künftige Planung für das ... Areal aufgenommen werden. Parallel dazu finden Gespräche mit dem B.V. 10 ... statt.“ Nach derzeitiger Planung sei nicht auszuschließen, dass der Sportplatz Neuenkamp als Ersatzfläche während der Umbauphase für das Sportzentrum Hackenberg benötigt wird. Nach derzeitiger Planung sei lediglich beabsichtigt, die Sportanlage Düppelstraße nach Fertigstellung des Sportzentrums Hackenberg aufzugeben.

Die von Sternkopf verlesene Verwaltungsvorlage ist die Antwort auf eine Anfrage der CDU-Fraktion vom 13. Februar. Darin war auch ganz allgemein nach den weiteren baurechtlichen Nutzungsmöglichkeiten des Grundstücks gefragt worden. Antwort der Verwaltung: „Denkbar sind soziale Nutzungen sowie gewerbliche Nutzungen, die die westliche Wohnnutzung nicht stören, ggf. mit Abstufungen entsprechend den einzuhaltenden Immissionsrichtwerten.“

Vertreter des B.V. 10 machten am Mittwoch in der Sportausschusssitzung klar, dass sie alsbald wissen möchten, wohin die Reise geht. Der RSV als Besitzer des Sportplatzes habe jedenfalls keine Bedenken gegen eine Verlängerung des Pachtvertrages mit der Stadt Remscheid. Sportdezernent Thomas Neuhaus wollte sich noch nicht festlegen, sondern sagte lediglich zu, dass der Verein „ein angemessenes Angebot bekommt“. Den Vorstand des B.V. 10 beschäftigt gegenwärtig nicht nur die ungewisse Standortfrage, sondern auch die zunehmende Konkurrenz durch andere Remscheider Sportvereine, die mit Kunstrasenplatzen werben können. Dadurch habe man schon ganze Mannschaften verloren.

In diesem Zusammenhang ließ am Mittwoch die Aussage von Prof. Dr. Horst Hübner und Oliver Wulf von FoKoS, der Forschungsstelle „Kommunale Sportentwicklungsplanung“ der Universität Wuppertal, aufhorchen, dass in Remscheid inzwischen beinahe die Hälfte aller Fußballfelder mit Kunstrasen belegt sei. In ganz NRW sei das lediglich bei einem Viertel aller Plätze der Fall. Von einem weiteren Kunstrasenplatz rieten die beiden Experten ab, zumal bei den älteren Kunstrasenplätzen in Remscheid in einigen Jahren schon die ersten aufwendigen Instandsetzungsarbeiten anstünden.


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Ratsgruppe der FDP am :

Die Stadt Remscheid verfügt nunmehr über mehrere Kunstrasenplätze: Stadtpark (Baujahr 1992), Reinshagen (Mittelplatz, 2000), Honsberg (2009), Jahnplatz Lüttringhausen (2011), Bergisch Born (2014), Hackenberg (Kleinspielfeld, 2014), Neuenhof (2015), Bliedinghausen (2016). Außerdem ist ein Kunstrasenplatz in Reinshagen in der Planung. Im Zuge der Erweiterung der Sportanlage Hackenberg wird ebenfalls ein Kunstrasenplatz angelegt. Aus Sicht der FDP-Ratsgruppe stellt sich die Frage nach den Folgekosten, die auch im Rahmen der Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung durch den Gutachter thematisiert wurden. Nach ca. 13 Jahren, spätestens nach 15 Jahren, ist danach erfahrungsgemäß der Austausch des kompletten Kunstrasenbelags mit Aufwendungen in Höhe von ca. 250.000 Euro notwendig. Lediglich die älteste Kunstrasenanlage, der Platz am Stadtpark, ist im Jahr 2014 – auch dank des Engagements des Fördervereins „Sportanlage Stadtpark“ – erneuert worden. Der Kunstrasenbelag des Mittelplatzes in Reinshagen dürfte kurzfristig zur Erneuerung anstehen. Da derzeit in kurzer zeitlicher Folge mehrere Plätze im Rahmen des Kunstrasenprogramms realisiert werden, wird nach Ablauf der Nutzungszeit innerhalb ebenso kurzer Zeit die Erneuerung dieser Plätze notwendig werden und ein entsprechender Mittelbedarf bestehen. Wenn diese Investitionen aufgeschoben würden, so fiele sicherlich ein höherer Pflege- und Instandhaltungsbedarf an.

Chronist am :

Gäste des Ballspielvereins 1910 e.V. Remscheid sind heute ab 18 Uhr im Vereinsheim an der Neuenkamper Straße der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf, Mitglieder des Sportausschusses und Kommunalpolitiker aus dem Südbezirk. Ihnen möchte der Vereinsvorstand das Vereinskonzept sowie die Aktivitäten im Jugendbereich und bei der Integration vorstellen.

SPD Ratsfraktion Remscheid am :

Wenn einer der der traditionsreichsten Remscheider Sportvereine- der Ballspielverein 1910 Remscheid – als „BV 10“ eine Marke im örtlichen Sport – zum Besuch einlädt, dann lässt man sich nicht zweimal bitten. So auch, als der Vorsitzende des Vereins, Bernd Fahl, den Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Remscheid, Sven Wolf, den Sprecher der SPD im Sportausschuss im Rat der Stadt Remscheid, Michael Büddicker, sowie SPD-Mitglieder der Bezirksvertretung Süd zu einem Besuch des Vereinsgeländes an der Neuenkamper Straße einlud. Die Gäste zeigten am vergangenen Mittwoc beeindruckt, welche Arbeit auf der Sportanlage an der B 229 geleistet wird. Das Vereinskonzept ist sehr vielseitig und bietet von Jung bis Alt buchstäblich für jeden etwas. Auf besonderes Interesse stieß die Arbeit des Vereins mit Flüchtlingen und Migranten. „Hier wird Integration durch Sport aktiv gelebt. Der BV 10 beweist hier wieder einmal, welch wichtige Funktion der Sport in unserer Stadt einnimmt. Er ist weit mehr als bloße Freizeitbeschäftigung – sondern bildet im wahrsten Sinne des Wortes ein Scharnier zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen in unserer Stadt. Diese Arbeit kann man gar nicht genug wertschätzen.“ zeigte sich der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Sven Wolf, begeistert. Der Verein ist gut aufgestellt und trotzt den Umständen, dass man nach wie vor auf roter Asche trainiert und sich der Wunsch eines Kunstrasens noch nicht erfüllt hat. "Die Sportanlage an der Neuenkamper Straße ist nahezu ideal: an der Fichtenhöhe und am Hohenhagen leben viele Familien und durch die Lage an der B 229 und durch die Bedienung durch die Buslinie 654 ist der Verein ideal erreichbar. „Wir werden die Entwicklung des Sportvereins und der Sportanlage aktiv im Auge behalten.“ so Sven Wolf nach dem abschließenden Rundgang.

Chronist am :

Was Sportamtsleiter Martin Sternkopf im Februar nur mündlich vortrug, wurde inzwischen in eine schriftliche Mitteilungsvorlage gegossen, im Ratsinformationssystem der Stadt abgelegt unter http://ratsinfo.remscheid.de/sessionnet/bi/getfile.php?id=118100&type=do&. Sie steht am 3. Mai auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Süd.

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