Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Städtischer Kunstbesitz dämmert weiter vor sich hin

Teile des städtischen Kunstbesitzes nur "Gerümpel"?, fragte der Waterbölles am 14. April 2016.  In einer Sitzung des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung war damals angedeutet worden, um den städtischen Kunstbesitz – rund 2070 Gemälde, Zeichnungen, Stahlstiche, Radierungen, Lithografien, Holz- und Linolschnitte, Siebdrucke, Fotografien und Skulpturen, die im Stadtarchiv, Hastener Str. 100-102, eingelagert sind – stehe es noch schlechter, als bisher angenommen.

Im Januar dieses Jahres erinnerte die Fraktion der Linken die Verwaltung  an den Beschluss des Kulturausschusses vom 12. April 2016, dass man den Kunstbesitz der Stadt Remscheid sichten und ordnen sollte, um auf dieser Grundlage über eine Veräußerung von Einzelteilen bzw. eine Präsentation von Werken durch dritte Institutionen nachzudenken, und fragte nach, ob diese Sichtung bereits stattgefunden habe und, wenn ja, mit welchen Ergebnissen.

Die Antwort der Verwaltung liegt inzwischen vor und steht auf der Tagesordnung des Kulturausschusses am 21. März um 17 Uhr im Deutschen Röntgen-Museum. Die klare Botschaft: „Nein, für eine Sichtung und Ordnung des städtischen Kunstbesitzes sind in der Verwaltung weder die personellen noch die fachlichen Voraussetzungen gegeben.“ Und ein Zeitpunkt für eine Sichtung und Bewertung des Kunstbesitzes könne aus eben diesen Gründen nicht benannt werden. Eines Konzepts für die Sicherung und Bewahrung der Kunstobjekte bedürfe es im Übrigen nicht, „da der Kunstbesitz sicher und unter klimatisch guten räumlichen Bedingungen gelagert wird. Und ein Konzepts zur Ordnung und Bewertung des Kunstbesitzes sei nicht zielführend, weil dadurch nur suggeriert werde, dass beides in absehbarer Zeit erfolgen könne. Dem sei nicht so:: „Die hierfür erforderliche personell-fachliche Kompetenz in Gestalt einer/s Kunst-Kuratorin/s wird aufgrund der auch künftig bestehenden Restriktionen im Bereich der Personalwirtschaft nicht geschaffen werden können. Sollten sich personelle Ressourcen für Aufgaben im Bereich des Historischen Zentrums ergeben, müssten diese aus Sicht der Verwaltung prioritär zur Erfüllung der Pflichtaufgaben (Archivar/in im städtischen Archiv) verwandt werden.“


Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Chronist am :

„Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass wir - bezüglich der Antwort auf die Anfrage meiner Fraktion - hier und heute offenbar ausschließlich über jenen Teil des Kunstbesitzes sprechen, den wir im Frühjahr des vergangenen Jahres im Stadtarchiv in Form eines neu angefertigten und gefüllten Holzregals bestaunen durften. Zum städtischen Kunstbesitz gehören aber auch die drei Sammlungen Johann Peter Hasenclever, Gerd Arntz und Teo Otto sowie die städtische Graphothek in der Zentralstelle der Stadtbibliothek. Unsere Anfrage bezog sich jedoch auf den gesamten städtischen Kunstbesitz. Sollte unsere Anfrage missverstanden worden sein, bitten wir darum, die Antwort baldmöglichst in schriftlicher Form zu vervollständigen. Was aber die Stücke in dem Holzregal angeht, haben wir leider schon in der an die Ratsmitglieder verteilten CD (vom 7.4.2016, Kunstbesitz der Stadt Remscheid, Datenstand: 2001) feststellen müssen, dass die Archivierungstexte und lfdn. Nummern teilweise falsch sind, oder andere erhebliche Mängel aufweisen. Die Behauptung, dass die Sammlung „unter guten klimatischen Bedingungen" gelagert sei, ist falsch. Davon konnte ich mich im August 2016 persönlich in Anwesenheit der Herren Dr. Henkelmann und Heinrichs überzeugen. Der Schimmelgeruch lag in der Luft, und der sichtbare grüne Schimmelpilz war keine Vision! Seit über vier Jahrzehnten gammelt dieser Teil des Kunstbesitzes nun vor sich hin. Dass es auch anders geht, beweist der Zustand der Werke in der Graphothek, die von der Stadtbibliothek seit ca. 1975 vorbildlich archiviert und betreut werden. Dies zeigt, dass eben nicht nur zahlenmäßige personelle Ressourcen sondern auch persönliches Engagement und Interesse ein nennenswertes Ergebnis ermöglichen. Die letztgenannten Möglichkeiten scheinen zumindest was den übrigen Kunstbesitz angeht, in der Rathausverwaltung seit über vier Jahrzehnten gegen Null zu tendieren.“ (Klaus Küster, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, heute im Ausschusses für Kultur und Weiterbildung)

Chronist am :

Die Kunstobjekte lagerten im Stadtarchiv in Hasten unter besten Bedingungen“, meinte in der heutigen Ausschusssitzung Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann. Andere Besucher des Archivs hätten keinen Schimmelpilzgeruch wahrgenommen. Dagegen spreche auch eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 521 Prozent in dem großen Raum. Pilzverseucht seien lediglich die früheren Lagerräume im Keller an der Honsberger Straße gewesen. Ausschussvorsitzender Karl Heinz Humpert stellte die Unterstützung der Sichtung der wesentlichen Kunstwerke durch den Verein Pro Arte e.V. in Aussicht. Kulturdezernent Henkelmann dazu: „Wir sind für jeden kostenneutralen Vorschlag dankbar!“ Dier Sichtung werde die Stadtverwaltung allerdings wohl auch deshalb Zweit und Geld kosten, weil die wir unterstützenden Kräfte nicht allein laufen lassenkönnen, allein aus Versicherungsgründen“.

Klaus Konkel am :

Wie wäre es mit einer Wanderausstellung der Remscheider Kunstschätze durch historische Stätten der Remscheider Stadtteile? (z.B. Hertiegebäude) Stadtbewohner sehen und beurteilen, was den städtischen Kunstschatz ausmacht und über das Touristikpotential kann der Aufwand kostenneutral verbucht werden. Ein weiterer Vorteil, über Kunstausstellungen könnten evtl. verkausoffene Sonntage generiert werden.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!